Internes VBS-Papier

Nicht mehr kriegstauglich

Verteidigungsminister Ueli Maurer plant eine fundamentale Neuausrichtung der Armee. Aus Spargründen sollen Soldaten künftig nicht mehr zu Kriegern, sondern zu Hilfspolizisten und Katastrophenhelfer ausgebildet werden, verlangt ein internes VBS-Papier, welches wir hier zum Download anbieten.

Von Urs Gehriger

Weg von der Kriegsführung: Bundesrat Maurer. Bild: Walter Bieri (Keystone)

Noch laboriert ein kleiner Zirkel im VBS an der Neukonzeption der Armee. Ein erster Entwurf wird für Ende Mai erwartet. Als Präludium dazu liess Wehrminister Ueli Maurer in den letzten Tagen ein «Diskussionspapier» in den Departementen zirkulieren, das die «Eckwerte für die Weiterentwicklung der Armee» festlegt. An den Von-Wattenwyl-Gesprächen von diesem Freitag soll es zusammen mit den Parteispitzen erörtert werden. Der Inhalt ist von einer Brisanz, die weit über die Armee hinaus für Gesprächsstoff sorgen wird.

Papier hier herunterladen

Gleich der erste Satz lässt aufhorchen: «Die Kernlegitimation der Armee ist nicht die Befähigung zur Kriegsführung.» Es sind Worte, deren Provenienz eher auf die GSoA schliessen lassen würden, die seit drei Jahrzehnten eine sukzessive Schwächung der Armee mit dem Ziel einer Totalabschaffung betreibt. Offenbar schwebt der VBS-Spitze eine grundlegende Umstrukturierung vor. Das Thema «Weg von der Kriegsführung» zieht sich wie ein roter Faden durchs Papier. So müsse «der Aufwand für die Ausbildung der Abwehr eines militärischen Angriffes in Bezug auf Menge des Materials, Ausbildungsinfrastruktur und Personal auf das tiefstmögliche Niveau gesenkt werden».

Längst gehört es zum Lamento der VBS-Spitze, die Armee sei nur noch partiell einsatzfähig. Mit dem avisierten Modell scheint sich Maurer endgültig vom Anspruch der Kriegstauglichkeit zu verabschieden. Und widerspricht damit seinem bisherigen Credo: «Die Armee muss meiner Meinung nach für den schlimmstmöglichen Fall bereit sein.» Sprich: für die Abwehr eines militärischen Angriffs.

Diffuses Gefahrenbild

Tempi passati. Denn über die neue Stossrichtung steht im aktuellen Papier: «Die Armee richtet sich auf die Bewältigung der wahrscheinlichen Einsätze aus.» Welche Gefahren solche Einsätze auslösen könnten, ist in dem 5-Seiten-Papier ebenso diffus formuliert wie im Sicherheitspolitischen Bericht. Welchen Zweck Maurers neue Truppe zu erfüllen hat, scheint der VBS-Spitze klar. «Die Kernlegitimation der Armee [. . .] ist die Befähigung zur Erbringung relevanter Beiträge zur Sicherheit der Schweiz im Rahmen des Verbundes aller sicherheitspolitischen Instrumente.»

Gemeint ist mit der gestelzten Formulierung der «Sicherheitsverbund Schweiz» (SVS). Im Sicherheitspolitischen Bericht ist dem Thema ein ganzes Kapitel gewidmet, das auf Drängen Maurers in das Dokument aufgenommen wurde. Der SVS vereinigt und koordiniert die Leistungen aller nationalen Sicherheitsakteure. Konkret soll die Armee künftig primär bei Bewältigung von Katastrophen und Notlagen (Epidemien, Überschwemmungen, Talsperrebrüche, erhöhte Radioaktivität etc.) aushelfen. Ausserdem soll sie den Schutz der Behörden, Einrichtungen, Institutionen sowie die Wahrung der inneren Sicherheit garantieren.

