Climategate

Datenklau mit Folgen

Die Veröffentlichung des E-Mail-Verkehrs führender Forscher wirft ein neues Licht auf die Klimadiskussion. Wie kam es zum Diebstahl? Was sind die Wirkungen? «Climategate», Teil 2.

Von Hanspeter Born

Manipuliert: Bolivien wird heisser (Rechteck), obwohl keine Temperaturen gemessen werden.

«Diebe haben Maildaten gestohlen», entrüstete sich der Zürcher Tages-Anzeiger: «Berechnend haben die Diebe wissenschaftliche Plaudereien zwischen Klimaforschern ins Internet gestellt. Völlig aus dem Zusammenhang gerissen, gezielt ausgewählt, den Zeitpunkt schlau bedacht. Mit dem Ziel, den Ruf seriöser Klimaforschung zu schädigen.» Der Berner Klimaforscher Professor Thomas Stocker nannte den Vorgang «kriminell». Professor Stefan Rahmstorf, wie Stocker massgeblich an der Ausarbeitung des 4. Sachstandsberichts des IPCC («Weltklimarat») beteiligt, sah «aus ethischen Gründen» davon ab, die durch einen «kriminellen Akt beschafften Mails» überhaupt zu lesen.

Das Dossier zur Klimakontroverse: Teil 1 dieses Berichts sowie weitere Artikel zum Thema

Hinter dem dreisten «Datenklau» vermutete man die Kreise, die der These der menschenverursachten gefährlichen Klimaerwärmung skeptisch gegenüberstehen und die von der NZZ und vielen andern als «Klimaleugner» bezeichnet werden. (Das Wort ist nicht gerade glücklich gewählt, denn selbst Leute, die gemäss NZZ «groben Unfug» und «selektiven Umgang mit der Wahrheit» betreiben, sind nicht so blöd, dass sie das Klima leugnen.)
War, was vor zwei Monaten im Internet passierte, wirklich ein krimineller Datendiebstahl? Und war es bloss ein «Sturm im Wasserglas», wie die NZZ meinte? Inzwischen ist einiges über die Entstehungsgeschichte von «Climategate», wie der Vorfall in Anlehnung an Watergate genannt wird, bekanntgeworden.

Gibt es einen Whistleblower?

Am 13. November 2009 veröffentlichte Jeff «Id» Condon, ein junger Luftfahrtingenieur, auf seinem Blog «Air Vent» den Brief, den die Präsidenten von achtzehn renommierten wissenschaftlichen Vereinigungen an amerikanische Senatoren geschickt hatten. Der Brief stellt fest: «Beobachtungen überall auf der Welt machen klar, dass der Klimawandel stattfindet, und rigorose wissenschaftliche Forschung zeigt, dass die durch menschliche Tätigkeiten in Umlauf gesetzten Treibhausgase dessen hauptsächlicher Einflussfaktor sind.»

In einem Antwortbrief behauptete der Hamburger Anwalt Dr. Arnd Bernaerts, Verfasser einer Studie über die arktische Wärmezeit des frühen 20. Jahrhundert, dass es falsch sei, die Treibhausgase als den «hauptsächlichen Faktor» des Klimas zu bezeichnen. Der hauptsächliche Faktor, schreibt Bernaerts, seien die Ozeane, und er zitiert Leonardo da Vinci: «Das Wasser ist der Fuhrmann der Natur.» In der anschliessenden Diskussion meldete sich am 17. November um 21 Uhr 57 auch ein «FOIA» mit folgendem Kommentar: «Wir haben den Eindruck, dass die Klimawissenschaft in der gegenwärtigen Situation zu wichtig ist, um unter dem Deckel gehalten zu werden. Hiermit geben wir eine Auswahl von Korrespondenz, Code und Dokumenten heraus. Hoffentlich vermittelt dies einen gewissen Einblick in die Wissenschaft und die Leute, die dahinterstecken.» Es folgten die Internetadresse eines russischen Servers, von der man diese Auswahl herunterladen konnte, und als Kostprobe die Links zu zwanzig E-Mails.

Bei den Kostproben handelte es sich um E-Mails, die führende Klimaforscher einander geschickt hatten. Eine Mehrzahl davon stammte von zwei im IPCC besonders einflussreichen Persönlichkeiten: Phil Jones, Direktor der Climate Research Unit (CRU) der Universität East Anglia in Norwich und Michael Mann, Professor für Meteorologie an der Universität Penn State und Urheber des berühmten Hockeyschlägerdiagramms, das den Temperaturverlauf über die letzten tausend Jahre nachzuzeichnen versucht.

Während sich der Betreiber des Blogs «Air Vent» ahnungslos auf Rehjagd im nördlichen Michigan befand, ging das von «FOIA» ins Netz gestellte Kompendium von Korrespondenz und Dateien wie ein Lauffeuer durch andere von Skeptikern betriebene Blogs – darunter den besonders populären «Watts Up With That?» des kalifornischen Meteorologen Anthony Watts, «Climate Audit» des kanadischen Mathematikers und Bergbauunternehmers Steve McIntyre und «The Blackboard» der Atmosphärenforscherin Lucia Liljegren. Innerhalb von zwei Wochen fand die «Climategate»-Geschichte Eingang in 28 400 000 Webseiten – eine erstaunlich Zahl.

