Bundesbeamte

«Die Verwaltung ist eine eigene Welt»

Walter Eberle hat in der Wirtschaft und beim Staat gearbeitet. Er sieht grosse Mentalitätsunterschiede.

Von Andreas Kunz

Herr Eberle, Sie arbeiteten elf Jahre als rechte Hand Christoph Blochers in der Ems-Chemie und dann als sein Generalsekretär im Justizdepartement. Wie erlebten Sie den Wechsel in die Bundesverwaltung?

Ich wurde von meinem Arbeitsumfeld sehr gut aufgenommen. So jedenfalls war mein erster Eindruck. Mit der Zeit merkte ich, dass sich einige nur mit dem neuen Chef gutstellen wollten.

Wo liegen die grössten Unterschiede zwischen Staat und Privatwirtschaft?

In der Verwaltung sind die Ressourcen nahezu unbeschränkt vorhanden. Ein Kostenbewusstsein ist praktisch nicht entwickelt. In der Wirtschaft wird auftrags- bezogen geführt mit dem Risiko, dass auch einmal ein Fehler passiert. Beim Staat wird primär geschaut, dass keine Fehler entstehen. Der Führungsstil wird den Gesetzen und Weisungen für das Bundespersonal angepasst.

Können Sie ein Beispiel geben?

Ich wollte die schlechten Leistungen eines Mitarbeiters besprechen und ihn abmahnen. Mir wurde gesagt, dass ich ein solches Gespräch nicht alleine führen darf. Aus Beweisgründen müsse noch eine andere Person anwesend sein. Solche Auflagen waren mir fremd.

Welche Privilegien von Staatsangestellten sind Ihnen besonders aufgefallen?

Die hohen Löhne im mittleren Bereich und dass eine Kündigung praktisch unmöglich ist.

Gibt es eine Art «Beamtenkultur», die sich in der Arbeitshaltung, im Umgang untereinander äussert?

Ich habe persönlich erlebt, dass ich mit einer Person aus einem anderen Departement ein Problem besprechen wollte. Zum Gespräch erschienen schliesslich vier Leute. Gesprochen und geantwortet hat dann aber doch nur eine der anwesenden Personen . . .

Was haben Sie im EJPD konkret zu verändern versucht?

Wir haben jeder Person einen Auftrag mit klarer Verantwortung und mehr Kompetenzen zugeteilt. Vorher wurden Aufträge hin und her geschoben, ohne dass sie wirklich erledigt wurden. Zudem habe ich unnötige Hierarchiestufen abgebaut. Das Ergebnis war, dass wir mit weniger Mitarbeitern die gleiche Leistung erzielen konnten. Konkret wurden etwas über zwanzig Prozent der Stellen im Generalsekretariat abgebaut.

Hatten Sie mit Ihren Reformen Erfolg? Konnten Sie das Departement «unternehmerischer» führen?

Es gelang, in einzelnen Bereichen einen unternehmerischen Ansatz reinzubringen. In vielen Teilen überhaupt nicht. Mir wurde während der vier Jahre immer wieder gesagt: «Wissen Sie, Ihre Gegner sitzen nun in den Schützengräben und warten, bis Sie nicht mehr da sind. Man wird alles daransetzen, Sie und Ihre Reformen zu torpedieren.» Das System [die Personalgesetze, Verordnungen, Weisungen etc.] lässt diese Verweigerungshaltung leider zu.

Welche Reaktionen erlebten Sie bei der Umsetzung?

Beim Personal? Grosse Skepsis, die aber mit der Zeit verschwand. Die Mitarbeiter, die bei uns nun ein klar definiertes Aufgabengebiet bekamen, waren, wie ich beobachten konnte, sehr zufrieden mit der neuen Situation. Endlich durften sie auch Verantwortung übernehmen.

Überdurchschnittlich viele Staatsangestellte arbeiten in Teilzeit. Was halten Sie davon?

