Editorial

Europa

Die EU schafft die Demokratie ab. Die Schweiz gerät unter verschärften Druck. Die langlebigste Demokratie der Welt wird zum Ärgernis für Europa.

Von Roger Köppel

Man muss sich den Vorgang deutlich vor Augen führen: Mitte November machten sich Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Staatspräsident Sarkozy öffentlich ­lustig über Italiens Premier Berlusconi. Man drohte Rom mit der Entsendung von Finanzkommissaren. Es war eine öffentliche Demütigung, die in den überwiegend Berlusconi-­feindlichen Medien Europas sogar noch beklatscht wurde.

Gleichzeitig und vermutlich auch als Folge des europäischen Misstrauens gerieten Italiens Staatsanleihen unter verschärften Druck der Märkte. Die Zinsen stiegen gefährlich an. Früher hätte die Europäische Zentralbank in ähnlichen Fällen durch aggressive Ankäufe italienischer Staatsanleihen die Zinsen gesenkt. Diesmal machte sie nichts.

Die Zinsen blieben anhaltend hoch, das Vertrauen schwand weiter. Wenige Tage später musste Berlusconi zurücktreten. Er wurde zum Opfer einer gezielten, willkürlichen Ausschaltung durch die EU-Zentralen in Brüssel und Frankfurt. Den ungeliebten Cavaliere ersetzte unter der Führung des früheren EU-Kommissars Mario Monti ein Kabinett von Nichtpolitikern und Professoren.

Der Fall ist ein Musterbeispiel dafür, dass ­innerhalb der EU Demokratie und nationale Eigenverantwortung ausser Kraft gesetzt werden. Er zeigt aber auch, dass sich in Brüssel und Frankfurt ein neues Machtzentrum herausbildet, das ohne klare Verfahren und Kon­trollen Entscheidungen von grosser Reich­weite trifft. Aus der Not einer Schuldenkrise heraus massen sich Frankreich und Deutschland das Recht an, ihnen nicht genehme Regierungschefs zu schwächen bis zum Sturz.

In Europa werden Kriege heute nicht mehr auf dem Schlachtfeld ausgetragen. Es braucht weder Armeen noch Kampfflugzeuge. Durch die EU und den Euro sind die Mitgliedstaaten derart heillos verbandelt, dass die Grossen die Kleinen mühelos im Rahmen der europäischen Institutionen in die Knie zwingen können. Die EU ist vor allem deshalb gefährlich, weil sie ­rohe Machtpolitik mit dem Schein der Rechtmässigkeit umgibt. Tatsächlich machen die Grossen, was sie für richtig halten. Wenige ­entscheiden, was alle betrifft. Die EU wird zur Bühne der Unterdrückung der Kleinen durch die Grossen. Die Macht setzt das Recht.

Es braut sich eine giftige Mischung zusammen. Die Demokratie wird mit Füssen getreten. Der Geldbedarf wird immer grösser. Das Friedensprojekt EU kehrt seine aggressive ­Seite gegen alle, die widersprechen und anders sind. «Sie haben eine gute Gelegenheit verpasst, den Mund zu halten. [. . .] Ihre Kritik und Ihre Ratschläge machen mich krank.» Mit diesen selbstherrlich-herrischen Worten attackierte Präsident Sarkozy den britischen Premierminister ­David Cameron am EU-Gipfel in Cannes. Gleichzeitig drohte Sarkozy, die Schweiz als «Steueroase» zu bekämpfen, obschon die Schweiz alle Forderungen der OECD im Steuerbereich vorauseilend erfüllt hat.

Eine neue Rüpelherrschaft bricht sich Bahn. Die Schweiz wird in den nächsten Jahren unter verschärften Druck geraten. Die letzte echte Demokratie Kontinentaleuropas sieht sich dem anschwellenden Zorn der europäischen Demokratieabschaffer, der Technokraten und der Durchgreifer ausgesetzt. Man wird die Schweiz als Trittbrettfahrer, Profiteur und unsolidarisches Element moralisch brandmarken, um ­eine Beteiligung an den Rettungsschirmen zu erzwingen. Das Verständnis für den Standpunkt der Unabhängigkeit schwindet. Der Respekt vor unserer Rechtsordnung geht weiter zurück. In einem Europa ohne Grenzen wachsen grenzenlose Machtansprüche. Merkel und Sarkozy regieren ungehemmt in die Geschäfte anderer Länder hinein. Gegen die Schweiz wird man subtiler, aber nicht weniger fordernd vorgehen. Als Wohlstandsinsel in ­einem Sumpf von Schulden bleibt die Schweiz verlockend. Gleichzeitig ist die langlebigste Demokratie der Welt ein Stachel im Fleisch der EU. Die Schweiz avanciert zum sichtbaren Gegenteil, ja zur Verneinung der EU, die auf Entmündigung der Bürger setzt.

Der Druck von aussen wird nach innen wirken. Bundesrat und Parlament geben vor, sich mit Zähnen und Klauen gegen die europäische Vereinnahmung zu wehren. Wer genauer hinschaut, sieht Verzagtheit, Mutlosigkeit und Anpassung. Zwei Gutachten spuren im Auftrag des Bundesrats den Weg zur automatischen Angleichung der Schweiz an die EU vor. Die Regierung hat die Berichte im Tresor eingeschlossen, um vor den Bundesratswahlen der SVP keinen Rückenwind zu geben. Die grösste Angst unserer wichtigsten Diplomaten sind Konflikte mit der EU, die man durch schweizerisches Entgegenkommen auf möglichst breiter Front erst gar nicht entstehen lassen will. Ein Irrtum. Die Politik des Einknickens hat zuletzt nur immer neue Begehrlichkeiten geweckt. Es rächt sich die Sorglosigkeit, mit der die Bürgerlichen die Aussenpolitkik der Linken überlassen, die fasziniert ist von den anti­demokratischen Strömungen in der EU.