Wer war der mysteriöse, für die Veröffentlichung der Daten den «Datenklau» verantwortliche «FOIA», der seinen Kommentar im Blog «Air Vent» von einer saudischen Adresse aus geschickt hatte? Die ins Netz gestellten E-Mails umspannen die Zeit von 1996 bis zum 12. November 2009. Dieses letzte Datum liefert einen möglichen Hinweis. Am Tag danach, dem 13. November, schickte nämlich der Leiter der Informationsabteilung der Universität East Anglia einen Brief an den Blogger Steve McIntyre, in dem dessen Gesuch um die Zustellung von Temperaturrohdaten, die er unter Hinweis auf die britische Version des amerikanischen Freedom of Information Act (FOIA) angefordert hatte, abgelehnt wurde. Der Umstand, dass der mysteriöse Kommentator sich selber «FOIA», seine Dateien FOIA und FOI2009 nannte, deutet darauf hin, dass ihn die Missachtung des Rechts auf freien Zugang zu wissenschaftlichen Daten durch eine staatliche Institution zu seiner umstrittenen Tat trieb. Wenn die Climate Research Unit (CRU) ihre Temperaturrohdaten für sich behalten wollte, dann würde er dafür sorgen, dass die ganze Welt sie einsehen konnte.

Steven Mosher, ein Softwareentwickler aus Kalifornien, der sich auch schon beim CRU um die Herausgabe von Daten bemüht hatte, hat inzwischen zugegeben, dass er bereits einige Tage vor dem 17. November im Besitz einer CD mit der «Climategate»-Datei war. Die Vermutung liegt nahe, dass er sich hinter dem Alias FOIA verbirgt. Aber woher hatte Mosher sie? Vermutlich nicht von einem Hacker, sondern von einem Informanten aus dem Kreis der offiziellen Klimaforscher, einem Whistleblower. Mosher kennt vermutlich den Namen des Informanten, aber bisher hat er geschwiegen.
Ist «Climategate» überhaupt wichtig? Zeigt es nicht bloss, dass Wissenschaftler auch nur Menschen sind, Fehler begehen, sich Hahnenkämpfe liefern und gelegentlich ein wenig schummeln?

Wer sich die umfangreiche «Climategate»-Dokumentation näher anschaut, muss zu einem andern Schluss kommen. Die Bedeutung von «Climategate» liegt darin, dass die E-Mails aufzeigen, wie ein kleiner Klüngel von motivierten und durchsetzungsfähigen Forschern eine wacklige Hypothese zur gängigen «Wahrheit» macht und es zustande bringt, die Welt, inklusive aller massgeblichen wissenschaftlichen Vereinigungen, von dieser «Wahrheit» zu überzeugen. Aus den E-Mails sieht man, wie diese Forscher den Meinungsbildungsprozess steuerten, wie sie ihre Artikel in wissenschaftlichen Publikationen unterbrachten, diese durch ihnen genehme Begutachter rezensieren liessen und wie sie Artikel, die ihren Thesen widersprachen, unterdrückten. «Climategate» hat auch aufgedeckt, dass der IPCC-Begutachtungsprozess, der garantieren soll, dass die in den Sachstandsberichten festgehaltenen Befunde hieb- und stichfest sind, ebenfalls von dem engen Kreis von engagierten Forschern kontrolliert wird.
Allerdings sieht Professor Thomas Stocker, Co-Präsident der Arbeitsgruppe I des IPCC, keinen Grund, das Begutachtungsverfahren zu ändern: «Es ist ja gerade die Stärke des IPCC-Begutachtungsprozesses, dass nicht ein einzelner Forscher darüber entscheidet, was im nächsten Bericht steht und was nicht. Es sind Autorenteams, die die Fachliteratur sichten, zusammenfassen und beurteilen. Danach folgt eine mehrstufige externe Begutachtung durch Experten und Regierungen weltweit. Wenn Sie sich das Produkt anschauen, dann sehen Sie, dass sämtliche relevanten Arbeiten zu einem Gebiet zitiert werden, auch kritische.»

Streit um die Himalajagletscher

Nun ist aber kürzlich nachgewiesen worden, wie fahrlässig das IPCC mindestens in einem Fall vorging und wie kläglich sein hochgerühmter Begutachtungsprozess versagte. Im 4. Sachstandbericht des IPCC von 2007 liest man: «Die Himalajagletscher bedecken ungefähr drei Millionen Hektaren oder 17% der Berggegend verglichen mit 2,2% in den Schweizer Alpen. Sie bilden die grösste Eisfläche ausserhalb der Polarkappen und sind die Wasserquelle für die zahllosen Flüsse, die über die indo-gangetischen Ebenen fliessen.» Weiter heisst es im Bericht, dass die Himalajagletscher, die den Indus, den Ganges und den Brahmaputra speisen, für Millionen von Menschen das einzige Wasserreservoir darstellen und dass allein im Gangesbecken 500 Millionen Menschen, ein Zehntel der Menschheit, leben. Dann heisst es wörtlich: «Die Gletscher im Himalaja gehen schneller zurück als in irgendeinem anderen Teil der Welt, und wenn der gegenwärtige Trend anhält, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie bis zum Jahr 2035 und möglicherweise schon früher verschwinden, sehr hoch [. . .]. Ihre totale Fläche wird bis zum Jahr 2035 wahrscheinlich von den gegenwärtigen 500 000 km2 auf 100 000 km2 schrumpfen. Der Rückgang und die Ausdünnung der Gletscher kann in erster Linie durch die vom vermehrten anthropogenen Ausstoss von Treibhausgasen verursachte globale Erwärmung erklärt werden.»

