Intern

Wenn am 28. April die Aktionäre der Credit Suisse zu ihrer Generalversammlung zusammentreten, werden drei Themen besonders zu reden geben: der erneute milliardenschwere Verlust, die gleichzeitig grosszügige Vergütung des Managements und der geplante Börsengang des Schweizer Geschäfts. Wer angesichts dieser Ausgangslage einen zerknirschten CS-Präsidenten erwartet, der wird eines Besseren belehrt. So ging es jedenfalls der Welt­woche-Wirtschaftsredaktion, die Urs Rohner am vergangenen Freitag zum Interview traf: Der Spitzenbanker gab sich zuversichtlich, dass die Credit Suisse bereits in diesem Jahr in die Gewinnzone zurückkehre. Ja, die Bank stehe so gut da, dass man sogar bei der Verselbständigung des Schweizer Geschäfts per Börsengang nicht mehr unter Zugzwang stehe. Alles bestens also? Nicht ganz. Beim Umbau der Bank bleibe viel zu tun, die Regulierung sei immer noch unberechenbar, und die Steigerung der Produktivität bleibe eine grosse Herausforderung. Seite 36


Ein guter Spion bleibt immer unbekannt, unentdeckt, im Schatten – das genaue Gegenteil eines schillernden Lebemannes vom Schlage eines James Bond. So betrachtet, war Artur Artusow der perfekte Agent. Es dauerte Jahre, bis seine Gegenspieler vom britischen Geheimdienst bemerkten, wer da so erfolgreich auf sowjetischer Seite operierte. Und sie zollten dem Profi Respekt. Bis heute kennt kaum jemand den Sohn eines Tessiner Käsers, der die Geheimdienste des Kremls aufbaute. Noch KGB-Student Putin musste sein Standardwerk studieren. Seite 60


Vor kurzem hat der Kanton Zürich die Präsenzkontrollen in seinen Nothilfe-Unterkünften verschärft. Die Massnahmen haben zu scharfen politischen Diskussionen über den Umgang mit abgewiesenen Asylbewerbern ­geführt. Redaktor Alex Reichmuth hat ­Nothilfe-Heime in verschiedenen Kantonen besichtigt und erkundet, wie der Alltag der ­Bewohner verläuft. Er traf auf eine triste ­Realität. Seite 32


Zum hundertsten Geburtstag des Discount-­Pioniers Karl Schweri am 31. März gibt es viele Würdigungen, was die Frage aufwirft, warum es heute keine solchen Kämpfer mehr gibt. Zeitungen schreiben vom Denner-Chef als Tell, als Robin Hood im Einzelhandel, der NZZ-Verlag veröffentlicht zum Geburtstag ­eine Schweri-Biografie von Karl Lüönd, das Magazin der Migros, die 2007 die Denner-Kette geschluckt hat, titelt, Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler sei Schweris Vorbild gewesen. Wer war Schweri, der als junger Unternehmer eine fast aussichtslose Krankheitssituation überwunden hat, später gegen Lieferboykotte kämpfte, mit viel politischer Energie und mehreren Initiativen Verkrustungen im Handel aufbrach, mit der Discount-Kette Denner vielen das Leben billiger machte und schliesslich bei der Nachfolge seinen Sohn überging und die Firma seinem Enkel Philippe Gaydoul übergab? Gaydoul selber beschreibt hier, wie er all das erlebte. Und Weltwoche-Autor Silvio Borner schildert, wie er seinerzeit an Schweris Seite gegen Bierkartell und andere Kungeleien kämpfte und wie man gemeinsam auch mondäne Veranstaltungen besuchte. Seite 52


Ihre Weltwoche

Kommentare

+ Kommentar schreiben

Bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel zu kommentieren

 

weitere Ausgaben

Login für Abonnenten

* Info für registrierte Benutzer der alten Website: Geben Sie hier einfach die in Ihrem existierenden Konto hinterlegte E-Mail Adresse ein!

Passwort vergessen?

* Info für registrierte Benutzer der alten Website: Geben Sie hier einfach die in Ihrem existierenden Konto hinterlegte E-Mail Adresse ein!

Sie sind noch nicht bei Weltwoche online registriert? Melden Sie sich gleich an.

Zur Registrierung

Ihre Vorteile bei Registrierung:

  1. Zugriff auf alle Artikel und E-Paper*.
  2. Artikel kommentieren
  3. Weltwoche Newsletter
  4. Spezialangebote im Platin-Club*
*Nur für Abonnenten der Printausgabe