Kommentar

Der Tanz geht erst richtig los

Die Euro-Krise ist nur ein Symptom. Dahinter steckt die Fehlkonstruktion EU. Das europäische Einigungsprojekt ist auf allen Ebenen gescheitert.

Von Peter Keller

Illustration: Wieslaw Smetek

Was Propheten wert sind, zeigt sich erst im Rückblick. 1999 ist der Bundesrat noch ganz offen auf EU-Kurs. In seinem Integrationsbericht, der die aussenpolitischen Ziele formuliert, ist zu lesen: Für den Beitritt zur Europäischen Union spreche überdies, «dass mit der Übernahme der Einheitswährung Euro [. . .] das Risiko von schädlichen Spekulationen auf den Schweizerfranken dahinfallen würde».

Heute steht der Euro am Abgrund und der souveräne Schweizer Franken ist stabil wie eh und je. Dafür beklagen EU-Politiker die Spekulationsattacken auf den Euro. Ironie des Schicksals? Oder bloss Pech gehabt? Weder noch. Der Euro war von Anfang an eine ökonomische Fehlleistung.

Die Finanzmärkte legen jetzt nur etwas unsentimental offen, was an diesem Konstrukt schon im Kern falsch angelegt war: Es kann keine vernünftige gemeinsame Währungspolitik für so unterschiedliche Volkswirtschaften geben wie das Kleinstfürstentum Luxemburg, den Industriegiganten Deutschland und Larifari-Staaten wie Portugal oder Griechenland. Der Euro ist ein politisches Projekt – und dieses Projekt ist gescheitert. Was jetzt abläuft, sind lebenserhaltende Massnahmen für eine klinisch tote Währung.

Gut möglich, dass sich diese Rettungsübungen gegen jene richten werden, die nun als barmherzige Samariter auftreten: Deutschland stemmt mit 22,4 Milliarden Euro den Löwenanteil der Kredite für Griechenland. Dabei ist der Staat selber mit über 1,7 Billionen Euro verschuldet.

Gleichzeitig füttert Berlin die EU jährlich mit immensen Nettozahlungen: 2008 waren es 8,8 Milliarden Euro. Davon flossen, Ironie der Mutwilligkeit, 6,3 Milliarden nach Athen. Ein schöner Zustupf: Auf einen griechischen Vier-Personen-Haushalt gerechnet, sind das rund 2200 Euro Subventionen.

Eine SVP für Deutschland

Man kann die Langmut der Deutschen bestaunen – aber gottgegeben ist sie nicht. Wie lange werden sie noch als Zahlknechte für die osteuropäischen Staaten und die Bankrotteure am Mittelmeer zur Verfügung stehen? Was ist, wenn sich der Unmut über Europa politisch zu formieren beginnt? Warum soll nicht auch Deutschland seine SVP bekommen? Dann geht der Tanz erst richtig los: Wenn sich zur Linkspartei eine Rechtspartei mit Anti-EU-Drall gesellt.

Brüssel hat es bisher erfolgreich verstanden, die Bürgerinnen und Bürger von den wichtigsten Entscheidungsprozessen weitgehend auszusperren. Ob Maastricht-Vertrag, Einführung des Euro, Personenfreizügigkeit, Schengen-Abkommen, Osterweiterung oder EU-Verfassung: Die Eurokraten diktieren, und die Menschen haben zu parieren. Wer sich nun einzureden versucht, die Euro-Krise sei als isoliertes Phänomen zu betrachten, wird weiter auf dem Holzweg marschieren. Der Euro ist ein Symptom. Die Krankheit dahinter heisst europäische Integration. Die Einheitswährung sollte den Einheitsstaat vorwegnehmen, wie auch das Schengen-Abkommen eine Etappe auf dem illusionären Weg zu den Vereinigten Staaten von Europa hätte sein sollen. Mit den Grenzen wollten die EU-Architekten das aus ihrer Sicht veraltete Modell des Nationalstaats beseitigen.

Inkompetenz und Schlendrian

Dass der Wegfall der Grenzen das Reisen innerhalb Europas erleichtert, ist unbestritten. Den Bürgern wurde das Abkommen aber primär als Sicherheitsprojekt verkauft. So auch den Schweizer Stimmberechtigten. Mit welchen Resultaten? Hat Schengen irgendeinem Staat mehr Sicherheit gebracht? Ist die Zahl der erwischten Straftäter spürbar gestiegen?

Schengen bringt keinen Sicherheitsgewinn. Grosse Teile seiner Aussengrenze müssten von den gleichen Staaten kontrolliert werden, die den Euro-Stabilitätspakt an die Wand gefahren haben und ihre eigene politische Kultur pflegen. Was das für die Schweiz heisst, zeigt sich gerade am ungebremsten Zustrom von nigerianischen Asyl-Delinquenten, die über Italien fast ungehindert in unser Land einreisen.

Inkompetenz und Schlendrian sind freilich kein Exklusivrecht einzelner Regierungen. Problematisch wird es, wenn die Folgen der eigenen Unfähigkeit von anderen Staaten getragen werden müssen. Die Fehlkonstruktion EU begünstigt diese Verlagerung von Verantwortung.

Je grösser politische Gebilde sind, desto weniger demokratische Kontrolle ist möglich. Seit Jahren klagen Politiker aller Couleur über die EU-Agrarsubventionen, über die Flut unsinniger Vorschriften, über die Misswirtschaft mit Fördermitteln, über die teuren Privilegien europäischer Funktionäre. Zum Besseren gewendet hat sich nichts. Genauso wenig hat man brauchbare Rezepte gegen die hohe Arbeitslosigkeit gefunden.
Sämtliche Einigungsprojekte der EU sind gescheitert oder stehen still. Es gibt keine gemeinsame Aussenpolitik, keine gemeinsamen Streitkräfte, keine gemeinsame Sicherheitspolitik, die diesen Namen verdient. Das Projekt Euro wurde jetzt brutal demaskiert.

Was Propheten wert sind, zeigt sich erst im Rückblick. 2002, im Jahr eins nach der euphorischen Einführung des Euro, flatterte eine Standortbestimmung in sämtliche Haushalte der Schweiz. Darin war zu lesen: «Wir ziehen eine stabile Währung einer politisch motivierten Einheitswährung vor.» Der Satz stammte von Christoph Blocher.

Kommentare

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  • Peter Fritz
  • 28.05.10 | 13:42 Uhr

@ W. Hausmann

Die EU hat u.a. auch das Problem der "handelnden Personen" ... zur Verdeutlichung:
Die EU-Abgeordneten - die ein fürstliches Salär beziehen (denn von "Verdienst" will ich bewußt nicht sprechen) - sollen nun völlig überflüssige iPad's, (auf Kosten des Steuerzahlers natürlich) bekommen. Da kann einem schon der Hut hochgehen. Schließlich gibt es für sowas eine Bürozulage, das muß nicht aus dem "IT-Mobliltät"-Etat bezahlt werden!

Zudem haben sich die Herrschaften ohnehin soeben erst eine Zulagenerhöhung genehmigt!

Wieder zwei schlechte Beispiele von vielen in dieser EU.

  • Peter Fritz
  • 28.05.10 | 13:32 Uhr

@W.Hausmann
"Andere sehen das anders."
Ita est.
Und nicht nur ich, sondern sehr viele Menschen, sehe das anders als Sie;vor allem färbe ich mir die vorhandenen Probleme (gäbe es keine, hätten wir diese Diskussion ja nicht) nicht schön.

Zudem nehme ich mir die demokratische Freiheit, selbst zu entscheiden, mit wem (egal wo auf der Welt) ich Gemeinsamkeiten haben und ob ich "Europäer" sein möchte.

Es ist exakt diese Überheblichkeit
"von oben herab schon zu wissen, was dem (dummen) Volk gutzutun hat - ob es ihm paßt oder nicht"
was mich (unter anderem) an dieser EU so abstößt.

  • Wilfried Hausmann
  • 28.05.10 | 10:29 Uhr

@Peter Fritz

Herr Fritz: Bei den Artikeln im Spiegel handelt es sich um Essays. Und die Meinung von Herr Leon de Winter ist hinlänglich bekannt, aber es ist seine Meinung. Andere sehen das anders. Die Argumentation bzgl. Brüssel kenne ich aus Vorarlberg, hier "haßt" man die Wiener Zentralisten und möchte sogerne über die Wiener bestimmen. Das Projekt EU ist sicher ein sehr herausforderndes, ist es doch beispiellos.
Europäer sein heißt das verbindende über das trennende zu stellen und ich habe kein Problem damit, wenn man in Italien erst um 10 Uhr abends das Abendessen einnimmt.

  • Peter Fritz
  • 26.05.10 | 18:43 Uhr

@W. Hausmann

Man braucht kein EU-"Hasser" zu sein, um zu sehen woran es in dieser E(uropas) U(ntergang) gröbstens fehlt.
Natürlich ist für einen bedingungslosen Befürworter die EU gleich leichter zu ertragen, wenn man deren Kritiker als senile Fanatiker hinstellt.
So kann man sich das Problem auch schönreden.

Bin neugierig, wie sie das http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,695157,00.html und das http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,695157-2,00.html abwiegeln wollen.

L. d. Winter ist weder alt ("senil") nocht haßt er die EU - dennoch trifft er exakt ins Schwarze.

  • Wilfried Hausmann
  • 25.05.10 | 17:19 Uhr

@Peter Schlegel

Wenn, wie sie schreiebn, die Schweiz von einer starken EU und einem starken Euro profitiert, warum habe ich dann den Eindruck dass viele Schweizer am liebsten ein Freudenfest veranstalten würden, falls die EU scheitern sollte?

  • Wilfried Hausmann
  • 25.05.10 | 17:16 Uhr

@peter fritz
Der Haupteigentümer der Kronenzeitung, Herr Dichand senior 90 Jahre "jung", hasst die EU wie die Pest. Jeder Bezug auf einen Artikel in der Kronenzeitung ist daher irrelevant, weil alle diese Artikel gemäß Anweisung von oben EU bzw. Euro-neagtiv geschrieben sind. Das wäre dasselbe als wenn man von der SVP eine positive Bemwerkung zur EU erwarten würde.

  • fabio rechsteiner
  • 20.05.10 | 02:19 Uhr

Mehr gibts eigentlich nicht mehr dazu zu sagen:

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,695157,00.html

  • Mike Keller
  • 17.05.10 | 13:48 Uhr

@Peter Schlegel: Sprechen Sie lieber nicht nur von den Exporten aber auch Importen. Im 2007 hat die Schweiz deutlich mehr aus der EU importiert statt exportiert, siehe Handelsbilanz unten:

Wirtschaftsraum Saldo in Mio. CHF
Industrieländer -9'402.10
davon EU -25'859.70
Transformationsländer 2'565.70
Schwellenländer 12'253.10
Entwicklungsländer 8'538.20

Wir importieren z.B. deutlich mehr aus Deutschland als wir dorthin exportieren (61Mia vs 41 Mia). An zweiter Stelle ist die USA - ja und dorthin exportieren wir deutlich mehr!!

  • Peter Fritz
  • 15.05.10 | 15:39 Uhr

Allen unkritischen EU-Julblern sei die Glosse "klartext" von K. Seinitz in der österr. Kronen Zeitung vom 15.05.2010, empfohlen.

"Das sind historische Tage: Europas Abdankung zu einer Fußnote der Weltgeschichte."
"... Offenbarungseid eines Kontinents in Abwärtsspirale ..."
"... auf Hilfe des IWF angewiesen ..."
"Die Last des Schuldenberges und die ... Globalisierung lassen dem ... Kontinent kaum noch Luft zum Atmen."
"Europa ist zum reformunfähigsten Edrteil geworden ..."
"Das politische Europa kommt im Blickfeld Asiens ... kaum noch vor; ..."

Treffender kann man es nicht formulieren.

  • Peter Schlegel
  • 15.05.10 | 13:09 Uhr

@Wilfried Hausmann:

"...dass die Schweiz vom Gelingen der EU und des Euros langfristig nur profitieren kann."

Völlig richtig!

"Eine schwache EU oder ein Schwacher Euro sind für die Schweiz höchstesn kurzfristig von Vorteil, wenn über haupt."

Eine schwache EU oder ein schwacher Euro schaden der Schweiz massiv! Kurzfristig und erst recht langfristig! Die EU ist nun mal mit Abstand der wichtigste Handelpartner der Exportnation Schweiz!

