Editorial

Haiti

Eine Art Simbabwe der Karibik. Obamas interessante Bankensteuer. Wie viel Boni verkraftet die Schweiz?

Von Roger Köppel

Die Deuter sind sich einig. Das Erdbeben von Haiti wirkte sich vor allem deshalb so verheerend aus, weil die Naturgewalten ein Land im Zustand der totalen Armut trafen. Haiti ist ein Modellfall des Elends. Der Inselstaat gehörte zu den reichsten Provinzen des französischen Kolonialreichs. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erkämpften sich die aus Afrika importierten Sklaven die Freiheit. Dann ging es bergab. Die einstigen Kolonialherren wurden brutal vertrieben. Während sich in der benachbarten Dominikanischen Republik europäische Einflüsse und der Katholizismus hielten, setzten die Haitianer auf eine tief afrikanische Voodoo- und Aberglaubenkultur. Das einst idyllische Inselparadies wurde zu einer Art Simbabwe der Karibik.

Roger Köppels Videokommentar zum Thema Haiti

Ein anderer unangenehmer Faktor wird heute beim Anblick der tragischen Katastrophenbilder verdrängt: Haiti kassierte Milliarden an internationaler Entwicklungshilfe. Zwischen 1990 und 2005 erhielten die wechselnden Regierungen des Krisenstaats rund vier Milliarden Dollar sowie jährlich rund eine Milliarde Dollar an Geldrücksendungen von Ausland-Haitianern. Trotz der massiven Schenkungen wurde weder die Armut ausgerottet noch die Voraussetzung für Wirtschaftswachstum aus eigener Kraft geschaffen. Die Entwicklungshilfe brachte nichts. Im Gegenteil: Die Zahlungen gewöhnten das Volk daran, dass andere für seine Lebensrisiken haften.

Das Beispiel Haiti bestätigt die Vorbehalte, die schon vor Jahrzehnten der britische Ökonom Lord Peter Bauer gegen den Zeitgeist formulierte: «Entwicklungshilfe ist weder nötig noch ausreichend, um wirtschaftlichen Fortschritt in der sogenannten Dritten Welt auszulösen. Es ist wahrscheinlicher, dass Entwicklungshilfe Wirtschaftswachstum behindert als fördert.» Bauers Argumente sind noch heute schlüssig. Entwicklungshilfe laufe zu oft über Regierungen und steigere dadurch zwangsläufig Macht und Einfluss der Politik. Dies führe zu einer Politisierung des Wirtschaftslebens mit der Folge, dass die Leute ihre Energie nicht auf unternehmerische Produktivität legen, sondern sich vor allem bemühen, an die staatlich verwalteten Entwicklungsmilliarden zu gelangen. Durch den Zufluss der Fremdgelder, so Bauer, würden die Voraussetzungen für nachhaltiges Wirtschaftswachstum nicht geschaffen, sondern zerstört.

Die Erfolgsgeschichte der westlichen Industrienationen belegt zudem: Wohlstand muss aus eigener Kraft, durch Anstrengung und Risiko, gegen horrende Widrigkeiten mit Fleiss und Ausdauer erarbeitet werden. Wäre Entwicklungshilfe eine entscheidende Voraussetzung für Wirtschaftswachstum und Prosperität, Europa würde noch heute in der Steinzeit leben. Hätte es die Französische Revolution gegeben, wenn der Bauernstand mit Subventionsmilliarden der EU besänftigt worden wäre? Die eigene historische Erfahrung widerlegt die Hoffnungen und Prinzipien, die gerade westliche Regierungen und mächtige Entwicklungshilfe-Lobbys mit Blick auf die Dritte Welt nach wie vor für richtig halten. Die Trümmerberge von Haiti sind ein Sinnbild für den Irrweg der Entwicklungshilfe.