Sollte die Voraussage stimmen, wäre eine ungeheure Katastrophe perfekt. Als namhafte Gletscherforscher den Abschnitt im Bericht sahen, konnten sie nur den Kopf schütteln. Im letzten November veröffentlichte das indische Umweltministerium einen ausführlichen Bericht des Gletscherforschers Vijay Kumar Raina, welcher der These von den verschwindenden 10 000 Gletschern im Himalajagebirge widerspricht. Nach Raina verhalten sich diese Gletscher unterschiedlich. Während es solche gibt, die schrumpfen, haben andere sich stabilisiert, und einige sind in den letzten Jahren sogar gewachsen. Raina hat zwei riesigen Gletschern besondere Beachtung geschenkt, dem 75 km langen Siachen, der zwischen 1862 und 1909 um 700 Meter länger wurde, dann zwischen 1929 und 1958 um 400 Meter zurückging. In den letzten 50 Jahren ist seine Länge ungefähr stabil geblieben. Die Schrumpfung des 30 km langen, den Ganges speisenden Gangotri, der zwischen 1934 und 2003 jährlich im Durchschnitt um 22 Meter zurückging, hat sich verlangsamt und im September 2007 aufgehört.

Im Einklang mit den Befunden von Dr. Raina stehen auch Beobachtungen westlicher Wissenschaftler. So hat der kanadische Gletscherforscher Kenneth Hewitt, der seit vierzig Jahren in Pakistans Karakorum-Bergen Feldstudien betreibt, dieses Jahr festgestellt, dass dort seit seinem letzten Besuch vor fünf Jahren mindestens ein halbes Dutzend Gletscher zum Teil stark gewachsen sind.

Wie kam das IPCC dazu, das Verschwinden der Himalajagletscher bis 2035 vorauszusagen? In seiner Ausgabe vom 5. Juni 1999 zitierte das Magazin New Scientist den indischen Gletscherforscher Syed Hasnain, wonach alle Gletscher im zentralen und östlichen Himalaja bis 2035 verschwinden könnten. Diese beiläufig in einem E-Mail-Interview gemachte Prognose fand Eingang in einen vom World Wide Fund for Nature 2005 herausgegebenen Bericht über den Rückgang der Gletscher in Asien. Und auf diesen Bericht stützte sich das IPCC mit seiner abenteuerlichen Prognose vom vollständigen Verschwinden der Himalajagletscher.

Als im vergangenen November der Befund des Sachstandsberichts mit Verweis auf den Raina-Bericht in Frage gestellt wurde, bezeichnete Rajendra Pachauri, der Vorsitzende des IPCC, den Raina-Bericht als «Voodoo-Wissenschaft». Man habe eine klare Vorstellung von dem, was im Himalaja geschehe.

Nachdem nun allerdings verschiedene Zeitungen und Blogs die Entstehungsgeschichte des Himalajagletscher-Abschnitts im 4. Sachstandbericht rekonstruiert haben, will niemand die Verantwortung übernehmen. Syed Hasnain meint, er habe seine «spekulative» Voraussage nie in einer peer-reviewed Zeitschrift wiederholt und es sei nicht in Ordnung, wenn das IPCC «Hinweise aus populären Magazinen oder Zeitungen einbeziehe». Der Leitautor des betreffenden IPCC-Kapitels, der indische Gletscherforscher Murari Lal, erklärte: «Die IPCC-Autoren taten genau das, was von ihnen erwartet wurde. Wir stützten uns stark auf graue Literatur, einschliesslich des WWF-Berichts. Ein Fehler, wenn es denn einen gegeben hat, liegt bei Dr. Hasnains Behauptung und nicht bei den IPCC-Autoren.» Rajendra Pachauri, der IPCC-Vorsitzende, erklärte am 18. Januar, die Kontroverse gehe ihn nichts an und er trage «absolut keine Verantwortung».

Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang, dass im November 2008 das von Pachauri geleitete Forschungsinstitut TERI von der Carnegie-Stiftung einen Beitrag von einer halben Million Dollar erhielt, um die humanitären Folgen des Schmelzens der Himalajagletscher zu studieren. Leiter des so geschaffenen TERI-Gletscherforschungsteams ist Syed Hasnain, der die Prognose vom Verschwinden der Himalajagletscher gemacht hatte.

Handelt es sich bei der abstrusen Voraussage Hasnains, die sich in den 4. Sachstandsbericht eingeschlichen hat, um eine bedauernswerte Panne, oder stehen auch andere Befunde des IPCC auf tönernen Füssen? «Climategate» hat bewirkt, dass Tausende von Naturwissenschaftlern, Statistikern und Programmierern, die bisher die Aussagen des IPCC für wissenschaftlich gut begründet und deshalb für über alle Zweifel erhaben hielten, sich näher mit dem Thema zu befassen begannen. Diese Leute wollen sich jetzt ein eigenes Bild über die Veränderungen des Klimas und deren Ursachen machen. Die IPCC-Forscher können wegen des durch «Climategate» verursachten Wirbels Unterlagen wie Temperaturrohdaten nicht länger unter Verschluss behalten.

