Steuerbetrug

Bedroht sind die KMU

Die Justizministerin will Steuerhinterziehung kriminalisieren. Die Folgen wären verheerend.

Von René Lüchinger

Die Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf will das Bankgeheimnis auch in der Schweiz zerstören und damit den Unterschied zwischen Steuerhinterziehung und -betrug auflösen. Was würde das für den gewöhnlichen Lohnbezüger bedeuten?

Solange Unselbständigerwerbende nur über einen Lohnausweis verfügen, hat das keine Konsequenzen. Sobald sie aber Schwarzarbeit leisten oder ein Sparkonto nicht angeben, würden auch sie wie Steuerbetrüger kriminalisiert und strafrechtlich verfolgt.

Und für Selbständigerwerbende?

Sie stehen neu immer mit einem Fuss vor dem Strafrichter. Bis jetzt gingen über das Geschäft verbuchte Privatferien noch als gewöhnliche Steuerhinterziehung durch und hatten im schlimmsten Fall Nachsteuern zur Folge. Neu soll dies, zumindest in groben Fällen, als Steuerbetrug gelten und würde strafrechtlich belangt werden.

Was wären die Folgen?

Es käme zum Prozess mit entsprechenden Kostenfolgen für den Betroffenen und den Staat. Eine Prozesslawine würde Anwalts- und Beraterkosten potenzieren, der Staat müsste ein Heer von Staatsanwälten und Steuerfahndern beschäftigen. Bei einer Verurteilung ergäbe dies für den Betroffenen einen Eintrag ins Strafregister. Es drohen im milden Fall bedingte Bussen, im schweren Fall hohe Bussen und Gefängnisstrafen.

Wer ist gefährdet?

Besonders bedroht sind die KMU mit ein paar Angestellten. Um Steuerbetrug zu vermeiden, müssen sie ihre Angestellten zwingen, jeden gefahrenen Kilometer, jeden Imbiss korrekt zu verbuchen. Das bedingt intern grössere Kontrollen, was die Administrationskosten unnötigerweise in die Höhe treibt.

Wieso unnötigerweise?

Weil die KMU ohnehin schon mit steigenden Administrativkosten infolge zunehmender Regulierungsdichte zu kämpfen haben. Für sie ist beispielsweise die Abrechnung der Mehrwertsteuer ein zunehmendes Ärgernis, da diese im Laufe der Jahre immer komplizierter wurde. Neben den steigenden Kosten hält diese Entwicklung den Unternehmer von dem ab, was eigentlich sein vornehmstes Anliegen ist: sein Unternehmen zu entwickeln, Arbeitsplätze zu sichern und dadurch Steuern zu bezahlen.

Geht es nicht vor allem um entgangene Steuermillionen?

Wer heute der Steuerhinterziehung überführt wird, zahlt je nach Fall zwischen einem Drittel und dem Dreifachen der hinterzogenen Summe. Das hat also happige Nachsteuern zur Folge. Bei einer strafrechtlichen Beurteilung wird daraus möglicherweise eine bedingte Busse, und für den Staat wird das so zum Minus- geschäft.

Ist das Konzept, ab 100 000 Franken alles als Steuerbetrug zu ahnden, überhaupt praktikabel?

Niemand weiss heute, wie das gemeint ist und ob sich diese Summe auf mehrere Jahre verteilen kann. Für Jörg Walker, Steuerexperte beim Wirtschaftsprüfer KPMG, ist jedenfalls klar: Statt beim Justizap- parat und bei der Steuerfahndung im Dienste einer vermeintlich höheren Steuergerechtigkeit aufzurüsten, sollten nur die notorischen Steuerhinterzieher strafrechtlich belangt werden können. Der grosse Rest sollte weiterhin wie bisher behandelt werden also straffrei aus- gehen.

