Murks ohne Ende

Vor 20 Jahren wurde die Rechtschreibreform in Kraft gesetzt. Die Verwirrung ist grösser denn je. Ich war bei der Erarbeitung der Reform dabei – es war ein Fiasko

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Alex Baur, Redaktor

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Kommentare

Marianne Levron

24.08.2016|04:23 Uhr

Rechtsschreibereformen bringen meiner Ansicht nach nicht viel, da man ja die neuen Regeln lernen muss, was eine zusätzliche Anstrengung und Komplikation bedeutet. Auch in Frankreich wurde kürzlich von oben herab eine solche Reform verordnet - hauptsächlich das Wegfallen von Akzenten-, die den orthographieschwachen Leuten nichts nützt, da sie nun das Ausbleiben dieser Akzente im Vergleich zu vorher memorisieren müssen. Gewiss ändert sich eine Sprache und damit die Orthographie im Laufe der Zeit; das muss aber langsam und auf natürliche Art geschehen.

Felix Lambrigger

22.08.2016|09:08 Uhr

Dieser "Säich" hat mich noch nie interessiert. Hatte in der Schule immer Bestnoten diesbezüglich. Als Folge vielen Lesens. Von Schund bis zu schweren Sachbücher. Eine Redewendung, die mir bis heute geblieben ist: "Der geneigte Leser" von Karl May :-)Seit langem schreibe ich so, wie ich es für richtig halte. Da muss mich niemand schräg anmachen wollen.

Meinrad Odermatt

21.08.2016|14:34 Uhr

Eine unnötige Reform. Wie kam man überhaupt auf die Schnapsidee, dass eine Sprachreform des perfekt funktionierenden Kommunikationssystems „Deutsche Sprache“ nötig sei? Wurden Engländer, Franzosen, Italiener und auch die Russen, mit ihren unzähligen wortverwandten Begriffen, angehalten das gleiche zu tun? In koordinierter Weise? Natürlich nicht. Sprache vereinfachen? Wozu? So eine Art „Getabstract“ für Deutsch! Was für ein Unsinn.

Sigismund Boersengang

19.08.2016|23:07 Uhr

Das schönste sind doch die Umlaute in den Beugungsformen (ex. Gams -> die Gämse)der Aufwand -> aufwändig (Regel: man beachte den Wortstamm)also:der Verlag -> (eine Zeitung) verlägen, der Verläger ?die Anlage -> (Geld) anlägen ?der Versand -> (ein Paket) versänden ?die Hingabe -> (sich) hingäben ?der Einwand, Aufwand -> einwänden, aufwänden (das eine falsch, das andere richtig?!)also auch: die Wand -> (ein Fahrzeug) wänden (leicht missverständlich)Was für ein Blödsinn aber auch! Bei mir ist die Gams noch immer eine Gemse und ein kleines Quantum ein Quentchen.

Marc Dancer

19.08.2016|11:16 Uhr

Die Neu-Deutschregelungen kommen dem Balkan-Deutsch sehr entgegen. Man will keine Intelligenz mehr in Europa sondern primitive Malocher und Konsumenten, die klaglos alles fressen was ihnen vorgesetzt wird.

WEF: Jahrmarkt der Eitelkeiten?

No Billag: Die NZZ und die SRG.

Deutschland: Die ungeliebte Regierung in Berlin.

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