 

Krumme Touren der Forscher

Skeptiker werden neuerdings nicht einfach als Spinner oder gekaufte Schergen der Ölindustrie abgetan, sondern finden vermehrt Gehör. Man sieht sich Blogs wie «Climate Audit» oder «Watts Up With That» an und stellt fest, dass dort von klugen Köpfen geschriebene seriöse Beiträge zu lesen sind, über die dann Diskussionen von hohem Niveau geführt werden. Klimaforschung spielt sich heute nicht mehr in geschlossenen akademischen Kreisen und in peer-reviewed Fachzeitschriften ab, sondern auf dem grossen Ideenmarktplatz des Internets.

«Climategate» beschleunigt einen Prozess, der schon seit einiger Zeit im Gange ist. Üblich war und ist immer noch, dass die von Forschern in Artikeln aufgestellten Thesen von den Redaktoren wissenschaftlicher Zeitschriften kompetenten Rezensenten zur Prüfung übergeben werden, von diesen geprüft, möglicherweise ergänzt werden und dann mit etlicher Verspätung publiziert werden. Heute spielt sich der wissenschaftliche Meinungsbildungsprozess – manchmal zum Leidwesen seriöser Forscher – vermehrt im Internet ab. Alles geht schneller, aber auch chaotischer. Es wird schwierig, den Überblick zu behalten. Es sind nicht mehr nur die Redaktoren wissenschaftlicher Zeitschriften, die als gatekeepers (Informationsregulatoren) wirken, sondern die Hüter über Blogs, denen man Kompetenz zutraut – wie beispielsweise die «Klimazwiebel» des Hamburger Meteorologieprofessors und IPCC-Kritikers Hans von Storch.

Die durch «Climategate» ans Tageslicht gekommenen krummen Touren der Forscher haben Skeptiker ermutigt, weiter zu recherchieren und nach Ungereimtheiten zu graben. Die Medien (vor allem in England) haben heute weniger Angst, sich lächerlich zu machen, wenn sie den Nachforschungen der «Klimaleugner» Platz einräumen. In den USA hat diesen Monat «Global Warming: The Other Side», eine Fernsehdokumentation von John Coleman, dem legendären Wetterfrosch und Gründer des Weather Channel, für Aufsehen gesorgt. Sie zeigt, wie zwei wichtige, vom IPCC benutzte Datenzentren – das Nasa Goddard Institute for Space Studies in New York und das NOAA National Climatic Data Center in Asheville die Temperaturmessungen der letzten 150 Jahre manipulierten. In den siebziger Jahren stützte sich ihre Schätzung der durchschnittlichen Weltbodentemperatur auf die Messungen von 6000 Wetterstationen rund um die Welt. 1990 war diese Zahl auf 1500 zurückgegangen, angeblich zwecks gleichmässigerer Verteilung.

Wie der Programmierer E. M. Smith feststellte, wurden Messstationen vor allem in nördlichen und höheren Lagen ausgemustert. Die Thermometer marschierten nach Süden: «Die Thermometer am Strand in Los Angeles zeigen im Winter keine kalten Temperaturen an, diejenigen im Squaw-Valley-Skigebiet schon. In Kalifornien haben alle unsere Thermometer die Berge verlassen und sind jetzt am Strand, in der Nähe von Los Angeles und San Diego.» Wenn man sich auf der Nasa/GISS-Webseite die neusten Wetteranomaliekarten anschaut, stellt man fest, dass Bolivien rot gefärbt ist, will heissen, dass es dort abnormal warm ist. Nun werden aber seit 1990 Daten aus dem hohen Andenland Bolivien nicht mehr berücksichtigt. Stattdessen interpoliert man die Temperatur Boliviens aus Wetterstationen, die bis zu 1200 Kilometer von Bolivien entfernt sind und sich an den Stränden von Chile, Peru sowie am Amazonas befinden.

Smith kam zum Schluss, dass die Eliminierung von drei Vierteln der für die Ermittlung der globalen Durchschnittstemperaturen verwendeten Stationen nicht zufällig erfolgte, sondern dass es sich um einen «wohl konzipierten und orchestrierten Manipulationsprozess» handelte: «Je mehr ich hinschaute, desto mehr fand ich Streichungsmuster, die nicht zufällig sein konnten. Die Thermometer wanderten von kalten Bergen zu warmen Küsten, von der sibirischen Arktis zu südlicheren Orten und von unberührten ländlichen Orten zu den geteerten Rollbahnen von Düsenflugplätzen.»

Wer sind die Narren?

Unabhängig von Smith hat der Meteorologe Joseph D’Aleo das Verschwinden der Thermometer analysiert. Er hat herausgefunden, dass in Kanada die Zahl der berücksichtigten Wetterstationen von 600 auf 35 im Jahr 2009 zurückging. Der Prozentsatz der Stationen in niedriger Höhenlage (unter 100 m ü. M.) verdreifachte sich, und derjenige der hochgelegenen Stationen (über 1000 m ü. M.) wurde halbiert. Kein Wunder, dass die offizielle Klimaforschung jetzt das letzte Jahrzehnt als das wärmste in der Geschichte und je nachdem 1998 oder 2006 als das wärmste Jahr überhaupt präsentieren kann dies, obwohl es etwa in den USA 1934 nachweislich wärmer war als in den beiden erwähnten Jahren.

