Editorial

Ohnmacht

Der Massenmörder von Norwegen steht nicht für eine politische Bewegung, sondern für ein politisches Problem.

Von Roger Köppel

Der offenkundig intelligente, wenn auch wahnsinnige Massenmörder von Oslo war höchstwahrscheinlich ein politischer Einzeltäter. Er hatte keine Massenbewegung hinter sich, er steht nicht für eine politische Idee, die in der Mitte der Gesellschaft Anklang finden könnte. Anders als nach den Anschlägen auf die New Yorker Twin Towers durch Osama Bin Laden gab es keine spontanen Solidaritätsmärsche und Jubelszenen für den Attentäter wie damals in der arabischen Welt.

Breivik zum abschreckenden Repräsentanten oder irregeleiteten Vertreter islamkritischer, konservativer Kreise zu erklären, ist intellektuell etwa so unredlich, wie wenn man die heutigen Sozialdemokraten, die beispielsweise in der Schweiz den «Kapitalismus überwinden» wollen, in eine Blutspur mit den ­internationalen Kommunisten stellte, die im Namen der Kapitalismusüberwindung Millionen Todesopfer produzierten. Ebenso wenig sind alle grünen Veganer daran mitschuldig, dass ein militanter Pflanzenesser vor neun ­Jahren den holländischen Islamkritiker Pim Fortuyn auf offener Strasse ermordete.

Breivik ist nicht die Folge eines gesellschaftlichen Klimas, das in jüngster Zeit in ­Europa durch die Präsenz betont europa- und zuwanderungskritischer Parteien gekennzeichnet wird. Es gibt keine direkte Luftlinie, die von der Tea Party über die SVP zum Massaker auf der Jugendinsel führt. Breivik ist eine ein­same, verirrte Figur, die ihre Mordlust mit ­einem ideologischen Projekt zur Rettung des Abendlandes dekorierte. Die Ironie liegt darin, dass der selbsternannte Gerechtigkeits­ritter in seinem Vernichtungsfeldzug gegen die multikulturell verweichlichte Gesellschaft am Ende selber von deren Toleranz und Milde profitiert: Dem Mörder drohen nach den sanften norwegischen Gesetzen voraussichtlich nur 21 Jahre Haft.

Dass bei diesem Täter Intelligenz und Irrsinn Hand in Hand gehen, braucht uns nicht weiter zu erstaunen. Es gab in der Welt­geschichte immer wieder Verrückte, denen man bei der Exekutierung ihrer Untaten eine gewisse technische Vernunft nicht absprechen konnte. Der von Breivik zitierte «Unabomber» Ted Kaczinsky war promovierter Mathematiker mit Harvard-Abschluss. Kreativität, Intelligenz und Wahnsinn schliessen sich nicht aus. Im Gegenteil. Menschen können auf höchst virtuose Weise grausam sein. Es braucht weder Anlass noch Begründung. Oft genügt sich die Grausamkeit selbst.

Wenn man Breivik trotzdem politisch lesen möchte, dann böte sich mit allen Vorbehalten eine ganz andere Deutung an als die partei­politisch motivierten Versuche, den Massenmörder in einen Sinnzusammenhang mit rechtspopulistischen Parteien zu stellen, die das europäische Establishment herausfordern. Breivik ist nicht das Produkt dieser oppositionellen Strömungen. Wenn schon, wäre Breivik das Resultat einer Unzufriedenheit und Ohnmacht, die europaweit von der elitären, der Lebensrealität der Leute immer stärker entrückten politischen Klasse verursacht werden. Breivik ist die pervertierte Variante des europäischen «Wutbürgers». Damit ist die wachsende Zahl von Frustrierten und Alleingelassenen gemeint, die sich im normalen ­Politspektrum nicht mehr wiederfinden.