Die Schweiz hat verlernt, ihre Interessen durchzusetzen. Die Opferbereitschaft ist gering. Man ist bereit, erprobte Grundwerte ­unseres Staats für kurzfristige Vorteile preiszugeben. An der Oberfläche verändert sich, immerhin, die Stimmung. Klare Mehrheiten sind gegen die EU und für eine Rückbesinnung auf die Stärken unseres Modells. In der Politik schwenken die bürgerlichen Parteien nach Jahren der EU-Euphorie auf den skeptischen Kurs der SVP. Wie tief und ehrlich die Wendungen sind, wird sich zeigen. Bundesrat und Verwaltung sind am empfänglichsten und am empfindlichsten für das europäische Pressing. Noch halten sich unsere ­Minister aus Angst vor dem Volk zurück. Zwischen Bern und Brüssel steht die direkte Demokratie.

Die nächsten Jahre werden entscheidend sein, ob die Schweiz als unabhängiges Land bestehen bleibt. Die Fronten verhärten sich und werden zugleich undeutlicher. Es geht nicht mehr darum, ob die Schweiz der EU als Vollmitglied mit Rechten und Pflichten beitritt. Es geht darum, die schleichende, mit Fremdwörtern getarnte, von ihren Vorantreibern geleugnete Eingemeindung der Schweiz in die Europäische Union zu erkennen und zu verhindern. Bundespräsidentin Calmy-Rey spricht von «bilateraler Integrationspolitik». Was einst als Methode des Draussenbleibens gepriesen wurde, ist längst zum Hebel eines Beitritts ohne Volksabstimmung geworden. Die EU-Debatte in der Schweiz ist unehrlicher als vor fünfzehn Jahren. Vom Bürger wird verschärfte Wachsamkeit verlangt.

Kommentare

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  • Chester Moxon
  • 03.12.11 | 09:29 Uhr

da sieht man wieder mal, wie schlecht unsere "liberalen" Freunde informiert sind.
Auch in England hat es Pseudoliberale wie A.H., die permanent versuchen,
UKIP in die rechte, braune Ecke zu stellen. Von den Kommunisten (Labour)
ganz zu schweigen. Man ist zur Zeit eben noch ein Hardliner, wenn man EU/EURO-
skeptisch ist, aber das wird sich ändern. Meine Stimme hat UKIP.

  • Frédéric-Marc Fluehmann
  • 01.12.11 | 21:29 Uhr

Herren Hofstetter und Kuehnis: Im Wissen wie gewisse Regionen im Balkan seit über 500 Jahren ohne geringste Veränderung funktionieren, dies mit den Integrationsmassnahmen vergleiche welche die Linken installieren wollen, so als würden wir von einem zweiwöchigen Abendkurs reden,muss man sich ob deren Eignung, Erfahrung und Ausbildung Fragen stellen. Vor allem wenn eine Person gerade mal 2 Tage im Kosovo war und ein paar Tage später eine Rede hält, so als ob sie 20 Jahre dort gelebt hätte. Sowas ist nur noch lächerlich meine Herren.

  • Frédéric-Marc Fluehmann
  • 30.11.11 | 18:57 Uhr

Hofstetter: In einem Punkt aber muss ich Ihnen recht geben. Einen vom Kaliber eines Farage haben wir in der Schweiz nicht. Nicht rechts und schon gar nicht in der linken Etage. Die aber in die Nähe kommen, werden Ihnen nicht gefallen. Denn meines Erachtens kommt dem Stil eines Farage Christoph Mörgeli am nähesten. Beide denken was sie sagen uns stehen auch dazu. Egal wer dagegen ist. Das nennt man geistige Standfestigkeit.

  • Frédéric-Marc Fluehmann
  • 30.11.11 | 16:49 Uhr

Hofstetter: mich interessiert wenig ob die Liberalen links sind oder nicht. Ausserdem habe ich dieses Thema auch nie angeschnitten. Und wenn Sie meine Erläuterung als "Selbstlob" erkennen wollen, tut es mir Leid mich schlecht formuliert zu haben. Was ich damit lediglich ausdrücken wollte ist die Tatsache, dass wir in Europa keine Pioniere, Kapitäne und Haudegen mehr haben die ein Schiff auf Kurs bringen können. Wir werden nur noch von Leuten geführt,die ihr ganzes Leben in Anzug und 5-Sternehotels verbracht haben.

  • Hanspeter Buehler
  • 30.11.11 | 15:21 Uhr

Andreas Hofstetter - Ich stimme Ihnen in Bezug auf Kurzärmelhemden zu - obwohl ich sonst mit Ihnen nicht oft Übereinstimme. Das sind wirklich dürftige Auftritte, die eigentlich Leuten die sich im "öffentlichen Leben" tummeln geläufig sein sollten. Das sehen Sie aber auch in der BDP und der CVP. Das Outfit bei unzähligen Linken möchte ich hier besser nicht erörtern denn es würde peinlich werden.

