Vor diesen Professoren wird gewarnt

Die Schweizer Universitäten und Hochschulen sehen sich als Horte des freien Denkens und der reinen Wissenschaft. Ideologen sind immer die anderen. Doch unter dem Deckmantel der Wissenschaftlichkeit verbreiten Professoren zeitgeistige Irrlehren.

Von Philipp Gut

Illustration: TNT-Graphics AG

Manchmal ist der Volksmund der Wissenschaft überlegen. In diesem Fall ist es das Volks- oder Kinderlied mit dem vielfach variierbaren Satz: «Die Wissenschaft hat festgestellt . . .». Das Lied beginnt so: «Die Wissenschaft hat fest­gestellt, festgestellt, festgestellt, / Dass Marmelade Obst enthält, Obst enthält. / Drum essen wir auf jeder Reise, jeder Reise, jeder Reise / Marmelade eimerweise, eimerweise.»

Was die Wissenschaft feststellt, beansprucht Gültigkeit. So lange jedenfalls, bis sie etwas Neues feststellt. Zum Beispiel dies: «Die Wissenschaft hat festgestellt, festgestellt, festgestellt, / Dass Marmelade Fett enthält, Fett enthält.»

Der Volksmund weiss: Die Erkenntnisse der Wissenschaft ändern sich. Was vom Katheder als Wahrheit verkündet wird und mit dem Anspruch unverrückbarer Objektivität auftritt, ist so wandelbar wie die Jahres- zeiten oder die Länge der Röcke. Auch die Wissenschaft ist Moden unterworfen. Der Zeitgeist drückt sich in ihr deutlich aus — vielleicht gerade deshalb, weil sie sich für entrückt und überlegen hält.

Für den Historiker Leopold von Ranke sollte beispielsweise die Geschichtswissenschaft zeigen, «wie es eigentlich gewesen» ist. Natürlich gibt es auch unter den Wissenschaftlern Skeptiker, die ihr ­eigenes Tun bescheidener einschätzen. Aber der Anspruch, ein überlegenes Wissen zu produzieren, das sich von Glaubens- und Irrlehren unterscheidet, gehört zur Wissenschaft wie das Amen in der Kirche.

Kaum ein Wissenschaftler würde zugeben, dass seine Arbeiten parteiisch oder politisch gefärbt sind. Doch vor allem in den Sozial- und Geisteswissenschaften — aber nicht nur dort — fliessen persönliche Überzeugungen und weltanschauliche Grundannahmen der Forscher ein. Hinzu kommt der kräftige Wind des Zeitgeists, der oft ganze Forschungszweige in eine bestimmte Richtung neigen lässt.

Plötzlich forschen alle über den Klimawandel. Selbst an der ursprünglich liberalen Kaderschmiede der Universität St. Gallen wird ein Lehrstuhl für erneuerbare Energien eingerichtet. Professoren der ETH Zürich werden zu Einflüsterern des Weltklimarats, der unkritisch ganze und — wie sich mittlerweile herausstellte — falsche Alarmszenarien der Öko-Lobby übernahm.

Oder die gesamte historische und soziale Welt wird unter dem Aspekt der Geschlechterdifferenz («Gender Studies») betrachtet. Solche Trends entwickeln oft eine solche Dynamik, dass von einer geistigen Epidemie ge- sprochen werden muss. Verbunden damit sind handfeste Interessen. Wer den gerade angesagten Tendenzen frönt, hat bessere Aufstiegschancen und wird mit Subventionen aus den Fördertöpfen belohnt.

Vielleicht ist es kein Zufall: Wo alle in eine Richtung rennen, werden Querdenker und Abweichler abgestraft. Intoleranz greift um sich, wo man sich nicht nur geistig, sondern auch moralisch im Vorteil wähnt. Die Klimadebatte ist ein Beispiel dafür: Wer die These von der menschgemachten Erderwärmung nicht teilt, wird als «Klimaleugner» beschimpft.

Auch politische Vorlieben prägen die Wissenschaft. Dutzende von Forschungsprojekten —auch von dem mit Bundesgeldern finanzierten Nationalfonds — beschäftigen sich mit der angeblichen Gefahr des «Rechtspopulismus» (sprich: mit der SVP). Die Einseitigkeit zeigt sich schon in der Begrifflichkeit: Der «Linkspopulismus» ist selten bis nie Thema der Forschung.

Einen weiteren populären Glaubenssatz könnte man «Internationalismus» nennen. Es gibt jedenfalls wesentlich mehr Schweizer Professoren (vor allem Staatsrechtler und Politologen) die vom Vorrang und der Überlegenheit des Völkerrechts über die souveräne Rechtsordnung der Schweiz ausgehen als umgekehrt. Wissenschaftlich lässt sich das nicht beweisen. Ausschlag- gebend sind persönliche Meinungen und Überzeugungen.

Auch und gerade gegenüber Professoren, die mit dem Anspruch auftreten, das Wahre und Gute zu vertreten, empfiehlt sich eine gutgelaunte, nüchterne Skepsis. Die Weltwoche präsentiert darum zum Semesterbeginn eine unvollständige Liste der Professoren, vor denen zu warnen ist.

 

Sandro Cattacin – Soziologieprofessor, Universität Genf

Der Sozialwissenschaflter SandroCattacin ist als Kind italienischer Eltern in der Schweiz aufgewachsen. In seiner Kindheit, so erklärte er in einem Interview, sei er mit Fremdenfeindlichkeit konfrontiert worden. Das habe dazu beigetragen, dass er seine Fähigkeiten unter Beweis stellen wolle. Ebenso hartnäckig will Cattacin als Direktor des Soziologischen Instituts in Genf beweisen, dass die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung aus Fremdenhassern und Menschenfeinden besteht. Sein ehrgeizigstes Projekt in dieser Hinsicht war die Nationalfondsstudie NFP 40+ zu «rechtsextremen Einstellungen, Fremdenfeindlichkeit und Menschenhass in der Schweiz», das die Steuerzahler eine halbe Million Franken kostete. Cattacin und sein Team befragten über 3000 Leute, die Aussagen wie «Wenn es mehr Ausländerinnen und Ausländer bei uns gäbe, hätten wir Probleme» bewerten mussten. Wer hier beipflichtete, erhielt den Stempel «xenophob ». Das Prädikat «Menschenfeind» gab’s dagegen schon für die Aussage «Frauen sollen sich wieder mehr auf die Rolle der Ehefrau und Mutter besinnen». Kein Wunder, stellte Cattacin besorgt fest, dass zwischen 55 und 60 Prozent der Bevölkerung eine xenophobe Haltung haben. «Grundsätzlich ist der Schweizer anfällig für Fremdenangst, und die Politik schlachtet dies aus», sagte er in einem Interview mit der Aargauer Zeitung.

Doch wie soll die grassierende Fremdenfeindlichkeit bekämpft werden? Professor Cattacin plädiert für die Einführung politischer Rechte für Migranten. Und natürlich müsse der «gefährlichen Stimmenmaschine» der SVP Paroli geboten werden. 

 

Andreas Fischlin – Professor für Systemökologie, ETH Zürich

Eigentlich soll der Klimarat IPCC nur die Forschung sichten, nicht Politik machen. Aber ETH-Professor Andreas Fischlin bietet sich stets und überall an, wo jemand die Klimakatastrophe beschwören und mit politischen Interventionen verhindern will. «In unserer Nationalhymne besingen wir die Schönheit der Gletscher», sagte er mit der in seiner Wissenschaft üblichen Präzision vor einem Jahr dem Sonntagsblick. «Doch die schmelzen uns weg, wenn wir nichts tun. Uns und dem Erhalt der Schweiz zuliebe sollten wir Klimaschutz betreiben.»

Fischlin ist mit dem IPCC Friedensnobelpreisträger; das betont er in jedem Interview, das beweist er mit der Urkunde in seinem Lebenslauf, und er verwedelt damit, dass er als Spezialist für Arvenwälder — der vom Waldsterben direkt zum Klimawandel wechselte — an der ETH nur Titularprofessor ist.

Als «hauptverantwortlicher IPCC-Autor» war er auch an der Zusammenfassung des Reports von 2007 für die Politiker beteiligt, welche die Behauptung enthielt, aufgrund des Abschmelzens der Himalaja-Gletscher bis 2035 würde bis zu einer Viertelmilliarde Menschen sterben. Später stellte sich heraus, dass die absurde Prognose vom WWF stammte – für den auch Fischlin arbeitet.

Der Verantwortungsträger sagte dem Tages- Anzeiger, ihm habe die Zeit gefehlt, diesen Teil zu lesen: «Ich glaube, mir wäre dieser Fehler aufgefallen.» Jetzt zeigen Studien, dass die Gletscher wachsen. Das merkten schon Reviewer des Reports von 2007 an – doch ihre politisch unkorrekte Kritik nahm Fischlin nicht zur Kenntnis.

