Klimakontroverse

Die Lehren aus Climategate

Was sind die Erkenntnisse nach der E-Mail-Affäre? Erstens: Die ehrwürdige Klimaforschung hat ihre Unschuld verloren. Zweitens: In der Blogosphäre entsteht eine neue wissenschaftliche Öffentlichkeit. Drittens: Es ist erfreulich, dass die Fehler der Klima-Missionare aufgedeckt wurden.

Von Jerome Ravetz

Monumentale Abgasschleuder: Vulkan auf Hawaii. Bild: Roger Ressmeyer (Corbis, RDB)

Climategate ist deshalb besonders wichtig, weil der Skandal nicht den üblichen bösartigen Einflüssen von ausserhalb der Wissenschaft angelastet werden kann, seien dies geldgierige Konzerne oder ein skrupelloser Staat. Der Skandal und die daraus resultierende Krise wurden durch Leute in der Wissenschaft erzeugt, von denen man annehmen kann, dass sie mit besten Absichten handelten. Sollten die Behauptungen der Klimaforscher über die Erderwärmung ernsthaft diskreditiert werden, würde sich die öffentliche Empörung direkt gegen die wissenschaftliche Gemeinschaft selber richten und (von innerhalb dieser Gemeinschaft) gegen deren Führer, die entweder unwissend oder als Komplizen mitschuldig waren, bis schliesslich der Skandal aufflog. Wenn wir Climategate verstehen und zu einer Wiederherstellung des Vertrauens kommen wollen, sollten wir die strukturellen Elemente anschauen, die derart schädliche Praktiken begünstigten und nährten. Ich glaube, dass die Gedanken über «postnormale Wissenschaft» (wie sie von Silvio Funtowicz und mir entwickelt worden sind) zum Verständnis beitragen können.

Mehr zum Thema in unserem grossen Dossier «Klimakontroverse»

Im Umgang mit der Frage der Unsicherheit in der Wissenschaft gibt es tiefliegende Probleme, die nicht durch raffiniertere Quantifikation gelöst werden können. Zwischen Wissenschaft und Politik besteht eine Kluft; die beiden sind in ihrer jeweiligen Sprache, ihren Gepflogenheiten und deren Begleiterscheinungen miteinander nicht vergleichbar. Ein Wissenschaftler, der sich sozialer Verantwortung verpflichtet fühlt, benötigt Entschlossenheit und Geschick, um nicht zum «heimlichen Anwalt» zu werden. Wenn die Politik nicht gewillt oder fähig ist, offenkundige und dringliche Wahrheiten zu einem bestimmten Problem zu erkennen, dann werden für den Wissenschaftler die Widersprüche zwischen wissenschaftlicher Redlichkeit und aktivistischem Eifer akut. Dies ist ein stetes Problem für jede politisch relevante Wissenschaft, und im Fall der Klimawissenschaft scheint es ein besonders bedeutendes Ausmass erreicht zu haben. Der Umgang mit Unsicherheit und Qualität in derartigen immer häufiger auftretenden Situationen ist zu einer dringlichen Aufgabe für die Wissenschaftsführung geworden.

Wir können anfangen zu verstehen, was bei Climategate schieflief, wenn wir untersuchen, was die führenden Vertreter dieser «missionierenden Wissenschaft» (evangelical science) für die offenkundige und dringliche Wahrheit hielten. Für diese Wissenschaftler ging es nicht bloss darum, dass es Anzeichen einer auf menschlichen Einfluss zurückzuführenden aussergewöhnlichen Störung der Ökosphäre gab, und es ging auch nicht einmal darum, dass das Klima sich rascher verändern könnte, als es dies während langer Zeit tat. Sie erklärten klipp und klar, dass die anthropogene, auf Kohlenstoff basierende Erderwärmung eine bewiesene Tatsache sei. In dieser apodiktischen These gibt es wenig Spielraum für Unsicherheit. Um zu zeigen, dass alles die Schuld der Industrialisierung ist, braucht die These für alle Indikatoren der globalen Temperatur die «Hockeyschläger»-Kurve (die lange flach bleibt, bevor sie wie ein Hockeyschläger steil nach oben zeigt). Ihr ikonisches Bild ist die ständig steigende Grafikkurve der CO2-Konzentration während der letzten fünfzig Jahre am Mauna-Loa-Vulkan auf Hawaii (wobei stillschweigend angenommen wird, dass die CO2-Konzentration zuvor am oder unter dem Ausgangspunkt lag). Weil CO2 seit langem als Treibhausgas bekannt ist und weil wissenschaftliche Theorien dessen Auswirkungen quantifizieren, schien das wissenschaftliche Argument für diesen gefährlichen Trend überwältigend einfach, direkt und schlüssig zu sein.

Stein des Anstosses: die Hockeyschläger-Grafik.

Der Erfolg vereinfachter Thesen

Rückblickend können wir uns fragen, wieso diese spezielle, in Wirklichkeit recht extreme Sicht der Zukunftsaussicht zur offiziellen Lehre wurde. Es scheint, dass verschiedene Ursachen mitwirkten. Erstens war die anfängliche Opposition gegen Behauptungen, wonach sich das Klima erwärme, nur teilweise wissenschaftlich. Die Taktiken der Leute und Interessenvertreter, welche die Klimaerwärmung abstritten, verleiteten die Anhänger der These der menschengemachten globalen Erwärmung dazu, eine einfache, kraftvoll vertretene Haltung einzunehmen. Nachdem sie diese Haltung einmal eingenommen hatten, wurden sie persönlich und institutionell von dieser Haltung in Beschlag genommen. Und ich vermute, dass es für diese Wissenschaftler bequemer war, eine vereinfachte, sogar vereinfachende These zu vertreten als eine These, die einräumte, dass die Angelegenheit komplex und unsicher sei. Es war nicht bloss so, dass Politiker und Öffentlichkeit eine einfache, unzweideutige Botschaft benötigten. Das Problem lag tiefer: «Normale Wissenschaft», wie der Methodologe Thomas Kuhn sie beschrieben hat (die, wie er sagt, von beinahe allen Wissenschaftlern ständig betrieben wird), besteht im Lösen von Problemen in einem Rahmen, der nicht in Frage gestellt wird, einem «Paradigma». In einer «normalen» wissenschaftlichen Ausbildung spielen Themen wie Unsicherheit und Qualität keine besonders grosse Rolle, weshalb Wissenschaftler Mühe haben, sie zu erkennen und mit ihnen umzugehen.

Diese «normale» Wissenschaft war (wie Kuhn erkannte) enorm erfolgreich. Sie machte es uns möglich, die Welt um uns herum auf noch nie da gewesene Weise zu verstehen und zu kontrollieren. Aber Kuhns Analyse bezog sich auf die Wissenschaften des Labors und – in weiterem Sinn – auf Technologien, die stabile und kontrollierbare äussere Bedingungen reproduzieren konnten. Wenn allerdings die zu erforschenden Systeme kompliziert und schwerverständlich sind, wird diese «Lehrbuch»-Methode der Forschung weniger erfolgreich, manchmal sehr viel weniger erfolgreich. Der Beinahe-Crash des Weltfinanzsystems kann zum Teil einer naiv reduktio- nistischen Nationalökonomie und falsch an- gewandten, vereinfachenden Statistiken zu- geschrieben werden.