In meiner jetzigen Firma erachte ich dieses Arbeitsmodell als sehr zweckmässig. In der Bundesverwaltung hingegen, vor allem in Führungspositionen und anspruchsvollen Sachbearbeiterstellen, sind Teilzeitjobs völlig ungeeignet. Sie müssen in der Führung immer Rücksicht nehmen auf diese Mitarbeiter. Zudem will ich Personen, die sich täglich mit der Arbeit und den Problemen beschäftigen und auch erreichbar sind. Nur so erreicht man die nötige Identifikation und mehr Leistungs- und Problemlösungssinn.

Staatsbetriebe und Verwaltung tun sich schwer mit dem Prinzip Leistungslohn.

Es ist schon schwierig, in der Verwaltung einen Leistungslohn einzuführen. Aber nicht, weil man es nicht könnte, sondern weil die Widerstände innerhalb der Verwaltung so gross sind.

Heute sind Sie selber Unternehmer mit rund 130 Mitarbeitern. Hat sich Ihr Verständnis von Führung mit dem Wechsel vom Angestellten zum selbständigen Arbeitgeber verändert?

Nein.

Und Ihr Blick zurück auf die Jahre im Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement?

Die Arbeit im EJPD hat mir grosse Freude bereitet. Ich hatte die Möglichkeit, mit vielen sehr guten Mitarbeitern zu arbeiten, die auch Leistungswillen zeigten. Leider wird dieser Wille zu wenig gefördert. Die Bundesverwaltung ist eine eigene Welt.

Kommentare

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  • anja dräger
  • 03.02.10 | 09:59 Uhr

Die gezeigt Lohntabelle zeigt das erreichbare MAXIMUM innerhalb einer Lohnklasse an. Dieses kann erst nach mehrjähriger Anstellung erreicht werden und ist leistungs-, alters- und erfahrungsabhängig . Differenzieren und informieren, statt polemisieren...

  • Michael Hartmann
  • 27.01.10 | 19:33 Uhr

Das Weiblein wird dann parkiert, beim guten alten Kollegen RegRat, den man als Präsi portiert hat, als Sekretärin - auch in der noch so verpönten Verwaltung! - und kassiert 140'000.00 Mille.

Die Drecksarbeit muss dann halt irgendein Partei-Vicepresident übernehmen (man ist ja nun ein bisschen verpflichtet), der den Bereich 'Verwaltung und Schmarotzer' beackert. Dafür hat man ja sieben gewählte.

  • Rainer Selk
  • 27.01.10 | 08:33 Uhr

Michael Hartmann 26.01.10 19:46
Wenn Lieschen nur auf Ihr Bankkonto abstellt, hat sie selbst keins + ist für Sie die 'Richtige'.
Jene Banken- + Bundessaläre, sind nicht der tagesübliche Durchschnittssatz des 'Otto-Normalen'. Ob das Lebensglück von der Salär- oder Abfindungssumme abhängt...?.
Ob bei der derzeitigen Demontage des Finanzplatzes CH die erw. Saläre auch künftig bezahlt werden können ist fraglich, weil die Steuernfränkli nicht mehr von den bösen Banken und ihren Angestellten nach 'Bern' fliessen. So hat alles immer 2 Seiten + Sozialitis ist dann auch nicht mehr zahlbar....

  • Zoltan Metlagel
  • 27.01.10 | 07:31 Uhr

Michael Hartmann Eine Stelle ist auch für Sie frei in der Privatwirtschaft. Nur zugreifen!! Aber Sie müssen dabei auch Qualitäten mitbringen. Das Plappern reicht nicht aus. Risiko nicht scheuen, gute Ideen mitbringen und verwirklichen und das grosse Geld ist auf Ihrer Seite. Allerdings mit dem Risiko, dass Sie versagen. Sicherheit gibt es nur in den Staatsbetrieben. Wenn Sie aber dort bleiben, dann sollen Sie bescheiden bleiben und sich damit zufriedenstellen was Sie bekommen. Und das wird in der Zukunft immer weniger sein. Die soz. Neidgesellschaft will viel verdienen aber keine Risiko trag

