Religion

Muslimische Käfighaltung

 Der Präsident des Islamischen Zentralrates lebt den Weg in die Parallelgesellschaft vor: mit einer importierten Ehefrau aus dem Jemen. Nicolas Blancho befeuert die Islam-Debatte.

Von Peter Keller

Radikalmuslime im Rampenlicht: Konvertit Blancho nach umstrittenem «Arena»-Auftritt. Bild: André Albrecht (Ex-Press)

Bis vor wenigen Wochen war der 27-jährige Bieler Islam-Konvertit Nicolas Blancho nur Insidern bekannt. Der Präsident des neu gegründeten Islamischen Zentralrates Schweiz (IZRS) brachte es wöchentlich auf höchstens zwei, drei Erwähnungen in den Medien. Erst eine hart recherchierte Titelgeschichte der Weltwoche – «Der gefährlichste Islamist des Landes» – vom 8. April katapultierte den bärtigen Studenten der Islamwissenschaften ins öffentliche Bewusstsein. Seine Medienpräsenz hat sich seither verzehnfacht.

Der radikale Islam «made in Switzerland» hat ein Gesicht bekommen – und die grosse Bühne gleich dazu: In der letzten «Arena»-Sendung trat Nicolas Blancho erstmals in einer TV-Diskussionsrunde auf. Weltwoche-Inlandchef Philipp Gut, der unter anderem verfassungsfeindliche Äusserungen von Blancho publik machte – die Scharia habe «im Zweifelsfall» über dem Schweizer Recht zu stehen –, wurde nicht eingeladen.

«Arena»-Moderator Reto Brennwald bezeichnete Nicolas Blancho als strenggläubigen Muslim, der den Koran wörtlich auslege. Genau diese Ankündigung löst der junge Bieler ein. Er strebt eine Parallelgesellschaft an, fordert muslimische Schulen, sieht die Steinigung von Frauen als «einen Wert meiner Religion». In den eigenen vier Wänden lebt der Konvertit den Weg in die Parallelgesellschaft vor: Er ist mit einer aus dem Jemen importierten Frau verheiratet, die sich bei männlichem Besuch ins obere Stockwerk zu verziehen hat. Muslimische Käfighaltung mit Kopftuch und Schleier. Wer den Studenten und zweifachen Familienvater ohne Einkommen finanziert, ist unklar.

Typische Verschweizerung

Die Islam-Debatte hat Fahrt aufgenommen, und sie legt bisher erfolgreich vertuschte Verlogenheiten frei. Vor der Minarett-Abstimmung verurteilte SP-Bundesrätin Micheline Calmy-Rey die Initiative als gefährliche «Wahlposse», die den Muslimen das «Recht auf Religionsfreiheit» verwehre. Um einiges kleinlauter gibt sich heute ihr Parteikollege, der Bieler Stadtpräsident Hans Stöckli. Man habe den Islamismus in der Schweiz «als Problem zu lange unterschätzt. Jetzt müssen wir uns intensiv damit auseinandersetzen.»

Eine zwangsläufig intensivere Auseinandersetzung erlebt auch die muslimische Gemeinschaft. Bislang dominierten wenige Vertreterinnen und Vertreter, meist als «moderate Muslime» bezeichnet, den öffentlichen Auftritt. Nun hat sich der IZRS innerhalb kürzester Zeit als Konkurrent mit hohem Aufmerksamkeitsgrad etabliert. Saïda Keller-Messahli, Präsidentin des Forums für einen fortschrittlichen Islam, forderte umgehend ein Verbot der ihrer Ansicht nach gewalttätigen Organisation. IZRS-Pressesprecher Qaasim Illi macht sich derweil auf Tele Züri über Keller-Messahli lustig. Sie tue so, als ob sie die schweigende Mehrheit der Muslime vertrete. Blancho und Illi sehen sich als die wahren Repräsentanten des Islams. Welche Gruppierung sich durchzusetzen vermag, ist noch völlig offen.

Es ist eine typische Verschweizerung eines brisanten Themas im Gange. Die direkte Demokratie zwingt die Politik, Stellung zu konkreten Sachfragen zu beziehen. In anderen Ländern ist das Unbehagen gegenüber dem Islam nicht kleiner, nur bieten sich dort keine Ventile an wie das schweizerische Initiativrecht.

Die Minarett-Abstimmung vom November 2009 wirkte wie ein Katalysator – und sie hat die Partei mit dem C wie «christlich» im Kürzel kalt erwischt. In den CVP-Stammlanden fiel die Zustimmung für ein Minarettverbot besonders deutlich aus. In einer Panikreaktion forderte Parteipräsident Christophe Darbellay darauf sogar das Verbot von muslimischen Friedhöfen – um dann sofort wieder zurückzurudern.

Sein Eiertanz geht weiter: Nach Blanchos umstrittenem «Arena»-Auftritt machte Darbellay auf Polit-Cowboy und sagte, wenn der Mann Ausländer wäre, müsste man ihn sofort ausweisen. Dass Darbellays Partei die Ausschaffungsinitiative der SVP politisch bekämpft, muss ihm in der Aufregung gerade entfallen sein.

Nicolas Blancho befeuert die Islam-Debatte. Bisher war der Islamismus ein Phantom. Jetzt stehen junge, selbstbewusste, redegewandte Radikalmuslime im Rampenlicht. Dass sie Konvertiten sind, ist kein Zufall. Das deutsche Bundesamt für Verfassungsschutz ging 2009 von 34 000 Islamisten in Deutschland aus, davon seien etwa 15 000 Konvertiten. Mehrere hundert gelten als gewaltbereit.
Das Pfeifen im Walde geht trotzdem weiter. Der Tages-Anzeiger beruhigt, Blancho vertrete nicht einmal ein halbes Prozent aller Muslime in der Schweiz. Dabei sind die rund tausend Mitglieder, die der Verein ausweist, eine erstaunliche Zahl: Den Islamischen Zentralrat gibt es erst seit dem 25. Oktober 2009 oder wie dessen Homepage konsequent in muslimischer Zeitrechnung vorrechnet: seit dem 6. Dhu l-Qada 1430.

Die Grünliberale Partei (GLP), die gerade die politische Landschaft in der Schweiz aufmischt, zählt nicht viel mehr als dreitausend Mitglieder. Diesen wenigen Streitern traut der Tages-Anzeiger offenbar weit mehr zu als dem IZRS: Die GLP sei auf dem besten Weg, «die FDP abzulösen». Der Islamische Zentralrat und Nicolas Blancho sind mindestens so hochmotiviert, die Führung im muslimischen Lager zu übernehmen.

Kommentare

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  • Ulrich Künzi
  • 13.05.10 | 02:03 Uhr

Ich muss allen Burka-Verbots Gegnern recht geben. Wir brauchen kein Burka-Verbot. Was wir brauchen ist ein generell gültiges Vermummungsgesetz um kommende Probleme ein für allemal zu verhindern und den militanten WeissWer-Isten kein Wasser auf die Mühlen zu giessen.

  • Ulrich Künzi
  • 13.05.10 | 01:56 Uhr

Liebe Christine, ich gratuliere Die zu Deinen Posts. Du verbindest Intelligenz mit Praxis, nicht wie (Du weisste schon wer) mit bloss wissenschaftlichen Überlegungen weitab der Realität. Wissenschaftliche Überlegungen und Erkenntnisse in Ehren, man sollte aber das eigene Gehirn doch auch noch benutzen. Weiter so. Danke

  • Ulrich Künzi
  • 13.05.10 | 00:02 Uhr

@Peter Schlegel: Christliche Intoleranz gegen Islamische Intoleranz, welche hat nun bei uns Vorrang? Theoretisch Keine aber praktisch?
Sie scheinen mir intelligent aber Praxisfremd. Schade. Was unserer Intelligenz leider fehlt, ist die Praxisnähe. Wir leben praktisch, nicht theoretisch.

  • Ulrich Künzi
  • 12.05.10 | 23:59 Uhr

@P. Schlegel: Wenig Bildung = Schlechte Wahl-Entscheide möchte ich doch sehr in Frage stellen. Schon etwas von gesundem Menschenverstand gehört? Oder sehen Sie den Entscheid des franz. Präsidenten auch als Folge fehlender Intelligenz? Intelligenz abgelöst von der Praxis taugt nicht. Ich bin Befürworter, auch wenn mir die Regelung über die Baugesetze besser gefallen hätte. Glaube aber nicht, dass ich deshalb unintelligent bin. Immerhin kann weit über 10 zählen, ohne die Finger zu benützen.

  • Christine Joos
  • 11.05.10 | 06:56 Uhr

Stülp Dir einen Sack über den Kopf und lass mich dann Deine Sinneserfahrungen vernehmen, lieber Peter. Du siehst nicht richtig, riechst nicht richtig, hörst nicht richtig, fühlst nicht richtig, bist im Sprechen behindert, und sagst mir, Du seist nicht Deiner Sinnesorgane beraubt? Wenn Du das sogar mit wissenschaftlichen Untersuchungen untermauerst, untermauere ich das Gegenteil mit meinem gesunden Menschenverstand.

Jetzt und hier geht es mir um die Burka. What else?

  • Christine Joos
  • 11.05.10 | 06:46 Uhr

Allzu verständlich und m.E. die normalste Reaktion, lieber Peter, dass die bosnische Gemeinschaft dem Konvertiten Hausverbot gibt, notabene für ihr Lokal im Kulturzentrum, das auch als Moschee dient. Der bosnische Muslim gilt generell als gemässigt und einen modernen Islam vertretend.

Was Dein "sachliche und differenzierte Information" betrifft, wurde diese auf direkteste Art den Protagonisten Blancho und Illi selber übertragen: Sie äusserten sich persönlich. Ihr Image verdanken sie somit vornehmlich sich selber.

  • Norbert Kopp
  • 10.05.10 | 23:40 Uhr

@ P. Schlegel
"Interessant, dass dieses Hausverbot in den Medien kaum Erwähnung fand...
Sachliche und differenzierte Information lässt sich eben weniger gut verkaufen, als hysterische Panikmache..."

Stimme mit Ihnen überein und befürchte je länger desto mehr, dass 'unsere' Medien durch den permanenten Blick hin zu den Auflagenzahlen oder anderen Eigeninteressen die Demokratie viel effizienter aushöhlen, als manch andere nicht demokratieinkompatible Kräfte dies fertig bringen.

Falls mich mein Eindruck täuscht, werde ich dies sehr gerne zur Kenntnis nehmen.

