Editorial

Grandezza

Warum die SVP den FDP-Sitz nicht angreifen sollte. Europäische Verirrungen.

Von Roger Köppel

Die SVP sollte bei den Bundesratswahlen den Sitz der FDP nicht angreifen, obschon es gute Gründe gäbe. Die FDP ging trotz Anfrage keine Listenverbindungen mit der SVP ein. Bei den Ständeratswahlen fiel sie zahlreichen SVPlern offen in den Rücken. Im ­Kanton Zürich weibelt ein prominenter Freisinniger, Ulrich E. Gut, für eine Wiederwahl von Eveline Widmer-Schlumpf und gegen die SVP, obwohl Guts Frau Ursula dank den Stimmen und der offiziellen Wahlhilfe der SVP Regierungsrätin geworden ist. Die FDP kultiviert gegenüber der SVP eine Politik der gerümpften Nase und der verkappten Feindseligkeit.

Trotzdem sollte sich die SVP nicht von ­Revanchegelüsten leiten lassen. Es ist der Plan der Linken, das bürgerliche Lager zu spalten und auf drei Bundesratssitze einzudampfen. Die SVP sollte sich nicht hineinziehen lassen und nur den Sitz von Widmer-Schlumpf attackieren. Bekommt sie ihn nicht, kann sie in die Opposition gehen oder mit einem einzigen Bundesrat in der Regierung bleiben.

Das ist schlecht, aber es ist nicht so schlimm. Die FDP-Schonung hätte mehrere interessante Vorteile. Erstens: Die FDP könnte ihre Doppelvertretung behalten und mit der Zeit absichern. Sobald Widmer-Schlumpf abtritt, hätte die SVP wieder ihren zweiten Sitz, denn man kann der stärksten Kraft nicht dauerhaft die legitime Vertretung verweigern. Wenn die SVP jetzt ­allerdings ihren zweiten Sitz auf Kosten der FDP beansprucht, wird das bürgerliche Lager bei einer Dreiervertretung verharren. Die ­Mitte-links-Mehrheit wäre betoniert.

Zweitens: Ein Angriff würde das inner­bürgerliche Klima weiter vergiften. Die FDP würde Dolchstosslegenden und Opfermythen kultivieren. Ein ausdrücklicher Nichtangriff der SVP auf die FDP dagegen wäre ein Akt politischer Grösse und ein Signal der Versöhnung. Das könnte die FDP entkrampfen und zugänglicher machen.

Sicher ist das nicht, aber es ist einen Versuch wert. Wenn es der SVP gelingt, die FDP näher an sich heranzuziehen, hat sich der Nichtangriff gelohnt. Es mag unbelehrbare Freisinnige ­geben, die der SVP den Erfolg nie verzeihen werden, aber in der jungen FDP gibt es hervorragende Leute, die über den alten Schlachtordnungen stehen. Die drohende Misere einer Widmer-Schlumpf-Wiederwahl könnte zur Geburt einer neuen bürgerlichen Partnerschaft führen, die der Schweiz in den letzten Jahren gefehlt hat.

Am Euro-Gipfel dieser Woche wollen Bundeskanzlerin Merkel und Staatspräsident Sarkozy der Schuldenkrise mit mehr Europa beikommen. Künftig soll der Europäische Gerichtshof die Haushaltdisziplin überwachen. Wer seine Bücher nicht im Griff hat, muss vor den Richter. Gleichzeitig soll der grosse Rettungsschirm für Schuldenstaaten etwas früher in Kraft treten und das Vetorecht der EU-Mitgliedstaaten beschnitten werden. Wir bewegen uns, geht es nach Merkel und Sarkozy, im Gänsemarsch Richtung Bundesstaat Europa.

Kann die EU an mehr Zentralismus gesunden? Zweifel sind angebracht. Europa verdankt seinen Aufstieg in den letzten 2000 Jahren einem ausgeprägten inneren Wettbewerb. Es stimmt: Die europäische Geschichte war oft grausam, gekennzeichnet durch Konkurrenz und erbitterte Auseinandersetzungen mit selbstzerstörerischen Auswüchsen. Europa war während Jahrhunderten eine blutigere Ausgabe von Afghanistan. Es ist verständlich, dass die zahllosen Kriege den Wunsch nach friedlicher Union und Harmonie aufkommen liessen.