Für «normale» Wissenschaftler besteht die Versuchung, so zu arbeiten, als sei ihr Material so einfach wie im Labor. Es ist dies der einfachste Weg zu einem ständigen Strom wissenschaftlicher Publikationen, wovon ja heute eine wissenschaftliche Karriere entscheidend abhängt. Die naheliegendste Auswirkung derartigen Vorgehens ist das Wuchern von Computersimulationen, die den Anschein hinterlassen, ein Problem sei gelöst, obschon weder die Daten noch die Theorie dafür bürgen, dass die zahlenmässigen Ergebnisse stimmen. Unter solchen Umständen wird ein verfeinertes Verständnis für die Unsicherheit der Ergebnisse blockiert und kann auch das Bewusstsein für Qualitätsarbeit verkümmern.

Im Laufe der Entwicklung der Klimawandel-Wissenschaft blieben alle Arten von offenen Fragen unbeantwortet oder unbehandelt. Sogar der grundsätzlichste aller quantitativen Parameter, der «Forcing-Faktor», der den Anstieg der Durchschnittstemperatur mit einer Verdoppelung des CO2 verknüpft, liegt irgendwo zwischen 1 und 3 Grad Celsius und ist somit unsicher bis zu einem Faktor 3. Die Genauigkeit (bei ungefähr 2 Prozent) der Bestimmung der «sicheren Grenzen» der CO2-Konzentration, die auf Berechnungen mit diesem Faktor beruhen, lässt sich nicht leicht rechtfertigen. Auch hat sich gezeigt, dass die Verlässlichkeit der globalen Temperaturmodelle mehr von der story line abhängt als von sonst irgendetwas, wobei der vorausgesagte Temperaturanstieg bis zum Ende des Jahrhunderts sich auf einer Bandbreite zwischen bescheidenem 1 Grad Celsius und katastrophalen 6 Grad bewegt. Und das «Hockeyschläger»-Bild der Vergangenheit, das für die präzise Version der Klimawandelgeschichte so entscheidend ist, stösst auf zunehmend schwere Probleme. Beispielsweise stützte sich die «Hockeyschläger»-Grafik auf eine kleine Reihe von zutiefst unsicheren Baumjahresring-Daten, um die historischen Indizien für eine mittelalterliche Warmzeit zu widerlegen. Für die letzten Jahrzehnte allerdings musste das «Hockeyschläger»-Bild die Baumringdaten weglassen, weil sie nach 1960 eine plötzliche Abkühlung zeigten! In der Publikation wurden jüngste Daten aus anderen Quellen geschickt beigemischt, so dass die Abänderung nicht sofort erkennbar war. Dies war der notorische «Nature trick», von dem in den E-Mails der CRU (Climatic Research Unit) der Universität East Anglia die Rede ist.

Schlimmer noch: Damit die These der Erwärmung politisch wirksam werden konnte, reichte ein blosser durchschnittlicher Temperaturanstieg nicht aus. Damit die Leute die Gefahren würdigen konnten, brauchte es Voraussagen für das zukünftige Klima – oder sogar für das Wetter – in den verschiedenen Welt- gegenden. Angesichts der groben Unsicherheiten selbst in den aggregierten Modellen sprengen regionale Voraussagen die Grenzen der Wissenschaft. Trotzdem wurden sie geliefert, mit unterschiedlichen Stufen der Genauigkeit. Die regionalen Voraussagen, die vom IPCC angekündigt wurden, haben sich als die brisantesten erwiesen.

Kumpanei und Vertuschung

Als all diese Abnormalitäten und ungelösten Fragen ans Tageslicht kamen, wurde das zuvor so saubere und überzeugende Bild trüb und sogar konfus. In Kuhns Analyse wäre dies der Anfang einer «prärevolutionären» Phase in der normalen Wissenschaft. Nun war aber die Causa von mächtigen politischen Verfechtern wie Al Gore aufgegriffen worden. Wir befanden uns in einem weiteren kreuzzugartigen «Krieg», wie jene gegen (nichtalkoholische) Drogen und den «Terror». Dieser neue Krieg, der Krieg gegen den Kohlenstoff, war ebenso simplifizierend und ebenso anfällig für Korruption und Versagen. Die Klimaerwärmungswissenschaft wurde zum Kernelement einer grossangelegten, weltweiten Kampagne zur Rettung des Planeten. Jede Schwächung der wissenschaftlichen Argumente war gleichbedeutend mit dem Verrat an einer guten Sache und der Störung der wachsenden Forschungsanstrengungen. Kritiker der Erwärmungsthese, selbst solche, die Vollmitglieder der wissenschaftlichen Expertengemeinschaft waren, wurden verlacht und als irrelevant abgetan. Wie aus den CRU-E-Mails ersichtlich ist, hielt man die Kritiker für unwürdig, an den normalen Höflichkeiten des gemeinsamen Austauschs und der Debatte teilzuhaben. Gesuche um Informationen wurden verzögert, und, wie ein geistreicher Blogger meinte, «peer review» – die Begutachtung durch ausgewiesene Sachverständige – wurde durch «pal review» – die Begutachtung durch Kumpane – ersetzt.

Der Katalog unwissenschaftlicher Praktiken, die von den etablierten Medien enthüllt wurden, ist mager im Vergleich zu dem, was in der Blogosphäre abrufbar ist. Beispiele von schlampiger Wissenschaft und schmutzigen Tricks sind im Überfluss vorhanden. Schliesslich gestanden sich die Mitglieder des inneren verschworenen Kerns gegenseitig ein, dass die globalen Temperaturen sanken, aber es war zu spät, um den Kurs zu ändern. Die letzte Phase der Korruption, die Vertuschung, hatte eingesetzt. Die Wissenschaftler des engen Kerns und die Führer der diversen wissenschaftlichen Gemeinschaften, wie auch beinahe alle Medien, erklärten die Debatte für gelaufen: Wer den Klimawandel abstritt, den traf das gleiche Stigma wie einen Holocaust-Leugner. Und dann kamen die E-Mails.

Wir können Climategate als einen Fall von Wissenschaftlern verstehen, die in einer postnormalen Situation normale Wissenschaft betreiben müssen. Aber Klimawandel war nie eine «normale» Wissenschaft, weil die politischen Auswirkungen immer vorhanden und stark, sogar überwältigend waren. Wenn wir die Definition von «postnormaler Wissenschaft» anschauen, dann sehen wir, wie gut sie passt: unsichere Fakten, umstrittene Werte, hoher Einsatz und dringliche Entscheide. Weil sie den Planeten Erde wie eine Lehrbuchübung behandeln mussten, sahen sich die Klimawissenschaftler gezwungen, die Regeln wissenschaftlicher Etikette und Ethik zu brechen und auf eine Weise wissenschaftliche Machtpolitik zu treiben, die unweigerlich zu Korruption führen musste. Die Verknüpfung von nichtkritischer «normaler Wissenschaft» mit antikritischer «missionierender Wissenschaft» war tödlich. Wie in anderen sogenannten Gate-Skandalen diente ein einzelnes Ereignis dazu, einen Faden aus dem Gewebe schützender Wahrscheinlichkeiten herauszuziehen, was schliesslich zu einer vollständigen Auflösung dieses Gewebes führte. Die E-Mails können so interpretiert werden, dass bedrängte Wissenschaftler sich bösartiger Einmischung zu entledigen suchten. Aber das Material, das in der Blogosphäre bereitlag und wartete, führte dazu, dass ein kleiner Skandal sich in eine Katastrophe verwandelte.

