Klimakontroverse

Die Stunde der Zweifler

Wissenschaft und Politik glauben, dass ein menschenverursachter Klimawandel den Planeten gefährdet und Abhilfe nottut. Haben sie recht, oder sind sie einem Irrtum erlegen? Neue Erkenntnisse verändern jetzt die Debatte. Teil 1.

Von Hanspeter Born

Kontinente versinken im Meer: Szene aus dem Katastrophen-Film «2012». Bild: Sony Pictures

Wie kann ich, durchschnittlich intelligenter Normalbürger mit schwacher Erinnerung an das, was man mir einst in Physik- und Chemiestunden einzutrichtern versuchte, zu einem vernünftigen Urteil über den Klimawandel und dessen Folgen gelangen? Ich tue, was die meisten tun, und ziehe die unter Fachleuten gängige Meinung zu Rate. Und stelle fest: Wenn es um die Frage der globalen Erwärmung und ihre menschengemachte Verursachung geht, ist der Konsens der Wissenschaftler erdrückend.

Lesen Sie jetzt Teil 2 der Climategate-Serie, «Datenklau mit Folgen»

Im 4. Sachstandsbericht des IPCC – des Intergovernmental Panel on Climate Change oder Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen lesen wir: «Die Erwärmung des Klimasystems ist eindeutig, wie dies nun aufgrund der Beobachtungen des Anstiegs der mittleren globalen Luft- und Meerestemperaturen, des ausgedehnten Abschmelzens von Schnee und Eis und des Anstiegs des mittleren globalen Meeresspiegels offensichtlich ist.» Zu den Ursachen dieser Erwärmung heisst es: «Der grösste Teil des beobachteten Anstiegs der mittleren globalen Temperatur seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist sehr wahrscheinlich durch den beobachteten Anstieg der anthropogenen Treibhausgaskonzentrationen verursacht.» Zum Ausmass und zu den Auswirkungen der menschengemachten Klimaerwärmung: «Die Bandbreite der möglichen daraus folgenden Temperaturerhöhung bis Ende des 21. Jahrhunderts liegt bei 1,1 bis 6,4 Grad Celsius. Die möglichen Folgen umfassen unter anderem zunehmende Wetterextreme wie Hitzetage, Hitzewellen und Starkregen.

Umfrage der Woche: Was ist Ihre Meinung zur Klimadebatte?

Tropische Stürme werden heftiger; in hohen Breiten nimmt die Niederschlagsmenge zu, in niedrigen Breiten ab. Semiaride Gebiete werden unter zunehmendem Wassermangel leiden. Besonders betroffen werden Afrika (schwere Beeinträchtigungen der Landwirtschaft in vielen Ländern) und Asien (Überflutungen in den bevölkerungsreichen Grossdeltas) sein.»
Dieser alarmierende Bericht, seit 1990 der vierte seiner Art, ist das Ergebnis einer sechsjährigen Arbeit von 450 Leitautoren, 800 mitwirkenden Autoren und 2500 wissenschaftlichen Rezensenten – alles Fachleute auf ihren Gebieten. Wie kam es zu diesen grossangelegten, auf zahlreiche aufwendige Forschungsprojekte gestützten Studien, die jetzt die Grundlage für politisches Handeln und den Abschluss internationaler Verträge darstellen?

Schlimmes menschliches Treiben

Man vergisst gerne, dass die Befunde über die Klimaerwärmung relativ jung sind. Der Treibhauseffekt war zwar bereits im 19. Jahrhundert erkannt worden, aber erst in den 1950er Jahren begann eine Handvoll Wissenschaftler, die Konzentration von Treibhausgasen, besonders von CO2, in der Atmosphäre zu berechnen. In der Folge wurden Modelle des möglichen künftigen Temperaturanstieg entwickelt. Die siebziger und achtziger Jahre brachten das Wachsen des Umweltschutzbewusstseins und der Umweltschutzbewegung. Eine weitere Öffentlichkeit wurde hellhörig für die möglichen schlimmen Auswirkungen menschlichen Treibens auf unserem Planeten. Der einflussreiche Club of Rome sagte voraus, dass wegen des zu erwartenden Versiegens vieler Rohstoffquellen die Menschheit nach der Jahrtausendwende an die Grenzen des Wachstums stossen und die Nahrungs- und Industrieproduktion zusammenbrechen werde. In der Schweiz und in Deutschland befürchtete man das unaufhaltsame Sterben der Wälder.

Der Treibhauseffekt und die globale Erwärmung wurden als nächstes ernsthaftes Problem wahrgenommen. Anders als bei den Prognosen über das Versiegen des Erdöls und das Verschwinden der Wälder beruhten die Warnungen vor der globalen Erwärmung auf fundierten, breiten Nachforschungen, Messungen und Modellen erstrangiger Institute und Naturwissenschaftler, denen die Politiker die für ihre Arbeit nötigen Mittel zur Verfügung stellten. Entscheidend beteiligt an der 1988 erfolgten Gründung des IPCC 1 waren dessen erster Präsident, der schwedische Meteorologe Bert Bolin, der Astrophysiker James Hansen, der bei einer Anhörung den amerikanischen Kongress überzeugen konnte, und nicht zuletzt die britische Premierministerin Margaret Thatcher, welche die Bedeutung der globalen Erwärmung für die Energiepolitik erkannt hatte und sich vehement für die solide wissenschaftliche Erforschung der Klimaproblematik einsetzte.

In ihren Memoiren zeigt sich Lady Thatcher erstaunt, dass das Fernsehen nicht einmal zugegen war, als sie vor der Royal Society ihre Umweltrede hielt. Es galt die Welt aufzurütteln. Die Vertreter der These einer gefährlichen menschen verursachten Klimaerwärmung wussten eine weitere Öffentlichkeit von der Dringlichkeit eines wirkungsvollen Klimaschutzes zu überzeugen. Stephen Schneider, Professor für Umweltbiologie an der Universität Stanford, formulierte das Dilemma des Gelehrten, der ethisch der Suche nach der Wahrheit verpflichtet ist und deshalb alle «Zweifel, Vorbehalte, Wenn und Aber» in Betracht ziehen muss: «Auf der anderen Seite sind wir nicht bloss Wissenschaftler, sondern auch menschliche Wesen. Und wie die meisten Leute wünschen wir, dass die Erde ein besserer Ort wird, was in diesem Zusammenhang bedeutet, dass wir darauf hinarbeiten, das Risiko eines potenziell verheerenden Klimawandels zu verhindern. Um dies zu erreichen, müssen wir breite Unterstützung finden und die Fantasie der Öffentlichkeit beflügeln. Dies zieht natürlich nach sich, dass man eine Menge von Medienberichterstattung erhält.