Dazu gehört übrigens unter vielem anderen auch die Unsitte der zu langen Vestonärmel, mit denen sich viele "öffentliche" Herren, auch auf dem offiziellen Bundesratsfoto übrigens, präsentieren.

  • Romano Zweiacher
  • 30.11.11 | 15:12 Uhr

Hofstetter - Sie sind immer noch auf ihrem liberalen Irrweg. Lieber "schön reden" als zur Sache kommen. Die FDP ist das Zünglein an der Wage. Wäre diese nicht so linkslastig und würde stattdessen konstruktive Allianzen mit der SVP eingehen, könnte das politische Umfeld wieder im Lot sein. Die SVP übernimmt sehr wohl Verantwortung, aber ihre Vorstösse und Anliegen werden permanent bekämpft und abgelehnt. Dass sich die FTP mit diesem Irrweg das eigene Grab schaufelt überschaut F. Pelli grosszügig. Viele Parteipolitiker aber nicht. Wie viele Wähler will diese Partei eigedlich noch verlieren?

  • Peter Kuehnis
  • 30.11.11 | 14:32 Uhr

@Hanspeter Buehler - wie äussert sich diese "Hexenjagd" die sie erwähnen ?
In Wahlplakaten wie "Schweizer wählen SVP" - in Messerstecher-Inseraten,
mit "schwarzen" Schaf-Werbematerial im Briefkasten oder Verleumdungen einer amtierenden Ständerätin der Benzinpreis würde explodieren wenn man sie wieder wählt? - @Fluehmann. Reisen bildet. Ausnahmen bestätigen aber die Regel wie man sieht.

  • Andreas Hofstetter
  • 30.11.11 | 11:58 Uhr

Flühmann - Peinliche Selbstbelobigung. Ich wäre vorsichtig mit der Burteilung anderer Poster in Bezug auf Bildung, Lebenserfahrung, Vita etc. Und wer Liberale immer noch in die linke Ecke stellt und sich selber als "gebildet" preist, der macht sich vorallem lächerlich. Viel interssanter wäre von den nationalistischen Abschottern zu erfahren, wie sie KONKRET mit allen KONSEQUENZEN, die CH sehen, ohne Bilaterale Verträge mit der EU?! Billige Propaganda nachbeten kann jeder aber VERANTWORTUNG übernehmen für unseren Standort und unser aller Wohlergehen, ist ziemlich anspruchsvoller!

  • Andreas Hofstetter
  • 30.11.11 | 11:48 Uhr

Interessant, wie sich ausgerechnet die Poster hier, die bei jeder Gelegenheit behaupten sie seien parteilos,sich persönlich betupft fühlen, wenn ich lediglich feststelle, dass die UKIP und Farage nicht die Rassismuskeule schwingen, im Gegensatz zu SVP, FN, FPÖ usw. Ich höre Farage zu, weil er eben nicht ein Prolet ist, der mit billiger Propaganda die bildungsfernen Schichten ködert sondern ein gescheiter und interessanter Debattierer. Was Rhetorik, parlamentarische Debattenkultur und gepflegtes Auftreten (diese unsäglichen SVP Kurzarmhemden..)anbelangt, sind uns die Angelsachsen weit voraus!

  • Hanspeter Buehler
  • 30.11.11 | 09:32 Uhr

Und denjenigen die die SVP als Inbegriff des Bösen und Abzulehnenden betrachten und beschimpfen sei gesagt, dass trotz aller Vorbehalte gegen die SVP diese einen grossen Anteil haben an der Tatsache, dass wir nicht bereits Vollmitglied der EU sind. Die Stilkeule die immer gegen die SVP erhoben wird, ist ein alter Hut der keinerlei exakter Prüfung standhält. Andere Parteien sind einfach schlauer und hinterhältiger. Dass mit den bilateralen Verträgen mehr und mehr EU-Administrations-Unsinn in unsere Heimat herüberschwappt ist "dank" der Zusammensetzung unserer Regierung leider unumkehrbar.

  • Hanspeter Buehler
  • 30.11.11 | 09:23 Uhr

Ich lese immer alle Beiträge, sofern diese in irgendeiner Weise konstruktiv und nicht nur subjektiv beleidigend sind. Als Parteiloser und Freidenker der klar themabezogen wählt und abstimmt, komme ich zum Schluss, dass zurzeit eine fast pathologische Hexenjagd läuft gegen alle und alles was aus der Ecke der SVP kommt. Dass mehr als die Hälfte der Schweizer nicht abstimmt und wählt ist ein schlimmes Zeichen, denn diese Urnenabstinenz beweist eine grosse fast dekadente Gleichgültigkeit. Die (noch) fast intakte Schweiz sollten wir im Fokus haben und nicht politische Mitte-Links-Spielereien.

  • Romano Zweiacher
  • 29.11.11 | 20:57 Uhr

Wer besser oder schlechter ist im reden ist hier nicht die Frage. Die EU Redner waren in der Vergangenheit mehr weniger als gut. Trotzdem montiert Frau Merkel nach und nach ein modernkommunistisches Europa. Wer das Interview von Ch. Blocher genau liest, weiss von was dieser spricht. Bei den EU-Dilletanten, ist es wie im Casino, wo fällt die Kugel hin? Hauptsache nach links. Ein Beamtengigantismus wie es die EU schon längst praktiziert, wird künftig in alle EU-Länder exportiert. Man macht das Volk "müde". Die Flut ist im Kommen, die Dämme brechen. Der Wind weht von links!