Kommentare

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  • Karin-Maria Schäfer
  • 03.03.10 | 10:21 Uhr

@Hartmann Nebenfach Jura, hoffentlich ist nun alles klar, auch beim Vasallen mit überhitztem Selbstwertgefühl. Ansonsten langweilt der Diskurs mit Vasallen ohnehin [gelöscht am 3.2.2010 durch Moderator]

  • Rainer Selk
  • 02.03.10 | 18:19 Uhr

Michael Hartmann 02.03.10 07:11
Aber, aber , lieber Hartmnan, ich nehme nichts übel, auch nicht andere Ansichten, auch wenn die etwas verdreht herüberkommen. Viel Spass.

  • Michael Hartmann
  • 02.03.10 | 07:11 Uhr

Geehrte Schäfer, Sie schreiben als HSG-Absolventin [gelöscht am 2.3.2010 durch Moderator] und werden noch gegen einen 'unkepiltetten' Vasallen, den Sie fristlos kündigen würden, weil er es wagt, sich selber positiv einzuschätzen, ausfällig?

Na ja, Arbeitsrecht war wohl nicht Ihr Nebenfach!

  • Michael Hartmann
  • 02.03.10 | 07:08 Uhr

Geehrter Meier, dann ist die Schweiz das beste Beispiel, wo zu grosse Gier und keine staatliche Kontrolle Volksvermögen (Zwangssparen) im Namen der freien Marktwirtschaft vernichtet wird. Und es gibt Kräfte in diesem Land, die an diesem System festhalten und gleichzeitig - als Kompensation - andere Minderheiten in der Schweiz übermässig benachteiligen wollen.

Die lieben Leute forderten, die 'Überwindung des Kapitalismus' sei als strategisches Ziel zu streichen.

  • Michael Hartmann
  • 02.03.10 | 06:57 Uhr

Geehrter Selk, habe wirklich gedacht, dass die Halbwertszeit von WeWo-Artikeln irgendwo bei sechs Monaten liegt - und nicht bei zwei: was mich natürlich jetzt nicht mehr erstaunt. Die Windfahnen blasen wieder einmal kräftig. Die Toupetierten vergessen schnell.

Sie widersprechen sich wiederholend.

Die dicken fetten steuerbetrügenden Portmonnees kriegen nasse Füsse. Sie suchen Schuldige für ihr eigenes sündiges Getue - da kommt jeder recht.

Sogar die FdP (!) ist für die Aufhebung des Unterschieds SH und SB.

  • Rainer Selk
  • 01.03.10 | 22:16 Uhr

Max Schmid 01.03.10 12:06
'Machen wir uns doch nichts vor: Jeder der über die Nasenspitze hinaus sieht, schummelt. Sonst würden ja diese Diskussion nicht führen!!! Wir sind schliesslich alle nach marktwirschaftlichen Grundsätzen erzogen worden. Deshalb braucht es einen starken Staat, der Missbräuche ahndet'

Ich staune, lieber Max Schmid, ich staune wirklich. Hiesse: jedes Kind schummelt. Wir brauchen starke Eltern, die Missbräume ahnden.

Können Sie sich wirklich nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die in ihrem Tun grundehrlich sind undnicht denken und handeln im 'jein'?!

  • Laurent Meier
  • 01.03.10 | 19:10 Uhr

Lieber Max Schmid
Vielleicht ist Ihnen schon aufgefallen, dass selbst Inhaber eines KMU, wenn es denn z.B. als AG organisiert ist (was meistens der Fall ist), ebenso "nur" Angestellte sind...? AN können genauso Geld im Staat vorbeischleusen, z.B. am Samstag "no hurti öpperem es Schäftli iboue" etc.
Sehen Sie, Sie sprechen von "Stehlen", für Sie sind wir Schweizer offensichtlich nur Steuersubstrate und das Geld gehört grundsätzlich mal den Steuervögten, ich bin da anderer Meinung. Deutschland ist das beste Beispiel, wo zu grosse Gier des Staates nur die Schwarzarbeit fördert.

  • Max Schmid
  • 01.03.10 | 12:06 Uhr

Machen wir uns doch nichts vor: Jeder der über die Nasenspitze hinaus sieht, schummelt. Sonst würden ja diese Diskussion nicht führen!!! Wir sind schliesslich alle nach marktwirschaftlichen Grundsätzen erzogen worden. Deshalb braucht es einen starken Staat, der Missbräuche ahndet

Wenn wir schon Gesetze haben, müssen die ach so bösen Staatsangestellten sie durchsetzen, bei Temposündern wie auch bei Steuervergehen.

