Objekte

Die private Wolke

Alle persönlichen Dateien immer online verfügbar: Pogoplug machts möglich – einfach und sicher.

Von Andreas Thut

Harmlos untechnisch aussehende Hardware: Pogoplug.

Cloud-Computing» lautet ein Zauberwort der IT-Branche. Während Fachleute noch über Chancen und Risiken debattieren, macht Otto Normal-User längst eifrigen Gebrauch von der «Datenwolke»: Die Menge an Dateien, welche täglich über Dienste wie Facebook, Google Docs oder Evernote verschoben werden, hat unfassbare Ausmasse angenommen.

Verschuldet durch unsensibles Gebaren von Facebook und Google, verfinstert jedoch eine Kontroverse um Privatsphäre und Datensicherheit den Cloud-Computing-Himmel. Als «Datensau im Fressrausch» muss sich Facebook betiteln lassen, und gross war die Empörung, als Google jüngst zugab, «zufällig» persönliche Wi-Fi-Daten gesammelt zu haben. Deshalb auf die praktischen Web-Dienste zu verzichten, ist allerdings immer weniger eine Option: Der Einzug von Smartphones und Tablets in den Alltag macht den mobilen Zugriff auf persönliche Daten unerlässlich.

Eine Lösung bieten sogenannte NAS, Festplatten mit eingebautem Mini-Server, welche Daten im Heimnetzwerk oder auch im Internet vorhalten können. Das Angebot in dieser Geräteklasse ist riesig, aber um ein NAS erfolgreich im Web laufen zu lassen, muss man leider nach wie vor ein halber IT-Ingenieur sein. Hier setzt Cloud Engines mit einem Gerät namens Pogoplug an: Dieses kombiniert günstige, harmlos untechnisch aussehende Hardware mit einer freundlichen Website. So wird die simple Bedienbarkeit der Web-Dienste mit der Sicherheit privater NAS kombiniert.

Und erfreulich einfach gestaltete sich dann auch unser Test: Eine externe Festplatte – gerne auch bereits mit Daten befüllt – an unser Pogoplug anschliessen, Netzwerkkabel und Strom einstecken, kurz auf my.pogoplug.com registrieren, mittels Drag and Drop einige Dateien draufkopieren: Schon kann man Grosi die Ferienfotos ganz ohne mühsame E-Mailerei zeigen. Wer auch unterwegs nicht ohne seine Excels und Powerpoints sein will, holt diese via Pogoplug App aufs Smartphone. Selbst Videos kann das schlaue Gerät (wir nannten es liebevoll «Pinky») ins Web streamen – manchmal allerdings mit langer Wartezeit.

Fragt sich nur, wie sicher das nun wirklich ist. Pogoplug bestätigt: Gespeichert werden nur einige wenige Log-in-Daten. Die Bits und Bytes auf der Harddisk müssen zwar die firmeneigenen Server passieren – das liegt in der Natur der Sache –, gespeichert wird jedoch nichts, und die Verbindung lässt sich auf Wunsch zusätzlich verschlüsseln. Es genügt also, einfach die Harddisk auszuschalten, um seine Daten wieder komplett von der Web-Wolke herunterzuholen.

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