  • Zoltan Metlagel
  • 29.11.11 | 19:44 Uhr

Bruno Mair
Er hätte auch FDP wählen können. Nein er wählt SP aus dem erwähnten Grund. Ich bin kein Mitglied der SVP. Denken Sie nicht, dass es traurig ist wenn alle anderen Parteien auf das rechte Auge blind sind. Langsam sind wir hier wie es in D der Fall ist, wo es nur noch linke Parteien gibt. Nicht die SVP ist in der Sackgasse, sondern v.a. die FDP und die CVP,die weit nach links gerutscht sind. Eine bürgerliche Politik ist bei denen nicht mehr zu erkennen. Die Ueberläufer sind nicht die Gemässigten, sondern die Opportunisten, die trotz bescheidener Fähigkeiten an der Macht bleiben wollen

  • Michael Hartmann
  • 29.11.11 | 18:50 Uhr

Geehrter Bühler, man trifft sich im Leben immer zwei Mal. Die Schweinereien der SVP sind dieses Mal auf sie zurückgefallen. Na und? Statt hier erste Anzeichen von diktatorischen Zügen zu zeigen, sollten Ihre SVPler lieber gute Lösungsvorschläge bringen. Das wird dann wieder in vier Jahren goutiert.

  • Rainer Selk
  • 29.11.11 | 16:46 Uhr

Lieber Herr Hofstetter, da Sie offensichtlich im Austeilen von 'Rassimus' hervorragend sind, würde mich interessieren, wo Sie sich selbst denn in dieser Frage stehen sehen. Ich habe da doch langsam erhebliche Zweifel, ob Sie da so erhaben sind, wie Sie hier dartun....., aber Hauptsache, das gibt es nicht in England. Ich kenne sehr viele dort, die froh wären, sie wären nicht in der EU, mein Lieber, die ovn Ihnen ja so gehätschelt wird....

  • Frédéric-Marc Fluehmann
  • 29.11.11 | 14:59 Uhr

Andreas Hofstetter: "Vor allem ist Farage kein Rassist". Also sind wir anderen auf diesem Blog alles Rassisten. Ich bin Schweizer verheiratet mit einer Ausländerin, habe 2 Weltreisen hinter mir und habe auch im Ausland gearbeitet. Statt Costa Brava, Miami Beach und Koh samui, habe ich Gegenden besucht die 80% der Schweizer gar nicht kennen. Vor allem die Linken sollten sich in Sachen Geschichte, Geographie und Politik ein wenig weiter bilden um ihre Unwissenheit auszumerzen. Ich biete Leuten wie Ihnen wenig Angriffsfläche und viele andere auf diesem Blog ebenfalls!

  • Andreas Hofstetter
  • 29.11.11 | 07:41 Uhr

Farage ist auf jeden Fall der viel bessere Redner und Debattierer als Blocher und glaubwürdiger in der Sache, die er vertritt. Farage ist vorallem kein Rassist und bedient nicht die "braunen" Klaviertasten wie eine SVP, FN, FPÖ. Interessant Farage mal auf einem Panel in der BBC zu sehen im Vergleich mit Politschwergewichten wie Ken Clarke und Sir Ashdown. Clarke und Ashdown haben recht, wenn sie monieren, dass ein scheitern des Euro's selbstverständlich die nicht Euro-Länder genau so fatal betreffen würden.

http://www.youtube.com/watch?v=s5LxWwfyHyY&feature=related

  • Andreas Hofstetter
  • 29.11.11 | 07:19 Uhr

Die Jammerei der sog. parteilosen... über die ach so arme SVP mit der niemand mehr will.. ist heuchlerisch! Gerade eine FDP wäre ja blöd und masochistisch genau denen als Steigbügelhalter zur Macht zu dienen, die sie seit Jahren aufs übelste beschimpfen, wobei "Weichsinnige" noch eine der harmloseren Verleumdungen ist.

  • Bruno Mair
  • 28.11.11 | 14:52 Uhr

@Hanspeter Buehler.

"Alle GEGEN die SVP".

Dies hat sich die SVP selbst zuzuschreiben. Wer GEGEN alles ist und keinen "Konsens" mehr zu den "anderen" Parteien findet, grenzt sich selbst aus. Die SVP sitzt in der Sackgasse. Die Hardliner sind bei den Wahlen abgestraft worden, die gemässigten zur BDP übergelaufen. Um Erfolg zu haben braucht es ein neues Konzept und allenfalls neues Personal. CH. Blocher sollte jetzt(!) die "Grösse" haben um endlich das Feld den "neuen" überlassen.

  • Bruno Mair
  • 28.11.11 | 13:52 Uhr

Zoltan Metlagel
28.11.11 | 07:27 Uhr

Zur Ergänzung... Das ein "Manager" nicht SP wählt da gebe ich Ihnen merheitlich recht. Er wählt aber auch nicht die wirtschaftsfeindliche SVP. So kurzichtig und dumm ist das Wahlvolk nicht, so wie Sie das versuchen darzustellen. Eine Partei die Niederlagen kassiert zeigt erst Klasse wenn Sie diese auch eingestehen und nicht die Schuld oder gar die Fehler anschliessend beim Wähler suchen.

