Finanzplatz

Das Profil des modernen Datendiebs

 Die deutsche Regierung will mit geklauten Bankdaten zur Hatz gegen Steuersünder blasen und den Datenklauer honorieren. Gegen solchen Missbrauch wurde das Bankgeheimnis eingeführt. Das Gesetzeswerk ist aktueller denn je.

Von René Lüchinger

In Deutschland hat sich definitiv ein neuer Berufsstand etabliert: der staatlich geprüfte Datendieb. Sein Profil: Bankmitarbeiter, oftmals in der IT-Abteilung, stets von zweifelhaftem Charakter und geldgierig aus Prinzip. Im jüngsten Fall will einer aus dieser Zunft 2,5 Millionen Euro dafür kassieren, dass er den deutschen Steuerfahndern eine CD mit Bankdaten von 1500 angeblichen deutschen Steuersündern aushändigt. Hundert Millionen Euro Steuergelder, rechnet der Fiskus, könnten aus diesen Steuerdaten herausgepresst werden. Angesichts dieser Grössenordnung erscheint Fahndern und Politikern nördlich des Rheins ein Preis von 2,5 Prozent des zu erwartenden Jackpots wohl ein gutes Geschäft.

Mehr zum Thema: Dossier «Bankgeheimnis / Steuerstreit»

«Im Prinzip», meinte Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble denn auch vergangenen Montag, «ist die Entscheidung gefallen.» Und die sonst so zögerliche Kanzlerin meinte vor der Presse in Berlin: «Wir wollen diese Daten.» Datendiebe, so viel scheint klar, haben in Zukunft Konjunktur, und es ist nur zu hoffen, dass der so leicht verdiente Batzen ordentlich versteuert wird.

Mit dem Kauf, lässt sich folgern, macht sich Deutschland zum Hehler. Unter Hehlerei ist eine sogenannte Anschluss-Straftat an ein bereits zuvor begangenes Vermögensdelikt, etwa einen Diebstahl, zu verstehen. In Deutschland ist bereits der Versuch der Hehlerei strafbar, wie auch die Hehlerei selbst.

Wie aber, ist die Frage, kann sich das Opfer – in diesem Fall eine Schweizer Bank – gegen den von ausländischen Regierungen hofierten Berufsstand der Datenklauer zur Wehr setzen? Die beunruhigende Nachricht ist: Gar nicht. Das zeigt der Fall des Heinrich Kieber. Der Liechtensteiner hatte im Jahre 2008 dem deutschen Fiskus die geklauten Daten von 1400 Steuersündern übergeben und dafür knapp fünf Millionen Euro kassiert, abzüglich einer zehnprozentigen Pauschalsteuer für sogenannte Informantenhonorare. Der Fall Kieber hatte damals in Deutschland zu einer landesweiten Debatte über die Verwendung von gestohlenen Bankdaten geführt, und Bundeskanzlerin Merkel fand die Situation «schwierig und bedrückend». Heute hat sie jegliche Skrupel gegenüber der Verwendung von Diebesgut abgelegt und beruft sich im aktuellen Fall gar auf die Rechtmässigkeit des damaligen Vorgehens. Vielleicht auch, weil der Kauf illegal erworbener Daten dem deutschen Fiskus damals nicht nur einige Millionen Euro in die klammen Kassen gespült, sondern auch zur mediengerecht inszenierten Verhaftung von Klaus Zumwinkel, dem damaligen Chef der Deutschen Post, geführt hatte – er war der Steuerhinterziehung im grossen Stil überführt worden. Auslöser war ebendieser Kieber gewesen, «ein hochintelligenter, herausragender Computerspezialist», wie das Nachrichtenmagazin Spiegel schrieb, «ein unauffälliger Mensch», bei der Fürstenbank LGT damit betraut, Papierdokumente zu digitalisieren. Das ist das Profil des modernen Datenklauers: unauffällig, intelligent, oft IT-Spezialist, mit einem privilegierten Zugang zu Bankdaten ausgestattet, und nach getaner Arbeit verschwindet er so lautlos, wie er aufgetaucht war. Kieber kopierte die Datensammlung auf einen elektronischen Träger und verkaufte diesen dem deutschen Staat, dieser revanchierte sich neben einem ansehnlichen Honorar mit einer Aufnahme in das Zeugenschutzprogramm des Bundeskriminalamtes (BKA). Dem Täter verhalf dies zu einer neuen Identität, dem Opfer nahm es jede Chance auf Wiedergutmachung. Seit 2008 fahndet die Liechtensteiner Polizei per internationalen Haftbefehl nach Kieber – bislang ohne Erfolg.

Dies ist die Blaupause für Nachahmungstäter. Etwa der Franzose Hervé Falciani, Informatiker auch er, 37 Jahre jung, und auch er hatte bei seinem Arbeitgeber einen privilegierten Zugang zu Bankdaten. Bei der Genfer Filiale der HSBC Private Bank kopierte der Mann 130 000 Daten auf seinen Laptop. Im Dezember 2008 machte er sich mit seinem Schatz aus dem Staub und versuchte diesen gewinnbringend zu verhökern. Strafverfolgung muss er in seinem Heimatland keine fürchten. Die französische Polizei hat Falciani längst mit einer neuen Identität ausgestattet.

Gegen diese von Regierungen wie der deutschen angeheizte Datenkriminalität sind Banken nahezu machtlos. Zwar unterhalten sie ausgeklügelte Sicherheitssysteme mit Zugangssperren für Unbefugte oder Kopierschutz bei Bankdaten oder gar Gesichtsscannern bei den fortschrittlichsten Geldinstituten. Jeder Banker beeilt sich, zu sagen, bei seiner Bank sei die Datensicherheit gewährleistet. Die Realität ist eine andere. Die Angst vor Datenlecks ist immer da, und sie hat zugenommen in der Branche, seit Steuerfahnder Datenklauer mit schnell verdienten Millionen locken.
Gegen die kriminelle Energie ist kein Geldinstitut gefeit, und auch die Finanzmarktaufsicht (Finma) ist an diesem Punkt ein zahnloser Tiger. Die Berner Beamten prüfen zwar nach jedem Vorfall, ob Sicherheitsmängel bestehen. Doch das Resultat ist meist das gleiche: Keine Mängel, und das ist nicht einmal weiter erstaunlich. Die Aufsicht beurteilt in Form eines Checks lediglich, ob nach einem Vorfall – etwa einem Datenklau – Vorschriften im Organisationsreglement einer Bank verletzt worden sind. Die eigentliche Verantwortung für die Datensicherheit liegt bei der Bank.
So bleibt der Datenklauer oft unentdeckt, bis er sein Diebesgut auf dem globalen Markt der Steuerwettbewerber feilbietet. Der Faktor Mensch ist, wie so oft, das eigentliche Sicherheitsrisiko.