Gleichzeitig darf man aber nicht vergessen, dass die europäischen Staaten dem jahrhundertelangen Wettbewerb ihren Aufstieg und einige ihrer grössten Leistungen verdanken. Der britische Historiker Robert Bartlett hat in seinem Standardwerk «Die Geburt Europas aus dem Geist der Gewalt» den Nachweis erbracht, dass die innereuropäischen Stammeskämpfe die Grundlage schufen für die spätere Weltmachtstellung europäischer Staaten in politischer, aber auch in wirtschaftlicher Hinsicht.

Die Europäer sind drauf und dran, in der Schuldenkrise wichtige Grundsätze aufzugeben. Die Währungsunion soll politisch vollendet werden. Der Fluchtpunkt ist ein noch institutionell undefiniertes, vermutlich gar nicht herstellbares Einheits-Europa, ein durchharmonisierter Flächenstaat nach dem Vorbild Chinas. Die Ironie liegt darin, dass sich die Chinesen vom Einheitsbrei befreien mit mehr Wettbewerb und Sonderwirtschaftszonen. Die EU dagegen hebt an, alle Unterschiede einzuebnen, den Steuerwettbewerb zu beseitigen, die Systemkonkurrenz zu unterbinden, den wichtigsten Fortschrittstreiber aufzugeben, die Vielfalt durch Einfalt zu ersetzen.

Schon heute muss man sich die Frage stellen, ob sich die gewaltigen Zahlungen für die Euro-Rettung lohnen. Die Milliardenschirme sind Vorboten künftiger Wohlstandsverluste. Europa muss sicher nicht zu den kriegerischen Exzessen der Vergangenheit zurück. Aber es zerstört sich selbst, wenn es sich den Wettbewerbs­gedanken im Namen eines sterilen Grossraumstaats austreibt. Merkel und Sarkozy ­stehen am Anfang eines unheilvollen Wegs.

Wie sich das Denken in der fehlkonstruierten EU verwirrt, zeigt die jüngste ­Rede des gefeierten deutschen Altkanzlers Helmut Schmidt. Am Parteitag der SPD forderte Schmidt die Überwindung deutscher «Nationalegoismen» und die Einführung ­gemeinsamer Schulden, sprich Euro-Bonds. Schmidt leitete seine Forderung aus der Tat­sache ab, dass die Deutschen gegenüber der EU milliardenschwere Handelsgewinne erzielen: «Unsere Überschüsse sind in Wirklichkeit die Defizite der anderen.» Aus dieser angeblichen «Verletzung des aussenwirtschaftlichen Gleichgewichts» leitet Schmidt die moralische Verpflichtung der Deutschen ab, für die Schulden jener Staaten aufzukommen, die über ihre Verhältnisse leben.

Nichts wäre falscher. Es ist nicht der Fehler der Deutschen, dass sie gute Produkte pro­duzieren, die sich besser verkaufen. Nicht der Verkäufer ist schuld, wenn sich der Käufer durch Schulden übernimmt. Im Gegenteil. Der Käufer ist verantwortlich, weil er sich ­Dinge leistet, die er nicht bezahlen kann. Die von Schmidt geforderte Einführung der Euro-Bonds würde es den Staaten, die schon heute verschuldet sind, in Zukunft leichter machen, sich weiter zu verschulden. Euro-Bonds wären die Verlängerung einer am Ende von Deutschland bezahlten Defizitwirtschaft. Wenn es eine moralische Pflicht der Deutschen gibt, dann ist es die, den Schuldenkreislauf nicht durch ­Euro-Bonds noch weiter anzufeuern.

Kommentare

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  • Romano Zweiacher
  • 14.12.11 | 21:44 Uhr

In einem Punkt muss ich Hofstetter recht geben. Der Angriff auf den Sitz von Schneider-Amman war sehr unklug. Die FDP war die einzige Partei die eine Wahl nach Konkordanz befürwortete und sich daran gehalten hat. Entscheidend ist jedoch, wollen wir unsere Schweiz in Zukunft demokratisch oder Zentralistisch regiert haben! Die Allianz der Linken hat sich mit scheinheiligen Argumenten durchgesetzt. Es war abzusehen, als sich wenige Tage vor den Wahlen auch noch Bäumle in den Wind gedreht hat. Weitere 4 Jahre Demontage der demokratischen Schweiz, nicht gerade verheissungsvoll!