  • Hanspeter Buehler
  • 28.11.11 | 08:52 Uhr

Grundsätzlich muss man als Demokrat Wahlen auch wenn diese gegen die eigene Überzeugung ausfallen, akzeptieren. Aber es ist legitim sich darüber zu ärgern, enttäuscht zu sein. Auch wenn es die Leute die sich mit keinen Parteigrundsätzen der SVP identifizieren können nicht wahrhaben möchten - fest steht, dass diese Wahlen sehr einseitig gegen die SVP-Kandidaten geführt worden sind. "Alle gegen die SVP" ist nicht nur ein Hirngespinst sondern ein ganz schlimmes Zeichen, denn wenn Wahlen nur noch ideologisch und nicht nach objektiven Kriterien realisiert werden gehen bei mir die roten Licher an.

  • Zoltan Metlagel
  • 28.11.11 | 07:27 Uhr

Kurz vor den Wahlen habe ich einen Manager gefragt, welche Partei er wählt. "Die SP, um den Gegenpol zur SVP zu stärken", war die Antwort. Ein Manager, der nach meiner Erwartung bürgerlich wählt, weil er vom Kapitalismus lebt, wählt die Partei, die den Kapitalismus abschaffen will. So kurzsichtig und dumm sind die Leute, die berechtigt sind zu wählen. Die Wahlen sind reine emotionale Angelegenheiten und keine rationale. Dass die Zahl der Neider und Sozialisten im Lande so angestiegen ist, zeigt nur, dass es dem Volk immer noch zu gut geht und aus der Geschichte hat noch niemand etwas gelernt.

  • Willy Fasler
  • 28.11.11 | 02:38 Uhr

Hätte 1291 ein Kommentator auf den Rütlischwur positiv reagiert und hätte der eben geborenen Eidgenossenschaft ein 700-jähriges Leben vorausgesagt, wäre er wohl als Phantasten abgekanzelt worden. Hätten sich damals nicht freiheitsliebende Männer zusammengefunden, sässen wohl Leute wie Herr Hartmann heute in Bern oder Brüssel als regionale Landvögte oder Kommissare von EU's Gnaden, wenn sie oder ihre Vorfahren in 2 Weltkriegen nicht längst als Kanonenfutter umgekommen wären.

  • George Lips
  • 27.11.11 | 22:37 Uhr

So So, jetzt wissen wir wer die zig Milliarden Schweizer Franken erhalten wird, die unsere Linken, im Verein mit der FDP, dem IMF gespendet haben, freiwillig und wohl gegen eine Mehrheit der Schweizer. Italien soll vom IMF 600 Milliarden als Kredit erhalten.Italien, dieses korrupte Land, wo alle nur für den eigenen Sack sorgen. Wo der Staat abgezockt wird, wo keine Steuern bezahlt werden, wo es Regierungsleute gibt, die die Schweiz beleidigen.Wo die dummen Schweizer 38,5% der Lohnsumme der Grenzgänger an Italien zahlten, bis der Tessin einschritt.Italien kreditwürdig?Sicher nicht.

  • Frédéric-Marc Fluehmann
  • 27.11.11 | 17:35 Uhr

Michael Hartmann 2: Tatort Brüssel, EU-Parlament, Tummelplatz für Intellektuelle ohne Leistungsausweis die sich gegenseitig loben, Preise und Aemter verleihen, Pseudo-Intellektuelle, Hasardeure, Leute mit dubiosen Beziehungen und Demokratie-Verachter wie Cohen-Bendit. Die EU wird nie erreichen was sie anstrebt. Genau deshalb nicht, weil man in Europa seine Gegner nicht einfach wegsperren kann.

  • Christine Joos
  • 27.11.11 | 16:46 Uhr

Die FDP hat, leider, abgewirtschaftet, ihre Zeiten sind vorbei. Das hat heute der Kt. St. Gallen mit der Wahl Rechsteiners bewiesen. Wie bloss kann eine (heute noch?) bürgerliche Partei einem Bürgerlichen Kollegen die Wahl verweigern und stattdessen einen unbedarften Gewerkschafter wählen. Kopfschüttel über Kopfschüttel..

Daran kann leider auch die Wahl des konzilianten Herrn Gutzwiller, der sich immer so überaus geschmeidig (Vorgeschmack auf die zukünftige CVP-ähnliche Parteilinie?) zu äussern weiss, nichts ändern.

Brunner und Amstutz gehören nun in den BR vorgeschlagen.

Pfui, FDP.

  • George Lips
  • 27.11.11 | 13:50 Uhr

Ich habe eine exzellente Rede von Farage schon früher gehört. In jener Rede sagte er dem deutschen SChulz ein paar Wahrheiten bez. der Demokratie .Wir sehen hier, wie ein Pseudeparlament (ähnlich der Scheinfirmen im kauf. Verein)zwar die Wahrheit hört, sie aber konsequent verleugnet. Die Rede Farage sollte jeder Europäer einmal hören.

  • George Lips
  • 27.11.11 | 13:28 Uhr

Der grosse Irrtum:Die Brüssler Technokraten sollen gemäss deutschen Bundestagsmitgliedern bereits 80% aller Gesetze/Richtlinien bestimmen, die nationablen "Umsetztungsparlamente" noch 20%.Frage: Weshalb werden sie nicht abgeschaff?
Die eidgenössischen Parlamentarier sollten sich im klaren sein, dass nur sehr wenige der europhilen ein Plätzchen in einer EU erhalten würden. Der grosse Rest könnte von uns Wählern entlassen werden, da nicht mehr nötig.