Die Kritik der «Klimaleugner» hat die offiziellen Klimaforscher bisher wenig beeindruckt. Sie sehen keinen Grund, von der These der gefährlichen menschengemachten Erwärmung abzugehen. Die vom Berner Professor Thomas Stocker präsidierte Arbeitsgruppe des IPCC erklärt in einem Communiqué: «Die Erwärmung des Klimasystems ist unzweideutig. Sie basiert auf Messungen von vielen unabhängigen Institutionen weltweit, die signifikante Veränderungen auf dem Land, in der Atmosphäre, dem Ozean und den eisbedeckten Gebieten der Erde aufzeigen. Durch weitere unabhängige wissenschaftliche Arbeit, die statistische Methoden und eine Reihe verschiedener Klimamodelle umfasst, sind diese Veränderungen als signifikante Abweichungen von der natürlichen Klimavariabilität erkannt und der Zunahme der Treibhausgase zugeschrieben worden.»

Dramatischer hat sich kürzlich James Hansen, Direktor des NASA Goddard Institute for Space Studies, geäussert: «Wenn wir tatsächlich die Schöpfung zerstören und unseren Kindern, Grosskindern und den Ungeborenen eine Situation weitergeben, die ausser ihrer Kontrolle sein wird, werden die Querdenker (contrarians), die sich bemühen, zu leugnen und zu verwirren, nicht die Hauptschuldigen sein. Die Querdenker werden als Hofnarren in die Geschichte eingehen. Es ergibt keinen Sinn, mit Hofnarren zu streiten. Es wird sie immer geben. Sie werden weiter für Unterhaltung besorgt sein, selbst wenn die ‹Titanic› anfängt zu sinken.»

Hat Hansen recht? Die Zukunft wird zeigen, wer die Narren sind – die Klimaskeptiker (Querdenker, Klimaleugner) oder die offiziellen Klimaforscher.

Wichtige Quellen und Blogs zum Thema (Pro und Kontra):

Kommentare

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  • Marcel Keller
  • 10.02.10 | 13:10 Uhr

Mehr Messungen ergibt besser Daten. Die Reduktion von 6'000 auf 1'500 Messpunkte ist unprofessionell. Die selektive Wahl von "warmen" Messpunkten hingegen kriminell, sofern tätsächlich geschehen. Was rechtfertigt Herr Stocker diese Vorgehen?

  • Rainer Selk
  • 02.02.10 | 20:14 Uhr

Christine Joos 02.02.10 19:38
'Es gibt nur eine clevere Antwort, Rainer: So nicht!'

Bin völlig einverstanden, denn so wie Dinge heute Abend liegen, würde Frau Merkel auch Piraterie gutheissen, um an Bankdaten zu gelangen. Das ist pures Mafiaverhalten.

Wachsende Rechtsunsicherheit in der Schweiz. Brachialmittel in Deutschland / EU. Was braut sich da für ein 'Gemisch' zusammen?! Ist das 'gewollt'?

Und das alles in dem Moment, wo wir die Gegenbest.- Abkommen neu verhandeln!

So geht es wirklich nicht. Oder hatte Steinbrücks Drohgebährden mehr Hintergrund als wir ahnen?

  • Christine Joos
  • 02.02.10 | 19:38 Uhr

Es gibt nur eine clevere Antwort, Rainer: So nicht! Und zwar ohne Rücksicht auf Verluste. Es geht um mehr, als die gestohlenen Daten: Es geht um unser gesamtes, westliches Rechtsverständnis. Fangen Staat und Polizei an, kriminell, korrupt, bestechlich zu werden, ist das der Tod eines jeden Rechtsstaates!

Pfui Teufel, Deutschland!

  • Rainer Selk
  • 02.02.10 | 14:43 Uhr

Alexej Buergin 02.02.10 10:05
Eine englische Zeitung bringt detaillierte Kritik am CRU, basierend auf die Climategate-Emails. DAS IST EINE SENSATION !!!

Danke für den Hinweis. Na, dann wird die Hyperventilierung in Sachen Climagate hoffentlich langsam wieder in Richtung Courant normal laufen und es werden endlich graue Zellen freigesetzt, die mal überlegen, was allenfalls wirklich nötig wäre, statt CO2 Abzockeritis und Untergangsszenarien à la UVEK + Co.

  • Alexej Buergin
  • 02.02.10 | 10:05 Uhr

Eine englische Zeitung bringt detaillierte Kritik am CRU, basierend auf die Climategate-Emails.

DAS IST EINE SENSATION !!!

Denn bei der Zeitung handelt es sich um den linksextremen Guardian, bisher ausschliesslich ein AGW-Propagandist.

Bei uns schläft die Schweizerische Einheitszeitung SEZ weiterhin den Schlaf des Gerechten. Augen zu, Ohren zu, Hirn zu.

  • Rainer Selk
  • 02.02.10 | 09:09 Uhr

Christine Joos 02.02.10 06:12
Was das für ein Typ ist das: hat man ihm den Boni reduziert oder verweigert, damit er das durch CD Verkauf kompensiert?
Was D hier politisch veranstaltet, ist Abbild innerdeutschen sozialromantisch geprägten Rechtsverhaltens und nimmt kriminelle Formen an.
Aber wir bewegen uns in der CH auf ähnlichem Pfad. Unsere Regierung hat in Sachen Banken auch 'Recht' gebrochen und müsste eigentlich davon gejagt werden. Rechtssicherheit adieu. Eine gefährliche Entwicklung in Richtung Faustrecht.
Allerdings: eine clevere CH 'Antwort' an D ist unerlässlich!