  • Andreas Hofstetter
  • 14.12.11 | 17:45 Uhr

Die SVP ist nicht lernfähig - Solange Rachsucht, Vergeltung, Arroganz, Lug und Trug und Besserwisserei herrschen, kann Sie eine angemessene Vertretung in der Exekutive vergessen! Die anderen Parteien können der angedrohten Volkswahl des BR gelassen entgegensehen. Die SVP wird auch in einer BR Majorzwahl nicht besser abschneiden als in den Kantonen und Gemeinden, wo sie auf 12,2% resp. 12,4% der Sitze kommt. Das würde nicht mal für einen BR langen! Dann werden die Schimpftiraden auf das dumme Volk kommen - Wie heisst es so schön: C'est le ton qui fait la musique! Mit diesem Ton nicht, SVP!

  • Hanspeter Buehler
  • 14.12.11 | 15:59 Uhr

Im Unterschied zu Hofstetter der nur Häme kennt, erlaube ich mir ein sachliches Statement über die Schwäche der SVP-Fraktion wiederzugeben. Die Führung ist offenbar schwach, Brunner zu unerfahren, zu naiv, zu gutgläubig. Blocher hätte sich zurückziehen sollen und nicht aus Altersturheit alten Zöpfen nachzurennen versuchen. Dazwischen gibt es eben Leute wie Zuppiger, die es immer wieder gibt, die ihren Hals nicht voll kriegen können und eben naive Partei-Exponenten täuschen. Es muss eine Führung her, die die guten Ansätze der SVP wieder kommuniziert. Gegen die FDP anzutreten heute war peinlich.

  • Andreas Hofstetter
  • 14.12.11 | 14:41 Uhr

Grandezza und Stil hat das Parlament als ganzes bewiesen und die gewollte Volksmehrheit im Parlament hat sich, wie voraussehbar war, klar durchgesetzt! Stillos (sehr milde ausgedrückt) ja dumm und wie ein Hühnerhaufen hat sich einmal mehr die SVP benommen und sich mit ihrem heutigen Verhalten auf lange Zeit eine weitere Regierungsbeteiligung verscherzt! Obschon die FDP Wort gehalten hat und die SVP Kandidaten einstimmig unterstützt hat (104 Stimmen!)lügt die SVP einmal mehr und fällt der FDP postwendend in den Rücken! Was für ein feiger und kläglicher Haufen die SVP geworden ist!

  • Rainer Selk
  • 13.12.11 | 16:13 Uhr

Sie sagen es, Herr Moxon. Diese Beamtentypen werden Calmys Weg fortsetzen: La Suisse 'n'existe pas'. Die werte Main Stream Presse hat das natürlich unter den Teppich fallen lassen.

  • Romano Zweiacher
  • 13.12.11 | 11:57 Uhr

"Hofstetter haut den Lukas", exponiert sich selbst und schimpft und schimpft unaufhörlich über die SVP! Nichts neues, doch tut er es gerade in der Art, die er der SVP vorwirft. Spieglein Spieglein an der Wand . . . !

  • Chester Moxon
  • 13.12.11 | 10:00 Uhr

Die SVP gibt zur Zeit tatsächlich keine gute Figur ab, für mich war Zuppiger noch nie wählbar (auch nicht als NR) und Walter im BR? Das ist definitiv eine Alibiübung. Rime wäre, denke ich, nicht so schlecht.
Was aber bzgl. den Wahlen morgen total untergeht in den Medien, ist die Auswahl der SP: zwei Politclowns ohne jeglichen Leistungsausweis. Berufspolitiker, bei ihrer Gesinnung eigentlich logisch.
Es ist bedenklich, dass solche Pfeifen einfach so durchgewunken werden morgen. Bürgerlich denkendes Parlament???
Stimmt mich nicht gerade zuversichtlich für die Zukunft der Schweiz...

  • Andreas Hofstetter
  • 13.12.11 | 09:35 Uhr

Die Wahrheit über Maurers bisherige und zukünftige Rolle im BR wäre auch eine ehrliche Recherche und eine Bericht der WW wert. Er ist Blochers Horchposten im BR und rapportiert regelmässig über Geschäfte und Entwicklungen im BR damit der alte Egomane weiterhin wöchentlich im Tele Blocher poltern kann und seinen ranzigen Senf zu allem und jedem abliefern kann. Das Volk wäre erleichtert, wenn die SVP die Drohung: Mir gönnd id Opposition - endlich wahrmachen würde! Auch so eine Drohung, die leider nie umgesetzt wird!