Verlorene Ehre der Klimaforschung

Die Klimawissenschaftler waren angesehen, sie publizierten in führenden peer-reviewed wissenschaftlichen Zeitschriften. Die von ihnen vertretene Sache war plausibel und löblich. Individuelle Kritik an ihrer Arbeit war, was die Öffentlichkeit und vielleicht sogar die weitere wissenschaftliche Gemeinschaft anbelangte, isoliert. Deshalb drang sie nicht durch, blieb ohne systematische Bedeutung. Und wer hätte sich vorstellen können, dass ein so grosser Teil der Wissenschaft in seinem Kern morsch war? Die Glaubwürdigkeit der ganzen Übung beruhte auf einem sich selbst erzeugenden Kreislauf. Ich selber wurde erst auf die Schwäche der Argumentation aufmerksam, nachdem ich die Vorbehalte in Sir David Kings Buch «The Hot Topic» zur Kenntnis genommen hatte. Und ich hatte von der «Hockeyschläger»-Affäre gehört.

Ein Teil der historischen Bedeutung von Climategate liegt darin, dass der Skandal so wirkungsvoll und rasch aufgedeckt wurde. Bloss zwei Monate nachdem die ersten Berichte in den Mainstreammedien erschienen waren, waren die Schlüsselwissenschaftler der Universität East Anglia und der Weltklimarat IPCC diskreditiert. Auch wenn bloss ein Bruchteil ihrer Behauptungen widerlegt worden war, ihre Glaubwürdigkeit war dahin. Um zu erklären, warum alles so schnell und bestimmt geschah, müssen wir den Zusammenfluss von zwei Entwicklungen, die eine gesellschaftlich, die andere technisch, in Betracht ziehen. Was die Erstere betrifft, lässt sich aus der «postnormalen» Wissenschaft die Lehre der «erweiterten Expertengemeinschaft» (extended peer community) ziehen. In der traditionellen, «normalen» Wissenschaft, ist es die Expertengemeinschaft (peer community), welche für Qualitätssicherung sorgt. Sie übt auch die Führungsrolle aus – auf die Forscher beschränkt, die sich in das Paradigma teilen.

Wir sind der Auffassung, dass in der «postnormalen» Wissenschaft die erweiterte Expertengemeinschaft, einschliesslich aller von der umgesetzten Politik Betroffenen, vollständig miteinbezogen werden muss. Ihr besonderer Beitrag wird von der Art des wissenschaftlichen Kernproblems abhängen, aber auch von der Phase, in der sich die Forschungsarbeit befindet. Detaillierte technische Arbeit ist eine Aufgabe für eigentliche Fachexperten, aber die Qualitätskontrolle kann von Leuten geleistet werden, die ein viel breiteres Sachwissen besitzen. Wenn es um die Definition des Problems an sich, die Auswahl des Personals und, ganz entscheidend, um die Hoheit über die Forschungsergebnisse geht, hat die erweiterte Expertengemeinschaft volles Anrecht auf Teilnahme. Dieses Prinzip ist in vielen Kompetenzbereichen und für viele politikbezogene Probleme bereits anerkannt.

Die Aufgabe der Schaffung und des Einbezugs der erweiterten Expertengemeinschaft (allgemein bekannt als «Mitbestimmung») hat sich als schwierig erwiesen und hat ihre eigenen Widersprüche und Fallgruben. Sie ist zufällig gewachsen, mit isolierten Erfolgen und Misserfolgen. Bisher sind die Kritiker in wissenschaftlichen Angelegenheiten in eine Art Samisdat-Welt verbannt worden; sie haben private Briefe ausgetauscht oder Bücher geschrieben, die (als nicht peer-reviewed) vom herrschenden Establishment leicht ignoriert werden konnten. Dies war bisher das Los selbst der hervorragendsten und verantwortungsvollsten Kritiker der Theorie des Klimawandels. Jeroen van der Sluijs, ein bekannter Sachverständiger im Umgang mit Ungewissheit, hat die «übertriebene Anpreisung (overselling) der Gewissheit» verurteilt und den bevorstehenden Vertrauensverlust vorausgesagt. Ein prominenter Klimawissenschaftler, Mike Hulme, liefert eine tiefsinnige Analyse in Bezug auf Komplexität und Ungewissheit in «Why We Disagree About Climate Change». Weil jedoch legitime Meinungsverschiedenheiten als nicht existent galten, beachtete man auch ihn nicht.

Die Blogs waren entscheidend

Die Bedeutung der neuen Kommunikationsmittel in der Massenpolitik, wie beispielsweise in den diversen «Regenbogenrevolutionen», ist gut erforscht und nachgewiesen. Um zu verstehen, wie sich die Machtverhältnisse im Falle von Climategate verändert haben, können wir auf das Buch «Here Comes Everybody» von Clay Shirky zurückgreifen. In der römisch-katholischen Diözese von Boston in den USA gab es zwei Fälle, wo pädophile Priester von Kirchgemeinde zu Kirchgemeinde herumgeschoben wurden. Das erste Mal führte dies zu einer Strafverfolgung und einer vollständigen Aufdeckung in der Presse, worauf dann allerdings nichts mehr geschah. Im zweiten Fall griffen die empörten Eltern zu ihren Mobiltelefonen und organisierten sich; schliesslich musste Kardinal-Erzbischof Bernard Francis Law (der seine Karriere als couragierter Priester in den sechziger Jahren begann) mit Schimpf und Schande nach Rom abziehen. Die Climategate-Affäre zeigt die Bedeutung der neuen Informationstechnologie für die Wissenschaft, indem sie zur Stärkung der erweiterten Expertengemeinschaft führt.

Das wohlbekannte Prinzip «Wissen ist Macht» hat sein Gegenstück in «Unwissen ist Ohnmacht». Unwissenheit wird aufrechterhalten oder schliesslich überwunden durch eine Vielfalt gesellschaftlich-technischer Mittel. Mit der Erfindung des billigen Drucks auf Papier konnte die Bibel weitherum gelesen werden. Ketzer wurden zu Reformern. Die gesellschaftliche Rolle der Wissenschaft erweiterte sich und wuchs durch das Zeitalter des Drucks. Wissen war allerdings nie ganz frei. Während Jahrhunderten blieb die Machtpolitik wissenschaftlicher Legitimität ziemlich stabil. Die Ausübung der Wissenschaft blieb der gesellschaftlichen Elite und Einzelnen, die von ihr beigezogen wurden, vorbehalten, weil sie eine vorausgegangene akademische Ausbildung sowie genügend verfügbare Zeit und genügend materielle Mittel erforderte. Mit der neuen Informationstechnologie änderte sich all dies sehr schnell. Wie wir aus der «Open-Source-Bewegung» ersehen können, spielen viele Leute bei der technologischen Entwicklung eine aktive Rolle, in ihrer Freizeit oder soweit dies ihr Arbeitsplatz erlaubt oder sie gar ermutigt. In dieser neuen Wissensindustrie sind die Arbeiter manchmal so kompetent wie die Techniker und die Chefs. Die neuen Informationstechnologien machen die Verbreitung wissenschaftlicher Kompetenz und den gemeinsamen Austausch inoffizieller Informationen möglich und verleihen damit Einfluss und Macht an Expertengemeinschaften, die weit über die Doktoren der Philosophie in den jeweiligen Fachgebieten hinausgehen. Die pointiertesten und wirkungsvollsten Kritiker der «Hockeyschläger»-Statistik waren ein an einer Universität tätiger Nationalökonom und ein Computerexperte.

