Gletscherforschung

Die Zeugen früheren Klimawandels

Der Rückgang der Alpengletscher gilt als dramatisch und bedrohlich. Holz- und Torfstücke beweisen aber, dass in den letzten Jahrtausenden die Alpen meist grüner waren als heute. Die Erkenntnisse eines Berner Forschers relativieren die Aufregung um die Erderwärmung.

Von Alex Reichmuth

«Es ist einfach vieles durch die Sonne gesteuert»: Gletscherforscher Schlüchter.

Es habe ihn tschuderet, als er erstmals erkannt habe, was seine eigene Forschung eigentlich bedeute, sagt der Gletscherforscher Christian Schlüchter: «Bisher war man überzeugt, dass zu den Alpen grosse Eisfelder mit prächtigen Gletschern gehören. Nun sieht man, dass dieses Bild falsch ist.» Konkret: In den letzten 10 000 Jahren waren die Gletscher der Schweiz in mindestens der Hälfte der Zeit weniger ausgedehnt als 2005.

Seit den neunziger Jahren sammeln der Berner Geologieprofessor Schlüchter und sein Forscherteam, was sich im Vorfeld von Schweizer Gletschern finden lässt: Holzstücke, die das Eis freigegeben hat. Torfballen, die von Gletscherschmelzwasser hervorgespült wurden. Die Fundstücke wirken auf den ersten Blick unspektakulär, sind aber bis zu 10 000 Jahre alt. Man erkennt die Spuren, die die Gletscher an ihnen hinterlassen haben: Die Holzstücke, zum Teil ganze Baumstämme, sind oft heftig verkratzt und verbogen. Die Torfreste sind komprimiert und zu dichten Ballen gepresst.

Freigeschaufelte Bäume und Wälder

Solche organischen Überreste habe man zwar schon früher gekannt, sagt Schlüchter. In den Seitenmoränen ehemaliger Gletscher etwa kämen sie ebenfalls vor. Neu sei aber, dass sie sich seit etwa zwanzig Jahren auch direkt vor Gletscherzungen und Gletschertoren finden lassen. Der Grund dafür sei wohl ein zwischenzeitlicher Vorstoss der Gletscher in den achtziger Jahren. Viele vorstossende Gletscherzungen seien damals offenbar tief in die vor ihnen liegenden Ablagerungen eingetaucht und hätten Material freigeschaufelt, das dort nach früheren Rückzügen vergraben war.

Die Holz- und Torffunde beweisen: Da, wo es heute nur Schutt und nackten Fels gibt oder gar noch immer Eis liegt, sind früher Bäume gewachsen. Es müssen zum Teil sogar ganze Wälder gewesen sein, denn die Funde sind mancherorts derart gehäuft, dass es sich nicht nur um einzelne Bäume gehandelt haben kann. Abzuschätzen, an welchen Stellen und auf welchen Höhen die Hölzer genau gewachsen sind, ist wissenschaftliche Fleissarbeit: Anhand der Fliess- und Bewegungsmuster der einzelnen Gletscher rekonstruieren Schlüchter und seine Mitarbeiter den Weg, den die Hölzer und Torfballen zurückgelegt haben müssen, und schliessen so auf den Ursprungsort. Am Anfang habe man geglaubt, dass die Fundstücke auf der Oberfläche der Gletscher transportiert worden und am Ende der Gletscherzunge zu Boden gefallen seien, sagt Christian Schlüchter. Doch bald sei klargeworden, dass sie vielmehr am Boden entlanggeschleift wurden oder sich innerhalb der Eismassen weiterbewegten.

Völlig normaler Vorgang

Gletscherforscher Schlüchter kennt ziemlich genau den Zeitpunkt, zu dem die Hölzer gewachsen sind und der Torf entstanden ist: In spezialisierten Labors liess er das Alter vieler seiner Fundobjekte bestimmen. Das ist mit Hilfe eines darin enthaltenen Kohlenstoffisotops möglich. Am Ende kann er somit sagen, wo und wann das organische Material entstanden ist.

Zwar beziehen sich die Aussagen immer nur auf einzelne Gletscher, die solche Holz- und Torfreste freigeben: etwa auf den Tschiervagletscher in Graubünden oder auf den Unteraar- und den Steingletscher im Berner Oberland. Das Muster der einzelnen Vorkommen und Fundstücke lässt aber abschätzen, wie sich die Gletscher der Schweizer Alpen ins- gesamt seit dem Ende der letzten Eiszeit entwickelt haben: Mehrmals haben sich diese in den letzten 10 000 Jahren weit zurück- gezogen und sind zu kümmerlichen Resten zusammengeschmolzen – und das für Jahrhunderte oder sogar Jahrtausende. Einzelne Bäume auf diesen Höhen sind sogar über 600 Jahre alt geworden.