Bankgeheimnis gegen Datenklauer

Das ist keineswegs eine moderne Erkenntnis. Sie stand bereits Pate bei der Erfindung des Schweizer Bankgeheimnisses, welches am 1. März 1935 in Kraft getreten war. Im damals formulierten Artikel 47 des «Schweizer Bundesgesetzes über die Banken und Sparkassen» hiess es: «Wer ein Geheimnis offenbart, das ihm in seiner Eigenschaft als Angestellter einer Bank anvertraut worden ist, wer zu einer solchen Verletzung des Berufsgeheimnisses zu verleiten sucht, wird mit Gefängnis oder Busse bestraft.» Anlass für diese Gesetzesnovelle waren damals 2000 Datensätze gewesen, die französische Steuerfahnder Schweizer Bankiers abgeknöpft hatten. Ein Skandal war das damals gewesen in der Hautevolee von Paris, fanden sich doch unter den Sündern Bischöfe, Generäle, Grossindustrielle, Politiker, sogar ein ehemaliger Innenminister. Das Schweizer Bankgeheimnis – wurde nach diesem Vorfall installiert, um einen Datenmissbrauch durch Bankangestellte in Zukunft zu verhindern.

Den Datenklauer gibt es immer noch, und er ist aktiver denn je. Dies lässt den Schluss zu, dass das Bankgeheimnis in seiner ursprünglichen Form und Absicht aktueller ist denn je. Und als Reminiszenz an die Geschichte gilt es festzuhalten, dass das Gesetzeswerk aus der Vorkriegszeit auch die Anstiftung zur Verletzung des Bankgeheimnisses unter Buss- oder Gefängnisstrafe stellt. Man kann argumentieren: Wer Datenklauern ihre Ware abkauft, macht sich nach Schweizer Recht strafbar.

Kommentare

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  • Sergio Frei
  • 24.02.10 | 08:28 Uhr

dank schlumpf ist nun die missgunst, neid und argwohn auch im inland zu gast. alle schweizer sind nun "auch" zu kriminalisieren, denn generell ist die regierung oben und der bürger unten.
somit sind wir , wie bei einreise in die US potentielle terroristen und müssen dies widerlegen.
die BDP als friedenstifter und "stil"partei führt also mit null-argumenten einen selbstinszenierte debatte ein. man muss sie auch verstehen : rücken an die wand, niemand auf ihrer seite, "schweizerinn des jahres 09!". das geht ja nicht auf....!

  • Ansgar Tresch
  • 21.02.10 | 05:42 Uhr

@Walter Haberer
<Es macht jedenfalls keinen Spass, als unerwünscht zu gelten und dafür noch bezahlen zu müssen.>
Sie sollten sich vielleicht mal bei der deutschen Politik
beschweren, da sie in ihrer Suche nach mehr Geld, alle rechtsstaatlichen Hosen und BH's fallen lässt, und sich
aufführt, als sei die Schweiz ihr Stiefelputzer.

  • Walter Haberer
  • 17.02.10 | 13:41 Uhr

„und wenn ich die vielen Süddeutschen sehe, die in Zürich abfliegen.“
Herr Selk, weder Mulhouse noch Stuttgart sind für diese Menschen unerreichbar. Wenn in Zürich die antideutsche Hetze noch weiter zunimmt, könnten sie durchaus woanders abfliegen. Es macht jedenfalls keinen Spass, als unerwünscht zu gelten und dafür noch bezahlen zu müssen.

  • Walter Haberer
  • 17.02.10 | 13:35 Uhr

„Kein Grenzgägner wird unter 'Generalverdacht' betrachtet. Mumpitz.“
Herr Selk, die SVP drohte uns Grenzgängern als Antwort auf die CD-Affäre Konsequenzen an. Und das Sprachrohr der SVP, die Weltwoche, hat sich bis heute davon nicht distanziert. Natürlich nimmt die Schweiz die in ihrem Verfügungsbereich befindlichen Deutschen als Geiseln. Warum denke ich jetzt plötzlich an Lybien?

  • Walter Haberer
  • 10.02.10 | 23:11 Uhr

„Klar, der Unfall war tragisch, wäre aber unter deutscher Kontrolle 'nie' passiert, oder?“

Ja, Herr Selk, in deutschen Firmen werden nicht Übungen veranstaltet, die den halben Betrieb lahm legen und einzelne Mitarbeiter hilflos ihrem Schicksal überlassen, das nur deshalb, weil man aus Profitgier zu wenige Leute beschäftigt. Aber Sie beklagen ja auch immer wieder, dass Deutschland „links“ ist. Mit der neoliberalen Schweiz können wir halt nicht mithalten.
Vor allem aber haben wir eine eigene Flugsicherung, benötigen die Schweizer also gar nicht.

  • Rainer Selk
  • 10.02.10 | 17:08 Uhr

W.Haberer, wenn man in Deutschland so vehement wie in Frankfurt betr. Flughafenfragen wäre, wie man mit der Schweiz umspringt, wäre vermutlich einiges anders.
Der Kanton Zürioch hat lange zu wenig mit den Süddeutschen betr. Flugfragen gesprochen.
Fliegen ist grenzüberschreitend und wenn ich die vielen Süddeutschen sehe, die in Zürich abfliegen.
Klar, der Unfall war tragisch, wäre aber unter deutscher Kontrolle 'nie' passiert, oder? 'Rosen' sich unser UVEK damit nicht verdient. Frau Merkel mit Hehlerei auch nicht.

  • Walter Haberer
  • 10.02.10 | 11:43 Uhr

„Das hat auch keine CH Regierung getan, als es zur D Betonentscheidung im Flugverkehr kam.“
Sehr geehrter Herr Selk,
welche Entscheidung meinen Sie, die, den deutschen Luftraum einer Schweizer Firma zu überantworten, die eine Katastrophe auslöste, weil sie mit dieser Aufgabe überfordert war oder die, die verhindern soll, das Schweizer Flugzeuge durch deutsche Wohnzimmer fliegen?

  • Rainer Selk
  • 09.02.10 | 14:47 Uhr

Walter Haberer 09.02.10 11:12
Hallo, niemand zwingt Sie, hier zu arbeiten, ebenso muss kein Schweizer in Süddeutschland einkaufen. Wer von wem dann den grösseren 'Nutzen' bleibe dahin gestellt.
Kein Grenzgägner wird unter 'Generalverdacht' betrachtet. Mumpitz.
Das hat auch keine CH Regierung getan, als es zur D Betonentscheidung im Flugverkehr kam. Alle diese Entscheidungen werden im fernen Berlin getroffen, weit weg von der Bürgernähe, leider. 'Ausbaden' dürfen Sie + wir das dann hier. Allerdings: Ordnung machen müsst Ihr in 'Berlin' selbst. Nur Mut. Wir tun es in 'Bern'.