Wie jede andere Technologie ist die Informationstechnologie vielfältig. Sie kann leicht falsch angewendet oder missbraucht werden. Ein grosser Teil der Blogosphäre ist banal oder schlimmer. Es ist bekannt, dass viele Klimaskeptiker, ihre Blogger und ihre Hintermänner politisch eine rechtslastige Agenda vertreten. Wer jedoch ihre Herkunft oder ihre Motivation als Ausrede benutzt, um ihre Argumente zu ignorieren, verrät die Wissenschaft. Die Blogosphäre steht in einer Wechselwirkung mit anderen Kommunikationsmedien im öffentlichen und im wissenschaftlichen Bereich. Einige ihrer Teile liegen im Mainstream, andere nicht. Die Climategate-Blogosphäre ist so vielfältig in ihrer Qualität wie jede andere. Einige führende Forscher wie Roger Pielke Jr. betreiben schon seit langer Zeit einen Blog. Einige Blogs werden sorgfältig beobachtet, haben eine grosse Leserschaft und werden von den etablierten Medien angeschaut (wie beispielsweise Wattsupwiththat.com, auf dem dieser Beitrag in seiner Originalfassung erschien). Andere nehmen es weniger genau, aber dieselbe Mannigfaltigkeit findet sich auch in der nominell peer-reviewed wissenschaftlichen Literatur. Wenn man sich in der Blogosphäre auf dem Laufenden halten will, erfordert dies andere Fähigkeiten, als wenn man in der traditionellen Literatur à jour bleiben will. Am nützlichsten ist es, wenn man einen Blog findet, der zusammenfasst und auf die eigenen speziellen Interessen passt.

Blogs verbessern die Wissenschaft

Einige Mainstreampublikationen sagen jetzt nette Dinge über die Blogosphäre. Wären solche Ansichten schon früher ausgedrückt worden, dann hätten die kritischen Stimmen vielleicht öffentliches Gehör gefunden. Der Climategate-Skandal wäre aufgeflogen, bevor er derart unheilvoll Wurzeln schlug. Die kritische Blogosphäre braucht nicht bevormundet zu werden. Wie jede Ausdehnung der Macht – gehe es um das Recht auf Glauben, auf Erziehung, auf Protest, das Stimmrecht oder das Recht, Gewerkschaften zu bilden – kann sie zu Instabilitäten und Missbräuchen führen. Die erweiterte Expertengemeinschaft hat jedenfalls jetzt eine technologische Basis, und die Machtverhältnisse in der Wissenschaft werden künftig anders sein. Ich kann nicht voraussagen, wie die künftige Machtpolitik funktionieren wird, aber wir können zuversichtlich sein, dass auf selbsterzeugende Kreisläufe gebaute Verfälschungen in Zukunft weniger wahrscheinlich sein werden.

Climategate hat auch eine wichtige philosophische Dimension: die Frage des Verhältnisses zwischen persönlicher wissenschaftlicher Ethik und objektiven wissenschaftlichen Fakten. Das Problem entsteht durch das traditionelle Bild der Wissenschaft als «wertfrei», wie es in der wissenschaftlichen Ausbildung vermittelt wird. Die persönliche Verpflichtung zur Integrität, die zur Aufrechterhaltung wissenschaftlicher Qualität nötig ist, hat in der dominanten Wissenschaftsphilosophie keinen Platz. Für Idealisten (wie Karl Popper) war Kuhns desillusioniertes Bild der Wissenschaft derart störend, weil in seiner «normalen» Wissenschaft Kritik kaum eine Rolle spielte. Kuhn lehnte selbst Mertons Prinzipien über das ethische Verhalten in der Wissenschaft als irrelevant ab. War diese Situation wirklich «normal», das heisst entweder durchschnittlich oder (schlimmer noch) angemessen? Die Beispiele schlampiger Wissenschaft, die von Climategate aufgedeckt wurden, hinterlassen einen beunruhigenden Eindruck. Was sich ereignet hat, weist darauf hin, dass Kritik und ein Sinn für Redlichkeit durch eine erweiterte Expertengemeinschaft, die hauptsächlich von der externen Blogosphäre kommen wird, in das System eingespritzt werden müssen.

Die totale Gewissheit der etablierten Wissenschaftler, wonach sie selber im Recht sind und ihre Kritiker intellektuelle und moralische Mängel haben, kann im Rückblick als Arroganz angesehen werden. Wenn ihre Sprecher weiterhin den der wissenschaftlichen Sache zugefügten Schaden herunterspielen und die ethische Dimension von Climategate ignorieren, riskieren sie, dass sich die Öffentlichkeit über ihre unverbesserliche Arroganz empört. Hält der Strom von immer detaillierteren Enthüllungen an und gelangt aus der Blogosphäre zu einem breiteren Publikum, dann wird die Glaubwürdigkeit der etablierten wissenschaftlichen Autoritäten weiter ausgehöhlt. Stehen wir vor der Aussicht, dass die IPCC-Berichte als fragwürdige Dossiers von der Hand gewiesen werden und dass bisher vertrauenswürdige Wissenschaftler wegen Nachlässigkeit oder Schlimmerem angeklagt werden?

Und wie verhält es sich mit dem Thema überhaupt? Erleben wir tatsächlich eine menschenverursachte, kohlenstoffbasiererte globale Erwärmung? Wenn die Öffentlichkeit den Glauben an diese Behauptung verliert, dann wird die Lage der Wissenschaft in unserer Gesellschaft sich verschlechtern. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass irgendein entscheidendes Ereignis die Behauptung entweder bestätigt oder widerlegt. Die postnormale Situation ist zu komplex. Der künftige Konsens wird wohl davon abhängen, wie viel Vertrauen wir noch in die Wissenschaft setzen können. Das ganze riesige Gebäude politischer Verpflichtungen zur CO2-Reduktion – mit seinen zahlreichen Vorschriften und seinen ziemlich totalitären moralischen Ermahnungen – läuft Gefahr, von der Öffentlichkeit abgelehnt zu werden. Welche Art Chaos würde daraus resultieren? Die Folgen für die Wissenschaft in unserer Zivilisation wären ausserordentlich.

Insofern ein verbesserter Umgang mit Unsicherheit und Unwissenheit die Lage verbessern kann, besitzen wir einige nützliche Instrumente. In den Niederlanden haben Gelehrte und Wissenschaftler Methoden der «Wissensqualitätsprüfung» entwickelt, mit denen Unsicherheit auf Wegen beschrieben werden kann, die den Reichtum des Phänomens wiedergeben und gleichzeitig als robuste Werkzeuge der Analyse und der Kommunikation funktionieren. Anderswo erkunden Gelehrte Methoden zum Umgang mit Meinungsverschiedenheiten unter Wissenschaftlern, die vermeiden können, dass derart postnormale Themen wie Klimawandel katastrophal polarisieren. Die angesehene Gelehrte Sheila Jasanoff plädiert für eine Kultur der Bescheidenheit unter den Wissenschaftlern, was an sich bereits ein Schritt zur Vision einer gewaltlosen Wissenschaft wäre.

Wissenschaftler, die gezwungen waren, in der Blogosphäre zu arbeiten, wissen, was es heisst, ausgeschlossen zu sein und unterdrückt zu werden. Diese wertvolle Erfahrung könnte ihnen die Einsicht erleichtern, dass etwas ernsthaft schiefgelaufen ist, und sie ermuntern, das herausfordernde moralische Abenteuer einzugehen, das darin besteht, dass man sich mit Unsicherheit und Unwissenheit befasst. Die neuen Kommunikationstechnologien haben Wissen und Machtverhältnisse auf vielen Gebieten revolutioniert. Die erweiterte Wissenschafts-Expertengemeinschaft in der Blogosphäre wird in dem Prozess ihre Rolle spielen. Lasst den Dialog beginnen!

