Essay

Geradezu saumässige Bemerkungen

Hüben wie drüben verkennen Medien und Politiker die Schwere des deutsch-schweizerischen Zerwürfnisses. Das Powerplay der EU-Staaten lässt die Schweizer Volksseele kochen - die Datenklau-Affäre ist da noch eines der kleineren Übel. Doch wer als Lösung den EU-Beitritt propagiert, sollte besser nochmals gut nachdenken.

Von Erich Heini

1. Zur jetzigen Lage und Stimmung

Sowohl die Lage als auch die Stimmung sind schlechter, als es die Politiker meinen Glauben machen zu müssen. Wenn Minister Schäuble (in einem Interview mit der "NZZ am Sonntag") meint, die verbalen Indianer-Attacken mit dem speziellen, norddeutschen Humor des Peer Steinbrück erklären oder gar entschuldigen zu können, so unterschätzt er die Kenntnisse vieler Schweizer über den grossen, nördlichen Nachbarn.

Der Süddeutsche Wolfgang Schäuble müsste wissen, dass wir Schweizer zwar einigermassen unisono von Bauern abstammen, als Bewohner eines kleinen Landes im Durchschnitt jedoch viel mehr über grössere Länder wissen als dies umgekehrt der Fall ist. Und wenn von den geradezu saumässigen Bemerkungen des Franz Müntefering, wonach man früher Soldaten geschickt hätte, schon gar nicht die Rede ist (war eigentlich in Deutschland nie ein Thema), so macht man sich hier seinen Reim darauf.

Dass dann einige unserer so unsäglich Wirkenden von der SVP noch Blöderes von sich geben (wie offenbar vorgestern Abend auf ARD), ist für die Mehrheit der Schweizer ebenso unerträglich wie für Deutsche, die sich solches anhören dürfen.

Wenn Frau Merkel bzw. ein ihr Unterstellter meint, die Schweiz nicht zu den Berliner Feiern anlässlich des 20. Jahrestags des Mauerfalls einladen zu wollen, so wird auch dies hierzulande hinter die Ohren geschrieben.

Und wenn ganz offensichtlich bei den deutschen Anflugrestriktionen auf Zürich Kloten keine Anstalten getroffen werden, Macht und Recht wieder etwas besser ins Gleichgewicht zu bringen, von der Unverhältnismässigkeit abzurücken, so darf niemand erwarten, dass insbesondere im Grossraum Zürich Freude aufkommen kann.

Es reden und schreiben jetzt alle beidseits des jungen Rhein von Schwarzgeldkonti, Hehlern und Dieben. Die Flughafengeschichte, die meines Erachtens viel breitere Kreise erzürnt, ist kein Thema in den Medien. Beim Volk jedoch schon.

Ganz wichtig zu wissen ist, dass die gestörten Beziehungen sich auf das Verhältnis von Deutschland zur Deutschschweiz ‚beschränken'. Dies vergessen auch viele Deutschschweizer häufig. ‚Schweiz' ist mehr als ‚Deutschschweiz', vor allem vielfältiger.

Und noch wichtiger ist Folgendes: Der Werkplatz der gesamten Schweiz pflegt einen ganz intensiven Warenaustausch mit Deutschland und ganz speziell mit Süddeutschland. Und die Qualität dieses Austausches, hinter dem auch sehr zahlreiche, hervorragende menschliche Beziehungen stehen, will man sich auch hier in der Schweiz weder durch die SVP noch durch arrogante Banker zunichte machen lassen. Und auch die Tourismusindustrie ist in keiner Weise auf Zoff mit dem nördlichen Nachbarland erpicht. Schliesslich gibt's auch noch abertausende von persönlichen und langjährigen Freundschaften über den Rhein hinweg, die gerade jetzt ihren speziellen Stellenwert erhalten.

2. Etwas zu den Aussichten

In einer weit gefassten Aussensicht hat(te) die Schweizerische Eidgenossenschaft als souveräner und zeitweise hoch gerüsteter Staat den Hauptzweck, als Wasserscheide mitten in Europa nicht Appetit auf Eroberung durch einen der sie umgebenden Grossstaaten zu wecken oder diese gar auf ihrem Territorium kriegerische Aktivitäten austragen zu lassen. Jetzt und in näherer Zukunft mögen einige, hier und anderswo, denken, es gebe mit der EU nur noch eine Grossmacht auf dem Kontinent (einige reden gar manchmal von ‚Weltmacht') und deshalb gehöre die Schweiz in die EU.

