Phänomene

Wenn Maria spricht

Zweimal im Monat erscheint auf Ischia die Mutter Gottes. Aus ganz Italien pilgern 
Gläubige auf die Insel und berichten von wundersamen Heilungen. Sogar die Terroranschläge von 9/11 
habe sie vorausgesagt. Die Kirche hält sich bedeckt. Marias jüngste Prophezeiung sorgt für Nervosität.

Von Urs Gehriger

Zuverlässig wie ein Uhrwerk: Mariengrotte in Zaro, Ischia. Bild: Manfred Ferrari

Zaro, eine Waldlichtung auf felsiger Anhöhe im Norden von Ischia. Auf dem Waldboden knien die Seherinnen Simona und Angela mit ausdruckslosen Gesichtern und halten, die wächsernen Hände vor der Brust gefaltet, die Augen zum Himmel gerichtet. Die zu Hunderten angereisten Pilger, in andächtiges Schweigen versunken, warten sehnlich darauf, dass Wundersames geschehe. Niemand zweifelt, dass sich die Mutter Gottes offen­baren wird, denn seit Jahren erscheint sie zuverlässig zweimal jeden Monat. Allein der ­Inhalt der Botschaft spannt die Schaulustigen auf die Folter.

Fünf Minuten q...

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