Mays Debakel als Groteske

Sie pokerte hoch und scheiterte kläglich. Ausgezehrt und angefeindet, steigt Grossbritanniens ­Premierministerin Theresa May nach dem Wahldebakel in die Brexit-Verhandlungen. Politische ­Schlüsselszenen eines zerstrittenen Landes.

Von Rolf Hürzeler und Marian Kamensky (Illustrationen)

Es geht um das Vertrauen. Illustration: Marian Kamensky

Zuerst war der Schock, dann die Konsterna­tion, jetzt herrscht blanke Wut. Mit diesen ­Worten charakterisiert der

Times-Kolumnist Daniel Finkelstein die Stimmung im Regierungslager.

Das Tory-Establishment fühlt sich hintergangen von einer inkompetenten, störrischen Politikerin, die auf der ganzen Linie versagte.

Die Wut ist nachvollziehbar. Die Partei­oberen strafen die gedemütigte Premierministerin jetzt nach und nach ab. So musste sie auf Druck des Kabinetts die beiden engsten ­Weggefährten auf ihrem gesamten politischen ­Karriereweg feuern. An ihre Stelle t...

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