«Le Pen ist gefährlich»

Pascal Bruckner hat mit vielen Tabus gebrochen. Der antitotalitären Aufklärung und der laizistischen Republik bleibt der einflussreiche französische Denker indessen verpflichtet. Den Antirassisten wirft er «Kollaboration» mit dem Islam vor. Pascal Bruckner hat viele Tabus gebrochen. Der antitotalitären Aufklärung und der laizistischen ­Republik bleibt der einflussreiche französische Denker indessen verpflichtet. Den Antirassisten wirft er «Kollaboration» mit dem Islamismus vor.

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Alex Baur, Redaktor

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Kommentare

Marianne Levron

20.03.2017|18:11 Uhr

Wäckerlin: Marine LePen trägt natürlich nicht die "Schuld" an der ganzen vertrackten Situation des Landes; im Gegenteil, sie nützt alle diese Probleme, die sich seit Jahrzehnten angehäuft haben, weidlich aus, um an die Macht zu gelangen. Um etwas anderes geht es dem FN nämlich nicht.Migration, Islamismus, Links-und Rechtsextremismus - alle diese Übel, die nicht nur Frankreich betreffen, haben die vergangenen Regierungen nie in den Griff gekriegt.Wir wollen eine offene, tolerante Demokratie, in der die Bürger ein Mitspracherecht haben und die ohne das Links-Rechts-Gefälle auskommt.

Michael Wäckerlin

19.03.2017|07:40 Uhr

Liebe Frau Levron, welche Alternativen sehen Sie eigentlich zu einer harten nationalistischen Politik in Frankreich?

Michael Wäckerlin

19.03.2017|07:37 Uhr

Auch wäre es eine interessante Frage für den Intellektuellen, inwiefern die angeblich anti-totalitäre „Aufklärung“ zu eben jenen Zuständen führt, die sich nur noch durch diktatorische, totalitäre Massnahmen korrigieren lassen.

Michael Wäckerlin

19.03.2017|07:35 Uhr

Warum trägt eigentlich Marine Le Pen die Schuld an der plausiblen Entwicklung eines Bürgerkriegs? Hat sie etwa Millionen von Moslems importiert? Hat sie die Meinungsgesetze verabschiedet, die jede Kritik an Minderheiten kriminalisieren? Hat etwa sie die Moslems, Schwarzen und Linksextremen dazu aufgefordert, Randale zu machen? Und welche konkreten Lösung hat Bruckner jenen Franzosen anzubieten, die sich nicht mit diesem Chaos abfinden wollen? Weiter wie bisher?

Marianne Levron

17.03.2017|10:46 Uhr

Es ist kein Delikt, Angehörige als Parlamentassistenten zu beschäftigen. Nur müssen diese regulär angemeldet sein und eine reelle Arbeit leisten; sonst besteht der Verdacht auf Scheinbeschäftigung und Entwendung öffentlicher Gelder. Leider hat diese Angelegenheit die ganze Wahlkampagne vergiftet. Problematisch genug waren diese Wahlen schon ohnehin wegen den relativ zahlreichen FN-Anhängern. Schon seit langem geht es bei Abstimmungen nur noch um den Front National und darum, wie er am besten zu "bodigen" sei. P.Bruckner hat in diesem Punkt recht: Das Programm des FN ist gefährlich und debil.

WEF: Jahrmarkt der Eitelkeiten?

No Billag: Die NZZ und die SRG.

Deutschland: Die ungeliebte Regierung in Berlin.

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