  • Albert Zimmermann
  • 15.05.10 | 00:54 Uhr

Herr Hausmann, der sauglatte Ökonom Wittmann ( warum komme ich gerade bei Ökonom auf sauglatt?!) sagte im Staatsfernsehen SF TV SRG DDR SSR idée suisse service publique: kein Mitglied der EU ist zu Griechenlandzahlungen verpflichtet.Wir 2 aber kennen doch unsere unfähige devote anbiederungssüchtige Einknickclique zu Bern, die würden darum streiten, wer als Erster rückgratlos vorauseilend ein vollgestopftes Geldköfferchen nach Brüssel tragen dürfte.
Natürlich verrutscht den EU-Philen nun langsam die Maske. Entschuldigungen für jahrelange Beleidigungen und Diffamierungen ist aber nicht Stilvoll

  • Wilfried Hausmann
  • 14.05.10 | 17:05 Uhr

Ich verstehe die Aufregung und die Haßtiraden nicht.
Auch dem eingeschworensten Schweizer müsste klar sein, dass die Schweiz vom Gelingen der EU und des Euros langfristig nur profitieren kann. Eine schwache EU oder ein Schwacher Euro sind für die Schweiz höchstesn kurzfristig von Vorteil, wenn über haupt.

Und inder EU wird niemand einen Beitritt der Schweiz erwarten, dann da müsste ja das Schweizer Volk einem Vertrag zustimmen, der verlangen würde, Stichwort Nettozahler, dass mit Schweizer GELD wirtschaftlich schwächere europäische Staaten unterstützt werden. Und das wird nie geschehen.

  • Peter Schlegel
  • 14.05.10 | 16:43 Uhr

@Ernst Hiestand:

Mein Guter, nicht gleich beleidigt sein... Da scheint jemand mit Kritik nicht umgehen zu können...

Ich muss dich leider wieder korrigieren! Das Wachstum in Rumänien war eben in den letzten 10 Jahren eben besonders gross!!!

Ohne die Abschaffung der Handelsschranken und die Verbesserung der Infrastruktur (teilweise durch EU finanziert) wäre dies nicht möglich gewesen!

Das ist ja gerade das Problem vieler Entwicklungsländer. Handelschranken der Industriestaaten wie Zölle behindern oftmals die wirtschaftliche Entwicklung!

  • Albert Zimmermann
  • 13.05.10 | 20:02 Uhr

Und dann schreibt der liebe Enzo vom Wunsch als Vater des Gedankens.
2. Anmerkungen lieber Enzo.
Sollten Sie in der netten EU leben, verstehe ich nicht warum Sie sich so rührend und aufopferungsvoll um die dumpfen Schweizer bemühen.
Sollten Sie aber lieber Enzo in der dumpfen rückständigen Schweiz leben, verstehe ich nicht warum Sie sich hier so rumquälen, bei nun so nett sperrangelweit offenen Grenzen.
Ist wohl etwa der selbe Typ wie derjenige der bei jedem Sieg von Fussball-Grossdeutschland von Glück redet.

  • Ernst Hiestand
  • 13.05.10 | 03:59 Uhr

Herr Schlegel,
Danke für Ihre Korrektur (nur ein kleinlicher Kopf und Alleswisser (mein Wort) wie Sie, sieht es nötig solche 'smallminded' Bemerke zu machen)
Auch was Rumänien anbetrifft so sehen Sie es nötig mich zu korrigieren, obwohl die Schlussfolgerung die gleiche ist, nämlich, dass Rumänien auf die Dauer wirklich nur einen Weg hatte nämlich nach oben, aber wie die Börse, nichts geht ohne 'ups and downs'.
Ich brauche nun wirklich keine Belehrung über Rumänien and viele anderen Ländern von Ihnen.
Have a nice Day.

  • Enzo Aduro
  • 12.05.10 | 21:05 Uhr

Die EU ist nicht gescheitert. Hier ist der Wunsch der Vater der Idee. In Zeiten der Globabisierung, die jetzt in die Phase der Globalisierung der Politik tritt werden kleine Staaten ohne Beziehungen das Nachsehen haben. Die EU ist da diesen Nachteil ggü. Ländern wie USA, oder BRIC auszugleichen. Früher oder später wird die Schweiz auch der EU beitreten. Die Bedingungen werden sich wie ein Gang nach Canossa lesen, weil sie in eine EU beitreten werden die von Nichtschweizern für Nichtschweizer gemacht wurde.

  • Peter Schlegel
  • 12.05.10 | 14:22 Uhr

@Ernst Hiestand:

"Übrigens es wäre endlich Zeit dass Ihr Schweizer die Roma nicht mit den Rumäniern gleichstellt."

1. Du hast recht, leider werden in der Schweiz die Staatsbürger von Rumänien oftmals als "Roma" bezeichnet (z.B. von SVP-Nationalräten in der Arena)!

2. Vielleicht nimmst aber du, der ja angeblich so gute Kenntnisse von Rumänien hat, mal zur Kenntnis, dass man die Staatsbürger von Rumänien sowie die grösste ethnische in Rumänien als "Rumänen" bezeichnet und nicht als "Rumänier"!

  • Peter Schlegel
  • 12.05.10 | 14:15 Uhr

@Ernst Hiestand

"Nach Jahrzehnten unter dem Komunismus konnte es ja nur aufwärts gehen, und das sogar in Rumänien."

Falsch! In den ersten Jahren nach dem Ende des Kommunismus ging es zuerst mal abwärts. Zu Beginn der 90er Jahre gab es auch eine massive Abwanderung aus Rumänien.

Ab Ende der 90er Jahre hat sich das aber gewandelt. Rumänien hatte teilweise zweistellige Wachstumsraten. Heute ist Rumänien kein Auswanderungsland mehr!

2001 war erstmals die Einwanderung nach Rum grösser als die Auswanderung aus Rum. Seit 2007 ist das konstant so!

  • Peter Fritz
  • 12.05.10 | 11:43 Uhr

@ A. Hofstetter
Ziel muß die Verminderung der Globalsierung sein.
Es ist nämlich Unsinn, z.B. Lebensmittel tausende von Kilometern quer über die Kontinente und Weltmeere zu schippern. Kleine lokale Einheiten produzieren genausogut, und - vor allem - sind sie lokal auch lebens- und ertragsfähig.

  • Peter Fritz
  • 12.05.10 | 11:40 Uhr

@ A. Hostetter
"Es braucht Verbünde und grössere Einheiten, ..."
Da gebe ich Ihnen recht;aber ich brauche nicht bei meinem Haus und denen meiner Nachbarn alle Türen entfernen und alle Zäune niederreißen, bloß weil ich mit denen Handel treiben will.
Eine Zollunion reicht dafür aus.
Europas Chancen stehen auch so schlecht;dank der "neuen" Märkte Indien und China sind wir als Absatzmarkt bald "tot".
Wir produzieren "zu teuer", Folge: Abwanderung der Produktion, keine Arbeit, kein Geld, kein Konsum.

  • Peter Fritz
  • 12.05.10 | 11:36 Uhr

@ A. Hofstetter
"Es braucht Verbünde und grössere Einheiten, ..."
Da stimme ich Ihnen zu;dennoch muß ich nicht bei meinem Haus und denen meiner Nachbarn alle Türen aushängen und die Gartenzäune niederreißen, bloß weil ich mit denen Handel treiben will.

Eine Zollunion ist dafür ausreichend.

"Europas" Chance für die Zukunft (im glob. Wettbewerb) ist auch so gering, dank der "neuen" Märkte Indien und China ist Europa als Absatzmarkt bald "tot". Wir spielen für den Weltmarkt keine Rolle mehr und wir produzieren "zu teuer".
Folge: Abwanderung der Produktion, keine Arbeit, kein Geld, kein Konsum.

  • Peter Fritz
  • 12.05.10 | 11:22 Uhr

@ P. Schlegel

Und ... nein, ich war nicht in Rumänien. Wenn - vor lauter Fortschritt - nicht mal deren Bettler dort sein möchten, möchte ich auch gar nicht dorthin.

Ich nehme mir jedoch die - von Dir für andere so vehement geforderte - Freiheit, selbst zu bestimmen, wen ich mag und wen nicht; wer "durch meinen Garten und mein Haus ziehen" darf und wer nicht.

Du hast noch immer nicht gelernt sinnerfassend zu lesen - wo steht, daß ICH eine komm. Diktatur BEVORZUGE?

Wenn es denn mit dem sinnerfassenden Lesen mal funktioniert, dann gibt's auch keine falschen Schlußfolgerungen mehr.

  • Peter Fritz
  • 12.05.10 | 11:14 Uhr

@ P. Schlegel
WER nimmt sich heraus, Begriffe irgendwie zu "besetzen"?
Der Nationalsozialismus war vor meiner Zeit, ist lange vorbei, und für einen normalen Menschen ist ein Eskimo ein Eskimo, ein Indianer ein Indianer, ein Neger ein Neger, ein Zigeuner ein Zigeuner. Wer schlechtes dabei denkt, kehre vor der eigenen Tür.
Ich sehe auch keinen Vorteil für den Nettozahler, wenn woanders Kaufkraft steigt - der Nettozahler kriegt deswegen nicht mehr als er hinblättert.
€ 100,- auszugeben um € 80,- zu lukrieren - oh, welch ein Bombengeschäft.

  • Chester Moxon
  • 12.05.10 | 11:07 Uhr

@Hofstetter: doch, hat er. Die EU zahlte halt Lösegeld (in Ramsch-EURO), das ist das einzig lustige daran.
MfG

  • Andreas Hofstetter
  • 12.05.10 | 08:54 Uhr

@ P. Fritz

"Das hat 50 Jahre bestens funktioniert"

Nur hat sich die Welt dramatisch verändert, Stichworte: Globalisierung und Global Village. Es leuchtet jedem, der eine Ahnung von Wirtschaft hat ein, dass 50 alleinwurstelnde Nationalstaaten in Europa keine Chance hätten im globalen Wettbewerb zu bestehen. Es braucht Verbünde und grössere Einheiten, um effizienter zu sein und auch besser geschützt zu sein. Wie verletzbar die CH allein ist, sieht man aktuell mit den USA und im Fall Lybien. Gadaffi würde sich gegenüber einem EU Staat nie so aufführen, wie gegen die CH.

  • Ernst Hiestand
  • 12.05.10 | 04:41 Uhr

Herr Schlegel,
Von Ihren alleswissenden Komentare gesehen, glaube ich, dass Sie wenig persönliche Kentnisse über die ehemaligen Oststaaten unter dem Komunismus hatten/haben.
Nach Jahrzehnten unter dem Komunismus konnte es ja nur aufwärts gehen, und das sogar in Rumänien.
Und ja, Ich habe sehr viele persönliche Kentnisse von den Oststaaten unter dem Komunismus und heute noch, mit guten Beziehungen vor allem in Rumänien.
Übrigens es wäre endlich Zeit dass Ihr Schweizer die Roma nicht mit den Rumäniern gleichstellt.

  • Ernst Hiestand
  • 12.05.10 | 04:33 Uhr

Wehrer Hartmann,
Dass mein Deutsch nach vielen Jahren als Auslandschweizer nicht mehr so gut ist, gestehe ich, dennoch sehe ich nicht wie Sie aus meinem Komentar lesen, dass die Schweiz sich nicht internationalen Rechten beugen muss etc.
Ich glaube nicht, dass ich jemals geschrieben habe, dass die Schweiz ohne ausländische Arbeitnehmer auskommen kann. Ich verteidige jedoch die Kultur der Schweiz, die die Schweiz über Jahrhunderte start, frei und sicher gemacht hat. Ich bin auch dafür, dass die Schweiz mehr an internationalen UNO Missionen mitmache sollte Zivil und Militär.
Gruss von Kanada.

  • Peter Schlegel
  • 11.05.10 | 22:55 Uhr

@Peter Fritz:

Du weichst aus!

Noch einmal! Warst du schon einmal in Rumänien?

Was die Protektionisten nicht begreifen:

Wenn sich in Staaten wie Portugal oder Rumänien die Lebensqualität verbessert und die Kaufkraft erhöht, dann profitieren eben auch die Nettozahler massiv davon!!!

Siehe Niederlande!

Win-win-Situation nennt man das!!!

  • Peter Schlegel
  • 11.05.10 | 22:52 Uhr

@Peter Fritz:

Der Begriff "Zigeuner" ist klar negativ besetzt (insbesondere aus der Zeit des Nationalsozialismus!) und wird von den betreffenden Gruppen auch klar abgelehnt!