US-Präsident Obama will eine neue Grossbankensteuer einführen. Der Staat treibt das Geld, das er während der Finanzkrise vorstreckte, wieder ein. Die Abgabe soll auf das Fremdkapital von Banken einer bestimmten Grösse erhoben werden. Es handelt sich um eine Art Versicherungsprämie nach dem Muster: Banken, die so gross sind, dass sie im Krisenfall vom Steuerzahler gestützt werden müssen, haben eine Staatsgarantie. Das sollen sie bezahlen. Obamas Vorschlag zielt in die richtige Richtung, wenngleich seine Begründung nicht verfängt. Der Denkfehler zeigt sich daran, dass von seiner Steuer auch die in Amerika tätigen Schweizer Banken UBS und Credit Suisse betroffen sein würden, obschon sie nie von amerikanischer Staatshilfe profitiert haben oder profitieren könnten. Obamas Vorstoss hat dennoch einen vernünftigen Kern. Indem die Steuer auf Grossbanken mit viel Fremdkapital abgezirkelt ist, schafft sie einen Anreiz, das Fremdkapital zu senken und die Banken zu verkleinern. Die Steuer berührt damit den Kern eines ordnungspolitischen Hauptproblems: In der Finanzkrise wurde sichtbar, dass im Grossbankensektor die Marktwirtschaft nicht spielt. Scheiternde Finanzriesen mussten gegen jede marktwirtschaftliche Logik gerettet werden, weil sie ganze Volkswirtschaften in den Abgrund gerissen hätten. Sie waren und sind zu wichtig, um untergehen zu dürfen, too big to fail.

Die Situation ist in den USA heute noch bedrohlicher als vor der Krise, da einzelne Banken durch Zusammenschlüsse weiter wuchsen. Jetzt muss alles unternommen werden, um diesen gefährlichen Trend zu brechen. Die Banken müssen schrumpfen, bis sie keine Systemrisiken mehr bedeuten und die Marktwirtschaft wieder funktioniert. Barack Obama legt einen Ansatz vor, den man diskutieren sollte.

Und wieder brandet die Empörung über Bankenboni hoch. Gemäss Sonntagspresse will die UBS ihren Angestellten eine beträchtliche Summe an Leistungszulagen und flexiblen Lohnbestandteilen ausschütten. Ist das verwerflich? Ist der Aufschrei berechtigt? Oder sollten die Kritiker den Mund halten, weil weder der Staat noch die Zeitungen einer privat geführten Bank bei der Lohngestaltung dreinreden dürfen? Es greift zu kurz, den Widerspruch als Ausfluss wirtschaftsfeindlicher Ressentiments zu deuten. Sicher spielt Neid immer mit, wenn es um hohe Löhne und Gehälter geht. Aber hier ist ein anderer Aspekt zu berücksichtigen: Die UBS verfügt über eine faktische Staatsgarantie. Sie ist so gross, dass sie nicht untergehen darf, weil ein Kollaps die Schweizer Volkswirtschaft zerstören könnte. Das gilt auch für die Credit Suisse. Faktisch haften die Steuerzahler mit ihrem Geld im Ernstfall für den Weiterbestand der Grossbanken, und daraus leitet sich der Anspruch der Politik ab, die Institute zu beaufsichtigen. Solange die Banken unter staatlichem Schutz stehen, sind sie faktisch Staatsbetriebe, die nicht machen dürfen, was sie wollen.

Die Fragen drängen sich auf: Wer bekommt Boni und wofür? Wie viel Prozent der Gewinne werden ausgeschüttet? Welche Anreize bestehen für welche Geschäfte? Wer zahlt, befiehlt. Es ist die Pflicht der Politik, von den staatlich lebensversicherten Banken präzise Antworten zu verlangen. Gleichzeitig muss der Staat die Banken auf eine verträgliche Grösse herunterfahren, um sie gefahrlos den Marktkräften zu überlassen.

Kommentare

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  • Peter Schlegel
  • 27.01.10 | 17:08 Uhr

Werni,

"..."fit for industrialized civilization" einiges mehr als 100 Jahre braucht."

Teilweise richtig.

Das ist ja gerade das Problem von Afrika. Die Kolonialherren hatten bewusst die industrielle Entwicklung von Afrika verhindert, weil man nur Rohstofflieferanten wollte und keine Produzenten, die die eigene Wirtschaft konkurenzieren.

Dank der globalisierten Wirtschaft von heute, kann diese Entwicklung aber teilweise beschleunigt werden (asiatische Staaten).