  • Peter Schlegel
  • 10.05.10 | 11:14 Uhr

Hausverbot für Nicolas Blancho in der Bosnischen Moschee seiner Heimatstadt Biel!

Das schreibe ich nur so zur Information, damit du nicht wieder behauptest, liebe Christine, die grosse Mehrheit der gemässigten Muslime würden sich nicht von Blancho distanzieren...

Interessant, dass dieses Hausverbot in den Medien kaum Erwähnung fand...

Sachliche und differenzierte Information lässt sich eben weniger gut verkaufen, als hysterische Panikmache...

  • Peter Schlegel
  • 10.05.10 | 11:10 Uhr

Christine,

wenn du sich so sehr gegen die Beraubung der Sinnesorgane einsetzst (Beim Tragen einer Burka, liebe Christine werden ja die Sinnesorgane nicht beraubt, aber du übertreibst ja gerne...), bist du ja sicherlich für ein allgemeinses Verhüllungsverbot unabhängig von Geschlecht und Religionszugehörigkeit, oder?

Oder geht es dir einzig und allein um Musliminnen?

  • Peter Schlegel
  • 10.05.10 | 11:03 Uhr

Liebe Christine,

Ich sehe, du ignorierst konsequent wissenschaftliche Untersuchungen und realen Fakten und bleibst lieber bei deiner auf Vorurteilen behafteten Meinung.

Es ist lächerlich zu meinen man könne mit einem Burka-Verbot, die Unterdrückung von Frauen bekämpfen. Es ist geradezu widersprüchlich zu behaupten man verhelfe diesen Frauen zu mehr Rechten, indem man ihnen vorschreibt, was sie anziehen dürfen und was nicht!

  • Christine Joos
  • 10.05.10 | 07:18 Uhr

Auch nicht das der "Freiwilligkeit". Tradition in Ehren, aber diese gehört abgeschafft, so wie der Stierkampf abgeschafft gehört. Da wir kein Gewicht haben, es dort durchzusetzen, wo es passiert, ist das Mindeste, es hier nicht zuzulassen. Nochmals: Beides, Burka und Stierkampf stehen in meinem Werteverständnis absolut ausserhalb jeder Diskussionswürdigkeit.

  • Christine Joos
  • 10.05.10 | 07:13 Uhr

Doch,ich glaube,dass ein Burkaverbot in der CH die Lage der Frau verbessernt,und sei es auch nur einer einzigen, lieber Peter.

Es ist eine "Krankheit" in unseren Breitengraden,aus Gründen der Toleranz das hinterst und letzte Argument suchen zu wollen,um ebendieser Toleranz genüge zu tun:Diese gesuchte Toleranz hat mit dem realen Leben nichts mehr zu tun,sie ist hypothetisch.

Meine Argumentation,die unseren Werten entspringt,kann auf eine reduziert werden:Man verpackt keinen Menschen in eine Totenhülle, man beraubt ihn nicht seiner Sinnesorgane.Dagegen gibt es k e i n Argument.

  • Peter Schlegel
  • 09.05.10 | 21:02 Uhr

Christine,

Du glaubst doch nicht im Ernst, dass ein Naqab/Burka-Verbot in der Schweiz die Lage von auch nur einer Frau verbessern würde!!!

In der heutigen NZZ am Sonntag gibt es einen sehr interessanten und informativen Artikel zum Thema Verschleierung im Islam!

Da könnte sich die "Welt"woche ein Beispiel nehmen!!!

  • Peter Schlegel
  • 09.05.10 | 20:58 Uhr

Liebe Christine,

Deine Argumentation basiert einmal mehr auf falschen oder unbelegten Behauptungen:

Untersuchungen in verschiedenen Staaten haben gezeigt, dass sowohl Kopftuch- wie auch Burka/Naqab-Trägerinnen sehr unterschiedliche Motive haben für diese Art der Verschleierung. Es stimmt einfach nicht, dass es sich um ein generelles Symbol der Unterdrückung von Frauen handelt!

Die Mehrheit wird eben nicht gezwungen und die Minderheit, die gezwungen wird, wird mehrheitlich von ihren Müttern gezwungen und nicht von Ehemann oder Vater!

  • Christine Joos
  • 07.05.10 | 07:22 Uhr

"masse ich mir doch nicht an, anderen Kleidungsvorschriften zu machen!"

Es geht eben um viel mehr,lieber Peter: Um Unterdrückung und verweigerte Würde. Eine Gesellschaft muss mit Verboten leben.Vergiss nicht, dass wir den Burkaträgerinnen und ihren Patriarchen "nur" in unserem eigenen Land drein reden.Die Schande in deren Ländern können wir zwar anprangern, aber zu sagen haben wir dort nichts.

N. Kopp & Andere sprechen pragmatisch weitere Punkte an wie Sicherheit ( beim letzten Selbstmordanschlag in Pakistan hat sich einer der Täter unter einer Burka versteckt..) und Alltagstauglichkeit.

  • Christine Joos
  • 07.05.10 | 07:08 Uhr

Und ja, lieber Peter, Ehrenmorde sind nicht nur in der islamischen Kultur/Religion zu finden.

  • Christine Joos
  • 07.05.10 | 07:07 Uhr

"Aus der Sozialethik ergeben sich Fragen nach der Stellung des Individuums in der Gesellschaft,nach Werten wie Freiheit, Toleranz, Gerechtigkeit oder Nachhaltigkeit & richtigen Strukturen für gesellschaftliche Institutionen wie Recht, Wirtschaft, Unternehmensethik, Arbeit, Ehe, Familie, Migration, Kultur". Wir haben unsere heute gelebten Werte gefunden,morgen kommen neue Einsichten dazu, übermorgen auch,ABER,Du deutest es selber an,lieber Peter:Die Burka ist kein Wert,den unsere Gesellschaft leben will.So wenig wie die Scharia.Du riskierst mit Deiner Art "Gerechtigkeit" den sozialen Frieden.

  • Norbert Kopp
  • 06.05.10 | 22:13 Uhr

3) Und unterscheiden wir in der ganzen Auseinandersetzung endlich, endlich zwischen a) persönlichem Glauben, b) Religion und c) Kultfreiheit.

Glaubensfreiheit ist ich der CH mit oder ohne Minarette gegeben, etwas anderes zu behaupten ist Quatsch.
Relions- und vor allem Kultfreihei nur dann, wenn sie nicht mit den hiesigen Gesetzen und Regeln kollidieren.

Blancho verlangte vor der Sendung einen Gebetsraum - und bekam ihn.
[gelöscht am 7.5.2010 durch Moderator]
Entweder er nimmt an der Sendung teil und fügt sich in die Gegebenheiten ein oder er bleibt zu Hause und hält seine Gebetszeiten ein.

  • Norbert Kopp
  • 06.05.10 | 21:54 Uhr

2) All dies ist nicht auf Burka & CO beschränkt.

Es manifestiert sich jedoch an dieser Verpackung. Es braucht in der CH keine einzige verhüllte Frau, um die Diskussion oder ein Verbort zu legitimieren. Man kann durchaus die Manifestation einer Idee, einer Haltung verbieten. Solche Verbote existieren bereits und dies zu Recht. Sie werden nicht angezweifelt.

Gehen wir einen Schritt weiter und überdenken das Verhalten der Kirche, die Diskrepanz zwischen kirchlichem und staatlichem Recht beispielsweise, ein unhaltbarer Zustand. Die Kirche als rechtsfreier Raum.

  • Norbert Kopp
  • 06.05.10 | 21:39 Uhr

Mal ganz pragmatisch:
wie soll eine Personenidentifikation stattfinden
wie stark sind die Kommuniktionsmöglichkeiten eingeschränkt
wenn das Gegenüber gesichtslos ist?
Oder: wie eingeschränkt ist der Blickwinkel beim Autofahren?
Anders gesagt, wie alltagstauglich ist diese Vollverhüllung?
Sie ist es nicht.

Ich würde generell kein Gespräch mit einer Person führe, deren Gesicht verdeckt ist. Ich will dieses Gesicht sehen.
Ich bin für ein Verbot und ja, es gibt spezifische Probleme mit den Islamisten (im Promillebereich) und in der CH kaum vollverpackte Frauen.

  • Peter Schlegel
  • 06.05.10 | 10:26 Uhr

Fortsetzung 3:

Ein allgemeines Vermummungs-Verbot unabhängig von Geschlecht und Religionszugehörigkeit, kann aber in gewissen Situationen (z.B. Arbeit) oder an gewissen Orten (z.B. öffentlicher Schalter) Sinn machen. Auch ist klar, dass eine Lehrerin keine Burka tragen darf (Trennung von Kirche und Staat!).

Insbesondere wäre ein solches Verbot im Gegensatz zu einem reinen Burka/Niqab-Verbot nicht diskriminierend!

Der EGMR hat sich übrigens schon klar geäussert: Eine Burka/Niqab-Verbot ist menschenrechtswidrig!

  • Peter Schlegel
  • 06.05.10 | 10:20 Uhr

Fortsetzung 2:

Obwohl ich nichts von Burkas/Niqads halten, masse ich mir doch nicht an, anderen Kleidungsvorschriften zu machen!

Es gibt ausserdem viele sehr unterschiedliche Gründe, weshalb Frauen Burkas/Niqads tragen. Religiöse, kulturelle und persönliche Gründe. Es ist falsch diese als reines Mittel der Unterdrückung anzusehen. So einfach ist es nicht!

Das Burka/Niqad-Verbot löst zudem keine Probleme. Es ist widersprüchlich Frauen aus ihrer Unterdrückung befreien wollen, indem man ihnen vor Kleidervorschriften macht!

  • Peter Schlegel
  • 06.05.10 | 10:12 Uhr

Fortsetzung:

Beim Niqab (häufig im arabischen Raum anzutreffen) sieht man die Augen der Frau und dies erleichtert die Kommunikation etwas. Allerdings ist es auch hier sehr gewöhnungsbedürftig, da man nicht weiss, ob die Frau jetzt z.B. lächelt...

Übrigens: Entgegen gewissen youtube-Videos wird beim Essen der untere Teil des Niqab i.d.R. entfernt...

Gegen ein reines Kopftuch habe ich grundsätzlich nicht viel einzuwenden, obwohl ich als Mann aus optischen Gründen oftmals schade finde, dass Frauen ihr Haar nicht zeigen...

  • Peter Schlegel
  • 06.05.10 | 10:02 Uhr

Liebe Christine,

Ich persönlich halte nichts von der Burka oder dem Niqab. Ich sehe gerne das Gesicht einer Frau, wenn ich mich mit ihr unterhalte. Zudem sind mir grundsätzlich übertriebene religiöse Symbole zuwider.

