Nachts lassen sie die Hunde frei

Seit dem Ende der Apartheid sind auf den Farmen Südafrikas rund 4000 Menschen bei Überfällen 
ermordet worden. Die weissen Besitzer leben in ständiger Angst. Hier erzählen die Nachfahren ­deutscher Siedler, wie sie damit umgehen.

Eine Reportage von Sarah Pines

Der Farmerssohn Bok Klostermann zieht an seiner Zigarette, etwas Asche fällt auf das ­weisse Leinen des Esszimmertischs. «Pünktlich bei Sonnenuntergang schliessen wir das Tor und lassen die Hunde frei», erzählt er. Schräg hinter ihm schimmert ein cognac­farbenes Gewehr 
auf dem Sofa, auf dem Lauf der flackernde Widerschein des Kaminfeuers. «Wir füttern sie erst am nächsten Morgen. Sie sollen hungrig und wachsam bleiben.» Ein schreckliches ­Gefühl sei es, wenn sie nachts bellten, denn es ­bedeute vielleicht den Tod, erklärt er und ­bezieht sich damit auf die seit dem Ende ...

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