Mit jeder Garantie auf viele Jahre hinaus wird daraus nichts werden. Je mehr im Inland und im Ausland darauf gedrängt wird, desto bestimmter und fester wird der schweizerische Souverän ( Volk und Stände = Kantone) davon nichts wissen wollen. Die Schweizer werden für ihre Weigerung notfalls sogar wirtschaftliche Nachteile in Kauf nehmen.

Die Eidgenossenschaft bleibt als Willensnation ohne gemeinsame Sprache und ohne ethnisch homogenes Volk, wo der Staat dem Bürger dient (nicht umgekehrt), wo Macht von unten gegeben und unzählige male geteilt wird, ein Sonderfall. Das merken nun sogar all diejenigen, die darüber in Krankheit verfielen und danach meinten, diese durch einen EU-Beitritt kurieren zu können.

Diese nun Ernüchterten sollen uns doch bitte demnächst mal einigermassen im Detail aufzeigen, wie sie sich die Minimalanforderungen vorstellen, die die Eidgenossenschaft für eine Beitrittsfähigkeit erfüllen muss. Ich möchte

(1) wissen, wie und über welchen Zeitraum unser Mehrwertsteuersatz von 7,6 Prozent auf 15 Prozent erhöht und wodurch dieses neuen Steueraufkommen möglichst sozialverträglich kompensiert werden sollen.

(2) Ich möchte wissen, ob der Schweizer Franken verschwinden soll (der Zeitpunkt zur Beantwortung dieser Frage scheint mir geradezu ideal) und

(3) möchte ich ziemlich genau erfahren, worüber Volk und Stände im Falle einer EU-Vollmitgliedschaft nichts mehr zu sagen hätten.

Es liegt meines Erachtens an den Beitrittsbefürwortern, mit Vorschlägen anstatt mit Wunschvorstellungen die von ihnen so heiss ersehnte Diskussion anzustossen.

Anzustreben ist ein Zustand, in dem sich die EU ja schon befindet. Ein Teil der EU-Mitgliedländer sind Teil des Euro-Raums, andere wollen nicht dazu gehören. Es geht um eine ‚géométrie variable' bzw. um eine weitere Variable für die Schweiz. Und übrigens auch für die Türkei. Es wäre meines Erachtens höchste Zeit, dass auch die grösseren EU-Mitgliedstaaten, die sich gerne als die ‚avantgarde' verstehen, davon Abstand nehmen, ganz Europa über einen Leisten schlagen zu wollen. Wenn sie dann auch noch von der Meinung Abschied nehmen, nur sie seien in vorbildlicher Weise für das Wohl des Kontinents tätig, wäre einiges gewonnen.

Kommentare

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  • Walter Haberer
  • 17.03.10 | 09:48 Uhr

Teil 2

Mit Ihren törichten Abstimmungen werden Sie den internationalen Terrorismus jedenfalls nicht besiegen.

  • Walter Haberer
  • 17.03.10 | 09:48 Uhr

„Nur der deutsche Michel 'steuerspendet' gezwungen + zahlt, zahlt, zahlt + 'versandet' am Hindukusch mit fadenschenigen 'Verteidigungs'-Argumenten.“
Herr Selk, ich mache mir nicht die Sorgen der Schweizer, machen Sie sich dann bitte bitte auch nicht die Sorgen der Deutschen. Wir wissen, was dabei herauskommt. „Die Kugel ist für dich schon bereit …“ So klingt es, wenn ein Schweizer die Deutschen „bedauert“. Und wir, die wir uns nicht in die Kuschelecke (und manchmal Schmollecke) der Neutralität verkriechen können, verteidigen uns und andere da, wo wir es für richtig halten.