«Systeme vollständig liquidieren»

Die Neuausrichtung «Weg von der Kriegsführung , konsequent hin zum Sicherheitsverbund Schweiz» hätte Folgen, wie sie die Armee seit Jahrzehnten nicht gesehen hat: Bereitschaftssystem, Ausbildung, Struktur und Materialausstattung müssten fundamental neu gestaltet werden. Ein Abbau der Stäbe sowie des Armeebestandes «um mindestens einen Viertel» wäre unausweichlich. Auch die Führungsstruktur müsste dezentralisiert werden: «Die Kommandostäbe sollen nicht auf die Abwehr eines militärischen Angriffs und nicht auf in Europa gängige Modelle, sondern auf die Erbringung der wahrscheinlichen Leistungen ausgerichtet werden. Dies gilt auch für die Stäbe in der Miliz: Sie müssen verkleinert, auf eine effektive und effiziente Zusammenarbeit mit den anderen sicherheitspolitischen Instrumenten des Bundes und der Kantone (hier vor allem zu den kantonalen Führungsorganen) ausgerichtet werden.» Selbst die Funktion der obersten Armeeführung wird hinterfragt: «Die Rolle des Chefs der Armee bzw. die Ausgestaltung der Armeespitze wird zu überprüfen sein.»

Begründet wird die fundamental neue Stossrichtung der Armee mit dem Sparzwang sowie der Demografie (Geburtenrückgang). Zur Senkung der Betriebskosten gelte es «mehrere grosse Systeme vollständig zu liquidieren», heisst es apodiktisch. «Im Vordergrund stehen dabei Systeme, die nur für die Abwehr eines militärischen Angriffs beschafft wurden (Festungen, Artillerie, Fliegerabwehr, Panzer).» Obwohl sie im Papier nicht namentlich erwähnt sind, geht es dabei wohl um folgende Systeme: Festungsartillerie Bison, Panzerhaubitze M-109, mittlere Fliegerabwehr (Rapier-Raketen), Kampfpanzer Leopard 2 und Schützenpanzer 2000.

Gemäss dem VBS-Papier sind diese Systeme angesichts der veränderten Gefahrenlage ohnehin nicht mehr nötig. Die Verschrottungsaktion werde allerdings das Budget erheblich belasten, so warnt das VBS präventiv. Der Abbau werde «vorübergehend Kosten in dreistelliger Millionenhöhe verursachen, bevor er sich finanziell positiv auswirkt».

Trotz Umpolung auf Katastrophenhilfe und Hilfspolizei – aufgegeben werden soll das Kriegshandwerk nicht ganz. Das Training für bewaffneten Konflikt soll aber künftig primär im Theoriesaal, am Reissbrett oder am Computer stattfinden. Nötig sei «eine konsequente Ausrichtung auf die Weiterentwicklung des Know-how», heisst es im Papier. Welches Know-how damit genau gemeint ist, bleibt unklar. Die Armeeplaner wissen es selbst (noch) nicht. «Die Kernfähigkeiten» müssten nun in einem ersten Schritt identifiziert werden, heisst es.

Sicher hingegen scheint, dass für den Know-how-Erhalt «neue didaktische Ansätze» nötig sind. Von «neuen Ausbildungstechniken» wird gesprochen, die eine «Neugestaltung der WK» ermöglichen. So manches soll also «neu» werden im Armeeausbildungssektor. Die spärlichen Gedanken, die hierzu skizziert werden, wirken lapidar und unausgegoren. «Beispielsweise kann theoretisches Wissen mit E-Learning-Modulen vordienstlich erlernt oder repetiert werden», schreibt das VBS allen Ernstes. Und: Zur theoretischen Weiterbildung des Milizkaders «könnten auch Wochenendseminare geprüft werden».

Gameboy-Soldaten

Legitimiert wird die Einführung des neuen «Schulstuben-Kriegers» mit der veränderten Gefahrenlage. «Je mehr die Möglichkeit eines Krieges in Mitteleuropa in die Zukunft rückt, desto weniger werden die jetzigen Waffensysteme und Kampfverfahren die Armee befähigen, einen solchen abzuwehren. Deshalb sind Anpassungsfähigkeit, Technologiemonitoring und Kaderausbildung mit Simulatoren wichtiger als die Menge der Waffensysteme.»

