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Hübscher Androide

Smartphones mit der neusten Version von Googles Android-System lernen Apple das Fürchten. Zu Recht.

Von Andreas Thut

Aus dem Aluminiumblock gefräst: Smartphone HTC Legend.

Vorbei ists im Silicon Valley mit der kuschelbunten Minne der Zwischenboomjahre: Ein angeblich von einem betrunkenen Apple-Ingenieur «verlorener» iPhone-Prototyp hält Blogs, Medien und Justiz seit Wochen in Atem. Und die jüngst noch Zusammenarbeit und offene Standards gelobenden Web-Ikonen Google, Adobe und Apple haben sich in einen wüsten Kampf um künftige Marktanteile verkeilt. Grund für diese Hektik: Der Goldrush im mobilen Internet, ausgelöst durch das iPhone.

Zwar sind wir Apple für das Durchschlagen des gordischen Knotens, der sich lange um das «Überall-Internet» gelegt hatte, auf ewig dankbar. Das soll uns aber nicht davon abhalten, öfter mal nachzusehen, wo die Konkurrenz aufholt – so geschehen mit dem Modell Legend der Smartphone-Schmiede HTC. Das Legend gehört zur ersten Generation HTC-Geräte mit der aktuellen Version 2.1 des Android-Betriebssystems von Google. Da HTC zudem als Googles Hoflieferant fungiert, kommt das Gerät dem in der Schweiz nicht erhältlichen Google-Phone ziemlich nahe.

Auffallend die angenehme Schwere und solide Machart: Das Smartphone ist aus einem einzigen Aluminiumblock herausgefräst und wirkt mit seiner gebürsteten Oberfläche entsprechend edel. Zwecks Demonstration seiner Robustheit schlagen HTC-Verkäufer das Gerät auch gerne mal heftig gegen eine Wand, weiss unser Lieblings-Gadget-Blog. Hinsichtlich der Bedienelemente scheint HTC nicht ganz an den Touchscreen zu glauben: Insgesamt vier Knöpfe sowie eine optische Minimaus sollen uns bei der Navigation durch die sauber aufgeräumten Menüs, die auf dem kontraststarken Display in den schönsten Farben leuchten, zusätzlich behilflich sein. Das Resultat ist gemischt: Zwar sparen die Direktknöpfe Zeit, andererseits sorgen die Unterbrüche im Bedienfluss oft eher für Verwirrung.

Der gute Eindruck setzt sich bei der Software fort: Google-Konto, Facebook, Twitter und Co. sind schnell konfiguriert, die Integration ist nahtlos und wirklich hilfreich. Kalender und Adressbuch sind jederzeit mit ihren Pendants im Web synchron, im Telefonbuch lachen einem sämtliche Facebook-Freunde mit Telefonnummer entgegen. Selbst das Abspielen von Videos im beliebten Flash-Format von Adobe, welchem Apple-Chef Steve Jobs die kalte Schulter zeigt, funktioniert passabel.

Fazit: Das HTC Legend hat uns so gut gefallen, dass wir uns kurzfristig gar beim Gedanken ertappten, das geliebte iPhone dafür aufzugeben. Aber dann doch nur kurzfristig.

Kommentare

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  • Andreas Thut
  • 12.05.10 | 11:13 Uhr

@Patrick Hawighorst
Danke für die Präzisierungen. Deshalb haben wir ja auch geschrieben, dass das Legend dem Google-Phone «ziemlich» nahe kommt. Zum Speicher: Das Legend hat 512 MB ROM und 384 MB RAM. Sie haben natürlich insofern Recht, als der RAM-Wert eigentlich der Interessantere ist.

  • Patrick Hawighorst
  • 12.05.10 | 08:57 Uhr

Ein schöner Bericht, allerdings sollte man erwähnen, dass das Smartphone-Modell, dass dem Google Nexus One am nächsten kommt nicht das HTC Legend, sondern das HTC Desire ist. Ebenfalls mit Android 2.1, aber mit 1Ghz Prosessor, 576MB RAM, größerem Display mit höherer Auflösung. Das Desire ist technisch noch eine Klasse über dem Legend angesiedelt.
Weiterhin hat das HTC Legend keine 512MB RAM wie es unter dem Artikel steht, sondern nur 384MB.
MfG PH

  • Hans Werthmüller
  • 11.05.10 | 23:26 Uhr

Spannend, aber diese Touchscreensachen tönen einfach zu kompliziert.
Habe auch gehört, dass es bisweilen Probleme mit den Screens gibt..
Interessante Beschreibung, aber ich bleibe lieber bei meinem altmodischen Nokiaphone. :-)

 
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