 

Manfred Gärtner – Professor für Volkswirtschaftslehre, Universität St. Gallen

HSG-Professor Manfred Gärtner gehört zu den glühendsten Anhängern des Keynesianismus an Schweizer Universitäten. Zur Erinnerung: Die von John Maynard Keynes etablierte ökonomische Denkrichtung meint, der Staat könne durch die Ausdehnung der Staatsausgaben ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes auslösen. Dank des «keynesianischen Multiplikators» sollen sie sich gar doppelt und dreifach auszahlen. Dieses weitverbreitete Gedankengut wäre auszuhalten, wenn es innerhalb der HSG ein Gegengewicht zu Gärtner gäbe. Das ist nicht der Fall.

Die Warnstufe muss erhöht werden, wenn Manfred Gärtner politische Ratschläge erteilt. Voriges Jahr will er bewiesen haben, dass das Bankgeheimnis in der Schweiz «sozial ungerecht » sei. Die Kommunikationsabteilung der HSG war sich nicht zu schade dazu, diesen Befund lauthals in die Medienwelt hinauszuposaunen. Wenig später fand Gärtner heraus, dass die Rating-Agenturen für die Euro-Krise verantwortlich seien. Als Euro-Fan der ersten Stunde und überzeugter Keynesianer sucht Gärtner die Fehler nicht bei den überschuldeten Ländern oder in den Konstruktionsfehlern des Euro, sondern bei den Überbringern der schlechten Botschaften.

Bildet die HSG also seit Gärtners Stellenantritt 1986 nur noch Unternehmer und Ökonomen aus, die von höheren Staatsschulden träumen und die Finanzmärkte als Problem betrachten? So schlimm steht es nicht: Unter Absolventen mit Finance-Hintergrund kursierten nach Gärtners Veröffentlichungen E-Mails mit dem Betreff: «Wer stoppt Manfred Gärtner?» 

 

Alain Griffel – Professor für Staatsrecht, Universität Zürich

Der Zürcher Staatsrechtler Alain Griffel, 49, hat sein Schreibgerät stets griffbereit, um seinen Kollegen, die weniger grün und rot eingefärbt sind, Unwissenschaftlichkeit und fehlende Sorgfalt vorzuwerfen. Er selbst verkündet von der hohen Kanzel, die ihm die Universität Zürich (samt Honorar) zur Verfügung stellt, sinngemäss zwei unhaltbare Botschaften: «Ich interpretiere die Verfassung selektiv; und demokratische Entscheide, die nicht in mein professorales Weltbild passen, die ignoriere ich.»

So erklärte Griffel nach der Annahme des Minarett-Verbots öffentlich, diesen neuen, von Volk und Ständen beschlossenen Passus der Verfassung werde er gar nicht in seine Rechtssammlung aufnehmen. Um sich solche Niederlagen – für die Distanzierung erhielt er noch das Plazet der Zürcher Regierung – künftig zu ersparen, propagiert der Ideologe mittels Gültigkeitsprüfung das Verbot von Volksinitiativen, die nicht mit seinen Vorstellungen des Rechts übereinstimmen.

Volksbegehren lässt Griffel, der sich in seinem Haus mit Umschwung im ländlichen Dürnten überdurchschnittlich wohlig eingerichtet hat, nach eigenem Bekunden dann gelten, wenn ökologische Anliegen durchgeboxt werden sollen. Derzeit kämpft er mit dem Verweis auf die 1994 erfolgreiche Alpen-Initiative gegen eine zweite Gotthardröhre. Dass seither der völkerrechtswidrige Satz «Der alpenquerende Gütertransitverkehr von Grenze zu Grenze erfolgt auf der Schiene» geltendes Recht wäre, verschweigt der unwissenschaftlich einseitig politisierende und medial aktive Professor.

 

Kurf Imhof – Professor für Publizistikwissenschaft und Soziologie, Universität Zürich

Kurt Imhof ist der Joschka Fischer der Schweizer Professorenszene: Der gelernte Bauzeichner ist ein Alt-68er, der den Proleten mimt und mit Holzfällerhemd und Lederjacke durch die Gänge der Uni Zürich schlurft. Dort leitet der Soziologieprofessor den «Forschungsbereich Öffentlichkeit und Gesellschaft». Als Herausgeber des «Jahrbuchs der Qualität der Medien» ist er selbsternannter Hüter der journalistischen Qualität in der Schweiz. Dabei kämpft er gegen die Geisseln des «Medienpopulismus», der Gratiszeitungen und der «Personalisierung».

Letztgenanntes Übel kennt Imhof aus eigener Erfahrung, denn er lässt keine Gelegenheit aus, seinen Kopf vor Kameras und Mikrofone zu halten – egal, ob es gerade um den Wahlkampf der FDP oder die sexuelle Anziehungskraft faschistischer Männlichkeitsrituale geht.

Der Universalgelehrte ist unter seinen Kollegen umstritten. Manche halten ihn für einen wissenschaftlich verbrämten Schwätzer; er selbst hält Kritiker für Neider. In diesem Semester will der Professor in einem Seminar - untersuchen, wie «Medienpopulismus» und «(Rechts-)Populismus» zusammenhängen. Eine These hat er bereits: «Wo die Medienqualität gesunken ist, sind rechtspopulistische Parteien erstarkt», dozierte er letztes Jahr im Sonntag – sprich, je blöder die Zeitungen, desto stärker die SVP. Vielleicht könnte das brisante Thema mit folgenden Thesen noch vertieft werden: 1. Die Anzahl Boxen für Gratiszeitungen korreliert negativ mit dem Bekanntheitsgrad von Kurt Imhof. 2. Je grösser die Medienqualität, desto geringer ist die Verbreitung des Namens «Christoph». 3. Im Fall des Namens «Kurt» verhält es sich umgekehrt.

 

Andrea Maihofer – Professorin für Geschlechterforschung, Universität Basel

Die stolze Universität Basel, die seit dem Ausgang des Mittelalters immer wieder die besten Köpfe angezogen und hervorgebracht hat – von Erasmus von Rotterdam über den Mathematikerclan der Bernoullis bis zum Historiker Jacob Burckhardt –, ist der erste und bislang «einzige Ort» der Schweiz, an dem man Geschlechterforschung «als eigenständiges Fach» studieren kann. Federführend ist das Zentrum Gender Studies, das Andrea Maihofer aufgebaut hat.

Die Geschlechterforscherin ist persönlich erfrischend offen und diskussionsfreudig. Aber sie repräsentiert ein zeitgeistiges Modephänomen, das sich wie eine Epidemie ausbreitet. Doch nicht nur das: Wer den Trend mitmacht und Forschung – wozu auch immer – unter dem Gender-Aspekt betreibt, erwirbt sich einen Zugangscode zu Karrieren, Fleischtöpfen, Fördergeldern. International, schreibt das Basler Zentrum, seien die Gender Studies «längst zum Exzellenzkriterium der Universitäten geworden». Wer mitsurft, wird ausgezeichnet. Wer sich widersetzt, wird abgestraft.

Daher wuchern die Geschlechterstudien landesweit an jeder Universität. Allein für das laufende Semester listet die Plattform www.gendercampus.ch 123 Gender-Vorlesungen auf. Die Uni Basel etwa bietet eine Ringvorlesung zu «Selbstaffirmierung und Othering in der europäischen Musikgeschichte» an. Eine Dissertantin von Andrea Maihofer promovierte mit der Arbeit «Gendering Terror» über den angeblich repressiven Umgang mit Linksterroristinnen in der Schweiz und das «brüchige Wir des männlichen Staatsbürgers». Noch Fragen?

 

Philipp Sarasin – Professor für Neuere Allgemeine Geschichte, Universität Zürich

Er gehörtzu jenen smarten Geisteswissenschaftlern neueren Typs, bei denen Eloquenz und theoretische Versiertheit immer wieder haarscharf die Grenze des Unsinns und der Fiktion streifen. Der Zürcher Historiker Philipp Sarasin, aus altem und reichem Basler Geschlecht stammend, löst historische Ereignisse mit Vorliebe in sogenannte Diskursanalysen und Metareflexionen auf. Im besten Fall ist das gescheit und anregend, im schlechtesten führt es auf hochspekulative Abwege.

So geschehen in Sarasins Buch «Anthrax», das von Teilen des Feuilletons zwar bejubelt wurde, von standfesteren Historikerkollegen aber als intellektuelle Scharlatanerie empfunden wird. Auf der Grundlage von zum Teil dubiosen Internetquellen will das Buch einem weismachen, einige in Briefen gefundene Anthrax- Sporen hätten durch eine abenteuerlich anmutende intellektuelle Übertragung zum Einmarsch der USA in den Irak geführt. In den Köpfen von George W. Bush und seiner falkenhaften Kollegen, so Sarasins These, habe sich eine angeblich uralte Infektionsangst zu einer eingebildeten Bedrohung durch Biowaffen gewandelt – was schliesslich den Marschbefehl gegen Saddam Hussein ausgelöst habe.