  • Walter Haberer
  • 09.02.10 | 11:12 Uhr

„In Deutschland hat sich definitiv ein neuer Berufsstand etabliert: der staatlich geprüfte Datendieb.“
Das ist eine für dieses Revolverblatt typische Verallgemeinerung. Bis gestern waren die deutschen Grenzgänger noch empört über den Datendieb und den Umgang ihres Heimatlandes mit Daten ausländischer Unternehmen. Wir Grenzgänger verwahren uns gegen den Generalverdacht, unter den wir nun gestellt werden sollen, aus vordergründigen Motiven, welche im Beitrag „Und plötzlich ist der Chef ein Deutscher“ ausgeführt werden.

  • Martin Bott
  • 08.02.10 | 17:12 Uhr

Kieber stand unter Druck, weil er bereits wegen des Verkaufs einer Wohnung, die ihm nicht gehörte, in Barcelona gesucht wurde. Es gibt Hinweise daß er gezielt eingeschleust und dann als Strohmann aufgebaut wurde um vom BND durch Spionage und Erpressung erlangte Informationen zu "legalisieren". Das macht es unwahrscheinlich, daß er das Geld bekommen hat. Schon damit er keine Möglichkeiten hat. Er wird sich irgendwo mit falschen Papieren und wenig Geld versteckt halten, damit er nicht jahrelang sitzen muss. Das Geld wird der BND für andere Operationen verwenden. Martin Bott, wwwtotalitaerde

  • Klaus Kolbe
  • 08.02.10 | 15:18 Uhr

Fortsetzung:
globalen Vorherrschaft der Finanz-Eliten mit den von ihnen beherrschten Institutionen UN, IWF, BIZ, IPCC usw. zu sehen. Das ist das Great Game, zu dem auch militärische Aktionen zählen, was immer deutlicher zu erkennen ist.
Das alles muß man sozusagen im Hinterkopf haben, um die Angriffe auf die Schweiz richtig „einordnen“ und bewerten zu können.
Dagegen war und ist jedwede nationale Diktatur als Waisenknabe zu sehen. Hier muß ganz entschieden gesagt werden: Wehret den Anfängen!

  • Klaus Kolbe
  • 08.02.10 | 15:16 Uhr

Fortsetzung:
sozialistischen Biographien an, dann ist man schnell eines Besseren belehrt.
So ist denn das Ziel der Eurokraten auch gar nicht, eine demokratische europäische Union (da wäre die Schweiz [noch] ja wohl an erster Stelle als leuchtendes Beispiel zu nennen) zu schaffen, sondern vielmehr eine Eurokratie nach Vorbild einer sozialistischen, zentralistischen Union à la UdSSR. Entlarvende Äußerungen in dieser Richtung waren für aufmerksame Zuhörer schon des öfteren von europäischen Spitzenpolitikern zu hören.
Diese EU ist nur als Etappe auf dem Weg des langfristigen Ziels einer

  • Klaus Kolbe
  • 08.02.10 | 15:15 Uhr

Fortsetzung:
-Partei SED. Was Republikflucht damals für die Menschen in diesem riesigen Freiland-Gefängnis bedeutete, kann nur der nachvollziehen, der einmal in die Fänge der Stasi-Häscher geraten ist.
Keiner aus der EU-Herde soll sein persönliches Hab und Gut, in diesem Falle sein Gespartes, Geerbtes oder ähnliches) mehr aus dem Sozialismus-Paradies unerlaubt entfernen (was das Abmelken sehr erschwert) dürfen. Wer da dachte, der Kommunismus wäre überwunden, sollte sich nicht zu sicher sein. Man schaue sich nur die aufgeblähte (und zu weiten Teilen überflüssige) EU-Kaste der Bürokraten mit

  • Klaus Kolbe
  • 08.02.10 | 15:13 Uhr

Fortsetzung:
wäre. Es bleibt nur zu hoffen, daß die Bürger Europas möglichst bald von diesem „Moloch EUdSSR“ befreit werden, so daß sich ein freies Europa der Nationalstaaten entwickeln kann, ohne Bespitzelung, Überwachung und steuerlicher Ausbeutung in schönster sozialistischer Manier.
Was die Grünen, die heute noch von der Rockefeller-Stiftung gesponsert werden, angeht, sollte nicht überraschen, wenn die Grünen-Spitzenfunktionärin Renate Künast ganz ungeniert und unverfroren von „republikflüchtigem“ Geld schwadroniert – ganz im Vokabular der einstigen kommunistischen Mauer-und-Schießbefehl

  • Klaus Kolbe
  • 08.02.10 | 15:11 Uhr

Fortsetzung:
Staaten wie die Schweiz massiv gemobbt, bis sie (hoffentlich nicht!) einknicken. Sollten diese „fallen“, wird der fiskalische Zugriff auf die Bürger noch ungenierter ausfallen.
Ein zusätzlicher Effekt dessen ist, sozusagen im Vorbeigehen, die Schweiz EU-reif zu „schießen“. Das sieht die Diskussionsteilnehmerin, Frau Karin-Maria Schäfer, schon völlig richtig.
Ziel in Staatenkartellen wie der EU ist es, den Wettbewerb untereinander möglichst zu beseitigen. Das nennt man dann heuchlerisch „Harmonisierung“. Hier hätte das Kartellamt ein breites Betätigungsfeld, das zu bearbeiten

  • Klaus Kolbe
  • 08.02.10 | 15:08 Uhr

Wenn es keine „Steuerwüsten“ gäbe, gäbe es im Umkehrschluß auch keine „Steueroasen“ (so ähnlich drückte sich Hans-Adam II. von und zu Liechtenstein aus), darüber sollte wohl kein Zweifel bestehen. Seltsam mutet nur an, daß ständig nur die deutschsprachigen Finanzplätze (nämlich in Europa) auf der „Anklagebank“ stehen, nicht jedoch die der anglo-amerikanischen Finanzwelt.
Nicht allein die Finanznöte Deutschlands sind das Problem, sondern Plünderstaaten, wie es der langjährige Wirtschaftsredakteur bei der FAZ, Klaus Peter Krause, auf den Punkt bringt, mögen den Wettbewerb nicht, daher werden

  • Florian Richter
  • 08.02.10 | 07:39 Uhr

Beim Dieb kann es nicht bleiben
Der Finanzierungsbedarf des deutschen Staates verlangt nach effizienterer Vorgangsweise. Soll man wirklich warten, bis sich ein schweizer Bankangestellter der deutschen Budgetnöte annimmt? Man weiß doch, wo die Daten liegen, und falls nicht, kann man mit "verbesserten" Verhörmethoden rasch dahinterkommen. Ihr Freund Bush weiß Bescheid. Ein paar Herrn der Firma Xe vulgo Blackwater mit der üblichen Ausrüstung genügen, und die wollen alle sehr gerne in 3 Stunden soviel verdienen wie in zwei Jahren Irak.
Ja, warum denn nicht, Frau Merkel? Anruf genügt ...........