Die Abgehobenheit der Politik in den meisten europäischen Staaten auch ausserhalb der EU hat ein ungesundes Mass erreicht. Die EU ist an sich ein Monument der Bürgerferne, und der Euro wurde über die Köpfe der Beteiligten hinweg durchgedrückt. Heute müssen die Leute zur Rettung der von oben gewollten Einheitswährung immer neue Milliarden abliefern für Hilfs-, Rettungs- und Solidaritätsfonds, die jeder demokratischen Kontrolle entzogen sind. Am unheilvollsten aber war und ist die Weigerung der etablierten Parteien, die von ihren Wählern stark empfundenen Pro­bleme im Zusammenhang mit der Migration – und hier besonders im Zusammenhang mit dem Islam – zur Kenntnis zu nehmen. Die ­Folgen einer jahrzehntelang fahrlässig-verantwortungslosen Zuwanderungspolitik sind spürbar und real. Es geht nicht um Wahn­vorstellungen Einzelner, sondern um ein weit­verbreitetes Unbehagen, dessen sich das Establishment nicht annehmen will.

Der Fall Oslo wird mit Sicherheit dazu führen, dass die Diskussion über solche Fragen wieder stärker tabuisiert und mit dem Rückgriff auf Antirassismusnormen auch krimi­nalisiert werden wird. Die Linke wird den abscheulichen Massenmord dazu nutzen, um die bürgerlichen Protestparteien in Misskredit zu bringen. Man wird darauf setzen, dass die Probleme verschwinden, wenn nur nicht darüber geredet wird. Es wäre die ganz falsche Reak­tion. Auch wenn man Breivik zu viel der Ehre antut, wenn man seine angeblichen Motive für bare Münze nimmt: Es gibt in Europa einen sich aufstauenden Unmut, der mit der un­bewältigten Zuwanderung aus muslimischen und/oder afrikanischen Ländern zu tun hat. Es ist gefährlich, diesen Unmut zu verdrängen.

Die Lösung heisst nicht Unterdrückung der Debatte, sondern ein möglichst offenes und vielfältiges Gespräch über die Probleme. Wer kritisch über Zuwanderung redet, ist noch kein Breivik, sondern einfach ein besorgter Mensch, der die Probleme nicht unter den ­Teppich gekehrt haben möchte. In der Schweiz war es der direkten Demokratie zu verdanken, dass die auch von der Mehrheit unserer Poli­tiker verdrängten hässlichen Aspekte der ­Zuwanderung auf den Tisch kamen. In der Schweiz gab es bis heute, trotz einem viel grös­seren Ausländeranteil als in Norwegen, keine nennenswerten Übergriffe. Die Entfremdung zwischen Elite und Volk nimmt zu, ist aber dank der direkten Demokratie geringer als in anderen Staaten. In der Schweiz können die Leute über Minarette abstimmen und müssen nicht zu anderen Methoden greifen, um ihren Standpunkt auszudrücken.

Das alles ist nicht selbstverständlich. In den neunziger Jahren heizte sich die politische Stimmung auch in der Schweiz nach dem knappen Nein zum EWR-Beitritt massiv auf. Als sich die Classe politique anschickte, trotz Volksentscheid auf EU-Kurs zu bleiben, gab es Momente, in denen es ein Leichtes gewesen wäre, den Volkszorn zur Revolte anzustacheln. Die SVP hätte damals Öl ins Feuer giessen können, doch Blocher und seine Leute liessen es nicht zur Eskalation kommen. Das Beispiel ­illustriert: Freie Meinungsäusserung ist ­wichtig. Es ist die Pflicht der etablierten Regierungsparteien, auf die Sorgen der Leute ein­zugehen. Nur so wird verhindert, dass ­jenes vergiftete Ohmachtsklima entsteht, das Gewalt und Überreaktionen produziert.

Kommentare

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  • Wilfried Hausmann
  • 11.08.11 | 18:54 Uhr

Typisch RK: Breivik ist krank. Punktum. Niemand hat schuld. Nichts wurde von techts gesagt oder getan. Wenn jemand schuld ist, dann die Classe politique. Mich erinnert die ganze Szene an den Antisemitismus im 3. Reich. Auch dort wurde jahrelang gehetzt und verleumdet, bis zu dem Punkt, wo Menschen andere auf Befehl ermordet haben, weil sie all das geglaubt haben und nie begonnen haben selbst zu denken. Ähnlich ist die Situation heute. Es gibt nichts was nicht geglaubt. Islamisierung Europas!? Derzeit sind 6% der Europäer Muslime, 2030 rechnet man mit ca. 8,8%!? Davor hat man Angst??