Gemäss Schätzungen lag die sogenannte Gleichgewichtslinie, die die Grenze zwischen Nähr- und Zehrgebiet eines Gletschers bildet, zeitweise bis zu 300 Meter höher als heute. Viele Jahre habe die Gletscherforschung nur die Vorstösse und die maximale Ausdehnung des Eises erforscht, sagt Schlüchter. Warum sich lange niemand dafür interessiert hat, wie weit sie sich dazwischen zurückgezogen haben, ist ihm ein Rätsel.

Was genau zu den teilweise raschen und spektakulären Gletscherschmelzen in vergangenen Jahrtausenden geführt hat, ist nicht mit Sicherheit zu sagen. Nicht nur die Temperaturen spielten eine Rolle, auch die Niederschläge, die Luftfeuchtigkeit und die vorherrschenden Winde beeinflussten das Verhalten eines Gletschers. Es ist gemäss Schlüchters Forschungsresultaten dennoch plausibel, dass steigende Temperaturen eine zentrale Ursache waren. «Die Temperaturen waren maximal zwischen ein und eineinhalb Grad höher als heute», sagt der Berner Forscher.

Auffallend sei, dass die Zeiten mit wenig Eis in den Alpen mit den Zeiten grosser Sonnenaktivität zusammenfielen. Das könne man mit der Messung von Nukliden im Boden (also bestimmter Atomsorten) zeigen, die in einem Zusammenhang zur Sonnenaktivität stünden. Schlüchter ist mit seinem Team derzeit daran, mit Hilfe der in den Holzproben enthaltenen Substanzen direkt auf die damaligen Niederschläge und Temperaturen zu schliessen. So will er noch besser über das Klima Bescheid wissen, das vorherrschte, als die entsprechenden Bäume wuchsen.

Vor 2000 Jahren, also zur Römerzeit, hatte sich das Eis in den Alpen ebenfalls weit zurückgezogen. Dies bestätigen auch Reiseberichte der damaligen Zeit: Kaum je ist in diesen von Gletschern oder weissen Alpen die Rede, obwohl die Römer häufig über die Alpenpässe reisten. «Vermutlich war es da- mals bis zu ein Grad wärmer als heute», schätzt Schlüchter. Ob es auch im Mittelalter nochmals eine solche Warmzeit mit sehr wenig Eis gegeben hat, könne er nicht mit Sicherheit sagen.

Die Erkenntnisse von Schlüchter entlarven nicht nur das Bild der gletscherbedeckten Alpen als Trugbild. Vielmehr erscheint der heute beobachtbare Rückzug der Gletscher als völlig normaler Vorgang. Und auch der gegenwärtige Temperaturanstieg scheint wenig aussergewöhnlich zu sein. Auf die Frage, ob seine Resultate die Aufregung um den Klimawandel relativierten, zögert Professor Schlüchter mit einer Antwort: «Es ist einfach vieles durch die Sonne gesteuert.» Wie reagieren Forscherkollegen auf seine Erkenntnisse? Darüber will Schlüchter nicht sprechen. Er deutet aber an, dass es negative Reaktionen gegeben hat.

Wilfried Haeberli, Professor für Geografie und Glaziologe an der Universität Zürich, geht auf die Frage der Weltwoche nach der Bedeutung von Schlüchters Erkenntnissen nicht direkt ein. Offenbar hält er sie aber nicht für gross, denn Haeberli betont, dass sich die Gletscher und Eisfirne in den letzten zwanzig Jahren anders entwickelt hätten als jemals zuvor in den vergangenen Jahrtausenden. Das zeigten organische Funde aus dem Firngebiet von Gletschern in Europa und Nordamerika. Im Übrigen nehme die Sonneneinstrah- lung wegen Veränderungen der Erdbahn seit Jahrtausenden langsam ab, was die Gletscher eigentlich tendenziell zum Wachsen bringen sollte. Dass sie trotzdem schmölzen, weise auf einen aussergewöhnlichen Temperaturanstieg hin.