  • Michael Hartmann
  • 26.01.10 | 19:46 Uhr

Wenn ich wählen könnte zwischen

- einem Arbeitsverhältnis (Liegestuhl mit gratis Rumpunsch, bzw. Vergünstigungen) beim Bund (120'000/Jahr bis zur Pensionierung) oder
- einer (leistungsbasierten)Anstellung bei einer Bank (1'000'000/Jahr, nach der Entlassung 5 Millionen Abgangsentschädigung)

dann ist die Wahl ja klar - und ich denke auch bei Lischen Müller hätte ich da mit meiner Wahl in der heutigen Zeit gaaanz grosse Schansen zu landen.

  • Vetsch Inge
  • 26.01.10 | 11:51 Uhr

Guter Artikel. Ich kann der Kritik nur zustimmen - auch wenn ich selber beim Bund arbeite. Es gibt wirklich zu viele Vergünstigungen und Bequemlichkeiten. Was nicht stimmt (jedenfalls in meinem Betrieb): nach 20 Dienstjahren gibt es nicht 6, sondern "nur" 4 Wochen zusätzliche Ferien ...

  • fabio rechsteiner
  • 25.01.10 | 22:27 Uhr

Meine Mutter, welche der Aktivdienstgeneration angehört, hat uns oft genug erzählt wie vehement ihre Eltern auf Sie eingeredet haben, doch um Himmelswillen einen Pöstler, SBB'ler, Gemeinde- oder noch besser Kantonsbeamten zu heiraten und nicht meinen Vater. Nix mit Liebe oder sonst was sondern: "Weisch, Vreneli, en Beamte cha facht nöd entlaa wärde, da bisch uf Nummere sicher".
Nach bald mal 70 Jahren hat sich da, zumindestens, was die öffentlichen Verwaltungen angeht, nicht viel verändert.
Tja jetzt in Krisenzeiten sind Angestellte im öffentlichen Dienst wieder sexy geworden.

  • Zoltan Metlagel
  • 24.01.10 | 16:49 Uhr

@Michael Hartmann Mit welcher Effektivität die Staatsbetriebe arbeiten weiss nur der der tagtäglich mit solchen Angelegenheiten beschäftigt ist. Doppelspurigkeiten, vergessene Termine und noch einiges. Würde wenigstens 1/3 der Staatsangestellten in die Privatwirtschaft entlassen und 2/3 der Formulare abgeschafft würden wir einen viel effektieveren Betrieb haben. Und dabei nicht vergessen: Diese Leute würden auch noch Steuer zahlen!!! Meines Erachtens sind die Staatsbetriebe das Sammelsurium derjenigen Leuten die in der Privatwirtschaft versagt haben und in den letzten 10-15 Jahren AHV samme

  • Rainer Selk
  • 24.01.10 | 14:01 Uhr

Michael Hartmann 24.01.10 11:16
Seien sie beruhigt, guter Hartmann: als 'Insiderkenner' könnte ich. Werde ich aber nicht, weil das hier u.a. schlicht unmöglich ist.
Ansonsten habe ich als Parteiloser etwas gegen immer neue 'Rundumschläge' und SVP Phobieblödsinn + - pardon - linke Einzi-und-allein-Einbandstrassensichtweisen.
Guter Hartmann, mir wird es zu unsachlich und zu dumm. I.d.K.l.d.W. (wie schon woanders + früher erwähnt: in der Kürze liegt....). GutenTag.

  • Michael Hartmann
  • 24.01.10 | 11:47 Uhr

"In meiner jetzigen Firma erachte ich dieses Arbeitsmodell als sehr zweckmässig. In der Bundesverwaltung hingegen, vor allem in Führungspositionen und anspruchsvollen Sachbearbeiterstellen, sind Teilzeitjobs völlig ungeeignet. "

Ja klar, da kann man jede Menge BVG-Zwangsabgaben sparen und es sind ja eh nur 'die' Frauen.