  • Andreas Hofstetter
  • 13.12.11 | 09:25 Uhr

Die bornierten Lobhudeleien der Scheuklappen SVPler für ihre Protagonisten stehen der blinden "Führerverehrung" in totalitären Staaten in nichts nach! - Maurer sei auf dem Boden der Realität geblieben, bescheiden und gelassen...lol! Maurer: "I wott die bescht Armee vo de Wält"...nach drei Jahren immer noch kein Konzept über Grösse, Aufgabe und zukünftige Ausrichtung unserer Armee! Nein, alle zwei Wochen blamiert sich der Pausenclown mit neuen Pirouettchen und heisser Luft und will nun ein drittklassiges Fluugi "Grip(p)en" für 5 Mia poschten ohne konkrete Finanzierung!! Zum Totlachen!

  • Marco Bless
  • 13.12.11 | 01:21 Uhr

@Schneider: Was, bitte schön, ist an dieser Aussage von BR Maurer falsch? Es ist die gelassene Aussage eines Politikers, der nicht an Starallüren leidet (wie Vertreterinnen von 5%-Parteien oder die glücklicherweise endlich nach gefühlten 30 Jahren abtretende Calmy) und auf dem Boden der Realität geblieben ist. Diese Aussage muss anscheinend eine Schmach sein für alle abgehobenen Eitelkeiten, von denen es in Bundesbern wie auch in den mainstream-medien viel zu viele gibt und die das Amt eines Bundesrat mit Königswürden verwechseln. Das Zeitalter der Respektspersonen ist vorbei.

  • Christine Joos
  • 12.12.11 | 21:19 Uhr

Ja, G. Lips, mich erinnert die Situation an einen der "Ueli, der Knecht"-Filme mit der störrischen Grite: "Hiä bin i, u hiä bliibe-n-i!"

  • Rainer Selk
  • 12.12.11 | 20:47 Uhr

A. Hofstetter im lieb, lieb, lieberalen Hochformat. Welche ein Genuss mit öliger Kollesterinsauce. LOL

  • Andreas Hofstetter
  • 12.12.11 | 20:12 Uhr

Man notiere: Kaninchen-Kandidat aus dem Zylinder Walter lobbyiert heute nur die Bauernvertreter! 30 sollen es sein!! Also immer noch 15% für eine Berufsgruppe, die nicht mal 2% ausmacht!!! Der Provinzproporz lässt grüssen. Und wer's noch nicht gecheckt hat: Walter als oberster Verteidiger der Landwirtschafts-Subventionen im BR?!? Und diese Lachpartei SVP behauptet sie sei liberal und vertrete den Wirtschaftsstandort Schweiz!?! Eher tragisch als zum Lachen. Wie ich immer wieder sage, die SVP ist die etatistischste Partei und will vorallem umverteilen und nicht Wohlstand schaffen!

  • Romano Zweiacher
  • 12.12.11 | 19:57 Uhr

Es gibt auch bei der CVP und sogar bei der SP noch Parlamentarier, die ihr schweizerisch-demokratisches Denken nicht verloren haben. Ihre Stimmen sind endscheidend und einer der Vorteile der geheimen Stimmabgabe. Bezüglich einer Verletzung der Konkordanz, Frau Widmer-Schlumpf wird als 2. gewählt. Wird sie gewählt, ist die Konkordanz gebrochen, aber nicht von der SVP. Somit ist Herr Hofstetters letzter Kommentar auch nur Makulatur!

  • Andreas Hofstetter
  • 12.12.11 | 19:49 Uhr

Zweiacher - Paranoia Paradise - Sie erwarten wohl kaum, dass jemand ihre Phantasiemärchen glaubt, geschweige denn noch liest! Wer meint noch Mörgeli zu übertreffen, der macht sich selber zur Lachfigur!

  • Romano Zweiacher
  • 12.12.11 | 16:04 Uhr

@ H.R.Schneider-Wenn wir schon von Niveau sprechen. Viele FDP Politiker haben offenbar ihr politisches Denken verloren und sind infiziert vom "Neid-und Rachevirus" ihres Parteipräsidenten. Anders kann man das Verhalten der FDP vor den Ständeratswahlen nicht erklären. Sie haben ihre politische Überzeugung verloren und auch den Linkesten aller Linken zum Erfolg verholfen. "Grossartiges Niveau!?". Die SVP zeigt grosses politisches Niveau, von allen Seiten angegriffen und beschossen bleibt sie auf ihrem politischen Kurs. Die SVP hatte schon einige Niveaulose, aber die sind jetzt bei der BDP!