Fakt ist: Rumänien hat heute kaum mehr Auswanderung! Es ist heute ein Einwanderungsland!

"Ob der Wandel von komm. Diktatur zu Demokratie für die Rumänen ein Fortschritt war, sei dahingestellt (s. ex-DDR)."

Dass du eine kommunistische Diktatur einem demokratischen Staat vorziehst, sagt viel aus...

  • Peter Fritz
  • 11.05.10 | 20:13 Uhr

@ P. Schlegel

Aber wenn ich Deine Argumente so besehe, dann lerne ich wenigstens, was für einen glühenden EU-Anhänger "Fortschritt" ist:
Wenn Hungerleider-Staaten (Irland, Portugal, Spanien, usw., usw.) mit dem Geld der Nettozahler ein Wirtschaftswachstum erzielen - ungeachtet ihrer tatsächlichen Verschuldung; wenn es irgendwo "demokratische Strukturen" gibt - auch wenn solch ein "Rechtsstaat" das Wort nicht wert ist, da Exekutive und Justiz zum Großteil korrupt sind (z.B. Rumänien - net wieder sagen, man wäre net "informiert" - Zeitunglesen reicht!).
So kann man sich die Welt auch schönreden

  • Peter Fritz
  • 11.05.10 | 20:07 Uhr

@ P. Schlegel
Ein Zigeuner ist ein Zigeuner (ein Indianer ein Indianer, egal, von welchem "Stamm"), daran ist aber auch schon gar nichts Diskriminierendes.

Ich sprach nicht von Rumänen die in Italien oder Spanien leben ... bevor Du also anderen Ignoranz vorwirfst, lerne mal zu lesen, was tatsächlich gesagt/geschrieben wurde.

Und aufgrund der gebesserten Lebensqualität in Rumanien müssen diese Zigeuner also im restlichen Europa betteln - soo gestiegen ist die Lebensqualität?

Ob der Wandel von komm. Diktatur zu Demokratie für die Rumänen ein Fortschritt war, sei dahingestellt (s. ex-DDR).

  • Michael Wäckerlin
  • 11.05.10 | 19:53 Uhr

Japan ist im Gegensatz zu Portugal eine Hightech-Nation mit eigener industrieller Basis und gewaltigen Devisenreserven. Zudem ist Japan bei sich selbst in der Kreide.

Das Verhältnis von Schulden/BIP ist nur eine der Determinanten der Kreditwürdigkeit eines Staates.

  • Michael Wäckerlin
  • 11.05.10 | 19:01 Uhr

Sehr geehrter Herr Schlegel,

hier mit Wachstumsraten zu argumentieren ist Blendwerk. Natürlich wachsen Volkwirtschaften mit geringem Kapitalstock schneller, sofern der Kapitalverkehr gewährleistet ist. Konsultieren Sie das Solow-Modell. Und beim irischen Finance-Tiger herrscht nun Katzenjammer.

Die EG/EU hat mit dem Binnenmarkt und dem freien Kapitalverkehr ihr Optimum erreicht. Die monetäre und politische Fusion endet für Nicht-Kommissare in der Tragödie.

  • Peter Fritz
  • 11.05.10 | 12:50 Uhr

@ A. Hofstetter
Ich bin selbstdg. Gewerbetreibender (nicht im Handel); doch dies
"Sprechen Sie mal mit einem Unternehmer der exportiert ..."
ist das Grundproblem mit EU und Euro - beides dient bloß "der Wirtschaft", und nicht "dem kleinen Mann".
Solange dieser nämlich Geld hat, quer durch Europa zu reisen, stören Wechselgebühren nur am Rande (der Verlust der Souveränität ist wohl das schwerwiegendere Problem).
Anders als ein beliebtes Schlagwort es ausdrückt, geht es nämlich der Wirtschaft dann gut, wenn es den Menschen gutgeht - nicht umgekehrt.

Das hat 50 Jahre bestens funktioniert.

  • Michael Hartmann
  • 11.05.10 | 11:55 Uhr

Dafür, geehrter Hiestand, glauben Sie an das Märchen einer politisch und wirtschaftlich 'freien' Schweiz, die sich über internationales Recht hinwegsetzen kann, deren Gesetzgebung sich die ganze Welt unterwerfen muss und die auch ohne 'Ausländer' als Arbeitnehmer auskommen kann.

  • Rainer Selk
  • 11.05.10 | 11:36 Uhr

Ernst Hiestand 11.05.10 02:11
Die Nord, Süd, Ost EURO Theorie geht nicht auf. Jene EUROs werden wie Quark 'breit' aber nicht 'stark'. Die EU IST eine linksromantische verkommende Sozialblase. Während man in Schanghai in Drahtzellen zu 6 übereinander 'haust' + dafür sogar noch zahlt, tun viele in der EU so, als ob sich Geld aus Vulkanansche 'schöpft'. Der GR Reg.-Chef wird es sehr schwer haben, 'sparen' durchzusetzen, wenn man sich in Brüssel 'bedienen' kann + wer will das wirklich kontrollieren, etwa Brüssels nicht vorhandenes Management, das nur noch Crashübungen nachvollzieht?

  • Chester Moxon
  • 11.05.10 | 11:17 Uhr

Geehrter Hartmann: wollte Sie darauf hinweisen, dass Sie die Option hätten, konsequent zu sein. Statt pseudo-akademisches Geschwafel --> handeln.
Ich für mich habe meine Entscheidung getroffen. Ist Ihnen eigentlich aufgefallen, dass Sie immer ausweichen oder versuchen, den Spiess umzudrehen? Und Sarkasmus ist auch nicht Ihr Ding...
Übrigens: bin kein Banker und war damals gegen die Rettung der UBS mit allen Konsequenzen - lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende (wäre im Falle EU/EURO auch gescheiter - leider): es war schon merkwürdig, dass sich ALLE Parteien einig waren...

  • Peter Schlegel
  • 11.05.10 | 09:57 Uhr

@Mike Keller:

Portugal hat eine Staatsverschuldung von 76,8% gemessen am BIP 2009. Damit steht steht Portugal klar besser da als die USA und um Welten besser als Japan (190%)!

Warst du in den 1970er Jahren mal in Portugal?

Der Vergleich mit dem Mauerfall ist lächerlich! Die EU ist äusserst erfolgreich und stabil! Wir werden ja sehen in 10 Jahren!

"Ich hoffe sehr, dass ich Unrecht habe und die EU zum Erfolg eines friedsamen Europas führt."

Du hast offensichtlich noch nicht mitbekommen, dass wir heute schon (dank der Europäischen Integration) in einem friedsamen Europa leben!

  • Peter Schlegel
  • 11.05.10 | 09:48 Uhr

@Mike Keller:

Danke für deine Zahlen. Sie belegen ja gerade meine Aussagen!

Luxembourg hat heute ein BIP/Kopf, das fast doppelt so gross ist, wie dasjenige der Schweiz. Früher lag die CH mal vor Lux!

Irland gehört gemäss deinen Zahlen heute zu den Top Ten weltweit betreffend BIP/Kopf und liegt nur noch knapp hinter der CH. Irland war in den 1980er Jahren noch das Armenhaus Westeuropas!

Das zeigt sehr schön den wirtschaftlichen Erfolg dieser Staaten!

  • Peter Schlegel
  • 11.05.10 | 09:30 Uhr

@ Elena Wawronic
@Henry Rehmann

Sie beweisen mit ihren Beiträgen, dass Sie wenig Ahnung von Irland haben!

Irland war noch in den 1980er Jahren das Armenhaus in Westeuropa! Heute gehört es gemessen am BIP/Kopf zu den 10 reichsten Staaten weltweit! (Siehe Beitrag Mike Keller)

Ich liefere hier Fakten. Ihre Argumentation beruht auf Unwissenheit und Vorurteilen!

Waren Sie mal in Irland in den 70er oder 80er Jahren?
Waren Sie mal in Portugal in den 70er Jahren?
Waren Sie mal in Rumänien in den 90er Jahren?

Kennen Sie den Vergleich zu heute?

Ich ja!

  • Peter Schlegel
  • 11.05.10 | 09:11 Uhr

@Peter Fritz:

"Daß slow. und rumän. Zigeuner jetzt in ganz Europa auf organisierter Betteltour unterwegs sind?"

Du disqualifizierst dich selbst mit solchen diskriminierenden Äusserungen. In nehme an du sprichst von Sinti und Roma (Nur Ignoranten bezeichnen diese als Zigeuner!)

Ausserdem bist du schlecht informiert: Die Rumänen, die heute in Italien oder Spanien leben sind in den 90er Jahren aus Rum ausgewandert. Rum ist erst seit 2007 EU-Mitglied!

Rumänien ist heute ein Einwanderungsland! Schau dir mal die Bevölkerungsstatistik an!

Warst du schon mal in Rumänien?

  • Peter Schlegel
  • 11.05.10 | 09:03 Uhr

@Peter Fritz:

Ich habe bereits am Beispiel Portugal die Entwicklung von der Diktatur zum demokratischen Staat erläutert. Am Beispiel der osteuropäischen Staaten ist es -sofern man gewisse Kenntnisse der europäischen Geschichte hat - noch viel offensichtlicher!

Vor 20 Jahren gab es in diesen ehemals kommunistischen Staaten noch überhaupt keine demokratischen Strukturen! Heute gibt es in allen diesen Staaten demokratischen Wahlen und es gilt der Rechtsstaat!

Wirtschaftlich: Schau dir mal die Wachstumsraten an!

Sozial: Die Lebensqualität hat sich stark verbessert!

  • Sergio Frei
  • 11.05.10 | 09:01 Uhr

nun nachdem die "löcher" gestopft, strasse, brücken,tempel gebaut, pensionierung mit 50 (GR beamte) , kann man sich ja bankrott melden (P).
klar ist dies ein zeichen der schwäche, und die (geistig/kulturell) starken, werden sich nicht scheuen dies auszunüzten. wir warten also auf weitere weisse fahnen aus I,Sp,P..... . zur not gibt's ja noch den staatsbankrott, welches die EG ja nicht zulassen will (500-800 mia.€ sind zwar nicht existent, aber bereitgestellt). ein riesiger sozialstaat und somit traum wird langsam auch für den letzten berner träumer ersichtlich.

  • Ernst Hiestand
  • 11.05.10 | 02:11 Uhr

Habe nie an das EU Märchen geglaubt.
Nord-Europa gegenüber Süd- und Ost- Europa gleichzustellen, eine schöne friedliche Europäische Familie, konnten nur die sogenannten "Gescheiten" erträumen.
Schlage vor: Einen NORD-EURO, einen SÜD-EURO, und einen OST-EURO einzuführen und den CH-Fr. beibehalten.
Die EU ändelt langsam einem Sozialstaatenbund.
Die Finanzkriese als Schuld der Griechen-Kriese und möglichen anderen Krisenstaaten zu belasten vertuscht den eigentlichen Ursprung. Gesunde Staatliche Wirtschaften sind auf dem besten Wege zurück zur Vorkriesenzeit, wie Kanada/Schweiz etc.

  • Michael Wäckerlin
  • 11.05.10 | 00:51 Uhr

@ Andreas Hofstetter

Das sich die Chinesen (auch Austauschstudenten an der Uni St. Gallen) nicht bedingungslos "unseren" gutgemeinten Ratschlägen unterwerfen mag angesichts der suizidalen Wirtschaftspolitik Europas verständlich sein.

  • Michael Wäckerlin
  • 11.05.10 | 00:39 Uhr

Der oberste Soviet in Brüssel und Frankfurt hat ja dem internationalen Kulakentum einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Völkerfreundschaft macht auch vor den Gläubigerschutz nicht halt.

Und damit uneinsichtige Untertanen nicht aus der Reihe tanzen werden in Vicenza die EUROGENDFOR-Truppen trainiert. Ordnung muss sein.

Wie man diese kriminelle Vereinigung noch verteidigen kann ist mir ein Rätsel.

  • Werner Sieber
  • 10.05.10 | 22:16 Uhr

Was wäre wenn und warum schon und warum nicht. Es ist müssig nach gründen zu suchen wie das ganze verhindert hätte werden können. Es ist so wie es ist. Die EU ist eine Fehlkonstruktion. Dies haben die Stimmbürger der Schweiz erkannt. Zusammenarbeit ja Mitglied nein. Alles andere ist Kristallkugel raten und Sternendeuterei.
Das wir in abhängikeit mit der EU und seinem Moloch stehen, steht ausser Zweifel. Die Frage ist letzlich was können wir dafür tun, dass die EU uns nicht in den Abgrund zieht.