«Spannende Methode»

Gleich argumentiert auch Heinz Wanner, Wissenschaftler am Berner Oeschger-Zentrum für Klimaforschung: Aufgrund der abnehmenden Sonneneinstrahlung sei heute eigentlich mit einer grösseren Eisbedeckung als vor einigen Jahrtausenden zu rechnen. Heute würden die Gletscher somit wegen des menschengemachten Klimawandels schmelzen. Wanner bezeichnet Schlüchters Methode zwar als «spannend». Trotzdem lässt er durchblicken, dass er nicht viel davon hält: Man könne aufgrund der Fundorte von Holz- und Torfstücken nicht genau sagen, wie weit zurück die Gletscher zu einem bestimmten Zeitpunkt geschmolzen waren. Im Weiteren arbeite eine «moderne Glaziologie» zwingend mit Berechnungen zur Energie- und Massenbilanz der Gletscher, was bei Schlüchters Methode mit den Hölzern leider fehle. Nur auf Basis von solchen Bilanzberechnungen könne man aber «präzise Aussagen» für die Vergangenheit und Zukunft der Gletscher machen.

Christian Schlüchter bezweifelt hingegen, dass die Wissenschaft heute präzise die Vergangenheit und die Zukunft der Gletscher vorhersagen könne. Eine offene Frage sei etwa, warum die gegenwärtige Gletscherschmelze bereits 1850 eingesetzt habe, weit bevor das vom Menschen emittierte CO2 einen Einfluss auf das Klima gehabt haben kann. Es stört ihn auch, dass bei Prognosen über die weitere Entwicklung der Gletscher lange deren Rückgang der letzten 150 Jahre einfach linear in die Zukunft fortgesetzt worden sei: «Das ist Unsinn.» Niemand könne wissen, wie sich die Gletscher weiterentwickelten. Es habe zum Beispiel in den 1980er Jahren Vorstösse gegeben, die niemand vorausgesehen habe und die auch niemand erklären könne.

Die etablierten Klimaforscher prognostizieren jedoch, dass bis Ende des 21. Jahrhunderts die Alpengletscher bis auf wenige Reste zusammenschmelzen werden. Schlüchter geht auf Distanz: «Die Entwicklung von Gletschern ist komplex. Ich erachte solche Prognosen als nicht sehr wissenschaftlich.» Ein Abschmelzen könne langsamer, durchaus aber auch schneller erfolgen – niemand wisse das.

Im jüngsten Bericht des Weltklimarats von 2007 ist vor kurzem eine ebenfalls sehr unwissenschaftliche Prognose aufgedeckt worden: diejenige, dass die Gletscher im Himalaja bis 2035 fast vollständig abschmelzen könnten. Es dauerte allerdings fast drei Jahre, bis die «moderne Glaziologie» diese krasse Fehlprognose aufdeckte und erkannte, dass sie sich einzig auf einen wissenschaftlich ungeprüften Bericht einer Umweltschutzorganisation abstützte. Im Vergleich dazu erscheint Schlüchters Methode mit der Datierung von gefundenen Holz- und Torfresten beruhigend bodenständig: zwar begrenzt in ihrer Aussagekraft, aber gerade darum umso vertrauenerweckender.

Kommentare

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  • Paolo Camillo Minotti
  • 22.04.2010 | 16:40 Uhr

Der Alarmismus um Global-Warming bringt mit sich auch unlogische und merkwürdige Konsequenzen. Z.B.: um Erdöl zu sparen werden Thermopumpen und elektrische Autos propagiert und begünstigt, die letztesendlich zu mehr Verbrauch von Elektrizität. Um dem erhöhten Konsum von Elektrizität mit der Produktion Schritt zu halten, muss man dann neue Atomkraftwerke, aber auch u.a. neue Kohlekraftwerke bauen. Frage: Ist der Konsum von Kohle umweltverschonender als jener von Erdöl? Es gibt vielleicht mehr Kohle-Reserven auf der Welt, aber betreffend den CO2-Austoss ist Kohle sicher nicht viel besser als Oel

  • Marianne Levron
  • 21.04.2010 | 14:57 Uhr

Schon mal was von Sonnenflecken gehört ? Das sind besonders aktive Zonen auf der Sonnenoberfläche, die periodisch auftreten und wieder verschwinden. Zahlreiche Flecken wirken sich auf die Erderwärmung positiv aus;ihr Verschwinden hat eine Abkühlung zur Folge. Daraus erklären sich teilweise - das Ganze ist natürlich sehr komplex- die Klimaschwankungen vergangener Zeiten. Momentan sind fast keine Sonnenflecken vorhanden;trotzdem ist anhand der Gletscher eine deutliche Erwärmung festzustellen. Woher kommt die wohl ? Genügt es, einfach für oder gegen die Klimaerwärmung zu sein ?