"Die hohen Löhne im mittleren Bereich und dass eine Kündigung praktisch unmöglich ist. "

Der Mittelstand also ists, der den SVP-Boliden stört. Der gehorcht wohl noch nicht so recht und ist noch nicht empfänglich für die 'finger'sche' Politik.

  • Michael Hartmann
  • 24.01.10 | 11:44 Uhr

Ach ja, a propos Finger, geehrter Selk:

"Mit Genugtuung sprach Brunner am Samstag vor den SVP-Delegierten in Stans vom Urteil zum Staatsvertrag mit den USA in Sachen UBS."

Normalerweise ist ja die Justicia in der Schweiz abgehoben und falsch ('Finger') und zusammen mit der classe politique das Verderben in persona. Nun hat sich der Blickwinkel geändert und schon wird aus dem 'Finger' die hohle Hand, die auf das Köpfchen der Justicia im Wohlgefühl hätschelt.

Sollen wir es wagen und bei der Landwirtschaft beginnen? Mit der MWST-Revolution? Beim 'Braun'stift?

  • Michael Hartmann
  • 24.01.10 | 11:16 Uhr

Geehrter Selk

Wir haben die [geloescht am 24.01.2010 durch Moderator] ja bereits früher durchgekaut. Sagen Sie mir, welche Leistungen Sie aus dem Katalog der Bundesaufgaben streichen wollen.

"Also müssten erst die Aufgaben + dann die Strukturen hinterfragt werden."

Bis heute fehlen dazu die Ideen. Auch Ihnen?

Halbieren wir die Belegschaft des Bundes. Verdoppeln wir die 'Wartezeit' oder die 'Bearbeitungszeit' der entsprechenden Leistungen.

  • Michael Hartmann
  • 24.01.10 | 11:10 Uhr

Geehrter Buttliger

Die MWST als einzige Steuer? Schauen Sie in Lateinamerika, mit welchem Erfolg diese Idee wirtschaftet!

  • Michael Hartmann
  • 24.01.10 | 11:08 Uhr

Geehrter Selk

Mitgegangen, mitgefangen, was die SVP und ihre Bezüge im NR/SR angeht. Habe nichts vernommen, dass die Checks zurückgeschickt werden.

Erwähnenswert ist der Lohn, den der Privatwirtschafter als Preis für seine Leistung an die private Mieterschaft weiterverrechnen lässt - über den Leistungspreis. Und sein privater Preis wird ja wohl höher sein als der Preis des Beamten als Leiter Personaldienste.

Der rechte 'Finger' verfängt sich halt lieber bei Ausländern, Linken und sonstigen Minderheiten. Wohl bekomm's, geehrter Selk.

  • Rainer Selk
  • 24.01.10 | 10:55 Uhr

Stefan Buttliger 23.01.10 22:19
Kein Unternehmer 'nähert' heute 'unproduktive' Bürokratie + betr. Verwaltung s. unten. Ohne eine bestimmte Bürokratie geht es leider nie.
Kontrollen: so viele 'Kontrolleure' gibt's garnicht, damit man alle in den Senkel stellt, die sich z. B. Leute 'schwarz' holen. PFZ lässt grüssen.
Steuerwettbewerb: gäbe es den nicht, hätten wir in den Grossstädten giga aufgeblasene 'Sozialitis', extreme 'Hängementalitäten' + Geldverschwendung wie noch nie.
MwSt: trifft mit aller Härte die Masse der Menschen + wird schon heute aus hinterfragbaren Gründen 'verjubelt'.

  • Stefan Buttliger
  • 23.01.10 | 22:19 Uhr

Hallo Moritz

Ja, MWSt. als einzige Steuer! Es funktioniert, wenn die Unternehmer begreifen, was das Grundeinkommen an Einsparungen (unproduktive Bürokratie) für sie bedeutet. Ein Schwarzmarkt entsteht nur, wo es keine Kontrollen gibt!