Diese exzentrische, an Verschwörungstheorien erinnernde Sicht auf die machtpolitischen Vorgänge ist typisch für die Geschichtsschreibung, wie sie Sarasin betreibt. Es sind kulturwissenschaftliche Gedankenspiele, die manchmal mehr, manchmal weniger mit den Fakten zu tun haben. Ob diese hochoriginellen Zugänge zur Geschichte geeignet sind, Studenten solid ins historische Handwerk einzuführen, bleibt zweifelhaft.

 

Pierre Tschannen – Professor für Staats- und Verwaltungsrecht, Universität Bern

Bis 1995widmete sich der Berner Staatsrechtler Pierre Tschannen, 60, als Bundesbeamter der Herstellung einer neuen Bundesverfassung. Der Blick von oben leitet seine Lehre und sein Schrifttum. Der Professor ist ein führender Vertreter jener Juristen-Gilde, die den «prinzipiellen Vorrang des Völkerrechts als Ausdruck des Rechtsstaatsprinzips» predigt. Er will das durch pure Machtinteressen entstandene und höchst willkürlich befolgte Geflecht von internationalen Abmachungen gar als verbindliche «Verfassung der Staatengemeinschaft » verstanden haben.

Folgerichtig erscheinen in seinem «Staatsrecht der Eidgenossenschaft» Volksinitiativen, die sich nicht an den von aussen diktierten Normen orientieren, als «Problem». Als neue «bürgerliche Vernunft» lobt er die blinde Akzeptanz und Übernahme des internationalen Rechts: «Die Souveränität des Volkes» sei eben «nicht mehr die gleiche wie vor zwanzig und dreissig Jahren».

In dieser alt- und neubernisch-autoritären Manier schützt Tschannen die hohen Staatsinstanzen, die er als «Kern unseres Gemeinwesens » verherrlicht, gegen jede Kritik von unten. Der Respekt vor den Institutionen («legitimierte Herrschaft») werde sonst mutwillig zerstört. Die Durchsetzung der Volksrechte sieht er als «beginnende Zersetzung des bürgerlichen Denkens».

Denn vernünftig findet Tschannen zum Beispiel, dass der rot-grüne Berner Regierungsrat einen eindeutigen Grossratsbeschluss missachtete und öffentlich gegen das Kernkraftwerk Mühleberg ins Feld zog: «unproblematisch ».

 

Rolf Wüstenhagen – Professor für Management erneuerbarer Energien, Universität St. Gallen

Als Bundesrätin Leuthard Ende 2011 einen Beirat für ihre Energiestrategie 2050 einsetzte, durfte HSG-Professor Rolf Wüstenhagen nicht fehlen. Als Schweizer Vertreter im Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) der Uno war Wüstenhagen ein Verbündeter aller klimaalarmistischen Politiker. Er ist zudem ein lobbyistischer Kämpfer für Ökosubventionen, insbesondere Einspeisevergütungen bei Solaranlagen. Verständlich, denn sein Lehrstuhl wird teilweise von der Good Energies AG finanziert, einer Kapitalbeteiligungsgesellschaft niederländischer Milliardäre, bei der mit jeder neuen Solaranlage die Kasse klingelt.

Am «Swiss Eco Leaders Day» am 25. Juni präsentierte Wüstenhagen die Resultate seiner Befragung «unter 268 Entscheidungsträgern in Wirtschaft und Politik». Die genaue Zusammensetzung dieser Gruppe blieb unklar, doch strich Wüstenhagen als «Highlight» heraus, dass 79 Prozent den Beschluss befürworten, aus der Atomenergie auszusteigen. Eine Zahl, gewonnen unter Wüstenhagens «Peergroup».

Bevor er im Jahr 2009 ans Institut für Wirtschaft und Ökologie der HSG kam, war dies die Domäne seines braven und wissenschaftlich abwägenden Kollegen Thomas Dyllick. Der Neuzugang hat das Institut in atemberaubendem Tempo in eine Lobbytruppe zur Maximierung der Ökosubventionen umgewandelt. Dass staatliche Eingriffe selten effizient sind und dass jede Subvention zuvor mittels Steuern der Wirtschaft entzogen wird, hat Wüstenhagen als Ökonom zwar gelernt, verdrängt es in seinem Berufsalltag aber nachhaltig – um im Jargon der «Swiss Eco Leaders» und ihres Herolds Rolf Wüstenhagen zu bleiben.

Kommentare

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  • Tobias Wyler
  • 04.01.2013 | 15:25 Uhr

Dieser Artikel hetzerisch, und dazu noch heuchlerisch, denn genau dieselbe Intoleranz wird ja im Artikel selber so oft scharf kritisiert. Aber item.

Wenn es wirklich Leute gäbe, die Klimaforscher werden und des Geldes wegen Resultate erfinden, dann wären die ziemlich dumm. Denn die Gegenseite des Arguments macht ja jährlich Dutzende Milliarden Gewinn. Als "Klimalügner" verdient man also definitiv mehr Geld. Es gibt tatsächlich viele Beispiele, wo Zahlungen in Millionenhöhe von Ölfirmen an solche "Wissenschaftler" publik wurden. Eine Schande.
Die echte Wissenschaft ist sich nämlich einig.

  • Linus Grob
  • 31.10.2012 | 18:58 Uhr

Dass der Autor Herrn Prof. Wüstenhagen vorwirft, seine Forschung und politisches Engagement zur Sicherung seines Lehrstuhls zu betreiben, zeigt sehr schön das eingeschränkte Weltbild der Weltwoche. Wer sich aus Überzeugung für eine Sache einsetzt, dem wird sofort eine heimliche Agenda vorgeworfen. Immer vorausgesetzt, dass er/sie nicht aus einer rechts-konservativen Perspektive argumentiert, sonst ist das natürlich als Vaterlandsliebe oder Pflichtbewusstsein zu werten.
Was das Klima angeht: Die überwältigende Mehrheit der Klimaforscher ist sich einig, dass der Klimawandel menschengemacht ist.

  • Bertalan Moravánszky
  • 18.10.2012 | 22:08 Uhr

Ich habe in 2008 mein Studium Volkswirtschaftslehre in St. Gallen abgeschlossen, und ein Grossteil meiner Makroökonomie-Kurse bei Professor Gärtner absolviert. Ich erinnere mich gut daran, wie er (als einer der einzigen) vor den Exzessen einer unkontrollierten Finanzwelt gewarnt hat -- Exzesse, die kurz darauf eine weltweite Krise ausgelöst haben. übrigens gehören Keynesianische Theorien zum absoluten Standard in der Makroökonomie. Dass die Weltwoche Herr Gärtner so billig diffamiert, zeigt nur, wie primitiv und moralisch völlig verwahrlost diese unwürdige Publikation ist.

  • Bruno Mair
  • 14.10.2012 | 09:47 Uhr

Bei solchen wirren Aussagen kann man ja nicht alles für "voll" nehmen:

"Aber die erwähnten 3-Tagestoppeln Meinungsinflationsprofs. In Jeans werden gerne auf SRF TV gezeigt.
Und dann kommt's... Gilt nicht für alle!"

Für was? Für wen und überhaupt den jetzt?

"Das ist der Eindruck, den ich von einigen dieser Herren in den letzten Jahren bekommen habe"
Wenn Sie die Herren so gut kennen, entschuldigen Sie sich doch gleich schon persönlich, für die es dann nicht gilt.

  • Patrick Weber
  • 12.10.2012 | 18:08 Uhr

Lieber Herr Gut
Ihre Kritik ist ja gut und schön, aber wenn sie von etwas keine Ahnung haben, sollten sie es nicht mit Google Wissen kritisieren und dabei den universal Gelehrten mimen! Ich werde ihnen jetzt (auch wenn sie es nicht lesen werden) ihre Frage zu Herrn Sarasin beantworten. Wenn sie korrekt recherchiert hätten, so hätten sie gewusst, dass die Diskursanalyse, die sie so belächelnd erwähnen, mittlerweile eine anerkannte Methode ist (nicht nur in den GesW.). So unseriös wie sie in ihrem Artikel (ihrer Hetzschrift) vorgehen kennt man die Weltwoche sonst nicht, schämen sie sich!

  • Rainer Selk
  • 12.10.2012 | 12:06 Uhr

Herr Züger, Mimosen, die bei anderen 'Transparenz' einfordern, sich aber selbst im Halbschatten universitärer Unendlichkeit wandelnd für elitär unangreifbar halten.

Das ist der Eindruck, den ich von einigen dieser Herren in den letzten Jahren bekommen habe. Gilt nicht für alle. Aber die erwähnten 3-Tagestoppeln Meinungsinflationsprofs. In Jeans werden gerne auf SRF TV gezeigt.

Apostel hatten einen klaren Missions- bzw. Sendungsauftrag, formuliert im NT.

