Die Heilige ist auch nur ein Mensch

Ausbleibende Stellungnahme bei Unterdrückung und Völkermord, verschleppte Reformen: Aung San 
Suu Kyi, Myanmars Ikone der ­Demokratie, hat an Glanz verloren. Im Vielvölkerstaat motten gefährlich die Spannungen. Die Friedensfürstin wirkt machtlos.

Von Sophie Mühlmann

Die «Lady» schweigt. Das tut sie häufig in letzter Zeit. Aung San Suu Kyi weicht aus, bezieht keine Stellung, will sich nicht unbeliebt ­machen – selbst wenn es um Völkermord und Unterdrückung geht, um Militäroffensiven und aufgeschobene Wahlversprechen. Gerade sie, meinen Kritiker enttäuscht. Galt sie doch jahrzehntelang als Flamme der Freiheit, als unbeugsame Kämpferin für Gerechtigkeit.

Seit April 2016 führt die 71-Jährige nun Myanmars Regierungsgeschäfte. Ihr internationales Ansehen, das sie im jahrzehntelangen Kampf gegen die Militärjunta gewonnen hatte, ist anges...

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