Wer hat Angst vor staatlicher Kontrolle. Alle, die Geld am Staat vorbei schleusen (ihm stehlen) Angestellte mit Lohnausweis können dies am wenigsten.

  • Karin-Maria Schäfer
  • 01.03.10 | 11:50 Uhr

@Hartmann. Mehr Horizont war von einem Vasallen wohl kaum zu erwarten. Nein, keine Maler oder Fuhrpärkler, sondern internationale Industrie. Wofür sonst braucht man ein HSG Studium, ... [gelöscht am 1.3.2010 durch Moderator]

  • Rainer Selk
  • 01.03.10 | 08:47 Uhr

Michael Hartmann 01.03.10 06:56
Rundumschläge nutzen nichts. Geehrter Hartmann, Sie 'blähen' das aber schön auf.

Die Fichenaffäre nun plötzlich schön geredet, big sister ist lieblich. Na super + gleizeitig absurd.

Wer nie in den Schuhen z. B. einer Maria Schäfer etc. stand, kann nicht beurteilen, w a s das heisst, es dennoch geschafft zu haben. Rollt der 'Rubel' nicht mehr, werden alle das alle spüren und zwar rasant, vor allem und zuerst die 'Geschützten'!!

Wer spricht hier von 'faulen' Arbeitnehmern + Beamten: jeder zieht sich den Schuh an, der ihm 'passt'!

  • Michael Hartmann
  • 01.03.10 | 07:51 Uhr

Geehrte Kägi, dann machen wir doch (analag der EU der Schweiz) Druck auf die Länder, die solche Schlupflöcher noch zulassen.

Endlich kapiert, warum die EU gegenüber den Steuerschupflöchern Druck macht?

  • Michael Hartmann
  • 01.03.10 | 06:56 Uhr

Und all diejenigen die gleiches Recht für alle fordern, sind faule Arbeitnehmer, 'faule' Beamte und solche, die im Leben noch nie etwas geleistet haben, da sie weder selbständig noch im Ausland gearbeitet haben (wobei natürlich alles dasselbe ist).

Genau die Punkte, die wöchentlich in die WeWo Einzug halten.

Big Sister (Steuergerechtigkeit) für die Rechten ist schlimmer als der Fichenskandal, bei dem nur die 'Linken' betroffen waren. Sorry, geehrter Selk, natürlich auch die Parteilosen.

Und wer was dagegen sagt, ist natürlich ein Landesverräter, der auch fischiert gehört.

  • Michael Hartmann
  • 01.03.10 | 06:52 Uhr

Geehrter Schmid [gelöscht am 1.3.2010 durch Moderator] Eines davon ist, einen Gedanken konsequent zu Ende zu denken und einen Artikel der WeWo grundlegend zu analysieren.

Der Vorwurf der 'Steuerhinterziehung' der KMU's wird mit obigem Artikel aufgeworfen. Die 'Landesverräter' (weil kritische Menschen) sind aber diejenigen, die zurückfragen, ob dies auch stimmt.

Mit ihren Voten aber verneinen sie die Steuerhinterziehung nicht sondern geben Dritten ('Steuervogt') die Schuld daran und fordern gleichzeitig, dass Vierte (Unbeteiligte) zur Rechenschaft gezogen werden.

  • Carla Kägi
  • 01.03.10 | 06:48 Uhr

Man soll lernen über die eigene Nasenspitze hinaus zu denken, Herr Schmid. Auch wenn die Kleinen nicht schummeln, weil sich das für sie gar nicht lohnt, weil sie weder Zeit noch Geld dafür haben, werden sie (wir alle, ob KMU's oder nicht) von solchen Gesetzen betroffen, im Sinne einer immer stärkeren Überwachung durch den Staat. Die grossen Fische aber finden ihre Auswege immer rechtzeitig, ziehen ihr hinterzogenes Geld ab und bunkern es woanders. Also sind die Gründe mit der uns dieses Paket verkauft werden soll vorgeschoben, um uns alle besser unter Kontrolle zu haben.