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Kommentare

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  • Julian Neutral
  • 29.03.2010 | 03:06 Uhr

Es ist Zeit aufzuwachen.. CO2 ist schwerer als Sauerstoff.. schwerer als Stickstoff.. CO2 ist KEIN wirkliches Treibhausgas, den seine Wärmerückstrahlung ist viel geringer als angenommen. Was wichtig ist: Al Gore verlangt 2000Euro Eintritt für ein Vortragsticket :) Es geht schliesslich nicht um das wohl der Menschheit oder unseres Planeten, vielmehr geht es um Regulierung, Kontrolle und eine Menge Geld. Das US-Militär z.b. wäre vom Kyoto Protokoll nicht betroffen und wird auch niemals die Konsequenzen jeglicher Massnahmen tragen, sie sind der grösste einzelne CO2 Produzent der Welt. WAHRHEIT!!!

  • Michael Wäckerlin
  • 26.02.2010 | 16:41 Uhr

@ Max Schmid

An der Vermeidung von Klimaschäden haben weder die Rückversicherungen noch die staatliche "Klimapolitik" einen Anteil. Es geht alleine um das Pricing von Prämien für hypothetische Risiken.

Eine in ihren Auswirkungen ökonomisch und sozial desaströse Agenda loszutreten und anschliessend von Skeptikern den Beweis für die Gegenstandslosigkeit der (unbewiesenen) Annahmen zu verlangen ist jedenfalls nicht Grundlage einer rationalen Politik.

Doch genau diese Vorgehensweise wurde mit dem "Precautionary Principle" von UNEP und Agenda 21 etabliert. Das endet Böse.

  • Max Schmid
  • 24.02.2010 | 19:57 Uhr

Lieber Herr Buergin, danke für die sachliche Antwort. Ich bin froh, dass wenigstens Sie meine Aussage verstehen wollten.

Ich erwähnte SwissRe, weil sie als gewinnorientierte Gesellschaft sicher keine CO2-Schäden bezahlen möchte, die sich gemäss den Herren Selk und Wäckerlin gar nicht ereignet haben und auch in Zukunft nicht ereignen können.

Dass zur Polemik den Behörden immer noch "Schlötterlinge" nachgereicht werden müssen (M. Wäckerlin) ist bedenklich.

  • Alexej Buergin
  • 24.02.2010 | 15:50 Uhr

Lieber Herr Schmid
ich habe nicht behauptet, diese "Idioten" (und dazu gehört wohl auch unser Bundesrat) seien den betreffenden 2 Profiteuren auf den Leim gekrochen. Ich behaupte, dass jeder, der vom AGW profitieren kann, so tut als glaube er daran.
Der SwissRe ist zuzugestehen, dass sie bisher noch keine Schande über unsere Klimawissenschaft gebracht hat wie Prof. Stocker das tat. Womit ich aber nicht sagen will, dass Versicherungsvertreter bessere Klimatologen seien als "führende IPCC-Autoren".

  • Rainer Selk
  • 24.02.2010 | 15:49 Uhr

Marianne Levron 24.02.10 15:01
Es gilt wegzukommen vom intrareligiösen 'Klimagätlen', hin zur Vernunft + da gibt es genug zu tun. Islolationsmassnahmen, Fotovoltaik usw. sind ja nicht 'klimagätlerisch', sondern sinnvoll, wo es angebracht ist.
Motoren ohne Benzin gibt es längst, wie die ewig brennende Glühbirne usw. Würden die vielen Patente, die in den 'gekauften' Schubladen versteckt sind, hervorgeholt, wäre 'Zapfenstreich' mit Oel + CO2 Gitis. Die cleveren Technikköpfe sind gefragt, nicht die grüne 'Ethatisten-Wunsch-Umverteiler'. Schubladen 'aufbrechen' ist das harte 'Motto'.

  • Marianne Levron
  • 24.02.2010 | 15:01 Uhr

Die Natur-was auch immer mit diesem Sammelbegriff gemeint ist- wird also, einigen Beiträgen gemäss, selbst unsere Klima-und Umweltsünden "bearbeiten", sei es durch Kriege, Epidemien oder Hungersnöte.Wohl möglich;da sind wir also ohnehin machtlos;es hat keinen Sinn, etwas dagegen zu tun. Après nous le déluge ! Ich frage mich nur, wieso der homo sapiens mit einem (in den meisten Fällen) denkfähigen Gehirn ausgestattet worden ist.....

  • Michael Wäckerlin
  • 24.02.2010 | 10:10 Uhr

Sehr geehrter Herr Schmid,

Hier die Meinung eines Rückversicherers aufzuführen ist unfreiwillig komisch. Eine weitere Branche, die massiv von der Aufrechterhaltung des AGW-Budenzaubers profitiert. Auch die Münchner Rück propagandiert hier nach kräften.

Zur Bundesstiftung Umwelt:

Hierbei handelt es sich um eine politische Organisation. Ein Blick auf das Kuratorium lässt doch erhebliche Zweifel an der Unabhängigkeit aufkommen. Zählen Sie die MdBs, die Staatssekretäre und Beamten. "Klimaschutz" ist der heilige Gral der Polit-Parasiten. Deutschland ist seit den Tagen von Klaus Töpfer mit dabei.

  • Rainer Selk
  • 24.02.2010 | 10:00 Uhr

Max Schmid 23.02.10 22:51
Welche 'Interessen' SwissRe verfolgt, muss nicht weiter erläutert werden.
Aussagen DBU: vielleicht fällt Ihnen der Unsinn auf, den die verbreiten. 'Indirekte CO2 Korrosion' tönt unerhört gut. Das ist 'ein schwarzer Rappen'. Was ist während den letzten 100 Jahre 'passiert', hatten wir vor 'Klimagäte' kein CO2 oder kein Wasser? Bitte den Link zur DBU Aussage angeben. Das DBU sind zumeist Politiker. Nicht erst nach 'Kopenhagen' bin ich bei den 'Interessegebundenen' sehr vorsichtig geworden. Auch 'Gore+Co' sind da 'interessenweit' oben!

  • Werner Widmer
  • 24.02.2010 | 08:51 Uhr

Herr Buergin,Schmid,Selk, Frau Levron,
Das Verbrauchen von Resourcen über 20, 200 oder 2000Jahren ist irrelevant. Verbraucht ist verbraucht. Die Frage ist nur, was daraus generiert wurde. Inovationen oder Konsum.
Die Bevölkerung wird sich brutal reduzieren. Aufrüstung->Krieg ist absehbar.
Deutschland jammert, dass 2060 30% weniger Leute in der BRD leben werden. Ist doch bestens. Wir diskutuieren dann über einen reduzierten Pensionsumwandlungssatz. Ein Schwanzbeisser.
Der Weg zur Industriegesellschaft geht immer mit einer Verdoppelung der ruralen Bevölkerung. 15 Mia. Erdbewohner.
Werni

  • Max Schmid
  • 23.02.2010 | 22:51 Uhr

Ich zitiere, SwissRe:
... Weniger CO2 in der Luft bedeutet weniger Schäden und damit weniger Versicherungsleistungen.
Der Klimawandel entpuppt sich immer deutlicher als Ursache für Naturkatastrophen...

und Deutsche Bundesstiftung Umwelt:
Ausgehend von der sowohl direkt als auch indirekt durch CO2 bedingten Korrosion (Wasseraufbereitungsanl.) entstehen bundesweit enorme ökol. und ökonom. Schäden...

Also nur ein Gas, nicht umverschmutzend, nicht umweltzerstörend!?