Welchen SA haben sich erwähnte Profs. selbst erteilt? Eine sozialitsiche wässrig rot-grüne Pampemission? Man könnte es so sehen.

  • Bernhard Zueger
  • 12.10.2012 | 08:33 Uhr

Herr V. Hediger

Der Artikel kritisiert Professoren. Wobei die Kritik in jedem einzelnen Fall erklärt und begründet wird. Das allein ist offenbar schon ein Sakrileg. Leute dieses Schlages in dieser Gilde erheben meines Erachtens zu viel Anspruch auf allein seligmachende Dogmen, die Gestaltung der Gesellschaft usw.
Ich glaube verstanden zu haben, dass einige Professoren sich besonders hervortun mit ihren „hervorragenden“ Eigenschaften und geistiger Einseitigkeit. Und dabei oft als spezielle „Apostel“ abheben. Sie verachten das gemeine Volk, sind aber selbst Mimosen im Einstecken von Kritik.

  • Rainer Selk
  • 11.10.2012 | 18:20 Uhr

Sehr geehrter Herr Professor Hediger, ich finde es super, dass Sie sich zu Wort melden. Der Diskurs von den 'Schweizern' fehlt komplett! Sie schreiben nicht, wie lange Sie in D tätig sind. Ist es denkbar, dass Sie über die Entwicklungen hier nicht ganz informiert sein könnten?

RTL hat gestern Abend eindrücklich gezeigt, wohin der Ausbildungstrend in D geht: noch mehr Mittelmassniveauvermassung und in Richtung Privatschulen + Privat UNIs, wie zB EBS usw. Das alles ist nicht nur Zeichen von Einkommensgefälle, sondern die Antwort auf Fehlentwicklungen! Der Fisch stinkt am Kopf! Leider!

  • Vinzenz Hediger
  • 11.10.2012 | 15:17 Uhr

Als Auslandschweizer und Professor an einer deutschen Universität bin ich etwas enttäuscht, dass die Weltwoche nur Kollegen an Schweizer Universitäten ins Visier nimmt. Kann man sich auch selbst nominieren? Es könnte ja sein, dass meine Studenten später in die Schweiz auswandern, um sie zu unterwandern. Ich finde es bedauerlich und bedenklich, dass die Weltwoche diese Gefahr noch nicht erkannt hat.

  • Bruno Mair
  • 10.10.2012 | 20:39 Uhr

..."an deren Leben sie weder kennen noch kennen wollen". Jetzt wird es Absurd Herr Fischer. Bevor Sie jetzt noch ganz abheben, sollten Sie nicht vergessen wo sie genau gestartet sind um dann sicher wieder zu landen.

  • Nannos Fischer
  • 10.10.2012 | 15:40 Uhr

Lieber Herr Maier, wenn Sie aus meinen Argumentationen (und offensichtlich nicht nur aus diesen) weder Hand noch Fuss machen können, spricht das nicht unbedingt gegen die Argumentationen (und das Übrige, was ich gesagt habe). Gleich wie wenn man mit einem Buch an einen Kopf haut und es hohl tönt, es nicht unbedingt das Buch sein muss.
Die auf der Jacht Champagner und Kaviar konsumieren, schmeissen sich im allgemeinen nicht im Handumdrehen bei der Arbeiterklasse an, deren Leben sie weder kennen noch kennen wollen, wie das die Gauche caviar und die fellow travellers tun. Darum geht es.

  • Bruno Mair
  • 10.10.2012 | 11:32 Uhr

Herr Fischer. Ihr Argumentationen sind nichts als skurrile Schlagwörter, ohne Hände und Füsse. Es gibt tausende andere Beispiele, die Ihr Beispiel gänzlich wiederlegen. Die Betrachtungsweise ist enscheidend (von links oder von rechts).

Kavaiarlinke Intellos...? Als würde von "rechts", auf dem Heck des Schnellbootes keinen Kaviar und Cüpli's verschwendet(?) SVP trägt die Anzüge ab der Stange und die Linken dann die Massanzüge? Sorry, sowas von Lächerlich! So sind wir dann wieder bei Schwarz und Weiss angelangt (sind fachmänisch übrigens keine Farben). Das noch ergänzend zur Ihrer Farbenlehre!

  • Rainer Selk
  • 10.10.2012 | 10:35 Uhr

@Dr.Maier. Die unterste Bildungsschicht Ihrer Definition, lieber Dr. Mair wird erreicht, wenn man Ihnen höflich aber bestimmt aufoktroiert, dass Sie Asylanten in Ihrem Polsterklasseheim auszunehmen haben, denn Ihre vermutlich 160 m2 Wohnung hat gefälligst Platz tu bieten, selbstverständlich zu Ihren Lasten.

Die Einsprachemöglktn. der Gemeinden sind vor 1 Woche i. Sachen Unterkümnften massiv eingeschränkt. Der Rest folgt, mein Lieber!

Das schleichende Mittelmass der Mittebrühe richtet es an, Herr Dr. Mair, und die arrogante pubertärelitäre Einreihung dieser Titelhalter kräftig mit!

  • Nannos Fischer
  • 10.10.2012 | 09:28 Uhr

Lieber Herr Mair, wie würden SIE den Hintergrund von jemandem wie z.B. Ph. Sarasin bezeichnen, der aus dem Basler Daig stammt, sich dann als verspäteter 68er einen Linksdrall zugelegt hat (im Zuge seiner pubertären Emanzipation?) und nun diese Eierschalen nicht mehr loswird? Wenn DAS nicht gutbürgerlich ist… Andere kaviarlinke Intellos sind im gleichen Fall, der ja auch aus Frankreich bestens bekannt ist. Fellow-travellers im Massanzug, oder wie immer man sie nennen will. Aber sicher nicht in oder rechts der Mitte. Es geht hier nicht um Grau- sondern Rosa- bis Rottöne. Soviel zur Farbenlehre.

  • Bruno Mair
  • 10.10.2012 | 08:24 Uhr

@N.Fischer

In der von Ihnen besagten ja "sooo linken" NZZ, durfte kürzlich selbst Pirmin Schwander von der SVP für ein Interwiew Red und Antwort stehen und stellen Sie sich vor, das ganz ohne Zensur!

Beispiel gefällig:

"Als Erstes müssen wir die bilateralen Verträge mit der EU künden. Anschliessend kann die Schweiz mit den europäischen Ländern reine Wirtschaftsabkommen abschliessen, um zum Beispiel Handelshemmnisse zu beseitigen und Zollfragen zu regeln"

Mit solchen Aussagen wird Herr Schwander praktisch nur die Wähler der unteren Bildungs-Schichten erreichen. Garantiert!

  • Bruno Mair
  • 09.10.2012 | 20:57 Uhr

Aber Herr Fischer... Gutbürgerlich? Ist das jetzt neuerdings auch noch eine Referenz? Jetzt wird's aber langweilig.

  • Thomas Läubli
  • 09.10.2012 | 20:45 Uhr

@M. Wäckerlin: Es ist entlarvend, dass Sie anderen unterstellen, Sozialgelder zu beziehen, und dass das die Weltwoche entgegen den Richtlinien noch publiziert. Das ist das Prinzip Weltwoche. Diese lässt sich von Sponsoren durchfüttern, um ihre Verleumdungen unter die Leute zu bringen. Sie bezieht Geld, das Angestellte von Reichen & Mächtigen hart erarbeitet haben. Das ist Sozialschmarotzertum. Genauso wie Walter Frey Geld in den maroden ZSC steckt, muss dieses Schundblatt künstlich über Wasser gehalten werden, weil die meisten Leute merken, dass hier kein seriöser Journalismus betrieben wird.

  • Michael Wäckerlin
  • 09.10.2012 | 18:17 Uhr

@ Thomas Läubli

Ihre Ausführungen zum Bodycount des Liberalismus und des "freien Marktes" sind sicherlich erheiternd. Und es könnte sogar hinkommen, falls man zu den Opfern der franz. Revolution noch die Kreuzzüge, die Verbrechen der Berberpiraten, die Mongolenstürme, den Boshin-Krieg und das letzte Familiendrama aus dem "Blick" hinzuaddiert.

Ich hoffe sehr, dass Sie sich solche Geschichtskenntnisse nicht an einer schweizer Universität angeeignet haben. Sonst würde ich an Ihrer Stelle die Studiengebühren zurückfordern.

  • Michael Wäckerlin
  • 09.10.2012 | 17:57 Uhr

@ Thomas Läubli

Eine famose Idee. Und wer entscheidet ihn, diesen Wettbewerb der Ideen? Ein Gremium aus vollversorgten Hochschulbürokraten? Eine Evaluation durch Studenten, die bei missgefallen einfach ignoriert wird? Eine Kommission aus kompetenten Qualitätswächtern? Die Anzahl der Zitierungen in den eigenen Journals?

Das Recht des Stärkeren gilt so oder so. Siehe Fall Mörgeli. Oder glauben Sie, dass die guten Stellen und Forschungsgelder an die Menschen mit den reinsten Herzen und besten Ideen gehen?