  • Bruno Mair
  • 11.08.11 | 13:16 Uhr

Rainer Selk
10.08.11 | 18:27 Uhr

Gute Nachrichten. Das ist ja Super. Dann weiss die Polizei auch wer die Hintermänner und Brandstifter der Massenhysterie war und können dem entsprechend festgenommen und bestraft werden. Moderne Kommunikation hat nebst den Nachteilen (organisierte Plünderungen und Zerstörungen) wiederum auch Vorteile die Leute zu intentifizieren.

  • Peter Kuehnis
  • 11.08.11 | 12:21 Uhr

richtig @Selk - es war die Swisscom.

http://www.spiegel.de/spam/bild-779423-247112.html

  • Rainer Selk
  • 10.08.11 | 18:27 Uhr

Der technische britische Geheimdienst GCHQ mit Sitz in Cheltenham hat im Auftrag des Premierministers und in Zusammenarbeit mit Scotland Yard einen ersten Teil jener BBM (BlackBerry Messenger) Nachrichten ausgewertet, mit denen die Plünderungen und Brandschatzungen in London im Hintergrund koordiniert wurden. Nach offiziellen Angaben handelt es sich bei den Hintermännern der Unruhen in der ersten Nacht demnach keinesfalls um »sozial unzufriedene Jugendliche«, sondern um den Sicherheitsbehörden bestens bekannte Mitglieder krimineller Familien.
Na dann, viel Spass.

  • Bruno Mair
  • 10.08.11 | 16:35 Uhr

Rainer Selk
09.08.11 | 13:15 Uhr

Da sehen Sie mal Herr Selk was da alles raus kommt, wenn Ihnen Herr Zimmermann zustimmt.

  • Peter Kuehnis
  • 10.08.11 | 13:57 Uhr

Wer also Augen hat der sieht - und um solche Zusammenhänge politisch auch zu deuten und gewisse Schlüsse zu ziehen, ja zu warnen vor Geschwätz wie "Gutmenschentum" und anderen Wortungetümen die hier in Stürmermanier verwendet werden. Ich stelle auch lediglich fest dass seitens der Rechten jegliche politische Analyse dieser Tragik in Norwegen tunlichst vermieden wird. - Dafür werden hier Verbrechen gegeneinander aufgerechnet. Ich warte auf die "Verbrecher-Rangliste" der WW. Diejenige von @Zimmermann ist bewusst unvollständig.

  • Peter Kuehnis
  • 10.08.11 | 13:53 Uhr

@Albert Zimmermann. Ihre Auflistung von "Massenmördern" ist äusserst interessant.
Fehlt da aber vielleicht jemand ?

@Selk - die "Begründung" dieses Massenmörders in Norwegen ist ein Pamphlet gegen die Globalisierung / Multikulturelle Entwicklung - gegen die "achso-gefährliche" Islamisierung Norwegens und für eine rechtskonservative ewiggestrige Gesellschaft in der Frau selbstverständlich dem Manne "untertan" ist. (Welche Religion lässt da grüssen ?) Einen Zusammenhang seiner ganzen irrwitzigen Aeusserungen mit vielen rechtsnationalen Parolen lässt sich leicht feststellen.

  • Felix Müller
  • 10.08.11 | 10:56 Uhr

Das Problem ist, dass die falschen "Flüchtlinge" kommen. Abertausende junger Männer (Muslime) überschwemmen Westeuropa und werden verhätschelt. Gleichzeitig werden in den islamischen Ländern Nichtmuslime verfolgt und getötet. Die echten Flüchtlinge können gar nicht kommen. Warum? Im Internet gibt es Tausende von websites (meist arabisch), die direkt zum Krieg gegen die westliche Kultur aufrufen. Die von den Linken beschworere rechtsextreme Szene ist nichts dagegen. Und in der Schweiz baut einer mit Hilfe von Steuergeldern einen islamischen Staat auf. Es ist zum verzweifeln.