Die "Idioten" obiger Gesellschaften sind also – gemäss A. Buergin – Al Gore und Pachauri auf den Leim gekrochen. Peinl. Polemik!

  • Alexej Buergin
  • 22.02.2010 | 22:25 Uhr

Lieber Herr Schmid
das Problem liegt darin, dass CO2 eben NICHT umweltverschmutzend ist, sondern ein zum Überleben der Pflanzen NOTWENDIGES Gas.
Ferner darin, dass höhere CO2-Steuern nicht zu weniger Ausstoss führen, sondern bloss zu höheren Steuern.
Und ich will nicht, dass Leute wie Gore und Pachauri weiterhin auf unsere Kosten stinkreich werden. Ganz abgesehen von den Enron-artigen Organisationen, die Milliarden scheffeln, indem sie etwas unsichtbares nicht an niemanden verkaufen. Die Öl-Multis liefern wenigstens einen Gegenwert.

  • Max Schmid
  • 22.02.2010 | 20:41 Uhr

Das Schweizervolk hat vor Jahren, sogar mit Zustimmung der bürgerlichen Parteien, dem Verursacherprinzip deutlich zugestimmt. Somit darf und muss der Verursacher ganz legal zur Kasse gebeten werden. Also hat die Regierung (UVEK, Leuneberger) den gesetzlichen Auftrag, Umweltverschmutzer zur Kasse zu bitten. Ich als Stimmbürger wie auch die Mehrheit (!) wollen, dass Gesetze eingehalten werden und Umweltsünder mehr zahlen als andere. Das kann ja jeder selber steuern. Wo liegt das Problem?

  • Rainer Selk
  • 22.02.2010 | 17:32 Uhr

Marianne Levron 22.02.10 11:40
So sehr ich Ihre Sorgen verstehe: wenn Sie das lösen wollen, müssten Sie schlicht Brachilamethoden bereit stellen. Dann müsste man unangenehme Fragen stellen: wer die Verschwender sind und warum nicht die 'anderen'.
Nein, es wird sich durch die Natur 'brutal' von selbst einpendeln. Was man daraus schliessen kann, mag jeder selbst überlegen. Unsere Anstregungen in Sachen Klima: OK. Aber nicht parareligiös + nicht als Abzockertum. CO2 Zertifikate nutzen rein garnichts. Die Natur hot sich alles zurück. Siehe im Dschungel versunkene Maya Städte usw.

  • Alexej Buergin
  • 22.02.2010 | 16:04 Uhr

Dr. Joseph Kaplan, Physik-Professor an der University of California, prognostiziert für die nächsten 50 Jahre ein Ansteigen des Meeresspiegels um 12 Meter.

(Aus dem "New Zealand Herald" vom 9. April 1957.)

Dr. Kaplan starb 1991.

  • Alexej Buergin
  • 22.02.2010 | 15:33 Uhr

Lieber Herr Schmid
wenn Sie schon fragen: Ich will einen funktionierenden Staat. Aber das muss ohne eine massive CO2-Steuer gehen. Und ohne CO2-Rationierung. Und ohne das Verschieben von Industrieunternehmen nach Indien.

Lieber Frau Levron
die Überbevölkerung ist wirklich ein Problem. Was haben Sie für Vorschläge? Stopp der Einwanderung, Zwangsabtreibungen und -Sterilisierungen? Ein-Kind-Politik? Und was hilft hier eine CO2-Steuer?

  • Michael Wäckerlin
  • 22.02.2010 | 14:11 Uhr

@ Marianne Levron

Einen nennenswerten anthropogenen Klimaeffekt gibt es nicht. Wohl aber das technologie- und wirtschaftsfeindliche Programm der Agenda 21.

Ihre Bemerkung zum Bevölkerungswachstum kommt der Sache schon näher. Nur ist dieses in vorindustriellen Gesellschaften erheblich höher.

  • Marianne Levron
  • 22.02.2010 | 11:40 Uhr

Einige Wissenschaftler haben vielleicht übertrieben, die Klimaerwärmung verläuft langsamer als erwartet - na und ? Ist das vielleicht ein Grund, um weiter zu wursteln wie bisher;um unseren Planeten schrankenlos auszuplündern bis zum letzten Tropfen Erdöl und dem letzten Gramm Uranium ? Darf man der Überbevölkerung nun ruhig ihren Lauf lassen ?Schlaft ruhig, brave Leute, war alles nur ein schlechter Aprilscherz von ein paar geltungssüchtigen Forschern;ein fauler Trick, um noch mehr Steuern und Taxen herauszupressen. Warum ist man eigentlich im Mittelalter nicht schon auf diese Idee gekommen?

  • Max Schmid
  • 22.02.2010 | 11:34 Uhr

Nein, die Meinung der Climagate-Leute ist nicht alleinselig machend und sie kann sich auch nicht durchsetzen, wenn keine Mehrheiten gefunden werden. Es ist kein Gesetz, wenn jemand Vorstellungen einbringt. Warum aber müssen Andersdenkende stets in derbsten Tönen und meist persönlich verunglimpft werden. Im Weiteren lese ich laufend Rundumschläge, im gleichen Text wird mal gegen den Staat, die Linken, die Banken, die Klimaschützer etc. gewettert. Was ist die Botschaft? – Wollen wir einen funktionierenden Staat oder ein paar Grosskonzerne, die unser gesellschaftliches Leben bestimmen?

  • Alexej Buergin
  • 22.02.2010 | 10:44 Uhr

AKTUELL:
Die wissenschftliche Zeitschrift "nature geoscience" hat einen Artikel über den zukünftigen Anstieg der Meere zurückgezogen, weil er Fehler enthält, die offenbar von den "peer-reviewern" nicht bemerkt wurden.
Und einen ausgewiesenen Fachmann wie Mörner, der draus kommt, lässt man links liegen.
Die Autoren des zurückgezogenen Artikels waren:
Mark Siddall, Peter U. Clark und Thomas F. Stocker.

  • Hartmut Bachmann
  • 22.02.2010 | 09:33 Uhr

Jahrelang war es bekannt, dass das IPCC nicht als wissenschaftliche, sondern als politische Institution installiert wurde. Ebenso lange sind die Aussprüche von Mitgliedern des Präsidiums des IPCC bekannt;z.B. Prof. Schneider, dass Zahlen auch gefälscht werden könnten, um dem Zweck zu dienen. Nun die Fälschungen entdeckt werden, tut die Welt so, als ob dies unerwartet käme. Die Medien fragten aus komerziellen Gründn nie nach Herkunft und Zweck des IPCC. Dieses kann jeder aber nachlesen inkl. eines Timetables über die Geburt des IPCC in:
www.klima-ueberraschung.de

  • Rainer Selk
  • 22.02.2010 | 09:28 Uhr

Alexej Buergin 21.02.10 17:18
Heil Enron.
'Stromentbündelung ' ab 2000 (Produktion, Übertragung, Verteilung) + Liberalisierung Strommarkt: Kostentreiberitis!

Swissgrid Höchstsp.-Netz:
zahlt der CH Konsumment nochmals. Leuenberger hat es nicht verhindert!

Enron: die Stadt Zürich ist haarscharf an einem Skandal vorbeigerutscht. Die kriminelle 'Enronenergie' ist auch im 'Klimagäte' sichtbar.

Strombörse: Erst Liberalisierung dann Stromjobberei.

L'sierung: die Kosten sind nicht gefallen, sondern gestiegen.

Klimagäte+quo vadis also in CH: in diffuse Abzockertaschen, wohin sonst!