  • Rainer Selk
  • 07.02.10 | 21:20 Uhr

Fritz Albrecht 07.02.10 10:54
Die Ursprünge des Bankgeheimnisses in den 1934 iger Jahren können wegen Platzbeschränkung hier nicht diskutiert werden. Die Ausgangslage war damals ähnlich wie heute. Und ich habe den Eindurck, dass das Bankgeheimnis noch nie so nötig war wie heute. Niemals wird mindestens die CH das intern aufgeben. Was früher wegen D gemacht worden ist, könnte sich ziemlich rasch als gleicher Grund für die Beibehaltung erweisen. Man wird es in Kürze sehen....!

  • Lidija Jametti
  • 07.02.10 | 13:30 Uhr

@An Herr Klaus Kolbe
Falls Sie davon überzeugt sind, sollen Sie doch diese Meinung auch bei der NZZ online und in der deutschen WELT online veröffentlichen. Es hat zum Glück auch Deutsche Bürger, die es anders als ihre Kanzlerin und der Finanzminister sehen. Man kann diese EU auf diesselbe Art wie USA durch die GeldDruckmashine nicht von Schulden befreien. Gerade aus diesem Grund meine ich, dass die EU kaum geboren auseinander dividiert wird. Die nationale Identität der Staaten ist der einzige Garant dafür, dass die Staaten frei bleiben. EU als Moloch wie die UdSSR früher wird zerfallen.

  • Karin-Maria Schäfer
  • 07.02.10 | 11:54 Uhr

@Klaus Kolbe. gut, dass endlich jemand den Horizont auf die wahren Hintergründe des D "Steuerproblems", welches nur Vorwand bietet, zu öffnen. Wie wurde Irland in die EU gezwungen? Dass 2/3 des D Schwarzgeldes und hinterzogene Steuern nicht in der Schweiz, sondern in Europa selbst (England, Luxembourg) liegen ,wird in der ganzen Diskussion verschwiegen, da es den (kriegerischen) Angriff auf den viel zu starken und freiheitlichen Finanzplatz Schweiz völlig ad absurdum führen würde. Es gilt, den unabhängigen Staat Schweiz mit ALLEN Mitteln zu diskreditieren, um in in die EU zu zwingen.

  • Florian Richter
  • 07.02.10 | 11:28 Uhr

Oder, um es auf den Punkt zu bringen.
Diebstahl ist nur die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.
Dieser Satz möge von den Schweizer Politikern verinnerlicht werden, auf dass sie ihre Naivität im Umgang mit den Vertretern anderer Länder ablegen.

  • Fritz Albrecht
  • 07.02.10 | 10:54 Uhr

die deutsche aktion ist eine hasstirade gegen die Schweiz. die deutschen können auch noch in viele andere länder ihr geld sicher anlegen. das bankgeheimnis ist nicht zu halten, es wird populistisch asozial dargestellt als mittel zur steuerhinterziehung. die vorteile von ein bankgeheimnis werden verschwiegen. Deutschland zeigt ein neues gesicht. Es ist nicht zu beneiden, aber man sollte damit umgehen können und die finanzproduktpalette den neuen gegebenheiten anpassen.

  • Rainer Selk
  • 07.02.10 | 10:44 Uhr

Klaus Kolbe 06.02.10 21:38
D bewegt sich neuerdings im Anglo-Amerikansichen 'Kollonial-Verkaufsverschaukelung-der -anderen-Stil'.
Dass unsere Banken keine 'Lämmer' sind, muss nicht weiter vertieft werden. Aber international kein Wort mehr zum lond. Fi.-Platz, kein Wort zu Delaware, kein Wort zu den Cayman Islands usw. Aber grosse 'Change'-Sprüche von Obama (was der auch immer damit meint) + grosse gemachte Pleiteverusachung im D Bankenwesen. Seltsam, nicht wahr?
EU hin / her, man will es in kinks D nicht 'checken', also dann auf zum finanziellen 'EU black out' + der rollt an!

  • Klaus Kolbe
  • 06.02.10 | 21:38 Uhr

Fortsetzung:
herzufallen. Die Schweiz hat eigene Gesetze, gerade im Finanzwesen. Dieses haben wir zu akzeptieren - und zwar ohne Wenn und Aber. Es stände Deutschland, genauer gesagt seinen Politikern gut an, die Kirche im Dorf und sich nicht zum verlängerten Arm der anglo-amerikanischen Interessen bzw. deren Finanz-Eliten machen zu lassen.
Ich fürchte aber, daß es bis dahin noch ein langer Weg sein wird – wäre aber hocherfreut, wenn dem nicht so wäre.

  • Klaus Kolbe
  • 06.02.10 | 21:30 Uhr

Fortsetzung:
durch die eigenen Politiker „entreichert“ wurde bzw. der schon immensen Staatsverschuldung noch oben draufgesattelt wurden, spielten auch hier keine Rolle. Nun plötzlich sind angeblich um die 100, vielleicht auch 200 Millionen Euro aus diesen Datensätzen es wert, Rechtsbruch zu begehen. Wohlgemerkt, es geht hierbei um Millionen, nicht um Milliarden.
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Das alles kann und darf aber unter gar keinen Umständen dazu führen, über einen befreundeten Nachbarstaat (noch dazu aus demselben Kulturkreis, denselben Wurzeln und derselben Sprache)

  • Klaus Kolbe
  • 06.02.10 | 21:26 Uhr

Fortsetzung:
daß man sich fragen muß, für wen man eigentlich noch arbeitet. Die Quote der Auswanderer ist dementsprechend zu sehen.
Schon vergessen scheint, daß die deutsche Politik bei Einführung des Euro de facto auf 29,3 Milliarden Euro, die Deutschland rechtmäßig zustanden, verzichtet hat.
Deutschland habe im Maastrichter Vertrag, so formulierte es Professor Hans-Werner Sinn damals, „die Erträge eines Vermögensportfolios von ca. 30 Milliarden Euro ohne wirkliche Not dauerhaft an Frankreich übereignet.“
Mehrere Hundert Milliarden Euro Garantien für die Zockerbanken, um die das Volk