  • Mike Keller
  • 10.05.10 | 20:39 Uhr

@ Peter Schlegel: Sie sprechen von Ignoranten und bringen das Erfolgsbeispiel Portugal. Nun, Portugal ist beinahe bankrott und noch ein paar EU-Länder dazu. Sie sind der grösste Ignorant in diesem Forum! Sie schreiben hier wie die alten Kommunisten, die den Mauerfall und Zerfall des kommunistischen Systems bis heute nicht akzeptiert haben. Ich weiss nicht wieviel Hirnwäsche man benötigt um diesem Blödsinn einer EU in der heutigen Form noch Glauben schenken zu können. Ich hoffe sehr, dass ich Unrecht habe und die EU zum Erfolg eines friedsamen Europas führt.

  • Mike Keller
  • 10.05.10 | 20:30 Uhr

@Peter Schlegel:
Hier das GDP pro Kopf 2009 (kaufkraftbereinigt) gemäss Schätzung IMF:
1 Qatar 83,841
2 Luxembourg 78,395
3 Norway 52,561
4 Singapore 50,523
5 Brunei 49,110
6 United States 46,381
7 Switzerland 43,007
— Hong Kong 42,748
8 Netherlands 39,938
9 Ireland 39,468

In abs. Dollars sieht die Schweiz noch besser aus! Wenn die Wachstumsrate wirklich die Wahrheit darstellt, sollte die Schweiz eher schon Aserbaidschan mit Wachstumsraten zwischen 10 und 35% p.a. beitreten. Lieber nicht!!

  • Andreas Hofstetter
  • 10.05.10 | 18:02 Uhr

@ P. Fritz

Offensichtlich sind Sie nicht ein Mann der Wirtschaft. Sprechen Sie mal mit einem Unternehmer der exportiert, dann begreifen Sie ev. dass ihre Sehnsucht nach den verklärten "guten alten Zeiten" heute eine Katastrophe wäre. Wenn Sie durch 10 Länder gereist wären und Geld umgetauscht hätten, wäre nichts mehr vorhanden. Für die globalen Finanzhaie, wären 50 Einzelwährungen ein Fressen und die würden alle paar Monate ein Land mit Währungsspekulation in den Ruin treiben! Der Euro hat trotz allem Stabilität und Wachstum gebracht. Nach Schätzung über 1% jährlichseit der Einführung!

  • Henry Rehmann
  • 10.05.10 | 17:44 Uhr

@ Elena Wawronic
Eine wunderschöne Charakterisierung der Ergüsse unseres allseits hoch verehrten Stachanov-Literaten Schlegel.

  • Peter Schlegel
  • 10.05.10 | 13:22 Uhr

@F. Rechsteiner:

1. Richtig, gewisse EU-Staaten (v.a. Spanien) ein Problem mit hoher Arbeitslosigkeit haben.

2. Im Vergleich zu den USA hat die Arbeitslosenquote in der EU wesentlich weniger stark zugenommen. Die USA haben heute die höhere ALQ! Vor 5 fünf Jahren sah das noch ganz anders aus!

3. Die Entwicklung der ALQ ist in den einzelnen EU-Staaten sehr unterschiedlich. Holland z.B. hat eine sehr tiefe ALQ!

4. Staaten wie Usbekistan, Kuba oder Nigeria haben eine tiefe ALQ. Trotzdem kann man diese Staaten wohl kaum als erfolgreich bezeichnen. Die ALQ ist nur bedingt aussagekräftig!

  • Peter Fritz
  • 10.05.10 | 12:50 Uhr

@ A.Hofstetter
"Wie die Alternative zur EU aussieht, muss man fairerweise erwähnen: 50 Nationalstaaten mit 50 Währungen etc. Das wäre ein Desaster!"

Was - bitteschön - wäre daran ein Desaster?

Das hat nach 1945 über 50 Jahre lang bestens funktioniert und würde es wahrscheinlich auch heute noch.

  • Peter Schlegel
  • 10.05.10 | 12:49 Uhr

@Fabio Rechsteiner:

Richtig, das BIP/Kopf alleine sagt noch nichts über die Lebensqualität in einem Land aus. Aber ein gewisses BIP/Kopf ist nötig, damit z.B. ein funktionnierendes Gesundheitswesen oder Bildungswesen oder eine funktionnierende Infrastruktur aufgebaut werden können.

Fakt ist, dass es in Portugal in den 1970er Jahren noch zahlreiche unterernährte Kinder gab, ein grosser Teil der Kinder hatte keinen Zugang zu Bildung,...

Und da sind in den letzten 30-40 Jahren dank der Europäischen Integration enorme Fortschritte gemacht worden, das willst du wohl kaum abstreiten?

  • Peter Schlegel
  • 10.05.10 | 12:28 Uhr

@Wäckerlin:

"Abwerten von Währungen ist kein Hexenwerk. Das schaffen die Stümper von der SNB zur Not auch."

Falsch! Die SNB kann höchstens kurzfristige Kosmetik betreiben! Es ist äusserst naiv zu glauben, die SNB könne tatsächlich den EUR/CHF-Kurs langfristig beeinflussen!!

Prof. Wittmann hat es in der Arena sehr schön ausgedrückt: Es wäre etwa gleich absurd zu behaupten, dass er (Wittmann) den Zürichsee leersaufen könne...

  • Peter Schlegel
  • 10.05.10 | 12:22 Uhr

@Hofstetter:

Ich grundsätzlich einverstanden, mit dem was du schreibst, aber...

"Wie die Alternative zur EU aussieht, muss man fairerweise erwähnen: 50 Nationalstaaten mit 50 Währungen etc. Das wäre ein Desaster!"

Nur gerade 16 von 27 EU-Staaten haben den EURO als Währung. Dazu kommen noch 6 weitere Zwergstaaten oder neue Staaten (San Marino, Vatikanstadt, Monaco, Andorra, Kosovo, Montenegro)

  • Peter Fritz
  • 10.05.10 | 10:25 Uhr

@ P.Schlegel
"Dieses gesamte Integrationsprojekt ist eine einzigartige Erfolgsgeschichte! Das will wohl niemand, der einigermassen eine Ahnung von europäischer Geschichte hat, bezweifeln!!!" (08.05.13:08)

Sie können vielleicht mit Rufzeichen umgehen, aber mit unangenehmen Wahrheiten eher nicht.
Daher wiederhole ich meine Frage: Welcher Art wären denn die demokr., wirtschaftl. und sozialen Fortschritte osteurop. Staaten?
Daß slow. und rumän. Zigeuner jetzt in ganz Europa auf organisierter Betteltour unterwegs sind?
Daß osteur. Einbrecherbanden ohne Grenzkontrolle samt Beute auf und davon sind?

  • Elena Wawronic
  • 10.05.10 | 09:37 Uhr

@ Herr Schlegel

Ihre ideologisch motivierten und und schön sozial eingefärbten einseitigen Ansichten, gepaart mit einem überbordenden Schuss an Rechthaberei und Schlaumeiertum, machen die Lektüre Ihrer zahlreichen Beiträge zu jedem nur erdenklichen Thema zu einer wahren Freude. Ihre Beiträge sind wahre Kongolmerate an konsolidiertem Unsinn und falsch zitierten Zahlen. Das extrem nachhaltige Wirtschaftswachstum von Irland (Achtung Ironie!) ist wirklich beachtlich, haben Sie weitere Anschauungsbeispiel von erfolgreichen Ländern zur Hand Herr Schlegel?

  • fabio rechsteiner
  • 09.05.10 | 23:51 Uhr

@Andreas Hofstetter 09.05.10 12:12
"Bei der Einführung des Euros wurden gravierende Fehler gemacht"
Richtig
"u.a. hätte man mit Südeuropa zuwarten müssen bis diese Länder ihre Wirtschaft reformiert haben. Deutschland und Frankreich haben das bewusst so gewollt, wegen der komparativen Vorteile im Export und müssen nun zurecht für den Schaden bezahlen."
Falsch! Es gibt noch andere EU-Länder die nicht den EUR haben. GR's beitritt zum EUR-Raum war eine rein politische Entscheidung, deren Logik sich mich bis heute verschlossen hat.

  • fabio rechsteiner
  • 09.05.10 | 22:32 Uhr

@Peter Schlegel
Verstehen Sie mich nicht falsch, wenn das BIP in einigen EU Staaten steigt ist dies ja gut für diese. Nur sehe ich keinen wirklichen Fortschritt, wenn der drastische Anstieg des BIP nicht mit einer deutlich niedrigeren Zahl an Arbeitslosen einhergeht.
Manchmal ist weniger schlussendlich doch mehr.

  • Andreas Hofstetter
  • 09.05.10 | 12:26 Uhr

@ Wäckerlin und andere

Eine massive Ausweitung der Geldmenge und generell eine akkomodative Geldpolitik bringt nicht automatisch Inflation. Dazu müsste in der Folge die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen steigen. Das wird mit den rigorosen Sparprogrammen in Europa kaum möglich sein!

Japan steckt seit 20 Jahren in einer Deflation trotz einer fast Nullzinspolitik und Schulden in astronomischer Höhe, min. 220% vom BIP! Japan widerlegt diese Theorie.

China müsste den Währungspeg zum USD längst aufgeben und massiv aufwerten, sonst werden die Probleme deutlich grösser.

  • Andreas Hofstetter
  • 09.05.10 | 12:19 Uhr

/2

Der Euro hat seit seiner Einführung zum USD immer noch deutlich zugelegt. Die Fundamentaldaten sind in den USA deutlich schlechter als in E, inbesondere hat die USA ein riesiges Handelsbilanzdefizit.

Die Befriedung Europas, die EU und der EUR haben Stabilität und Wohlstand erst ermöglicht. Davon hat die CH übermässig profitiert. Daher ist mir die Kritik von rechts eindeutig zu schrill, angesichts des Fakts, dass wir gar nicht Mitglied der EU sind.

Wie die Alternative zur EU aussieht, muss man fairerweise erwähnen: 50 Nationalstaaten mit 50 Währungen etc. Das wäre ein Desaster!

  • Andreas Hofstetter
  • 09.05.10 | 12:12 Uhr

Etwas mehr Sachlichkeit täte der Debatte gut. Dazu empfehle ich das heutige Interview mit P. Hildebrand in der NZZaSo. Sehr präzis auf den Punkt gebracht und v.a. frei von polemischem Balast.

Ein paar Punkte meinerseits, die mE wichtig sind:

Bei der Einführung des Euros wurden gravierende Fehler gemacht u.a. hätte man mit Südeuropa zuwarten müssen bis diese Länder ihre Wirtschaft reformiert haben. Deutschland und Frankreich haben das bewusst so gewollt, wegen der komparativen Vorteile im Export und müssen nun zurecht für den Schaden bezahlen.

  • Michael Wäckerlin
  • 08.05.10 | 22:02 Uhr

Fortsetzung:

Der Euro ist eine eine monetaristische Missgeburt. Sein Fortbestand wird mit Inflation, Arbeitslosigkeit und "demokratischem Zentralismus" erkauft.

  • Peter Schlegel
  • 08.05.10 | 21:52 Uhr

Fabio Rechsteiner,

Ich habe hier Staaten aufgeführt, die betreffend Einwohnerzahl, Wirtschafts- und Bevölkerungsstruktur mit der Schweiz vergleichbar sind.

Aber alle EU-Staaten hatten zwischen dem EWR-Nein und dem Inkrafttreten der Bilateralen ein Wirtschaftswachstum pro Kopf, das mindestens doppelt so hoch war wie dasjenige der Schweiz!!! Über die ganze EU 3-mal so hoch!

Von 1993 - 2009 wies die EU-15 ein Wachstum pro Kopf von 33% auf! Klar höher als die Schweiz!

Die osteuropäischen EU-Staaten waren 1993 noch nicht dabei. Diese weisen seit 2002 besonders hohe Wachstumsraten auf!

  • Michael Wäckerlin
  • 08.05.10 | 21:52 Uhr

Sehr geehrter Herr Schlegel,

1.
Keine Fiat-Währung ist wirklich stabil. Der Wert von Dollar und Euro unterliegen der reinen Geld- und Kreditschöpfungslaune öffentlicher und privater Institutionen. Da sagt ein Esel dem anderen "Langohr".