Deshalb müssen wir beängstigende Szenarien anbieten, vereinfachte dramatische Erklärungen abgeben und allfällige Zweifel, die wir haben könnten, kaum erwähnen.»

Übertreibungen und Unwahrheiten

Entscheidend für die Verbreitung der These von der gefährlichen Erderwärmung wurden Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace, der World Wide Fund for Nature oder der Sierra Club. Eine ebenso wichtige Rolle spielten prominente Persönlichkeiten wie der ehemalige amerikanische Vizepräsident Al Gore. Gore, der sich schon als Kongressmitglied mit Umweltproblemen befasst hatte, wurde nach seiner verlorenen Präsidentschaftskampagne von 2000 zum weltweit bekanntesten Sprecher für den Klimaschutz. Mit seinen dramatischen Vorträgen, Schriften und dem Oscar-gekrönten Film «An Inconvenient Truth» («Eine unbequeme Wahrheit») rüttelte er die Weltöffentlichkeit auf. Obschon sein Film zahlreiche Übertreibungen und Unwahrheiten enthält, erhielt Gore für seine Bemühungen um die Bewusstmachung der Klimakrise zusammen mit dem IPCC 2007 den Friedensnobelpreis. In der Würdigung heisst es: «Er ist wahrscheinlich das einzelne Individuum, das am meisten getan hat, um ein weltweites Verständnis für die Massnahmen zu schaffen, die getroffen werden müssen.»

Die Öffentlichkeitsarbeit von Umweltschutzadvokaten wie Gore sowie die Ergebnisse der nun seit zwei Jahrzehnten betriebenen Forschungen haben Politiker, Medien und Öffentlichkeit auf der ganzen Welt davon überzeugen können, dass die globale Erwärmung real, menschengemacht und gefährlich ist.

Die Einsicht, dass Handeln nottat, setzte sich durch. Am «Erdgipfel» in Rio de Janeiro wurde 1992 eine Klimarahmenkonvention unterzeichnet, die 1997 zum (von den USA und andern nicht ratifizierten) Kioto-Protokoll führte, das verbindliche Zielwerte für den Ausstoss von Treibhausgasen festlegte. Nächster Schritt war Kopenhagen mit dem bekannten bescheidenen Ergebnis. Im November soll in Mexiko ein internationales Abkommen mit verbindlichen Emissionszielwerten unterzeichnungsreif sein.

Eine einheitliche Weltmeinung gab es allerdings nie. Der Widerstand gegen den geforderten Umstieg von fossilen auf CO2-arme Energieträger kam anfänglich von der Öl- und Kohle-Industrie und deren Lobbyisten. James Inhofe, einflussreicher Senator aus dem Ölstaat Oklahoma, vom Spiegel als «Kopf der Betonfraktion Washingtons» betitelt, hält die These von einer katastrophalen globalen Erwärmung seit Jahren für einen «Schwindel» und hat jüngst in Kopenhagen wieder erklärt: «Die USA werden kein Emissionshandelssystem beschliessen. Die Chance ist gleich null.» Nur eine verschwindend kleine Zahl von meist von der Energieindustrie finanzierten Wissenschaftlern widersetzten sich schon früh dem allgemeinen Konsens, so etwa der 1924 in Wien geborene amerikanische Atmosphärenphysiker Fred Singer, der die Ansicht vertritt, dass «die menschenverursachte Klimaerwärmung, obschon sie gemäss Treibhauseffekttheorie erwartet wird, schwer aufzuzeigen ist und wahrscheinlich im Vergleich zu natürlichen Klimavariationen unbedeutend bleibt.»
Die «Klimaleugner», wie man die Skeptiker bald nannte, blieben aber unter den Naturwissenschaftlern in der Minderheit. 2007 stellten Peter Doran, Professor für Umweltwissenschaft an der Universität Illinois, und seine Mitarbeiterin M. Kendall Zimmerman über 10 000 Erdwissenschaftlern per E-Mail die Frage: «War menschliche Aktivität ein massgeblicher Faktor in der Veränderung der globalen Durchschnittstemperaturen?» Etwa ein Drittel antworteten. 82 Prozent bejahten die Frage. Unter aktiven, durch wissenschaftliche Publikationen in Erscheinung getretenen Klimatologen lag die Zustimmungsrate bei 97 Prozent. Am skeptischsten zeigten sich Erdölgeologen und Meteorologen, von denen bloss 47 respektive 64 Prozent die Frage nach einem massgeblichen anthropogenen Einfluss auf die Klimaerwärmung bejahten.

2004 hatte sich Naomi Oreskes 928 Kurzzusammenfassungen von in «peer-reviewed» Fachzeitschriften erschienenen Artikeln über Klimawandel angeschaut und herausgefunden, dass 75 Prozent den IPCC-Konsens guthiessen, 25 Prozent keine Stellung zur Frage der anthropogenen Erwärmung bezogen und keine einzige dieser Abhandlungen den Konsens in Frage stellte.

«Eine Art Religion»

Widerstand gegen die Auffassung, dass dringliche Massnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels nötig seien, regte sich vor allem unter liberalen Nationalökonomen. Im britischen Oberhaus stellte Lord Lawson, als Nigel Lawson einst Schatzkanzler und enger Mitarbeiter von Margaret Thatcher, die Objektivität des IPCC in Frage. Der Weltwoche (22.2.07) sagte er in einem Interview: «Nach gängiger Auffassung ist über die Hälfte des Anstiegs von einem halben Grad Celsius in den letzten 25 Jahren wahrscheinlich Treibhausgasemissionen zuzuschreiben. Die Temperatur kann noch weiter ansteigen, obschon wir dies nicht sicher voraussagen können. Aber es gibt keinen Grund zur Hysterie. Die Fakten, wie sie vorliegen, sind nicht alarmierend. Der Mensch ist ausserordentlich einfallsreich und anpassungsfähig. Wenn die Erwärmung des Klimas stufenweise fortschreitet, bringt dies Vor- und Nachteile. Die Vorteile können wir ernten und durch intelligente Anpassung und technische Fortschritte die Nachteile erheblich mildern.» Lawson sagte weiter: «Die Angst vor dem Klimawandel scheint mir vergleichbar mit dem ‹Da Vinci Code›, einem weltweiten Bestseller, der ein kleines Quäntchen Wahrheit enthält, aber im Grossen und Ganzen Mumpitz ist.» Für Lawson ist die Furcht vor der Erwärmung «eine Art Religion geworden. Jeder, der nicht einverstanden ist, wird beinahe als Gotteslästerer betrachtet.»

