Kriminalität lohnt sich

Bagatelldelikte werden mit grosser Akribie verfolgt, während grobe Vergehen oft nur ­bedingte Strafen nach sichziehen. Die aus dem Lot geratene Verhältnismässigkeit unseres ­Sanktionssystems muss dringend wiederhergestellt werden.

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Alex Baur, Redaktor

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Kommentare

Michael Wäckerlin

14.06.2016|06:41 Uhr

Polizei und Justiz stehen wie alle anderen Institutionen vor einem Optimierungsproblem. Sie können entweder wirkliche Kriminelle bekämpfen, was anstrengend, langwierig, unsicher und in manchen Fällen sogar gefährlich ist. Im Erfolgsfall werden jahrelange, sehr teure Haftstrafen ausgesprochen. Oder: Polizei und Justiz konzentrieren sich darauf, ansonsten unbescholtene Leute aufgrund der Verletzung irgendwelcher Statuten abzukassieren, meist ohne eine tatsächlich geschädigte Partei. Das ist sicher, einfach und extrem profitabel.

Heinz Oswald

11.06.2016|16:09 Uhr

"Der Automobilist, Erzfeind der Tschugger" Nein, Herr Lips, die Autofahrer sind eben die grösste Einnahmequelle - kein Autofahrer ist so perfekt, dass er nicht einmal einen kostspieligen Fehler macht, und bei den Autofahrern ist gefahrlos am meisten zu holen.

George Lips

10.06.2016|12:57 Uhr

So ist es. Am Sonntag heiterhell und sonnig wars. Da hat mich die Polizei mitten in der Stadt angehalten und gefragt weshalb mein Auto kein Licht habe. Ich bat ihn nachzusehen, weil das Taglicht an meinem Fahrzeug nicht so ordinär hell ist wie bei deutschen Wagen. Und siehe da, er hat das relativ schwache Licht gesehen.Was mich aufregt ist, dass die Tschumpelgrünen in Bern Schweden nachäffen und die Polizei dazu missbraucht wird Licht an Autos an Sonnentagen zu kontrollieren. Das ist Missbrauch der Polizei und nicht akzeptabel. Oesterreich hat damit aufgehört. Der Automobilist, Erzfeind der Tschugger

frank müller

09.06.2016|06:27 Uhr

Selbstbegünstigung ist zudem nur zulässig bei Delikten ausserhalb des Verkehrsrechts. Entziehen Sie sich mal einer Blutprobe anlässlich einer Verkehrskontrolle...da gibts keine Selbstbegünstigung und Sie werden auch dafür bestraft selbst wenn Sie nicht betrunken sind.

Jürg FEHR

08.06.2016|22:56 Uhr

Nach fast 40 Jahren Tätigkeit in der (aargauischen) Justiz kann ich Ihnen zu 100% zustimmen. Das System ist so was von krank, dass es zum Schreien ist.

WEF: Jahrmarkt der Eitelkeiten?

No Billag: Die NZZ und die SRG.

Deutschland: Die ungeliebte Regierung in Berlin.

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