  • Frédéric-Marc Fluehmann
  • 27.11.11 | 00:56 Uhr

Michael Hartmann: Vielen Dank für Ihre Belehrung. Bevor Sie aber zu Lektion II übergehen, rate ich Ihnen, die Lebensläufe der EU-Parlamentarier zu studieren. Ich habe bereits deren 17 an der Zahl eingesehen. Eine kleine Anti-EU Studentenclique hat sich diesem Thema einmal angenommen. Auf diese 17 Lebensläufe haben gerade mal 3 etwas was wie ein "Leistungsausweis" aussieht. Die anderen müssten eigentlich irgendwo in einem Staatsarchiv oder Naturkundemuseum arbeiten. Wenn Europa also mit solchen Marionetten unsere Zukunft ist, dann Gute Nacht!

  • rolf kielholz
  • 26.11.11 | 23:26 Uhr

Herr Hartmann
Glauben Sie dies wirklich alles selbst, was Sie hier schreiben ? In welcher Welt leben Sie eigentlich ?
Was verstehen Sie unter "verlieren Sie bitte nicht Ihren wachen Kopf ob der P r o b l e m c h e n in der Euro-Banken-Krise" ?
Fakt ist: die gesamte EU ist in Aufruhr, deren Exponenten rennen panikartig von Krisen- zu Krisensitzung, sagen wiederholt, dass beim Scheitern des EURO die EU als Ganzes in Gefahr sei + da kommt Herr Hartmann + spricht von Problemchen!!
Wahrlich, mit dieser Aussage ist der Gipfel der Inkompetenz erreicht!
Die globale Wirtschaftskrise lässt grüssen !

  • Rainer Selk
  • 26.11.11 | 20:33 Uhr

Nigel Farrage ist ein Genuss, vor allem wenn man ihn im Original zuhört. Der bringt es auf den Punkt und seift die ganze Truppe um ihn herum aus dem Gegenteil von ölig und seifig mit Fakten ein. Uiii, und das hören die nicht gerne. Sternlei, ich vergass: der ist doch bei der SVP, oder habe ich da was nicht mitbekommen...?

  • Michael Hartmann
  • 26.11.11 | 12:15 Uhr

Es kommt langsam die Zeit, wo sich die Braut Schweiz langsam aber sicher dem Bräutigam EU hingeben muss. Zwanzig Jahre Hinhalten ist genug. Entweder wir brechen die Beziehungen ab oder wir erdulden den Stich. Wir können nicht aussen vorstehen und die Probleme passiv mitbezahlen und damit Milliarden von Volksvermögen vernichten. Leider ist der richtige Zeitpunkt (Parität) verpasst worden, um endlich der EU und dem EURO beizutreten, aber das kann man ja wieder herbeiführen!

Ach ja, über Stuttgart 21 wird abgestimmt!

  • Michael Hartmann
  • 26.11.11 | 12:05 Uhr

Tja, das 'Aussitzen' von Europa kommt die Schweiz noch teuer zu stehen. Der Druck wird grösser, die Lösungen à la Suisse werden brutal abgeblockt. Da ist auch der 'Widerstand' des Oberblochers einfach nur noch lächerlich. Was werden die Neuverhandlung nach der Masseneinwanderungsinitiative wohl kosten? Den Verstand haben die EU-Kritiker schon lange im langen unnötigen Kampf irgendwo verloren.

  • Michael Hartmann
  • 26.11.11 | 11:56 Uhr

Geehrte Herren, verlieren Sie bitte nicht Ihren wachen Kopf ob der Problemchen in der Euro-Banken-Krise. Nur weil ein paar europäische Banken ungedeckt Schecks in den Händen haben, sollte doch der gesunde Menschenverstand weiter unsere Geschicke leiten. Jeder EU-Bürger soll sein Einkommen versteuern, jeder soll weiterhin arbeiten gehen und emigrieren (dort wo die Jobs sind)und die Politik soll endlich lernen, dass der Steuerwettbewerbe eh für die Katz ist. Europa muss weiter wachsen und zu einer Einheit werden - das ist die Lösung der G'schicht. Vorbei mit 'mia san mia'.

  • Hanspeter Buehler
  • 26.11.11 | 10:16 Uhr

Chester Moxon
Sensationeller Redebeitrag, dem eigentlich nichts hinzuzufügen ist - ausser dass ich mich wundere, dass es nach wie vor in der Schweiz Leute gibt, die hinter einem allfälligen EU-Beitritt stehen - sogar Leute aus der FDP. Dass die Sozialisierung der Schuldenlast die wie ein Damoklesschwert über Europa hängt von eben solchen Leuten noch beschönigt (EURO-Bonds!)wird, ist nur noch als kriminell zu bezeichnen - und alles von Politikern initiiert die nicht einmal demokratisch gewählt worden sind. Was für ein Sauhaufen...

  • rolf kielholz
  • 26.11.11 | 10:07 Uhr

Danke, Herr Chester Moxon
Eigentlich müsste man es unseren 246 Parlamentariern/Parlamentarierinnen zur Pflicht machen, Herrn Nigel Farage in Ruhe gut zuzuhören...
Die deutsche Uebersetzung der in hochstehendem Englisch gehaltenen Rede wird ja mitgeliefert....