2.
Argumentation mit Hypothesen. Wird den Kritikern der blaugelben Eurosauce auch ständig vorgeworfen. Zudem nicht nachvollziehbar.

3.
Abwerten von Währungen ist kein Hexenwerk. Das schaffen die Stümper von der SNB zur Not auch.

4.
Da haben Sie recht. Wenn auch nicht so wie Sie meinen.

  • Peter Schlegel
  • 08.05.10 | 21:13 Uhr

Rainer Selk,

Offensichtlich fehlen dir die sachlichen Argumente gegen meine Zahlen und Fakten!!!

  • fabio rechsteiner
  • 08.05.10 | 18:25 Uhr

@Peter Schlegel
Da Sie solch wunderbare Zahlen produzieren, wären sie bitte so freundlich die Gesamteuropäische Zahlen ebenfalls zu erwähnen, dann sieht das Ganze gleich ein wenig anders aus.

Des weiteren frage ich mich wie es (nicht nur) in diesen Musterstaaten betreffend der Arbeitslosigkeit steht - mit dem von Ihnen vermerkten Wachstum sollte es dort wohl kaum über 1% Arbeitslose geben.

  • Rainer Selk
  • 08.05.10 | 18:14 Uhr

Peter Schlegel 08.05.10 16:24
'Was die Europhoben nicht begreifen'
Was Euroturbos links weglassen, ist nicht mehr Schön zu reden.
C'est ca.

  • Peter Schlegel
  • 08.05.10 | 16:24 Uhr

Was die Europhoben nicht begreifen:

1. Der EURO war und ist die wesentlich stabilere und stärkere Währung als der US$!

2. Hätten wir keinen EURO, wäre Griechenland wesentlich schlechter dran und die anderen Staaten müssten wesentlich tiefer in die Taschen greifen! Siehe Island, das grundsätzlich wesentlich besser aufgestellt war als G.

3. Die Exportnation Schweiz wird massiv mehr unter dem schwachen EURO leiden als die EU-Staaten. Exportweltmeister Deutschland wird sogar vom schwachen EURO profitieren!

4. Die Schweiz hat massiv von der zuverlässigen Einheitswährung EURO profitiert!

  • fabio rechsteiner
  • 08.05.10 | 15:01 Uhr

@Friedrich Lorenz 08.05.10 11:47
An dem Prinzip des Finanzausgleichs ist als solches nichts auszuzusetzten, sofern man davon ausgeht dass jene welche netto Gelder erhalten es nicht nur auf dem Erhalt derselben beruhen lassen.
Dies ist in Griechenland der Fall und zwar seit dem 1. Tag der Mitgliedschaft in der EU!
Nur nochmals die Kennzahlen:
GR erhielt 2008 Netto (!) 6.3 MRD EUR bei einer Bevölkerung von 11 Mio Menschen.
Mir fallen bei solchen Zahlen Ausdrücke ein die dem Sysop nicht gefallen würden, deshalb lasse ich es sein.

  • fabio rechsteiner
  • 08.05.10 | 14:50 Uhr

@Michael Hartmann 08.05.10 09:52
Ach wie nett, Sie geben also selbst zu, dass die Abmachungen innerhalb der EU nicht mal die Druckfarbe wert sind mit denen diese geschrieben wurden, ganz zu schweigen vom Papier.
Worauf soll man sich denn noch verlassen können?
Heute scheint die Sonne dann werden die Abmachungen eingehalten, morgen regnet es, dann schert man sich einen feuchten D... darum.

  • Peter Schlegel
  • 08.05.10 | 14:35 Uhr

@Friedrich Lorenz

Sie bringen es genau auf den Punkt: Das Wissen über die EU der Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer ist miserabel.

Leider trifft das auch auf viele Journalisten und Politiker zu. Die aus Gründen der Unwissenheit oder teilweise auch bewusst ungenügend über die EU informieren.

Die "Welt"woche setzt lieber auf nationalistische Ideologie als auf Fakten!

  • Wilfried Hausmann
  • 08.05.10 | 14:33 Uhr

Die EU ist ein Staatenbund, der die Kleinstaatlichkeit Europas überwinden helfen soll. Heute spielen große Regionen und nicht mehr einzelne Nationalstaaten eine Rolle: Verglichen mit Bevölkerungszahl Indiens oder Chinas umfasst Europa nur 50% bis 33% deren Größe.
Das Gelingen der EU ist für Europa überlebenswichtig. Sollte die EU scheitern würde das auch für die Schweiz einen massiven Rückschlag bedeuten. Den bisher nascht die Schweiz am Erfolge der EU stark mit. Und glaubt hier wirklich jemand, dass ein Absturz des EUROS der Schweiz gut bekommen würde!? Ein Europäer

  • Peter Schlegel
  • 08.05.10 | 14:12 Uhr

Wirtschaftswachstum pro Kopf 1993-2008 (Quelle Weltbank) Schweiz und vergleichbare EU-Staaten:

Irland 112%
Finnland 62%
Luxembourg 53%
Schweden 47%
Niederlande 37%
Österreich 34%
Belgien 32%
Dänemark 31%

Schweiz 20%

Das sind die Fakten, meine Damen und Herren!!!

Schaut man nur die Zeitperiode zwischen dem verheerenden EWR-Nein und Einführung der Bilateralen an, sieht es noch düsterer aus:

Irland 88%
Finnland 36%
Luxembourg 35%
Schweden 27%
Dänemark 22%
Niederlande 22%
Belgien 21%
Österreich 21%

Schweiz 8%

  • Peter Schlegel
  • 08.05.10 | 13:29 Uhr

Beispiel Portugal:

Portugal war zu Beginn der 70er Jahre noch eine brutale und menschenverachtende Diktatur, heute ist Portugal eine gefestigte Demokratie.

Portugal hatte in den 70er Jahren ein katastrophales Bildungs- und Gesundheitswesen! Es herrschten Hungersnöte und zahlreiche Kinder litten unter Unterernährung!

Schliesslich hatte Portugal seit dem EG-Beitritt 1986 ein Wirtschaftswachstum von 81%!!!

Man muss schon sehr ignorant sein, um diese Entwicklungen nicht wahrzunehmen!

  • Peter Schlegel
  • 08.05.10 | 13:08 Uhr

@Albert Zimmermann
@Peter Fritz
@Elena Wawronic

Bitte richtig lesen!!!

Ich hier immer geschrieben, das Europäischen Einigungsprojekt, resp. die Europäische Integration sei ein Erfolgsgeschichte!

Die Europäische Integration hat bereits in den 50er Jahren begonnen mit EURATOM, EGKS und EWG!

Dieses gesamte Integrationsprojekt ist eine einzigartige Erfolgsgeschichte! Das will wohl niemand, der einigermassen eine Ahnung von europäischer Geschichte hat, bezweifeln!!!

  • Rainer Selk
  • 08.05.10 | 12:51 Uhr

Hartmann, soll die CH etwasauf 60 Mia sitzen bleiben + die Kursverluste zu Lasten der Steuerzahler tragen? [gelöscht am 8.5.2010 durch Moderator]
Jetzt wird es nämlich erst richtig 'lustig'. Die SPD in D hat ja nicht mitgemacht für GR, welch ausgesuchte Dolodarität.
Und hier wollen die Linken in die EU.
Und in GR machen die Linken die Hosentaschen auf für EU 'Spenden', egal wie 'erwirtschaftet', ob durch Banken ode Hedgefonds...!
Welch koordinierte Politik einheitlichen wischiwaschi Abzocker Verhaltens.

  • Rainer Selk
  • 08.05.10 | 12:45 Uhr

Friedrich Lorenz 08.05.10 11:47
DAS wurde eben in ARENA ausgeblendet. In USA sind Transferzahlungen zw. den Unionsstaaten mögl. In der EU untersagt. Da sich die Oberschlauen in der EU selbst mehrheitl. nicht an die Budget-/Haushaltsziele halten, trotz EU Vertrag, wollen sie jetzt 'handeln'. Das ganze läuft jetzt auf eine EU Diktatur hinaus, wo nicht mehr klar ist, wo eigentlich die Entscheidungen getroffen werden. Das muss seinen Niedergang gehen. Wenn nämlich die Banken beteiligt werden, woher nehmen die das? Von den 'Einlangen', also von uns. Der Sparer beteiligt sich an was??

  • Friedrich Lorenz
  • 08.05.10 | 11:47 Uhr

Ich fürchte, der Verfasser des Artikels wie auch die meisten Mitdiskutanten haben das Konstrukt der Europäischen Gemeinschaft nicht verstanden.
Von Deutschland im Norden bis Griechenland im Süden, das ist de-facto Inland, und vielleicht irgendwann auch einmal de-iure.
Auch in der Schweiz haben wir einen Finanzausgleich zwischen finanzstarken und finanzschwachen Kantonen. Was ist an diesem Prinzip auszusetzen oder des Teufels ?

  • Hanspeter Bühler
  • 08.05.10 | 10:31 Uhr

Verstehen Sie mich nicht falsch - ich achte den Job der Hausfrau. Wenn aber die ARENA des SF über das ernste Thema "Griechenland-Debakel" zu einem peinlichen Hausfrauengeschwätz verkommt, steigt in mir die Galle hoch. Prof. Wittmann hat zwar gute Ansätze aufgezeigt, macht aber auch ein Durcheinander, denn wie könnte man G konkurs gehen lassen und trotzdem im EURO-Raum belassen. Und Strahm sollte wissen, dass Hedgefonds teilweise nur konstruiert werden um an den negativen Ergebnissen im Form von Wetten gross abzukassieren (Milliarden!). Und Frau Haller - halten Sie raus aus Fachdebatten...

  • Michael Hartmann
  • 08.05.10 | 10:06 Uhr

Die Börsen sind faul, die Ratingsfirmen sind faul, geehrter Staub. Entfernen wir Sie und wir sind die Biester los. Strategie der Konsequenz.

  • Michael Hartmann
  • 08.05.10 | 10:05 Uhr

Die Meister, geehrter Staub, haben auch einmal klein angefangen. Umdrehen, durchleuchten aber natürlich auch provozieren: halt, schreibe ich womöglich noch für die Weltwoch'?

Nach Schuldigen suchen? Finanzkrise! geehrter Staub. Überwindung des Kapitalismus, geehrter Staub. All diese Wehklagen, geehrte Herren, über Lügen, Betrügen und Beschönigen gibt es nach der Überwindung des Kapitalismus' nicht mehr - also, wo sind die SP-Beitrittsformulare?

  • Michael Hartmann
  • 08.05.10 | 10:01 Uhr

Geehrter Selk, was wollen Sie eigentliche sagen? Die Schweiz soll die EURo-Milliarden verkaufen und den EURO im Vergleich zum CHF ins Bodenlose fallen lassen, bzw. nicht mehr mit den Möglichkeiten der CH stützen?

[gelöscht am 8.6.2010 durch Moderator]

  • Michael Hartmann
  • 08.05.10 | 09:56 Uhr

Chester, dass Sie mit diesen Pervers-Anleihen und damit um jeden Preis Ihre Kohle vermehren wollen, das ist mir ja auch klar - Sie sind ja Teil des Systems 'Bankster'.

Dass Sie als Bankster aber überlebt haben, geehrter Chester, verdanken Sie aber der Politik der Schweiz, die ebenfalls selbstlos und transferistisch gehandelt hat. Ich sage sogar: Ich war solidarisch mit Ihnen, geehrter Chester. Sind Sie es auch mit mir?

Das scheinen Sie wohl immer wieder zu vergessen. Zum guten Glück gibt es die menschliche Taste 'Erinnerung'.

  • Michael Hartmann
  • 08.05.10 | 09:52 Uhr

Geehrter Hofstetter, wann haben die Probleme der Griechen fatale Ausmasse angenommen? Als Ihnen der Salziki ausgegangen ist oder als der Goldmann-Sachs-Vertraute die Ratings in den Keller fallen liess? Dass alle EU-Länder mehr oder weniger verschuldet sind ist ja keine Offenbarung. Dass die Mastrichtziele nicht eingehalten werden ist ebenfalls keine schockierende Neuigkeit.

Nein, geehrter Hofstetter, die Zinsen, die Zinsen, die Zinsen und deren Ursprung ist die 'Finanz'branche!