  • Albert Zimmermann
  • 10.08.11 | 00:03 Uhr

Genau Herr Selk,Frosch-Experten leben für Frösche, Arktis-Experten für die Arktis und der braune-Sumpf-Experte wohl auch für seine Welt
Ist ja bezeichnend, wie kundig überall Gutmenschen sofort Stil-und anstandsvoll lösungsorientiert rumplodern
Dabei sind die Experten und sonstigen Alleswisser, meist Anhänger von Massenmördern der himmeltraurigsten Regime. Mao Trotzki Lenin Causescu Castro Chavez Arafat Hamas Farc bis Gadhafi/Mugabe-Huldiger tummeln sich im Seldwyla-Gutmenschenfilz.
Die grössten Verbrecher verschrieben sich dem Sozialismus, den Rest besorg(t)en Staatsmedien und Schlägertrupps

  • Rainer Selk
  • 09.08.11 | 13:15 Uhr

Peter Kuehnis, bemerkenswert , dass Sie sich im braunen Sumpf so gut auskennen. Woher haben Sie denn die Kenntnisse ?

Bisher haben wir 'linke Aktivitsten', die sich in ganz Europa lieblich erfrechen, alles zusammen zu schlagen und sich dafür vermummen. Von Demokratie kann man da in Teilen kaum noch sprechen. In welchem Sumpf gedeihen denn diese kriminell vernetzten Linken? Erklären Sie man diesen Sumpf!

Das Nichtsehenwollen der Probleme mit dem Islam ist viel gefährlicher. Jihad wird heute anders ausgetragen. Sie haben es nur noch nicht bemer

  • Felix Müller
  • 09.08.11 | 08:50 Uhr

Hr. Kuehnis, Antwort finden Sie im Internet und im Koran (z.B. Suren 2 - 6). Lesen Sie auch einmal ein reelles Geschichtsbuch über die Eroberungskriege des Islam.

Sie tun genau das, was Hr. Köppel oben angedeutet hat, und Sie dürfen schreiben, was Sie wollen. Hingegen ist eine Diskussion zum Thema unmöglich geworden. Auch wer die Wahrheit schreibt, wird zensuriert oder in die rechtsextreme Ecke gestellt. Von Kritik schon gar nicht zu reden. Wir sind Menschen 2. Klasse und müssen ohnmächtig zusehen wie.... Dank diesem Idioten.

  • Peter Kuehnis
  • 08.08.11 | 10:42 Uhr

@Herr Müller klären Sie mich auf: gibt es einen Jihad in Norwegen - und wenn ja, war der Attentäter Islamist ? - All die Blogger hier die ach-so-krampfhaft
dieses rechtsextremen Idioten Tat mit den gesellschaftlichen Veränderungen in Norwegen und gar mit dem Islam erklären wollen verkennen gewaltig den braunen Sumpf der sich gäbe es keinen Islam in Europa halt andere Feinbilder suchen würde.
Und in solchem braunem Sumpf gedeihen nun mal "Blüten" wie dieser durchgeknallte Attentäter.

  • Felix Müller
  • 07.08.11 | 11:11 Uhr

Eine sehr gute Analyse. Ohnmacht ist der richtige Titel. Ein Ex Kanzler: Der Islam ist eine friedliche Religion (kassiert dafür Millionen). Der Imam von Kopenhagen: Wenn nichtverschleierte Frauen vergewaltigt werden, sind sie selber schuld. Wird von Links bis Mitte akzeptiert. Denke! Der Jihad wird in freien Ländern wie Norwegen mit andern Mitteln geführt. Im Mittelalter war es lebensgefährlich, die Kirche zu kritisieren. Heute ist es lebensgefährlich, die Wahrheit über den Islam zu schreiben.

  • Ruedi Hagmann
  • 06.08.11 | 20:24 Uhr

@Hartmann:
Ich gebe ihnen soweit recht, dass ich wirklich alle politischen Entscheide akzeptiere...hat ja schon der alte Voltaire gesagt ;-) ...Ich bin kein Feind der Demokratie und ich achte die Meinungen meiner politischen Gegner, auch wenn sie nicht meiner entsprechen. Ich habe trotzdem ein ungutes Gefühl, gegenüber unserer Executive und der Freiheit, die sie sich manchmal nehmen.....ich habe keine Probleme mit Volksentscheiden, aber manchmal mit deren Umsetzung....und ich habe Probleme mit Verordnungen, denn dazu haben wir nichts zu sagen......