  • Werner Widmer
  • 21.04.2010 | 08:31 Uhr

Herr Bürgin,
Nicht das CO2 stinkt aber die aromatischen Abgase der alten Dieselmotoren. Mit den Abgasen der neuen könnte man das Goggi direkt anreichern.
Werni

  • Alexej Buergin
  • 20.04.2010 | 22:09 Uhr

Lieber Herr Schmid, wie kommen Sie denn auf die abstruse Idee, dass CO2 stinkt? Es ist unsichtbar und geruchlos, und gut für das Pflanzenwachstum. Und dass wir Konsumenten höhere Transportkosten zu berappen haben, ist nur ein "Verdienst", wenn man berücksichtigt, dass Leuenberger halt Sozialist ist.

  • Alexej Buergin
  • 20.04.2010 | 16:54 Uhr

Lieber Herr Schlemihl, seltsam, dass Sie nicht gemerkt haben, dass die grossen Energieunternehmen längst auf den AGW-Zug aufgesprungen sind, allen voran GE. Die Erdölfirmen zählen zu den Unterstützern des Climategate-CRU. Warum auch nicht? Auf hochbesteuerter Energie lassen sich erst recht grosse Gewinne erziehlen.

Ebenso haben Sie offenbar nicht gemerkt, dass der Steuer- und Regulierungsstaat oft gegen die Interessen seiner Bürger handelt;da geht es um Selbstbefriedigung von Politikern und Bürokraten.

  • Rainer Selk
  • 20.04.2010 | 16:04 Uhr

3.Im September 2009 hat die ICAO einen »Contingeny Plan (Notfallplan) zur Handhabung des Flugverkehrs im Falle des Eindringens von Vulkanasche in den nordatlantischen Luftraum« veröffentlicht. Diese Richtlinien unterscheiden nicht zwischen großen und relativ kleinen Vulkanausbrüchen. Ebenso wenig berücksichtigen sie den möglichen Verdünnungseffekt bei der Ausbreitung der Wolke vom Ausgangspunkt. Sie beziehen sich lediglich auf allgemeine »Staubwolken« ohne den Versuch einer Risikoeinschätzung.
'Herabgesetzte' WHO Pandemie Szenarien kommen da in Erinnerung. Was wird da 'gespielt'?

  • Rainer Selk
  • 20.04.2010 | 16:01 Uhr

2. ein so genannter Trading Fund innerhalb des Verteidigungsministeriums, der auf kommerzieller Basis entsprechend seiner vorgegebenen Aufgaben arbeitet.

Was wir derzeit erleben, ist kein seit ewigen Zeiten festgeschriebenes Naturgesetz, sondern geschieht infolge einer 1993 vereinbarten Politik der International Civic Aviation Organisation (ICAO – internationale Zivilluftfahrtorganisation) zur Beobachtung von Vulkanausbrüchen und deren Auswirkungen. Die Daten des ICAO-Büros in Exeter werden anschließend der britischen Flugsicherung National Air Traffic Service (NATS) ausgewertet

  • Rainer Selk
  • 20.04.2010 | 16:00 Uhr

1. Jetzt stellt sich heraus, dass es sich bei der VAAC in England, die für eine »Computersimulation« und nicht einmal eine tatsächliche Messung des Aschegehalts der Luft verantwortlich ist, um dieselbe Behörde handelt, der vorgeworfen wird, beim Global-Warming-Schwindel die Klimadaten frisiert zu haben. Laut Wikipedia [englische Ausgabe] ist für die Messung des Vulkanaschegehalts im Luftraum um Island das britische »Met Office, der nationale britische Wetterdienst« zuständig,

  • Max Schmid
  • 20.04.2010 | 15:16 Uhr

Soeben hat der rote BR Leuenberger und das Schweizervolk vor Bundesgericht einen Sieg errungen, indem die LSVA erhöht werden kann. Dh. im Kampf gegen die stinkenden "Diesler" (CO2 und Feinstaub) ist ein weiterer Schritt getan. Offensichtlich achten die vorwiegend bürgerlichen Bundesrichter den Volkswillen und geben dem Umweltschututz eine gewisse Priorität.
Ob diese [geloescht am 20.04.2010 durch Moderator] auch auf die Umweltfanatiker hereingefallen sind? – Das werden wir sicher hier in den kommenden Kommentaren lesen. :--)

Auch sehen wir, wie die Weltwoche-Redaktoren die grossen Verdienste des Umweltministers würdigen.