Wem nützt Steuerwettbewerb zwischen Gemeinden und Kantonen?
Damit verslummen die Städte, während sie die grössten Lasten tragen.

Kapitalerträge/Erbschaft steuerfrei? Klar - Verluste an der Börse kann man auch nicht absetzen und was es zu erben gibt, wurde als Einkommen und Vermögen bereits doppelt besteuert - was bereits Verfassungswidrig ist...
stb

  • Rainer Selk
  • 23.01.10 | 11:37 Uhr

Michael Hartmann 23.01.10 11:13
Was wollen Sie mit Ihren Ausführungen darlegen? Wen interessieren die persönlichen Angaben zu Hr. Eberle, da es sich hier um eine berechtigte Grundsatzdiskussion handelt? Niemanden! Aber mit dem 'Finger' auf Personen zu zeigen, ist linke Eigenschaft, die keine Lösung hat. Sorry, M. Hartmann oder verstehe ich Sie falsch? Fr. 6547.15: was soll die Erwähnung? Betr. Spesen für die N'räte: die haben Mitte + Linksparteiern gerade grosszügig 'angehoben', g e g e n den Willen der SVP, oder nicht?

  • Michael Hartmann
  • 23.01.10 | 11:19 Uhr

"Es ist schon schwierig, in der Verwaltung einen Leistungslohn einzuführen. Aber nicht, weil man es nicht könnte, sondern weil die Widerstände innerhalb der Verwaltung so gross sind."

Nimmt man die Leistung der Bankster von der Zürcher Nobelstrasse als Grundlage, dann relativiert sich die Grösse Leistung. Aber eben: Blocher ist seit vier Jahren weg vom Schuss. Es hat sich gewaltig was geändert - mit dem Wor Leistung.

  • Michael Hartmann
  • 23.01.10 | 11:13 Uhr

Walter Eberle arbeitete fünfzehn Jahre in leitender Funktion für Christoph Blocher. Nach dessen Abwahl aus dem Bundesrat hat sich der 52-jährige Zürcher selbständig gemacht. Heute führt er die «Wiederkehr Hauswartungen» mit 130 Mitarbeitern...


... UND verdienst als Leiter Reinigungsdienst CHF 6'547.15 x 13.

  • Michael Hartmann
  • 23.01.10 | 11:08 Uhr

Da hätte das Sünneli aber wenig Freude:

Die Frage, wie viel Direktzahlungen er erhalte, quittiert Brunner mit einem Prusten, als wäre die Frage obszön. «Kleinkarierte Neid-und-Missgunst-Einstellung». Auf den Einwand, es handle sich um Steuergelder, räumt er immerhin ein, es seien höchstens 40'000 Franken. Als Nationalrat erhält er inklusive aller Spesen 100'000 Franken. Toni Brunner bekommt vom Staat also 140'000 Franken. Seine Partnerin erhält vom Staat mindestens nochmals so viel. Sie ist seit einem Jahr Generalsekretärin beim St. Galler SVP-Regierungsrat Stefan Kölliker.

  • Moritz Engler
  • 23.01.10 | 09:42 Uhr

MWSt. von 100% als einzige Steuer!? Das funktioniert vielleicht an der Zapfsäule, beim Strom oder Trinkwasser aus staatlichen Leitungen.

Bei vielen Gütern und Dienstleistungen wird jedoch ein gewaltiger Schwarzmarkt entstehen!

Wo bleibt der Steuerwettbewerb zwischen Gemeinden und Kantonen?

Kapitalerträge steuerfrei? Erbschaft steuerfrei?

  • Rainer Selk
  • 23.01.10 | 09:13 Uhr

Stefan Buttliger 23.01.10 02:10
Vom Staat wird immer mehr 'verlangt'. Also müssten erst die Aufgaben + dann die Strukturen hinterfragt werden. Wir haben in Europa vergleichbar das regideste AHV Eintreibungssystem. Wenn IV, EO, ALV in Richtung 'Pleite' driften, dann nur, weil verantwortungslose Interessengruppen, Politiker samt Rechtssprechung hier 'ego wirken'. Jenen (Steuer-) 'Filz' wird es auch bei Gr'einkommen geben (vor allem im Sozial- + Asylbereich). 'Beschlusssitis' ist Mode, ohne jeweils Prozesse zu Ende zu denken, nämlich: was kommt hinten dabei heraus oder eben nicht. Leider.

