Objekte

Diskussionslose Eleganz

Ihr iPad haben Sie ja eh schon bestellt. Statt eines Tests geben wir Tipps für den Alltag nach dem Auspacken.

Von Andreas Thut

Schindet Eindruck: iPad von Apple.

Als wir letzte Woche pünktlich zum Verkaufsstart unser Test-iPad in Empfang nahmen, zählte die Schweizerische Mediendatenbank bereits 1142 Artikel zu Apples Tablet-Computer. Unterdessen dürften es einige hundert mehr sein. Deshalb werden wir uns hüten, hier noch eine lyrische Rezension des Geräts zu präsentieren. Was uns Überwindung kostet: Nach dem iPhone ist Apple nämlich wieder ein game changer gelungen - eine neue Geräteklasse, von diskussionsloser Eleganz, mit einem Schuss Science-Fiction. Diese Kolumne gibt Tipps, wie das iPad definitiv in Ihrem digitalen Alltag ankommt.

 

1 - Kurzer Business-Pitch in der Hotellobby, ganz unverkabelt via Tablet? Das iPad schindet Eindruck, drängt sich für Präsentationen regelrecht auf. Jedoch: Spätestens seit damit auch Kriege gewonnen werden, ist Microsofts Powerpoint die Weltmacht in Sachen Präsentationssoftware. Apples iPad-App Keynote kann Powerpoint-Dateien in vielen Fällen importieren, die Darstellung ist bei komplexeren Werken aber Glückssache. Auf Nummer sicher geht, wer die Slides als PDF oder Bilder exportiert – er verliert dadurch aber die vielleicht matchentscheidenden Animationen seiner «Präsi».

 

2 - Offensichtlich ist das iPad ein perfektes «Surfbrett», aber taugt es auch als Schreibmaschine? Tatsächlich geht das Texten dank der grossen Bildschirmtastatur und den Stärken des Betriebssystems beim Copy/Paste recht flink voran. Allerdings: Die geniale, aber teure Hülle aus Apples Zubehörsortiment ist für längere Schreibsitzungen unabdingbar. Sie sorgt für die korrekte Neigung und verhindert, dass das hinten leicht rundliche Gerät bei jedem Anschlag erzittert.

 

3 - Fester Bestandteil des Apple-Mythos ist der wiederkehrende Versuch zum Bau eines Computers, der sich so einfach wie Papier und Bleistift bedienen lässt. Die Apps Penultimate und Writepad stellen einen digitalen Notizblock bereit (Writepad mit – gemächlicher – Handschrifterkennung). Dank Brushes und Sketchbook skizziert man wie ein Künstler.

 

4 - Die hervorragende App des Technik- und Lifestyle-Magazins Wired zeigt: Bildgewaltige Magazine haben auf dem iPad womöglich eine grosse Zukunft vor sich. Zum Lesen von Büchern und längeren Artikeln ist es aber etwas schwer und glatt – die Apple-Hülle ist auch hier ein Must. So oder so freuen wir uns, wenn Sie die Weltwoche via iPad lesen. Dafür ruft man am besten www.weltwoche.ch/inhalt auf und blättert sich nach Eingabe des Abo-Logins direkt auf der Website oder via E-Paper-Link durch die aktuelle Ausgabe.

Kommentare

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  • Andreas Thut
  • 03.06.10 | 09:04 Uhr

Habe ich in der Tat noch nicht heruntergeladen, bin aber sehr interessiert, mal eines der besten Cardio- oder Blutdruckmessgeräte für «Objekte» - buchstäblich auf Herz und Nieren - zu testen.

  • Hans Werthmüller
  • 02.06.10 | 23:24 Uhr

Sehr gut, ein Gadget mehr auf dem Markt.
Ich habe selber eins gehabt, es aber gleich an meinen Sohn weitergereicht;
wenn man bereits mit dem neusten iPhone gesegnet ist, brauchts nicht unbedingt einen Pad dazu, wobei, bei allmählich einsetzendem Grauen Star wäre es doch wieder eine Retourüberlegung wert.
Haben Sie auch schon die Cardio-Funktion runtergeladen?
Das ist bei älteren Semestern ein Download wert! ( spreche hier nicht von Ihnen, ausser das Photo ist retouchiert..)

 
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