  • Christine Joos
  • 26.11.11 | 08:18 Uhr

Lieber Hanspeter, das Verrückte in der Politik ist, dass wir dazu verdammt scheinen, unsere gewählten Normalen masochistisch und zwingend in unsere Herren und Meister zu transformieren, denen wir untertänig dienlich sind. Umgekehrt müsste es sein: Gewählte stehen in unseren Diensten. Wir stellen sie auf, damit sie die Arbeit für uns als Gemeinschaft erledigen.

Doch irgendwie verselbständigen sie sich, sobald sie gewählt sind: Es entsteht die Herrschaft mit ihrer Knechtschaft. Und die Knechtschaft hilft noch dabei! Ich finde das völlig verrückt. Dass wir davon nicht loskommen.. mir ein Rätsel.

  • Frédéric-Marc Fluehmann
  • 25.11.11 | 21:32 Uhr

Jedes System das sich anmasste, Grösse und Macht selbst zu bestimmen, ist zusammengebrochen. Das Römische Reich, das British Empire, Das III. Reich und zuletzt der Kommunismus! Alle hatten sie gemeinsam, dass man sich über dem Volk wähnte und es so unterdrückte. Wer hier ein wenig in die Weltgeschichte eintaucht, wird erstaunliche Parallelen vorfinden. Komisch, sagt man doch vom Menschen er lerne aus seinen Fehlern. Machtgier und Habsucht aber lässt das klügste Hirn schrumpfen.

  • rolf kielholz
  • 25.11.11 | 21:23 Uhr

Was in den letzten Monaten + Jahren im EU-Raum geschehen ist + noch geschieht, man greift sich an den Kopf + fragt: gibt es denn wirklich keine klugen + denkenden Köpfe mehr in den dem Abgrund zusteuernden EU-Staaten? Die Antwort klingt banal:
1. die massgebenden Leute in der EU unterliegen einer denkbar einfachen urmenschlichen Veranlagung: man gibt nicht zu, wenn man in einer derart wichtigen Sache vollkommen falsch liegt!
2. der Kampf um die eigene Existenz (Einkommen, Macht) treibt Zehntausende von EU-Funktionären zur bedingungslosen Schönfärberei, ohne Skrupel + wider besseres Wissen !

  • Michael Wäckerlin
  • 25.11.11 | 19:36 Uhr

Mit Draghi, Monti und Papademos wurden drei Statthalter und "Experten" installiert, natürlich alle Mitglieder der Trilateral Commission mit Goldman Sachs Verbindungen.

Daran ist zu erkennen, wer in Europa die Hosen anhat und wohin der Weg der weiteren Integration führt. Merkel und Sarkozy sind nur pseudodemokratische Fassade. Das Fiat-Kartell hat gesprochen.

  • Chester Moxon
  • 25.11.11 | 16:41 Uhr

Dem ist wieder mal nichts hinzuzufügen: http://www.youtube.com/watch?v=4Uip6Z1-yg4
Die Demokratie- und Freiheitsfeinde werden noch den ganzen Kontinent in den Abgrund führen, leider. Wenn dieses irre Projekt wenigstens von den Völkern Europas abgesegnet wäre...

  • Willy Fasler
  • 25.11.11 | 16:20 Uhr

Das Szenario EU erinnert beklemmend an die Zeit Hitlers, als er mit Waffengewalt ein deutsches Grossreich ertrotzen wollte. Auch damals war die Schweiz eine Insel, ringsum bedroht durch waffenstarrende Armeen. Zum Glück gab es damals nebst einigen faszinierten Anpassern auch andere, die fest auf dem Boden standen. Sie haben unser Land in höchster Not nicht aufgegeben. Was wir heute brauchen, wäre ein General Guisan in der Politik und eine Bevölkerung die den Ernst der Lage erkennt und bereit ist Widerstand zu leisten wie damals. Die EU hat heute gleiches im Sinn, nur mit anderer Methode

  • Frédéric-Marc Fluehmann
  • 25.11.11 | 10:54 Uhr

Wir können die Geschichte drehen und wenden wie wir wollen. Mauerfall, Massenmigration aus dem Osten sowie EU hat zumindest im Westeuropäischen Raum massive Schäden hinterlassen!

  • Frédéric-Marc Fluehmann
  • 25.11.11 | 10:16 Uhr

Andreas Hofstetter: Da haben Sie aber den Nagel auf den Kopf getroffen! Die grossen und klugen EU-Skeptiker haben ja vorgewarnt, dass man nicht einfach auf Wunschdenken hin ein System zusammenbasteln kann. Sogar Roman Herzog distanziert sich heute von der EU mit der Frage, wieso Länder wie Bulgarien und Rumänien aufgenommen wurden. Länder welche die Bedingungen gar nicht erfüllen können, Länder die das griechische Dilemma wiederholen könnten.Stattdessen erntet EU-Papa H.Kohl heute noch "Standing Ovations" für dummes Geschwätz welches er schon vor 15 Jahren dozierte und heute nicht mehr gilt!