In die gleiche Kerbe wie Lawson hieb auch ein anderer gelernter Nationalökonom, der tschechische Staatspräsdient Václav Klaus. «Sind 2,5 Grad Celsius Erwärmung und 30 Zentimeter Erhöhung des Meeresspiegels wirklich das Problem? Wird dies die Menschheit wirklich bedrohen? Braucht man die Menschheit wirklich vor diesen Folgen zu retten? Darauf würde ich antworten: Nein. Die Menschheit ist anpassungsfähig. In der Vergangenheit ist die Menschheit mehrmals mit solchen Veränderungen fertig geworden.» Klaus wies auch darauf hin, dass der Konsens nicht so klar ist, wie immer angegeben wird, und dass von den 2500 an den IPCC-Berichten beteiligten Wissenschaftlern «nur 80 . . . wirkliche Klimatologen» sind.

David Henderson, ehemaliger Direktor der statistischen und ökonomischen Abteilung der OECD, hoher Beamter des britischen Schatzamts und Professor am University College London, ging der Frage nach, wieso in allen demokratischen Staaten sich über die Parteien hinweg die Ansicht durchgesetzt hat, dass die menschengemachte Erderwärmung ein Problem darstelle und internationales Handeln nötig mache. Dieser Konsens stützt sich gemäss Henderson auf den Glauben, dass die «wissenschaftliche Forschung zunehmend gefestigtes und mittlerweile unantastbares Beweismaterial für die Realität und die Gefahr der globalen Erwärmung geliefert hat». Schliesslich hätten ja hochangesehene nicht beteiligte Wissenschaftler und wissenschaftliche Gesellschaften in vielen Ländern der Arbeit des IPCC ihr Gütesiegel gegeben.

Im Gegensatz zu der gängigen Meinung hält nun aber Henderson das ganze Berichts- und Beratungsverfahren des IPCC für äusserst fragwürdig: Die Berichte zeigten Schwächen in der Behandlung ökonomischer Themen; sie verliessen sich übermässig auf den Peer-Review-Prozess, der keine Qualitätsgarantie darstelle; es seien beim Umgang mit Daten keine ausgewiesenen Statistiker beigezogen worden; man habe eine ungenügende Bandbreite von Ansichten und Fachwissen berücksichtigt und bei der Vorbereitung der Sachstandsberichte Kritiken nicht gebührend beachtet.

Henderson erklärt sich diesen Tatbestand mit der Voreingenommenheit der Leute und Organisationen, die im IPCC das Berichts- und Beratungsverfahren leiten und kontrollieren. Sie seien als Mitglieder des Umweltpolitikmilieus von vornherein von der Dringlichkeit der Klimasache überzeugt gewesen. Gleichermassen seien auch viele Wissenschaftler befangen und in der Klimaangelegenheit weder objektiv noch neutral gewesen. Dies habe sich auch daran gezeigt, dass Dissidenten vorgeworfen wurde, sie untergrüben die Wissenschaft und seien Mitglieder einer aktiven und wohlfinanzierten «Leugnerlobby». Man habe Andersdenkende (um einen Orwell-Ausdruck zu benutzen) als «thought criminals», Denkkriminelle, behandelt.

Wenn nun aber das Klima wirklich an einem tipping point ist, wenn wir tatsächlich, wie Jim Hansen, einer der Gründerväter der Klimaforschung, meint, vor «explosiven Veränderungen mit irreversiblen Auswirkungen» stehen, müssen wir nicht den Ausstoss von Fossilbrennstoffgasen dringend bremsen? Vor einem Jahr schrieb Hansen: «Während das arktische Meereis schmilzt, absorbiert der dunklere Ozean mehr Sonnenlicht und beschleunigt das Schmelzen. Während die Tundra schmilzt, wird Methan, ein starkes Treibhausgas, freigesetzt und verursacht weiteres Schmelzen. Während durch die Verschiebung der Klimazonen Arten ausgerottet werden, können Ökosysteme zusammenbrechen und weitere Arten zerstören. Die durch Wetterschwankungen und wirtschaftliche Wirren hin- und hergeworfene Öffentlichkeit hat wenig Zeit, auf Jahrzehnte bezogene Veränderungen zu analysieren. Wie kann man von Leuten erwarten, dass sie die Ratschläge beurteilen und filtrieren können, die von jenen stammen, die Sonderinteressen vorantreiben? Wie können Leute erstrangige Wissenschaft von Pseudowissenschaft unterscheiden?»

Zunehmende Bedenken

Die Frage der Trennung der Spreu vom Weizen, der soliden Wissenschaft von der Pseudowissenschaft, ist die Grundfrage in der Klimadiskussion. Nun melden immer mehr ernsthafte Naturwissenschaftler ihre Bedenken gegenüber dem von Hansen vertretenen Konsens an. «Unser Planet ist in Gefahr», sagt Hansen, «wenn wir nicht den Kurs ändern, übergeben wir unseren Kindern eine Situation, die ausser ihrer Kontrolle ist.» Dem widerspricht William Harper, Physikprofessor an der Universität Princeton, der vor dem Umweltsausschuss des Senats erklärte: «Ich glaube, dass die Zunahme von CO2 keine Ursache zur Beunruhigung darstellt, sondern für die Menschheit gut ist.» Künftige Historiker, sagte Harper, würden die heutige Debatte über den Klimawandel mit der gutgemeinten amerikanischen Verfassungsänderung von 1917 vergleichen, welche Herstellung, Verkauf und Transport von alkoholischen Getränken verbot: «Zutiefst ehrliche Menschen glaubten, sie retteten die Menschheit vor den Übeln des Alkohols, genauso wie viele Leute heute aufrichtig glauben, sie würden die Menschheit von den Übeln des CO2 retten. Die Prohibition war ein Fehler, und unser Land hat sich wahrscheinlich bis heute nicht von dem durch sie zugefügten Schaden erholt. Das organisierte Verbrechen nahm in jener Ära seinen Anfang. Drastische Beschränkungen von CO2 laufen Gefahr, unserem Land auf ähnliche Weise zu schaden.»

