Knorr

Die Hölle der Zivilisten

«Insyriated» ist einer der ganz wenigen Filme, die sich mit emotionaler Kraft den wahren Opfern des syrischen Bürgerkriegs widmen.


Von Wolfram Knorr

Ewig gebeutelt: Drama «Insyriated». Bild: zVg

Es ist ein ewiges Dilemma: Politische Filme werden als Lehrstücke, also zwischen ­Anstrengung und Qual verortet. Das Medium aber wird mit Zerstreuung assoziiert, mit ein «paar schönen Stunden».

Man will gewissermassen durch Bilder rauschen und keine ­elitäre, dialoglastige Eigernordwand besteigen. Das ist natürlich Unsinn, bleibt aber ein hartleibiges Vorurteil. Ihre Chancen bleiben gering, mal aus den dunklen Schatten zu treten, die das kolossale Augenfutter-Kino à la «The Fast and the Furious», «Transformers», «Spider-Man» etc. wirft. Gerade deshalb muss man für sie eine L...

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