  • Klaus Kolbe
  • 06.02.10 | 21:25 Uhr

Fortsetzung:
anstecken lassen. Beschämend ist nur, daß sich, wie es scheint, die Mehrheit der deutschen Politiker in meinen Augen damit von einem Rechtsstaat verabschiedet haben.
Nachdem jahrzehntelang das Geld mit vollen Händen aus dem Land „hinausgewirtschaftet“ wurde – die EU hat lediglich bewirkt, daß es noch beschleunigt wurde (ich denke da an die jährlichen Netto-Zahlungen Deutschlands) –, die Grünen und Roten Bildungswesen und Wirtschaft an die Wand gefahren haben, steht man nun mit leeren Händen da bzw. ist hoch verschuldet. Steuern und Abgaben haben mittlerweile ein Niveau erreicht,

  • Klaus Kolbe
  • 06.02.10 | 21:24 Uhr

Fortsetzung:
anglo-amerikanischen in Verruf zu bringen bzw. auszuschalten? False-flag-Aktionen soll es nicht nur im Militärischen geben …
Das alles sollte im Hinblick dessen, daß die EU-Staaten sämtlich als Vasallen des US-amerikanischen Imperiums anzusehen sind, betrachtet werden.
Natürlich findet man in Deutschland (und nicht nur dort) bei einer mittlerweile um die 50-Prozent-Quote von Abhängigen irgendwelcher Sozialleistungen nach ausreichender medialer „Vorbereitung“ immer genügend Abstimmungsteilnehmer, die diesen „Hehler-Coup“ befürworten bzw. sich von der medialen Hysterie haben

  • Klaus Kolbe
  • 06.02.10 | 21:22 Uhr

Also, erst einmal stellt sich die Frage, was die immer einmal wiederkehrenden Anspielungen auf eine bestimmte Zeit des letzten Jahrhunderts in Deutschland, sosehr sie auch emotional geprägt sein sollten, hier mit der Sache zu tun haben.
Ich möchte an dieser Stelle mal eine etwas andere Sicht der Dinge ins Spiel bringen: Könnte es denn nicht sein, daß es bei diesen ebenso wie bei den zurückliegenden Aktionen gegen Liechtenstein (auch wie beim damaligen Skandal mit der UBS versus USA) einzig und allein darum geht, die Finanzplätze im deutschsprachigen Raum als lästige Konkurrenten zu den

  • Rainer Selk
  • 06.02.10 | 20:32 Uhr

Marianne Levron 06.02.10 17:26
Liebe Frau Levron: glauben Sie nicht, dass die CH Banken diese Übelegung schon längst gemacht haben? Die Sache mit dem Datenklau scheint mir, bis heute Abend mindestens, in weiten Teile ein Superbluff , der aber, egal, wie es herauskommt, gewaltigen Schaden veursacht in den bilaterla. Beziehungen. Das ist schade, weil die positiven Kräft in D eigentlich besseres verdient hätten. Ich schätze, dass man über 'Vieles' sprechen könnte, wenn man anständig auf die CH zuginge. Merkel ist zu weit weg in der berliner Sozi.-Provinz! Die ist m. E. gescheitert.

  • Werner Widmer
  • 06.02.10 | 19:12 Uhr

Auch schon übnerlegt, was mit dem Geld der Steuerhinterziehung passiert? Es geht zurück nach Deutschalnd und hilft denen für das benötigte Betriebskapital, dass dann priovatwirtschaftlich verwaltet wird. Wenn es als Steuren vorher in Deutschland wäre, würde es durch die Bürokratie vernichtet. Im Umweltschutzjargon heisst das, dass vor dem D Fiskus verstecktes Geld nachhaltig arbeitet. Ist doch genial. Disziplinert. Beamte (der Staat) will nicht diszipliniert werden.
Werni

  • Marianne Levron
  • 06.02.10 | 17:26 Uhr

1935 gab es noch keine Computer. Der Datenklau wird heute via Informatik abgewickelt. Wenn die Schweizer Banken sich dagegen schützen wollen, sehe ich nur einen Ausweg : Die Namen der Konteninhaber dürfen nicht mehr im Computer gespeichert werden. Wie das zu bewerkstelligen ist, müssen die zuständigen Spezialisten herausfinden...
Ein Datenklauer verdient viel Geld, aber er hat auch ein paar Unannehmlichkeiten hinzunehmen; er muss eine andere Identität annehmen, muss sich verbergen, den Kontakt mit seiner Familie abbrechen, unter Polizeischutz leben,eine Art Fatwa - lohnt sich das ?

  • Rainer Selk
  • 06.02.10 | 16:04 Uhr

Lidija Jametti 06.02.10 12:53
Eine EU 'Nationaleinheit', die Einzelnationen entwurzelt, damit niemand mehr einen Bezug zu seinen Werten hat, mit Nivellierung nach unten? Nein, ein Bundesrep. EU ist kein Denkmodell, sondern eine widerlicher Mixbrei-Weltstaat.
Mit CO 2 war Kopenhagen ein Weltreg.-Versuch, der floppte + nun neu bei den Staatsanwaltschaften liegt.
Weg mit dieser Moloch + Fass-ohne-Boden-EU.
D sollte seine - noch - Freunde pflegen. Man wird sie möglicherweise in Kürze schneller brauchen als man denkt. Und dann sind bei denen die Türen zu?!

  • Lidija Jametti
  • 06.02.10 | 12:53 Uhr

Die Vision ist gut, aber eine Bundesrepublik Europa wird es einfach nicht geben.Die EU und ihr deutsches Kanton sollen nun endlich akzeptieren, dass mit der Umverteilung des Kapitals und Güter in Europa niemand den Wohlstand auf dieser Ebene der Politik ernten kann. Dies sind nun die Gesetzmässigkeiten der Ökonomie. Wenn Brüssell die Umverteilung als Existenzebene der EU betrachtet, dann hat keine EU-Nationaleinheit inklusive Deutschland je Chancen auf den Aufbau des Wohlstandes in ihrem Nationalstaat. Die Institution EU und Brüssel ist schwerfällig und beraubt die Staaten der Freiheit.

  • Rainer Selk
  • 06.02.10 | 12:11 Uhr

Peter Reinke 06.02.10 09:52
Sie haben soeben den Bankrott Ihres eigenen Staates bestens geschildert. Wir haben hier also nichts anderes zu tun als in der BRD 'Geld' zu klauen. Was für eine - pardon - setlsame Argumenationskette. Wo sind eigentlich Ihre Finanzämter, die das zulassen?

  • Rainer Selk
  • 06.02.10 | 09:55 Uhr

Peter Aufenast 06.02.10 02:39
Günter Seifert 06.02.10 05:15
In Bayern fehlen 1500 Fandungsbeamte bei Zoll + Fi.-Amt. Wegen Geld, das in der CH liegt? Mehr als spinnert lachhaft!
Als ob die CH an der lamentablen Finanzsitu. + Unfähigkeit der Filz- + Links 'reichen' BRD Schuld wäre. Packt endlich Eure Probleme an, aber rechtstaatlich + ohne Hehlerei. 'Bescheinigt' Euch zunächst mal selbst Ehrlichkeit. Jahrzehnteslange Märchen Schlechtschreiberei linker D Medien betr. CH, ändern an Sachverhalten nichts. Vergesst nicht, was alles an Wirtschft im BRD Süden besteht. Es reicht langsam!