Unzuverlässige Modelle: Physiker Harper Bild: Denise Applewhite (Princeton University Office of Communication)

In einer für Laien verständlichen Sprache erklärte Harper dem Senat, dass die unbestreitbare gegenwärtige Erwärmung des Klimas nicht von der ebenfalls unbestreitbaren Zunahme der CO2-Konzentration in der Atmosphäre verursacht wird: «Die gegenwärtige Wärmeperiode begann ungefähr 1800, am Ende der Kleinen Eiszeit, lange vor einer spürbaren Zunahme des CO2. Es hat in den 10 000 Jahren seit dem Ende der letzten Eiszeit mehrere Male ähnliche und sogar grössere Erwärmungen gegeben. Diese früheren Erwärmungen hatten eindeutig nichts mit der Verbrennung von Fossiltreibstoffen zu tun. Die gegenwärtige Erwärmung scheint hauptsächlich auf natürliche Ursachen zurückzuführen zu sein, nicht auf die zunehmende CO2-Konzentration. In den letzten zehn Jahren hat es keine globale Erwärmung gegeben, sondern tatsächlich eine leichte Abkühlung.»

Harper wies auch darauf hin, dass die Voraussagen der Computermodelle, die das Verhalten der Erde im Zusammenhang mit dem CO2-Ausstoss nachzuahmen versuchen, sich als nicht sehr zuverlässig erwiesen haben und beispielsweise das Ausbleiben einer weiteren Erwärmung in den letzten zehn Jahren nicht vorausgesagt haben. Was den Konsens über die katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels anbetrifft, erinnerte Harper daran, dass historisch gesehen der wissenschaftliche Konsens oft falsch war: «Was in der Wissenschaft korrekt ist, wird nicht durch den Konsens bestimmt, sondern durch Experimente und Beobachtungen.»

«Hundert Autoren gegen Einstein»

In der Wissenschaft zählt nicht, wie viele Gelehrte eine Theorie unterstützen, sondern ob die Theorie den Bemühungen, sie zu falsifizieren, standhält. Als 1931 eine Schrift «Hundert Autoren gegen Einstein» die Relativitätstheorie angriff, soll Einstein gesagt haben: «Wieso hundert Autoren? Wenn ich unrecht hätte, würde einer genügen.»

Umfrage der Woche: Was ist Ihre Meinung zur Klimadebatte?

Dass die vom IPCC vertretene Theorie einer menschenverursachten gefährlichen Klimaveränderung einer rigorosen Prüfung nicht standhält, hat Richard Lindzen, Professor für Meteorologie am Massachusetts Institute of Technology, mit Argumenten begründet, die auch einem Laien einleuchten: Die Computermodelle, auf die sich das IPCC stützt, gehen davon aus, dass der CO2-Treibhauseffekt durch die von Wasserdampf und Wolken verursachte Rückkoppelung fünf Mal verstärkt wird, was bis zum Jahrhundertende «nach besten Schätzungen» zu einem Temperaturanstieg von 1,8 bis 4 Grad Celsius führen würde. Lindzen vergleicht nun die Rechnermodelle mit effektiven Satellitentemperaturmessungen seit 1979 und zieht daraus den Schluss, dass der Wärmungstrend bei 0,5 Grad Celsius eng begrenzt bleibt: «Dies besagt, dass die Natur, wie jeder vernünftige Mensch annehmen würde, durch stabilisierende negative Rückkoppelungen und nicht durch destabilisierende positive Rückkoppelungen bestimmt wird.»

Für Lindzen sind Klimaschwankungen normal und braucht die seit Ende der Kleinen Eiszeit registrierte Erderwärmung braucht nicht durch den Treibhauseffekt erklärt zu werden: «Die unstetigen und sogar turbulenten Bewegungen des Ozeans und der Atmosphäre bewegen ständig Hitze von einem Ort zum andern, und dies in Zeitspannen, die von Tagen bis zu Jahrhunderten reichen. Dadurch bringen sie das System aus dem Gleichgewicht mit der Sonne, was zu Schwankungen in der Temperatur führt. Die Idee, dass solche Schwankungen spezifische Ursachen haben müssen, ist absurd – beinahe so absurd, als wollte man spezifische Ursachen für jeden Wirbel in einem sprudelnden Bach abklären.»

In einem Vortrag vom letzten März sagte Lindzen: «Wir werden schliesslich gegen die menschgemachte Erwärmungshysterie gewinnen, aus dem einfachen Grund, weil wir recht haben und sie unrecht.»
Damals gehörte Lindzen noch zu den Rufern in der Wüste. Seit im vergangenen November ein riesiger Wust von zwischen führenden Klimaforschern ausgetauschten E-Mails und Dateien an die Öffentlichkeit gelangte, hat sich die Lage radikal geändert.

Wichtige Blogs zum Thema (Pro und Kontra):

Normale Schwankungen: Meteorologe Lindzen. Bild: Massachusetts Institute of Technology

Kommentare

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  • Michael Hartmann
  • 27.01.10 | 19:14 Uhr

Die Berechnungen sind ja alle schön und tönen schrill. Aber weicht - sagen wir - ein Meteorit auf seiner Umlaufbahn auch nur ein paar Millimeter ab, dann ist's aus mit der Erde - wieso soll es mit der Natur auf unserem Planeten denn auch nicht analog kleine Portionen sein, die über Leben und Tod entscheiden?

Die Entwaldung: nicht die Verbrennung, sondern das Verschwinden von Wald als CO2-Schlucker.

Ich halte es wie der Schourni: "Wie kann ich, durchschnittlich intelligenter Normalbürger mit schwacher Erinnerung...". Ich halte mich da halt an meine eigenen Denkmuster.

  • Alexej Buergin
  • 27.01.10 | 15:59 Uhr

Lieber Herr Widmer

anstelle von Herrn Hartmann meine Antwort (die Herr Hartmann jederzeit korrigieren darf):
CO2 in der Atmosphäre weniger als 400 ppm
Davon weniger als 5% anthropogenischen Ursprungs
5 pro Hundert von 400 pro Million ergibt 0,00002

Weitere Rechnung ergibt: Wenn alle Staaten, die in Kopenhagen Massnahmen versprochen haben, diese auch erfüllen (ha ha), ist der Temperaturanstieg gemäss IPCC: Delta-T = 4°C * ln(C/Co) um 0,02°C geringer. Aber das IPCC übertreibt wohl wie immer, es ist sicher wesentlich weniger.