  • Michael Hartmann
  • 08.05.10 | 09:47 Uhr

Die EU-Nettozahler sind ein Hirngespinst, geehrter Rechsteiner, wie es auch die CH-Finanzausgleichzahler sind. Die spüren das nicht einmal oder schmerzt es Sie jeden Tag, wenn Sie an der Goldküste aufstehen und nach Zürich ins Theater gehen? Wohl kaum.

Das System europäische Union sieht diesen Ausgleich vor und jeder kapiert den Sinn und Zweck dieser Übung[gelöscht am 8.6.2010 durch Moderator].

  • Michael Hartmann
  • 08.05.10 | 09:42 Uhr

Ja, geehrte Herren, Sie wollen es nicht wahrhaben, dass trotz aller Unkenrufe und Tänzchen der Euro weiterhin den Franken beherrscht und den Takt vorgibt! Dumm gelaufen? Nein, geehrte Herren, der Franken ist Teil des Systems Euro, seit Anbeginn seiner Einführung.

Die Bankster haben ja gezeigt für was sie imstande sind, geehrter Widmer. Ob da für Sie die von Ihnen so schnell aus der Mottenkiste herausgefischten 'Juden' (?) Schuld daran sind, überlasse ich Ihnen - das ist Ihr Ding.

Polanski hätte die Sache nicht besser orchestrieren können - nehme aber mal an, dass er nicht dahintersteckt.

  • Werner Widmer
  • 07.05.10 | 21:19 Uhr

Herr Hartmann,
Mit Ihrer Aussage des Verführens der Leute durch die Finanzhaie bringen Sie das übelste aller Arguemente wieder auf den Tisch. Das jüdische Kerngeschäft ist schuld. Nicht die Verführten.
Anders gesagt, nicht Polanski ist das Problem sonder die Minderjährige.

  • fabio rechsteiner
  • 07.05.10 | 20:51 Uhr

@Michael Hartmann
Wo ist denn die Griechische Solidarität mit den EU-Nettozahlern welche dem Griechischen Staat jährlich 6.3 Mia EUR zugeschoben hat, obwohl auch diese unter Schuldenlasten leiden? Jeder Grieche hat auf die eine oder andere Art und Weise von diesem Geldsegen profitiert - alle haben an dieser Party mitgemacht. Wussten Sie dass 75% der Griechen Wohneigentümer sind - womit konnten die das finanzieren? Wohl kaum basierend auf der Höhe de eigenen Gehaltes. Die EU hat ganz einfach "solidarisch" den Griechischen Sozialismus-Light finanziert.

  • Thomas G. Goetz
  • 07.05.10 | 19:29 Uhr

@ Walter Staub
Dass der Euro stark ist, habe ich nicht behauptet;nur dass er keineswegs "am Abgrund steht". Dazwischen sollte doch noch Raum für Nuancen sein. Darauf habe ich hingewiesen.
Tatsache ist, dass die meisten Waehrungen (Dollar, Pfund, Yen, Rubel, ...) nicht staerker sind als der Euro. Vielleicht noch der CHF. Obwohl, wenn UBS und Credit Suisse nicht aus ihren Fehlern der letzten Jahre lernen..... Ernsthaft: die CH ist wirtschaftlich so stark mit Europa u. Nordamerika verflochten, dass der CHF gar nicht um Grössenordnugen stabiler sein kann als Dollar und EURO.

  • Hanspeter Bühler
  • 07.05.10 | 16:26 Uhr

Es gäbe zum Rettungspaket für Griechenland keine Alternative. Das ist aber allzu billig und letztendlich äusserst undemokratisch. In der Tat besteht die Demokratie gerade darin, Alternativen aufzuzeigen, zu belegen, dass der vorgeschlagene Weg der bessere ist und dann den mündigen Bürger, beziehungsweise die Parlamentarier frei und ohne Druck entscheiden zu lassen.

"Es gibt keine Alternative" ist doch sehr nahe an "Entweder für uns oder gegen uns" und zudem mündet diese politische Aussage in die Nähe der Diktatur.

  • Andreas Hofstetter
  • 07.05.10 | 15:00 Uhr

/2

Griechenland hätte nie in den Euro aufgenommen werden dürfen. Ein System, das nie kompatibel war und ist mit Stabilität. Korruption, Steuerhinterziehung, Schattenwirtschaft sind quasi instituionalisisert und wurden von der Politkerkaste noch gefördert. Vetternwirtschaft im aufgeblähten Staatsapparat, Pensionierung nach 25 Jahren im Staatsdienst! Rentenalter war bisher 58! Dass die Blase platzen musste war voraussehbar.

Der Euroclub resp. die Politiker sind selber Schuld am Debakel. Jetzt hilft nur noch jahrelange Austerity und absolute Disziplin sonst ist's Game over!

  • Albert Zimmermann
  • 07.05.10 | 14:56 Uhr

Ganz genau Herr Staub
Es sind und waren die linken Wunschkataloge, die versprochene Rundumversorgung neben all den Ökoterror -und Gutmenschen- Kosten, welche die Staaten an den Rand des Ruins treiben. Und all dies nur, weil es sich bei diesen Lieben um in der Privatwirtschaft unbrauchbare Menschen handelt, die dank übersteigertem Ego auch einmal in ihrem kümmerlichen Leben ein wichtiges Ämtlein bekleiden möchten.
Die Finanzkrise mag der Auslöser sein, der Preiszerfall auf allen Gebieten, mit Ausnahme der Zwangsabgaben;Steuern Abgaben Gebühren Bussen deutete schon seit Jahren auf eine Marktsättigung bei schrumpfender Bevölkerung hin. Dass Grossdeutschland und La grande Nation mit der so genannten Union und dem Teuro lediglich die Märkte für ihre Exportwirtschaft vor billigerer Konkurrenz schützen scheint den Gutmenschen in den CH Bloggs noch nicht aufgefallen zu sein. Zum guten Glück gibt es Bankmanager, denen man nun das eigene Schlampen und Versagen in die Schuhe schieben kann. Da hat Blocher und die SVP aber gewaltig Glück gehabt, sonst wären die wohl auch noch an der Weltfinanzkrise und wohl auch am Vulkanausbruch schuld.

  • Andreas Hofstetter
  • 07.05.10 | 14:50 Uhr

@ Hartmann

"..Der Auslöser der EU-Krise war eigentlich nicht die fehlende Demokratie oder das Anlügen der Bevölkerung, sondern einzig und allein die Finanzkrise.."

Das ist absoluter Quatsch! Die Maastrichtkriterien zur Mitgliedschaft im Euro Club - max. 3% Defizit vom BIP - wird seit bald 10 Jahren nicht mehr eingehalten! Als die Benchmark Deutschland die Stabilität selber zur Makulatur machte, war das eine Einladung an die Südeuropäer und die anderen. Dafür die Banker verantwortlich zu machen, ist lächerlich!

  • Chester Moxon
  • 07.05.10 | 14:10 Uhr

Herr Hartmann, seien Sie doch froh, dass es die bösen bösen Spekulanten gibt! Jetzt können Sie Ihr ganzes Vermögen in griechische Anleihen investieren - was für eine Rendite, wow! Und ganz ohne Risiko, dank der gelebten (natürlich selbstlosen) Solidarität in der Transferunion EU.

  • Rainer Selk
  • 07.05.10 | 13:51 Uhr

Michael Hartmann 07.05.10 12:42
Klar lieber M. Hartmann und wir sitzen dolodaritätsmässig auf ca. 60 mia EURO bei der SNB, damit jener nicht noch tiefer sinken sollte. Kurs heute vormittag 1.3998/1.4310. Welche ausgewogenes Stärkeverhältnis, dass wohl erst bei ca.1.25 endet.
Die EU tanzt den Pleite-Kriminal-Tango auch dann noch, wenn die alte argentinische Kaschemme lichterloh brennt. 'Durchwinken' lautet das demokratische Pleiteziel, mein Lieber. Und die EZB kauft GR Ramschpapiere. Machen Sie es Hans Eichel nach:kaufen Sie GR S'verschreibungen, äusserst akktraktiv. Viel Spass!

  • Werner Sieber
  • 07.05.10 | 13:40 Uhr

Es ist einfach notabene mit fremdem Geld, einem Land zu helfen das noch viel traurigere Finanzen hat, als alle Länder die der EU angehören. Es ist eine Tatsache, dass die EU ein Moloch ist. Es geht doch schon lange nicht mehr um die Bürgerinnen und Bürger. Es geht um Macht. Koste es was es wolle. Es wird gelogen, betrogen, geschoben und übervorteilt. Schon das ein Land wie Griechenland jahrelang die sogenannten Kontrollorgane angelogen hat zeigt den Sumpf der EU.

  • Albert Zimmermann
  • 07.05.10 | 13:34 Uhr

[geloescht am 6.5.2010 durch Moderator] hartnäckig dieser Hartmann. [geloescht am 6.5.2010 durch Moderator] Zudem erinnert der mit seinen Weisheiten stark an die Hofnarren von NZZ/Blick/Tagi , wo ausschliesslich linientreue staatsgläubige ausgesuchte Kommentärli aufgeschaltet werden.
In jedem Prichtli ein Witzli- gell.
Nun schwadroniert der Gute schon von Solidarität unter den EU-Lieben.
Man könnt dazu ja mal die Holländer Iren Dänen und Österreicher fragen, aber so sind die EU Philen halt, was sie behaupten ist die Wahrheit, bis in den Abgrund

  • Walter Staub
  • 07.05.10 | 13:11 Uhr

@Michael Hartmann: Sie sind wirklich ein Meister ihres Fachs. Alles umdrehen, wenn etwas nicht ins Weltbild passt. Nach irgendwelchen Schuldigen suchen, selbst wenn ganz klar ist, wo die Grundursachen für das Uebel liegen. Zum spekulieren eignen sich bekanntlich nur faule Objekte, je fauler umso besser, niemals aber kerngesunde. Das faule entfernen und man ist die Biester los.

  • Walter Staub
  • 07.05.10 | 13:03 Uhr

@Thomas Goetz: Der EURO soll noch eine starke Währung sein? Dass ich nicht lache. Eine Währung von dahinterstehenden Staaten, die samt und sonders mit Ausnahme eines Zwergstaates seit Jahren nur noch auf Pump leben und zwar schon vor der Finanzkrise, welche die Lage allerdings noch um einiges verschärft hat. Eine starke Währung, die Sicherheit bietet, stelle ich mir anders vor. Bezüglich der Situation des Dollars pflichte ich Ihnen allerdings bei. Es ist für mich auch nicht nachvollziehbar, weshalb der Euro gegenüber dem Dollar derart an Wert verloren hat. Die USA stehen auch nicht besser da.

  • Hanspeter Bühler
  • 07.05.10 | 12:56 Uhr

Ich zitiere Joachim Starbatty
„Aus der Währungsunion wird eine Inflationsunion“
Vor zwölf Jahren hat der Tübinger Wirtschaftsprofessor Joachim Starbatty erfolglos gegen die Einführung des Euro geklagt. Jetzt wird er wegen der Finanzhilfen für Griechenland vor das Verfassungsgericht ziehen. Überschuldete Länder sollten besser austreten, fordert er. Sonst sei die Euro-Stabilität gefährdet.

  • Hanspeter Bühler
  • 07.05.10 | 12:52 Uhr

Der Teufelskreis könnte D wiederum ins Unglück stürzen. Die überaus staatsgläubige Tendenz der Deutschen widerspiegelt sich darin, dass die Regierung fröhlich weitermacht, obwohl eine überaus grosse Mehrzahlt der Steuerzahler einsieht, dass es so nicht weitergehen kann. Die Hilfe an Griechenland wird kurz- bis mittelfristig ohne Nutzen verpuffen - das wissen alle Wirtschaftswissenschaftler, denn die Kontrolle soll bekanntlioch ja gerade von denen gemacht werden, die am meisten beim Sparpaket verlieren würden - von den 25 % der Staatsdienern. Zeit den EURO als das einzuschätzen was er ist.

  • Michael Hartmann
  • 07.05.10 | 12:42 Uhr

Und jetzt hört man, dass die Finanzjongleure auf der Suche nach schnellem Verdienst die Börsen manipulieren und die Kurse durch Manipulationen ins Bodenlose fallen lassen um dann die Gewinne bei steigenden Kursen massiv abzuschöpfen.

Und die Leser der Weltwoche sehen hinter all dieser Taktik der Bankster die Schuld bei der 'undemokratischen' EU. Wenn es nicht Millionen von Menschen an den Kragen ginge wäre es zum Lachen.