  • Michael Hartmann
  • 06.08.11 | 16:53 Uhr

Geehrter Hagmann, wir leben in einer direkten Demokratie! Alle Entscheide sind zu akzeptieren - auch solche, die Ihnen grundlegend zuwiderlaufen.

Ihr 'Ich lebe mit einer latenten Wut auf diesen Staat und bin der Meinung, dass es für den Normalbürger keine fairen Gesetze mehr gibt' ist antidemokratisch und grundlegend abzulehnen!

Demokratie ist ein Geben und ein Nehmen. Unterstützen Sie die falschen Parteien, bzw. Ideen,und bringen diese keine Besserung Ihrer Situatino, ist das Ihr Problem und nicht jenes des Staates!

  • Michael Hartmann
  • 06.08.11 | 16:49 Uhr

Geehrter Küng, Ihr 'Links ist Hochverrat am eigenen Volk und ein Verbrechen am Steuerzahler' war Grundlage für die Tat des irren Norwegers! Haben Sie schon einmal nachgedacht, warum Sozis die Opfer waren und nicht Moslems? Sie widerlegen mit Ihren Worten die ganze Mühe von RK, die Sache tief zu halten!

Vielen Dank!

  • Josef Küng
  • 02.08.11 | 13:46 Uhr

Alois Amrein sie beleidige mit ihrem Bericht 30% der Wähler in der Schweiz. Was sie schreiben ist eine riesen Frechheit denken sie mal nach das Massaker ist das Resultat einer verfehlten linker Sozialpolitik dieser Mörder hat Jahrelang eine Wut in sich hineingefressen bis er durchgedreht hat und das könnte auch in der Schweiz passieren. Ich bin 69 Jahre alt die ganzen 60ziger Jahre auf jedem Kontinent gewesen, ich war Stolz auf meinen Schweizerpass heute ist es der falsche Pass im eigenen Land. Links ist Hochverrat am eigenen Volk und ein Verbrechen am Steuerzahler

  • Kurt Brugger
  • 31.07.11 | 21:51 Uhr

Den Amoklauf dieses Menschen bzw seine Beweggründe,werden wir wohl nie vollständig verstehen können.Zurück bleibt die Erschütterung eines Volkes und die Ohnmacht der Behörden.Eine süffige Story für die Medien.Mit allerhand Mutmassungen,nach dem Links-rechts-Polit-Schema und ehrverletzenden Aussagen werden Auflagen und Einschaltquoten"gebolzt".Widerlich,schon lange "current normal" in politischen Nachrichten.Diesen Unsinn benützen einige Politiker, Soziologen, Psychologen und sonstige "Abgehobene" ihr Profil zu schärfen. Statt der Sache auf den Grund zu gehen wird ideologisch fabuliert.Schade.

  • Ruedi Hagmann
  • 31.07.11 | 13:44 Uhr

Ein gutes Editorial, Eine abscheuliche Tat....ich finde die Bezeichnung des "Wutbürgers" sehr treffend. Ein grosser Teil unserer Bürger wird nicht mehr wahrgenommen sei es von Links oder Rechts, geschweige den von der Mitte. Ich lebe mit einer latenten Wut auf diesen Staat und bin der Meinung, dass es für den Normalbürger keine fairen Gesetze mehr gibt. Die Regierung und die Parteien sind wie Windfahnen, die AKW Ufälle in Japan als ploitisches Entscheidungskriterium für die Wahlen einsetzen, dabei machen uns im Alltag junge nordafrikanische Männer und ähnliche Taugenichtse viel mehr Unbhagen.

