Intellektuelle

Schweigen über der eigenen Dürre

Was ist bloss mit Frankreich los? Als junger Mann erlebte ich dort
begeistert die kulturelle Ekstase der sechziger und siebziger Jahre. Heute scheint aus den Ruinen kaum mehr Leben zu blühen. Oder 
sehen wir gerade eine Erneuerung? Von Hans Ulrich Gumbrecht

Hans Ulrich Gumbrecht

Michel Houellebecq: Wie weit darf ich gehen? Bild: Dirk Laessig

Emil K., der Mann meiner Tante, sammelte «gegenstandslose» Kunst, versuchte sich in der grosszügig beanspruchten Freizeit an seinem teuren Flügel und war Vorsitzender ­einer jüdisch-deutschen Begegnungsgemeinschaft. All das machte ihn zu einem typischen Protagonisten in einer beschaulichen Universitätsstadt der deutschen Bundesrepublik nach 1960, und so war es kein Wunder, dass ich ihm die erste Reise nach Paris und eine ­Ahnung von der Grösse französischer Kultur verdankte, die mein Leben geprägt hat.

Nicht mit dem für die gehobene Mittel­klasse damals verbindlichen Mer...

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