Intern

Wenn im Bundesrat eine Stelle frei wird, ist Wettbewerb von aussen unerwünscht. Die ­Vereinigte Bundesversammlung, die als Wahlbehörde amtet, bevorzugt Eigengewächse. Kluge Köpfe, die nicht bereits im Nationalrat oder im Ständerat sitzen, haben schlechte Karten. Dass Bundesratswahlen faktisch in einem geschlossenen System stattfinden, ist bedauerlich. Dabei hätte die FDP, die oft und gerne von Wettbewerb spricht, jetzt die Chance, einen hochwillkommenen Kontrapunkt zu setzen. UBS-Konzernchef Sergio Ermotti ist führungsstark, wirtschaftserprobt, weltmännisch – und trotzdem im Tessin verwurzelt geblieben. Die Redaktion der Weltwoche steht für ­unkonventionelle Denkansätze, für mutiges Querdenken, für originelle Ideen und unternehmerische Köpfe, die das Land vorwärtsbringen. Sergio Ermotti als Bundesratskandidat? Das wäre ein starkes Zeichen für die Schweiz. Seite 20


Petra Gössi ist gefragt wie selten. Seit FDP-Bundesrat Didier Burkhalter seinen Rücktritt angekündigt hat, wird jedes Wort der Parteichefin aufmerksam gewogen. Inlandchef Philipp Gut hat die Juristin am Dienstag dieser Woche in Bern getroffen und sie über die FDP-interne Kandidatenkür, ihre eigenen Regierungsambitionen und dazu befragt, welches Gepräge sie der Gründerpartei unseres Bundesstaates geben will. Überraschend offen berichtet die Politikerin, die ihr Privatleben sonst gern für sich behält, über ihr Elternhaus im ländlichen Kanton Schwyz. Sie verrät sogar, für wen ihr Herz schlägt. Seite 30


Andächtig lauschten chinesische Manager, als Tyler Cowen am World Economic Forum (WEF) in Dalian auftrat. Der amerikanische Top-Ökonom war so etwas wie der heimliche Star des Treffens, weil er zu fast jeder Debatte einen originellen oder provokativen Gedanken beisteuern kann. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung, findet er, würden überschätzt. Cowen scheute sich auch nicht, die heiklen Punkte der chinesischen Wirtschaftsordnung zu thematisieren: die ­gigantische Verschuldung des Staates und der staatlichen Unternehmen etwa. Man finde in China immer eine Lösung, beschwichtigten chinesische Teilnehmer einer Diskussions­veranstaltung. «Ein Zahlungsausfall ist ein Zahlungsausfall», entgegnete Cowen. Die Welt­woche hat Tyler Cowen anlässlich des ­China-Forums getroffen und mit ihm über China und die USA gesprochen. Seite 52


Acht Wimbledon-Siege, neunzehn Grand-Slam-Titel: Roger Federer schrieb vergangene Woche wieder Tennisgeschichte. Der Baselbieter ist nicht nur sportlich eine herausragende Grösse, auch wirtschaftlich macht er fast alles richtig. Unser Redaktor Thomas Renggli hat sich auf die Suche nach dem Erfolgsrezept der ­«Firma ­Federer» gemacht. Roger Brennwald, Direktor des ATP-Turniers in Basel, zeigt sich beeindruckt vom Personalmanagement des Tennis-Genies: «Roger Federer hat in seinem Team die richtigen Leute am richtigen Ort zur richtigen Zeit.» Gleichzeitig kennt Brennwald aber die Grenzen von Federers Angestellten: «Die wichtigen Entscheidungen fällt immer ­Roger Federer höchstpersönlich.» Seite 14

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