Er steigt und steigt. Der Franken ist bereits seit hundert Jahren weltweit eine der stärksten Währungen. Pfund, Dollar und Yen hat er längst abgehängt, jetzt hat er auch gegenüber dem Euro kräftig zugelegt. Unsere Wirtschaftsredaktion hat die Erfolgsgeschichte des Frankens untersucht. Eine kluge und konservative Wirtschaftspolitik, so das Ergebnis der Recherchen, haben den Franken stark gemacht. Dass die Schweizerische Notenbank auch künftig für eine solide Währung sorgen wird, davon ist der erfahrene Geldpolitiker Ernst Baltensperger überzeugt. Der emeritierte Professor aus Bern traut der Nationalbank im weltweiten Vergleich am ehesten zu, auf dem richtigen Kurs zu bleiben, der uns eine Inflation erspart.
Mehr zum Thema: Dossier «Wirtschaftskrise»
Weitere Titel-Themen der Ausgabe 11/10:
Für die Titelgeschichte über Kasperli, den Helden unserer Kinderjahre, besorgte sich Redaktor Andreas Kunz sämtliche CDs mit Kasperlis Abenteuern. Zum ersten Mal seit fast dreissig Jahren hörte er sich die Geschichten an vom bösen Zwärg Zwack, vom Tüüfel Luuspelz oder König Krambambuli. Angesichts des Lächelns, das er die gesamte Woche über zur Schau stellte, amüsierte er sich dabei prächtig. Als sich seine Nachbarn über das Tra-tra-trallala aus der Wohnung zu nerven begannen, machte er sich auf den Weg nach Uster, wo er den Volksschauspieler Jörg Schneider, Autor und Interpret der Kasperli-Abenteuer, zum Gespräch traf. Schnell kam der Verdacht auf, dass sich der bescheidene Schneider gar nicht richtig bewusst ist, was für einen zeitlosen Helden er überhaupt geschaffen hat.
Die Sportmoderatorin Regula Späni tritt zurück, weil sie «Angst» vor einem Burnout habe. Gleichzeitig legt die in St. Gallen lehrende Professorin Miriam Meckel ein Buch über ihre Erfahrungen mit der Krankheit vor. Das Burnout, durch Lehrer und andere soziale Berufe populär geworden, wird immer beliebter. In der Wirtschaftskrise soll die Zahl der Fälle fulminant gestiegen sein. Bereits bilden sich im Emmental erste Selbsthilfegruppen unter Bauern und Viehzüchtern. Philipp Gut und Peter Keller sind der Frage nachgegangen: Was steht hinter dem Phänomen? Ist es wirklich plausibel, dass heute so viel mehr Menschen unter den Arbeitsbedingungen leiden als noch in der Generation unserer Grosseltern, die von der Fünftagewoche und oft auch von Ferien nur träumen konnte?
Spitzenkoch Horst Petermann, seit über 20 Jahren mit 19 Gault-Millau-Punkten und 2 Michelin-Sternen dekoriert, begründete den Rückzug aus seinen «Kunststuben» in der Sonntagszeitung so: «‹In einer Gastrokritik stand, man müsse einmal im Leben bei Petermann gewesen sein.› Da dachte er: ‹Das kannst du nicht steigern. Jetzt hörst du auf.›» Den Satz schrieb David Schnapp letzten Dezember in der Weltwoche, aber dass er diese Wirkung entfalten würde, war nicht abzusehen. Unser Gastrokritiker besuchte Petermann nochmals in seinem Lokal in Küsnacht ZH, wo der gebürtige Hamburger anekdotenreich aus seinem Leben erzählte. Kurz nach zwölf Uhr wurde Petermann unruhig, es zog ihn in die Küche. Selbstverständlich werde man dem Besuch noch etwas zu essen machen, sagte er. Es wurde ein perfekter Abschluss des Gesprächs.
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