Die eigentliche Burka ist weltweit äusserst selten und wird v.a. im Raum Afg, Nord-Pakistan getragen. In Europa wird der Begriff "Burka" meist fälschlicherweise für den Niqab verwendet.

Ich habe mich erst einmal, in Pakistan, mit einer Frau in Burka unterhalten. Es ist schon sehr merkwürdig bei einer Unterhaltung weder Augen noch Mund zu sehen...

  • Peter Schlegel
  • 06.05.10 | 09:50 Uhr

Fortsetzung:

Auch im Mittelmeer-Raum gehörten vor nicht so langer Zeit "Ehrenmorde" zur Tagesordnung. Aber auch heute gibt es gerade in Süditalien immer noch solche Fälle.

Gemäss Frauenorganisationen ist Femizid (Ermordung von Frauen alleine aufgrund des Geschlechts) in Lateinamerika, Indien oder China wesentlich häufiger als in muslimischen Staaten.

Leider wird das von der Weltöffentlichkeit weitgehend ignoriert!!!

Damit du mich richtig verstehst, ich bestreite nicht, dass es in zahlreichen islamischen Staaten eine massive Unterdrückung der Frauen gibt.

  • Peter Schlegel
  • 06.05.10 | 09:39 Uhr

Liebe Christine,

Ich wehre mich dagegen, dass gewisse schreckliche Taten fälschlicherweise als "muslimisch" hingestellt werden.

Z.B. Ehrenmorde: Allein in Guatemala wurden von 2001 bis 2004 rund 1200 Fälle von "Ehrenmorden" an Frauen dokumentiert. Die wirkliche Zahl liegt wahrscheinlich weit höher. Diese "Ehrenmorde" wurden von den Tätern häufig religiös begründet, obwohl es sich gemäss Expertinnen klar um ein kulturelles Phänomen handelt.

In Pakistan gibt es viele Fälle von "Ehrenmorden" an Frauen und zwar unabhängig von Religionszugehörigkeit (Muslime, Hindu, Christen)!

  • Christine Joos
  • 06.05.10 | 06:51 Uhr

Und was meinst Du denn persönlich zur Frau in Burka, lieber Peter?Sie ist ein Gefängnis,eine Vergewaltigung,Totenhülle & Unsäglichkeit, die wir hier die beste Möglichkeit haben zu unterlassen, weil kein Wächterrat einen dafür ins Gefängnis stecken und verprügeln kann.Es ist doch ganz einfach: Die Burka ist eine derartige Mittelalterlichkeit,dass jede Diskussion darüber müssig ist. Es ist ein Witz, wenn irgendwelche Plauderi unter ihresgleichen von Scheingefechten und Politik schwafeln,wo das Thema Frau und Freiheit und sonst nichts heissen muss.

  • Hans Werthmüller
  • 05.05.10 | 22:42 Uhr

Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass Religionen oder Extremisten die grössten Gefahrenquellen unserer Zeit sind;
vielmehr ist es die überbordende Verwahrlosung der guten alten Werte, der ausufernde Materialismus und der in der Schweiz heiss gelebte Egoismus.
Es wird immer Gegenbewegungen zu all dem geben..

  • Christine Joos
  • 05.05.10 | 21:02 Uhr

Ja, lieber Peter, es juckt auch ordentlich.

Wie auch immer mit meiner "Aufzählung", ob namentlich korrekt oder schluddrig, die Aufmerksamkeit in der Bevölkerung inkl. Politik wurde durch die Vorkommnisse selber und nicht durch meine jetzige Rekap geweckt. Solches wie hier http://www.spiegel.de/sptv/thema/0,1518,327916,00.html
brennt sich in der Wahrnehmung ein. Lies es. Man geht von Ehrenmorden in der EU aus, die patriarchal gepflegt in muslimischer Tradition, religiös und nicht nur kulturell begründet,liegen. Man weiss von "Unfällen" an Frauen, die verdeckte Morde sind.

  • Carla Kägi
  • 05.05.10 | 17:15 Uhr

Herr Schlegel:
Immer langsam! Über Rechtsgleichheit habe ich mich nicht ausgelassen. Es geht mir in dem Kommentar den Sie ansprechen auch nicht um kirchliche Trennung vom Staat, sondern wie die
M e n s c h e n
auf was reagieren - und warum.
Mir geht es nicht um das beliebte zitieren von Gesetzen und Fakten.
Herbeten kann die jeder und zu kapieren sind sie eigentlich leicht, gell?

  • Peter Schlegel
  • 05.05.10 | 17:08 Uhr

Scheingefecht um Burkaverbot!

Das sagen zwei Wissenschaftler:

http://www.bluewin.ch/de/index.php/21,272981/Scheingefecht_um_Burka/de/news/inland/

Fakten:
Das Tragen von Burkas führt in keinem europäischen Land wirklich zu Problemen! Der Anteil der Burka-Trägerinnen bei den Musliminnen beträgt selbst in Frankreich weit unter 0,5%!!!

Es geht hier nicht um Burka-Trägerinnen, sondern um politisches Kalkül der rechtskonservativen Parteien! Etwas Fremdes soll als gefährlich dargestellt werden!

Und es geht den Rechten erst recht nicht um Frauenrechte!

  • Rainer Selk
  • 05.05.10 | 13:46 Uhr

Reto Fankhauser 05.05.10 10:08
Etwas sarkastisch bemerkt: so wenig, wie Roccobekleidung in Kirchen zeitgemäss ist (die aber wenigstens das Gesicht + die Hände frei hat + zumeist innerkirchlich bleibt), sollten wandelnde 'Herdöpfelsäcke' mit Schlitzen in der Öffentlichkeit wegen 'Vermummung' + möglichem mehrfachem Bezug von Sozialhilfe usw. untersagt sein.
Öffentliche Kleiderordnungen halte ich nicht für durchsetzbar, bestimmte öffentliche 'Spielregeln' aber schon.
Frauen, die sich verburkaisieren lassen, sind in unseren Breiten selbst schuld, von Unterdrückung abgesehen.

  • Christine Joos
  • 05.05.10 | 12:08 Uhr

M. Hartmann, ob R. Köppel Spaghetti macht oder nicht, ist doch egal. Wer macht schon keine hin und wieder? Wer strammen Schrittes ohne Haken schlagen nur linear denkt, ist ein Holzpflock.

Aber die Argumentation liegen wirklich auf verschiedenen Ebenen: Der formalen und der inhaltlichen. Und hier macht R. Köppel den Fehler, dass er die Burka-Frage nur formal abgehandelt haben will.

  • Peter Schlegel
  • 05.05.10 | 11:40 Uhr

Liebe Christine,

Jetzt hast du dich aber gewaltig in die Nesseln gesetzt!

"Lehrermord in CH"

Der Lehrermörder von St. Gallen war kein Muslim! Sondern ein Katholik!

"Morde in NL" (Du verwendest hier die Mehrzahl!)

Der niederländische Rechtspopulist Pim Fortuyn wurde nicht von einem Muslim ermordet! Sondern von einem militanten Tierschützer!

Es ist typsich für die Vorurteile, die herrschen! Es wird einfach mal behauptet es waren Muslime.

Weitere Beispiele: Anschlag in Oklahoma City, Mord an Jitzchak Rabin.

  • Peter Schlegel
  • 05.05.10 | 11:28 Uhr

Liebe Christine,

"Unterdrückendes, würdeloses Machtmittel gegenüber der Frau im Namen der Religion."

Einmal mehr eine falsche Behauptung von dir!

In Dänemark wurde letzes Jahr eine ausführliche Studie zum Thema Burka durchgeführt. Die wichtigsten Ergebnisse:

1. Es gibt in Dänemark keine Burka-Trägerinnen!
2. Es gibt ein paar wenige Niqab-Trägerinnen. Die Mehrheit davon sind aber nicht arme unterdrückte Frauen und Mädchen mit Migrationshintergrund. Nein! Es sind mehrheitlich Konvertitinnen, die völlig freiwillig ohne Druck eines Mannes zum Islam übergetreten sind!

  • Peter Schlegel
  • 05.05.10 | 11:21 Uhr

Liebe Christine,

1. Ich bin mit dir einverstanden, der Name "Islamischer Zentralrat Schweiz" ist nicht nur hochgestochen, sondern ist eine masslose Selbstüberschätzung!

2. Die Gründung (Oktober 2009!) und vor allem der Aufstieg des IZRS geht klar auf die Minarett-Initiative zurück und hat wenig mit den von dir genannten "Ereignissen" in Europa zu tun!

3. "...mit der unsere Werte verweigert werden (Schule, baden, Ausflüge)"
In erster Linie wollen Mitglieder von evangelikalen Freikirchen nicht an solchen Schulveranstaltungen teilnehmen! Nimm bitte diesen Fakt endlich mal zur Kenntnis!

  • Carla Kägi
  • 05.05.10 | 11:04 Uhr

Herr Fankhauser, nach meiner Meinung hat es tatsächlich nur mit Symbolen & Ritualen zu tun - hüben wie drüben. Aber eben, die sind verwurzelt & dienen der Identifikation (Seelische Heimat).
Ich sehe aber, dass sich ganz Europa seit längerer Zeit gegenüber den extremeren Manifestiationen des sich hier ansiedelnden Islam tolerant verhalten hat. Mittlerweile schwindet diese Toleranz. Verbote sind Reaktionen, weil wir empört darüber sind, dass man uns für minderwertig hält (wegen & in unserer seelischen Heimat) & wir haben Angst vor Terroranschlägen.
Gewonnen haben die Extreme noch nicht, aber ...

  • Peter Schlegel
  • 05.05.10 | 10:58 Uhr

@Carla Kägi:

Sie haben offensichtlich einen wichtigen Grundsatz unseres Rechtsstaats nicht begriffen:

Die Rechtsgleichheit!!!

Es sollte völlig irrelevant sein, ob eine Religion schon seit Jahrhunderten hier "ansässig" oder erst neu hinzugekommen ist! Für alle sollen die gleichen Rechte gelten!

Leider ist das in der CH nicht so! Wir haben keine wirkliche Trennung von christlichen Landeskirchen und Staat:

- Unternehmen müssen Kirchensteuer zahlen
- Der Staat treibt die Mitgliederbeiträge für die Kirchen ein
- Pfarrerlöhne werden über das ordentliche Kantonsbudget bezahlt

  • Peter Schlegel
  • 05.05.10 | 10:53 Uhr

@Hanspeter Bühler

Aufklärung ist ein gutes Thema: Es wäre wirklich langsam an der Zeit, dass diese nicht nur bei vielen Muslimen weltweit, sondern auch bei vielen Christen in der Schweiz und weltweit fuss fasst!!!