  • Peter Reinke
  • 06.02.10 | 09:52 Uhr

Geschäftsmodell Steuerklau: Das in der Schweiz alleine von Deutschen angelegte Schwarzgeld wird auf 250 Mrd. CHF geschätzt (konservative Schätzung; aktuelle Daten gegen von deutlich mehr aus; korrekt deklariertes Anlagenvermögen zusätzlich höher). Dieser Betrag hat in Deutschland zu Steuermindereinahmen von mindestens 10 Mrd. CHF geführt (sehr konservativ geschätzt). Umgerechnet auf die ca. 4 Mio. CH-Steuerpflichtigen bedeutet dieses, dass jeder Schweizer Steuerzahler einen Schaden für den Deutschen Steuerzahler von ca. 2'500 CHF erzeugt (jährlich !). Sollen so gutnachbarliche Beziehungen gefö

  • Peter Reinke
  • 06.02.10 | 09:51 Uhr

Fortsetzung: Aus dem Ausland stellt niemand das Bankgeheimnis für in der Schweiz Wohnende in Frage. Wir mischen uns aber aber massiv in die Politik des Auslandes ein, indem wir kriminelles Verhalten decken und uns daran bereichern. Dass es andere Länder gibt, die noch schlimmer sind, rechtfertigt unsere Hehlerei keineswegs. Gott sei Dank, dass es die Bösen Steinbrücks, Datenklauer, Nazi-Vergangenheit und Sauschwaben gibt … eine schönes Ventil dafür, dass wir nicht in den Spiegel schauen müssen!

  • Günter Seifert
  • 06.02.10 | 05:15 Uhr

Sie werden sich noch wundern, hiermit meine ich all Die, die jetzt die Unrechtmässigkeit der Vorgänge beim Datenklau bemängeln! Sowohl Deutschland wie die Schweiz sind Rechtsstaaten denen man vertrauen kann und die wenn ihre Gerichte angerufen werden auch nach geltendem Recht entscheiden. Das dauert in der Regel etwas länger als die vorschnellen, einseitig gestellten Kommentare. Es steht jedem Bürger des eigenen Landes frei die obersten Gerichte von der CH wie DE anzurufen, die haben dann das letzte Wort. Doch dann werden Die sich wundern!

  • Peter Aufenast
  • 06.02.10 | 02:39 Uhr

Und zu den deutschen Steuerhinterziehern, das einfachste Mittel dagegen ist, wie auch Hans Eichel, Finanzminister Deutschland a.D. in der “Arena” sagte: Deutsche, die ihre Gelder Schweizer Banken anvertrauen wollen weil sie die Sicherheit und den Service schätzen, müssen eine Steuerbescheinigung beilegen. So einfach ist das und ein Datenklau bringt nichts mehr. Nur, es ist nicht im Interesse der Banken. Millionen, die dem Fiskus in Deutschland zufließen, fehlen dann bei uns und haben deshalb auch gravierende Auswirkungen bei den Boni Zahlungen. Und das muss mit allen Mitteln verhindert werden!

  • Rainer Selk
  • 06.02.10 | 00:18 Uhr

hans otto 05.02.10 19:24
Warum kamen Vermögen während der NS Zeit in die CH ? Wohl schon vergessen, was?
Sie mögen Türmchen lieben: hier wurde abgestimmt. In D kennt man das nicht (ist zu unreif), dort beweint man den Euro + die Sozi.-Schulden. Schuld daran sind immer die anderen (jetzt die CH). Blödsinn!
Wir sind dabei, mit D ein Abkommen zu verhandeln, um die strittigen Punkte zu bereinigen + da führt Merkel Bluff Hehlerei als Business der Politik ein. Man kann alles zurecht biegen, sogar, um andere Länder dann 'gebogen' zu überfallen. Siehe Polen! Billigen Sie das Hans Otto?

  • Maurus Zeier
  • 05.02.10 | 20:41 Uhr

Das Vorgehen der Deutschen Regierung betrachte ich als Hehlerei auf höchster Ebene und wird sich kaum lohnen, denn während auf der einen Seite Steuerdaten winken, wackelt auf der anderen der ganze Rechtsstaat!

http://maurus-zeier.ch/2010/02/05/hehlerei-auf-hochster-ebene/

  • Karin-Maria Schäfer
  • 05.02.10 | 19:45 Uhr

Fortsetzung:
Es geht hier nicht um ein paar Millionen für den Fiskus, sondern um viele Milliarden Vermögen, welche von Schweizer Banken zurück auf die Europäischen Banken fliessen sollen. Durch den Kauf der gestohlenen Daten durch ein Land werden die maroden Banken nicht mehr durch den Staat, sondern durch aussereuropäische (Schweizer) Banken saniert. Ein Schachzug par Exellence von Regierungen und Banken, welcher an krimineller Energie nicht mehr zu überbieten ist und mit Sicherheit nicht nur dem einen oder anderen Geheimdienst bekannt ist.

  • Karin-Maria Schäfer
  • 05.02.10 | 19:35 Uhr

ALLE Deutschen Grossbanken haben in Luxembourg und England (Islands)Tochtergesellschaften/Niederlassungen und haben ihre deutsche Klientel systematisch dahingehend "beraten", Ihre Gelder in Luxembourg bei ihren Niederlassungen anzulegen. Danach wird nicht gefahndet geschweige denn CD-Datenklau begangen. Kann es sein, dass ein weitreichendes Geflecht europäischer Grossbanken zusammen mit ihren Staaten die Zerstörung des Schweizer Bankenplatzes erreichen wollen?? Nun stellt sich die Frage nach dem AUFTRAGGEBER des Datendiebes ganz neu. Welche Bank hat ihn ausgebildet? Der Kreis schliesst sich!!

  • hans otto
  • 05.02.10 | 19:24 Uhr

wenn hier eine entwicklung zur diktatur in deutschland vermutet würd mich interessieren wie sie die entwicklung in der schweiz bewerten.
angsterfüllt wird nicht ertragen das menschen anderer religion ein paar türmchen bauen. das geld anderer länder wird bereitwillig gehortet und wenn sich jemand meldet dem es gestohlen wurde ist er selber schuld.
wenn hier nazideutschland gegrüßt wird, gruß an die schweizer die das geld seiner opfer eingesteckt haben und noch heute davon zehren.
wie lang braucht es wohl bis zu den ersten pogromen gegen ausländer in der schweiz ?