  • Romano Zweiacher
  • 12.12.11 | 15:39 Uhr

Wer hat denn dieses Schmierentheater heraufbeschworen? Die Schimpfereien hier gegen die SVP Politiker sind nur Makulatur. Das intrigante Spiel vor 4 Jahren war der Startschuss Richtung Staatsmacht und hat das politische Umfeld in diesem Land vergiftet. Alle damaligen Beteiligten sowie applaudierenden in der Bundesversammlung(Freudenschreie)bei der Abwahl von CHB, sind die wahren Übeltäter. Eine hinterlistige Entledigung eines BR der die Weitsicht hatte und die richtigen Massnahmen durchsetzte. Fakt ist, dass wir wenn’s nach den Linken und ihrer Allianz geht, bald kommunistisch regiert sind.

  • Andreas Hofstetter
  • 12.12.11 | 14:45 Uhr

Rechne, wer rechnen will und kann. SVP/FDP und kleine rechts zusammen kommen auf 103 Stimmen. Auch wenn theoretisch die GLP rechts stimmen sollte, langt es nicht für das absolute Mehr! Also nicht mal mit jeder FDP Stimme wird es gegen EWS langen! Die Drohung an die FDP passt daher ins Bild der Charakterlumpereien der SVP Parteileitung! Sollte sie einen Sitz gegen die FDP machen, dann wird es am Ende des Tages genau die SVP sein, die die Konkordanz gebrochen hat! Das würde genau zu dem seit Monaten gelieferten Affentheater dieser Partei passen!

  • Andreas Hofstetter
  • 12.12.11 | 08:25 Uhr

Ich würde den Scheuklappen SVPlern dringend empfehlen, mal den Verstand einzuschalten und auf Selbstkritik umzuschalten, wie das bereits ein guter Teil der SVP Parlamentarier tut (Jenny, Kuprecht, Spuhler usw.) Diese totalitäre Haltung:Die SVP hat IMMER recht, unabhängig was für Mist sie produziert, und Blocher darf nicht kritisiert werden, ist unserer Demokratie unwürdig und muss vehement zurückgewiesen werden!Und das Parlament darf sich nicht erpressen lassen durch die Rachespielchen von Blocher! Pfründenverteidiger in eigener Sache: Walter im EVD anstelle von Schneider-Ammann? No way!

  • Andreas Hofstetter
  • 12.12.11 | 08:12 Uhr

Täglich wieder neue Lügen, Halskehren und Drohungen dieser lächerlichen Altherrengang um Blocher. Verbockt haben die all ihren Mist selber und loben sich nun auch noch für ihr "hervorragendes Krisenmanagement" (Mörgeli) - Zu hoffen ist, dass das Parlament auf die Drohungen nicht einsteigt und diese Erpressertruppe im Regen stehen lässt! Die neuste Drohung: Wenn W-S mit Stimmen der FDP gewählt werde, dann werde die SVP einen FDP Sitz angreifen. Wie bitte soll bei geheimer Abstimmung bewiesen werden, dass FDPler W-S gewählt haben? Für soviel Mist gibts nur eines vom Parlament: Die rote Karte!

  • hans-rudolf schneider
  • 12.12.11 | 07:32 Uhr

@Romano Zweiacher
Ich denke auch "wir ausmisten müssen", denke eher aber an die SVP. Dieses Trauerspiel das im Zusammenhang mit der BR Wahl läuft wiederspiegelt genau die SVP, keine Linie, "Leichen im Keller", Arroganz. Warum will den die SVP einen 2 BR, wenn U. Maurer rauslässt, er könne "ebenso Velo fahren oder die Strasse putzen" anstelle von BR sein. Solche Äusserungen eines BR sagen soch alles aus. Das Niveau dieser Partei ist unterdessen so weit gesunken, dass sie froh sein müssen überhaupt noch einen BR stellen zu können. Es gibt in der SVP noch Personen die "Füdle" hei, Jenny, Spuler

  • George Lips
  • 11.12.11 | 23:02 Uhr

Frau Joos:W-S denkt eben dynastisch. Sie glaubt ein vererbtes Recht auf den Sitz zu haben.