Leider stelle ich bei vielen Christen eine gegenteilige Entwicklung fest:

Der unsinnige Glaube an das sogenannte "Intelligent Design" und die Schöpfungsgeschichte gewinnt immer mehr Anhänger. Sogar ehemalige US-Präsidenten sind davon betroffen!

Rationales Denken (Grundlage für eine aufgeklärte Gesellschaft!) und wissenschaftliche Fakten werden immer mehr ignoriert!

  • Peter Schlegel
  • 05.05.10 | 10:41 Uhr

@Walter Staub:

"Ich trauen keinem einzigen Vertreter der versch. islam. Verbände über den Weg."

Die beiden grossen muslimischen Organisationen in der Schweiz die Föderation Islamischer Dachorganisationen in der Schweiz (FIDS) und die Koordination Islamischer Organisationen Schweiz (KIOS) argumentieren eben sehr differenziert.

Das passt den Islamgegnern und den Medien natürlich nicht. Sie haben lieber klare Feindbilder wie einen Blancho.

  • Reto Fankhauser
  • 05.05.10 | 10:08 Uhr

Frau Kägi, kann sein, dass Sie das Christentum hier als tief verwurzelt wahrnehmen. Tatsache ist, viele Schweizer sind Atheisten (vielleicht nicht auf dem Papier) und haben mit Christen nichts am Hut. Man könnte die tiefe Verwurzelung natürlich wieder anhand von Symbolen deuten (Kirchen). Mit der Realität haben Symbole aber meistens wenig zu tun. Ich habe auch nicht vergessen was das Ziel der Extremen ist: Terror und Angst. Wenn ich dann sehe wie eine Initiative der SD in Betracht gezogen wird, habe die Extremen (auf beiden Seiten) dann nicht schon längst gewonnen, bzw. ihr Ziel erreicht?

  • Hanspeter Bühler
  • 05.05.10 | 08:08 Uhr

Ob man das goutieren mag oder nicht - es gibt gewisse Regeln in einer Gesellschaft denen man sich anzupassen hat. Extreme fundamentalistisch-religiöse Äusserlichkeiten die an und für sich nichts mit den Dogmen der spezifischen Religion zu tun haben sind in der Öffentlichkeit abzulehnen. Diese sind allenfalls für den Maskenball während den einschlägien Wochen im Februar tauglich. Und überall dort wo Menschen - in welcher Form immer - miteinander kommunizieren, haben solche Maskeraden in unserer westlichen Kultur nichts verloren. Die "Aufklärung" sollte auch bei diesen Leuten langsam fussfassen.

  • Carla Kägi
  • 05.05.10 | 07:28 Uhr

Herr Köppel: Widerspruch um jeden Preis?
Sobald der Mainstream immer lauter das Burkaverbot verlangt, sind Sie dagegen.
Ihre Argumentation überrascht.
Liberale Gesinnung in Kleiderfragen in Bezug zur Burka???
Pardon, aber das wirkt sehr gesucht.
Wir wissen doch alle für was dieses alles verhüllende & erstickende Zelt steht.
Ich frage mich, was für ein irrrationales Misstrauen & dito Angst strenggläubige Muslime vor den eigenen Geschlechtsgenossen & dazu vor ihren Frauen haben müssen, um so was nötig zu haben.
Führen wir generell das Vermummungsverbot ein & die Burkafrage ist gelöst. Bingo

  • Michael Hartmann
  • 05.05.10 | 07:04 Uhr

Ja, geehrte Christine, das nimmt dann wunder, wie RK den Spagat macht vom ehemaligen freizügigen 'Kein Problem' zu den Burkas zum 'Weiteren Punkt gegen Islamisten'. Aber ich nehme mal an, dass das ein anderer Redaktor machen wird.

Die Windfahnen stehen wieder ziemlich im Regen.

  • Christine Joos
  • 04.05.10 | 22:03 Uhr

R. Köppels Haltung in der Burka-Frage, die er komplett einem liberalen Credo unterordnet, zeigt nicht liberales Gedankengut auf, sie zeigt emotionale Kälte auf. Die Burka-Frage kann nicht als Kleiderfrage abgetan werden, der man tolerant oder liberal gegenüber steht, sie muss als das gesehen werden, was sie ist: Unterdrückendes, würdeloses Machtmittel gegenüber der Frau im Namen der Religion. Wer das nicht so sehen kann, wird immer mit den profanen "Religionsfreiheit, Toleranz und Wunsch nach weniger Gesetzen" argumentieren und damit verdrängen, dass es um das Menschenrecht der Frau geht.

  • Christine Joos
  • 04.05.10 | 21:41 Uhr

Die Gegenbewegung Islamischer Zentralrat Schweiz (hochgestochene Wortwahl,übrigens),lieber Peter, kam zustande, weil die islamistischen Fundamentalisten feststellten, dass ihnen von europäischer Seite ein aufmerksamer Wind entgegenblies. Auslöser waren die Terroranschläge in Madrid und London, die Karikaturen in DK, die Morde in NL, die Ghettos in Amsterdam, wo die Polizei sich nicht mehr hinein wagte, selbiges in F und D, der Lehrermord in CH, die "Aufmüpfigkeit", mit der unsere Werte verweigert werden (Schule, baden, Ausflüge), etc., im Namen Allahs.
Tibi warnt,Keller warnt,Peter lacht.

  • Rainer Selk
  • 04.05.10 | 19:52 Uhr

Suleima Al-Mahdi 04.05.10 16:26
TeleZüri hat das heute durch die Islamvertreterin hervorragend auf den Punkte gebracht.Wenn sich eine Muslima matchomässig privat 'berrschen' lassen will, traurig genug.
Burkas + Kopftuch haben - gem. TeleZüri - mit Islam nichts zu tun. Burkas in der Öffentlicheit sind nicht unproblematisch. 'Schwarze Blöcke' ('linke Aktivisten') haben wir schon genug. Burkas usw. als Zeichen von opportunistischen 'Islamoaktivsten' müssen nicht auch noch dazu kommen.
So gesehen wirklich gut, wenn das in 'aller Munde' ist.

  • Walter Staub
  • 04.05.10 | 18:48 Uhr

Ich trauen keinem einzigen Vertreter der versch. islam. Verbände über den Weg. Der etwas dümmliche Blancho vom islam. Zentralrat redet wenigstens noch einigermassen Klartext, währenddem sich der Präsident der islam. Org. Afshar immer hinter Taqiya-Gefasel versteckt und auf konkrete Fragen keine klaren Antworten gibt. Aehnlich ticken die Vertreter anderer muslim. Verbände. Afshar, der immer Menschenrechte einklagt, hat gar nichts dagegen, dass in den meisten islam. Ländern die Menschenrechte nur insofern anerkannt werden, als diese nicht der Scharia zuwiderlaufen. Heuchelei, Taqiya eben.

  • Suleima Al-Mahdi
  • 04.05.10 | 16:26 Uhr

Absolut cool, wie momentan der Islam in aller Leute Mund ist, nicht zuletzt Dank der Minarett-Initiative und den harten Jungs von der köppelschen SVP-Woche. Schwere Zeiten für einen Cheerleader der Pius-Bruderschaft wie Peter Keller. Aber: Kopf nicht hängen lassen! Auch Ihre katholische Kirche könnte es mit der richtigen Strategie wieder in die Top-Charts der medialen Aufmerksamkeit schaffen:

http://videoportal.sf.tv/video?id=1cb58a43-fc5c-489e-9948-6459ed996ca9&referrer=http%3A%2F%2Fwww.sf.tv%2Fsendungen%2Fcomedy%2Fsendung.php%3Fid%3Dgiacobbomueller

  • Peter Schlegel
  • 04.05.10 | 15:08 Uhr

Vor der Minarett-Initiative hatten die Befürworter gross angekündigt, das Verbot setze ein Zeichen gegen den fundamentalistischen Islam und habe das Ziel diesen einzudämmen.

Dumm nur, dass das Gegenteil passiert ist: Wegen dem Minarett-Verbot haben wir erst eine fundamentalstische islamische Organisation in der Schweiz! Auch wenn diese immer noch kaum von Bedeutung ist, da sie nur knapp 0,5% der Schweizer Muslime vertritt!

  • Peter Schlegel
  • 04.05.10 | 15:01 Uhr

Unsere Christine kommt immer noch mit den gleichen Märchen aus der EU, wo die bösen Muslime Parallelgesellschaften bilden und die Scharia als Gesetz eingeführt haben, lach!

"...ähnlich fundamentalistisch-islamistisch Entwicklung mit Parallelgesellschaft ging, wie sie im EU-Umfeld bereits statt gefunden hat"

Ein Märchen, das Rechtsparteien wie der FN, die NPD oder die PVV seit langem von sich geben.

Geht es darum diese Aussagen zu belegen kommt von allen diesen Kreisen nur warme Luft!

  • Peter Schlegel
  • 04.05.10 | 14:53 Uhr

@Waldvogel (selbsternannter Islam-Experte):

"Der Koran verbietet die Gleichberechtigung von Mann und Frau."

Falsch! Der Koran liefert sehr widersprüchliche Aussagen zum Thema Gleichberechtigung von Mann und Frau, genau wie die Bibel auch!

"Der Islam ist mit dem Grundgesetz der Schweiz unvereinbar..."

Falsch! Die grosse Mehrheit der gläubigen Muslime hat keinerlei Probleme mit dem "Grundgesetz" der Schweiz!

"In islamischen Ländern ist der Bau christlicher Kirchen grundsätzlich
verboten..."

Falsch! Warst du schon mal in der Türkei, Ägypten, Iran, Indonesien, Irak,...

  • Carla Kägi
  • 04.05.10 | 14:08 Uhr

Herr Fankhauser:
Richtig: Alle Religionen sind schon mal "gewandert".
Nur ist das Christentum hierzulande sehr lange etabliert & verwurzelt, der Islam nicht.
Den Islam umhüllt Bedrohliches, dass er in seiner extremen Form lauthals äussert. Vergessen Sie nicht, dass der extreme Islam uns ablehnt, uns für nicht lebensberechtigt ansieht.
Solche Äusserungen, die gläubig, mit Überzeugung gepredigt werden erzeugen Angst/Empörung, die durch Selbstmordattentate (egal wo) weiter vertieft wird.
Die 57% Ja Stimmen kamen aus allen möglichen politischen Lagern & haben auch die Initianten überrascht.

