Die meisten durften rein

Zwanzig Jahre lang hat die Historikerin Ruth Fivaz-Silbermann zu den Flüchtlingen in der Schweiz ­während des Zweiten Weltkriegs geforscht. Ihre Erkenntnisse sind brisant: Die Schweiz hat viel weniger Juden an der Grenze zurückgewiesen als bisher angenommen.

Von Rico Bandle

Neue Zahlen: Kriegsflüchtlinge an der Schweizer Westgrenze bei Les Verrières NE, Juni 1940. Bild: Photopress-Archiv (Keystone)


Für alle an dem heissen Samstagnachmittag war spürbar: Hier spielte sich etwas Weg­weisendes ab. Etwas, was das Bild der Schweiz und vor allem jenes der hiesigen Historiker verändern könnte. Professoren und Experten aus ­Israel, Frankreich, Italien und der Schweiz ­waren nach Genf gereist, um als Juroren die Doktorarbeit von Ruth Fivaz-Silbermann in einer öffentlichen Verteidigung zu bewerten und zu hinterfragen. Zusätzlich drängten sich rund hundert Leute in den kleinen Hörsaal im linken Seitenflügel des Hauptgebäudes der Universität. Die Temperatur im Saal stieg v...

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