Objekte

Erstklassige Flugstunden

Wir fliegen nach New York: Die neuen Sitze in der Swiss-Business-Class sind eine Reise wert.

Von David Schnapp

Schönes aus dem Wellness-Bereich: Sitz in der neuen Swiss Business-Class.

Die Fluggesellschaft Swiss hat einen neuen Sitz in der Business-Class eingeführt. Seit vergangenem Jahr wird die moderne Reiseunterlage schrittweise bis 2011 auf Interkontinentalflügen montiert. Wir sind damit nach New York geflogen und können darüber nur Gutes berichten.

Zunächst wirkt die neue Business-Class geräumiger, was der asymmetrischen Sitzanordnung zu verdanken ist. Die Sessel sind so gruppiert, dass Doppel- und Einzelsitze sich abwechseln und praktisch jeder Sitz von einem Gang aus zugänglich ist. Auf unserem Einzelsessel freuen wir uns über das grosszügige Raumangebot. Links und rechts hat es Ablageflächen, auf denen man problemlos ein halbes Dutzend Bundesordner ausbreiten könnte oder einen mittleren Bauplan. Man kann natürlich auch die gerahmten Fotos von Frau und Kindern aufstellen, dann fühlt es sich vielleicht an, als sässe man im Büro und nicht in einem Flugzeug.

Der Sitz selber erweist sich durch die vielfachen Einstellmöglichkeiten als äusserst bequem. Wie bei Oberklasselimousinen ist eine dreidimensional verstellbare Lendenstütze eingebaut, und – Schönes aus dem Wellnessbereich – es gibt eine Massagefunktion. Die ist zwar sehr angenehm, hätte für unseren Geschmack aber noch etwas kräftiger kneten können. Das Beste aber: Der Sitz lässt sich fast waagrecht ausbreiten, er gleitet dann mit der Fussseite sozusagen unter den Vordermann. So bekommt man ein Zweimeterbett, auf dem man auch ohne die Einnahme starker Schlafmittel erstklassig dem Ziel entgegendöst.

Auch für Technikfans bietet die Business-Class-Ausstattung einiges. Dazu gehören ein anständiger 16:9-LCD-Bildschirm und die üblichen Filme (Video/Audio on Demand) oder Spiele. Auf Wunsch bringt die Flugbegleiterin ein Anschlusskabel, womit man seinen iPod anbinden kann, um endlich die verpassten «Arena»-Sendungen oder die Ferienfotos und -videos anzuschauen. Auch USB-Geräte können angeschlossen werden.

Wie gut die neue Business-Class der Swiss ist, merkt man, wenn man sie nicht mehr hat. In der Maschine, die uns zurückflog, war sie noch nicht eingebaut. Das war – nun – schade.

Fazit: Wenn es das eigene Meilenkonto oder die Spesenregelung zulassen, empfehlen wir dringend die Buchung der (neuen) Business-Class der Swiss. Sie ist allein schon eine Reise wert und wurde eben völlig zu Recht ausgezeichnet als «beste Business-Class» nach Nord- und Südamerika.

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel zu kommentieren

 
|

weitere Ausgaben