  • Peter Tanner
  • 20.04.2010 | 09:01 Uhr

Ja, das stimmt, die Weltwoche wird nicht beachtet, die schreiben jede Woche nur für sich und ihren Mäzen
- sie graben nach versteckten Informationen
- sie legen sich mit den Roten an
- sie reisen um die WELT
- sie engagieren sich weltweit
und das alles machen sie nur für sich, weil sie ja nicht beachtet werden.
Grandioser Text von einem meiner vorangegangenen Schreiber.
Es ist zu hoffen, dass endlich noch eine zweite mutige Zeitung entsteht[gelöscht am 20.04.2010 durch Moderator]
Das ist ein Aufruhr an Vermögende - gründet eine zweite und dritte Bürgerzeitung, zum Wohle der Schweiz

  • Peter Schlemihl
  • 19.04.2010 | 23:29 Uhr

Alexej Buergin,

Du hast offensichtlich die Grössenordnungen nicht wirklich im Griff: Im Vergleich zur Erdölindustrie sind WWF und Greenpeace kleine Fische!!! Ganz zu schweigen von der ganzen Industrie, die vom Erdöl abhängig ist! Jeder, der etwas aus Plastik herstellt, ist letztlich von Erdöl abhängig;Flugzeugindustrie, Autoindustrie,...

"Was zählt die Gier des Staates nach neuen Steuern?"
Überleg dir mal, wer den Staat bildet! Die Bürger, Wähler, Steuerzahler!!!

Sind die Steuerzahler gierig darauf Steuern zu zahlen???

  • Peter Schlemihl
  • 19.04.2010 | 23:22 Uhr

Einmal mehr ignoriert das faktenresistente Wochenblatt "Die "Welt"woche" wissenschaftliche Fakten!

Glücklicherweise nimmt kaum jemand dieses Propagandablatt ernst! Mit Ausnahme einiger weniger Autopartei-Nostalgikern...

  • Rainer Selk
  • 19.04.2010 | 09:15 Uhr

Und jetzt auch das noch: die Zahlen zur Wolke mit Vulkanasche kommen von einem einzigen Institut aus England (ausgerechnet wieder), dass aufgrund mathematischen Hochrechnungen seine Empfehlungen an die nationalen Luftbehörden ausspricht.
Keine Messungen, keine überprüfbaren Ergebnisse. Das ganze erinnert messerscharf an 'Climagate'. Wer zieht den Nutzen von dieser 'ad hoc' Übung und wer masst sich an, Verfügungen zu erteilen, die auf nicht verfizierten 'Grundlagen' beruhen? Die einzigen, die bis jetzt ein Flugzeug mit Messgeräten rauf geschickt haben sind die Schweizer.

  • Alexej Buergin
  • 18.04.2010 | 21:18 Uhr

Lieber Herr Schmid, wer hat denn das Geld, um 50 000 Leute zu einer nutzlosen Konferenz nach Kopehagen zu bringen? Wieviel verlocht allein unser Herr Leuenberger? Wissen Sie denn nicht, dass WWF und Greenpeace Milliardenunternehmen sind? Wieviel ist die völlig unkritische Unterstützung der Medien wert? Was zählt die Gier des Staates nach neuen Steuern?
Das grosse Geld ist bei den Wärmern; es fehlt denen bloss ein intelligentes Argument.

  • Peter Tanner
  • 18.04.2010 | 16:00 Uhr

Herr Schmid
Jetzt mal halblang, es geht nicht um eine andere Weltsicht, sondern um Wissenschaft. Klimagate ist ein ausgewachsener Skandal, betrieben von gierigen und korrupten Personen, die sich um so viel besser fühlen als wie Sie sagen: die "Erdöl- und Autoindustrie etc."
Im Übrigen geht es nicht ohne Geld, das merken ja jetzt auch die Sozis wieder, da die Staaten unter der Schuldenlast ächzen. Wie die Staaten Steuern benötigen, brauchen Firmen Einnahmen, um Löhne zahlen und das Kapital verzinsen und amortisieren zu können. Sie arbeiten sicher auch nicht gratis.