  • Rainer Selk
  • 05.02.10 | 17:17 Uhr

Oliver Bogdahn 05.02.10 12:30
Mit aller Deutlichkeit: wir sind hier nicht in D!!! Wie Sie unsere Gesetze auslegen, ist einerlei. 1/ 4 mio Ihrer Landsleute haben hier Arbeit... , nicht vergessen!
Machen Sie Ordnung bei Ihren einfältigen Verlustlandesbanken + in Ihrem Pleitestaat. Wohin sind in den letzten 60 Jahren Gelder aus dem 'reichen' Deutschland abgeflossen? Auch wenn Sie das nicht wissen (wollen), haben Sie das durch Wahlen sanktioniert. Suchen Sie die Fehler bei sich selbst. Am 2.2. sagte im Bayr. TV, dass 1500 Steuerbeamte fehlen. Sind wir an der Sauordnung schuld?

  • Karin-Maria Schäfer
  • 05.02.10 | 14:23 Uhr

D: 50% Steuer auf Lohn; 25% auf Vermögen. Kann mir jemand erklären, wie man in Deutschland sein Vermögen noch halten kann? Ich kenne keine Anlagen, welche legal diese Vermögenssteuer kompensieren könnten. Somit werden Deutsche Vermögen durch den "Sozialstaat" systematisch vernichtet oder anders ausgedrückt, jeder der Vermögen besitzt systematisch enteignet. Aeusserst dienlich in dieser "Sozialen Gerchtigkeit" ist die geschürte Neidkultur der Nichtvermögenden. Nazideutschland lässt grüssen. Dieses System ist in höchstem Masse menscherechtsverachtend und verlogen. D verdummt mangels Intelligenzi

  • Karin-Maria Schäfer
  • 05.02.10 | 14:11 Uhr

Lieber Herr Kalaehne,
Moral? Sie wissen ganz genau, dass deutsche Bankberater in unserem Lande exakt dassebe tun. Nur dass die deutschen Banken nicht so fair sind, Steuern an die Schweiz abzutreten (35% Verrechnungssteuer auf Erträge). Warum eigentlich trocknet die EU nicht erst die eigenen Steueroasen aus, bevor sie sich aufs nichteuropäische Ausland stürzen. Ausserdem sind es Staaten, wie Deutschland mit menschenverachtenden Steursätzen (50% + 19% Mehrwertsteuer), welche Steuerflucht verursachen. Wo bleibt DA die Moral???!!!

  • Oliver Bogdahn
  • 05.02.10 | 12:30 Uhr

Rainer Selk 05.02.10 08:41
Wer in D seine Steuern nicht in voller Höhe begleicht bricht das Recht, verhält sich sozialschädlich und muss schuldangemessen betraft werden!
Amtshilfe zu beantragen, scheitert an zweierlei:
1. An der gekünstelten Unterscheidung zwischen Steuerhinterziehung und -betrug
2. Am Bankgeheimnis
Diese beiden Elemente sind die Erfolgsrezepte, mit der sich die Schweiz sehr bewusst zu einer Steueroase geriert. Oder glaubt denn irgendwer, dass die erzielbaren Renditen bei schweizer Banken denn so viel besser wären, als im benachbarten Ausland?

  • Patrick Greter
  • 05.02.10 | 12:13 Uhr

Solange es Staaten gibt, die ihre Bürger mit so hohen Steuersätzen bestehlen (erste Straftat der Deutschen) wird es auch immer Steuerflucht geben, was ich durchaus legitim finde. Falls wir so dumm wären und der EU irgendwann beitreten, würden wir wohl auch so hohe Steuersätze bekommen und dann ebenfalls zu Steuerflüchtlingen werden.
Es ist zu hoffen, dass das schweizer Volk das zu verhindern weiss.
Allerdings versuchen in letzter Zeit die meisten unserer Politiker unser Land so stark zu schwächen, dass wir irgendwann so schlecht dastehen, dass wir beitreten müssen.

  • Rainer Selk
  • 05.02.10 | 10:32 Uhr

Nachtrag:
Wenn man sich die Beiträge anschaut, müsste eine Konsequenz daraus sein, dass alle Ausländer, vor allem Deutsche, sofort bei Einreise + nachträglich zu unterschreiben haben, dass sie vor Einreise in die CH alle Steuern, wo auch immer, Strafen abgesessen + sonstige Bussen + Schulden bezahlt haben.

Nach 'gefühltem' CH Gerechtigkeitsverständis geht's nun nicht mehr anders. Übrigens, die administrativen Umtriebe dafür sind mit einem Aufschlag von 10% auf die hier zu bezahlenden Steuern auszugleichen. Die Korintenhakophonie lebe hoch!

  • Christine Joos
  • 05.02.10 | 10:16 Uhr

Anhang und Beispiel zu Rechtsverdrehern: Die Aussage, "Daten seien keine Sache" ist eine spitzfindige Rechtsverdrehung sondergleichen.

Sie wurde von einem journalistischen Juristen oder juristischen Journalisten der "Süddeutschen" gemacht.

  • Roman Hasler
  • 05.02.10 | 10:14 Uhr

@ Oliver Bogdan
Interessiert die Deutschen schweizer Recht? Nein! jeder Staat schaut für sich selber, so war das immer und wird warscheinlich auch noch lange so sein. Die Argumente werden immer so zurechtgeschustert, dass man einigermassen als der Gute dasteht. Die Deutschen machen die Schweizer zum Buhmann, die Schweizer die Deutschen. Fakt ist, dass die ausl. Kontoinhaber nicht gegen CH recht verstossen. Gottseidank haben wir immer noch die Unschuldsvermutung, darum muss gewährt sein, dass die CH erst aktiv gegen jemanden wird, wenn ein Amthilfeantrag besteht.

  • Christine Joos
  • 05.02.10 | 10:14 Uhr

Sämtliche Begründungen f ü r den Kauf dieser gestohlenen Daten können allesamt als Makulatur in den Kübel geschmissen werden (zusammen mit den juristischen Rechtsverdrehern der Süddeutschen Zeitung): Es gibt, mit einer einzigen Ausnahme, keine einzige Begründung d a f ü r.

Und diese einzige Ausnahme als Begründung d a f ü r lautet: Ich will als deutscher Rechtsstaat zum deutschen Unrechtsstaat werden.

Punkt.