  • Christine Joos
  • 02.02.10 | 06:12 Uhr

Bevor einem juristische Spitzfindigkeiten das Gehirn vernebeln, weiss jeder ganz genau, dass gestohlenes Gut im Wissen, dass es gestohlen ist, nicht verwendet oder weiter veräussert werden darf.

Unglaublich, dass D sich in seiner Gier bewusst kriminell verhält. Was für ein entgleister Staat! Kein Wunder, fliehen ihn seine Bürger.

Was lerne ich daraus?: Lass Deinen Staat nicht überhand nehmen. Kontrolliere ihn wie ein Werkzeug, auf dass es nicht wie ein Roboter sich verselbständigt.

  • Rainer Selk
  • 01.02.10 | 22:53 Uhr

Zu der Climagate Dikussion: man fühlt sich in die Esoterikecke versetzt. Das Thema Roswell ist auch oft ab-/um-/nachgeschrieben worden. Viele der sog. 'UFO Forscher' haben derart von einander abgeschrieben oder sich auf 'Aussagen' anderer abgestützt, selbstverständlich weltweit 'belegt', dass man irgendwann kaum noch wusste, woher eigentlich die stimmige 'Wahrheit' (Quelle) stammt.
Genau so entwickelt sich das hier. Ab wann darf man eigentlich von soetwas wie manipulierter Verdrehung bzw. von gezielten 'Geschäftlistrategien' sprechen?

  • Rainer Selk
  • 01.02.10 | 18:53 Uhr

'Datenklau mittels CD'
Es ist nicht dasselbe, ob Staaten sich gegenseitig 'bschiesset' oder ob irgendwelche nichtstaatlichen Oeko Gremien weltweit Meinungen austauschen. Die zw. der CH + anderen Ländern geschlossenen Abkommen können nicht einfach einseitig ausgehebelt werden.
Wenn das so weitergeht, klaut die CH nächstens das D Gold in Fort Knox und macht klar, dass wegen Fluglärm hier viele 'Psychosen' haben....
Nein, Leute, so geht das nicht, Steuern hin oder her. D soll seinen Steuersalat in Ordnung bringen. Dann, ja dann kommt für die die 'Stunde' der romantik Sozialhängemattewahrheit.

  • Peter Wolff
  • 01.02.10 | 18:40 Uhr

„Wenn es um Klimaforschung geht, ist der Datenklau zu begrüssen, weil er der "Wahrheit" dient, ...“

Nein: In der Forschung sind Quellen und Messdaten offen zu legen; weil das keine privaten Daten sind, und das sieht meines Wissens auch das für Jones und Co. zuständige englische Gesetz so, das bewusst gebrochen wurde. Man darf Resultate nicht ohne bei auftauchenden Fragen nachprüfbare Quellen und Rohdaten veröffentlichen. Anders ist es wohl mit dem Briefverkehr gewesen, der aber eh mehr die Schuld- als die letztlich wichtigere Faktenlage beleuchtet.

  • Alexej Buergin
  • 01.02.10 | 18:39 Uhr

Was sagt mehr aus über das IPCC:
Rajendras Pornoroman oder Darios Diplomarbeit?
1) IPCC-Chefdenker Pachauri hat tasächlich einen Pornoroman publiziert
2) Der schweizer Bergführer Dario Andri Schwörer hat in seiner Diplomarbeit das IPCC zitiert; dieses wiederum hat in seinem letzten Bericht die Diplomarbeit von Schwörer zitiert.

  • Alexej Buergin
  • 01.02.10 | 17:43 Uhr

Wenn ein Insider Dinge ans Licht bringt, um Missstände aufzudecken ("Whistleblower"), so ist das nicht nur nicht Datenklau, sondern wird vom Gesetz sogar gefördert. Es könnte aber auch sein, dass das CRU mit allen Daten so inkompetent umgeht wie mit den gemessenen Klimadaten (die verloren gingen). Das wäre dann wohl Fahrlässigkeit.
An der Untersuchung ist bisher nur auszusetzen, dass sie lange dauert. Bisher sitzt weder ein Hacker noch ein Klimaforscher im Gefängnis.

  • T G
  • 01.02.10 | 12:40 Uhr

Wenn es um Klimaforschung geht, ist der Datenklau zu begrüssen, weil er der "Wahrheit" dient, aber wehe jemand aus einer unserer schweizer Banken gibt Daten über ausländische Steuerdelinquenten weiter!
Hier könnte man auf die Idee kommen es wird ein bisschen mit zweierlei Mass gemessen, nach dem Motto "der Zweck heiligt die Mittel".

  • Alexej Buergin
  • 01.02.10 | 11:38 Uhr

Lieber Frau Joos

dies ist nicht ganz OT; die Klimawärmer argumentieren ja so, um zu verhindern, dass wir über Climategate die Wahrheit wissen. Die Polizei jedoch spricht nun von "leaks", nicht "hacking"; das wäre OK.