  • Rainer Selk
  • 18.04.2010 | 10:07 Uhr

Max Schmid 17.04.10 21:24
"Antivulkanausbruchsabgabe"
Als Luther seine 'Thesen' an die Schlosskirche von Wittenberg schlug, war das u.a. auch wegen Ablassverkauf (Tetzel: wenn die Münze in den Kasten springt, die Seele in den Himmel schwingt!). Etwa so ist das mit dem CO2 Handel, der CO2 nicht reduziert, sondern das 'Problem' nur verschiebt.
Pardon, wenn CO2 als Robin Hood Sache der Armen gegen Reiche mutiert, ist das nicht mehr 'primitiv', sondern stroh dumm.
Sorry, aber bei vielen sog. Umweltschützern sind leider ebenso betonierte wie faschistoide Denkstrukturen vorhanden.

  • Max Schmid
  • 17.04.2010 | 21:24 Uhr

Es geht ja nicht darum, dass man keine andere Weltsicht haben darf. Es geht darum, dass man den um die Umwelt besorgten Menschen nur unedle Motive unterstellt. Das Geld und die Gier liegen nun mal auf der Seite finanzkräftigen Wirtschaftslobby (Erdöl-, Autoindustrie etc.) und nicht bei den im Vergleich mittellosen besorgten Privatpersonen und Umweltschützern.

Und zur CO2-Besorgnis muss festgehalten werden, dass wir logischerweise nur die von Menschen gemachten Emissionen beeinflussen können. Darum sind Floskeln wie "Antivulkanausbruchsabgabe" besonders dümmlich und primitiv.

  • Peter Tanner
  • 17.04.2010 | 17:32 Uhr

Max Schmid
Doch die Diffamierung muss sein, Herr Schmid, wie gross und mächtig war diese Lobby der Angstmacher - dabei war alles nur Lug und Trug, um sich bereichern zu können. Nicht vergessen, bei allen Budgets sind immer grosse Löhne im Spiel. Andernorts heisst das Abzocker.
Kommen Sie also nicht mit solchen Sprüchen. Lasst uns beim Thema bleiben. Sind das nicht Gangster statt Wissenschafter wider besseres Wissen ein Sammelsurium von angeblichen Facts auf die Menschheit los zu lassen?

  • Alexej Buergin
  • 17.04.2010 | 16:10 Uhr

Lieber Herr Schmid, niemand bestreitet, dass Autos CO2 ausstossen. Da aber der menschliche Anteil an der CO2-Produktion weniger als 5% ausmacht, ist der Einfluss auf das Klima sehr gering. Also: Tatsache, aber keine bedrohliche. Sie können sich beruhigen.

(Um eine Bedrohung durch CO2 zu finden, konstruieren die Klimatiker eine "Rückkoppelung" via Wasserdampf, die die Wirkung verstärken soll. In früheren Zeiten mit wesentlich mehr CO2 in der Luft sind aber die Temperaturen stabil geblieben, der Rückkoppelungsfaktor dürfte also schwach oder sogar negativ sein.)

  • Max Schmid
  • 17.04.2010 | 13:45 Uhr

Man kann den CO2-Besorgten andere Prognosen gegenüber stellen, aber die Diffamierung müsste eigentlich nicht sein. Die Auto-und Erdöllobby hat keine edleren Interessen.

Überschlagsrechnung: Es sind weltweit rund 1 Mia. Autos und jedes stösst pro km ca 150 g CO2 aus. Nehmen wir bescheidernerweise 10'000km p.a. Fahrleistung an, dann sind wir bei einem jährl. Ausstoss vom 1,5 Mia. Tonnen CO2. jährlich !!! – Tendenz steigend !!

Dogma, Ideologie oder bedrohliche Tatsache?

Wes Geistes sind eigentlich die Schreiberlinge, die diese Entwicklung leugnen und die besorgten Menschen diffamieren.