  • Hansueli Hofer
  • 30.07.11 | 22:48 Uhr

Ein hervorragendes Editorial, Breivik treffend beschrieben und sachlich erklärt warum ein solches politisches Klima existiert und warum die Sicherheit, Freiheit und Demokratie liebenden Parteien wachsen. Es gibt Rechtsextremes Gedankengut und Linksextremes Gedankengut in der EU und CH. 2010 gab es in der Schweiz 13 Rechtsextreme Gewaltdelikte und 109 Linksextreme Gewaltdelikte, also fast 10mal mehr von Links. Beide sind zu verurteilen. Herren Kuehnis, Bieri, Amrein, welche Volkstümelei ist grösser, die Linke oder die Rechte, denken Sie mal nach, Fakten respektieren, nicht in den Wind schlagen.

  • Peter Kuehnis
  • 30.07.11 | 16:51 Uhr

@Baumann ich glaube für uns alle drei zu schreiben wenn ich erwähne dass wir weit weniger Zeit für Ego-pflege aufwenden als @RK oder diverse Blogger hier. - Es ist - nochmals - die Wahl der Mittel die diesen durchgeknallten Attentäter von von der ganzen rechtsnationalen
Volkstümelei hierzulande und überall in Europa unterscheidet - nicht die Inhalte.
Statt zwanghaftes sich distanzieren wäre mal etwas Nachdenklichkeit und ein vielleicht anderer politischer Umgang miteinander angebracht. und noch was: Lesen Sie mal @Elena Surbers untenstehende Phobien und nehmen Sie dazu Stellung.

  • Martin Baumann
  • 29.07.11 | 21:20 Uhr

Nach kurzem Überfliegen von Breiviks "Manifest" finde ich dort keine "1500 Seiten rechtsradikaler Zitate". Es ist eine Mischung aus größenwahnsinniger militanter, infantiler Heldenideologie, wirren Tagebucheinträgen, viel Zitate berechtigter Islam- und Zuwanderungskritik und teils auch ganz nüchterner Beschreibung der gesellschaftlichen Realität in den unfreiwilligen Zuwanderungsländern Europas. Kommentatoren wie Kuehnis, Bieri, Amrein versuchen nur sich auf Kosten der Toten sowie besorgter Zuwanderungskritiker Selbstbestätigung für ihr Ego zu ergaunern. Damit diskreditieren sie sich selbst.

  • Franz Borowka
  • 29.07.11 | 19:39 Uhr

Diese Ausführungen sind dringend als Pflichtlektüre für die Politiker in der BRD zu propagieren.
Hier ist m. E. die Hochnäsigkeit dieses Syndikates nicht mehr zu überbieten.

  • Rainer Selk
  • 29.07.11 | 19:23 Uhr

Alois Amrein
Haben Sie vergessen, was linke 'Aktivisten' im norddeut. Städtegürtel angerichtet haben, in N, S, SF, DK und in CH? Das Aufkommen bürgerl. skand. Parteien ist die Folge!!

Diese Leute, lieb bezeichnet als 'Linkaktivisten', sind in Teilen einseitig religiös motiviert. Bremen: libanesiche Grossfamilie (ca. 900 Mitglieder) narrt in mafiaart Behörden. Die linke Stadtregierung steht paralysiert davor.

Berlin Mai 2010: 70 Polizisten wurden mit Gas angegriffen. Schwere Polizistenverletzungen. Bern: eine friedliche SVP Veranstaltung wird zusammengeschlagen. Alles SVP Schuld, wie bitte?

  • Martin Baumann
  • 29.07.11 | 12:21 Uhr

Es ist in der Tat so, daß eben nicht sog. "Rechtspopulisten" sondern unsere politischen Eliten diesem Psychopathen durch ihre Politik der unselektierten Massenzuwanderung und Bürgerentmündigung die politische Bühne geliefert haben für seine blutige narzißtische Selbstinszenierung. Es ist abscheulich und gefährlich, wenn politische Akteure nun versuchen aus dieser Bluttat eines isolierten Wahnsinnigen politisches Kapital zu schlagen. Die Repression berechtigter, enorm wichtiger Kritik an den selbszerstörerischen Tendenzen Europas wird die Bürger gerade in die Arme der extrem Radikalen treiben.