  • Alexej Buergin
  • 27.01.10 | 11:41 Uhr

Lieber Herr Wolff (2)

Watts und D'Aleo haben eben eine über 100-seitige Untersuchung zu Messverfahren und Homogenisierungen herausgegeben (siehe Wattsupwiththat), die Ihre These offenbar voll bestätigen. Die Zusammenfassung: "The surface record is a mess".

Die "Homogenisierung" durch Meteo Schweiz führt übrigens dazu, dass die CH-Daten gar nicht mehr homogen sind. Die CH-Rohtemperaturen stimmen noch mit EU-Messungen überein, die frisierten CH-Temperaturen aber wachsen schneller als letztere.
(Air Vent, "Swiss Homogenization").

  • Alexej Buergin
  • 27.01.10 | 11:36 Uhr

Lieber Herr Wolff (1)

bezüglich UHI (Effekte von Städten oder Flugplätzen) ist sogar das GISS, einer der 2 Hauptpropagandisten der Erderwärmung, anderer Meinung. Dort wird der Effekt korrigiert.

Ein US-Schüler hat mittels Vergleich von nahe beieinander liegenden urbanen und ländlichen Messstationen gezeigt, dass die Erwärmung nur in den Städten stattfindet.

  • Werner Widmer
  • 26.01.10 | 19:00 Uhr

Herr Hartmann,
Ich las vor längerer Zeit, dass der jährliche CO2 Ausstoss durch Verbrennung in der Grössen ordnung von einige10 Kubikkilometern ist. Wahrlich eine Menge verglichen mit der Grösse der Erdatmosphäre.
Das ist nicht einmal der Tropfen auf den heissen Stein. Der Einfluss auf die Wärme der Erde soll einer mal rechnen. Wie vile Stellen hinter dem Komma komt die erste Wert?
Werni

  • Peter Wolff
  • 26.01.10 | 17:27 Uhr

Zur Datenhomogenisierung und zu den Siedlungseffekten auf Temperaturmessungen schrieb ich schon im Juni 2007 im Faden „Jahresdurchschnittstemperaturen (Quellensuche)“ in dsp (de.sci.phsik), wobei mir – und natürlich nicht nur mir – schon damals auffiel, dass vor allem die international „abgesegneten“ und zugänglich gemachten Daten unzuverlässig waren;ich sprach sogar schon damals aufgrund der eigenen kurzen Recherchen von Betrug;siehe:
www.soso.ch/Klima_1.pdf

Kurz: Internationalität bedeutet oft nicht Qualität, sondern Vetternwirtschaft.

  • Peter Wolff
  • 26.01.10 | 17:24 Uhr

Eine Lanze für Meteo Schweiz

Es ist richtig Siedlungseffekte auf die Temperatur nicht zu korrigieren, weil das sehr heikel ist. Wichtig ist nur zu wissen, welche Stationen betroffen sind, damit man sie nicht oder nur genügend schwach gewichtet für Klimaaussagen verwendet;das ist sicherer als fragwürdige Korrekturen. Meteo Schweiz hat sogar in vorbildlicher Weise ihre vorgenommenen Homogenisierungen der Messdaten den Rohdaten graphisch gegenübergestellt – danke für Buergins Verweis – was ich im Juni 2007 noch vermisst hatte;Fortsetzung folgt:

  • Michael Hartmann
  • 26.01.10 | 08:10 Uhr

"Dadurch bringen sie das System aus dem Gleichgewicht mit der Sonne, was zu Schwankungen in der Temperatur führt."

Wie wäre die Erklärung, dass durch die Entwaldung durch Menschenhand und die Verbrennung fossiler Brennstoffe eine Erderwärmung folgerichtig erscheint.

  • Wilhelm Hohnrodt
  • 24.01.10 | 12:06 Uhr

Ich frage mich immer wem nutzt das. Der Mensch hat und hatte noch nie Einfluss auf das Klima. Aber durch gezielte Manipulation wird Ihm Angst gemacht er hätte Schuld. Es gibt eine Industrie und Banken die davon profitieren. Wenn zum Beispiel das alte Auto nicht mehr zulässig ist muß ein neues her. Für die Produktion wird soviel co2 ausgestossen als wenn ich die alte Dreckschleuder 30 Jahre fahre. Bei der Produktion einer Solarzelle wird dreimal soviel co2 ausgestossen wie Sie in Ihrem nutzungszeitraum einspart. Abgesehen das ein Spurengas keine Einfluss auf das Klima haben kann.

  • Alain Burcky
  • 23.01.10 | 22:14 Uhr

Die Klimatologie ist eine sehr neue Wissenschaft.
Der Chef IPCC ist Bahningenieur (ohne Wissen ueber TGV u.a.).
Serioese Naturwissenschaften - sind anders - naehmlich offen - die Computer-Klimamodelle haetten einen offenen 'Source-Code"...
Aber - wie jeder Informatiker weiss - jede Veraenderung der Parameter und/oder Gewichtung derselben - wuerde ein ganz anderes Ergebnis bringen - bis zu einer neuen Eiszeit ...

  • August Demmig
  • 23.01.10 | 22:13 Uhr

#Peter Schlegel 22.01.10 21:14
@Wer behauptet die Antarktis wächst, hat in zweierlei Hinsicht keine Ahnung: Erstens ist die Antarktis im Gegensatz zum Eis am Nordpol ein Kontinent, der nicht wächst und zweitens nimmt die Eisfläche auch auf diesem Kontinent ab<

1. Hier will keiner sein Examen machen, also "... wächst "- da kann sich jeder denken was gemeint ist.
2.: Wie interprtetieren Sie (und Herr Christoph Geiser) die Darstellungen der bereitgestellten Links der Eisbedeckung Arktis / Antarktis
Herr Buergin am 23.01.10 11:44
und ich am 22.01.10 13:43
- keine Polemik bitte

  • Alexej Buergin
  • 23.01.10 | 11:44 Uhr

@ Schlegel 2: Um den Kontinent Antarktis hat es natürlich auch Eis, das auf dem Meer schwimmt, und zwar grob gleich viel wie in der Arktis (im Winter etwa 18 Millionen Quadratkilometer, im Sommer, also jetzt, etwa deren 4). Dieses Meereseis hat letztes Jahr einen Rekord erreicht:
http://www.iup.uni-bremen.de:8084/amsr/ice_ext_s.png

  • Alexej Buergin
  • 23.01.10 | 11:36 Uhr

@ Schlegel: Die UAH meldet für unser neues Jahrtausend folgende Anomalien: 2001: 0.2 - 2002: 0.31 - dann 0.28, 0.19, 0.34 ,0.26, 0.28, 0.05 und 2009: 0.26
Die sind die Abweichungen der Temperatur der unteren Atmosphäre vom Mittel, gemessen von Satelliten.
Wenn Sie diese Daten in ein Excel-Diagramm umwandeln und den linearen Trend beifügen, erhalten Sie eine ABNAHME von 0.8 °C pro Jahrhundert.
Und sie erwärmt sich doch? Wirklich?