  • Michael Hartmann
  • 04.05.10 | 13:35 Uhr

Ja, geehrter Waldvogel, der Koran tut vieles, ihr Pfarrer eventuell auch. Wir aber leben in der Schweiz und da kann privat jeder machen und glauben was er will. Der Pfarrer übrigens auch!

Ja, geehrter Selk, aber diese Punkten, denen sie vorbeugen wollen, müssen ja gar (ev. noch) nicht bekämpft werden, da sie ja nicht zur Diskussion anstehen.

Aber sonst mache ich es wie der geehrte Fankhauser:
"Ich persönlich werde mich jetzt zürücklehnen und schauen, wie die 57% der Bevölkerung die Geister, die sie riefen, wieder loswerden."

  • Reto Fankhauser
  • 04.05.10 | 12:56 Uhr

Frau Kägi,ich möchte noch hinzufügen, dass der Islam nicht allgemein als fundamental gilt, nur in den Augen weniger. Schliesslich gehe ich ja auch nicht davon aus, dass jeder Christ ein Massenmörder ist, so von wegen blutigen Denkmälern einer Religion: Holocaust, Inquisition, Hexenverbrennung...Jeder Religion hat Ihre Schattenseiten. Aber ich bin nicht damit einverstanden, dass der Staat nur einer Religion die Rechte beschneidet. Dass verstösst gegen die Grundsätze unserer Verfassung: Also bevor ihr von den Moslems etwas verlangt, das ihr selbst nicht respektiert...

  • Reto Fankhauser
  • 04.05.10 | 12:36 Uhr

Und die traurige Realität ist doch: 57% der schweizer Bevölkerung wollten etwas das mit unseren Gesetzen+Kultur nicht vereinbar ist.
Man könnte nun einmal gan böse behaupten: Die pfeifen genauso auf unsere Gesetze wie die islamischen Fundamentalisten.

Ich persönlich werde mich jetzt zürücklehnen und schauen, wie die 57% der Bevölkerung die Geister, die sie riefen, wieder loswerden.
Bestimmt mit einem Burkha Verbot oder einer andere symbolischen Initiative die niemandem etwas bringt ausser den Initianten.

  • Reto Fankhauser
  • 04.05.10 | 12:32 Uhr

Frau Kägi,
das Christentum ist doch in der Schweiz de facto auch eine "zugewanderte Religion". ;-) Der fundamentalistische Islam fordert vieles was mit unseren Gesetzen nicht vereinbar ist, da haben Sie natürlich Recht.
Aber in der Schweiz war das bis nach der Minarett-Initiative nicht der Fall, zumindest hätte ich persönlich vorher keine solchen Forderungen vernommen. Gut möglich, dass es von den Initianten so vorkalkuliert war, denn genau nach diesem Schema funktioniert der Populismus: "Seht Ihr, wir haben's Euch gesagt..."

  • Rainer Selk
  • 04.05.10 | 11:53 Uhr

Michael Hartmann 04.05.10 06:44
'Wo in Europa gibt es Steinigungen? Wo werden auf öffentlichem Boden Diebe und Ehebrecherinnen ausgepeitscht oder die Hände abgehackt? '
Lieber Hartmann, und damit das auch so bleibt, wollen wir die dazu voraussetzenden Betonköpfe von Anfang an dazu bewegen, garnicht erst auch nur an soetwas zu denken. Indessen fürchte, dass die auch 'Diamanetbohrern' widerstehen werden. Währet den Anfängen und darum geht's. Oder läuft Ihre Frau 10 Meter hinter Ihnen [geloescht am 4.5.2010 durch Moderator]?

  • Alfred Waldvogel
  • 04.05.10 | 11:48 Uhr

[geloescht am 4.5.2010 durch Moderator] (Michael Hartmann 04.05.10 06:44 ) [geloescht am 4.5.2010 durch Moderator]
Der Koran verbietet die Gleichberechtigung von Mann und Frau.
Der Islam ist mit dem Grundgesetz der Schweiz unvereinbar, weil im Islam die Lehren des
Koran als absolute Autorität gelten, die dem Grundgesetz übergeordnet ist:

Der Koran lehnt die Reziprozität ab. In islamischen Ländern ist der Bau
christlicher Kirchen grundsätzlich
verboten oder zumindest eingeschränkt.
Auch da hat Hartmann seine Interpretation!!!!

  • Andreas Hofstetter
  • 04.05.10 | 10:55 Uhr

Brauchen wir eigentlich nach jedem Post eine Zensurandrohung dieses Obernörgelers, der selber nicht imstande ist, etwas zur Debatte beizutragen und sich als Watchdog der SVP-Doktrin aufspielt und andern vorschreiben will, wie, was und worüber gedacht und geschrieben werden kann:

..Auch hier: langatmige Dauerauslagen in allen Richtungen.
.. Falls Sie eine Antwort erteilen möchten: bitte kurz. Wäre das möglich? Und das mal bitte ohne SVP und AUNS.....

Wer Meinungspluralität und Fakten nicht erträgt und sich selber auf primitive Simpeleien reduziert, wird eh nicht ernst genommen.

  • Michael Hartmann
  • 04.05.10 | 08:14 Uhr

Muslimische Käfighaltung, geehrter Selk, woher hat die Weltwoch' diese 'Erfahrung'? Durch Vergleiche kann man die Dinge richtig einordnen, geehrter Selk, machen Sie das doch auch und beharren Sie nicht immer knorrig und stur auf Ihren eigenen Positionen als paradiesische Gegebenheiten und verteufeln andere Lebensarten.

Vertrauen + Lügen? Sie meinen Steuerhinterziehung + Steuerbetrug, geehrter Selk.

Warum sollen mir Verantwortung, Zuverlässigkeit und Vertrauen als Spielregeln unbequem sein?

  • Michael Hartmann
  • 04.05.10 | 06:44 Uhr

Der Massstab für Sie, geehrte Christine, ist ja (leider) nur die Schweiz. Warum also ausgerechnet jetzt den Blick schweifen lassen ins AUSLAND, und sogar noch in den Moloch EU, den Sie ja so abgrundtief hassen, geehrte Christine?

Wo in Europa gibt es Steinigungen? Wo werden auf öffentlichem Boden Diebe und Ehebrecherinnen ausgepeitscht oder die Hände abgehackt? Wenn Sie die Dönerbude meinen, die sich nicht an Hygienevorschriften hält oder ein paar Burkaträgerinnen, die sich nicht an Ihr Vermummungsverbot halten ist das noch längst nicht eine Parallelgesellschaft, geehrte Christine!

  • Rainer Selk
  • 03.05.10 | 23:26 Uhr

Michael Hartmann 03.05.10 16:02
'katholisches Dauerlutschen.'
Woher haben Sie diese 'Erfahrung'?
Auch hier: langatmige Dauerauslagen in allen Richtungen.
Vertrauen, nicht Lügen, ist die Basis für eine funktionierende Familie + Partnerschaft bzw. Gemeinschaft. Darauf baut Verantwortung + basiert Zuverlässigkeit. Diese 'Spielregel', lb. Hartmann sind Ihnen anscheinend unbequem? Scheue Frage: in was für einer Welt leben Sie? Falls Sie eine Antwort erteilen möchten: bitte kurz. Wäre das möglich? Und das mal bitte ohne SVP und AUNS.....

  • Christine Joos
  • 03.05.10 | 19:52 Uhr

"meine Spielregeln wurden bis zum Minarettverbot immer eingehalten. Es gabe keine praktizierden Fundis..".

[gelöscht am 3.5.2010 durch Moderator] M. Hartmann? Den Blick bitte über unsere Landesgrenze hinweg ins benachbarte EU-Umfeld schweifen lassen und nicht das eigene persönliche Umfeld als Massstab nehmen. Des Langen und Breiten wurde damals erklärt, dass es um ein Zeichen gegen eine ähnlich fundamentalistisch-islamistisch Entwicklung mit Parallelgesellschaft ging, wie sie im EU-Umfeld bereits statt gefunden hat.

  • Michael Hartmann
  • 03.05.10 | 16:02 Uhr

Ach ja, ich hätte für die Redaktion noch eine gute Überschrift für die nächste Weltwoch', wenn die Pfaffenübergriffe auf unsere Knaben endlich mal angesprochen werden:

'katholisches Dauerlutschen.'

Dann fühlen wir uns genauso angesprochen wie die Muslime mit der redaktions'schen 'Käfighaltung'.

  • Carla Kägi
  • 03.05.10 | 15:28 Uhr

Daraus ergeben sich Minarettbau- und Burkaverbote. Es ist einfach zu viel verlangt, eine "zugewanderte Religion" mitsamt ihren für uns ungesetzlichen Gesetzen (Fundamentalismus/Scharia) sich lautstark (Minarett = Muezzin) & unkenntlich verhüllt (Burka) deshalb desto bedrohlicher, ausbreiten zu lassen, umso mehr als sich die fundamentalistische Ausrichtung dieser Religion schon mehrfach in der Welt auf blutige Weise ein Denkmal gesetzt hat.
Das alles spielt mit in diesem Drama & muss entsprechend berücksichtigt werden.
Zu Beachten: Burkaverbot wird EU weit diskutiert bzw. ausgesprochen.

  • Carla Kägi
  • 03.05.10 | 15:13 Uhr

Herr Fankhauser,
ich persönlich würde nicht leiden, wenn alle religiösen Symbole in der Öffentlichkeit verschwinden würden.
In unserem Land ist der christliche Glaube mit seiner Symbolik verwurzelt, wie tief zeigt sich in der Bereitschaft der Gläubigen die Kirchen weiter anzuerkennen, obwohl deutlich zutage tritt, was sich dahinter (menschlicherseits) für Unrecht verbirgt. Der Islam als "zugewanderte Religion" fordert in seiner fund. Ausrichtung zu vieles, was mit unseren Gesetzen nicht vereinbar ist & tut das ohne Rücksicht auf Gesetz & Kultur der Gastgeber.

  • Michael Hartmann
  • 03.05.10 | 13:27 Uhr

Ach ja, Spielregeln: meine Spielregeln wurden bis zum Minarettverbot immer eingehalten. Es gabe keine praktizierden Fundis, ev. noch auf Seiten der Freikirchen, die mir immer entgegengeschrien haben, woher wir kommen und wem wir zu danken haben.