  • Renato Eder
  • 23.02.10 | 18:04 Uhr

Also hier von Deutschland (und der EU) aus wird die Schweiz eher "nicht" wahrgenommen, ausser es passiert gerade mal wieder ein Lawinenunglück. Fragen sie doch mal einen Deutschen wer gerade die Schweiz regiert. Und das fragen sie dann umgekehrt einen Schweizer.
Die EU hat fast die 100-fache Bevölkerungszahl, hier hat garantiert niemand die aberwitzige Vorstellung die vergleichsweise winzige Schweiz könnte uns retten und sanieren....Pro Schweizer Kopf entsprechen die EU-Schulden ca. 900.000 kg Emmentaler...vom günstigen Schweizer bei ALDI...

  • Walter Haberer
  • 17.02.10 | 13:49 Uhr

„Ja, stehen wir zu unseren Landsgemeinden und die EU zu ihrem durch sie generierten Schwarzgeld.“
Wie bitte, Herr Widmer, das Schwarzgeld ist doch nun wirklich die (angenehme) Angelegenheit der Schweiz. Auf wie viele Milliarden Franken beziffern die Schweizer doch gleich den Bestand auf Schweizer Konten?

  • Walter Haberer
  • 17.02.10 | 13:46 Uhr

„Die EU ist geradezu manisch auf die Schweiz fixiert.“
Das, Herr Widmer, hätten Sie wohl gern. Sehr wohl aber nehme ich eine solche Fixierung der Schweizer auf die EU wahr. Fast jeder ihrer [gelöscht am 17.2.2010 durch Moderator] Beiträge schimpft über die EU. Warum eigentlich, wenn sie ihr doch gar nicht angehören?

  • Franz Müller
  • 17.02.10 | 12:36 Uhr

Die Deutschen sind doch arme Kerle!
Die werden ja schon seit dem 1. Weltkrieg von aller Welt wirtschaftlich und ideologisch ausgebeutet.

Man sollte ihnen helfen den (mehr oder weniger vertuschten) Status einer Besatzungszone abzulegen - vielleicht hätte ja das eine oder andere Bundesland Interesse der Eidgenossenschaft beizutreten?

  • Rainer Selk
  • 17.02.10 | 08:52 Uhr

Walter Haberer 16.02.10 23:14
'... Wir Europäer machen das schon mit der EU. Dann wird alles gut...'
Fragt sich nur wie + wer mit wem. Freude herrscht rundum, na klar. Deutschland: Abstimmen dürfen Sie ja nicht (wegen 'fehlender Reife', wie gesagt wird), aber zahlen, bis die Pleiteblase platzt + das steht bevor. Schuld sind dann 'andere'.
Am Ende denken nur alle an Ihre eigene Geldbörse + an sich selbst.
Nur der deutsche Michel 'steuerspendet' gezwungen + zahlt, zahlt, zahlt + 'versandet' am Hindukusch mit fadenschenigen 'Verteidigungs'-Argumenten. Und dann so weiter in Europa?

  • Walter Haberer
  • 16.02.10 | 23:14 Uhr

„Richtig, für diese 'Nettigkeiten' braucht es aber keine aufgeblasene Pleite EU.“

Herr Selk, machen Sie sich keinen Kopf. Wir Europäer machen das schon mit der EU. [gelöscht am 17.2.2010 durch Moderator] Dann wird alles gut.

  • Walter Haberer
  • 16.02.10 | 23:12 Uhr

„Das Argument, man habe, dankeEU, 60 Jahre keinen Krieg mehr in Europa gehabt, zielt daneben.“
Herr Selk, ich finde es schon bemerkenswert, dass Völker wie Frankreich und Deutschland, die sich im Lauf der Geschichte immer wieder als „Erbfeinde“ blutige Kriege lieferten, heute eng befreundet sind. Für Sie als Schweizer, [gelöscht am 17.2.2010 durch Moderator] mag das kein Wert sein. Wer wie alle anderen Völker Europas die Schrecken des Krieges erlebt hat, der schätzt die Gemeinschaft EU.

  • Walter Haberer
  • 16.02.10 | 12:04 Uhr

„Tipp für weiteres: i.d K.l.d.W.=in der Kürze liegt die Würze, aber ab jetzt ohne Nachhilfeunterricht an W. Haberer .“
Ja, Herr Selk, wenn ich Ihren Stil nachvollzöge, der sich in kurzen Anwürfen erschöpft, dann könnte ich mich kurz fassen. Aber sachliche Argumente sind nur in vollständigen deutschen Sätzen zu formulieren. Herrn Köppels Artikel, in denen er sich zumindest um eine Art von Argumentation bemüht, fallen deshalb auch nicht einfach nur „würzig“ kurz aus. Schliesslich sitzen wir nicht am Stammtisch.