Ob mit der staatlichen Kulturförderung der Stein der Weisen gefunden wurde, ...naja?

  • Renato Neidhart
  • 09.10.2012 | 16:49 Uhr

@Schneider. Sie mokieren sich über die "zeitgeistigen Irrlehren". Wie wäre es, wenn Sie darlegen, weshalb das keine Irrlehren sind? Behaupten, es sei nicht so, ist einfach, aber dagegen zu argumentieren, ist halt schwierig.

Legen Sie mir bitte am Beispiel des Genderismus dar, weshalb das keine Irrlehre sein soll. Oder wo die Keynesianer Recht hatten bzw. deren "Religion" fûnktionierte. Oder "eine Frau als Mutter" menschenfeindlich sein soll. Oder legen Sie dar, wie das sog. Völkerrecht demokratisch legitimiert ist.

Sie sehen, es wird anspruchsvoll. Einfach "WW ist blöd" reicht da nicht.

  • Renato Neidhart
  • 09.10.2012 | 16:35 Uhr

@Läubli. Sie sollten lesen, was geschrieben steht, und nicht was Sie interpretieren. Einen Kurt Imhof nimmt wirklich niemand ernst, schauen Sie nur mal sein "segensreiches" Wirken mit den Geldern aus dem NFP an: Filz in Reinkultur !

Und wenn Sie schon die WW schlecht reden, dann legen Sie bitte Fakten vor. Vom Tagi, NZZ, Blick u.ä. sind Mega-Flops bekannt. Vergleichbares von der WW ? Kommen Sie um Himmels Willen jetzt nicht mit dem Hildebrand-Fall. Auch da hatte die WW den richtigen Riecher, wie die int. Fachpresse unisono feststellt.

Dass Sie das anders sehen, ändert nichts am Befund.

  • Bruno Mair
  • 09.10.2012 | 15:14 Uhr

@N.Fischer

Ich behaupte gar nicht's. Die ständige Links- Polarisierung stört mich aber. Tatsächlich gibt es auch noch Liberale und die Mitte. Da werden pauschal 75% der Wähler als Marxisten, Kommunisten und mit sonnstigen roten und braunen Auswürfen betitelt.(Mehrheitlich von Lips).
Es gibt nicht nur Schwarz und Weiss."Grautöne" können durchaus auch eine Funktion haben.

  • Nannos Fischer
  • 09.10.2012 | 13:38 Uhr

@ B. Mair
Ihr Rückgriff auf die NZZ zur Abqualifikation der SVP ist geradezu rührend – auf die tödlich SVP-feindliche und bloss noch prätentiös elitär sein wollende NZZ… Was liess sich denn aus jener Ecke anderes erwarten? Und Sie benutzen SOWAS, um damit ganz explizit zu rechtfertigen, dass die Uni ausser dem jetzt eliminierten Mörgeli total SVP-frei gehalten wurde – «clean», wie das in jenen Kreisen heisst? Oder wollen Sie im Ernst behaupten, das Bildungsniveau in der an der Uni ausschliesslich präsenten Linken (mit zugewandten Orten) sei im geringsten höher, als dasjenige der SVP? LOL

  • Nannos Fischer
  • 09.10.2012 | 13:20 Uhr

@ B. Mair
Ja, wollen Sie allen Ernstes behaupten, wenn man in der FDP oder CVP sei, stehe man per definitionem rechts? Die in den beiden Parteien rechts stehen, sind zwei kleine Grüppchen, die innerhalb der Partei beiseitegestellt und ausgegenzt werden. Der Rest ist etatistisch, zentralistisch und linksliberal. Wenn ein Haufen links der Mitte und antiliberal (im Sinne Röpkes) politisiert, ist er für mich links, auch wenn ihm zu 100% Totalkongruenz mit den Sozialisten noch einige % fehlen. Und wenn einige Figuren darin aus gutbürgerlichen Verhältnissen stammen, ist das noch lang keine Referenz.

  • Rainer Selk
  • 09.10.2012 | 08:23 Uhr

Herr Läubli, unter Stalin wurden zig Millionen Menschen umgebracht, unter MAO noch mehr.

Wieviele unter den gehätschelten (z. B. durch SP Prof. Ziegler) Führern und Mitgliedern der Sozialistischen Inernationale, Mubarak, Ben Ali und Ghadaffi drangsaliert und umgekommen sind, ist weitgehen unbekannt. Ich stelle beiIhnen fest: verdrehte Geschichtskenntnis mit Tunnelblick!

K. Imhof ist auch einer dieser flachen Cüppliadkademiker. Den kann man nicht ernst nehmen. Zum Rest: Sie verstehen von Ihnen selbst Geschriebenes nicht? Statt Manchestern, bitte mal nachdenken!

  • hans-rudolf schneider
  • 09.10.2012 | 06:57 Uhr

@George Lips, von welchen "intelligenten Vorschlägen" sprechen sie denn?

  • Thomas Läubli
  • 08.10.2012 | 23:52 Uhr

Herr Selk, Sie haben richtig gelesen: Die meisten Toten hat die Ideologie der freien Marktwirtschaft auf dem Gewissen, nicht Stalin oder Mao. Etwas Geschichtskenntnis wäre von Vorteil, v.a. wenn man hier auch gegen Historiker hetzt. Der Rest, den Sie geschrieben haben, spez. die letzten Zeilen, sind unverständlich. Es geht hier um Argumente, nicht um Schlagworte. Wenn ich den Abschnitt oben über Kurt Imhof lese, muss ich lachen. Philipp Gut hält offensichtlich Gratiszeitungen für ein Beispiel von gutem Journalismus. Damit offenbart er deutlich, wofür das Prinzip Weltwoche steht.

  • hans-rudolf schneider
  • 08.10.2012 | 23:46 Uhr

zeitgeistige Irrlehren..... Ja diese Frage sollte sich die Weltwoche und ihre "Schreiberlinge" mal selber stellen. Solche unqualifizierten Äusserungen kommen nur von der Weltwoche. Wie sieht denn die Irrlehre der SVP aus?

  • Thomas Läubli
  • 08.10.2012 | 23:44 Uhr

Herr Wäckerlin, Sie offenbaren ein Nützlichkeitsdenken, das im Grunde dem der kurzfristig denkenden Spekulanten und Manager gleicht, die die Weltwirtschaft schon vor dem 2. Weltkrieg beschädigt haben. Sie verwechseln nämlich den Wettbewerb des Geldes mit dem der Ideen. Würden Sie letzteren dem Markt aussetzen, hätten wir bald kein Latein, keine Musikwissenschaft, keine Teilchenphysik und keine Mikrobiologie mehr, da diese bei den dekadenten Reichen keine Lobby hat. Das Recht des Stärkeren hat in den Wissenschaften nichts zu suchen. Wir sind Menschen und keine Tiere.

  • Fabienne Grimm
  • 08.10.2012 | 23:08 Uhr

Und wieder einmal hat die WW bewiesen, dass sie zu nichts anderem mehr fähig ist, als zu rechtspopulistischer Hetze. Dem Artikel mangelt es leider komplett an Faktizität und Objektivität. Mit hochwertigem, kritischen Qualitätsjournalismus hat das leider nichts mehr zu tun. Die Art und Weise wie hier unsere Professoren an den Pranger gestellt werden, ist nichts anderes, als ein journalistisches Trauerspiel. Da kann man mittlerweile getrost den Blick lesen und wird auch nicht weniger schlau. Schade, schade um eine WW, die früher durchaus einmal äusserst lesenswert war.

  • Bruno Mair
  • 08.10.2012 | 19:12 Uhr

Lips. Das die SVP unteren Bildungsschichten ohne Berufsausbildung und mit geringem Einkommen mobilisiert, ist keine politisch motivierte Feststellung, sondern ganz einfach eine ummanipulierte Tatsache. Mit Ihren ständig verachtenden Tiraden wie Marxisten, Kommunisten und Volksender-Höhrern an deren Nicht-SVP Wählern, wird es mit dem auch nicht besser. Genau wegen solchen Leuten, die Ihre Extrem-Meinungen vertreten, werden die Wähler aus Ihrer Partei nicht mehr, sondern ständig weniger.

  • Michael Wäckerlin
  • 08.10.2012 | 17:10 Uhr

Welcher Professorenlohn wäre als ein markträumender Gleichgewichtspreis unter atomistischen Wettbewerb angemessen?

Und aus welchem Grund scheuen so viele Akademiker in Amt und Würden, ihrem links-globalistischen Weltbild zum Trotz, dieses Entdeckungsverfahren?

  • Michael Wäckerlin
  • 08.10.2012 | 16:28 Uhr

@ George Lips

Sie treffen den Nagel auf den Kopf. Es geht um Geld, Privilegien und die Herrschaft über kleine Königreiche. Wer, wenn nicht der gütige Staat, würde den Linksintelektuellen ein solches Forum und eine nur annähernd vergleichbare Versorgung bieten? Thron und Altar.