  • Elena Surber
  • 29.07.11 | 12:09 Uhr

SVP, die Freiheit und alle Islamkritiker verbieten; Weltwoche schliessen; Koeppel verhaften! Abonnenten der Weltwoche beschatten und sie ev. in Umerziehungsalagern der richtigen Gesinnung zuführen; wer nicht spurt ist zu liquidieren. Alle Islam-Kritiker /Sarrazin, Wilder, Spencer etc. sind nach islamischem Ritus zu steinigen.Ebenso muss das fundamentale Christentum beobachtet werden. Allah weiss schon, wer und wo die Mörder sind.Herr Köppel hat Recht.
Die Politik geht nicht nur über die Belange der europäischen Völker hinweg,
sie arbeitet geradezu an deren Ausrottung!

  • Peter Kuehnis
  • 29.07.11 | 09:17 Uhr

@Herr Bieri - vielleicht hat er da einiges in der WW gefunden.

  • Bernhard Bieri
  • 29.07.11 | 07:18 Uhr

Immerhin fiel es dem Wahnsinnstäter offenbar relativ leicht 1500 Seiten rechtsradikale Zitate zusammenzuschustern um sein Massacker zu begründen. Darum kann man nicht von einem politisch isolierten Täter sprechen.

  • Alois Amrein
  • 28.07.11 | 22:33 Uhr

Der Massenmörder von Oslo war Mitglied norwegischen Fortschrittspartei, welche der SVP ideologisch sehr nahesteht. Der rechtsextreme Massenmord ist die logische Fortsetzung der SVP-Hetze gegen schwarze Schafe, Raben usw. - allesamt von Nazi-Göppels abgeschaut. Ähnliches kann schon morgen in der Schweiz passieren, die Bundesanwaltschaft ist gefordert, das ideologische Umfeld der SVP, welche bis zur PNOS und ähnlichen rechtsextremen Kreisen reicht, genau zu durchleuchten. Es ist Handeln gefragt, bevor es zu spät ist. Die Gefahr kommt von rechts. Wehret den Anfängen.

  • Rolf Wittwer
  • 28.07.11 | 19:46 Uhr

Erstklassig formulierter und ins Schwarze treffender Kommentar!
Die Sorgen vieler Bürger gehen exakt in ihre angesprochene Richtung.
Kritik, vor allem an der ungebremsten, importierten europaweiten Ausbreitung des Islams wird je länger desto öfters auch öffentlich kriminalisiert und in bekannter Manier (Rassist, Fremdenhasser, Nazi etc.) verurteilt und diffamiert; in Foren der meisten Medien ist dieser Trend seit Oslo regelrecht aufgeflammt.
Man muss sich langsam allen Ernstes fragen, wohin solch gefährliches "Einkesseln" führt?
Sind wieder Kräfte am "Werk", welche dies so wollen und steuern?

  • Peter Kuehnis
  • 28.07.11 | 12:11 Uhr

der Attentäter steht tatsächlich für ein politisches Problem @Roger Köppel.
Er unterscheidet sich nicht inhaltlich, sondern lediglich in der Wahl der Mittel von dem dumpfen Gedöns über Sozialmissbrauch Asylmissbrauch u.a. das rechte Parteien in Europa und hierzulande verbreiten. So sehr Sie auch versuchen "zu kurz" zu denken und jeglichen Zusammenhang mit dem politischen Klima der Angstmacherei empört von sich zu weisen.

  • Hanspeter Buehler
  • 28.07.11 | 08:45 Uhr

Ja - ein Einzeltäter, dessen bis jetzt bekannte Statements wirr und ohnen jegliche Logik sind. Eine absolute und totale Sicherheit gibt es nicht. Solche Spinner können durch jedes - auch noch so feine - Netz schlüpfen. Wer jetzt nach mehr Überwachungsstaat brüllt verkennt die Tatsachen. Der totale Überwachungsstaat wie ihn etwa Hitler oder Stalin hatte oder heute noch Nordkorea oder China haben kann nicht im Sinn eines liberalen demokratischen Staates sein. Gerade die Mitglieder der FDP die laut die Unzulänglichkeiten unserer Sicherheit geisseln sollten sich auf ihre Wurzeln besinnen.

 
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