Probleme sind die mangelnde Integration afrik. Staaten in die Weltwirtschaft und die Schutzzölle der Industriestaaten!!!

  • Rainer Selk
  • 27.01.10 | 17:08 Uhr

Peter Schlegel 27.01.10 14:41
Afrika = Garten Eden. Dann also zurück mit allen Afrikanerflüchtlingen aus Europa ins geliebte Land.
Sogar die Philister können sich nicht ewig beklagen, weil sie von den Israeliten platt gemacht worden sind (...).
Ich kann mich nicht daran erinner, je einen Sklaven 'gehalten' zu haben.
Wie absurd wird die Diskussion eigentlich noch....

  • Peter Schlegel
  • 27.01.10 | 17:04 Uhr

Werni,

"SA ist jetzt nicht einmal mehr ein Ziel für WM Fussballfans."

Völliger Unsinn! In den europäischen Staaten gibt es viel zu wenige Tickets für die WM in SA, weil die Nachfrage so gross ist! Siehe NL!

"Sklavenhandel hat nichts mit der Kolonisation zutun."

Historisch völlig falsche Aussage!!! Wirf doch bitte mal einen Blick in ein Geschichtsbuch.

Wie sind denn die Vorfahren der heutigen Bewohner Haitis beispielsweise nach Haiti gelangt? Oder die Vorfahren der Afro-Amerikaner in die USA? Oder die Vorfahren der Kapmalaien nach Kapstadt?

Überleg doch mal etwas!

  • Peter Schlegel
  • 27.01.10 | 16:54 Uhr

Werni,

1. Es gibt viele Staaten, die reich an Bodenschätzen sind und trotzdem arm.

2. Energieträger sind für den Erfolg der botwanischen Wirtschaft nur von zeitrangiger Bedeutung.

3. "Die Industrie wird von Weissen oder assimilierten Schwarzen geführt."

Absoluter Blödsinn! Auch wenn es nicht in dein Weltbild passt, mein Guter, auch Schwarzafrikaner können sehr erfolgreich Betriebe führen!

Fakt ist: Botswana war bei seiner Unabhängigkeit in katastrophalem Zustand! Als die Einheimischen die Geschicke des Landes in ihre Hände nahmen, wurde es erfolgreich!!!

  • Peter Schlegel
  • 27.01.10 | 16:19 Uhr

Henry Rehmann,

Völlig falsch!

Eine Mehrwertssteuer wirkt sich in einem Land wie Haiti extrem konsumhemmend aus!!!

Die Einführung oder Erhöhung einer Mehrwertssteuer ist in diesem Fall das Dümmste was man tun kann!

Eine direkte Einkommenssteuer hat auch negative Auswirkungen auf den Konsum, aber niemals derart negativ wie eine Mehrwertssteuer!

Am wenigsten schädlich ist die Vermögenssteuer! Diese hat in einem Staat wie Haiti, in dem die meisten Bürger ohnehin kaum Vermögen besitzen die geringsten Auswirkungen!

  • Werner Widmer
  • 27.01.10 | 15:44 Uhr

Herr Schlegel,
Botswana ist reich an Mineralien und Energieträgren. Äusserst schwach besiedelt. Die Industrie wird von Weissen oder assimilierten Schwarzen geführt.
SA ist jetzt nicht einmal mehr ein Ziel für WM Fussballfans. Demokratisch und sicher?
Sklavenhandel hat nichts mit der Kolonisation zutun. Tatsache ist, dass "fit for industrialized civilization" einiges mehr als 100 Jahre braucht. Learning by doing ist es seit 1955 etwa. Gibt Friktionen weil das Tier Mensch voll durchschlägt.
Der Diktator Mugabe? Nein der Clan Mugabe mit seinem Aushängeschild. Deren gibt es fast nur.
Werni

  • Henry Rehmann
  • 27.01.10 | 14:57 Uhr

Die gleich Lösung wie für Haiti würde auch Detroit aus der totalen Verwahrlosung heraushieven.