Trotz mannigfaltiger Veränderung wird an einigen Prinzipien festgehalten. An der Miliz zum Beispiel, die im Papier für sakrosankt erklärt wird. Und auch die allgemeine Wehrpflicht «steht nicht zur Disposition», sie soll aber «flexibler gehandhabt» werden, allerdings «nicht bei der Rekrutierung», sondern beim Ausbildungsmodell (Länge der RS, Anzahl WK).

Fazit: Aus der Schweizer Armee würde eine Lowtech-Armee, eine Mischform aus Hilfspolizisten, Katastrophenhelfern, Füsilieren und Gameboy-Soldaten, die ihr Kriegshandwerk virtuell erlernen. Vom Bestand her bliebe die Armee ein Massenheer. Voraussichtlich würde das Gros der Soldaten weiter am Sturmgewehr ausgebildet. Sollte unser Land unversehens doch militärisch angegriffen werden, ist eine Guerillataktik denkbar. Diesbezüglich hat Christoph Blocher, alt Bundesrat und enger Berater von VBS-Chef Maurer, bereits einige Gedanken angestossen, als er den Vietcong als Vorbild für die Schweiz nannte.
Auf Details zur Ausgestaltung geht das Diskussionspapier nicht ein. «Wie das sicherheitspolitisch Notwendige mit dem gesellschaftlich und finanziell Tragbaren in Einklang gebracht werden soll», werde der Armeebericht darlegen. Mit massiven Opfern müsse gerechnet werden, warnt jedoch das VBS. «Es ist bereits jetzt erkennbar, dass substanzielle Einschnitte nötig sind.»

Armeekreise sind konsterniert

Wie von vielen Parlamentariern befürchtet, legt Maurer im dargelegten Modell den Sicherheitspolitischen Bericht nach seinem Gusto aus. Indem er das Konzept «Sicherheit durch Kooperation» einseitig auf das Inland (Sicherheitsverbund Schweiz) auslegt, desavouiert er die Stossrichtung, wie sie von der Mehrheit im Bundesrat vertreten wird. Der Kooperation im und mit dem Ausland wird de facto eine klare Absage erteilt.

In Armeekreisen, die Kenntnis vom Diskussionspapier haben, herrscht Konsternation und Verwirrung. Sowohl «Traditionalisten» wie «Internationalisten» beurteilen die neue Stossrichtung als «unausgegoren» bis «schockierend». Die einen vermuten ein taktisches Manöver Maurers. Ähnlich wie bei den Kampffliegern gehe es ihm wohl darum, einen Aufschrei zu provozieren, um der Armee mehr finanzielle Mittel zuzuführen. Andere sind überzeugt, dass es der Wehrminister mit dem neuen Modell ernst meint.

Offenbar sehe Maurer in der Assistenzarmee die einzige Möglichkeit, um der Miliz in der Verwaltung mehr Gehör zu verschaffen, so ein Stratege aus dem VBS. Dass damit die Truppe in der Bevölkerung besser verankert werde, müsse indessen bezweifelt werden. Und die Motivation der Soldaten werde in einer «HD Läppli»-Armee kaum gesteigert, wie die Autoren des Papiers hofften.

Man müsse nicht Maurers populistischen Slogan von der «besten Armee der Welt» zum Mass nehmen, um zu erkennen, dass es sich bei dem Modell um eine «Fehlkonstruktion» handle, sagt ein Generalstabsoffizier. «Offensichtlich verstehen die Architekten kaum etwas vom Militär.» Darauf lasse auch der Stil des Papiers schliessen, der viele Termini verwende, die nicht dem Militärjargon entsprächen.