  • George Lips
  • 11.12.11 | 22:57 Uhr

Aber jetzt hat die SVP Herr Köppel doch noch den Rank gefunden. Sie sagt jetzt, dass, sollte die FDP gegen sie wählen bzw. die SVP nicht voll unterstützt, die SVP den FDP Sitz angreift, vorausgesetzt W-S wurde gewählt. Ich schätze diese klare Stellungahme. Dies im Gegensatz zu Ihrer etwas anpasserischen Meinung.

  • Christine Joos
  • 11.12.11 | 19:14 Uhr

Unglaublich, wie vernagelt, ja geradezu liebestoll sich Parlamentarier und Medien in die Intrigantin EWS verbeissen und sie nicht gehen lassen wollen. Das ist ja nicht zum Aushalten! Nun hat's auch noch Bäumle erwischt, der neuerdings der SVP den 2. Sitz verweigert. Ist unser Parlament noch bei Sinnen??

Einziger Störfaktor in und zu Bern ist BREWS. Alles vergiftend hockt sie da und lässt geschehen. Und die Lakaien zu links und zur Mitte weibeln ihr zu Diensten. Man glaubt es nicht.

EWS: Treten Sie zurück. Sie haben genug Schaden angerichtet. Danke.

  • Michael Hartmann
  • 11.12.11 | 18:26 Uhr

Geehrter Fischer, die Linke sagte vor den BR-Wahlen ganz klar, dass CB nicht wiedergewählt wird. Das war offen und transparent. Die SVP pokerte hoch und verlor, die Wahl und danach den 2. SVP-BR-Sitz aus eigenem Wille.

  • Romano Zweiacher
  • 10.12.11 | 16:07 Uhr

Junge FDP Politiker schütteln ratlos den Kopf über die linke Doktrin und müssen mit ansehen, wie sich mehrere ihrer eigenen Spitzenpolitiker mit Links Verbünden. Statt gemäss der Aussagen von G. Huber kerzengerade in der Mitte, unterstützen sie noch und noch diesen "roten Visionenkatalog". Die Demontage unseres föderalistischen Bundesstaates kann nur noch durch eine Koalition für die Schweiz, zwischen FDP und SVP verhindert werden. Die jetzige Regierung zerstört unsere Schweiz. Die intriganten Lügner um Schlumpf,Darbelai, Gunder, sind hoffnungslos in der Überzahl. Die FDP muss "ausmisten"!

  • Nannos Fischer
  • 10.12.11 | 10:52 Uhr

Im Prinzip steht die Linke für Offenheit und Transparenz. Im Prinzip. Im Einzelfall allerdings nie (siehe Blocher-Abwahl) – das ist Dialektik, die von den Kommunisten weitestgehend verinnerlichte Methode.

Wie süss. Der «von der gescheiterten SVP-Politik» «genughabende» wirtschaftsliberale SVP-Flügel soll nun wieder zur FDP zurückfinden! Zur total erfolglosen, auf der Strecke gebliebenen, dank linker Nachsicht grad eben noch atmenden FDP? Das kann A. Hofstetters Ernst nicht sein. Vielleicht kennt er noch eine andere FDP, eine nichtetatistische, wo Wirtschaftsliberale zu Hause sein können?

  • Zoltan Metlagel
  • 10.12.11 | 07:18 Uhr

Gestern in der Arena war es einmal mehr ekelhaft die Scheinheilichkeit der Parteibonzen zu erleben. Sie bemengeln die seriöse Durchleuchtung der Geschäfte von Zuppiger. Die kritisieren es, die vor 4 Jahren WS ohne jegliche Prüfung oder Anhörung in Windeseile gewählt haben. Wenn die Wähler solchen Leuten die Stimme geben, dann kann ich nur den Kopf schütteln. Dann ist es wahr, dass das Volk ein kurzes Gedächtnis hat oder rein emotional wählt. Die jahrzehntelange linke Propaganda hat gute Resultate erreicht. Schade für uns alle.

  • Michael Hartmann
  • 10.12.11 | 06:27 Uhr

Die FdP in D hat sich mit Wahlversprechen profiliert, die nach den Wahlen überhaupt nicht eingehalten wurden. Die Strafe folgte auf dem Fusse - eine dicke Watsche für den Wahlverlierer.

Die FdP in der Schweiz macht gar keine Versprechen und ist offen für EU, bilaterale, Atom und Bürokratieabbau. Sie ist sogar so mit sich selber im Reinen, dass sie auf Wahlhelfer und Listenverbindungen mit allen Parteien verzichtet. Sie hat auch nie um Unterstützung bei Ständeratswahlgängen gebettelt (wie eine andere Partei).

