Beim Zähneputzen fiel mir ein, wann ich das erste Mal Kontakt mit einem Fahrzeug der Marke Ford hatte. Es war 1991, ich war achtzehn, und der Einzige von uns, der Auto fahren konnte, war mein Freund I. Weil er nie trank und ausserdem Zugriff auf einen Ford Fiesta hatte, kam ihm die unangenehme wie verantwortungsvolle Aufgabe zu, die ganze Clique jeweils an einen entlegenen Ort im Kanton Aargau zu fahren, wo gerade die Party des Wochenendes veranstaltet wurde. In einer Kiesgrube in Küttigen oder in einer Waldhütte zwischen Aarau und Unterentfelden.
Zu dieser Zeit waren dem Bewegungsradius Jugendlicher zum Glück natürliche Grenzen gesetzt, es fuhr keine S-Bahn die ganze Nacht hindurch im Halbstundentakt, und Nachtbusse waren nicht mehr als eine Idee. Wer keinen Freund I. hatte, musste rechtzeitig nach Hause oder bis zum Morgen warten. So war der Fiesta immer gut gefüllt, vorne zwei bis drei Personen, hinten passten – je nach Alkoholpegel – nochmals vier bis fünf lustige Partygäste rein. Einmal rangierte I. den vollgepackten Wagen auf den Fuss einer Kollegin, die keinen Platz mehr im Kleintransporter gefunden hatte.
Hätten wir damals so etwas wie den neuen C-Max von Ford zur Verfügung gehabt, wären die Fahrten einiges angenehmer gewesen. Der C-Max gehört zur Automobilfamilie der Kompaktvans, das heisst, trotz platzsparender Bauweise herrschen im Innenraum komfortable Platzverhältnisse. Man sitzt leicht erhöht und hat eine gute Übersicht, so dass man vielleicht auch niemandem über den Fuss holpert. Der Arbeitsplatz des Fahrers wirkt modern, er könnte auch einer Luftfähre aus der Zukunft entstammen. Ergonomisch ist nicht alles ganz optimal, trotzdem findet man sich gut zurecht, das Multimediasystem mit Navigationssystem und digitalem DAB-Radio (optional, Fr. 2500.–) bietet zu einem vernünftigen Preis alles, was man zur Unterhaltung und Wegsuche braucht. Für eine schöne Atmosphäre sorgt das riesige Panoramadach «Skyview», das zusätzlich erhältlich ist (Optionspaket Executive 2, Fr. 4300.–). Dazu gibt es dann gleich noch eine beheizbare, hitzereflektierende Frontscheibe, Bi-Xenon-Scheinwerfer, Ledersitze und einiges mehr.
Mein Testwagen war in der schönen Farbe «Dark Micastone» gespritzt (siehe Bild) und ausgerüstet mit dem bekannten, aber überarbeiteten Duratorq-Turbo-Dieselmotor. Die 1,6-Liter-Variante hat einen CO2-Ausstoss von annehmbaren 119 Gramm pro Kilometer und verbrauchte im Durchschnitt 7,5 Liter. So bewegt man den Wagen flott, das Fahrwerk ist gut ausbalanciert zwischen Komfort und Strassengefühl. Der Agilität zugute kommt die Torque Vectoring Control (TVC) von Ford, die gemäss Informationstext «den Effekt eines aktiven Differenzials» simuliert und «die Kraftverteilung zwischen den angetriebenen Vorderrädern» regelt. Mir hat das gefallen, es tut jeder Familienkiste gut, wenn sie dem Mann einen Rest Sportlichkeit bewahrt. Da freut er sich und denkt nur selten an längst vergessene, schöne Partyzeiten zurück.













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