Intern

Intern: Trumps interessante Rede, Madonna aus Sibirien

Seine erste Auslandreise führt US-Präsident 
Donald Trump zu den heiligen Stätten der gros­sen Weltreligionen. Zum Auftakt wurde er in Saudi-Arabien von Scheichs und einer Harley-­Davidson-Eskorte begrüsst, bevor er zu einer programmatischen Rede über den Kampf gegen den Terror ansetzte. In einer markanten Abkehr von Obamas weicher Nahostpolitik beschwor Trump eine «Schlacht zwischen Gut und Böse». Er erinnerte daran, dass «95 Prozent der Opfer des Terrorismus Muslime» seien. Man könne diese Gefahr «nur mit vereinten Kräften be­siegen», sagte Trump und bot vor über fünfzig applaudierenden muslimischen Staatschefs den Schulterschluss an. Die Weltwoche druckt die ­Rede in Auszügen nach. Seite 12


Zu Hause in den USA schwelt das Mottfeuer der Trump-Gegner weiter. Erfolge werden kleingeredet, angebliche Missstände hochgespielt. Angeführt wird die Anti-Trump-Brigade von den Medien, die von zahlreichen Lecks profitieren. Urs Gehriger sprach mit Corey Lewandowski, Trumps erstem Kampagnenleiter, der diesen in den Vorwahlen von Sieg zu Sieg ­geführt hatte. «Ich hatte nie eine einzige Indiskretion zu beklagen», so Lewandowski, der in jüngster Zeit wieder im Weissen Haus ­gesichtet wurde. «Ich habe persönlich sichergestellt, dass jeder im Team auf Linie ist. Wer seine ­eigene Agenda nicht zurückstellt, gehört gefeuert.» Seite 38


Mit Skepsis reagierte Friedensforscher Daniele Ganser auf die Anfrage von Kulturchef Rico Bandle, ob sie sich zu einem Gespräch treffen könnten. Er sei vorsichtig geworden mit den Medien. Der promovierte Historiker gilt weitherum als Verschwörungstheoretiker, seit er die offizielle Version der Terroranschläge vom 11. September in Frage stellt. Seinen Fans ist es egal: Seine Bücher sind Bestseller, zu seinen ­Referaten strömen Hunderte. Das Treffen mit ihm kam dann doch noch zustande: in einer fensterlosen Kammer in einem Keller in Uster ZH, wo Ganser am Abend einen Vortrag hielt. Der Ort hatte etwas Konspiratives, obschon es sich zufällig so ergeben hatte. Ganser filmte das Gespräch mit seinem Mobiltelefon mit. Er wolle sicher­gehen, dass ihm nichts unterstellt werde, was er nicht gesagt habe. Seite 30


Nach vier Jahren ist es da: Helene Fischers neues Album. Es heisst schlicht nach der Sängerin, brach gleich einen Chart-Rekord und ist laut 
Fischer «mit das persönlichste» Album, das sie bisher gemacht habe. Auf jeden Fall ist «Helene Fischer» noch poppiger als das letzte: 
Fischer steht an einer Weggabelung; Kenner ­sehen den Schritt in den internationalen Pop als nächstes, logisches Wagnis. Seite 58


Während der Begegnung mit Jeff Koons fühlte sich Sven Michaelsen an eine Beobachtung des Malers Jed Martin in Michel Houellebecqs ­Roman «Karte und Gebiet» erinnert: «Schon seit drei Wochen arbeitete Jed am Gesichtsausdruck von Koons; es wäre nicht schwieriger gewesen, einen pornografischen Mormonen zu malen. Er besass viele Fotos von Koons: ­allein, in Begleitung von Roman Abramowitsch, Madonna, Barack Obama, Bono, Warren Buffett, Bill Gates. Keines dieser Fotos brachte irgendetwas von Koons’ Persönlichkeit zum Ausdruck, auf allen glich er einem Verkäufer von Chevrolet- Cabrios, es war die Erscheinung, die er gewählt hatte, um sich der Welt zu präsentieren.» Seite 50


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