  • Werner Widmer
  • 15.02.10 | 20:40 Uhr

Haberer,
Die EU ist geradezu manisch auf die Schweiz fixiert. Die Schweiz soll deren Geldprobleme lösen. Macht sie ja auch, indem sie das vermeintliche Schwarzgeld in die EU zurückfliessen lässt, damit die wenigsten noch Betriebskapital haben. Ohne Betriebskapital ist man bankrott. Siehe Griechenland
Werni

  • Werner Widmer
  • 15.02.10 | 20:37 Uhr

Herr Haberer,
Ja, stehen wir zu unseren Landsgemeinden und die EU zu ihrem durch sie generierten Schwarzgeld. Leben und leben lassen.

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32067/1.html

Meine These wird bestätigt. Das Unvermögen der deutschen Beamten ist Ursache des aus deutscher Sicht Schwarzen Geldes.

Unvermögen deutscher Beamter ist eigenlich widersprüchlich.
Werni

  • Rainer Selk
  • 15.02.10 | 12:31 Uhr

Walter Haberer 15.02.10 08:59
'Wo, ..wurde in der EU die Todesstrafe eingeführt'
Lesen Sie es [gelöscht am 15.2.2010 durch Moderator] selbst bei Prof. Schachtschneider etc. nach. Sie wissen nicht mal, was Ihnen blühen kann!
15.02.10 09:10
Hiesige Frauen: Sie fabulieren völligen DSDS chabbis.
15.02.10 09:22
Deutschnational: Lesen Sie [gelöscht am 15.2.2010 durch Moderator] selbst in der D Presse nach.

Fazit: Sie sind schwach+schlecht informiert. Pro memoria: Hehlerei gibt's an CH Landsgemeinden nicht.

Tipp für weiteres: i.d K.l.d.W.=in der Kürze liegt die Würze, aber ab jetzt ohne Nachhilfeunterricht an W. Haberer .

  • Walter Haberer
  • 15.02.10 | 09:33 Uhr

„Nach mehr als 10 Jahren Verballhornung der Schweiz durch EU und Deutschland haben wir genug.“
Herr Lintz-Hotz, habe ich da etwas verpasst? Wir sollten uns 10 Jahre lang mit der Schweiz beschäftigt haben? Eigentlich kommt die Schweiz in der deutschen und europäischen Politik eher selten vor. Weshalb also sollten wir sie verballhornt haben und wie sollte das geschehen sein? Ich hatte eher den Eindruck, dass sich rechte Schweizer vergessen fühlten und deshalb mit rassistischen Kampagnen wie „Wie viele Deutsche verträgt die Schweiz?“ rüde auf sich aufmerksam machten.

  • Walter Haberer
  • 15.02.10 | 09:27 Uhr

„und eine ausser Kontrolle geratene Exekutive der internationalen Sozialisten.“
Herr Wäckerlin, die Äusserungen der hier versammelten strammen Rechten zu vermeintlichen Sozialisten erinnern mich an die Japaner, die noch Jahrzehnte nach dem Ende des II. Weltkrieges sich versteckt hielten und, nachdem man sie gefunden hatte, mühsam davon überzeugt werden mussten, dass der Krieg längst beendet ist.

  • Walter Haberer
  • 15.02.10 | 09:22 Uhr

„Merkel sei 'deutschnational', konnte man dieser Tage in D lesen.“
Wo, Herr Selk, konnten Sie das finden, in einem Zettel wie der Weltwoche? Und wenn ich Ihre Texte so lese, finde ich darin nicht gerade einen weltbürgerlichen Geist. Sie definieren sich aus dem Eindreschen auf Deutsche und die Europäer, die der EU angehören. Zum Glück repräsentieren Sie nur das Drittel der Schweizer, das hinter der SVP steht.

  • Walter Haberer
  • 15.02.10 | 09:14 Uhr

„Europ. Kommission gleicht in vielem dem ehem. Sowjet.“
Oh ha, ist schon ein ganz spezielles Pflaster, diese Weltwoche. Hier versammeln sich alle „Querdenker“ dieser Welt. Zumindest erfährt man hier Neuigkeiten, von denen sonst niemand etwas weiss.