@ Thomas Läubli

Die Schamesröte würde Leuten gut stehen, welche ihre Kritiker generall als "polulistisch", "unwissenschaftlich" oder "rechtsextrem" bezeichnen, für die eigenen Behauptungen keine Evidenz vorweisen können, aber sich von dem verachteten Pöbel durchfüttern lassen.

  • George Lips
  • 08.10.2012 | 13:59 Uhr

Vielen Dank WW. Hoffentlich wird nun der mediengeile Imhof etwas zurückhaltender. Er scheint besonders bevorzugt behandelt zu werden vom Volkssender DRS.Es schadet gar nichts wenn unsere WW tiefer in den "Bildungssumpf" hineinleuchtet.Das sollte sie vertiefen. Die Reaktion der Bildungsheinis war ja bezeichnend. Wenn Blocher hüstelt "wir müssen genauer hinschauen", dann kommt "Wir müssen zurückschlagen!"Das lässt sehr tief blicken.- Auch wenn die Marxistenpresse wiederholt SVP Wähler generell als "doof"hinstellt, kommen die intelligentesten Vorschlàge für die Schweiz...von der SVP.

  • Wolfgang Bauer
  • 08.10.2012 | 13:15 Uhr

Zum Glück gibt es als EINZIGEN Gegenpol in der linken journalistischen Einheitspresse noch die Weltwoche. Sie sagt, was sonst verschwiegen wird und holt den Dreck unterm Tisch hervor, den andere darunter kehren. Endlich werden in diesem Artikel einmal die Begriffe "Wissenschaft" und "Internationalismus" entzaubert. Ebenso die Standesdünkel und politische Voreingenommenheit einer professoralen, nabelschauenenden Neo-Marxisten-Klasse, deren einziges Trachten in narzistischer Selbstbeweihräucherung und in der Anreicherung ihrer Pfründen besteht. Diese Steckbrief-pin-Wand war längst überfällig.

  • Rainer Selk
  • 08.10.2012 | 12:36 Uhr

@Lohmann-Wrobel. Da ist ein Mörgeli als bisher einzig bekannter Mann in der UNI Zürich, der sich zu Recht gegen Mobbingmanipulationen mit seinen Personaldaten wehrt und flugs machen sie daraus 'eine billige WeWo Hetzkampagne gegen Leute, die ideologisch nicht SVP-konform sind!'.

Das erstaunt langsam nicht mehr, wenn man Fakten im linksbraunrostigen Polittunnel nicht mehr zu unterscheiden weiss.

Bei der NEAT fehlen die Anschlusswerke. Die Zuführungsröhren haben 20 cm zu wenig höhe. Lösung: Flachwaggons. Bidllich etwa das, was Sie hier darzulegen versuchen. Sinnlos!

  • Dieter Lohmann
  • 08.10.2012 | 11:38 Uhr

Das war zu erwarten: Die Weltwoche macht das, was sie am besten kann:

Eine billige Hetzkampagne gegen Leute führen, die ideologisch nicht SVP-konform sind!

Und einmal mehr basiert diese Weltwoche-Hetze auf Halbwahrheiten, Gerüchten und ideologischer Propaganda. Auf Fakten wartet man bei der Weltwoche vergebens...

  • Bruno Mair
  • 08.10.2012 | 09:25 Uhr

Herr Fischer, wenn Sie FDP und CVP pauschal auch als "Linke" bezeichnen, verzerren Sie die "Besetzung" der UNI enorm. Diese Methode wird aus Sicht der SVP ständig angewandt. Was nicht SVP ist, ist gleich "Links". Somit hat die UNI gefälligst auch "Links" zu sein. Manch einer macht es sich damit zu einfach. Das mit der besagten Wählerschaft ist ein eindeutiges Problem der Partei. Das Herr Spuhler die Partei jetzt auch noch verlässt, macht es der SVP auch nicht leichter.

  • Rainer Selk
  • 08.10.2012 | 08:38 Uhr

Herr Läubli, machen Sie Witze? Die zig Millionen Toten durch Stalin und Mao, geschichtlen Sie die einfach weg? Und was hat die Unfähigkeit der UNI mit der SVP zu tun? Nichts!

Peer Steinbrück SPD: Tranparenz gibt es nur in Diktaturen. Und was wollen unsere Linken hier?

Lassen Sie wissen, wo Sie schaffen, damit man in Ihren Personaldossiers nach Belieben herumschnüffeln kann und Ihnen quasi ex Katheder 'politisch' verbietet, sich dagegen zu wehren.

Ihr Grund: Machester Kapitalismus, NZZ lesen, polit. Sippenhaft, 'Studenten'. Absurder geht es nicht mehr.

  • Florian Mauchle
  • 08.10.2012 | 08:20 Uhr

Diesen linken Filz an der Universitaet Zuerich finde ich unertraeglich. Sicher duerfen sich diese Professoren als Linke outen, aber sie sind deswegen nicht im Besitz der absoluten Wahrheit, alles andere waere Selbstueberschaetzung. Wer zugibt, dass er nichts weiss, zeigt Geistige Groesse. Nur Sektenmitglieder u. verblendete Politiker oder Professoren sind im Besitz der Wahrheit. Liebe Professoren, bitte etwas mehr Bescheidenheit. W.Hueppi

  • Wolfgang Bauer
  • 07.10.2012 | 17:37 Uhr

Es ist jemand 25 Jahre bienenfleissig, erfolgreich, schreibt Bücher, dutzende wissenschaftl. Abhandlungen, führt Ausstellungen, ist international hoch angesehen und wird mit Bestnoten bewertet. Da kommt als neuer Prof. so ein linker Westentaschen-ET daher (wohl ein Schüler von EWS)inszeniert in der Öffentlichkeit ein Mobbing-Theater und feuert den Mitarbeiter, dem er fachlich das Wasser nicht reichen kann. Ich gönne keinem was schlechtes. Aber all jene,die hier solches Gebaren goutieren, müssten selbst mal auf fiese Art aus ihren Jobs gespickt werden. Das gäbe ein Heulen und Zähneknirschen...

  • Thomas Läubli
  • 07.10.2012 | 17:23 Uhr

Vielen Dank, dass Sie meine historischen Kenntnisse bezweifeln, aber ich weiss, dass das liberale Gedankengut am meisten Tote auf dem Gewissen hat - von den Indianern über den Manchester-Kapitalismus und die franz. Revolution bis zum Kolonialismus und Pinochet. Mit Falschaussagen diskreditiert man sich selber: ich habe nämlich die NZZ abonniert. Das SVP-Blatt versucht ja offensichtlich aus dem Fall Mörgeli einen Fall SVP zu machen und damit das Ganze erst zu politisieren. Zudem richtet sich seine Hetze gegen alle Studenten, egal welcher politischen Einstellung: praktizierte Sippenhaft.

  • Rainer Selk
  • 07.10.2012 | 16:37 Uhr

OSLO (NOR). Wie auf genderkritischen Blogs im D sprachigen Raum im August
2012 bekannt wurde, hat der Nordic Councils of Ministers das Gender-Forschungsinstitut
NIKK, in das die skandinavischen Länder jährlich 56 Millionen Euro investierten, auf
Ende 2011 schliessen lassen. Dem NIKK sei es nicht gelungen, zur wissenschaftlichen
Debatte beizutragen sowie die Brücke zur Gesamtgesellschaft zu schlagen, hiess es in
der Begründung. Den Stein, der zur Schliessung des NIKK führte, ins Rollen gebracht
hatte der norwegische Soziologe und Komiker Harald Eia, der im Rahmen seiner Sendereihe /2

  • Markus Steiner
  • 07.10.2012 | 16:09 Uhr

@Mair Sue haben falsch verstanden, es geht nicht um die Frage, ob die SVP genügend vertreten sei oder nicht. Es geht darum, wie die Uni mit politisch unterschiedlich Personen umgeht. Vor allem um deren Leistungsausweise. Wenn jemand solange wie M. mit besten Qualitätsbeweisen, wofür ja die für viele Jahre vorliegenden Bewertungen Zeugnis ablegen, erfolgreich tätig waren, kann niemand kommen und sagen, das war alles Mumpitz. Am schlimmsten ist aber das Führungsverhalten, welches da innerhalb einer staatlichen Organisation um sich gegriffen hat. Remedur ist abgesagt!

  • Nannos Fischer
  • 07.10.2012 | 15:54 Uhr

Die Uni schlägt (seit 5:45 Uhr wird zurückgeschossen… die Masche ist bekannt). Der Geschlagene wehrt sich. Nun will die Uni «zurückschlagen» – gemäss B. Mair «mit gutem Grund». Das ist Mairs Optik, sie sei ihm unbenommen. Aber mit grösserer Präzision hätte er das Gegenteil der Realität nicht zeichnen können.
Was die SVPler an der Uni betrifft, war Mörgeli der einzige. Ein verschwindender %Satz gegenüber der ansonsten fest in linker Hand stehenden Uni. Aber wie bekannt beruht die Linke auf einer Wählerschaft, die fast ausschliesslich aus Bildungsbürgern besteht und somit darauf Anrecht hat.