Die NZZ hat übrigens einen kritischen Artikel über Pachauri publiziert, der leider blitzschnell wieder aus der "Wissenschaft" genommen wurde (man suche unter "Klimarat"). Offenbar darf hierzulande nicht einmal eine nur HALB-linke Zeitung etwas kritisches übers IPCC schreiben.

  • Christine Joos
  • 01.02.10 | 07:51 Uhr

Off-Topic: Datenklau in Sachen "deutsche Steuerflüchtlinge".

Wie kann es sein, dass ein Staat auch nur daran zu d e n k t, illegal erworbenes Datenmaterial zu verwenden und verwerten?

In einem Prozess dürfte illegal erworbenes Material nicht der Beweisführung dienen.

  • Peter Wolff
  • 31.01.10 | 22:49 Uhr

„warum "vor allem" Luftverkehr?“

1. Ich bezweifle seit etwa 1990, dass CO2 die Hauptursache einer allfälligen anthropogenen Klimaerwärmung ist.

2. Meine – wohl (noch) etwas spekulative – Hauptsorge ist der stark zunehmende Luftverkehr, weil ich fürchte, dass er irgendwann durch seine in relativ grosser Höhe freigesetzten Emissionen (primär Wasserdampf-Kondensstreifen, aber auch Aerosole) das Klima merklich beeinflussen könnte; immerhin hatte das Flugverbot in den USA nach dem 11.9.2001 meines Wissens sofort zu einem signifikanten Temperatursignal geführt.

  • Alexej Buergin
  • 31.01.10 | 18:02 Uhr

Lieber Herr Wolff
warum "vor allem" Luftverkehr? Dieser ist für 2% der amthropogenischen CO2-Emissionen verantwortlich, man würde also kaum merken, wenn man ihn ganz verbieten würde (den wirtschaftlichen Schaden allerdings schon).
Natürlich ist es unsinnig, dass die 3 Klimagenies aus dem UK (Charles, Brown, Blair) alle mit dem eigenen Privatjet nach Kopenhagen flogen. Vom Botox-Photoshop-Girl aus Kalifornien ganz abgesehen. Aber wenn man etwas tun will, dann dort, wo es auch Wirkung hat.

  • Henry Rehmann
  • 30.01.10 | 16:25 Uhr

35 % der weltweiten CO2 Produktion stammt von der Aus-Atem-Luft der Menschen. Und CO2 ist der Nährstoff für die Pflanzenwelt.

  • Peter Wolff
  • 30.01.10 | 00:34 Uhr

Was man heute guten Gewissens tun kann und soll:

Weder bewusst noch aus Annehmlichkeitsgründen am Klima schrauben, da man dieses hierfür wohl noch lange nicht ausreichend verstehen wird, weshalb man mit den vorhandenen Rohstoffen so sparsam wie nur möglich umgehen und möglichst wenig in die Natur eingreifen sollte;also z.B. weg von Bioethanol, von übermässigem Auto- und vor allem auch Luftverkehr ...

Auch sollte man Völkerwanderungen aus wärmeren in kältere Zonen strikte unterbinden und die masslose Vermehrung in Entwicklungsländern nicht noch unterstützen.

  • Peter Wolff
  • 30.01.10 | 00:31 Uhr

„Die nächsten Jahrzehnte werden zeigen, dass der Einfluss des Menschen auf das Klima gering ist.“

Hoffentlich, man weiss es aber nicht;mein „Merksatz“ dazu:

„Das Klima ist eine ausserordentlich komplexe Angelegenheit, und nur Hochstapler und/oder Idioten meinen den Klimaverlauf des begonnenen Jahrhunderts schon heute prognostizieren zu können. Trotzdem kann natürlich der eine oder andere Recht behalten;schliesslich gibt es ja auch Leute, die im Lotto gewinnen.“ (siehe www.soso.ch/Klima_1.pdf)

Und: Das Klima ist kaum die grösste Gefahr für die Menschen.

  • Alexej Buergin
  • 29.01.10 | 22:00 Uhr

Lieber Herr Müller

nehmen wir an, Sie hätten wie Bill Gates 50 Milliarden zum Verschenken. Würden Sie das Geld dazu verwenden, den Anstieg des CO2-Gehalts der Luft etwas zu bremsen? Oder ist es denkbar, dass es eine bessere Verwendung dafür gibt? (Lomborg hat eine ganze Anzahl davon aufgezählt: Sauberes Trinkwasser für alle? Medikamente für alle? Schule für alle?)

Klimarealisten "bezwecken" nichts;sie wollen bloss die wissenschaftliche Wahrheit wissen. Die nächsten Jahrzehnte werden zeigen, dass der Einfluss des Menschen auf das Klima gering ist.

  • Alexej Buergin
  • 29.01.10 | 10:26 Uhr

Climategate: Gesetz gebrochen.

Die ersten Untersuchungsergebnisse haben ergeben, dass tatsächlich das Gesetz gebrochen wurde: Vom CRU selbst, als man sich weigerte, Information zu veröffentlichen. Leider beträgt die Ver"jährungs"frist nur gerade ein halbes Jahr.

Aber man darf wohl fragen, wer als erster gegangen wird: CRU-Direktor Jones oder IPCC-Chef Pachauri?