  • Rainer Selk
  • 17.04.2010 | 10:21 Uhr

Und nun braucht es, im Gegensatz zu CO2, eine Antivulkanausbruchsabgabe mit temporärem Berufsverbot für sämtliche anderen Vulkane.
Die Abgabe muss erst organisiert werden. Die Zertifikate dafür sind noch nicht gedruckt. Da Italien auch ein paar Vesüvli hat, könnten die mit Milde 'davon kommen'. Aus für GR: Santorin früher explodiert.
Müsste allenfalls das 'Klima' neu definiert werden, wegen Abkühlung? Hiesse, die 'Entwicklungsländer' müssten uns eine Heizkostenpauschale zahlen? Entwicklungshilfe wegen Eigenbedarf sparen? Ganz neue Geschäftsmöglichkeiten mit Vulkanhedgefonds, ausbruchssicher

  • Paolo Camillo Minotti
  • 16.04.2010 | 23:12 Uhr

Viele "Global warming"-Alarmisten sind nicht sachlich und selbstlos. Sie wollen unbedingt ihr Dogma, ihre Ideologie zum Durchbruch bringen; und Ideologie bedeutet Macht, Einfluss auf politische und wirtschaftliche Entscheide. Darum sind einige dieser Ideologen versucht, die wissenschaftliche Resultaten zu vertuschen. Aus Prestige-Gründen, aus Macht-Gründen und aus Hass gegen Wiedersacher (um zu meiden, dass diese zu Macht und Prestige gelangen). "Besser das Falsche sagen, als den gehassten Wiedersacher und Global-warming-Unglaübiger Recht zu geben", scheint ihre Meinung zu sein.

  • August Demmig
  • 16.04.2010 | 10:43 Uhr

Ein Kollege von Prof. Schlüchter ist der Professor Dr. Gernot Patzelt vom Institut für Hochgebirgsforschung der Universität Innsbruck. Als Mitglied der Kommission für Quartärforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften beschäftigt er sich seit gut 40 Jahren unter anderem mit der Gletscher-und Klimageschichtsforschung.
Prof. Patzelt untersucht österreichische und deutsche Alpengebiete und kommt zu gleichen Ergebnissen. Ich habe ihn bei einer Tagung persönlich kennengelernt. Auch er erlebt(e) in seinem Umfeld Anfeindungen gegen seine Ergebnisse! - Aber keine Gegenstellungnahmen!

  • Sergio Frei
  • 16.04.2010 | 08:22 Uhr

topaktuell: island!
wo bleibt moritz und die CO2 brigade?
wie, kann man nix machen?helikopterrundflug?
zumindest eine demo welche massnahmen gegen island (kto-sperren,embargo etc.) könnte man schon verlangen. die natur als unser feind? unmöglich? römer welche schon vor 2000jahren mit sandalen über den gotthard marschierten (siehe römerstrasse!), kann alles nicht wahr sein!
natürlich sind die gutmenschen wiedermal im besitz von ansätzen,die praktikablen lösungen muss man halt dann per rechts erzwingen.
denn schmutzige hände wollen die herren ja nicht.

  • Florian Richter
  • 15.04.2010 | 17:07 Uhr

Für das Archiv sage ich mal vollkommen unwissenschaftlich voraus, dass vom Winter 2009/10 bis zum Frühling 2011 die Gletscher wachsen werden, weil die Winter kalt sein werden. So, und nun warte ich, ob die Wissenschafter der menschengemachten Erderwärmung recht haben.
Experten, die drei Jahre lang die Zahl 2035 stehen lassen, um sie dann um Jahrhunderte zu korrigieren, haben bei mir jeden Kredit verspielt. Sie erinnern mich an die Experten, die die Echtheit der Hitlertagebücher bestätigten. Wir füttern eine Kaste, die ihre Nützlichkeit beweisen will, dabei aber scheitert. Weiterfüttern?

  • Alexej Buergin
  • 15.04.2010 | 16:53 Uhr

Prof. Christian Schlüchter (wie auch Prof. Fritz Schweingruber) sind noch richtige Wissenschaftler, auf die wir stolz sein können.
Die anderen, die Stubenhocker, sind beim IPCC.

  • Christoph Geiser
  • 15.04.2010 | 15:50 Uhr

Ja, das ist ja nichts wirklich neues, dass die Baumgrenze früher höher war. Aber auch wenn die Erde früher wärmer war, heisst das nicht, dass der Temperaturanstieg für die Menschheit unproblematisch wäre. Wir wissen auch nicht, ob es sich bei dem Phänomen um eine örtliche begrenzte Warmphase handelte, oder ob sie global war.
Der Mittelmeerraum war zu der Zeit auch fruchtbarer als heute und die Böden hier, einiges karger.
Die Torfreste sind interessant, aber beruhigen tun sie mich nicht. Das Klima ist zu komplex.

 
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