  • Stefan Buttliger
  • 23.01.10 | 02:10 Uhr

Hallo Rainer
Das Sparpotential bei Gemeinden, Kantonen und Bund liegt bei 50%!
Es wird Zeit, das Sozial- und Steuerwesen radikal zu reformieren.

Mit dem GRUNDEINKOMMEN würden Sozialämter, AHV, IV, EO, ALV in heutiger Form überflüssig! Die Sozialwerke sind pleite. Es muss bald etwas her das finanzierbar ist, sonst gerät die Gesellschaft in Schieflage.
Tun Sie sich etwas Gutes, schauen Sie sich den Film an - was wäre wenn...?

Tornado? Wir arbeiten daran! 2011 + 1 Legislatur! Helfen Sie mit!

Stefan Buttliger
S T O P - Schweizer Total Oppositions Partei
stop-jetzt.ch > Link zum Film

  • Rainer Selk
  • 22.01.10 | 20:07 Uhr

Stefan Buttliger 21.01.10 21:10, Nachtrag:
Das zu ändern brauchte 'Jahre' + politischen Tornado in Zürich wie Bern. Es brauchte eine Salärneuausrichtg. von unten n. oben. Für fähige verantwortl. Manager muss mehr bezahlt werden. Ist schön, wenn man 'unten' Salärschutz' betreibt. Aber ein Anreiz, etwas zu verändern (ab. Abt.-Ltr. Stufe) findet wegen der schwachen Führung von weiter oben ('Silohaltung') nicht statt. Konsequenz: Denken in Besitzstandswahrung. Wer in diesen Mühlen ist, kommt kaum mehr raus. Faustregel: mit > 15% weniger Leuten ist locker gleiche 'Leistung' erzielbar...

  • Werner Widmer
  • 22.01.10 | 18:34 Uhr

Es kommt die Zeit, wo's dem schikanierten Bürger den Deckel lüpft. Die französische Revolution zeigte es. Es wird kommen. Darum werden die Schweizer sukzessive entwaffnet. Man will keine Risiko. Nützt nichts. Die Amerikaner sind noch nicht soweit. Siehe NRA. Gibt natürlich Nebenschauplätze.
Werni

  • Rainer Selk
  • 22.01.10 | 15:27 Uhr

Stefan Buttliger 21.01.10 21:10
@ Pierre Rappazzo, GLP
Diese Saläre werden auch in Zürich bezahlt. Das Beamtenrecht wurde abgeschafft + durch befristete Arb' vertr. ersetzt. Ziele + -messungen, Jahresmitarbeitergespräche sind Usus. 'Verdeckt' gilt: viel Leut, viel Ehr + wirklich 'gespart ' wird leider nicht. Idiotische 'Submissionitis' sei gegrüsst...Personelles: Probleme wie einen Pök hin + her schiessen, bis niemand mehr weiss, um was es geht. 'Personelle Leichen' sind so programmiert/produziert. Schleimerei + Politik oben + unten. Folge: starker VPOD Einfluss etc. Noch mehr gefällig?

  • Stefan Buttliger
  • 21.01.10 | 21:10 Uhr

@ Pierre Rappazzo, GLP

Hallo Pierre
Eine Verwaltung optimiert man anhand der real benötigten Recourcen.
So wenig wie möglich. So viel wie nötig.
Momentan hat man das Gefühl, dass es umgekehrt läuft: Die Verwaltung aufblähen, um die Beamten bei Sparmassnahmen umzuteilen, anstatt zu entlassen.
Schauen Sie sich den Film "Grundeinkommen" an - so gehts!

