Aufstand der Rechtsprofessoren

Seit bald fünf Jahren sitzt Erwin Sperisen, der ehemalige Polizeichef von Guatemala, in Genf 
ohne rechtskräftiges Urteil in Untersuchungshaft. Namhafte Strafrechtler kritisieren den Verstoss 
gegen die Unschuldsvermutung und erinnern an das Beschleunigungsgebot.

Von Alex Baur

Im «Mon-Repos», dem Sitz des Schweizerischen Bundesgerichts in Lausanne, geht man die Dinge gern gemächlich an. Seit August 2012 schmort der ehemalige Polizeichef von Guatemala ohne rechtsgültiges Urteil im Genfer Untersuchungsgefängnis Champ-Dollon. Es geht um eine lebenslängliche Strafe für ein Massaker, das sich 2006 in einem guatemaltekischen Gefängnis zugetragen haben soll – oder aber um eine Entschädigung in Millionenhöhe für fünf lange Jahre unschuldig erlittene Untersuchungshaft. Dazwischen ist nichts. Doch seit bald zwei Jahren lagert der Fall im «Mon-Repos». Die j...

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