  • Rainer Selk
  • 07.10.2012 | 14:46 Uhr

Herr Fischer, Sie muss tatsächlich erst so gross sein, damit eine Situation, wie diese entsteht. Das entwickelt sich zu einem grenzenlosen gefischerten Trauerspiel!

  • Nannos Fischer
  • 07.10.2012 | 11:04 Uhr

© Th. Seiler
«Die Schweiz hat ein (sehr) gutes Bildungssystem, das nicht zuletzt auf unseren Universitaeten und daher unseren Professoren fusst. Es gilt ganz einfach, dieses System zu pflegen.»
Da haben Sie sehr recht. Aber pflegt man es, indem man vor willkürlichem Vorgehen, Verweigerung des rechtlichen Gehörs, politischem Scherbengericht und der Berufung unqualifizierter akademischer «Lehrer» die Augen verschliesst und das alles als «triviale Vorkommnisse» verniedlicht? Wie gross muss in Ihren Augen eine Schweinerei sein, bis sie aus der Bedeutungslosigkeit der Trivialität heraustritt?

  • Bruno Mair
  • 07.10.2012 | 11:01 Uhr

Markus Steiner.

Mag sein dass die UNI nach Ihrer Ansicht durch die SVP unterbesetzt ist. Das hat aber seinen "natürlichen" Grund...

Auszug aus der NZZ (Mai 2012)

"Schon in den vorangegangenen Wahlen hat die SVP primär Wähler aus unteren Bildungsschichten ohne Berufsausbildung und mit geringem Einkommen mobilisiert. In den höheren Bildungsschichten vermag sich die SVP nur schlecht durchzusetzen".

Wenn Sie meinen, Herr Anders soll bei den Fakten bleiben, dann tun Sie das doch bitte auch.
Gemäss Sonntagspresse will die UNI jetzt "zurückschlagen". Mit gutem Grund!

  • Rainer Selk
  • 07.10.2012 | 08:49 Uhr

Frau Levron, zumal in den skandinavischen Ländern gerade Mittel von ca. CHF 50.- mio. für die Genderforschung ersatzlich gestrichen wurden. Ein norweg. Journalist hatte die völlige Sinnlosigkeit und Unwissenschaftlichkeit der Sache aufgedeckt. Die universitären Mäntelchen von einigen professoralen Wichtigtuern hänngen sowieso bereits auf Kneipenniveau. Die werden inzw. kaum noch ernst genommen. Deren sog. Eliteauslassungen bringen der Schweiz nichts, höchsten einen Haufen bestellter Studien, die kein Mensch liest.

  • Marianne Levron
  • 06.10.2012 | 18:57 Uhr

Unter den angeprangerten 9 Wissenschaftlern befinden sich 2 Soziologen, eine "Genderspezialistin" und 2 Ökologen. Dies sind keine exakten Wissenschaften, die auf solidem Wissen beruhen, sondern eher Forschungsgebiete, deren Resultate nicht endgültig sind.Dass hier jeder nach seinem eigenen Rezept kocht, ist vermutlich unvermeidbar. Das soll nicht heissen, dass in diesen Fachgebieten nicht geforscht und gelehrt werden darf, aber man soll nicht alles als Evangelium aufnehmen.Bei den Historikern und Juristen ist der Hintergrund im Prinzip solider,aber auch hier ist persönliche Einfärbung möglich.

  • Markus Steiner
  • 06.10.2012 | 16:11 Uhr

@Anders Verwedeln Sie nicht, so spricht jemand, dem die Argumente ausgegangen sind. Dass Sie sich als SVP-Hasser outen, kann niemand ändern. Dennoch ist es wohl keine falsche Aufforderung, doch bitte bei den Fakten zu bleiben. Nebst einer bedeutenden Menge von Titelträgern gibt es Personal, welches glaubt, die Uni nur mit genehmen Leuten wie einen Familienbetrieb leiten zu können. So ist es natürlich nicht; es geht um die Glaubwürdigkeit einer der wichtigsten öffentlichen Institutionen. Wer glaubt, da könnten gut eigene Befindlichkeiten und Animositäten ausgelebt werden, der irrt!

  • George Lips
  • 06.10.2012 | 14:11 Uhr

Liebe Mitleser: Es geht hier nicht nur um Wissenschaft.Es geht um unheimlich viel Geld, um Milliarden, die der Steuerzahler für die linken Elfenbeintürme ausgibt. Es geht um riesige Pfründen, je nach Gebiet. Es geht um fürstliche Saläre(die höchsten der Welt), es geht um Pensionsansätze auf einem Niveau, wie es sich gewöhnliche Bünzlis wie ich gar nicht vorstellen können.Es geht um Privilegien, die andernorts(längst)abgeschafft wurden. z.B.Grosszügige Todesanzeigen Fr.5'000.- das Stück, auch 25 Jahre nach Pensionierung.Die Marxisten rollen sich wohlig im Kapitalistenschlamm(follow the Money)

  • Ernst Jeker
  • 06.10.2012 | 14:09 Uhr

@Th.Läubli: Sie massen sich an, dass vor den Unis im Journalismus zuerst für Ordnung zu sorgen sei. Als Tagi-Leser müssten doch gerade Sie wissen, wie dieser nicht Genehme diskreditiert. Sie sprechen u.a. die franz. Revolution an. Empfehle Ihnen, sich mal mit Stalin, Lenin u. Trotzki (den russ. Massenmördern) auseinander zu setzen, da ist die franz. Revolution ein Klacks.
@K.Anders: Was glauben Sie, wem die Mainstreammedien (SRG, Tagi, Blick etc.) verpflichtet sind, richtig, den Linken. Dass es die 100% unabhängige WeWo gibt, die nicht dem Mainstream dienen muss, ist absolut löblich.

  • Bruno Mair
  • 06.10.2012 | 12:09 Uhr

Ob Mörgeli gerechtfertigt entlassen wurde oder nicht, wird sich erst noch zeigen. Wer aber seinen Chef öffentlich anprangert, Mobbing zu betreiben, muss der Vorgesetzte schlussendlich handeln. Die "Flucht" nach vorn, war von Herrn Mörgeli unverständlich, ja sogar emotional Unklug. Herr Condrau konnte ja gar nicht mehr anders handeln. Ich stimme Ihnen zu Herr Läubli. Das jetzt die We Wo öffentlich Professoren anprangert um die "Entlassung" zu kompensieren oder gar Leser-Kapital daraus zu schlagen, ist dann schon eher ein "Schuss in Ofen". Die UNI'S in der Schweiz sind weltweit angesehen...

  • Rainer Selk
  • 06.10.2012 | 09:15 Uhr

Fast 27 Jahre hat Mörgeli hervorragende Arbeit gemacht und nun wird er geconraut. Nehmen wir mal an, seine Leistungen wären seit Condrau abgesunken, dann geht man aber nicht mit verleumderischen 'Berichtli' hinterrücks an die Presse, veröffentlicht aus dessen Personaldossier unstatthaft Unterlagen und betreibt mit unrichtigen Angaben auch noch Politik. Das ist für Herrn Kohler und Anders offenbar alles super universitär, was?
Das sind flagrante Verletzungen des Personalrechts mit Mobbing der 5. Art und einer UNI unwürdig, also genau das, was man der SVP unterjubeln will! TÄTER

  • Karl Anders
  • 06.10.2012 | 03:01 Uhr

Der Artikel zeigt einmal mehr, dass die Weltwoche zu einem SVP-Propaganda-Blatt verkommen ist. Herr Gut und Herr Köppel, Sie wissen doch ganz genau, dass das mit seriösem Journalismus nichts zu tun hat. Hier geht es nur noch darum das Magazin mit Unterstützung aus Herrliberg über Wasser halten zu können.

  • Markus Steiner
  • 06.10.2012 | 02:58 Uhr

@Läubli/Kohler Ich billige Ihnen ja auch zu, sich als parteiische Lautsprecher der Uni bestätigen zu dürfen. Ihr gutes Recht, anderer Meinung zu sein. Die Fakten sprechen aber anders. Die Analyse über Mörgelis Tätigkeiten zeigt nur schon quantitativ ein anderes Kaliber auf, als dasjenige derjenigen Leute, welche ihn entlassen haben. Über die Qualität vermag ich nicht zu urteilen. Und: Wenn einer über elf Jahre, 25 Jahre in der Thematik, seine Aufgaben verlottert haben soll, dann muss man auch über das Format der Vorgesetzten diskutieren. Und das viel früher! Sie machen es sich zu einfach!