  • Walter Haberer
  • 15.02.10 | 09:10 Uhr

„Es stehen sich 2 unteschiedl. Werte- + Denkhaltungen gegenüber. „
Herr Selk, so erklären Sie also die Diskriminierung der Frau in der Schweiz, diese älteste aller männlichen Dummheiten, die meint, nur der Mann habe Verstand, aber übersieht, dass längst erforscht ist, dass Frauen durchschnittlich intelligenter als Männer sind? Aber vielleicht ist das auch die Erklärung dafür, dass so manche Männer ihre tumbe Muskelkraft dazu einsetzen, Frauen vom Recht mitzuentscheiden auszuschliessen. Für diese Trottel gehört die Frau an den Herd, weil sie ohne Frau verhungern würden.

  • Walter Haberer
  • 15.02.10 | 08:59 Uhr

„Konnte sich D z. B. durch Abstimmung zur Einführung der Todesstrafe durch die Hintertüre äussern?“
Wo, Herr Selk, wurde in der EU die Todesstrafe eingeführt. Die Anwendung der Todesstrafe ist ein Hindernis für den Eintritt in die EU. Könnten die Schweizer sich zur Abwechslung um ihre eigenen Probleme kümmern statt um die anderer Leute? Oder soll die Unfähigkeit zur Selbstkritik durch die Beschimpfung des Nachbarn überkompensiert werden?

  • Walter Haberer
  • 15.02.10 | 08:55 Uhr

„viele durchschauen nicht, was tatsächlich hinter den beiden Buchstaben EU steckt.“
Warum, Herr Fritz, reden die Schweizer ohne Unterlass über die EU? Sie gehören doch gar nicht dazu. Und ich habe auch noch nicht davon gehört, dass man sie eingeladen hätte, dort einzutreten. Beschäftigen Sie sich mit Ihren Landsgemeinden und überlassen Sie es uns, wie wir uns in der EU fühlen.

  • Rainer Selk
  • 15.02.10 | 08:45 Uhr

Peter Fritz 14.02.10 21:09
Richtig, für diese 'Nettigkeiten' braucht es aber keine aufgeblasene Pleite EU.
Das Argument, man habe, dankeEU, 60 Jahre keinen Krieg mehr in Europa gehabt, zielt daneben.
Siehe Jugoslawien + s. die 'Pröbeleien' in Iraq + Afganistan + demnächst in Iran. Siehe die Vorbereitungen des Einsatzes der Bundeswehr im 'Inneren'.
Ich kommen leider zu dem Ergebnis, dass sich hier etwas' vorbereitet', dass wir ganzund garnicht unterschätzen sollten. Die Zeichen stehen nicht auf übles Schlechtwetter.

  • Peter Fritz
  • 14.02.10 | 21:09 Uhr

Tja, so ist das mit den Menschen,

viele durchschauen nicht, was tatsächlich hinter den beiden Buchstaben EU steckt.

Und von denen, die's durchschauen und trotzdem dafür sind, habe ich so eine Theorie ... einige davon sitzen an jenen Stellen, wo sie wirtschaftlich optimal von der EU profitieren ... andere hingegen sind einfach nur naiv (endlich keine Wartezeiten an den Grenzen mehr ... und kein Geld-Umtauschen ... daß man im Gegenzug nicht mehr Herr im eigenen Haus ist ... ach, wer wird denn so kleinlich sein?).

  • Rainer Selk
  • 14.02.10 | 11:42 Uhr

Walter Staub 13.02.10 23:50
Man muss nur zur Kenntnis nehmen, was Professor Schachtschneider + andere deutsche Verfassungskorriphäen zum EU Vertrag gesagt haben. Konnte sich D z. B. durch Abstimmung zur Einführung der Todesstrafe durch die Hintertüre äussern? Nein! Man muss sich mit der EU nur etwas 'tiefer' befassen, so wird klar, was das für ein Konsturkt ist. Eintragungen einiger 'Beiträger' hier lassen auf die Meinung schiessen: 'willst Du nicht mein EU Bruder (also Mitglied) sein, schlag ich Dir schon noch den Schädel (in übertragenem Sinne) ein. Wie demokratisch!!

