Frauen ohne Gnade

Frauen sind genauso imstande wie Männer, alle möglichen brutalen Verbrechen zu begehen 
und Befriedigung dabei zu empfinden. Wenn sie das, historisch gesehen, weniger oft getan haben, 
dann vor allem deswegen, weil sie nicht die Gelegenheit hatten.

Von Martin van Creveld

Von Wein und Gesang berauscht: Darstellung von Orpheus’ Ermordung durch Mänaden. Bild: «Der Tod des Orpheus» von Emile Jean Baptiste Philippe Bin, 1874 (Wikimedia Commons)

Man muss es den Frauen zugestehen: Selten in der Geschichte waren sie in der Position, Ge­setze zu erlassen und anzuwenden. Auf eine Parlamentarierin kamen zehn Männer, wenn nicht mehr. Auf jede Richterin kamen zehn, wahrscheinlich mehr Richter. Und die Drecksarbeit des Scharfrichters – Enthaupten, Verbrennen auf dem Scheiterhaufen, Kreuzigen, Steinigen und so weiter – wurde in den seltensten Fällen, wenn überhaupt, von Frauen erledigt.

Doch niemand wird bestreiten, dass Frauen genauso grausame Taten verüben können wie Männer. Beginnen wir, wie so oft, mit der griechischen ...

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