  • Rainer Selk
  • 05.02.10 | 08:41 Uhr

Oliver Bogdahn 04.02.10 18:31
Wir gehen nicht davon aus, dass alle, die Geld hierher bringen, per se Steuerbetrüger / Hinterzieher sind, wie auch in jedem anderen Falle, wir nicht voraussetzen, dass Ausländer / Touristen per se nach irgeneinem Recht 'Schweinehunde' sind!
Voraussetzende Vermutung des Schlechten: das ist 'gefühlte' Sehensweise neuer deutscher Volksmeinung, der es nicht gelingt, Orndung in Ihre Angelegenheiten zu bringen / Amtshilfte zu beantragen. Ursache + Wirkung werden hier permanent verlogen zurecht gebogen. Und nun kommt Hehlerei dazu. Wann rollen die D Leoparden?!

  • Werner Widmer
  • 05.02.10 | 07:15 Uhr

Schwarzgeld kommt wahrscheinlich in Koffern über die Grenze. So wie seinerzeit das Gold. Nein, es läuft über Bankverbindungen. Und die beginnt immer im Herkunftsland. Sollen doch die an die Karre genommen werdne. Aber von den will D nur die Dividenden die aus solchen Transfers entstehen.

Die Gewinne aus solchen Geldern werden ja am Ort der Gewinnausschüttung besteuert. Was will d D? Event. die Progression des Steuersatzes?
Werni

  • Fredi Nassauer
  • 04.02.10 | 19:31 Uhr

Tja, würde noch mehr "günstige" PFZ-Ausländer einstellen für solch sensitive Jobs. Wiedermal ein zünftiges Eigentor der FDP-Liberalen und ihren Freunden in den Grossunternehmen. Wie loyal diese Leute sind zeigt sich nun. Ein bisschen Schmunzeln muss man da schon. Der kassiert jetzt in seinem Heimatland Millionen für seine Verbrechen in der Schweiz. Aber wir lassen ja alles rein!

  • Oliver Bogdahn
  • 04.02.10 | 18:31 Uhr

Die Argumentationsrichtung des Artikels ist einseitig. Es wird nur thematisiert, dass der Kauf der Daten-CD gegen schweizer Recht verstieße.
Was aber ist mit deutschem Recht? Müssten schweizer Banken nach dieser Argumentation nicht auch die Annahme von Schwarzgeld deutscher Anleger verweigern, da sie sonst gegen deutsches Recht verstießen? Als Stichwort sei die Beihilfe zur Steuerhinterziehung und Begünstigung nach deutschem Strafrecht genannt?
Das dies hier vollkommen ausgeblendet wird, liegt daran, dass die Schweiz, ihre Wirtschaft und ihre Bürger vom status quo enorm profitieren.

  • Rainer Selk
  • 04.02.10 | 15:58 Uhr

Victor Hugenot 04.02.10 12:01
Welche Gesetze in D gelten, kann uns hier egal sein.
Gespräche zu führen, ist gut. Auf dem Weg waren und sind wir. Aber nur partnerschaftlich + nicht einseitig bzw. 'netterweise'.
Ob diese Partnerschaftlichkeit im Sinne des Wortes derzeit gegeben ist, darf sehr bezweifelt werden. 'Deutschland über alles',meinethalben, aber nicht überall, denn ausserhalb der Grenzen von D gelten andere Wertigkeiten und Gesetze: Oder soll am deutschen Hehlereiwesen die Welt genesen? Brauchen wir nicht, ebensowenig Anschlussstraften wegen zurechtgebogener Hehlerei !

  • Victor Hugenot
  • 04.02.10 | 12:01 Uhr

Die Anschlussstraftat wurde doch bereits in der Schweiz begangen. Die Steuerhinterziehung war die Straftat, das Verwalten der Gelder ist die Anschlussstraftat. Es ist eigentlich ziemlich frech, dass man sich jetzt in einem Land, in dem schon 1935 ein Gesetz explizit zum Schutz von Rechtsbrechern erlassen wurde, nun moralisch empört.

  • Rainer Selk
  • 04.02.10 | 10:22 Uhr

Otto Lohnsteuerzahler 03.02.10 23:59
Wenn jemand Geld schwarz in die CH brachte, hatte er es vorher. Warum haben das die D Fi.-Behörden nichts gemerkt? Klar, nun sind 'andere' am D Nachteil Schuld.
Dafür verteilt der Staat D weiterhin grosszügig Geld überall hin, hat Hartz IV eingeführt (wer hat's erfunden? die SPD!), Verarmung in Kauf genommen und führt -kostenfreien?! - Krieg am Hindukusch.
Geht die Kohle aus, holt man sie sich durch Hehlerei.
Heiter geht's weiter mit stinkender Moralelastix. Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich's ganz ungeniert. Partnerschaftl. Verträge mit 'denen'?!

  • Otto Lohnsteuerzahler
  • 03.02.10 | 23:59 Uhr

Gerade WEIL bei uns in D alles so mies ist und wir der tollen CH nacheifern wollen (auch iS niedrige SteuerSÄTZE), MÜSSEN wir alle entstehendn Steueransprüche auch REALISIEREN!
Für Rücksichtnahme auf eine "Rechtsordnung", die gewerbsmäßige Beihilfe zu Steuerhinterziehung fördert, wäre da leider kein Platz. Dass diese durch die Nacherhebung der Steuern u. ggf. Strafverfahren in D beeinträchtigt wäre, ist außerdem gar nicht erkennbar (nur die Geschäftsinteressen der CH Banken). Mit dem "Datendieb" mag der CH "Rechtsstaat" verfahren wie er will, wenn er ihn kriegt.

  • Martin Fierz
  • 03.02.10 | 23:54 Uhr

Lassen wir uns doch von den Deutschen keinen Sand in die Augen streuen! Ginge es ihnen vordergründig um Steuergerechtigkeit, hätten sie längst den eigenen Schwarzarbeitsumpf oder die EU Oasen trockengelegt. In dem monatelangen Disput geht es darum, unseren Standort zu schwächen! Zitat Steinbrück: ." die Schweiz kann Konditionen anbieten wo wir nicht mithalten können.." Noch Fragen? Schweizer wacht auf, kämpft nicht für Steuerhinterziehung aber für unseren Standort. Keine deutschen Verhältnisse bei uns sonst, ist die Lebensqualität futsch!

  • juergen kalaehne
  • 03.02.10 | 23:39 Uhr

Herr Lüchinger : Es geht nicht nur um das Schweizer Recht. Es geht auch darum, woher das Geld stammt, aus welchen Geschäften die Gelder der ausländischen Anleger stammen ... Ich habe das Gefühl , daß zumindest einige Banken in der Schweiz ein Geschäftsmodell entwickelt haben , daß es auch unlauteren Menschen möglich macht, Gewinnoptimierung zu betreiben. Und die Mitarbeiter einiger Schweizer Banken suchten im Zusammenhang mit der Gewinnung potientieller Kunden zwecks Beratung diese sogar in Baden-Baden, Freiburg i. Br. auf. Moral ?... Diplomkaufmann Juergen Kalaehne , Bürgermeister a. D.

 
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