  • Henry Rehmann
  • 27.01.10 | 14:55 Uhr

Um den absolut hoffnungslosen Fall Haiti vor dem totalen Kollaps zu retten gibt es eine relativ einfache Lösung:

Während 25 Jahren gibt es für Private und Firmen KEINE Einkommens- und KEINE Vermögenssteuer. Nur eine Mehrwertsteuer von z.B. 10 %.

Und dazu braucht es Rechtssicherheit und garantierte Eigentumsrechte.

Innert weniger Jahre würde Haiti zu einem HongKong in der Karibik.

  • Peter Schlegel
  • 27.01.10 | 14:41 Uhr

Rainer Selk,

Du vergisst, dass kein anderer Kontinent derart stark unter dem Wahn der Kolonisation gelitten hat. Ganze Generationen wurden versklavt und beispielsweise nach Haiti verschleppt!

Fakt ist, dass sich seit der Unabhängigkeit die Lage in den meisten afrikanischen Staaten gerade betreffend Bildung (Analphabetenrate), Gesundheitswesen (Kindersterblichkeit) massiv verbessert hat.

Was Zuma betrifft: Das mit der Vielweiberei musste ja kommen. Typisch für Leute, die keine Argumente haben.

  • Peter Schlegel
  • 27.01.10 | 14:37 Uhr

Rainer Selk,

Du bist schlecht informiert. Korruption ist sicherlich ein Problem in Afrika, aber sicherlich nicht der Hautgrund für die Armut.

In Sachen Korruption schneiden afrikanische Staaten wie Südafrika oder Botswana besser ab als Berlusconi-Italien oder Griechenland. Im Vergleich zu Staaten wie Brasilien oder Indien schneiden viele afrikanische Staaten nicht schlecht ab. Im Vergleich zu China oder Russland schneidet Afrika als Ganzes gar besser ab!

Du scheinst die Fakten nicht zu kennen und dich von Vorurteilen leiten zu lassen!

  • Peter Schlegel
  • 27.01.10 | 09:44 Uhr

Werni,

Ich habe in meinem Beitrag Mugabe als Diktator bezeichnet, der sein Land zu Grunde richtet!!!

Bitte richtig lesen!!!

  • Rainer Selk
  • 27.01.10 | 09:28 Uhr

Peter Schlegel 27.01.10 01:25
Die Neigung, alles haben zu wollen, dafür nichts zu bringen und das als 'anspruchsberechtigt' arrogant einzufordern, ist leider latent. Die Korruption auch. Arika ist seiner Gesamtsumme ein Extremfall, mit einigen Ausnahmen. In jedem Falle aber ein blinder Entwicklungsfass-ohne-Boden-Verwöhn-Topf, der bis in die Köpfe jener Wirtschaftsflüchtlinge reicht und hier sozi euroromantisch idealistisch 'beweint' wird. Folge: noch mehr Entwicklungskohle für's Nichtstun...
Zuma: das Schönredethema + Veilweiberei und und und ersprare ich mir hier.

  • Peter Schlegel
  • 27.01.10 | 01:25 Uhr

Rainer Selk,

Alt-Bundesrat Blocher hatte vor 20 Jahren behauptet, die Einführung des Wahlrechts für alle Bewohner (also auch für Nicht-Weisse), würde ins Chaos führen.

Auch andere hatten die Katastrophe vorausgesagt, wenn die ach so "fähigen Weissen" ihre Macht an die ach so "unfähigen Schwarzen" abgeben müssen.

Südafrika ist aber heute ein erfolgreicher und demokratischer Rechtsstaat!

Präsident Zuma hat mit der Zusammenstellung seines Kabinetts sehr viel Intelligenz und Weitsicht bewiesen!!!

  • Peter Schlegel
  • 27.01.10 | 01:20 Uhr

Rainer Selk,

Simbabwe ist ein negativer Extremfall in Afrika!

Ganz anders sieht es in Botswana aus, das nach der Unabhängigkeit eines der ärmsten Länder der Welt war: Wirtschaftlich am Boden, miserable Bildung, miserable Ernährungslage!

In den letzten 20 Jahren hatte kein anderes Land der Welt ein derart hohes Wirtschaftswachstum wie Botswana.

Seit der Unabhängigkeit ist Botswana ein erfolgreicher und demokratischer Rechtsstaat!!!

