Objekte

Flüssigobst

Mit einer Saftpresse macht man jeder Ernährungsberaterin eine Freude.

Von David Schnapp

Kilogrammweise Grünzeug: Entsafter von Philips.

Wenn es darum geht, den Küchenbereich um ein neues, praktisches Gerät zu erweitern, stossen wir bisweilen zu Hause auf mittleren bis heftigen Widerstand. Die Gretchenfrage lautet dann jeweils: «Wozu brauchen wir das?» Als das grosse Paket eintraf, in dem die Philips-Saftmaschine HR 1861 steckte, haben wir es aus taktischen Gründen erst mal unangetastet beiseitegestellt, um es in einem günstigen Moment in der Küche aufzubauen. Dazu ist zu sagen, dass das Gerät recht gross ist und nicht einfach diskret in einer Ecke verschwindet.

Der Philips-Entsafter aus gebürstetem Aluminium ist mit einem kräftigen 700-Watt-Motor und einem speziellen Mikro-Siebfilter ausgestattet, der dafür sorgt, dass aus dem Grün ein Maximum an reinem Saft herausgeschleudert wird. Die fast furchteinflössenden rasiermesserscharfen feinen Klingen trennen jede Frucht in Sekunden schon fast in ihre molekularen Bestandteile auf. Das Mus wird hinten in einen Behälter ausgeworfen, die Flüssigkeit in einen Krug ausgegeben. Ausser sehr stärkehaltige Früchte wie Mango oder Bananen lässt sich fast alles zu etwas Trinkbarem verarbeiten. Ähnliche Geräte gibt es beispielsweise auch von Solis, da ist sogar ein 1200-Watt-Motor erhältlich, allerdings auch zu einem deutlich höheren Preis.

Philips liefert ein Rezeptheft mit, aber wir versuchen es mit dem, was gerade da ist. Wir nehmen zwei, drei Äpfel, eine Birne, etwas Gurke, Karotten, Zitronen. Zuerst werden Obst und Gemüse vorbereitet. Das meiste lässt sich, grob zerkleinert, direkt in den grossen Einfüllstutzen geben. Nur Zitrusfrüchte oder auch Kiwis sollte man von Schalen befreien, bevor man sie verflüssigt. In Sekundenschnelle ist alles zu Mus und Saft verarbeitet. In den folgenden Wochen haben wir kilogrammweise Grünzeug verarbeitet, wir hätten eine Ehrenmitgliedschaft im Ernährungsberaterverband verdient. Die Kombinationsmöglichkeiten sind schier unbeschränkt – selbst Stangensellerie ist als Saft trinkbar –, und auch wenn man beispielsweise einen Gelee oder ein Granité aus Granny-Smith-Äpfeln herstellen will, eignet sich die Philips-Saftmaschine hervorragend.

Zum Schluss ist zu sagen, dass unser verflüssigtes Obst und Gemüse so überzeugend geriet, dass die «Wozu brauchen wir das»-Frage nie mehr gestellt wurde. Und nicht mal die Frage, wer die vielen Teile am Schluss abwaschen muss, ist konfliktträchtig, weil alles spülmaschinenfest ist.

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