  • Rainer Selk
  • 21.02.2010 | 19:35 Uhr

Max Schmid 21.02.10 15:46
Aha, + die Co 2 Zertifikate, die CO 2 Aufschläge + + +. Nicht vorhanden, zahle ich fiktiv höhere Rechnugen??
Climagate: Das hatten wir schon mal in anderer Form.: Inquisition, die einzige und wahre Religion. Es fehlen nur noch die Strafen für 'Falschdenker'. Ablass Zertifikate haben wir schon. Reduziert wird damit nichts.
Haben die Sorge um den Erdball die Climagäte Leute einzig seeligmachend 'gepachtet'? NO! Aber das darf man offenbar nicht mal mehr nicht sagen. Die Guten: Sachverstand, keine fremden Interessen. So, so. Stern + Gore: na, geht's no?

  • Alexej Buergin
  • 21.02.2010 | 17:18 Uhr

Lieber Herr Schmid
es ist aber so. Nationalrat Wasserfallen zB (und die FDP) treten für eine 10%-Reduktion der CO2-Emissionen bis 2020 ein, dazu gleichviel durch Ablasszahlungen. Andere wollen jedes Jahr 3,5% weniger, insgesamt 30% bis 2020. Gleichzeitig soll die Armut beseitigt werden und die Einwanderung weitergehen. Dass CO2 schädlich sei, wird nicht bezweifelt. Dass Teile der Wirtschaft bluten, ist OK.
Was in ein paar Jahren übrigbleibt, ist eine CO2-Steuer, wovon ein beträchtlicher Teil in die Taschen jener wandert, die eine unsichtbare Substanz nicht und an niemanden liefern. Heil Enron.

  • Max Schmid
  • 21.02.2010 | 15:46 Uhr

Da schreibt doch einer – kaum zu glauben :

"Es kann doch wirklich nicht angehen, dass der grüne Meinungs- + Gesetzesdampfer einfach stur meinungsmonopolistisch UVEK mässig so weiterdümpelt?

Eher peinlich, wenn man die Mehrheitsverhältnisse im Parlament nicht kennt und behauptet es gäbe einen grünen Gesetzesdampfer. "

Tatsache ist, dass es unter der "dummen" Mehrheit zunehmend Leute gibt, die sich um unsern Erdball Sorge machen und mit gesundem Sachverstand reagieren, ohne fremde Interessen zu vertreten.

  • Julian Neutral
  • 21.02.2010 | 11:45 Uhr

2
leider werden die Konsequenzen davon weggeredet oder ganz missachtet. Wer wird wohl die Kosten tragen, wenn die globale Co2 Steuer kommt. Genau der Konsument! Wieviele Menschen werden wohl verhungern wenn dieses Zenario eintritt und wen trifft es am meisten? Wieder bezahlen die Ärmsten und subventionieren die Aristokraten auf ihrem Weg zur totalen Kontrolle der Weltjustiz. Doch wachen die Menschen auf und erkennen sie die Wahrheit? Werden Sie ihre Freiheit aufgeben, im Namen des Klimaschutzes? Sind Sie ebenfalls bereit Millionen zu opfern um angeblich unseren Planeten zu retten?

  • Julian Neutral
  • 21.02.2010 | 11:38 Uhr

Die ganze Klimakampagne ist eine farce und sollte endlich auch von den Mainstreammedien durchleuchtet werden. Aber dies können wir leider nicht mehr erwarten, die Aristokraten haben sie in der Hand. Wir Menschen müssen endlich einsehen, dass die Welt nicht so schwierig zu verstehen ist, wie wir es uns immer vormachen. Der Klimaschutz und die Erde werden zur modernen Religion, dies hat mit Wissenschaft leider nichts mehr zu tun. Anstatt wichtige Lösungen für wichtige Probleme (Hunger, Gesundheit, Armut) zu finden, wird ganz im Namen der Banken gehandelt (Emissionspapiere) und

  • Henry Rehmann
  • 21.02.2010 | 10:43 Uhr

Um die sogenannte Klimaerwärmung statistisch zu untermauern, musste die Anzahl der Temperatur-Messstationen von 6000 auf 1500 reduziert werden. Reduziert wurden nachgewiesenermassen die Stationen in entlegenen und in höher gelegenen Gebieten. Also dort, wo die Temperaturen natürlicherweise tiefer liegen als in überbauten Gegenden. Es müsste doch für einen Statistiker ein Klacks sein, die Temperatur-entwicklung der letzten Jahrzehnte nur auf der Basis der 1500 verbliebenen Stationen aufzuzeigen. Das dauert doch wirklich nicht länger als 15 Minuten. Warum macht man das nicht ?

  • Rainer Selk
  • 20.02.2010 | 19:55 Uhr

Das passt zu dem neuen Vorschlag, in der CH solle man die MwSt abschaffen und einer Energiesteuer einführen. Das würde dann vermutlich nicht mehr sehr lustig.- Die Climagätler können es einfach nicht lassen. Der ganze Blödsinn muss gestoppt werden, sonst sind wir tatsächlich in Kürze bei der 'Schnaufsteuer' und warme Luft wird dann besonders kostenintensiv. Armes Griechenland.

  • Klaus Kolbe
  • 20.02.2010 | 11:11 Uhr

2
Welt-Umwelt-Organisation (WEO) im Rahmen der UN angeregt. Ende Januar 2010 forderte Sarkozy dann in seiner Eröffnungsansprache auf dem World Economic Forum (WEF) in Davos, diese Organisation müsse über eine Finanztransaktionssteuer (Tobin-Steuer) finanziert und zu einem Gegengewicht zur Welthandelsorganisation (WTO) ausgebaut werden.“
http://www.ef-magazin.de/2010/02/19/1877-global-governance-die-hochstapler-geben-nicht-auf

  • Klaus Kolbe
  • 20.02.2010 | 11:09 Uhr

Das eigentliche Ziel soll auf anderem Wege doch noch erreicht werden. Hier ein Auszug:
„Doch es zeigt sich gleichzeitig, daß Spitzenpolitiker um Maurice Strong, Al Gore, José Manuel Barroso, Angela Merkel, Nicolas Sarkozy und Herman van Rompuy (alle Mitglieder des elitären "Bilderberg"-Club) das Fiasko der Kopenhagener Klimakonferenz zum Anlaß nehmen, ihr Ziel der totalen Verwaltung des Planeten Erde auf einem anderen Wege anzusteuern. Schon vor dem Kopenhagener Klimagipfel hatten der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel den Aufbau einer

  • Alexej Buergin
  • 19.02.2010 | 11:14 Uhr

Das wichtigste an der Hockeyschläger-Grafik ist, dass sie längstens widerlegt wurde. Neuerdings hat ja sogar der Climategate Anführer Phil Jones zugegeben, dass es im Mittelalter wärmer als heute gewesen sein könnte.
Mit den statistischen Methoden von Erfinder Michael Mann kann man auch aus den Ergebnissen des schweizer Zahlenlottos (oder irgend einer anderen völlig zufälligen Zahlenreihe) einen Hockeystock erzeugen. Das ist auch schon fast Porno.

  • Alexej Buergin
  • 19.02.2010 | 11:06 Uhr

Der eben zurückgetretene UN-Klimachef de Boer hat Sozialwissenschaften studiert und arbeitete früher als Bewährungshelfer. Zweifellos einer der ganz grossen Klimawissenschaftler.
Der andere, der Eisenbahningenieur und Porno-Author, ist immer noch in Amt und Würden.

