«Russen brauchen grosse Visionen»

Sachar Prilepin passt in keine Schublade: Erbarmungslos beschreibt er Russlands Tristesse, 
zugleich ist er glühender Patriot. Gepriesen als russischer Hemingway, kämpft der Autor nun 
für die Separatisten im Donbass.

Von Wolfgang Koydl

«Man muss nicht die ganze Zeit schreiben. Das wäre dumm»: Sachar Prilepin, Schriftsteller und Major der Streitkräfte der Donezker Volksrepublik. Bild: Viktor Guseynov

Blutjung ist Sankya Tischin, jung und ohne Perspektiven. Aus Russlands tiefster Provinz ist er nach Moskau gekommen, wo er sich – mehr aus Abenteuerlust denn aus Überzeugung – einer regimekritischen Gruppe anschliesst. Bei einer Demo wird er von der Polizei zusammengeschlagen, verhaftet und ins Gefängnis geworfen.

Was sich liest wie eine Nahaufnahme der gegenwärtigen Proteste, wurde schon vor zwölf Jahren aufgeschrieben. Sankya ist der Titelheld des gleichnamigen Romans des Bestsellerautors Sachar Prilepin, der damit der ersten postsowjetischen Generation eine Stimme gab, die ...

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