  • Ernst Jeker
  • 05.10.2012 | 22:27 Uhr

@Thomas Läubli: Sie meinen doch tatsächlich, Blick und Tages-Anzeiger aber auch das Staatsfernsehen würden Sie wahrheitsgetreu informieren. Ich bevorzuge wirklich intelligenten und ehrlichen Journalismus, das sagt mir schon mein gesunder Menschenverstand und die täglichen Beobachtungen. SRG-, Tagi- und Blick-Journalisten sind "professoral" fehlgeleitet bzw. müssen dem von diesen diktierten Mainstream gehorchen, selbst wenn sie den grössten Mist verzapfen, typisches Anschauungsbeispiel ist unser Staatsfernsehen. Wehe es weicht einer ab, ist er weg vom Fenster.

  • Thomas Läubli
  • 05.10.2012 | 22:21 Uhr

Ich bin nicht der Meinung, dass man an der Uni für Ordnung sorgen sollte, sondern zuerst einmal im Journalismus. Ein Blatt, das Professoren auf einer öffentlichen Liste - dazu noch auf dem Titelblatt - zu diskreditieren versucht, bietet nur noch Klosett-Journalismus. Einem anständigen Menschen würde die Schamröte ins Gesicht steigen, die Weltwoche bietet hingegen ein Trauerspiel, damit sie die wenigen Leser, die an Hetze Gefallen finden, bei der Stange halten kann. Man kann Kritik auch intelligent formulieren. Dass das hier nicht gelingt, ist ein Zeichen für die Schwäche der "Argumentation".

  • Hans-Jürg Kohler
  • 05.10.2012 | 19:57 Uhr

@Hr. Selk. Moergeli’s Arbeitsleistung wurde von einer unabhaengigen Person untersucht und als mangelhaft eingeschaetzt! Die Person war der Vorgesetzte von Hr. Moergeli. Es braucht keinen politischen Hintergrund um das Verludern von Museums Artikel zu beurteilen.

All das Geschwaetz ueber linke Profs etc. dient nur zur Ablenkung. Fact ist, dass einer der SVP Lautsprecher als Steuerverschwender entlarvt wurde und daher entlassen worden ist.

  • Rainer Selk
  • 05.10.2012 | 08:30 Uhr

Exakt, Herr Steiner. Aeppli/Ricklin + Co. haben der UNI einen unglaublichen Bärendienst erwiesen und dieser schleichende Mittelmass Diretor Fischer hat sich vor einen Karren spannend lassen, der der UNI unwiderbringlich schadet.

Ricklin sofort muss aus dem UNI 'Strategregremium' zurück treten und Fischer soll sich eine 'neue Herausfordrung' suchen. Der Fall Mörgeli soll von einer unabhängigen Person untersucht werden. Ohne diese minimalen Grundanforderungen wird sich gegen 'Imhof+Co' eine unausgesprochene Opposition der Inkompetenz auftürmen.

  • Theo Seiler
  • 05.10.2012 | 07:04 Uhr

Als Auslandschweizer versuche ich taeglich mit den Geschehnissen in und um die Schweiz informiert zu bleiben. Ich bin immer wieder erstaunt, wie viel Zeit Hobby-Kommentatoren in dieser als auch in gewissen Tageszeitungen wegen trivialen Vorkommnissen verschwenden. Die Schweiz hat ein (sehr) gutes Bildungssystem, das nicht zuletzt auf unseren Universitaeten und daher unseren Professoren fusst. Es gilt ganz einfach, dieses System zu pflegen und nicht eine Hetze gegen gewisse Professoren, u.a. wegen dem Fall "Moergeli", vom Zaun zu brechen. Die Schweiz hat groessere Probleme anzugehen.

  • Antonio Scherrer
  • 05.10.2012 | 00:22 Uhr

Professorale "Wissenschaftlichkeit" ist immer auch geprägt oder eingetrübt von persönlicher politischer Haltung. Nur dumme und einfältige Studentinnen und Studenten versäumen es, angsichts solcher Reibungsflächen ihr politisches Gespür zu schärfen: Die Kumulation politischer - heutzutage meist sozialistisch-gutmenschlicher - Beliebigkeit mit herdentrieblicher, politisch korrekter Einfalt (z.B. Klima-Themen) zeitigt höchstens kollegialen, ingrimmigen Schulterschluss fernab der Realität - sprich: Fernab vom Weltengang...

  • Markus Steiner
  • 04.10.2012 | 22:50 Uhr

Es wird für die Politik Zeit, sich um dem Mief in den Uni- Stuben zu kümmern. Nach der "Säuberungsaktion" Mörgeli werden die zurückgebliebenen Professoren nie mehr unbelastet, dafür mit dem Stigma eines abgehobenen Hochschul-Sauladens in der Öffentlichkeit auftreten dürfen. Imhof und Co. werden das bei ihren Öffentlich-Arbeiten spüren, auch dann, wenn die Kritik unausgesprochen bleibt. Und das ist gut. Wer auf die Weise, wie die Uni-Leitung es produziert hat, Ernsthaftigkeit vorlebt, der hat im Grunde genommen in dieser Funktion nichts mehr verloren. Es geht dabei gar nicht mehr um Mörgeli!

  • Bernhard Zueger
  • 04.10.2012 | 18:02 Uhr

Falls noch mehr Professoren von Leuten „ mit gesundem Menschenverstand“ warnen ist zu hoffen, dass sich der gesunde Menschenverstand durchsetzt.
Leuten - selbst wenn es Professoren sein sollten - die glauben rechtskonservativ sei ein Schimpfwort und negativ, fehlt es womöglich an gesundem Menschenverstand.
Ich stelle man stinkfrech und „politically incorrect“ die Meinung in den Raum, dass sehr verbreitete Medien (inkl. grosse Zeitungen) in der Schweiz leider eine sehr tiefe Qualität aufweisen. Offensichtlich ist Populismus auch möglich ohne rechtslastig zu sein.

  • Rolf Christen
  • 04.10.2012 | 14:01 Uhr

Bravo, Herr Gut!

Gottseidank habe ich die Weltwoche abonniert. Man wird nämlich von den einschlägigen Tageszeitungen nichts als angelogen. Ihnen zollt Anerkennung für Ihre immer sorgfältig recherchierten Artikel Machen Sie bitte so weiter!

  • Rainer Selk
  • 04.10.2012 | 13:32 Uhr

Herr Gut beschreibt nur die Spitze des Eisbergs gewisser Ränkespiele + Seilschaften, die uns elitemässig, pardon, in Teilem akadämlich durchsetzend vollpalavern.

Viele von denen schreiben nur ab oder 'saugen' Praktikerwissen ab, welches sie als neueste Erkenntnisse 'darbieten'.

Ausserdem, Psychologie, Juristerei und Ökonomie sind keine gesicherten Wissenschaften, ebenso wie CO2 Berichtbrabbel.

Die tausenden von bestellten professoralen 'Studien' müssen aus diesem Blickwinkel der Lobbyinteressen und Polit.-Ausrichtung samt Schaumschlägerei verstanden werden.

Kurz: Professorititsinflation.

  • Renato Neidhart
  • 04.10.2012 | 10:57 Uhr

@Thomas Läubli. Als die Bürgerlichen noch die Universitäten dominierten, gab es auch linke Professoren. Seit aber die Linken die Hochschulen beherrschen, fliegt alles raus, was nicht nach deren Gusto tickt. Aktuell zu verfolgen an der Causa Mörgeli ZH und Waldau BE.

Und die verqueren Meinungen und Ansichten einiger Professoren darf man sicher öffentllich diskutieren. Das ist zT hanebüchen, was diese Leute als Lehrmeinung von sich geben, da braucht man gar nicht bis zum Schwachsinn "Gender Mainstreaming" zu gehen.

Aber bei Linken wird nicht diskutiert, da wird stramm gestanden ...

  • Rainer Selk
  • 04.10.2012 | 09:47 Uhr

Isch aber nid war, Herr Läubli. Sie deklassieren sich mit Ihrem Eintrag hier selbst, ohne Irrung und Ideologie und gänzlich unverhetzt.

  • Brigitta Maria Weingartner
  • 04.10.2012 | 07:23 Uhr

Vielen Dank Herr Gut für diesen excellenten Artikel! Dass es so viele sind ist erschreckend.
Brigitta M. Weingartner

  • Thomas Läubli
  • 04.10.2012 | 00:12 Uhr

In einem Leserbrief im Tages-Anzeiger hat ein emeritierter Professor für Biostatistik davor gewarnt, dass die Rechtskonservativen nun wie vor 80 Jahren über die Universitäten herziehen. Es handelt sich um Leute, die meinen, den "gesunden Menschenverstand" für sich gepachtet zu haben, aber damit nur ihre eigene Meinung verabsolutieren. Dies hat schon in den Wirren der französischen Revolution zum Terror geführt. Auch dieser Artikel ist von dilettantischer Machart, mit Hetze garniert, so dass man sich fragen muss, welchen Irrlehren & Ideologien der Autor des Artikels anhängt.

 
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