  • Werner Widmer
  • 26.01.10 | 12:48 Uhr

Herr Schlegel,
Jederman hat etwas zu sagen. Und wenn nur mit den Füssen. Unter Smith hatten die Leute Heim und Essen, dafür keine Demokratie. Jetzt haben sie weder Heim noch Essen und die Demokratie auch nicht. Die sozialistische Klientel um Mugabe mit den europäischen Sympathisanten haben es schön.
Es lebe das Prinzip und das Individium sterbe.
Werni

  • Rainer Selk
  • 25.01.10 | 23:02 Uhr

Peter Schlegel 25.01.10 21:18
Mugabe bringt einfach alle Andersdenkenden um. Der Rest hat nichts zu sagen, bereichert sich / ist krank / flüchtet. Die Farmen liegen darnieder.Die Situ unter Smith war eben 'English' + nicht optimal, aber besser.Wie übrigens früher auch in anderen Afrikan. Staaten. Aber: das auch nur anzudeuten, würde Aspekte des so gerne hochstilisierten bösen 'Hoch-Rassismus' plötzlich relativieren bzw. in einem anderen Licht erscheinen lassen. Das betr.auch Südafrika, wo ja alles sehr sehr viel besser ist (geredet wird) ... nicht nur der neue Präsident macht es vor....

  • fabio rechsteiner
  • 25.01.10 | 23:00 Uhr

Das währe m.E. auch ein Lösungsansatz:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,668449,00.html

Vielleicht nicht im jtztigen Zeitpunkt aber in ein paar Jahren....

  • Peter Schlegel
  • 25.01.10 | 21:57 Uhr

Werni,

"Das Falsche am Kolonialismus ist, dass er zu früh abgebrochen wurde."

Du stellst einmal mehr deine fragwürdige Haltung zum Kolonialismus (siehe auch deine Verherrlichung der Apartheid) und deine mangelndes historisches Wissen unter Beweis.

Die Kolonisation hatte fatale Folgen für Hispaniola (das mal von Indianern bewohnt wurde). Es wurden Sklaven hin verfrachtet. Haiti war nur für die Kolonialherren eine blühende Insel, nicht für die Sklaven, Herr Köppel!

  • Peter Schlegel
  • 25.01.10 | 21:18 Uhr

Rainer Selk,

Du bist schlecht informiert. Die einseitige "Unabhängigkeitserklärung" von Smith erfolgt 1965, also vor 45 Jahren. Das war allerdings ein rassistisches Regime, bei dem über 90% der Bevölkerung rein gar nichts zu sagen hatten.

Die wirkliche Unabhängigkeit erfolgte erst 1980, also vor 30 Jahren. Leider hat sich Mugabe mit zunehmendem Alter immer mehr zum Diktator entwickelt, der sein Land immer mehr zu Grunde richtet.

  • Rainer Selk
  • 25.01.10 | 09:48 Uhr

Ernst Hiestand 24.01.10 23:34
Ernst Hiestand 24.01.10 23:31
Richtig, die Frage darf gestellt werden, warum jene Firmen Haiti nicht längst 'entdeckt' haben....+ warum aus der 'Entdeckung' nichts gemacht wurde.... und vermulich auch nichts wird, denn hier gilt leider: 'ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich's dann ganz ungeniert' oder ist die Korruption erstmal derart kriminell, verschwinden Investitionen still + schnell. Da hilft leider auch keine 'spendable blinde Hyper-Moralelastix Europäix'.

  • Ernst Hiestand
  • 24.01.10 | 23:34 Uhr

(weiter)
Und nach dem Wiederaufbau von Haiti (5 - 10 Jahre) sollten die Grossen Firmen des Westen vielleicht neue Fabriken in Haiti herstellen anstatt in China oder Indien etc.
Somit würden wir dem Lande auf die Dauer helfen.
Ebenfalls sollte die Touristen Industrie unterstützt werden.

