Auto

Bitte recht freundlich

Beim Kia Optima GT bekommt man für sein Geld einen gutgemachten Kombi mit umfassendem Rundum-sorglos-Paket.

Von David Schnapp

Kia Optima SW 2.0 T-GDi

Freundlich» ist das Wort, das mir einfällt, wenn ich mich jeweils in meinen Kia-Testwagen setze. Von aussen wirkt er schnittig-elegant, von innen einfach durchweg angenehm. Die vielen Schalter für sehr viele Funktionen, Komfort- und Sicherheitseinrichtungen, die im Kaufpreis alle inbegriffen sind, gruppieren sich schön symmetrisch am Lenkrad, um den Automatikwahlhebel oder in der Mittelkonsole – und zeigen, was der Kia alles hat. Selbst die Werkstoffe, aus ­denen Schalter, Tasten et cetera gebaut sind, wirken sorgfältig ausgesucht.

Kurz: Alles, was der Kia Niro vor kurzem an dieser Stelle (Weltwoche Nr. 7/17) an Lob abbekommen hat, gilt auch für den Optima, den ich nun fahre.

Während das Hybrid-Auto Niro ein gutgemachtes Auto für die linke Hirnhälfte, den Sitz der menschlichen Vernunft, ist, spricht der Optima Gefühle und Instinkt noch etwas stärker an – vor allem in der Variante als Kombi GT mit seinem sportlich ausgelegten Fahrwerk und dem hellwachen 2-Liter-Turbo-Benzinmotor.

Wie Ferien

Der Kia Optima muss sich unter anderem mit Konkurrenz aus dem VW-Konzern messen: dem Skoda Superb etwa, der ähnlich gut ausgestattet, aber schnell mehrere tausend Franken teurer ausfällt. Auf etwa gleich viel kommt ein vergleichbarer Seat Leon ST Cupra zu stehen, der dann sogar noch einige PS mehr hat – 300 statt 245 wie der Kia. Dessen grösster Nachteil ist vermutlich das Fehlen einer Allrad-Variante, was Skoda und Seat bieten. Bei Kia gibt es ausser Frontantrieb dafür einmalige sieben Jahre oder 150 000 Kilometer Fahrzeug- und Mobilitäts­garantie, und es gibt dieses Rundum-sorglos-­Paket, in dem alles inbegriffen ist, was das Autofahren heute angenehm und sicher macht: Die Sitze etwa sind kühl- und heizbar, der Zugang ist schlüssellos, und der Kofferraum öffnet mit ­einer Bewegung des Fusses unter dem Heckstossfänger automatisch. Für entspanntes Dahingleiten auf der Autobahn sorgen weiter Abstandstempomat und Spurhalte-Assistent. Es geht beim Kia aber um mehr als bloss viel Technik fürs Geld. Es geht vielmehr um das Gefühl, dass die Leute, die sich den Optima ausgedacht haben, immer jene Leute im Blick hatten, die ihn später mal als ihr mobiles Zuhause ansehen würden. Die bekommen klug platzierte Ablage­fächer, verschiedene Stromanschlüsse oder ein gutorganisiertes Gepäckabteil (552 bis 1686 Liter Volumen) mit Fixierungseinrichtung und Be­festigungshaken für Einkaufstaschen.

Mit einem Druck auf die Taste «Drive Mode» springt das Auto vom Eco- in den Sport-Modus, der Motor klingt nun satt und kernig, das Fahrwerk wirkt noch einen Tick straffer, und lustig beschleunigt der Kia auf bis zu 232 Kilometer pro Stunde, wo dann die erwähnten Instinkte des Fahrers auf der rechten Hirnseite angenehm berührt werden. Nun, ist der Optima wie ein All-­inclusive-Ferienarrangement, das zur vollen Zufriedenheit der Familie zu Ende gegangen ist.



Kia Optima SW 2.0 T-GDi

Leistung: 245 PS/180 kW, Hubraum: 1998 ccm
Höchstgeschwindigkeit: 232 km/h
Preis: Fr. 45 950.–

Kommentare

+ Kommentar schreiben

Bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel zu kommentieren

 

weitere Ausgaben

Login für Abonnenten

* Info für registrierte Benutzer der alten Website: Geben Sie hier einfach die in Ihrem existierenden Konto hinterlegte E-Mail Adresse ein!

Passwort vergessen?

* Info für registrierte Benutzer der alten Website: Geben Sie hier einfach die in Ihrem existierenden Konto hinterlegte E-Mail Adresse ein!

Sie sind noch nicht bei Weltwoche online registriert? Melden Sie sich gleich an.

Zur Registrierung

Ihre Vorteile bei Registrierung:

  1. Zugriff auf alle Artikel und E-Paper*.
  2. Artikel kommentieren
  3. Weltwoche Newsletter
  4. Spezialangebote im Platin-Club*
*Nur für Abonnenten der Printausgabe