Brief aus Berlin

Weniger reisen, mehr nachdenken

Die folgenreichste Entscheidung, die ein ­deutscher Bundeskanzler je getroffen hat, fiel unter ungünstigen
Umständen. Was Merkel von Bismarck und Adenauer unterscheidet.

Von Thilo Sarrazin

Otto von Bismarck verbrachte als Reichskanzler Monate auf seinen Gütern. Seine Reichskanzlei bestand aus nur wenigen Mitarbeitern. Was er tat, war durchdacht, selbst seine Fehler hatten System. Der junge Kaiser Wilhelm II. entliess ihn alsbald, er wollte selber mächtig sein. Die Akten liebte er nicht. Er reiste viel und hielt dann Reden, vor denen sich die Diplomaten fürchteten. Schnell in der Auffassung und oberflächlich im Detail, dachte er nur wenig wirklich zu Ende. So half er Deutschland, in den Ersten Weltkrieg zu stolpern.

Konrad Adenauer wurde 1933 im Alter von 57 Jahren u...

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