  • Markus Limacher
  • 23.01.10 | 08:10 Uhr

Als Laie bin ich der Meinung, dass die zwei Hauptfaktoren für unseres Klimas die Sonne und die Erde sind. Ueber die Sonne Wissen wir vielleicht 20% und über die Erde vielleicht 60%.
Wie man mit so viel Unwissen eine Kimaprognose wagen kann. Ist für mich unverständlich.

  • Renato Collina
  • 23.01.10 | 01:08 Uhr

Ein Beispiel, wie der IPCC arbeitet, findet man in diesem Artikel über das Abschmelzen der Himalaya-Gletscher. Manipulation oder Inkompetenz?
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,672852,00.html

Den IPCC kann ich nicht mehr ernst nehmen. Das heisst nicht, dass eine Reduktion der Schadstoffimmissionen keinen Sinn machen würde.

  • Michael Wäckerlin
  • 23.01.10 | 00:43 Uhr

Sehr geehrter Herr Schlegel,

mir tut es ja auch leid, dass das Flagschiff der grünen Malthusianer unter der Last der eigenen Lügen zusammenbricht. Als ebenso unverständlich empfinde ich den Standpunkt von Entwicklungsländern, nicht mit frenetischem Jubel einem ökonomischen Selbstmordpakt beizutreten. Auf das zweifelhafte Ehrenwort des Herrn Pachauri sozusagen.

Suchen Sie sich doch einfach eine andere Umweltkatastrophe. Oder investieren Sie ihre Habe in Carbon-Offsets. [gelöscht am 23.01.2010 durch Moderator]

  • Peter Schlegel
  • 22.01.10 | 21:19 Uhr

Die globale Durchschnittstemperatur steigt an trotz globaler Verdunkelung!

Die globale Verdunkelung ist ein Effekt, der als Folge von Smog und anderer Luftverschmutzung entsteht. Dadurch hat die jährliche Sonneneinstrahlung weltweit im Durchschnitt abgenommen. Besonders stark ausgeprägt ist dieses Phänomen in Städten wie Mexico-City oder Bangkok.

Die globale Verdunkelung senkt die Durchschnittstemperatur. Ohne sie wäre und würde die Durschnittstemperatur auf der Erde noch wesentlich stärker ansteigen.

Der Treibhauseffekt ist wesentlich stärker als lange Zeit angenommen!

  • Peter Schlegel
  • 22.01.10 | 21:14 Uhr

Die "Welt"woche versucht einmal mehr durch pseudowissenschaftlich an den Haaren herbeigezogene Gerüchte, wissenschaftliche Fakten in den Wind zu schlagen.

Noch schlimmer sind gewisse Forumsteilnehmer: Wer behauptet die Antarktis wächst, hat in zweierlei Hinsicht keine Ahnung: Erstens ist die Antarktis im Gegensatz zum Eis am Nordpol ein Kontinent, der nicht wächst und zweitens nimmt die Eisfläche auch auf diesem Kontinent ab.

Christoph Geiser hat völlig recht: Die Faktenlage ist klar!

Die Durschnittstemperatur steigt seit Jahrzehnten massiv an! Die globale Eismenge schmilzt dramatisch

  • Alexej Buergin
  • 22.01.10 | 19:56 Uhr

Lieber Herr Rechsteiner:
Blick und Spiegel? Wirklich?
Im ersten ist alles falsch, im zweiten, wie der Name sagt, alles verkehrt.

  • Alexej Buergin
  • 22.01.10 | 19:52 Uhr

Lieber Herr Geiser
wenn Sie etwas älter wären, könnten Sie sich daran erinnern, dass in den Fünfzigerjahren sowohl die Amerikaner als auch die Sowjets mit ihren damals neuen Atom-U-Booten am Nordpol aufgetaucht sind; und zwar nicht nur im Sommer.
Heute könnten Sie den Bericht über Polar 5 lesen; eine umgebaute DC-3 mit der das Wegener-Institut letzten Frühling die Dicke des Arktis-Eises vermessen hat. Resultat gemäss Radio Bremen: Doppelt so dick wie angenommen.
Das antarktische Meereseis hat übrigens gemäss Uni Bremen im Winter 2009 einen Rekordstand erreicht (so viel wie noch nie).

  • Paul Klarenberg
  • 22.01.10 | 17:54 Uhr

Ich bin gespannt auf die nächste Folge von Hanspeter Born. Wer auf eine unterhaltsame Verhandlung über Climategate und den Stand der Klimawissenchaften nicht warten kann, dem empfehle ich folgenden englischsprachigen Artikel von Lord Christopher Monckton: http://scienceandpublicpolicy.org/images/stories/papers/originals/Monckton-Caught%20Green-Handed%20Climategate%20Scandal.pdf.

  • Michael Wäckerlin
  • 22.01.10 | 15:39 Uhr

Die Kampagne um den sog. Klimawandel seit dem Rio Eath Summit ist nur ein Teil einer grösseren politischen Bewegung.

Dazu das Drehbuch des Club of Rome:

http://www.scribd.com/doc/2297152/Alexander-King-Bertrand-Schneider-The-First-Global-Revolution-Club-of-Rome-1993-Edition

“The common enemy of humanity is man.
In searching for a new enemy to unite us, we came up
with the idea that pollution, the threat of global warming,
water shortages, famine and the like would fit the bill." (S. 75)

Viel Spass beim lesen.

  • Christoph Geiser
  • 22.01.10 | 15:38 Uhr

@Roman Hasler
Das wäre mir neu... Zumal ja gar Eisbrecher überflüssig werden. Wo früher das Eis 12m dick war, ist es heute noch knapp ein Meter. Die Eismasse nimmt ab, das ist entscheidend.
Man kann sich ja über die Ursachen streiten, aber der Effekt ist nun mal da und er wird die Menscheit vor gewaltige Probleme stellen. Es wäre praktisch nicht sinnvoll, über diese Auswirkungen nicht nachzudenken.
Der Evolution ist es völlig egal, ob, oder wie wir überleben.
Wenns kein Trinkwasser mehr gibt, nutzt auch der Offroader nichts mehr.

