Zivilisation

Selbstentfremdung

Indem der Westen seine 
christliche Seele verliert, 
zerstört er sich selber.

Von Peter Keller

Beim Lesen des ­Buches «Der ­Abschied» des St. Galler Autors Giuseppe ­Gracia, Pressesprecher des Bischofs von Chur, denkt man an die «Sternenfreundschaft», einen kurzen ­Abschnitt aus Nietzsches «Fröhlicher Wissenschaft».
Darin geht es um zwei Schiffe, die stets nebeneinander segelten, dann aber ­trieben sie verschiedene Winde und Wetter auseinander, sie liegen in verschiedenen ­Häfen, treiben auf anderen Meeren, vielleicht sehen sie sich einmal wieder, vielleicht erkennen sie sich dann aber auch nicht mehr, vielleicht werden sie Feinde. Um Entfremdung und Traurigkeit geht es ...

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