Da lob ich mir die FdP/radicaux Schweiz.

  • Michael Hartmann
  • 10.12.11 | 06:23 Uhr

Na ja, die Ämtli in der EU, geehrter Zweiacher, sind genauso umstritten wie die in der Schweiz und da wollen auch alle hin, sogar Mitterechtspolitiker! Nun ja, bei Europaparlamentswahlen würde die Schweiz ja nach Proporz auch SVPler nach Brüssel schicken. Ach ja, ich Dummerchen - die SVP würde ja gar nicht wollen! Sie haben mir die Augen geöffnet, geehrter Zweiacher, die SVP verzichtet auf die Sitze - warum macht sie dann aber so ein Affentheater draus?

  • George Lips
  • 09.12.11 | 17:11 Uhr

M.Pfister: Vor allem Linke verlangen so häufig "Offenheit", "Transparenz" für alles und jedes:Aber gerade diese Parteien zeichnen sich aus durch Intrigen, Mauscheleien, nahe an der Verschwörung.Es gibt Mittel für Entscheidungen auf höchster Staatsebene. Offene Wahlen, wo jeder Parlamentarier zu dem stehen muss, was er sagt. Oder offene bzw. öffentliche Bundesratssitzungen, wie von Blocher vorgeschlagen.Die Linken scheuen sich nicht im Vorfeld der Wahlen zur Nötigung ja zur Erpressung zu greifen.Seltsames Wahlvolk, das solche Parteien unterstützt.Degoutant.

  • Andreas Hofstetter
  • 09.12.11 | 10:09 Uhr

Parallelen der Schweizer Liberalen zur deutschen FDP ...? Chabis! In Deutschland gibt es rechts der FDP keine Kraft mehr im Bundestag, die CDU, die auf der Linie der CHer CVP politisiert, soll also die bürgerlichste Partei Deutschlands sein? Wie viel mehr rechts(extremer) die CH im Vergleich zu D ist, muss ich wohl nicht erwähnen, da wir uns eine SVP erlauben, die auch ca. 10% Rechtsextreme einverleibt hat! Das wäre in D absolut unmöglich! Ich nehme an, dass der wirtschaftsliberale Flügel der SVP genug hat von der gescheiterten SVP-Politik und wieder zur FDP zurückfindet!

  • Romano Zweiacher
  • 09.12.11 | 08:28 Uhr

Hartmann-Ihre Polemik wird langweilig. "....nix mit einem 2. BR-Sitz" für die SVP!? Bei ihrem emotionalen Freudentanz über den Zuppiger Artikel, haben sie anscheinend ihr Zahlengedächtnis verloren. Die SVP stellt 2 Kandidaten.

Das Fernsehen darf die Wahl natürlich übertragen, doch es wäre schon fair, wenn wir für unsere (in 5 Jahren verdoppelten!)Rundfunkgebührengelder nicht noch mit Stundenlanger Werbung genötigt würden. Das sollten eigentlich auch sie als Supporter der nach EU-Ämtli lechzenden Mittelinkspolitiker verstehen.

  • Michael Wäckerlin
  • 08.12.11 | 23:28 Uhr

@ George Lips

Volle Zustimmung. Die FDP ist für Freisinnige völlig unwählbar geworden. Gewisse Parallelen zur Degeneration einer gleichnamigen Partei (die Spasspartei) aus Deutschland drängen sich auf.

  • Markus Kohler
  • 08.12.11 | 20:44 Uhr

Ihre Worte George Lips sind wahr und entbehren jeglichem Kommentar. Trotzdem wage ich die Prognose oder hoffe es,das die FDP wieder an Stabilität gewinnen wird,so den Pelli endlich "aufgibt".Die FDP hat,leider nur wenige,herausragende Persönlichkeiten die zu Ihrem Wort stehen und frei von "Machtbessesenheit"der CH dienen wollen,genau so wie ich es der SVP "andichte". Die Tendenz zur Linken kann gebrochen werden aber ausschliesslich gemeinsam. Das fehlt den CH Wählern,der "Schulterschluss" der Bürgerlichen und genau das braucht die Schweiz!