  • August Demmig
  • 22.01.10 | 13:43 Uhr

@Christoph Geiser 21.01.10 13:30

"Unbestritten sind wohl die sichtbaren Auswirkungen des Klimawandels, besonders am Nordpol"
-> Nun, überzeugen Sie sich doch selbst ob das stimmt

Nur Arktis 2002 - aktuelle Satellitendaten , aufbereitet durch die japanische Arktisstation "IJIS ice extend"
http://www.tinyurls.co.uk/O374

"University of Hamburg, Institute of Oceanography ice extend"
Link verkleinert http://www.tinyurls.co.uk/J373

Differenz Sommer/Winterfläche rd.9 Mio km² bzw. 16 Mio km² (Südpol)
Arktis hat seit 2007 im Sommer 2009 rd. 1 Mio km² (D+F+GB Fläche!) weniger geschmolzen

  • Peter Fritz
  • 22.01.10 | 12:53 Uhr

Die diesbezügliche Umfrage offeriert nicht die m. E. einzig passende Antwort:
Die Klimaerwärmung ist evident;sie wird (durchaus dramatische) Folgen haben, ist aber nicht vom Mensch verursacht.

Wie sollte das auch möglich sein? Der "menschgemachte" Anteil des CO2-Ausstoßes beträgt gerade mal 3% des natürlichen.
Es wird unserer Kugel also ziemlich egal sein, ob 0,0385% (2008) CO2, oder "nur" 0,0373% davon in der Luft rumschwirren.

Die "menschverursachte" Erderwärmung ist ein willkommenes Propagandasujet, um den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen.

  • Küdde Rechsteiner
  • 22.01.10 | 12:02 Uhr

@herr nigg:

ich empfehle ihnen diesen aktuellen artikel: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,673025,00.html

  • Küdde Rechsteiner
  • 22.01.10 | 11:57 Uhr

@Roman Hasler 22.01.10 08:58
"Sie schreiben es richtig: Sie glauben daran. Denn wenn Sie sich mit Wissen beschäftigen würden, dann würde der Schluss naheliegen, dass an der (menschgemachten) Erderwärmung nichts dran ist."

ich beschäfte mich mit dem thema. wieso ich "glaube" schreibe: es gibt kein 100% wissen. die klimaforscher vom IPCC gehen von einer hohen wahrscheinlichkeit aus, dass der mensch schuld ist an der erwärmung. dies bedeutet über 90% !

  • Küdde Rechsteiner
  • 22.01.10 | 11:55 Uhr

herr hasler: zur antarktis:

eine kurze antwort finden sie hier: http://www.blick.ch/news/klima/das-sagte-knutti-135561

stichwort antarktis.

  • Alexej Buergin
  • 22.01.10 | 11:44 Uhr

Lieber Herr Geiser:

Was man beim Arktiseis sieht, ist dies:
http://www.ijis.iarc.uaf.edu/en/home/seaice_extent.htm
Das Minimum im September 2009 ist um 1 Million Quadratkilometer grösser als das Minimum 2007.

Uns so kalt wie heute war es in der Arktis letztes Mal in 2004:
http://ocean.dmi.dk/arctic/meant80n.uk.php

  • Küdde Rechsteiner
  • 22.01.10 | 11:41 Uhr

nochmals zu den sonnenflecken:

artikel vom april 2009:

"Sonne hat so wenig Flecken wie seit 100 Jahren nicht mehr

Die Sonne ist so ruhig wie schon seit rund hundert Jahren nicht mehr. Die Nasa konnte im vergangenen Jahr in 73 Prozent der Beobachtungszeit keinen einzigen Sonnenfleck registrieren. Und dieses Jahr fallen die Zahlen sogar noch krasser aus: An 87 Prozent der Tage war die Sonne komplett fleckenlos."

http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,617007,00.html

  • Alexej Buergin
  • 22.01.10 | 11:08 Uhr

Frau Marsch hat nicht recht: CO2 ist wohl nicht so eindeutig ein "Klimaverschlechterer". Jedenfalls die Pflanzen dürften da ganz anderer Meinung sein (wenn sie eine solche hätten), denn sie benötigen es zum Wachsen.

  • Alexej Buergin
  • 22.01.10 | 11:06 Uhr

Frau Marsch hat recht: Natürlich ist die Erde seit dem Ende der "kleinen Eiszeit", also etwa seit 1830, wärmer geworden. Zum Glück. Aber dass die Erwärmung seit 1950 dem Menschen zuzuschreiben ist, ist Unfug.
Einmal mehr wird das Ergebnis einer Umfrage dadurch bestimmt, wie die Fragen gestellt und welche Antworten vorgegeben werden.

  • Roman Hasler
  • 22.01.10 | 08:58 Uhr

@ Küdde Rechsteiner
Sie schreiben es richtig: Sie glauben daran. Denn wenn Sie sich mit Wissen beschäftigen würden, dann würde der Schluss naheliegen, dass an der (menschgemachten) Erderwärmung nichts dran ist.

  • Bernd Nigg
  • 22.01.10 | 08:57 Uhr

@Rechsteiner: sie sollten nicht so ein Unfug verbreiten. Zitat von Mojib Latif, IPCC Mitglied, Priester der Church of Climatewarming: "Wir beobachten in den letzten Jahren, dass sich die Temperaturen im Bereich des äquatorialen Ostpazifik und im Bereich des südlichen Ozeans abkühlen und das wirkt eben der langfristigen globalen Erwärmung entgegen.” Es kam in den letzten 10 Jahren eine leichte Abkühlung der globalen Tempteraturen, nur das versucht man zu kaschieren, weil es der Einführung der globalen CO2 Steuer entgegenwirkt.

  • Roman Hasler
  • 22.01.10 | 08:43 Uhr

@Christoph Geiser:
Und die Antarktis wächst in den letzten jahren wie wild. Wieso das denn, wenn es so warm geworden ist?

  • Roman Hasler
  • 22.01.10 | 08:42 Uhr

Bezeichnend ist auf jeden Fall, dass der Chef des IPCC Marketingexperte ist und nicht im entferntesten Naturwissenschaftler!