  • Walter Staub
  • 13.02.10 | 23:50 Uhr

Apropos EU
Der bekannte Publizist und Dissident Wladimir Bukowski hat einige hochinteressante Artikel über die Funktion und die Ziele der EU verfasst, die durch nachvollziehbare Fakten bestens untermauert werden, nur in Stichworten:
Die EU gleicht in vielem der ehemaligen Sowjetunion und verfolgt sozialistische Ziele
Keine echte Gewaltentrennung fördert den Machtmissbrauch
Europ. Parlament wurde nach Vorbild des obersten Sowjet konzipiert
Europ. Kommission gleicht in vielem dem ehem. Sowjet. Politbüro, man ist niemandem Rechenschaft schuldig, was man tut ./.

  • Walter Staub
  • 13.02.10 | 23:42 Uhr

Fazit: Dem undemokratisch und zentralistisch agierenden Moloch EU wird das gleiche Schicksal ereilen wie die ex Sowjetunion. Die EU wird mit Unruhen und Getöse auseinanderfallen und einen Riesenscherbenhaufen ungeahnten Ausmasses hinterlassen.

  • Rainer Selk
  • 13.02.10 | 18:46 Uhr

Peter Fritz 13.02.10 10:35
Danke für die Ratschläge. Hatten wir vor der EWR Abstimmung bereits. Die CH ist nicht 'paralysiert'. Das wird schon + zwar besser als 'Brutto für Netto' etc.
Steuer CD: wieviel Bluff dabei ist, wird sich nie beweisen lassen. Aber wenn auf diese Weise unverst. Schwarzgeld nach Deutschland zurück geht: bon, dann sind wir froh. Glaube doch niemand, dass wir von deutschem 'Nabelschau-Marzipan' leben, sondern von harter Arbeit + zwar länger als 36 Std./Tag. Die verbreiteten Schauermärchen in Sachen Schwarzgeld kommen zu ende. Linke deutsche TV Märli wohl nie!

  • Peter Fritz
  • 13.02.10 | 10:35 Uhr

Werte Schweizer Bürger,

Ihr werdet Euch noch wundern, was den EU-Staaten noch alles einfallen wird, um an das Schweizer Kapital zu kommen.

Die EU ist in absehbarer Zeit bankrott, denn 8 bis 12 Nettozahler können nicht die anderen Hungerleider im Verein der 27 auf Dauer erhalten!
Ihr "bösen" Schweizer wollt nicht Vollmitglied, also nicht Nettozahler sein? Ihr werdet schon sehen, was Ihr davon habt! Das Geplänkel wegen der "Steuer-CD" ist erst der Anfang!

"Die Wirtschaft" beginnt auch in der Schweiz schon, EU-hörige Politiker "nach oben zu bringen" - wie bei uns Österreichern vor 15 Jahren.

  • Rainer Selk
  • 13.02.10 | 09:20 Uhr

Walter Haberer 12.02.10 14:09
Die 'Integration' der Frauen erfolgte in D anfang des letzten Jahrhunderts. Bei uns ca. 60 Jahre später. Na schön + sonst gibt es in Sachen Demokratie + Diktatur bis heute nichts zu vermelden?
Es stehen sich 2 unteschiedl. Werte- + Denkhaltungen gegenüber. Akzeptieren Sie das bitte. Die allein seligmachende einseitig links romantisch gefärbte deutsche 'politicially correctnes' Dauerwelle wird längst nicht überall in Europa 'gewaschen' + neigt sich dem Ende zu. Merkel sei 'deutschnational', konnte man dieser Tage in D lesen. Weimar von 1930-1933 sei gegrrrüsst!

  • Walter Haberer
  • 12.02.10 | 14:09 Uhr

„Wir waren bereits eine Demokratie, als die meisten Europäer noch Diktaturen hatten.“
Gut, Herr Linz-Hotz, wenn man ein Land, in dem nur Männer wahrgenommen werden, eine Demokratie nennen will, dann ist die Schweiz eine alte Demokratie, wenn auch die griechische etwas älter ist. Frauen gibt es als vollwertige Menschen in der Schweiz meines Wissens erst seit 1971 und in den Landsgemeinden Appenzells doch wohl erst in den 1990er Jahren. Ganz so sehr ihrer Zeit voraus sind also die Schweizer denn doch nicht im Vergleich zu den anderen.

