Fluch und Segen der Atombombe

Vor 72 Jahren begann das Atomzeitalter mit einer Katastrophe: Die Bomben über Japan waren ein ­ungeheuerliches Experiment, vielleicht ein Verbrechen – aber sie beendeten den Krieg und zeitigten eine ­zivilisierende Wirkung. Vieles kam anders, als man dachte. Spurensuche am Tatort.

Von Alex Baur

Dem Schicksal trotzen: Haru Yamashitas Hochzeit in den Trümmern der Urakami-Kathedrale, 1951. Bild: zVG

Kurz vor dem Start bemerkte Major Charles Sweeney, dass die Pumpe zum Reservetank der «Bockscar» ausgefallen war. Es war der 9. August 1945, kurz nach 3 Uhr in der Früh. Zwei Tonnen Treibstoff würden ihm damit fehlen. Doch Sweeney mochte die Mission, die wichtigste in seinem Leben, nicht abbrechen. Der Treibstoff musste reichen bis Kokura und zurück auf die Insel Tinian, von der aus die Bombergruppe 393 den Luftangriff auf Japan startete. Nagasaki, das Ausweichziel, lag auf dem Rückweg.

Die Begleitflugzeuge «Big Stink» und «The Great Artiste» liessen auf sich warten, als d...

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