  • Hans Neuenschwander
  • 22.01.10 | 00:46 Uhr

Ich bin 1939 geboren und mein Vater hat mir beigebracht, die Natur, die Menschen und die Tiere zu respektieren. Es ist richtig, dass wir uns Gedanken machen über die Zukunft der Erde. Es ist aber unerträglich, dass solche Überlegungen zu einer merkantiler Massenhysterie pervertiert werden. Das groteske Geheul erinnert stark an die Methoden von religiösen Sekten. Die nicht Gläubigen werden als «Klimasünder» apostrophiert. Die Staatskassen werden durch sogenannte CO2-Abgaben aufpoliert. Ich habe in den 70 Jahren meines Lebens all die normalen Schwankungen des Klimas erlebt. Kein Grund zur Panik!

  • Peter Wolff
  • 21.01.10 | 23:46 Uhr

Sonnenfleckenzahlen:

Schon Wiki hilft weiter:

http://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenflecken

Es gibt da eine Tabelle mit den Sonnenfleckenrelativzahlen, und es kann keine Rede davon sein, dass es seit ca. 12 Jahren keine Flecken mehr gab. Im Augenblick gibt es auch gerade zwei Flecken, wenn ich richtig nachgeschaut habe.

Richtig ist, dass es seit etwa zwei Jahren (fast) keine Flecken gibt.

  • Küdde Rechsteiner
  • 21.01.10 | 19:19 Uhr

@Salome Marsch:

Sonnenflecken: wir haben gerade einen langen Zyklus hinter uns, ca. 12 Jahre ohne Sonnenflecken mit steigenden Temperaturen...

  • Alexej Buergin
  • 21.01.10 | 17:04 Uhr

Lieber Herr Rechsteiner
die grosse Mehrheit der "Meldungen" in der Presse zum Klima sind Propaganda-Aktionen. Ausser UAH und RSS traue ich bei veröffentlichten Temperaturen niemandem, nicht einmal der Meteo Schweiz, die zwar ihre Zahlen sehr kräftig frisiert, aber nicht einmal den UHI-Effekt korrigiert (er geht halt einfach in die falsche Richtung).
UHI=Urban Heat Island; in den Städten ist es wärmer.

  • Alexej Buergin
  • 21.01.10 | 16:59 Uhr

Prof. Stephen Schneider hat tatsächlich eine lange Geschichte als Kilamawandels-Warner. In den 70er-Jahren war er ein prominenter Propagandist der Erd-ABKÜHLUNG. Kein Wunder, dass er heute gerichtlich dagegen vorgeht, wenn seine Interviews aus jener Zeit wieder ausgestrahlt werden.

  • Christoph Geiser
  • 21.01.10 | 13:30 Uhr

Unbestritten sind wohl die sichtbaren Auswirkungen des Klimawandels, besonders am Nordpol. Ob die Modelle der Wissenschaftler nun recht haben, oder ob der Mensch daran beteiligt ist, finde ich nicht so relevant. Die Erde verändert sich mal wieder und es wird Auswirkungen auf unser Leben haben. Das ist unser Problem, das müssen wir handhaben.
Selbst eine natürliche Schwankung wird Auswirkungen auf die Landwirtschaft haben und somit können gravierende Probleme bei der Lebensmittelversorgung entstehen.

  • Salome Marsch
  • 21.01.10 | 12:56 Uhr

In der "Umfrage der Woche: Was ist Ihre Meinung zu Klimadebatte?" fehlt die wichtige Frage-Variante: Halten sie die Erderwärmung für möglich aber die antropogenen Ursachen für nicht erwiesen?
Ich habe am menschenverursachten CO2 Ausstoss als Ursache für die Erderwärmung starke Zweifel, seit ich weiss, dass die Erderwärmungskurve mit der Kurve anderer Phänomene, wie derjenigen bestimmer Sonnenfleckenaktivitäten besser und längerfristiger korreliert.
Trotzdem stellt die Reduktion des CO2 Ausstosses eine unterstützenswerte Tugend dar, denn sicher ist doch: CO2 verbessert unser Klima nicht.

  • Felix Bärlocher
  • 21.01.10 | 12:52 Uhr

Die wohl beste Website über Klimawandel (pro und kontra)

http://climatedebatedaily.com/

  • Hartmut Bachmann
  • 21.01.10 | 09:55 Uhr

Die Erfindung der Nutzung des Wortes "Welt-Klimakatastrophe" ist keine Verschwörung, sondern eine gekonnte Namensgebung für ein Produkt, mit dem man viel Geld verdienen wollte. Dies geschah 1986 und endete 1988 mit der Geburt des IPCC. Das IPCC ist eine politische Institution, bei dessen Geburt ich als "Kommissar des US. Energy Savings Programmes" anwesend war. Aufgaben: 1.: Feststellung, dass die Welt einer Klimakatastrophe entgegegeht 2.: Festellung, dass der Mensch diese Katastrophe verursacht. Detaillierte Darstellung mit Time-table unter:
www.klima-ueberraschung.de

  • Küdde Rechsteiner
  • 21.01.10 | 08:40 Uhr

gestern kam die meldung, dass die erde die WÄRSTE dekade hinter sich hat, seit messen der temperaturen, siehe u.a. http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/natur/Die-NullerJahre-waren-am-waermsten/story/23425833

ich persönlich glaube an den menschen-verursachten klimawandel.

  • Hanspeter Bühler
  • 21.01.10 | 08:32 Uhr

Bei Motiven von Menschen, und mit hohen Budgets ausgestattete Wissenschaftler sind ja auch so etwas wie Menschen, sollte man immer "dahinter" sehen. Das ist vergleichbar mit Strafprozessen, wo auch der Verteidiger eine oftmals komplett andere Sicht der Dinge hat wie der Ankläger. Richtig ist auf jeden Fall, dass die exakten Beobachtungen unseres Klimas noch verhätnismässig jung sind. Und da viel Geld im Spiel ist im Umfeld der IPCC stützen viele Wissenschaftler dessen These. "Grüne" machen damit erfolgreich populistische Politik und holen so Wähler ab.

  • Julian Neutral
  • 21.01.10 | 05:31 Uhr

Seit nunmehr 10 jahren befinden wir uns in einer statistisch signifikanten Abkühlung bei richtiger Interpretation der CRU daten (durch lord monckton, nobelpreisträger).
Wichtig ist einzusehen, dass mit der Klimaerwärmung bereits Milliarden verdient werden. Der Emissionspapier markt ist heute schon Milliarden schwer.
Die Klimaerwärmung ist scheinbar eine Erfindung die zur Reduktion der Weltbevölkerung dient. Denn die globale Co2-Steuer wird unser Hungerproblem drastisch verschärfen und Millionen töten. Der einzige Weg die Verschmutzung zu Reduzieren ist den Wohlstand zu erhöhen.

 
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