Geehrter Selk, das Paket GR ist Wirklichkeit und zeugt vom inneren Willen der EU, einem Mitglied die Stange zu halten. Das ist Solidarität. Lernen Sie davon.

  • Michael Hartmann
  • 07.05.10 | 12:34 Uhr

Der Auslöser der EU-Krise war eigentlich nicht die fehlende Demokratie oder das Anlügen der Bevölkerung, sondern einzig und allein die Finanzkrise.

Geteert und gefedert gehören eigentlich nicht die Politiker sondern die Finanzstrategen und Vertreter der radikalen Marktwirtschaft die mit ihren Finanzkonstrukten Millionen von Menschen ins Elend gestürzt haben und mit ihnen natürlich auch die einzelnen Staaten.

Und wie reagieren die Staaten: keine Regelungen für Boni, keine Steuererhöhungen aufgrund Rezession. Das ist der eigentliche Skandal.

  • Michael Hartmann
  • 07.05.10 | 12:24 Uhr

In der Schweiz wird so richtig laut und ungezwungen getanzt - und in Deutschland wird mit grosser Mehrheit die Hilfe durch das Parlament gewunken und (!) die Finanzbranche beteiligt sich ebenfalls in gleicher Höhe an der Hilfe für Griechenland.

Das Land der Rappenspalter und sinnentleerten Erbslizähler mit ihrem demokratischen Überdrussventil (Volk anlügen, Volk weiss schon was es macht, Volk hat immer Recht) zeigt wieder einmal ihre wahre Fratze: anstatt Europa helfend zur Hand gehen zieht man sich zurück zu den Goldschätzen und hält schützend die Hand darüber.

  • Walter Staub
  • 07.05.10 | 12:11 Uhr

Praktisch alle EURO-Länder leben seit Jahren mehr oder weniger weit über ihre Verhältnisse. Das Hauptproblem liegt an den stark gestiegenen Sozialausgaben, die in dieser Form nicht mehr bzw nur noch über Neuverschuldungen finanzierbar sind. Die notwendige Haushaltsdisziplin ist dringend wieder in den Griff zu bekommen, andernfalls der EURO in absehbarer Zeit mit mehr oder weniger grossem Getöse zu beerdigen ist. Chaotische Verhältnisse wären vorprammiert. Oder sind solche auch vorprammiert, wenn die Haushaltsdisziplin umgesetzt würde und die Sozialausgaben wesentlich runtergefahren würden?

  • Thomas G. Goetz
  • 07.05.10 | 11:20 Uhr

Verglichen mit anderen Artikeln in der Weltwoche, fallen die von P. Keller doch deutlich ab.
Ungenau und mit wenig Fakten(-wissen) vorbereitet. Beispiele:

"Heute steht der Euro am Abgrund"
An welchem Abgrund? Der Euro ist - verglichen mit dem Zeitpunkt seine Einführung - noch immer noch stärker als der Dollar.

"Larifari-Staaten wie Portugal oder Griechenland"
Eine effekthascherische und bemerkenswert inhaltsleere Formulierung.

Dazu fällt mir immer wieder ein:

"Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt."
(L. Wittgenstein)

  • Rainer Selk
  • 07.05.10 | 10:06 Uhr

Lidija Jametti 07.05.10 01:21
'Die Völker der EU sind betrogen um ihre Freiheit.'
NEIN: HABEN SICH BETRÜGEN LASSEN!!
Die EU ist dazu übergegangen, Drangsalierungspolitik schlimmsten schleichenden Mittelmasses zu produzieren. Merkel 'schiebt' alles auf andere, wer: ist nebulös! Wer entscheidet da wirklich?
Jetzt muss nur noch jemand seine 'Chance' packen, dann haben wir eine Diktatur. Die Ewig-kriegs-schuld von D treibt Wahnsinnsblüten. Und nun kommt linksblöde Verdrehung auch noch dazu!! DAS GR Paket ist sinnlos und unrealistisch.
Gut hinschauen, was da anderen diktiert werden könnte!!

  • Suleima Al-Mahdi
  • 07.05.10 | 09:06 Uhr

"Der Satz stammte von Christoph Blocher"

Hach! Es ist halt immer das Gleiche. Tag für Tag bewahrheitet sich der Satz aus der christlichen Schrift: "Der Prophet im eigenen Land gilt nicht viel!"

Jesus wurde gekreuzigt, CB abgewählt, nur Mohammed hat es halt etwas schlauer gemacht: Er ist ausgewandert (Hidschra).

Vielleicht hätte CB mit Mörgeli u. Co. auch auswandern sollen nach Deutschland oder Kosovo oder Nordkorea oder so und dort seine SVP gründen? Ich und sicher auch viele anderen hätten ihm gerne das Billett gezahlt, mit den Steuergeldern, versteht sich.

  • Hanspeter Bühler
  • 07.05.10 | 09:00 Uhr

http://www.faz.net/s/Rub09A305833E12405A808EF01024D15375/Doc~E45552601553C47BF8CFCE3D6052050CD~ATpl~Ecommon~Sspezial.html
In der Frankfurter Allgemeinen ist ein wirklich gutes Interview von Prof. Jäger (UNI St. Gallen) veröffentlicht. Interessant dabei ist dass die Lesermeinungen fast unisono mit den Argumenten von Jäger übereinstimmen. Spannend ist die Frage, weshalb in Deutschland nur sehr wenige der Wissenschaftler sich gegen die Regierungs-Entourage wendet, die das deutsche Volk einmal mehr in einen unverdienten Niedergang zu führen droht - wie die Geschichte leider schon oft bewiesen hat

  • Christine Joos
  • 07.05.10 | 08:12 Uhr
  • Hanspeter Bühler
  • 07.05.10 | 07:55 Uhr

Herr Hofstetter
Was jetzt in der EU abgeht und noch abgehen wird ist ohnehin nicht mehr berechenbar. Vieles wird auch davon abhängen was in den Köpfen vorgeht. Aber Sie als grosser Verfechter von EU-Administrations-Theorien werden ganz sicher auf der Verliererseite stehen, denn schon die nackte Logik und nur ein Minimum an gesundem Menschenverstand sagt klar was Sache ist: Ein Kunstgebebilde das auch nicht den Hauch an Einbezug seiner Bürger zulässt, ist auf lange Sicht nicht durchsetzbar - auch wenn eine übermächtige Kommission die Macht der Spitzenfunktionäre zementieren möchte.

  • Lidija Jametti
  • 07.05.10 | 01:21 Uhr

Die Verschuldung der neuen und der alten EU Länder wird früher oder später zum Bruch einiger EU Staaten mit der EU führen. Zurück zu Normalität, zu nationalen Kulturen und zu Eigenarten. Die EU will alles über den Kamm nievellieren zu Gunsten von wem? Die EU ist eine Fehlkonstruktion und der Euro eine politische Währung, die nicht nur den Griechen das Leben schwer machen würde. Das Gebilde EU mit ihrem Zentralismus ist einem Gebilde der UdSSR ähnlich. Ein ewig Flickwerk dieser EU und Demagogie der Institutionen anstatt Demokratie.
Die Völker der EU sind betrogen um ihre Freiheit.

  • Lidija Jametti
  • 07.05.10 | 01:01 Uhr

Ein Gebilde der EU Funktionäre und Subventionen, die nach Prinzip-unbekannt und vom Lobbyismus in Brüssel völlig abhängig kann man niemals eine erfolgreiche EU nennen. Dass BRD zusätzliche Subventionen bezahlt - wie jetzt für Griechenland, um die 600 Milliarden Euro Exportvolumen in die EU zu bewerkstelligen ist jedem klar. 22 Milliarden für BRD sind einfach kein Geld. Die Griechen finanzieren auch ein klein wenig an Rüstung, welche in der BRD produziert wird. Und so machen alle in Deutschland ihre politische Arbeit so diskret nach aussen, dass es einem Normalen fast alles normal erscheint.

  • Lidija Jametti
  • 07.05.10 | 00:49 Uhr

Ich möchte Herrn Peter Keller für seine Meinung und diese Berichterstattung danke schön sagen. Bereits 1992 meinte ich, dass die EU wie eine Perlenkette zerfallen würde. Damals sprach man über den Beitritt zu EWR, was ich für richtig hielt. Wenn jemand heute die Erfolgsgeschichte der EU zementieren möchte, der soll in die Geschichte der letzten 2 Weltkriege zurück blicken und das ganz genau. Deutschland möchte ihre "viele Schulden und Pflichten tilgen", dabei vergisst man, dass BRD von der EU am meisten profitiert, vor allen Dingen bei der Gründung des Euro.

  • Renato Neidhart
  • 07.05.10 | 00:38 Uhr

@Hofstetter

Meine Frage war: wie soll sich ein Staat mit 2 - 3 % Zinsangebot finanzieren, wenn die Inflation bei ca. 5 % liegt.

Diese Fragestellung wird sich über kurz oder lang einstellen. Dann helfen auch Ihre Theoriebücher nicht weiter, das wird dann die Praxis zeigen müssen.

Im übrigen habe ich etwas Mühe mit Leuten, die sich gerne selber zitieren (s. mein Post vom ....), vor allem dann, wenn sie sich nicht auf die Fragestellung beziehen.

Dass auch der Zins ein Preis ist, weiss ich. Aber es ist ein anderer Preis als der für eine Wurst oder ein Stück Brot.

  • Werner Widmer
  • 06.05.10 | 20:51 Uhr

Herr Zimmermann,
Auch Sie verbreiten Platitüden. Geben und nehmen heisst es. Je nach dem Marktwert, den man zu bieten hat. Am Schluss ist alles Tauschhandel mit Geld als Verrechnungsgrösse.
So nebenbei.
Japan, 220% BIP Staatsverschuldung. Wer ist der Gläubiger bei denen? Die Japaner selbst oder event. die Scheichs. Letzter haben so oder so die Geldmacht, üben sie aber nicht aus. Dafür haben sie Handlanger.

  • Renato Neidhart
  • 06.05.10 | 19:21 Uhr

@Hartmann, eine Währung, die andere aufkauft, ist immer die stärkere. Und nur eine starke Währung ist auch eine stabile. Wenn die Kunden aber ringsum pleite sind, dann geht der beste Betrieb vor die Hunde, weil die Pleitiers sich nichts mehr leisten können.

Ihre Argumentation entspricht derjenigen der Linken in Deutschland, welche die Erfolge der deutschen Wirtschaft jetzt als Ursache für die Pleiten rundherum sehen.

Der klassische linke Trugschluss: Leistung gehört bestraft ! Es lebe die Umverteilung !

Aber woher das Umzuverteilende kommen soll, schweigen sich die Linken aus.

  • Andreas Hofstetter
  • 06.05.10 | 18:37 Uhr

@ Neidhart

Mit Verlaub, kaufen Sie sich ein Oekonomiebuch und lesen Sie die ersten Kapitel... und lesen Sie meinen Post 6.5.10 / 12:47 dort finden Sie meine Antwort zu Bühler und Ihnen. Wie bitte soll denn die Nachfrage und die Preise steigen, wenn überall in der EU rigoros gespart werden muss und Südeuropa nur noch mit Austerity vor dem Totalkollaps (vorübergehend) zu retten ist??

  • Albert Zimmermann
  • 06.05.10 | 17:25 Uhr

Hartmann, die Schweiz ist von der ganzen Welt abhängig, etwa so wie Exportvizeweltmeister Grossdeutschland etc. Und ... abhängig von der EU ?!? ziemlich phantasievoll. UNTERNEHMEN sind Kunden von Schweizer Firmen und nehmen seit Jahrzehnten für Spitzenqualität hohe Preis in Kauf. Übrigens wer ist denn im Falle USA/China abhängig von wem?!? China das riesige Summen US Dollars bunkert um nach USA zu exportieren?!? Nicht überall gelang es dem Filz das eigene Volk zu betrügen;eine starke Mark wegwerfen um dank Exportüberschuss und Schwachwährung politische Lügen zu finanzieren, wenn einer ruft..

  • Klaus Kolbe
  • 06.05.10 | 17:15 Uhr

wenn wieder mal das eine Volk gegen das andere (Deutsche gegen Griechen) und später, nach dem Zusammenbruch des Euro, alle gegen Deutschland hetzen werden. Gewinner bei diesem Spiel mit dem ungedeckten Papiergeld (Fiat-Money) werden wieder einmal die großen Investment-Banken und damit das Großkapital sein. Der Verlierer steht auch diesmal schon fest: das Volk oder der sogen. „kleine Mann“ - wie immer!