Ihre neuen Spielregeln bringen nun grössere Schwierigkeiten, geehrter Selk. Wissen Sie warum? Weil Sie diskriminierend sind und jegliche Rückweisung durch die Betroffenen durch Sie und Konsorten als Islamismus abgetan wird und nach Ihrer Ansicht mit noch härteren Regeln 'bestraft' gehören.

  • Michael Hartmann
  • 03.05.10 | 13:24 Uhr

Was bitte schön ist dann das Verbot von Minaretten, Burkas, Kopfbedeckungen, Koran-/Islamschulen? Die Wetterprognose für die nächsten 15 Monate, geehrter Selk? Für Sie als Schönwetterprophet ev. noch der Wille des braunen Gottes?

Friedführende Weitsichtigkeit - selten so gelacht!

  • Michael Hartmann
  • 03.05.10 | 13:20 Uhr

Um Spielregeln, geehrter Selk, ist es noch nie gegangen, sonst hätten auch Sie schon lange gemerkt, dass niemand gegen die bisherigen verstossen hat und darum neue Regeln nicht nötig gewesen wären. Aber eben, Selk und Konsorten wollten halt ein Exempel statuieren und haben eine Bauvorschrift in die BV meisseln lassen. Und jetzt merken Sie, dass die Bauvorschrift nicht das eigentliche Problem ist, sondern die eigenen Schweizer (!).

Schönes Dilemma.

  • Reto Fankhauser
  • 03.05.10 | 11:33 Uhr

Frau Kägi,

finden Sie es nicht etwas scheinheillig, wenn Sie sagen für den Islam gelten immer Sonderregeln wenn Sie selber quasi (wahrscheinlich) eine religionsbasierte Sonderregelung eingeführt haben -> Minarettverbot?

Ich persönlich finde, man sollte im Öffentlichen Raum alle Religionen (bzw. religiösen Symbole) verbieten. Im Privaten kann jeder machen was er will, von mir aus auch den Luzifer anbeten.
Keine Sonderbehandlung für alle.

  • Reto Fankhauser
  • 03.05.10 | 11:17 Uhr

Und dabei dachte ich doch, dass das Minarettverbot so etwas verhindern würde...
Aber scheinbar war es nur Öl das da in's Feuer gegossen wurde und jetzt schauen ein paar Leute mit Ihren angesengten Augenbrauen ganz schön
dumm in die Weltgeschichte.

Viel Spass beim Auslöffeln der Suppe, die Ihr euch selber eingebrockt habt.

  • Rainer Selk
  • 03.05.10 | 10:25 Uhr

übrigens, das mit dem 'blank' Anlügen gilt auch für Kommunisten und Linksoszialisten, wenn es darum geht, den 'Klassenfeind' zu schwächen, um Marx, Morks, Murks umzusetzen.
Islam verbieten: auf so eine ausgefeilte Idee muss man erstmal kommen, lb. Hartmann, gratuliere für eine solche friedführende Weitsichtigkeit. Spielregeln einhalten, um das geht es.
Grossfeuer: legen Sie das am 1.8.10? Grossfeuer, nachdem gelogen wurde, dass sich die Balken biegen? Aber, aber, lb. Hartmann, dass sind Ihre strategischen Aussichten, nur weil man anderer Meinung ist? Sind wird also soweit? Wer zeuselt?

  • Peter Schlegel
  • 03.05.10 | 09:25 Uhr

@Carla Kägi:

Es gibt kein schweiz-weites Vermummungsverbot. Soweit ich weiss, existiert es nur in 6 Kantonen.

Aber du hast recht! Ich habe das hier im Forum auch schon vorgeschlagen:

Ein generelles Vermummungs- resp. Verschleierungsverbot unabhängig von Geschlecht und Religionszugehörigkeit!

Das wäre viel schlauer als ein diskriminierendes Burka-Verbot!

Aber gerade das wollen ja viele Rechtskonservative und Fundi-Christen: Sie wollen ein Gesetz, das sich explizit gegen Muslime richtet! Wie beim Minarett-Verbot!

  • Carla Kägi
  • 03.05.10 | 07:46 Uhr

Gilt das Vermummungsverbot?
Ich glaube schon? Dann haben wir keinen Diskussionsbedarf. Ist doch alles geregelt!
Ah, pardon - ich vergass: In Bezug auf den fundamentalen Islam herrscht immer Ausnahmezustand. Egal welches Gesetz für andere gilt, der fund. Islam muss sich nicht daran halten, verlangt für sich Ausnahmeregelungen.
Kriegt er die nicht, beruft er sich auf die Menschenrechte die er selbst aufs Gröbste missachtet. Nützt das nichts explodiert vielleicht irgendwo eine Bombe - oder auch nicht, wer weiss? Jedenfalls sind wir immer damit beschäftigt den fund. Islam zufriedenzustellen,toll

  • Michael Hartmann
  • 03.05.10 | 06:46 Uhr

Meine ich ja, lieber Selk, verbieten Sie den Islam in der Schweiz. Es hat ja nichts mit mir zu tun. Sie sagen ja, dass es nichts mehr 'zu diskutieren' gibt und dass 'Klarheit her muss'.

Die Gefolgschaft von Blantscho? Sie meinen wohl die irritierten Schweizer (!) und ihre Gegner (Weltwoch')? Beide sind am 'zöseln' und irgendwann gibt es ein Grossfeuer und niemand will es dann gewesen sein! Wann hat es denn angefangen, der Glaubenskrieg? War es eine Initiative, mit der 'man' gemeint hat, alle Probleme zu lösen?

  • Peter Schlegel
  • 03.05.10 | 00:24 Uhr

Christine,

"... aber vor dem, was mit seiner Gefolgschaft möglich ist. Und die Gefolgschaft kann sich aus allerlei fundamentalistischen und extremistischen Muslimen zusammensetzen, die schlussends als islamistische Massenbewegung ihre Gefährlichkeit voll entwickelt."

Diese muslimischen Extremisten sind in der Schweiz so selten, dass daraus niemals eine "Massenbewegung" entstehen kann. Selbst wenn es weitere diskriminierende Sondergesetze gegen Muslime geben sollte!

Ein gemässigter Katholik schliesst sich auch nicht einfach so fundamentalistischen Mormonen oder Evangelikalen an!

  • Peter Schlegel
  • 03.05.10 | 00:15 Uhr

Liebe Christine,

1. "Die Verhüllung verunsichere sie, so Silvana Koch-Mehrin."

Ein tolles Argument, lach! Verbieten wir doch alles, was irgend jemanden in irgend einer Weise verunsichert...

2. Etwas verbieten, dass es in der Schweiz nur auf SVP-Plakaten gibt?

3. Kleidervorschriften durch den Staat?

4. Der EGMR hat sich klar zum Burka-Verbot geäussert: Es verstösst gegen die Menschenrechte!

5. Das Burka-Verbot löst keine Probleme!

6. Unterdrückte Frauen vor Unterdrückung schützen, indem man ihnen vorschreibt, wie sie sich zu kleiden haben? Widersprüchlich!!!

  • Rainer Selk
  • 02.05.10 | 17:43 Uhr

Aufhören mit der 'Angst vor Blancho'.
Der ist doch völlige Nebensache. Wenn der Islam es erlaubt, Andersgläubige 'blank' zu belügen, gibt's nichts mehr zu diskutieren. Dann ist alles Entgegenkommen Farce. Schluss mit der Zerrederei. Hier muss Klarheit her. Diese Leute sollen sich schriftlich ohne Wenn und Aber zur Verfassung bekennen, auch zu 'Treu + Glauben' und ohne Steinigungsausflüchte. Was will Burka + Co. eigentlich schariamässig 'verbergen'? Das ganze wird hier langsam absurd! Nächstens setzen wir verhängte Beerdigungsfahrzeuge als Taxis ein. Was denn noch alles??!

  • Norbert Kopp
  • 02.05.10 | 15:38 Uhr

Chr. Joos
Danke für den Link.
«Die vollständige Verhüllung von Frauen ist ein aufdringliches Bekenntnis zu Werten, die wir in Europa nicht teilen.» Richtig.
Die Argumente von A. Mazyek hingegen sind für mich nicht nachvollziehbar.

Dass die Medien in erster Linie aufklärend informieren, davon gehe ich nicht aus, sondern teile die Sichtweise von P. Schlegel. Dies nicht nur auf diese Debatte bezogen.

Von dieser 'vierten Macht' wird kaum nicht mehr Verantwortung übernommen als von der Politik. Die einen wollen gewählt werden, die anderen steigende Auflagen.

  • Christine Joos
  • 02.05.10 | 11:13 Uhr

"Es ist lächerlich zu behaupten, die grosse Mehrheit der Balkanmuslime hätten Angst vor Blancho!"

Natürlich nicht direkt vor Blancho, lieber Peter, aber vor dem, was mit seiner Gefolgschaft möglich ist. Und die Gefolgschaft kann sich aus allerlei fundamentalistischen und extremistischen Muslimen zusammensetzen, die schlussends als islamistische Massenbewegung ihre Gefährlichkeit voll entwickelt.

  • Rainer Selk
  • 02.05.10 | 11:09 Uhr

Michael Hartmann 02.05.10 08:32
Habe persönlich nichts dagegen, wenn Sie als 'Burkist' herumlaufen möchten. Bin aber für das Vermummungsverbot und gegen diese unlieberale Art der Frauenversklavung. Aber bitte, wenn Sie es tolierieren, dass in Afghanisten Mädchen mit Säure 'erfreut' werden, nur weil sie die Schule besuchen.... sehr liberal + offen, aber: nicht in der CH, lieber Hartmann oder wünschen Sie soetwas? Nur zu, machen Sie eine Volksinitiative. die kommt sicher durch wegen EU Recht und Menschenrechtskonformität. Nei aber au.

  • Christine Joos
  • 02.05.10 | 10:28 Uhr

Da ging der Schluss meines Posts verloren:

.. dass aber das Resultat aus o.ä. Erkenntnis ein Verbot sein muss.

  • Christine Joos
  • 02.05.10 | 09:36 Uhr

"Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit".

EU setzt ein Zeichen,N. Kopp: http://bazonline.ch/ausland/europa/Ein-Burkaverbot-fuer-ganz-Europa/story/29522258

Endlich hat die politische EU zur Erkenntnis gefunden:"Mobiles Gefängnis","Persönlichkeit & Würde genommen","Identität geraubt","Unterdrückung","menschenverachtend". In Einem:"Totenhülle".

Unbestritten ist,dass in einer freien Gesellschaft,die das Individuum vor das Kollektiv stellt,dem Verbot Kontroversen voraus gehen müssen,dass aber das Resultat aufgrund der o.ä. Erkenntnis nur ein Verbot sein kann.