  • Michael Hartmann
  • 01.03.10 | 06:46 Uhr

Ah, geehrte Schäfer, darum als Ihre Verachtung gegenüber aufmüpfigen Angestellten (Vasallen), die sich mehr getrauen als nur zu nicken und zu kuschen. Unternehmerfamilie - Malergeschäft im Rheintal nehme ich an oder Fuhrpark mit Aargauischen.

Ohne Fleiss kein Preis. Was meinen Sie, warum man zu einer festen Grösse im Betrieb wird als Arbeitnehmer?

Geehrter Selk, nach der Lohnreduktion für die 'faulen' Beamten (siehe WeWo 12/10) gehts den Subventionsempfängern an den Kragen. Darauf freue ich mich! Griechenland, sei gegrüsst!

Nach der Westerwelle kommt die 'Selkwelle'!

  • Max Schmid
  • 28.02.10 | 17:47 Uhr

Wenn doch gemäss Carla Kägi die KMUs keine Zeit haben, um Steuern zu hinterziehen, also nicht zu den Bösen gehören, warum wehren sie sich dann gegen Strafverschärfungen. Sie sind ja wegen Zeitmangel zum Schummeln und der sprichwörtlichen Ehrlichkeit gar nicht davon betroffen.


Fragt sich natürlich, wie viel Hirn ein KMU hat, wenn er nicht einmal ein Steuerformular ausfüllen kann. Laurent Meier ärgert sich doch nur, weil bei den neuen Abrechnungen weniger am Fiskus vorbei geschleust werden kann. Übrigens: Steuervögte gibt in der Schweiz nicht, aber demokratisch gewählte Steuerkommissäre.

  • Karin-Maria Schäfer
  • 28.02.10 | 16:40 Uhr

Wenn man aus einer Unternehmerfamilie stammt, dennoch sein Studium selbst finanzierte, später drei kleine Kinder alleinerziehend ernährt (Ex-Mann zahlte nie Unterhalt) und auch höher gebildet hat, dann weiss man wie man sowohl angestellt als auch selbständig überdurchschnittlich viel Geld generiert. Selbstverständlich gehört dazu Konsequenz und viel Fleiss, gepaart mit noch mehr Durchhaltevermögen(nein nicht Mitglied im Gewerbeverband). Dass ich faule selbstüberschätzende Angestellte verachte, ist daher verständlich. Positives Selbstwertgefühl?? Leider fehlt die dazugehörige Substanz

  • Rainer Selk
  • 27.02.10 | 16:37 Uhr

Carla Kägi 27.02.10 09:13
'Von den kleinen KMU's hat jedenfalls garantiert keiner Zeit & Geld genug um ein wirklich "Böser" zu sein!'

Stimmt haargenau. Und die anderen? Solche wird es immer geben, leider. Aber die inszenierte 'Hochrederei' im Sinne von: KMU's sind alle Strolche, läuft hier aus dem Ruder und ist. m. E. völlig 'neid' daneben.

In Zürich hat man vor Jahren dem Stadtrat den Lohn reduziert. Das wird auch CH-weit mit den BR und 'Nachgelagerten' so kommen. Die übrigen Mandätchen werden frühner oder später auch offen gelegt werden.

  • Carla Kägi
  • 27.02.10 | 09:13 Uhr

Von den kleinen KMU's hat jedenfalls garantiert keiner Zeit & Geld genug um ein wirklich "Böser" zu sein! Die wirklich "Bösen" haben keine Probleme damit ihr Geld zu verstecken & haben das schon längst auf Sicher getan. Was also soll das von den Regierungen inszenierte Theater eigentlich? Und wann bitte machen uns unsere ach so beseelten, ehrbaren Landesväter und Mütter endlich mal vor, wie man verantwortungsbewusst mit Volkes Steuergeldern umgeht?
Hört mal auf euch hier gegenseitig ins Genick zu beissen, macht stattdessen aus den Regierungspalästen "Glashäuser"!