Ausserdem widerspreche der Geist des Konzepts der SVP-Linie, bemerkt ein Offizier, der selber Parteimitglied ist. In der Tat forderte Caspar Baader, SVP-Fraktions-Chef und Armeeoberst, im April 2009: «Unsere Armee hat sich nicht nur auf den wahrscheinlichsten Fall wie z. B. auf die Katastrophenhilfe, sondern in erster Linie auf den gefährlichsten Fall der Landesverteidigung vorzubereiten. Dazu braucht es eine Ernstfall-orientierte Führung.»

Ob es Maurer mit seiner Armee als «personalstarkem Universalinstrument fast ohne schwere Kampfmittel zur Unterstützung der zivilen Behörden» ernst meint oder nicht. Fest steht, dass das Konzept nicht konsequent zu Ende gedacht wurde. Wenn die Hauptlegitimation der Armee tatsächlich der Hilfsdienst im Rahmen des Sicherheitsverbundes Schweiz sein soll, sind die budgetierten vier Milliarden Franken Wehretat nicht nur zu viel, sondern sie sind auch falsch eingesetzt. Sinnvoller wäre es, das Geld direkt an die sicherheitspolitischen Instrumente – Polizei, Bevölkerungsschutz, Sanität etc. zu transferieren, die professionell für diese Aufgaben ausgebildet werden.

Kommentare

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  • Carla Kägi
  • 11.05.10 | 15:13 Uhr

Herr Selk, man kann es so sehen!
Aber glauben Sie, dass wir irgendeine Möglichkeit haben eine solche "Invasion" abzuwehren?
Ich denke, wenn es wirklich soweit kommt werden wir einfach überfahren & wenn dann der brave CH-Bürger auch nicht mehr die Faust im Sack macht, sondern auf der Strasse, wird die Formulierung "CH-Armee für die innere Sicherheit" ganz anders umgesetzt als sie jetzt noch verstanden wird.
So ein Chaos gar nicht erst entstehen zu lassen würde aber integre, vorausschauende, vernünftige Politik voraussetzen. Bis jetzt sieht's nicht danach aus ....

  • Sergio Frei
  • 11.05.10 | 09:22 Uhr

interessanter weise können die anderen BR ihren konzeptlosen kommentar und ergänzungen einfliessen lassen. umgekehrt geht dass natürlich nicht, denn hier gilt ja die "konkordanz"! das resultat soll er selber ausbaden? mitnichten !
dies ist das resultat einer international- ausgerichteten hilfsorganisation , welche sich ja überall aufdrängt.was hat man den zu vestecken? wessen schämt man sich?
so die kommentare zur "stütze" der CH zum IWF (reiterer): wer mitfahren will , muss mitrudern! auch die, die sich aussen festhalten!
danke für freundlichen worte (als gast und CHvertreter).

  • Max Bernard
  • 11.05.10 | 05:53 Uhr

Wenn die reiche Schweiz nicht mehr gewillt ist das notwendige Geld zur militärischen Sicherung ihrer Existenz aufzubringen, so empfehle ich deren Selbstauflösung bzw. – gem. Vorschlag Ghaddhafis – deren Aufteilung zugunsten der Nachbarländer. Was das friedenspolitische Geschwafel anbetrifft, so erinnert mich dies an die Situation im 18. Jhrdt., als man es auch nicht mehr notwendig fand die erforderl. finanziellen Mittel zur militärischen Sicherung bereit zu stellen. Das Resultat ist bekannt: urplötzlicher Ausbruch der französ. Revolution mit kurz darauf erfolgendem Einmarsch französ. Truppen.

  • Rainer Selk
  • 10.05.10 | 22:38 Uhr

Dimitrios Papadopoulos 09.05.10 18:11
Wir werden mit ganz anderen Problemen in Kürze konfrontiert. Der sich anbahnende Zusammenbruch bzw. die Schrumpfung der Wirtschaften in EU Ländern wird zu einer 'Völkerwanderung' (Richtung 'Arbeit' + CH) führen, deren Ausmass + Folgen als katastrophal einzuschätzen sind. BR Maurer hat vermutlich nicht mehr viel Zeit, seinen 'Laden' auf Vordermann zu bringen. Es zeichnen sich plötzlich völlig neue Entwicklungen ab, auch UND VOR ALLEM GEO strategische!! Waffendemos dieser Tage lassen böses erahnen..! Romantisches 'Sünnenlen' ist vorbei!