  • Klaus Kolbe
  • 06.05.10 | 17:13 Uhr

haben, historisch wahrheitsgerecht aufgearbeitet werden, sollte dieses wohl Wunschdenken bleiben. Wie damals, so ist es auch heute so, daß die internationale Geld-Elite (oder auch anglo-amerikanische Hochfinanz [nicht mit dem amerikanischen oder gar englischen Volk gleichzusetzen] genannt) an allen kriegerischen Auseinandersetzungen, die von ihr sogar noch finanziert wurden, damals und dem Zusammenbruch des heutigen Finanzsystems verdient. Da werden die Fäden gezogen. Politiker haben höchstens Marionetten- oder Befehlsempfänger-Status in diesem Spiel. Das sollte sich jeder vor Augen führen,

  • Klaus Kolbe
  • 06.05.10 | 17:11 Uhr

Eine untadelige Bilanz, die hier von Peter Keller gezogen wird – kann man voll und ganz unterstreichen! Durch diese EU (Maastricht und Lissabon) haben quasi alle in ihr zwangsvereinigten Völker ihre Souveränität verloren. Ja, eine SVP für Deutschland wäre mehr als nur vonnöten! Dank der politischen und auch der Medienhoheit (Political correctness) der Linken jedoch wird so etwas schon im Keim erstickt – wie lange noch?! Bevor nicht endlich die tatsächlichen Gründe für den Ausbruch des zweiten 30jährigen Krieges (1914-1945), wie Churchill und später John Mayor diese Zeit ganz richtig benannt

  • Renato Neidhart
  • 06.05.10 | 15:43 Uhr

@H.P. Bühler

Das mit der gesteuerten Inflation um die 5 % wurde schon von den verschiedensten Stellen erwähnt/vorgeschlagen. Und erschien mir, aus deren Sicht, zwingend logisch.

Nur, wenn die Inflation bei 5 % liegt, wer soll den Staatsanleihen mit 2 - 3 % kaufen ? Der Satz müsste sich doch marktkonform verdoppeln. Und dann würde sich über kurz oder lang die Zinslast für die Staaten verdoppeln. Das würde keiner überleben.

Aber vermutlich spielt das auch keine Rolle mehr. Die EURO-kraten rechnen doch ohnehin nur noch in Monaten (Jahre überstehen die keine mehr...)

  • Michael Hartmann
  • 06.05.10 | 15:27 Uhr

Eine stabile Währung, die EUROS im Milliardentakt aufkauft um stabil zu bleiben und wirtschaftlich nicht ruiniert zu werden?

Auch da hat wohl CB zu kurz gedacht und die Abhängigkeit der CH gegenüber der EU falsch eingeschätzt. Dass dieser Punkt nun doch wieder aufgegriffen wird und als Wahrheit verkauft wird ist mir schleierhaft.

  • Elena Wawronic
  • 06.05.10 | 14:33 Uhr

@Peter Schlegel

[geloescht am 6.5.2010 durch Moderator]

"Die EU ist eine riesige Erfolgsgeschichte"

...was soll man dem noch hinzufügen?

  • Andreas Hofstetter
  • 06.05.10 | 12:47 Uhr

@ Bühler

Sie irren sich einmal mehr. Die Notenbankpolitik des billigen Geldes führt nur zur Inflation, wenn die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen in der Folge auch stark zunimmt. Die Austerity Politik (rigorose Ausgabenkürzung etc.) die Griechenland und bald auch andere südeuropäischen Ländern aufoktroyiert werden muss, wirkt deflationär und nicht inflationär. Japan ist nach dem Immobilienkollaps Ende der 80er Jahre seit 20 Jahren in einer Deflation. Die Staatsverschuldung bei ca. 220% BIP und die BoJ schüttet seit 20 Jahren und die Zinsen sind seit über 15 J. um die 1% !

  • Andreas Hofstetter
  • 06.05.10 | 12:37 Uhr

Eine SVP für Deutschland... yupp klar, dann wird alles besser!!?? Zurück zur Zeit vor dem 1. Weltkrieg mit 50 verfeindeten Nationalstaaten, Völkischen Rassentheorien, Krieg und Elend. Das wäre das Resultat wenn die Völkischen (Volks)Parteien in Europa mehrheitsfähig wären. Grauslig! Eine SVP wäre in Deutschland kaum im Ausmass der CH möglich, ohne international in Verruf zu geraten und den Verfassungsschutz dauernd zu beschäftigen.
Die EU ist nicht am Ende. Sie durchlebt eine schwere Krise und ist gefordert. Für Schadenfreude ist absolut kein Platz!

  • T G
  • 06.05.10 | 11:07 Uhr

Verglichen mit anderen Beiträgen in der Weltwoche, fallen die von P. Keller qualitativ doch ein Stück ab: Viel Polemik, aber leider wenig Fakten(-kenntnis).
"Der Euro steht am Abgrund"? Mit dieser Wahrnehmung steht Keller ziemlich allein da.
"Larifari-Staaten ... Portugal oder Griechenland" Was soll das heissen? Eine effekthascherische aber bemerkenswert inhaltsleere Formulierung.
Dazu fällt mir nur noch ein:
"Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt."
(L. Wittgenstein)

  • Hanspeter Bühler
  • 06.05.10 | 10:34 Uhr

Durch die Entscheidung der EZB, Gammelfleischanleihen Griechenlands als Sicherheiten einzusetzen, erübrigen sich alle Rating-Agenturen, übrigens auch eine solche wie sie von der Schönrednerin Angela Merkel vorgeschlagen worden ist. Die bedenkliche Entscheidung macht den EURO de facto zu einer Ramschwährung. Sogar ökonomische Laien kommen langsam auf die Spur der Absicht der EU-Politiker, die möchten, dass die Notenbanken zielstrebig zu einer Inflationsrate von - zumindest - 5 % gelangen - mit dem Ziel die globalen Schulden zu eliminieren.

  • Peter Fritz
  • 06.05.10 | 09:58 Uhr

@ P. Schlegel

ad 1. Europa friedlich dank EU? Ein Ammenmärchen. Der "Friede" ist lediglich dem "grenzenlosen Geld- und Warenverkehr" zuzuschreiben, da "behindernde" Zölle wegfielen. Und dazu hätte weiterhin eine Zollunion gereicht.

ad 3. Nennen Sie doch bitte mal Fakten: Welcher Art wären denn die demokr., wirtschaftl. und sozialen Fortschritte osteurop. Staaten?

Etwa daß slowakische und rumänische Zigeuner jetzt in ganz Europa auf organisierter Betteltour unterwegs sind?

Daß osteurop. Einbrecherbanden ohne Grenzkontrolle samt Beute auf und davon sind?

Na danke, für solchen "Fortschritt".

  • Peter Fritz
  • 06.05.10 | 09:46 Uhr

Das Griechische Euro-Dilemma ist der Anfang vom Ende der EU - mir als von Beginn an vehementem Gegner kann das nur recht sein.
Die Zeche werden allerdings wir alle bezahlen;die ehemaligen Befürworter aber auch jene, die niemals eine EU wollten. Denn der Weg abwärts, der jetzt offenkundig wurde, ist nicht teilbar. Der Status Griechanlands ist der zukünftige aller EU-Mitglieder.

Daß die BRD da mitmacht - ja die kann gar nicht anders. Seit dem Ende das WK2 darf dort ja gegen jegliches "Fremde" nicht mehr das Wort erhoben werden - und wenn es den Ruin bedeutet.

  • Albert Zimmermann
  • 06.05.10 | 08:48 Uhr

Lieber Michael H. Ein treffender letzter Satz macht den vorhergehenden [gelöscht am 6.5.2010 durch Moderator]nicht besser .
Der Krüngel in Deutschland regiert mal mit Rot Grün Schwarz Blau oder gar mit Rot-Rot... wie es gerade so passt. Und 16 Jahre Kanzler ist auch nicht übel oder?!?!
Lesen Sie Torsten Mann: Rote Lügen in grünem Gewand;und gucken Sie dann wo überall diese Demokraten am werkeln sind. Da sollten [gelöscht am 6.5.2010 durch Moderator] wohl erst mal vor der eigenen Türe kehren.
Roman Herzog ( nicht SVP) sagte 2008, dass 86 % der deutschen Gesetze in Brüssel gemacht werden;gelebte grossdeutsche Real-Demokratie?

  • Suleima Al-Mahdi
  • 06.05.10 | 08:25 Uhr

Wow! Da haben wir den Turm zu Babel. Falsche Propheten (Bundesrat 1999) und echte Propheten [gelöscht am 6.5.2010 durch Moderator], die Vision: Eine SVP für Deutschland! Ja, ja, auch Deutschland soll gerettet werden! Eine SVP für alle! Wir wollen eine SVP für alle, Deutschland, China und Mexiko, das Heil aus Herrlichberg kennt keine Grenzen. Und: Das Projekt Euro wurde brutal demaskiert. Die EU, meine Brüder und Schwestern, die EU ist die Hure Babylon, jetzt wissen wir es!

Also ich finde Kellers Predigt voll krass. Weiter so! Blancho könnte es nicht besser.

  • Carl Lundström
  • 06.05.10 | 08:25 Uhr

Herr Hartmann, Demokratie heisst nicht eine gute Opposition, die der Regierung in Fehrnsehen "auf die Finger klopft". Demokratie ist auch nicht nur Stimmrecht.

Um meinungsvoll zu sein braucht es auch freie öffentlichen Informationsaustauch, freie Meinungsbildung ohne Denkverbote und eine unpolitische Justitz.

Samt eine Regierungsform in der sich die Regierungen nicht schon vor den Wahlen vetraglich zusammen mit ausländischen Regierungen seinen Nachvolgern die Handlungsfreiheit vernichten können.

Deutschland ist kein Demokratie.

  • Michael Hartmann
  • 06.05.10 | 07:02 Uhr

Deutschland hat die CSU, sie braucht die SVP nicht. Deutschland hat jeweils auch eine gute Opposition, die der Regierung so richtig auf die Finger klopft und eine sehr demokratische Bevölkerung, die noch jede unfähige Regierung nach vier oder acht Jahren zum Teufel gejagt und eine neue installiert hat.

Da kann die Schweiz mit ihrem Krüngel und ihrer Vetterliwirtschaft (16 Jahre BR!) nur träumen. 10 : 0 für Deutschland. Das ist echte Demokratie, mit richtiger (!) Abstrafung für unfähige Regierungen (Abwahl)!

  • Albert Zimmermann
  • 06.05.10 | 01:42 Uhr

1. Woher nimmt der Peter S. die Gewissheit, dass Europa ohne die EU nicht friedlich wäre und die Staaten längst übereinander hergefallen wären?!?
Es soll gar in Nicht EU Ländern vorkommen dass Menschen gelernt haben statt mit Holzlöffeln mit Besteck aus Metall zu essen.
2. Wie heissen denn diese EU Staaten, welche die Schweiz überflügelten?!?!
3. Peter S. hat dieses Sätzchen wohl vor der Herabstufung von Griechenland geschrieben.
4. Verwandten und Bekannten in Italien Portugal Österreich Spanien und Irland sehen nirgendwo Erfolgsgeschichten, haben wohl eine weniger bunte Brille auf

  • Hans Werthmüller
  • 05.05.10 | 22:36 Uhr

Sehr gut beschrieben die Situation.
Ich habe lange in der EU gelebt, a big mess!
Gut gemeint, aber ganz verloren.

  • Peter Schlegel
  • 05.05.10 | 22:33 Uhr

Das Europäische Einigungsprojekt ist eine riesige Erfolgsgeschichte!!!

1. Das Europa der Nationalstaaten hat immer wieder zu Katastrophen geführt. Europa war am Boden! Heute ist Europa friedlich, stabil und äusserst erfolgreich!!! Dank dem Europäischen Einigungsprojekt!!!

2. Vergleichbare EU-Staaten haben auf die Schweiz in den letzten 20 Jahren in Sachen Wirtschaft, Bildung und Gesundheitswesen massiv aufgeholt oder die Schweiz gar überflügelt!

3. Staaten wie Portugal oder die osteuropäischen EU-Staaten haben enorme demokratische, wirtschaftliche und soziale Fortschritte gemacht!!!

 
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