  • Carla Kägi
  • 27.02.10 | 08:59 Uhr

Womit verdient ein KMU Geld? Er/Sie muss Aufträge erhalten, um durch das Erfüllen dieser Auträge Einkommen für die Angestellten und die Unternehmung zu erzielen. Also ist die KMU genauso abhängig von ihren Auftraggebern, wie die Angestellten von der KMU. Letztlich hängen alle am selben Faden.
Wem der Status eines Angestellten nicht passt, weil er sich als Sklave des Arbeitgebers sieht, nicht realisiert, das der Arbeitgeber seinerseits auch einer ist, der werde selbständig tätig, generiere selber Aufträge und erlebe, was das im Detail genau heisst!

  • Rainer Selk
  • 27.02.10 | 08:44 Uhr

Michael Hartmann 26.02.10 14:29
tja, geehrter Hartmann, wenn man in einer 'geschützten IT Werkstatt' ist oder in einem Job, der derzeit schwer ersetzbar ist, dann verliert man den Risikoblick für die eigene Ersetzbarkeit.
Selbstwertgefühl? Moderner Vasall? Seltsam, was hält Sie davon ab, das zu ändern? Das tönt so, wie wenn andere Schuld am eigenen vermeintlichen fehlgeplanten drückenden gut bezahlten 'Leid' sind. Nein, geehrter Hartmann, andere nehmen sich in die Hand und führen sich in Richtung verbessernde Freiheit. Mit Grips in der CH möglich! Viel Glück.

  • Enzo Aduro
  • 26.02.10 | 17:51 Uhr

KMUs leben von Steuerhinterziehung...
lol.
Dann muss man des Steuertarif ändern. Nicht seine Durchsetzung.
Steueranarchie für Handwerker ;-)

  • Laurent Meier
  • 26.02.10 | 15:10 Uhr

Als direkt Betroffener kann ich nur bestätigen, dass der Administrative Aufwand von Jahr zu Jahr zunimmt, mit dem neuen Lohnausweis ist alles nur noch schlimmer geworden. Die Wegleitung ist in hirnlosem Beamtendeutsch verfasst, ohne Anwendungsbeispiele natürlich! Muss man Privatanteile buchen? Wie ist das mit den Spesen, Verpflegung u.ä.? Kein Schwein weiss eine klare Antwort;und ich habe keine Nerven, geschweige denn Zeit, mich mit diesen Vorgaben der Steuervögte auseinanderzusetzen. Der Staat generiert einmal mehr sinnlosen Verwaltungsaufwand auf Kosten der KMU!

  • Michael Hartmann
  • 26.02.10 | 14:29 Uhr

Geehrte Schäfer, Sie sind mir aber ganz schön konsequent. Gratulation, zwar ein bisschen arbeitgeberlastig (Mitglied Gewerbeverband?) aber doch mit dem nötigen Schneid, so richtig nach alten Schrot und Korn. Angelegt, anvisiert und tschüss.

Aber was stört Sie so daran, dass ich ein positives Selbstwertgefühl habe? Gehört sich ein solches für einen modernen Vasallen nicht?

  • Karin-Maria Schäfer
  • 26.02.10 | 13:13 Uhr

@ Herrn Hartmann: ich hoffe sehr, dass Ihr Arbeitgeber Ihre netten Worte vernimmt und die entsprechenden Konsequenzen fristlos zieht. Dann 2 Jahre AL und ab in den Sozialstaat [gelöscht am 26.2.2010 durch Moderator]

  • Michael Hartmann
  • 26.02.10 | 06:42 Uhr

Nochmals, geehrter Selk, die Dinge werden von RL so beschrieben. Ich stelle nur die Frage, ob das oben zutrifft. Ihrer Meinung und der der geehrten Kägi nach nicht. Dann stelle ich eine zweite Frage: wo ist das Problem - wenn es denn nicht zutrifft?

Sehen Sie, geehrter Selk [gelöscht am 26.2.2010 durch Moderator] beides kann man nicht haben.