  • George Lips
  • 08.12.11 | 18:48 Uhr

Die FDP ist eine Partei des Verrats an bürgerlicher Politik und hat mit ihrem Dünkel die ausgestreckte Hand Blochers mehrmals zurückgewiesen.Neuerdings wählt sie Sozis, wie den Exkommunisten Rechsteiner.Mir genügt das für die Beurteilung der Pelli Partei.

  • Michael Hartmann
  • 08.12.11 | 17:31 Uhr

Bruno Z. ist nun also überführt und muss um sein politisches Erbe fürchten. Ein abgeschlossenes Verfahren mit Stillschweigeabkommen wird nun öffentlich diskutiert und wird zu einem Strafverfahren führen, das Bruno Z. aus allen öffentlichen Ämtern entheben wird. Bruno Z. - ein Fall für die Plakatwand.

So wird wohl nix mit einem zweiten BR-Sitz. Die Wahl müsste um vier Jahre verschoben werden, damit die SVP wieder neue Kandidaten aufbauen kann.

Ach ja, live wird alles übertragen - mit meinen Gebühren. Ob wohl Natalie R. auch zuschaut? Auf Sendern, die es eigentlich gar nicht geben darf?

  • Hanspeter Buehler
  • 08.12.11 | 09:27 Uhr

Die Zürcher Politikerin Gut hat wirklich wenig Grund um gegen die SVP zu paktieren. Zudem ist diese Dame überhaupt nicht qualifiziert für ihren Job. Trotz solch traurigen Figuren in der FDP, Neider und solche die im Glashaus sitzen und mit Steinen werfen, sollte die SVP Ruhe bewahren und nicht mit dem Kopf durch die Wand gehen. Kurz zum Hassobjekt der FDP, Christoph Blocher: Alt-BR Elisabeth Kopp hat mir vor einiger Zeit anlässlich eines Gespräches gesagt, dass CB der einzige im damaligen Parlament gewesen sei, der sie, Frau Kopp, angerufen habe und ihren Rücktritt bedauert habe. Guter Stil.

  • Christine Joos
  • 08.12.11 | 06:42 Uhr

Die SVP sollte den FDP-Sitz nicht angreifen. Finde ich auch.

Die FDP bluten zu lassen für ein Fehlverhalten der anderen Parteien ist 1. nicht richtig, und 2. sollten die kleinlichen Neider in der FDP, die die SVP als bürgerliche Partei nicht unterstützen, nicht noch durch ein trotziges Racheverhalten der SVP in ihrem Verhalten bestärkt werden.

2FDP - 2SVP - 2SP - 1CVP: Bei 7 Bundesräten ist dies die beste Zusammensetzung zur Konsensfindung.

PS: Die Verfassung soll dahingehend geändert werden, dass der BR nicht mehr gewählt, sondern von den Parteien gestellt wird. Nach Wählerstärke.

  • Marcel M. Pfister
  • 07.12.11 | 22:25 Uhr

Wenn hier jemand einem "Denkfehler" unliegt, Herr Lips, dann wohl Sie. Aus welcher Trickkiste wollen Sie entnehmen, dass ein zweiter SVP BR "eine bessere Politik bring"?

Die Wahl der Bundesratsmitglieder naechste Woche erfolgt durch die Mitglieder der Vereinigten Bundesversammlung in freier und geheimer Wahl. Sie sind da an keine Partei gebunden. Gemaess Verfassung soll einzig die Vertretung der Landesteile beruecksichtig werden.

Ich halte unsere Verfassungsartikel fuer voellig weise und voraussichtig. Keine Partei hat irgend einen Anspruch auf einen Sitz im Bundesrat. Und das ist gut so.

  • George Lips
  • 07.12.11 | 20:47 Uhr

Für mich ist ganz klar, dass ein zweiter SVP BR eine bessere Politik bringt als beide FDP Bundesräte gegenwärtig.Ihre Analyse enthält da einen Denkfehler.

  • Bernhard Zueger
  • 07.12.11 | 20:22 Uhr

Genau so ist es. Die SVP ist nicht unanständig, am extrem rechten Rand oder in irgendeiner Weise undemokratisch. Sie ist rechts, bürgerlich, Werte konservativ und vernünftig. Sie hat das ursprüngliche Programm der FDP übernommen. Alle namhaften Parteien (Rot, Grün, CVP, BDP) ausser der SVP und ein Grossteil der FDP sind links, halblinks oder halbrechts bzw. links der Mitte. Ihr Ziel mit Hilfe der gleichgeschalteten Medien: die jetzige linke Mehrheit permanent zu zementieren.

 
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