  • Dimitrios Papadopoulos
  • 09.05.10 | 18:11 Uhr

Ist dies eine "strategische" oder eine "taktische" Angelegenheit, oder, in anderen Worten: Will das BR Maurer wirklich, oder geht es nur darum, Freisinn und Christdemokraten zu einem klaren Bekenntnis zur Landesverteidigung (oder wenigstens offenzulegen, dass sie nicht mehr daran interessiert sind) zu bringen?
Gerade jetzt, wo die Zukunft Europas unklarer ist als je, sollten wir unsere Festungen, Panzer und Flugzeuge gut warten, und sicherstellen, dass die, die noch wissen, wie man eine Sperre und einen mechanisierten Gegenschlag führt, bei der Stange hält.

  • Ernst Hiestand
  • 08.05.10 | 22:03 Uhr

Die Schweizer Armee Doktrine in der heutigen verstrickten Welt is nicht mehr tragbar. Nur eine Berufs-Armee zur Inneren Sicherheit und Katastrophen Hilfe sowie auch zur Mithilfe Ausserhalb der Schweiz wird den Ruf der Schweiz erhalten - vorbei ist der Ruf der Schweizer Neutralität - und es ist endlich Zeit, dass sich die Schweiz nicht mehr hinter der Neutralität zu verstecken versucht und Ihrer Pflicht gegenüber der Weltgemeinschaft gerecht wird.Warum der Beitritt zur UNO and vielen anderen Weltgemeinschaften??? Profit der Schweiz ohne Unterstützung ausser Finanziell!!
Gruss aus Kanada!

  • Albert Zimmermann
  • 08.05.10 | 08:50 Uhr

[gelöscht am 8.5.2010 durch Moderator] Wir waren es uns in Seldwyla auch längst gewohnt wie speziell in Grossdeutschland Meldungen über tote GI's im Irak oder Afghanistan die nach USA überführt wurden von lieben linke Medien und Gutmenschen schon beinahe frenetisch gefeiert ja zelebriert wurden und unsere Mainstream-Weltoffenen wie üblich nett hinterhertrotteten, seit es auch Soldaten vom grossdeutschen Reich trifft, gibt's aber anscheinend keine toten Amis mehr. [gelöscht am 8.5.2010 durch Moderator]

  • Albert Zimmermann
  • 08.05.10 | 08:30 Uhr

Erst als es tote Soldaten gab, endete der Gutmenschen - und Medienapplaus für den Rückgratlosen vergesslichen zwischenmenschlichen Handlungsfähigen, zumal dessen Lügen und Unfähigkeiten nicht mehr vertuscht werden konnten Der offensichtliche Grund;Seldwyla wäre ohne "Regierung" wenn diese Kriterien auch bei den übrigen Versagern und Lügnern angewandt würden.
Da sich Maurer nicht wie sein Vorgänger als Befehlsempfänger von Kopftüechli-Hyperern anbiedert um geduldet zu bleiben, prügelt nun die Gutmenschenwelt auf ihn ein, nach dem Moto: den Müllmann für die riesigen Kehrichthaufen bestrafen

  • Hans Fluri
  • 07.05.10 | 21:01 Uhr

Verständlich, dass sich Bundesrat Maurer nicht hinter dieses interne VBS-Papier stellen mag. Der Inhalt schwebt selber auf bedenklich tiefem Ambitionsniveau und ist wohl weder friedens- noch kriegstauglich. Aber Ambitionen für die Thuner Kabaretttage oder Richtung Salzburger Stier sind dem Inhalt kaum abzusprechen.
Solange Texte dieser Art ehrenamtlich verfasst werden, demzufolge auch keine Steuergelder beanspruchen, muss sich aufkommende Kritik in engen Grenzen halten. Ein klassisches Eigentor durch das VBS ist sooderso garantiert. Leider.