  • Rainer Selk
  • 25.02.10 | 23:15 Uhr

Michael Hartmann 25.02.10 20:29
[gelöscht am 26.2.2010 durch Moderator] Sie tragen in vermutender unterstellender Form Dinge vor, von denen weder Sie noch ich wissen, ob die stimmen: die 'gewaltige' Steuerhinterziehung in der CH, die jetzt hochgepuscht wird. [gelöscht am 26.2.2010 durch Moderator] Gestatte mir die Bemerkung in Abwandlung: schwarz hören + sehen, kommt teuer zu stehen + falsche hochmeinende Sicherheit + mentale Schuldzuweisungen sind Glatteis. Die Welt dreht sich dennoch weiter.....

  • Michael Hartmann
  • 25.02.10 | 20:29 Uhr

Geehrter Selk, kriminelle Energie per se auf Seiten der KMU ist mir eigentlich egal, ich sehe sie ja nicht: der Autor aber schon, denn sonst müsste er nicht in diesem Masse 'schwarz' sehen.

Haben Sie schon mal überlegt, wie man die 'notorischen' Steuerhinterzieher strafrechtlich belangen soll, wenn man ja nicht weiss, wer diese sind? Die Steuerhinterziehen sind ja gerade diejenigen, die mal hier und dort 'Papiere' verhängen und nicht angeben. Der grosse Rest - auch Sie? - sollten straffrei ausgehen. Welcher Betrag markiert hier denn die Schwelle, die Eingangspforte in das Fegefeuer?

  • Michael Hartmann
  • 25.02.10 | 20:22 Uhr

Nein, geehrter Selk, der Vorwurf kommt im obgenannten Text der WeWo vom indiskreten RL, der von Schwarzarbeit, falscher/bewusster Falschbuchung von privaten Auslagen in die Geschäftsbuchhaltung schreibt.

Sie als Parteiloser - nehme ich mal an, wie die meisten Forenmitglieder hier - sollten doch wissen, wer von IV-Schmarotzern, Sozialbetrügern usw. spricht und damit immer den 'Nerv' der Sorgen der 'Leute' trifft.

Von wegen Selbständigkeit, pah: Meine Leistung ist es, einen Selbständigen reich zu machen und die Scheisse am Dampfen zu halten. Ohne mein Wissen ist doch der aufgeschmissen.

  • Peter Kunz
  • 25.02.10 | 17:47 Uhr

Ein grosses Bravo der Justizministerin. Endlich jemand im Bundesrat der das Hirn einschaltet und einsieht, dass die Unterscheidung zwischen Steuerbetrug und -hinterziehung wirklch nicht mehr haltbar ist, und es übrigens noch nie war. Wir Schweizer, die wir ja gerne immer die Musterknaben sein wollen, machen uns mit solch einer Unterscheidung wirklich lächerlich. Und das nicht nur im Ausland, sondern auch in unserem eigenen Land.

  • Rainer Selk
  • 25.02.10 | 16:10 Uhr

Michael Hartmann 25.02.10 14:02
Geehrter Hartmann, gehe davon aus, dass Sie nicht selbständig sind+keine Ahnung von der daraus folgenden Verantwortung für Mitarbeiter haben. Was aus Ihren Äusserungen hervorsticht, ist soetwas wie kriminielle Energie per se auf Seiten der KMU. Diese 'Verteufelung' nach D Art brauchen+wollen wir hier nicht. Die Gesetze sind vom Volk gemacht+einzuhalten. Wollen Sie was anderes, lancieren Sie eine Abstimmung etc.
Wen meinen Sie mit 'Toupetierten' + 'anti-Schmarotzer-Partei'? Bitte klar + deutlich Visier hoch! Nur Mut!

  • Michael Hartmann
  • 25.02.10 | 14:02 Uhr

Geehrte Kägi, ja was ist denn nun? Sind die KMU's ehrlich oder wie oben beschrieben voll im Steuersumpf gefangen?

Geehrter Bühler, die ehrlichste Selbstdeklaration der Welt? Mit welchen 'selbstdeklarierenden Länder' vergleichen Sie?

Geehrter Frei, Bundesräte sind Politiker! Politiker!