  • Markus Schneider
  • 11.02.10 | 19:58 Uhr

Diese drei Fragen sind überhaupt keine, denn es ist völlig klar, dass
1) eine Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes überhaupt nicht in Frage kommt, auch nicht um 0.1 Prozent und auch morgen nicht.
2) das die Besitzer des Schweizer Frankens längst entschieden haben.
3) ein echter Schweizer niemals damit einverstanden sein wird, auch nur ein Jota der erkämpften Freiheit preiszugeben. Sie ist schon klein genug.

Wenn die EU-Staaten nicht fähig sind, sich auf des Niveau der Schweiz empor zu arbeiten, wird es niemals einen Zusammenschluss geben. Wer den Beitritt fordert ist reif für den Fusstritt.

  • Rainer Selk
  • 11.02.10 | 18:00 Uhr

Datenhehlerei ist in D nicht nur ein Verstoss gegen den Datenschutz, sondern auch Diebstahl, wie auch hier. Im Moment, in dem die CH mit D in OECD Verhandlungen steht, kommt das und wird regierungslegitimierte Hehlerei betrieben. Ich glaube nicht, dass Sie mit einem solchen Partner weiter verhandeln würden.
Gestern B3 'jetzt red I': mit was für Unsinn sich EU befasst, schreit zum Himmel! Teuere Beamte. Effizient ideotisch, aber burlesk!!

  • Peter M. Linz-Hotz
  • 11.02.10 | 17:54 Uhr

Super Essay. Wir Schweizer sind allen im Weg. Wir waren bereits eine Demokratie, als die meisten Europäer noch Diktaturen hatten. Wir haben unsere direktdemokratischen Errungenschaften erobert, die kein europäisches Land sonst hat- ausser Liechtenstein. Die EU ist eine auf einem demokratischen Lügengebilde aufgebaute Diktatur. Wir haben nichts gegen Deutsche, aber wir sind mal keine. Nach mehr als 10 Jahren Verballhornung der Schweiz durch EU und Deutschland haben wir genug. Die Deutschen müssen ihren sozialstaatlichen Schuldenberg von 1600 Mia Euro selber abbauen.

  • Walter Haberer
  • 11.02.10 | 16:21 Uhr

Teil 2
Was sind für Sie eigentlich Sozialisten, all die, welche die diversen Militärregierungen Südamerikas zu Tode folterten? Nicht jeder, der nichts von Neokonservativen oder Neoliberalen hält, ist ein Sozialist.

  • Walter Haberer
  • 11.02.10 | 16:20 Uhr

„und ein völlig impotentes Jubelparlament und eine ausser Kontrolle geratene Exekutive der internationalen Sozialisten.“
Herr Wäckerli, dieses „Jubelparlament“ hat gerade das von den EU-Regierungen einen Tag vor Inkrafttreten der Lissabon-Verträge schnell noch ab genickte Abkommen über den Verrat europäischer SWIFT-Daten an die USA mit grosser Mehrheit gekippt. Ohne diesen Vertrag, hätten die USA nun grenzenlosen Zugriff auf unsere Konten und Kreditkarten. Ihr Schweizer mögt ja die EU als rotes Tuch ansehen. Aber, was macht das, Sie gehören ja nicht dazu.

  • Walter Haberer
  • 11.02.10 | 16:13 Uhr

„wirtschafts"krieg" und am schluss das substantiv alleine?“
Herr Frei, alleine könnten Sie dastehen, wenn Sie den Stil Ihrer Argumentation beibehalten. Als Grenzgänger war ich ursprünglich in Sachen Datendiebstahl voll an der Seite der Schweizer. Aber, dass nun die Schweizer diese Angelegenheit zum Aufhänger machen, um gegen Deutschland als Ganzes zu hetzen und in der Schweiz Hatz auf Deutsche zu machen, führt dazu, dass ich diese Solidarität aufkündige. Die sehr erfolgreiche Bundesrepublik Deutschland benötigt keine Belehrungen aus der Schweiz.

