Porsche ist zwar nicht gerade ein Musikkonzern, trotzdem hat es beim Stuttgarter Autobauer Leute mit einem feinen Gehör. Das hat man bewiesen, als man die Sportlimousine Panamera mit einem Audio-System des Berliner Highend-Herstellers Burmester ausrüstete (Weltwoche Nr. 45/09). Etwas Besseres gab es bis dahin kaum in einem Auto zu hören.
Mit der neuen Generation des Cayenne wurde die Zusammenarbeit mit Burmester auf das erfolgreiche Geländefahrzeug ausgedehnt. Bei einem Besuch im Porsche-Werk Leipzig, wo Cayenne und Panamera gebaut werden, haben wir uns für einmal nicht nur auf das Fahren, sondern auch auf das Hören konzentriert.
Der neue Cayenne sieht erst mal dynamischer aus und erstaunlicherweise auch kompakter, obwohl das Auto ein paar Millimeter länger, breiter und höher wurde. Trotzdem wurde das Gewicht um 180 Kilogramm reduziert, der entscheidende Faktor für tiefere Verbrauchswerte. Wer drinsitzt, erkennt die Verwandtschaft mit dem Panamera und sitzt in einem perfekt verarbeiteten Cockpit mit herausfordernd vielen Schaltern.
Beim ersten Druck aufs Gaspedal auf der Autobahn überrascht vor allem die hervorragende Fahrdynamik und Strassenlage. Auch bei Geschwindigkeiten weit jenseits der 200 Stundenkilometer liegt der Cayenne hervorragend auf der Unterlage, lässt sich präzise einlenken und wirkt eher wie ein Sportwagen als wie ein klobiges SUV.
Und dann diese Musik! Die Burmester-Anlage (Aufpreis Fr. 7790.–) ist nach unseren Ohren das beste Autoradio der Welt. Sechzehn Lautsprecher mit je einer eigenen Endstufe und insgesamt tausend Watt Leistung wurden eingebaut. Der Grund, dass das noch besser klingt als im Panamera, liegt vor allem im vergrösserten Resonanzraum, aber auch daran, dass die Burmester- und Porsche-Ingenieure Tausende von Testkilometern abgefahren haben, um die Parameter der Anlage perfekt einzustellen. Das Ergebnis rührt jedem Musikfreund ans Herz.













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