  • Thomas Müller
  • 29.01.10 | 09:48 Uhr

Ob und wie stark wir Menschen den Klimawandel beeinflussen kann wohl niemand so genau sagen. Ich persönlich glaube daran, dass der Mensch einen starken Einfluss hat, auch wenn zweifelsfrei noch andere Faktoren eine Rolle spielen. Ich frage mich aber, was die Klimaskeptiker bezwecken wollen? Selbst wenn es keinen von Menschen verursachten Klimawandel geben sollte, was ist so schlimm daran, wenn wir unserem Planeten ein bisschen mehr Sorge tragen würden? Wir beuten die Erde gnadenlos aus, roden, fischen, verschmutzen und zerstören als ob es kein Morgen gäbe, hauptsache der Profit stimmt!

  • Alexej Buergin
  • 28.01.10 | 19:46 Uhr

Das Wort Leugner ist heute mit "Holocaust-Leugner" assoziiert und soll die Klimarealisten in die Nazi-Ecke stellen. Ich habe eine Aversion gegen Leute, die bei jeder Gelegenheit "Nazi" brüllen.

Niemand bestreitet, dass es CO2 gibt und dass es einen gewissen Einfluss auf die von der Erde abgestrahlte Wärme hat. Viele sind aber der Meinung, die IPCC-"sensitivity" (gemäss Formel
Delta-T = 4°C * ln(C/Co) ) sei masslos übertrieben.

Und gemäss einer Umfrage vom Wochenende glaubt nur ein Viertel aller Schweizer, die CO2-Politik habe eine Wirkung auf das Klima.

  • Rainer Selk
  • 28.01.10 | 18:59 Uhr

Michael Hartmann 28.01.10 18:07
Uns was, lieber Hartmann, schlagen Sie denn vor, konkret, was wollen Sie 'verschwörerisch' denn sagen?

  • Michael Hartmann
  • 28.01.10 | 18:07 Uhr

Es gibt keine einheitliche Basis mit der sich die CO2 Leugner und CO2 Gegner miteinander reden können.

Jeder kann seine 'Verschwörungstheorien' im Internet publizieren und seinen 'Beitrag' zur Klimadiskussion liefern.

Und hier haben wir es mit 'Verschwörungstheorien' zu tun. In der Schweiz hat es begonnen mit der Ablehnung von Atomkraftwerken, mit der Ablehnung von Endlagern atomarem Müll, mit der Alpeninitiative, mit der CO2-Abgabe - offensichtlich der Wunsch der Bürger zu mehr 'Umwelt'schutz. DAS ist ein Wählerauftrag.

  • Carla Kägi
  • 28.01.10 | 15:25 Uhr

Richtig. Die Sonne soll endlich machen was unser chronisch beleidigt und entäuscht dreinblickender BR Leuenberger will!
Ich hoffe, dass es jetzt bis in die hinterste Ecke dieses Landes durchsickert was mit uns gespielt wird und das sich das zahlende Volk weigert, sich noch länger für "kreierte" Katastrophenszenarien das Geld aus der Tasche ziehen zu lassen.
Wir haben genügend reale Katastrophen um die wir uns kümmern müssen! Ausserdem ist es gefährlich für die jeweiligen Regierungen wenn sie andauernd beim anheizen von "diffusen Ängsten" erwischt werden, denen jegliche reale Grundlage fehlt.

  • Rainer Selk
  • 28.01.10 | 13:31 Uhr

Wenn man diese Geschichte liest, wird man an Erich v. Dänicken erinnert, der immer wieder 'Beton-Verhaltsweisen' von Wissenschaftlern moniert. Hier geht es augenscheinlich viel weiter.
Bei Wirtschaftsprognosen ist es umöglich, über 12 und mehr Monate hinweg verlässliche Voraussagen zu treffen.
Aber Klimaforscher wollen solche Voraussagen bis 2035 treffen können. Wirklich erstaunlich....
Das ganze ist bulesk und wird mehr und mehr unglaubwürdig. Wem nutzt das? Welche 'Grossangstmacherkasse' verdient hier Geld? Oder müsste man im UVEK z.B. die Sonne mittels Gesetz zur Ordnung rufen....?!

  • Karin-Maria Schäfer
  • 28.01.10 | 10:59 Uhr

Die Narren sind in erster Linie alle Steuerzahler, die von den findigen Klimafantikern (inkl. Bundesrat Leuenberger) abgezockt werde wie einst die armen Gläubigen von den Kirchenfürsten. Heute ist die Hölle, der es mittels Ablasszahlungen zu entkommen gilt, das sich dramatisch verändernde Klima. Die Verursacher (Generatoren der Treibhausgase (CO2)) werden kräftig mittels Abgaben zur Kasse gebeten. Teure Klimagipfel (in klimatisierten Gebäuden) werden zur neuen Branche. Die Erde verändert sich genauso wie die Jahreszeiten, unabhängig von irgendwelchen Klimaschützern, oder neuen Inquisitoren???

  • Alexej Buergin
  • 28.01.10 | 10:23 Uhr

Ein "Hofnarr" ist das Gegenteil von einem Narren;er braucht bloss eine humorvolle Art, dem Tyrannen die Wahrheit zu sagen, die dieser sonst nicht hören will.
Und gemäss neuesten Umfragen ist die "sinkende Titanic" die anthropogenische Erderwärmung, die in den USA noch von 28% aller Leute für wichtig gehalten wird (letztes Jahr waren es noch 38%). Damit kam AGW von 31 Problemen auf den allerletzten Platz
(Pew Research Center).

 
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