  • Sergio Frei
  • 11.02.10 | 14:37 Uhr

das althergebrachte aufgabenheft (70er jahre) . da schrieb man eigene pflichten(aufgaben) rein und diese wurden teilweise zuhause von den eltern quittiert.
bei deutschland und merkel steht drinn: eigene wirtschaftliche und soziale probleme lösen. mehrfach unterschrieben von eltern(bundestag und bürgern) - nun hat man sich aber auf andere aufgaben und gesetzmässigkeiten spezialisiert. siehe was da rauskommt: wirtschafts"krieg" und am schluss das substantiv alleine?
in einer phase von bereinigung der "eigenentüreputzete" scheint mir dies nicht ausgeschlossen. BRD hat NUR zu verlieren.

  • Rainer Selk
  • 11.02.10 | 11:01 Uhr

Michael Hartmann 10.02.10 13:01
'...wirkliche Fragen z. einem EU-Beitritt zu stellen, obwohl es ja im Volk keinen Grund dafür gebe - es seien ja eh alle dagegen....'

Die Diskussion wurde im Vorfeld z. EWR Abstimmung sehr gründlich geführt. Ich glaube, dass die CH nicht per se gegen das Mitmachen in einer Wirtschaftsunion ist (s. EFTA).
Diese Kostenmoloch EU jedoch geht weit darüber hinaus + nimmt mehr + mehr das Slbstbestimmungsrecht der Völker weg. Deshalb spricht aus CH Sicht nichts für die DIESE EU. Sie wird früher / später ohnehin in dieser Form scheitern.

  • Michael Wäckerlin
  • 11.02.10 | 07:34 Uhr

Die Post-Lissabon EU lässt so langsam die Katze aus dem Sack: Eigenfinanzierung über eine EU-Steuerhoheit, Eurobonds, CO2 Wirtschaftssuizid, fiskalische Solidarhaftung mit den P.I.G.S., europäisches "Management" der produktiven Ökonomie (REACh, etc.) und ein völlig impotentes Jubelparlament und eine ausser Kontrolle geratene Exekutive der internationalen Sozialisten.

Guter Deal, nicht wahr?

  • Rainer Selk
  • 10.02.10 | 15:51 Uhr

4. Punkt, d. Bankgeheimnis haben Sie vergessen. Aber das wird bereits 'gebodigt'. Auf MwSt 8% sind wir demnächst selbst + weitere 'Freuden' folgen. In Wahrheit geht es dann bereits auf kolabierende ca. 17% ...
Den CHF für den EURO zu opfern wäre die grösste Dummheit, bei einer EU des schleichenden nach unten ziehenden Nivellierungsmittelmasses. Wäre noch die direk. Demokratie: die wird in Kürze als rassistisch, rechtsextrem und undemokratisch journalisiert. DIESE EU heute: einem derartigen Moloch beizutreten, hiesse die CH ausplündern + Neutralität adieu + finanz. Selbstmord. Na, dann....

  • Michael Hartmann
  • 10.02.10 | 13:01 Uhr

Ist schon komisch: die EU-Skeptiker beginnen, wirkliche Fragen zu einem EU-Beitritt zu stellen, obwohl es ja im Volk keinen Grund dafür gebe - es seien ja eh alle dagegen.

Ist das jetzt schon eintretende Demenz oder die langsame Erkenntnis, dass ein EU-Beitritt letztendlich zu Gunsten der Schweiz ausfallen könnte.

Der Sonderfall hat ausgefällelet.

  • Peter Gambon
  • 10.02.10 | 03:33 Uhr

EUROPA: GELD UND GEIST
Datendiebe und Steuerhinterzieher sind Straftäter welche sich nach dem Zeitgeist bereichern.
Die europäischen Fiskalbehörden und die Finanzwirtschaft tun das gleiche. Deshalb stellen sie sich auf die gleiche Stufe und schützen ihre Geldquellen. Alles zulasten der verfassungsmässigen Grundordnung und der Rechtsstaatlichkeit in den europäischen Staaten, in der europäischen Union und im Europarat.
Der Zeitgeist hat Zeitgenossen von ehr- und treulosen Datendieben, Steuerhinterziehern, Fiskalbehörden... weiter auf Seite Klartext-Aktuell von
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