  • Hanspeter Buehler
  • 25.11.11 | 08:35 Uhr

Wie wahr, liebe Christine. In der Tat gibt es nur ganz wenige Leute die in der Politik tätig sind die wirklich "grosse Menschen" darstellen. Fast alle erfolgreichen Politiker sind geltungsbedürftige StreberInnen deren Motive mehrheitlich aus Selbstinteresse und nicht aus Selbstlosigkeit für den Souverän besteht. Und das gilt im Besonderen für Leute die über die EU und deren Administrationen bestimmen. Staatengebilde in denen die "Demokratie" von oben nach unten "diktiert" worden ist hatten wir schon - und haben wir leider auch heute noch.... In Europa brauchen wir das nicht.

  • Peter Christian Vogl
  • 25.11.11 | 08:18 Uhr

R. Köppel hat wie immer recht. Daraus gibt es nur eine Folgerung und die lautet, Abstand nehmen von der Betrugsunion, die ihre Bürger versklaven will.

  • Christine Joos
  • 25.11.11 | 07:19 Uhr

"..Rauswurf von bankrotten EU-Staaten!"? Sogar: "Rauswurf von allen EU-Staaten"..

Die CH wird von EU-Funktionären drangsaliert, ihr Wunsch nach Unabhängigkeit und Eigenständigkeit wird ignoriert, und zu befürchten ist ein unfriendly takeover: Demokratie für die Katz!

Halten Sie sich vor Augen, welch kleines Nichts von Männlein, welch kleines Nichts von Weiblein die Strippen ziehen will: Als ewig wiederkehrender Treppenwitz der Geschichte.

Das muss im Umkehrschluss nicht automatisch ewig wiederkehrende Knechtschaft heissen. Wir dürfen dem Grössenwahn Anderer nur nicht anheim fallen.

  • Andreas Hofstetter
  • 24.11.11 | 22:49 Uhr

Es ist fast unerträglich zuzuschauen, wie zwei schwache, unvisionäre Politiker wie Merkel und Sarkozy die Schulden- und Eurokrise bewältigen sollen! Wir bräuchten längstens Führungspersonal von der Statur eines Churchill oder Roosevelt, um diese Dauerkrise zu managen. Die Trippelschrittchen und vorallem die dauernden Wortbrechungen und Konzessionen im Nachhinein einer Merkel sind absolutes Gift und verschärfen die Krise nur noch! Die EU braucht jetzt einen Sachverständigenrat aus Experten, um die Krise glaubhaft und nachhaltig anzugehen. Das fängt an mit dem Rauswurf von bankrotten EU-Staaten!

  • Hubert Martin
  • 24.11.11 | 10:57 Uhr

Lieber Roger Koeppel,
als Deutscher (Nicht - Migrant, wie die Grünenpolitikerin Roth sagen würde), der ein halbes Jahrhundert europäische Geschichte miterlebt hat, möchte ich sagen, Sie haben den Nagel mal wieder auf den Kopf getroffen. Totaler Linksruck aller etablierten Parteien, eine sich bildende Meinungsdiktatur, Versorgung für alle, Entmündigung aller, Auflösung nationaler und kultureller Identität, das ist die Richtung, in die wir steuern. Eine Lawine, die Viele aufgrund jahrzehntelanger linker Indoktrinierung noch nicht bemerkt haben. Daher: Weiter die Wahrheit sagen!

  • Frédéric-Marc Fluehmann
  • 24.11.11 | 10:19 Uhr

Es sind noch keine 25 Jahre vergangen, als West-Europa den Mauerfall zu Berlin gefeiert hat. "Willkommen in der Demokratie und Freiheit" stand auf den Plakaten welche die Westeuropäer jubelnd schwangen.Paradox ist die Tatsache, dass man heute auf beiden Seiten Menschen trifft, welche die Mauer vermissen. Beide für die genau gleichen Gründe.Sie hatten Arbeit. Die einst hochgelobte EU verwandelt sich allmählich in eine Diktatur dessen "Kreml" lediglich nach Brüssel verschoben wurde. Die Wahlwiederholungen in Irland und der Slowakei sind synonym für ein System das keine Widersprüche akzeptiert.

  • Hanspeter Buehler
  • 24.11.11 | 07:46 Uhr

Ich nehme jede Wette an, dass Merkel demnächst den von der EU-Kommission so sehr gewünschten EURO-Bonds ebenfalls zustimmen wird, obwohl jeder der das Business kennt weiss, dass dies nur noch eine höhere Verschuldung der Staatshaushalte nach sich ziehen wird. Man verschiebt den Absturz des EURO auf später, zulasten späterer Generationen. Ich zweifle ob es starke Politiker in der EU gibt die diese Gefahren, ein Schrecken ohne Ende, einsehen möchten. Wenn Volkswirtschaften nicht zumindest selbstragend funktionieren - wie soll das Billionen-fache Defizit je ausgeglichen werden?

  • George Lips
  • 23.11.11 | 22:38 Uhr

In der EU gibt es jetzt nur noch zwei Hasardeure, die den Laden schmeissen. Sarkozy, der 9 von 10 mal die kleine Merkel übers Ohr haut, die aber ihren Kassenschrank nicht öffnen will. Dabei ist doch allen, ausser den Deutschen klar, dass sie letztendlich bezahlen müssen.
Ein Mathematiker der AXA stellt den Abwertungsprozentsatz, der nötig wäre, um die Währungen ins Gleichgewicht zu bringen wie folgt fest: D = 100%, Holland -8% bis -15%, Frankreich -13% bis -15%, Italien -26% bis-50%.Leuchtet ein, so könnte es wieder funktionieren, ohne Euro.

 
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