  • Rainer Selk
  • 19.02.2010 | 10:35 Uhr

Was also wäre denn zu tun, um in Bern ein Zeichen zu setzen, mit dem Ziel, die vorschnellen Entschlüsse in Sachen Klima zu stoppen / zu revidieren und eine neue Auslegeordnung zu verlangen?
Es kann doch wirklich nicht angehen, dass der grüne Meinungs- + Gesetzesdampfer einfach stur meinungsmonopolistisch UVEK mässig so weiterdümpelt?

  • Hanspeter Bühler
  • 19.02.2010 | 08:38 Uhr

Es wird wohl niemand abstreiten, dass es einen "grünen Populismus" gibt aufgrund dessen viele verängstigte Bürger als Wähler der entsprechenden Parteien generiert wurden und immer noch werden. So gesehen hat jede Partei ihren ureigensten Selbstzweck. Das ist auch egel, wenn man es versteht "dahinter" zu sehen. Es geht auch hier nur wieder um Macht, um Pöstchen, um persönliche Befindlichkeiten. Das heisst aber nicht, dass jeder mit der Umwelt umgehen sollte wie es ihm gerade passt. Es ist richtig, den CO2-Ausstoss so gering wie möglich zu halten. Aber blinder Aktivismus ist abzulehnen.

  • Klaus Kolbe
  • 18.02.2010 | 23:58 Uhr

Von einem, der bei der Gründung des IPCC von Anfang an dabei war:
„Die Klimakatastrophe wurde von einem anglo-amerikanischen Machtkartell entwickelt, um unter Anwendung der Angstknute eine weltweite Umverteilung des Geldes (des Besitzes) einzuleiten: Reich kassiert;arm zahlt! (Ich berichte hier als ehemaliger Kommissar des US Energy Savings Programms und somit als Mitgeburtshelfer des IPCC, des späteren Weltklimarates, auf den folgenden Seiten.)“
Und hier seine Netz-Seite für alle, die immer noch an das Märchen vom anthropogenen Klima-Killer CO2 glauben:
http://www.klima-ueberraschung.de/

  • Patrick Greter
  • 18.02.2010 | 16:30 Uhr

Danke für den Link August Demmig.

Find ich Coooooool;=)))

  • Jakob Ammann
  • 18.02.2010 | 14:04 Uhr

Herzlichen Dank fuer den Beitrag von Jerome Ravetz. Gute, hochintelligente Wissenschafter wie Ravetz sind leider immer schwerer zu finden in der Masse von Marktschreiern und Gauklern in unserem globalen Dorf.

  • Alexej Buergin
  • 18.02.2010 | 13:39 Uhr

Von Wissenschaftsphilosophen (und ihren Übersetzern) würde ich eigentlich erwarten, dass sie den Unterschied zwischen Kohlenstoff und Kohlendioxid kennen. Niemand will Bleistifte oder Diamanten verbieten.
Auch sollte man eine Wissenschaft, die noch in den Babywindeln steckt, nicht als "ehrwürdig" bezeichnen. Die Klimatiker wissen wenig über die Grundlagen (wie Physik, Meteorologie, Chemie, Dendrologie, Statistik, Geologie, Hydrologie usw) und fast nichts über das Klima. Hoffentlich ist dies in etwa einem halben Jahrhundert besser.

  • Sergio Frei
  • 18.02.2010 | 11:26 Uhr

darf man dann auch mal die statistik sehen - über die letzten paar jahrhunderte ? dass die industrialisierung (GB 1780) ihren lauf genommen und kosten zunehmend fordert bestreitet man nicht.
aber den ganz tag nur "verschmutzung und tod, verschwendung und ...erwärmung" vorgesetzt, ..und monatsende noch entlassen werden ist die realität.
die frage ist die relation...und hier sind die grünen der falsche ansprechspartner. dramatischerweise aus falschem kalkül, zuerst vorallem während krisen , kommt der eigene magen. dann hilft man gerne den arbeistlosen pinguinen und anderen minderheiten.

  • August Demmig
  • 18.02.2010 | 11:18 Uhr

Begreifen Sie es endlich: ... the game is over

Lieber Herr Schlegel,

Ihre in Worte gefassten Alpträume helfen Ihnen und Ihresgleichen auch nicht mehr!

Sehen Sie mal hier im Vergleich, was die böse Realität daraus macht:
Eis- und Schneebedeckung 01/01/1980
http://arctic.atmos.uiuc.edu/cryosphere/IMAGES/ARCHIVE/19800101.png
und zum Vergleich 31/12/2009
http://arctic.atmos.uiuc.edu/cryosphere/IMAGES/ARCHIVE/20091231.jpg
- Stopt die Klimaerwärmung!?! Fasching ist doch vorbei.

  • Rainer Selk
  • 18.02.2010 | 09:25 Uhr

SF Club 16.2.10
ad 4
Kopenhagen ein Erfolg? Überhaupt nicht, denn nur die unverbindlichen Wunschphrasen eines ‚Giga’-Papiers. Die Kosten dieses ‚Events’ hätte man gescheiter für die Entwicklung / Lancierung Benzin / ölfreier Motoren eingesetzt. Dann nämlich ist die ganze CO2 Frage binnen Kurzem vom Tisch. Stattdessen machen man in ‚Zertifikaten’ (Ablasshandel), die nichts reduzieren.
Ganz offensichtlich wissen einige Politiker und weitere Leute in der Schweiz nicht mehr, wie hart viele Menschen arbeiten müssen. Deren Arbeitsplätze sind denen anscheinend absolut egal. Na danke.

  • Rainer Selk
  • 18.02.2010 | 09:22 Uhr

SF Club 16.2.10
ad 2
Die ’Klimabibel’ hängt überaus schräg und das darf dann nicht mal klar gesagt werden?
Wo man aber nichts Genaues nicht sagen kann, ist es eine grandiose Frechheit, mit Angstmacherei das Volk zu ‚schröpfen’ und zwar CO2 ‚Abgaberitis’, die keine ‚Steuer’ – was den dann, bitte schön? - sein soll?
Die grüne Dame Teuscher versteht wirklich – pardon – weder etwas von Ökonomie, noch von Umwelt. Sie spricht von Dokumenten usw., die sie zu Hause lagert.

  • Rainer Selk
  • 18.02.2010 | 09:21 Uhr

SF Club 16.2.10
ad 1
dass sich mit dem Klima etwas ‚tut’, ist wohl unbestritten.
Die Arroganz der sog. Wissenschaft – hier in Person von Prof. Fischlin - stösst an Grenzen: ganz genaues kann man genau nicht sagen. Da brechen die angeblich wissenschaftlich ‚unwiderlegbaren’ Grundlagen weg, weil die Messpunkte nicht – mehr – stimmen (dürfen!).
Nur gerade 50% aller weltweiten (Subventions-) Wissenschaftler stützen die Klimabibel, aber die ‚Anderen’ sind alle auf dem ‚falschen’ Weg…. Welche eine unerhörte Arroganz.

  • Peter Schlegel
  • 18.02.2010 | 00:19 Uhr

Der Treibhauseffekt und die Klimaerwärmung sind Tatsachen!

Daran können auch ein paar ewiggestrige Rechtskonservative, die unter anderem in der "Welt"woche auf verlorenem Posten kämpfen, nicht ändern!

Auch die Verunglimpfung von Klimaforschern und das Erfinden von "Climategate" ändern nichts daran, dass immer eine grössere Mehrheit der Weltbevölkerung die Tatsachen zur Kenntnis nimmt.

Die "Welt"woche kämpft auf verlorenem Posten!

 
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