Intern

So einen Wahlkampf hat Frankreich noch nie erlebt: Der Präsident kneift und stellt sich nicht zur Wiederwahl. Die Favoriten stürzen, die Aussenseiter marschieren durch. Drei Tage vor der Wahl analysiert die Weltwoche die Lage in unserem Nachbarland. Jürg Altwegg skizziert die vier Spitzenreiter und wägt ihre Chancen im ersten und zweiten Wahlgang ab. Er hat zudem den Philosophen Alain Finkielkraut interviewt, der seine schärfste Kritik für den Überflieger Emmanuel Macron aufspart: ein «unerfahrener Narziss» sei er. Finkielkraut widerlegt die These, die Hans Ulrich Gumbrecht im Kulturteil aufstellt: dass die intellektuelle Strahlkraft von Paris verblasst.

Doch auch Gumbrecht hat Hoffnung – für einen Nachruf sei es noch zu früh. Der renommierte amerikanische Karikaturist Kevin Kallaugher hat die zerklüftete Lage für unser Cover grossartig ins Bild gesetzt. Seite 18–23, Seite 52


Das Thema Schwangerschaftsabbruch polarisiert. Nachdem die Weltwoche vor kurzem geschildert hat, wie Abtreibungen zu einem späten Zeitpunkt ablaufen, erreichte die Redaktion unter anderem scharfe Kritik. Doch die Wirklichkeit verschwindet nicht, wenn man sie verdrängt. Wir kommen darum auf das Thema zurück und fragen, wie Spätabbrüche mit der Fristenlösung vereinbar sind. Seite 28


Ungewohnt heftig rüffelte SRG-Ombudsmann Roger Blum neulich «Arena»-Moderator Jonas Projer. Seine Sendung über Donald Trumps angeblichen Krieg gegen die Medien vom 24. Fe­bruar sei in verschiedener Hinsicht missglückt. Fast fünfhundert Beschwerdeführer hatten sich zuvor über Projers wenig souveräne Rempeleien gegen den Historiker und Publizisten Daniele Ganser entsetzt – ein absoluter Rekord. Nun erhalten sie teilweise recht. Grund genug für den «Arena»-erfahrenen Christoph Mörgeli, sich näher mit den Schwächen und Stärken des heutigen Dompteurs der Polit­sendung zu befassen. Seite 30


Hans Rudolf Wyss stellte eine einfache Anfrage. Er wollte vom Gemeinderat wissen, wie viele anerkannte Flüchtlinge in Seuzach lebten und was sie die Sozialhilfe kosten würden. Die kommunale Exekutive war aber nicht einmal in der Lage, die Zahl der «Flüchtlinge» zu benennen, sie würden in der Ausländerstatistik nicht extra aus­gewiesen. Wyss, pensionierter Ingenieur und Informatiker, recherchierte und rechnete. Es geht um Millionen von Franken, die Kosten bringen das Budget aus der Balance. Und Seuzach ist kein Einzelfall, das Phänomen trifft alle Gemeinden. Stossend findet Wyss, dass die Gemeindebürger die aus dem Ruder laufenden Sozialausgaben gar nicht reduzieren können. Denn die Ausgaben sind «gebunden», die ­direkte Demokratie sei ausgehebelt. Seite 32


Es ist nicht leicht, mit dem russischen Best­sellerautor und Putin-Kritiker Sachar Prilepin ins Gespräch zu kommen, seitdem er die ­Computer-Tastatur mit der Kalaschnikow vertauscht und sich den Separatisten in der Ost­ukraine angeschlossen hat. Von einer Reise ins Kriegsgebiet rät er Weltwoche-Redaktor Wolfgang Koydl ab, doch zu einem schriftlichen ­Interview ist er bereit – zunächst. Dann bemängelt er die «unkorrekten» Fragen. Am Ende aber beantwortet er sie ganz korrekt. Seite 46



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