  • Michael Hartmann
  • 02.05.10 | 08:32 Uhr

Geehrter Selk, verbieten Sie den Islam in der Schweiz, verbieten Sie das Tragen der Burka, verbieten Sie das Tragen von Kopftüchern.

Aber nennen Sie sich, geehrter Selk, nicht liberal oder die Schweiz offen!

  • Peter Schlegel
  • 01.05.10 | 20:58 Uhr

Ich betone es noch einmal:

Die grosse Mehrheit der Muslime in der Schweiz kommt aus dem Balkan, aus säkularen Staaten! Diese Muslime können rein gar nichts anfangen mit dem Islam, den Blancho predigt!

Ohne Minarett-Initiative hätte der IZRS wohl keine hundert Mitglieder!

  • Peter Schlegel
  • 01.05.10 | 20:55 Uhr

Hanspeter Bühler,

"Die Szenarien die jetzt um diese fundamentalistischen Spinner konstruiert werden finde ich weit überzogen."

Ich gebe dir völlig recht, Hanspeter! Liest man die hysterischen und realitätsfremden Kommentare hier, könnte man meinen, Blancho und die anderen Spinner, würden die Macht in der Schweiz übernehmen und die Scharia einführen...

  • Peter Schlegel
  • 01.05.10 | 20:51 Uhr

Hofstetter,

"Die Saudis unterstützen denn auch den IZRS mit Millionen..."

Bist du sicher, dass es nicht Milliarden sind, lach...

Bleib doch bei der Realität. Mit hysterischem, von unbegründeter Angst geprägtem Aktivismus kommen wir nicht weiter!

Nochmals, Blancho ist Schweizer. Es gibt keine Möglichkeit ihn nach Saudi-Arabien oder sonstwohin auszuschaffen! Die "Lösungen" der SVP und der Fundi-Christen taugen eben in der Praxis nichts!

  • Peter Schlegel
  • 01.05.10 | 20:45 Uhr

Liebe Christine

"Diese "grosse Mehrheit", Peter, ist sowieso stumm!"

Es gibt rund 300 muslimische Organisationen in der CH. Zahlreiche von ihnen haben den IZRS massiv kritisiert. Leider wird darüber in den Medien nicht gross berichtet. Es ist interessanter über die paar wenigen Spinner des IZRS zu schreiben. Im Islam gibt es eben gerade keinen unfehlbaren Papst, dessen Meinung unantastbar ist!

"Sie haben entweder Angst vor der Radikalität der ihren (Muslime)..."

Es ist lächerlich zu behaupten, die grosse Mehrheit der Balkanmuslime hätten Angst vor Blancho!

  • Peter Schlegel
  • 01.05.10 | 20:33 Uhr

Hofstetter,

Die Vox-Analyse zur Minarett-Initiative hat ergeben, dass nur 15% der Stimmenden der Meinung waren, dass es Probleme mit Muslimen in der Schweiz gebe!

Weiter hat die Uni Bern schön aufgezeigt, dass bei allen Initiativen, die auch nur im Geringsten etwas mit "Ausländern" oder "Migration" zu tun hat, ein gewisser Teil der Stimmenden aus Prinzip gegen die Anliegen der "Einwanderer" stimmt.

Weitere Ergebnisse:
- Je ungebildeter desto grösser die Zustimmung => Grund: Unwissenheit
- Je gläubiger desto grösser die Zustimmung => Grund: christliche Intoleranz

  • Rainer Selk
  • 30.04.10 | 20:08 Uhr

Frédéric-Marc Fluehmann 30.04.10 17:02
Wir müssen nur nach Köln, Hamburg, Berlin, Bremen usw. schauen. dort sind 'Vorzeigebeispiele'. Berlin für das kommende Wochende: 6000 Polizisten aus der ganzen BRD. Üben die den Bürgerkrieg?
Für die Schweiz: es muss bei den Wahlen 2011 ein mehr als massives Zeichen gegen gewollte 'basler Laschheit', 'berner Wegschauen' und stadtzürcher unfertige 'Röschti-Ungarn-Ferien' gesetzt werden. Politker vor Polizistenzüge gegen Saubannerterorristen stellen, um die 'Verantwortlichen' mitten der Menge die Freuden miterleben zu lassen!!

  • Rainer Selk
  • 30.04.10 | 18:47 Uhr

Nach der Islam. Lehre der Taqiya dürfen Muslime andere Menschen durch Lügen irreführen, wenn dies dem Islam, auch der Scharia, nützt. Islamisten wissen das genau!
Die Meinung, dass auch bei den etablierten Kirchen Laschheit + 'Einäugigkeit' besteht, ist leider traurige Wahrheit.
HIer steht der Islam unserem Verständnis von 'Treu + Glauben' diametral entgegen + rüttelt und an den Fundamenten unseres Staatsverständnisses.
Nein + keine Beschönigung / Verwischung von: Schariarecht, islam. Parallelgesellschaften, Burkas, Zwangsheirat und Beschneidungen. Wir haben wirklich genug andere Sorgen!

  • Frédéric-Marc Fluehmann
  • 30.04.10 | 17:02 Uhr

Es ist eine sehr heikle Sache geworden über den Islam und die Folgen und Konsequenzen in der Gesellschaft zu diskutieren. Vor allem müssen wir abklären, wie viele radikale Muslime und gerade deswegen von der Sozialhilfe leben. Denn da gibt es Fragen die bisher nicht thematisiert wurden. Wenn sich eine Glaubensgemeinschaft durch absichtliches abschotten aus der Gesellschaft, durch eine andere Lebensform die mit den üblichen Gesellschaftsregeln nicht vereinbar ist, auch für den Arbeitsmarkt uninteressant wird, dann haben wir tatsächlich ein grosses Problem welches auf uns zukommt!

  • Norbert Kopp
  • 30.04.10 | 14:29 Uhr

Christine Joos
"Diese "grosse Mehrheit" ... ist sowieso stumm!"
Wundere mich darüber schon lange. Falls stimmt, was ich gelesen habe, nämlich, dass bei den hiesigen Muslimen prozentual nicht mehr praktizierend sind als bei uns 'Christen', dazu die Zersplitterung in einzelne Gruppen gross ist, wäre das Schweigen bedauerlich aber auch verstehbar.

Andreas Hofstetter
Belgien wollte ein Zeichen setzen. Dazu scheint die CH bis jetzt leider nicht in der Lage.

Es gäbe einige Islamkritiker, die selbst Muslims sind. Liegt es an den Medien, dass von ihnen wenig zu hören ist? Könnte ich mir vorstellen

  • Hanspeter Bühler
  • 30.04.10 | 12:41 Uhr

Die Szenarien die jetzt um diese fundamentalistischen Spinner konstruiert werden finde ich weit überzogen. Was sollten die Saudis für ein Interesse haben, solche Schildbürger-Typen samt ihren beschränkten Ehefrauen in irgendeiner Weise aufzubauen. Bleiben wir doch auf dem Boden der Realität und wenden wir unsere bestehenden Gesetze an. Die Justiz soll ihren Job machen und nicht unbescholtene Bürger wegen kleinen Verkehrsübertretungen belästigen: Vermummungsverbot, Ausrufen von ungesetzlichen Handlungen - das sind Möglichkeiten wo angesetzt werden muss.

  • Marius Taube
  • 30.04.10 | 09:28 Uhr

Was nun ? Werden die Biedermaenner die unser Land regieren, endlich erwachen ? Oder werden sie erst als Sklaven im schweizer Kalifat (im Kur-an wird ja die Sklaverei als normativer Zustand erwaehnt, wie ich kuerzlich aus der WeWo erfuhr) erwachen ?

  • Carla Kägi
  • 30.04.10 | 07:31 Uhr

Die andere Art auf den Druck des fund. Islam zu reagieren ist interessant:
Auf die Unterstellung eines islam. Geistlichen, die Freizügigkeit der Frauen löse Erdbeben aus, rief eine Frau auf Facebook den Boobquake Day aus, um die Unterstellung zu testen (d.h. möglichst viele Frauen veröffentlichen sich leicht bekleidet in FB). Bis jetzt hat die Erde darauf nicht mit Beben reagiert...!
Nun ist auf den 20.5.10 auf FB ein "Jeder zeichnet Mohammed-Tag" ausgerufen worden.
Millionen von Menschen werden das tun - ausser FB wird vom Netz genommen.
Machtpoker - mit Millionen von Mitspielern.

  • Michael Hartmann
  • 30.04.10 | 07:27 Uhr

Geehrter Hofstetter, schon mal einen Witz über das 'Harem' gerissen? Dann sollten Sie wissen, dass Sie mit diesem Witz das Bestehen geduldet haben und damit sich selber widersprechen!

  • Michael Hartmann
  • 30.04.10 | 07:25 Uhr

Die Polygamie wird im Alten und Neuen Testament nirgends grundsätzlich verurteilt. Die Ehe als fundamentale gesellschaftliche Institution wird sogar in Bezug auf das Verhalten eines Ehemannes zu mehreren Ehefrauen (Polyandrie war nicht vorgesehen) im Alten Testament eingehend geregelt.

Dann, geehrter Hofstetter, sind Sie ein Anhänger der neuen freien solothurnischen Fischli-Gesellschaft, nehme ich mal an!

  • Michael Hartmann
  • 30.04.10 | 07:24 Uhr

Ist Kachelmann ein Polygamist? Er hat verschiedene eheähnliche Beziehungen zu verschiedenen Frauen (gehabt), jetzt hat er ja zwangsweise mehrere Beziehungen zu Männern (ev. Zwangsehe?). Hat es nicht irgendwo einen Artikel gegeben, der von einem Mann erzählt, der mit zwei Frauen gleichzeitig 'verheiratet' ist und beide das auch wissen?

Bis jetzt wird ja Polygamie mit drei Jahren oder Geldstrafe bestraft? Ist das - weil es ja ein Gesetz bereits gibt - ein bisher weit verbreitetes katholisches Problem gewesen und nicht erst mit dem Erscheinen der ersten Muslimen in die Schweiz importiert?

  • Michael Hartmann
  • 30.04.10 | 07:18 Uhr

Wir unterstützen die Saudis mit dem Kauf von Erdölprodukten, geehrter Hofstetter, und damit unseren eigenen Untergang. Die Wirtschaft kricht diesen Saudis mit voller Wucht in den Allerwertesten (UBS) und das Volk beschwert sich, dass die gleichen eine Islamisierung vorantreiben.

Wir können das strafen, was wir offen sehen (Burka, Helmträger, Sonnenbrillenträger).