Geehrter Kost, ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass es sich bei Steuerhinterziehung um Versehen handelt (ein Papier geht 'unter') und nicht um bewusstes Falschbedienen von irgendwelche Konten (Privat/Firma).

  • Hanspeter Bühler
  • 25.02.10 | 13:13 Uhr

Inskünftig wird wohl wieder die im Garten vergrabene Geldbüchse Einzug halten, wenn das Privileg des Bankkundengeheimnis auch für Schweizer abgeschafft würde.

Die Schweiz hat die kleinste Rate an Schwarzarbeit und die ehrlichste Selbstdeklaration von Steuern auf der Welt. Wss soll dieser stupide Vorstoss einer unfähigen Bundesrätin?

  • Carla Kägi
  • 25.02.10 | 12:13 Uhr

Herr Hartmann wie meinen Sie das genau?
Ich kenne nur Kleine MU's die aus eigenen Interessen sehr genau abrechnen und bestimmt nichts zum verstecken übrig haben.
Es würde von Respekt & Anstand gegenüber selbstverantwortlich arbeitenden & ehrlichen Bürgern zeugen, wenn Sie diese nicht samt & sonders in ihre bevorzugte Hassecke schieben würden.
Setzen Sie ihre Energie doch besser dafür ein, sich mal zu überlegen was allen von uns blüht, wenn wir dem was hier zu wuchern beginnt nicht endlich einen Riegel schieben.
Glashaus gefällig?

  • Sergio Frei
  • 25.02.10 | 10:37 Uhr

noch dramatischer wird's wenn man die stellenbeschriebe der BR anschaut: da steht nix - diese sind zwar exekutive(ausführende gewalt) - mischen sich und generieren mehr probleme - welche sie sowieso nicht zu bewältigen - schon gar nicht zu lösen gedenken.
das konstate fiasko"andenken" der linken BRecke ist sowieso ein überlebensschrei für 2011. stellt man die frage an die privatwirtschaft, wer denn solche BR einstellen würde?
das volk hätte schon bei der wahl der NR und StR anders entschieden,falls dies ein kriterium wäre. es kann nur noch grauenvoller werden.

  • Sergio Frei
  • 25.02.10 | 10:33 Uhr

das konzept bis anhin (in der schweiz) war anders gepolt: man arbeitet um zu essen, falls rendite da ist , zahlt man gerne steuern. das ganze entwickelt sich richtung BRD: der staat hat anrecht (primär) auf steuern..und er definiert intern auch für was.
dies ist die lehre - wir brauchen keine lehrmeister und religionen! klar selbstständigkeit ist mühsam und bedingt vorallem erwachen. dies ist leider noch nicht durchgedrungen und man träumt von der irrlehre, der staat sei der jobgenerator.
realität: motivation und innovation gegen sozialismus= wer bezahlt die rechnung?

  • heinz kost
  • 25.02.10 | 08:59 Uhr

@michael hartmann

gefällt es ihnen bei uns nicht? mir fällt das beispiel von köln ein, die haben mehr steuerfahnder als die ganze schweiz zusammen, wollen sie auch so einen beamtenapparat aufbauen, überall und für jedes peinlich genau kontrolliert werden? das kostet alles zusätzlich geld und nimmt den leuten die zeit die sie zum geldverdienen besser verwenden könnten. wieso wollt ihr etwas ändern welches gut funktioniert? es ist nicht der staat der das geld verdient

  • Michael Hartmann
  • 25.02.10 | 06:52 Uhr

Schwarzarbeit, Privatferien/Privatauto/Privatausflüge/Kleider über Geschäftskonti, Kilometerbeschiss, Imbiss falsch verbucht, Umsatz und Sparkonto nicht angeben.

Sonst noch irgendwelche Wünsche? Ich gebe dafür ein paar Fränkli mehr an auf meiner Steuererklärung!

Und das wird gedeckt von der selbst ernannten Anti-Schmarotzer-Partei und seinen Toupetierten. Was regen wir uns eigentlich über einige Südländer auf?

KMU gleich Kleinkriminelle? Ist das der Schluss aus dieser Selbstbefragung?

 
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