  • Ernst Hiestand
  • 24.01.10 | 23:31 Uhr

Wann werden wir endlich einsehen, dass Geldspenden in den Millionen/Billionen den armen Ländern auf die Dauer nicht helfen. Alle diese Spenden fördern Bettler Nationen die sich nicht aufraffen wollen oder müssen um selber zu produzieren.
Die beste Hilfe die wir Haiti von jetzt vorwärtz geben können, ist, indem wir mit unseren eigenen Arbeitskräften und Materialien die Städte/Dörfer wieder aufbauen und indem wir zu gleicher Zeit die Haitier vom Hilfsarbeiter bis zum Vorstehenden in den Materien unterrichten so dass sie früher oder später Alles übernehmen und selbständig weiter führen könne.

  • Rainer Selk
  • 24.01.10 | 13:48 Uhr

Michael Hartmann 24.01.10 11:53
'Ja, geehrter Selk, ich sehe, Sie haben Erfahrung mit Schlepperdiensten. Wohl auch Treuhänder.'

Nanu, wusst ich gar nicht..... erstaunlich....

Mit einigen Ihrer Schlussfolgen kann ich mich sogar 'anfreunden'. Dabei vergessen Sie aber, dass auf der 'anderen Seite' ebenso viele 'Pfeiffen' sitzen. Haben Sie den TV 2 Teiler 'Gier' gesehen. Hervorragend, sehr zu empfehlen!
Man könnte sogar die Zusammenhänge von Haarp mit Erdbeben (s. Internet) oder gar David Icke erwähnen. Ich halte es indessen mit der 'Würze der Kürze', werter Hartmann.

  • Werner Widmer
  • 24.01.10 | 13:10 Uhr

[geloescht am 24.01.2010 durch Moderator]
Das Blatt hat immer 2 Seiten. Meistens wird nicht geschlachtet. Aber es hilft wenn der Partner nicht stark ist. Auf meine Persien/Schaheingabe wissen Sie wohl keine Atwort. Können Sie es nachvollziehen? Passt nicht in Ihr politisches Schema.
Werni

  • Michael Hartmann
  • 24.01.10 | 12:06 Uhr

"Die Zahlungen gewöhnten das Volk daran, dass andere für seine Lebensrisiken haften."

Man ersetze 'Volk' mit 'Bank' und man erhält das Erfolgskonzept der wirtschaftlich mächtigen Staaten, die mit Kohle die Menschen unterdrücken und meinen, das die Pfeiffe dann die Befehle erteilt.

  • Michael Hartmann
  • 24.01.10 | 12:04 Uhr

"Der Denkfehler zeigt sich daran, dass von seiner Steuer auch die in Amerika tätigen Schweizer Banken UBS und Credit Suisse betroffen sein würden, obschon sie nie von amerikanischer Staatshilfe profitiert haben oder profitieren könnten. "

Ja, lieber RK, aber vor dem Gesetz eines Landes sind halt alle gleich! Aber das wollen Sie ja nicht wahrhaben in Ihrer Konfusion!

  • Michael Hartmann
  • 24.01.10 | 12:02 Uhr

"Sicher spielt Neid immer mit, wenn es um hohe Löhne und Gehälter geht. "

Das müsste eigentlich auch für die Bundesangestellten gelten dürfen? Die haben uns wenigstens nicht 40'000'000'000 gekostet.

  • Michael Hartmann
  • 24.01.10 | 12:00 Uhr

5'000'000'000 $ 'Entwicklungshilfe' in 15 Jahren.

5'000'000'000 / 9'000'000 (Haitianer) / 15 Jahre = 37 $ pro Haitianer.

Das ist die Rechnung, lieber RK. Leben Sie noch oder betteln Sie immer noch, lieber RK?

  • Michael Hartmann
  • 24.01.10 | 11:56 Uhr

"Die Erfolgsgeschichte der westlichen Industrienationen belegt zudem: Wohlstand muss aus eigener Kraft, durch Anstrengung und Risiko, gegen horrende Widrigkeiten mit Fleiss und Ausdauer erarbeitet werden. "

Finanziert durch das Raubgold der heutigen 'dritten' Welt. Horrende Widrigkeiten: Abschlachten von Ungläubigen, In-Besitznahme von fremden Land und Gut ohne Entgelt, die Bankster waren früher Entdecker von Gott und Königin geschickt.

Und das sagt der Autor mit Erfahrung aus Lateinamerika, der jahrelang in Lateinamerika gewohnt und gelebt hat, in einem Armenviertel - mit Big Mac.

