Während die einen eben erst den guten alten Filmrollen Lebewohl gesagt haben, bekunden andere bereits grosse Mühe, die selbstverschuldete digitale Bilderflut im Zaum zu halten. Weil’s Spass macht und nichts kostet, knipst man mit seiner Digitalkamera schnell Tausende von Bildern zusammen, welche allesamt via Kabel oder Kartenleser ordentlich auf dem PC abgelegt sein wollen.
Uns von dieser lästigen Routine zu erlösen, hat sich die Firma Eye-Fi vorgenommen und dabei ein mittleres Wunder der Miniaturisierung vollbracht. Eye-Fis äusserlich nicht von einer SD-Speicherkarte zu unterscheidendes Produkt rüstet bei allen neueren Digitalkameras eine Funktion nach, die sonst nur teuren Spezialkameras vorbehalten ist: Es bringt sie drahtlos via Wi-Fi ins Internet.
Und das ist weit mehr als bloss praktisch, wie wir uns in den Wochen, während deren in unserer geliebten Panasonic Lumix LX3 eine Eye-Fi Explore X2 steckte, selbst überzeugen konnten. Nach der relativ simplen Konfiguration der Karte sowie Installation der Software auf dem heimischen Mac begannen Fotos und Videos unverzüglich und wie von Zauberhand in säuberlich nach Datum angeschriebene Ordner auf der Festplatte zu wandern. Der Platz auf der Speicherkarte wird dabei automatisch verwaltet, bereits übertragene Dateien werden gelöscht. Da dies weltweit in jedem uns offenen Wi-Fi-Netz funktioniert, wird in der Marketingsprache von Eye-Fi der Traum vom «unendlichen Speicher» tatsächlich wahr.
Selbstverständlich sollen all die sorgsam komponierten Landschaftsaufnahmen oder witzigen Schnappschüsse nicht zum Dornröschenschlaf auf dem PC verdammt sein. Eye-Fi kann den gesamten Bilderstrom direkt auf (Foto-)Websites wie Flickr, Picasa, Facebook und Twitter leiten. Weniger exhibitionistisch Veranlagte schicken via «Schützen»-Funk- tion, die sich auf jeder Digitalkamera findet, nur geeignete Fotos auf den Laufsteg der sozialen Netzwerke.
«Explorer» hiess unsere Eye-Fi-Karte übrigens nicht vergebens: Mittels Wi-Fi kann sie in vielen Fällen ihre Position bestimmen und die Koordinaten gemeinsam mit dem Bild abspeichern. Mit Tools wie Apples iPhoto oder Flickr lassen sich die Bilder so hübsch nach Aufnahmeort auf einer Landkarte anordnen.
Fazit: Vielfotografierer und Leute, die ihre Fotos am liebsten mit der ganzen Welt teilen, werden den Eye-Fi-Komfort rasch nicht mehr missen wollen. Das hat Konsequenzen. Trotz Energiemanagement fordert die Karte den Kamera-Akku, und zu Hause muss der Computer permanent online bleiben.













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