  • Markus Spycher
  • 06.05.10 | 17:19 Uhr

Re: Walter Staub

Ich stimme Ihrer Beurteilung zu. Meines Wissens wurde Blattmann nur durch den ehemaligen Geheimdienstchef Peter Regli öffentlich unterstützt. Mit plausiblen, stringenten Argumenten.

  • Fabio Baltensperger
  • 06.05.10 | 14:26 Uhr

Die Anweisungen die Maurers Kollege Blocher letztes Jahr an der Bilderberg Versammlung in Griechenland erhielt, scheinen sich immer mehr umzusetzen. Mit Grauen habe ich kürzlich vernommen, dass die Schweizer Soldaten nun die Patronen abgeben müssen. Das Land ist also jetzt faktisch angreifbar. Tagtägliche Bombardierung der Medien die Schweiz in der EU dies und wie einfacher wenn die Schweiz in der EU das und der BR kauft 16 Millionen Dosen weil er jeden Bürger 2 mal impfen soll. Innere Sicherheit = Armee zur Kontrolle der Bürger bei Aufständen die dann bloss noch Terroristen gennant werden.

  • Walter Staub
  • 06.05.10 | 11:27 Uhr

Nach meiner Beurteilung hat bis heute Korpskommandant Blattmann die möglichen Bedrohungsszenarien für unser Land mit Abstand am realistischsten eingeschätzt und dargestellt. Aus seinen Ausführungen wäre der Schwerpunkt besonders auf die innere Sicherheit auszurichten. Allein seine Gedanken passten den Politikern von links bis rechts alles andere als in deren Weltbild. Entsprechend wurde er auch angefeindet. Die jüngsten Entwicklungen dürften Blattmanns Theorien wieder mehr Gewicht verleihen und die Risiken in dieser Richtung sind leider als sehr beachtlich einzustufen.

  • heinz kost
  • 06.05.10 | 11:07 Uhr

ich frage mich wirklich was schweizer truppen im ausland zu tun haben, soll man sie den unter das kommando von ausländischen politikern stellen, die nachweislich nicht im interesse ihrer eigenen bürger handeln? ihr wollt immer das zepter aus der hand geben, das ergebnis kann man tagaus tagein in der zeitung bewundern

  • Walter Staub
  • 06.05.10 | 10:04 Uhr

Ueli kann doch machen was er will, er wird immer kritisiert werden. Es gibt beinahe soviele versch. Vorstellungen von der Armee wie es Leute gibt. Der Ueli hat wahrscheinlich den mit Abstand undankbarsten BR-Job gefasst. Es ist in der Tat auch äusserst schwierig, welche Aufgaben einer Armee in einer Zeit zuzuweisen sind, wenn keine Bedrohungen in Form gegnerischer Armeen auszumachen sind. Die Armee ist für vieles einsetzbar. Wo sind Prioritäten zu setzen. Alles ein wenig oder was? Unter Berücksichtigung von allem scheinen mir die Gedanken in diesem Papier als gar nicht so abwegig.

  • Michael Hartmann
  • 06.05.10 | 08:45 Uhr

Wie kann man (RK) eine Talibarnisierung der Armee verlangen ohne Einführung der Burka-Pflicht bei Einsätzen im Ausland für AdA's?

Wie kann ein Ist-Zustand unklar sein?

  • Michael Hartmann
  • 06.05.10 | 06:48 Uhr

Schafft diese [gelöscht am 5.5.2010 durch Moderator]doch endlich ab und spendet das Geld den Griechen! Aber der Ueli hat ja bis jetzt einen Superjob gemacht, so sagte ja die Weltwoch' vor ein paar Wochen. Die Revoluzion frisst ihre eigenen Kinder. Die Armee geht unter anderem vor die Hunde, weil BR UM das Wort Ausland scheut wie der Teufel das Weihwasser und das Ausland aber eigentlich der einzige Grund für die Beibehaltung der Armee wäre. Dumm gelaufen!

 
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