  • Michael Hartmann
  • 24.01.10 | 11:53 Uhr

Ja, geehrter Selk, ich sehe, Sie haben Erfahrung mit Schlepperdiensten. Wohl auch Treuhänder.

Die 20 Mille sind Blutkredite. Und bedenkt man der Erfolgschance, dann ist das gut angelegtes Geld. Geld ohne Gegenleistung.

  • Rainer Selk
  • 23.01.10 | 18:24 Uhr

Werner Widmer 23.01.10 15:33
Jene 'Kollonienländer' bekommen genug Geld für ihre Rohstoffe. Die Frage ist, in welche Taschen fliesst jenes. Man kann nicht 'Spendengelder' erwarten, Finanzierung durch Weltbankitis usw. + gleichzeitig Korruption und lassier faire treiben. Das geht nicht auf. Von den sog. 'Kapitalistenschlitzohren' mal abgesehen. Ist doch erstaunlich, dass Flüchtlinge aus Afrika bis Fr. 20000.- und mehr für eine Flucht hinblättern können. Woher kommt das Geld? Das alles hängt 'schief' + deren Anspruchshaltung schon lange. Warum lassen wir uns das gefallen?

  • Werner Widmer
  • 23.01.10 | 15:33 Uhr

Das Falsche am Kolonialismus ist, dass er zu früh abgebrochen wurde. Rom kolonisiserte über 400 Jahre. Das Resultat sieht man noch heute.
Dass natürlich unser heutigen Bedürfnisse mit schlehct organisierten Rohstoffländern Vorteile bringt, kiegt auf der Hand. Warum musste in Persien der Schah gehen? Er war der Leader der OPEC. Seien Nachfolger sind einiges schlimmer
Werni

  • Rainer Selk
  • 23.01.10 | 10:51 Uhr

Peter Schlegel 22.01.10 21:58
'6. Simbabwe hat eine völlig andere Geschichte als Haiti. Simbabwe wurde erst vor rund 30 Jahre unabhängig. Haiti vor über 200 Jahren!'

Vor 40 Jahren unter einseitiger Unabhängigkeitserklärung. Ian Smith war kein 'Kind von Traurigkeit'. Tatsache ist, dass die Zerschlagung der keineswegs optimalen Strukturen durch Mugabe alles nur noch verschlimmert hat. Kriminelle Energie + das Recht des Stärkeren breiteten sich aus, wie in Haiti.
Aber, aber, es muss alles in unser ach so liebliches westl. Bild passen. Nein, die 'machen' lassen, bis sie es 'checken'.

  • Peter Schlegel
  • 22.01.10 | 21:58 Uhr

5. Der Dominikanischen Republik ging es während Jahrzehnten schlechter oder ebenso schlecht wie Haiti trotz angeblicher europäischer Einflüsse. Der Lage war unstabil und das Land wurde gar von den USA besetzt. Erst der Tourismus sorgte in den letzten Jahrzehnten für einen kleinen Aufschwung. Der grossen Mehrheit der Bevölkerung geht es auch in der Dom Rep sehr schlecht!

6. Simbabwe hat eine völlig andere Geschichte als Haiti. Simbabwe wurde erst vor rund 30 Jahre unabhängig. Haiti vor über 200 Jahren!

  • Peter Schlegel
  • 22.01.10 | 21:50 Uhr

Einmal mehr ein tendenziöser, fragwürdiger und fehlerhafter Beitrag von Roger Köppel:

1. Er stellt die Sklaven als Täter und die Kolonialherren als Opfer dar.

2. Die Behauptung das Ende des Kolonialismus sei hauptverantwortlich für die heutige Lage in Haiti ist inakzeptabel! Der Bevölkerung (exkl. Kolonialherren) ging es miserabel unter der Kolonialherrschaft.

3. Der Hauptgrund für die Misere in Haiti sind Diktatoren, die während Jahrzehnten von den USA und Europa gestützt wurden!

4. 2/3 der Bevölkerung Haitis sind Katholiken! Wenn es Haiti schlecht geht liegt das nicht am Voodoo!

 
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