Ist es auch eine Zwangsehe, wenn ein katholischen Mädchen, das vorehelich in Erwartung ist, von der eigenen Familien und von der Familie des Erzeugers gedrängt wird, den Erzeuger zu heiraten? Das soll ja nicht selten vorkommen?

  • Andreas Hofstetter
  • 30.04.10 | 00:46 Uhr

/2

Die Saudis unterstützen denn auch den IZRS mit Millionen und finanzieren die Verbreitung des Radikalislamismus weltweit. Dazu lassen sich die meisten Gelströme der Al Qaida Unterstützung und dem 9/11 Attentat zu den Saudis zurückverfolgen! Nochmals dümmliche Beschwichtigungen sind fehl am Platz. Unser Rechtsstaat muss konsequent angewandt werden. Zwangsehe, Polygamie und Burkaträgerinnen etc. wollen und dulden wir nicht. Ein Asylantrag für solche Taten im Namen Allahs sollte in Saudi Arabien kein Problem sein. Hier brauchen wir diese Brüder nicht!

  • Andreas Hofstetter
  • 30.04.10 | 00:36 Uhr

Das überwältigende Ja zum Minarettverbot wurde ausführlich analysiert und der Konsens ist eindeutig: Das Volk will keine Islamisierung unseres Landes und schon gar nicht radikalislamische Hetzer und Frauendiskriminierer. Die Mehrheit des Volkes ist weder rassistisch noch dumm und den Volkswillen gilt es zu respektieren! Belgien hat grad heute ein Burkaverbot durchgesetzt und das vorallem auf Druck der Basis. Blancho bekennt sich ja selber als zu den Wahibiten zugehörig, der fundamentalistisch, radikalsten Ausprägung des Islam und Staatsreligion in Saudi Arabien.

  • Peter Schlegel
  • 29.04.10 | 23:41 Uhr

Hofstetter,

1. "Das Volk" hat einzig und allein über Minarette abgestimmt und sozusagen eine Bauvorschrift in der Bundesverfassung verankert. Alles andere sind Interpretationen.

2. Wir sind nicht wirklich ein säkularer Staat! Bei uns zahlen Unternehmen Kirchensteuern, es gibt katholische Schulen,... Die Mehrheit der Muslime in der Schweiz kommen aus wesentlich säkulareren Staaten (Ex-Jugoslavien und Albanien)!

3. Leute wie Blancho oder Illi sind Schweizer ohne Migrationshintergrund! Wohin willst du diese denn ausschaffen???

  • Christine Joos
  • 29.04.10 | 21:18 Uhr

"[...] die grosse Mehrheit der moderaten Muslime eher geschwächt!"

Diese "grosse Mehrheit", Peter, ist sowieso stumm! Sie haben entweder Angst vor der Radikalität der ihren (Muslime) oder es kommt ihnen nicht ungelegen, dass ein paar Fanatisierte aktiv am Verbreiten des Fundamentalismus arbeiten. Die einzige, die Worte gegen den gefährlichen Schwachsinn dieser Konvertiten findet, ist Frau Keller.

  • Norbert Kopp
  • 29.04.10 | 17:18 Uhr

2) Liegt nicht dort das Hauptproblem?!
Der Sache ist vor allem dann gedient, wenn Leuten wie Frau Saida-Keller-Messahli eine Plattform gegeben wird. So kann Dialog stattfinden.
Aufdecken ist gut, die Proportionen wahren gehört dazu und den demokratiefähigen Leuten eine Plattform bieten, das liegt mit in der Verantwortung der Medien.

  • Norbert Kopp
  • 29.04.10 | 17:16 Uhr

Blancho hat einen persönlichen Entwicklungsschaden wie viele Fundamentalisten, aus welcher Ecke auch immer. Nun legitimiert er also sein Machogehabe mit seinem fundamentalistischen 'Glauben', ob dem es vielen Muslims graut. "Islamistische Käfighaltung" wäre der korrekte Ausdruck gewesen.
Recherchiert, ob der Typ strafrechtlich Relevantes absondert, falls ja, ist er ein Fall für Behörden und Justiz. Solche Gruppierungen, ob rechtsradikal, religiös fanatisch oder anderweitig ideologiegestört können und sollen ausgehungert werden.
Dazu bräuchte es jedoch selbstbewusste Behörden.

  • Michael Hartmann
  • 29.04.10 | 16:05 Uhr

Sehen Sie, geehrter Hofstetter, noch Hoffnung für meine 'Werte'? Oder wird eine 'Wertekommission' für die Schweiz gegründet die dann über solche 'Härte-Wertefälle' wie mich entscheidet. Wird ein spezielles Abkommen mit z.B. den USA ausgehandelt um die 'Wertesünder' auszuweisen?

Sehen Sie Ihre eigene Blindheit? Spüren Sie Ihre eigenen Rechte, wie sie immer kleiner werden? Wegen Blantscho und ein paar ideologischen Sperrfeuer? Viel Rauch um nichts. Das ist Politik, geehrter Hofstetter und Sie werden instrumentalisiert, mit Ihrer 'Wahrheit'!

  • Michael Hartmann
  • 29.04.10 | 16:01 Uhr

Was schlagen Sie vor, geehrter Hofstetter? Überwachungskameras in den Schlafzimmern? Jedes Jahr ein Verhör durch die BuPo für jede Frau in der Schweiz? Was wenn in einer Nichtmuslimischen Familie geschlagen wird? Oder kann ein Nachbar bei Weinen aus der Nachbarsstube die Polizei anrufen und diese hat die Berechtigung einzugreifen und auszuweisen?

Differenziertes Denken? Blindheit? Wer?

Ich gehe an kein Schwingfest, rauche keine Krummen und trinke kein Bier, habe keine Glatze und keine Springerstiefel, gehe an keine Stobete und habe auch keine Rindviecher zu Hause.

  • Andreas Hofstetter
  • 29.04.10 | 13:40 Uhr

/2

sie schlägt oder über sie fremdbestimmt, der gehört angeklagt und verurteilt und wenn nötig ausgeschafft! Wir leben nicht mehr im Mittelalter und haben nur ein Recht und eine Verfassung und sind ein sekulärer Staat. Wer dies nicht akzeptiert hat hier nichts zu suchen und soll gehen!

  • Andreas Hofstetter
  • 29.04.10 | 13:38 Uhr

@ Schlegel, Hartmann

Blindheit verhindert differenziertes Denken. Die SVP-WeWo Platte in Ehren aber immer kann man sie nicht auflegen und anort drehen lassen... Das Volk hat deutlich gesagt, was es von der Verbreitung des Islam in der westlichen Welt hält und das ist zu respektieren! Sarkozy hat recht wenn er die Frauendiskriminierung des Islam in Frankreich nicht dulden will. Wir müssen einen Schritt weiter gehen über das Minarettverbot hinaus und unsere Rechte und Werte eindeutiger einfordern! Wer Hass predigt und zum Terrorismus aufruft, wer Frauen zwangsverheiratet, sie vermummt

  • Peter Schlegel
  • 29.04.10 | 10:45 Uhr

Gerade das Beispiel Blancho zeigt, dass die SVP und ihr Propagandablatt namens "Welt"woche in zweierlei Hinsicht völlig daneben lagen:

1. Die Gefahr (wenn überhaupt eine Gefahr vom Islam in der Schweiz ausgeht) geht eben nicht von Einwandern aus, die angeblich eine "islamische Kultur" mitbringen, sondern von Schweizern, die in "unserer Kultur" aufgewachsen sind!

2. Die Annahme des Minarett-Verbots hat die radikalen Muslime gestärkt und die grosse Mehrheit der moderaten Muslime eher geschwächt! Das Minarett-Verbot ist kontra-produktiv!

  • Peter Schlegel
  • 29.04.10 | 10:37 Uhr

"Erst eine hart recherchierte Titelgeschichte der Weltwoche – «Der gefährlichste Islamist des Landes» – vom 8. April katapultierte den bärtigen Studenten der Islamwissenschaften ins öffentliche Bewusstsein."

Eine Selbstüberschätzung der "Welt"woche, die - wenn sie nicht ernst gemeint wäre - als gelungene Satire bezeichnet werden dürfte.

1. Der Pressesprecher von Blancho war lange vor der "Titelgeschichte" in der "Welt"woche in Fernsehsendungen (z.B. SF) zugegen. Auch zahlreiche andere Medien hatten lange vor der "Welt"woche über den IZRS berichtet!

2. "hart recherchiert" . Der ist gut

  • Christine Joos
  • 29.04.10 | 08:12 Uhr

Islamwissenschaftler-Islamwissenschaftlerin:

Was für eine Leerlauf-"Wissenschaft"..

  • Michael Hartmann
  • 29.04.10 | 08:00 Uhr

Herr Blantscho befeuert also die Islamdebate? Und die Weltwoch' will dieses Feuer löschen und bringt lösungsorientierte Beiträge, die sich auf mehren Seiten differenziert mit dem Thema extremer Islamismus auseinandersetzt und nicht - wie andere Medienplayer - alle Muslime in einen Topf wirft. Gratulation!

  • Michael Hartmann
  • 29.04.10 | 07:52 Uhr

Wieso ist die GLP nicht unter Beobachtung des Verfassungsschutzes? Die haben ja bei dreimal so vielen Mitgliedern wie der IZRS natürlich auch dreimal so viele hundert als gewaltbereit geltende Mitglieder.

Die Ex-SVP-NRin und jetzt Mutter von sieben Kindern (muss auch sie den Raum verlassen, wenn der Ernährer in den Raum tritt?) aus dem Rheintal würde jetzt wieder die Tauglichkeit der 'Katalysatoren' anzweifeln und verkünden, dass diese 'Katalysatoren' eh nichts bezwecken und nichts zur Luftverbesserung beitragen würden. Widerspruch nun aus den eigenen Reihen.

  • Michael Hartmann
  • 29.04.10 | 07:46 Uhr

Ja, der Herr Blantscho ist Präsident des IZRS, der Parallelgesellschaft der Muslime in der Schweiz, also der Schattenbundesrat der Muslime in der Schweiz. Da wird der Herr Blantscho natürlich einen Lohn analog eines Bundesrates aus dem Steuersubstrat des IZRS beziehen. Die Armen Knöpfe (Muslime in der IZRS), die sich aus der wirklichen Gesellschaft noch nicht verabschiedet haben, müssen nun zwei Mal Steuern bezahlen: einmal für die Schweizer Normalgesellschaft und einmal für die Parallelgesellschaft.

 
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