Schlafen im Zelt ist Anti-Wellness, frühmorgens aus dem Schlafsack zu steigen, ist eine Tortur. Weshalb tun sich das trotzdem Tausende von Menschen an Open Airs, auf Campingplätzen oder in der Wildnis an? Rico Bandle hat mit seinen zwei Töchtern das vergangene Wochenende auf dem wunderbaren Zeltplatz auf der Insel Lützelau im Zürichsee verbracht. Trotz Gewitter war der Camping-Ausflug einmal mehr ein grosser Erfolg – für den Vater und die Kinder. Den ganzen Tag an der frischen Luft zu verbringen und sich abends in den Schlafsack zu verkriechen, dieses wohlige Gefühl kann kein Hotel bieten. Der Faszination fürs Zelten erliegen aber nicht nur Naturfreunde, sondern auch Literaten und vor allem Horrorfilmer, die die Campingidylle zu einem blutigen Albtraum werden lassen.
Der Kurznachrichtendienst Twitter sorgt für Schlagzeilen – nicht nur im Fall des letzte Woche enttarnten Zürcher SVP-Politikers Alexander Müller, der über Twitter eine «Kristallnacht» gegen Muslime angedacht hatte. Regelmässig geraten auch Popstars wie Lady Gaga oder Rihanna mit ihren Tweets in die Schlagzeilen. Andreas Kunz hat zusammen mit dem Medienexperten Ronnie Grob die wichtigsten Fakten über Twitter gesammelt. Vom Werdegang des Gründers über die beliebtesten Twitterer bis hin zum ersten Tweet von Papst Benedikt XVI. haben sie elf Geschichten über den Kurznachrichtendienst zusammengetragen. Da in der Schweiz die Zahl der Twitterer im Vergleich zum Ausland immer noch gering ist, fehlen auch die besten Tipps für Neueinsteiger nicht.
Zu nett, zu sauber, zu viel gegenseitiger Respekt: Weder Wladimir Klitschko, Doktor der Sportwissenschaft und Box-Weltmeister verschiedener Verbände, noch sein Herausforderer, der Amerikaner Tony «The Tiger» Thompson eignen sich dazu, ihren kommenden WM-Fight im Bern als Kampf auf Leben und Tod zu verkaufen. Fast trotzig sagt Klitschko: «Dass wir ruhig nebeneinander sitzen, heisst noch lange nicht, dass der Kampf langweilig wird.» Die Vermarkterin Infront Ringier war womöglich anderer Meinung: Um das Stadion vollzukriegen, versorgt uns der Ringier-Konzern via Blick, Sonntagsblick und Schweizer Illustrierte seit Monaten mit den letzten News über Büezer-Rocker Gölä: Der Berner Mundartsänger soll an der Boxgala mit seinen neusten Songs das Partypublikum abholen. Gérald Kurth boxt lediglich in seiner Freizeit und schreibt in dieser Ausgabe über die Ödnis in der Königsklasse und die Vermarktungsmaschinerie hinter dem Mega-Event.
Ein legendärer Autor kehrt zurück: Linus Reichlin, heute in Berlin lebend, Verfasser der «Moskito»-Kolumnen von 1998 bis 2002 in diesem Blatt, schreibt für die Weltwoche in loser Folge über «Grundbegriffe des Lebens» wie Ehre, Treue, Liebe etc. In der ersten Folge widmet er sich den unterschiedlichen Ehrbegriffen in muslimischen und christlichen Gesellschaften und ihren ökonomischen Folgen. Illustriert wird die Rubrik von Benjamin Güdel, einem der renommiertesten Illustratoren im deutschsprachigen Raum. Ihre Weltwoche














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