(initiative-grundeinkommen.ch - google hilft!)

  • Stefan Buttliger
  • 21.01.10 | 21:04 Uhr

Das ist doch genau der Punkt, der dem arbeitenden und Steuer-zahlenden Volk die Tränen in die Augen treibt - nicht der Trauer, sondern der Wut!
Somit ist auch der Begriff "Heimatschutz" endlich definiert: Inkompetenz und Geldverschleuderung auf höchstem Niveau - abgesegnet von Leuten, die zwar genauso inkompetent sind - zumindest jedoch demokratisch ins Amt gehievt wurden... Es wird Zeit, das Bundeshaus gründlich auszumisten -
wer weiss, welche Leichen man fände...
Hoffenwir , dass wir 2011 noch STOP sagen können!

Stefan Buttliger
Schweizer Total Oppositions Partei
stop-jetzt.ch

  • Carla Kägi
  • 21.01.10 | 20:22 Uhr

Mir platzt jetzt aber ganz unschweizerisch der Kragen!
Kann mir jemand erklären, warum die Angestellten des Volkes so luxuriös gebettet werden müssen? Ist das irgendwie logisch zu rechtfertigen?
Wie konnten und können wir zulassen, dass mit unserem Geld so umgegangen wird?

Künftig sollen für diese Beamten genau die gleichen Anstellungsbedingungen, Arbeitsverträge, Salärregelungen gelten wie für andere Arbeitnehmer auch & zwar vom Erdgeschoss bis zum obersten Stockwerk. Und kündbar müssen sie sein - gemäss allgemein gültigen Regeln, ohne jahrelange Nachzahlungen des Salärs nach dem Abgang.

  • Sergio Frei
  • 21.01.10 | 16:20 Uhr

dies ist der letzte "grosse" baustein in der aufklaerung der letzten jahre. es darf selbst ueber heilige kuehe gesprochen werden. nun fehlt's nur noch an der bereitwilligkeit der beamten sich "tarieren" zu lassen. den im alltag passiert's alle tage. und man muss noch danke sagen. nun ist hoffentlich auch der begriff "geschuetzte werkstatt" allen klar. den sozial sein - zahlt vorallem der nichtsoziale durch steuerentfremdung und aufgabeninvention.

  • Pierre Rappazzo
  • 21.01.10 | 12:05 Uhr

Verantwortlich sind die gewählten Politiker. Auch ich bin der Meinung, wir werden von Beamten regiert. Wenn die SVP einen Plan vorlegt, wie wir die Verwaltung optimieren können, bin ich dabei. Pierre Rappazzo, GLP Wädenswil

  • Karin-Maria Schäfer
  • 21.01.10 | 11:09 Uhr

Jetzt werden die Gründe für Blochers Abwahl plastisch! Der mann hat nicht nur vom Sparen gesprochen, sondern die Schraube mit einem kompetenten Mitarbeiter (Eberle) doch tatsächlich auf 80% (welch ein Affront!) runtergeschraubt.
Die Feinde in der Verwaltung müssen ja panisch gewesen sein.
Kein Wunder, will der Bundesrat die Boni nicht kontrollieren, da müsste er ja im eigenen Haus anfangen und die Löhne der Marktwirschaft anpassen. Als im Glashaus Sitzender wird er demnach wohl kaum mit Felsbrocken gegen die Banken werfen.
Vielen Dank, Herr Eberle, für die Offenheit.

  • Christine Joos
  • 21.01.10 | 07:14 Uhr

Die Verwaltung muss nicht wie die Wirtschaft funktionieren, weil Gelder nicht erwirtschaftet werden. Leerläufe als Innovation deklarieren & Irrläufe mit einem Schulterzucken & viel Zeit korrigieren ohne Sanktionen, müsste aber nicht sein. Vorgesetzte haben eine Stabposition gefunden, auf die sie in der Wirtschaft als unbrauchbar abgeschoben würden & Ex-Mitarbeiter erzählen vom "Schock" nach dem Schritt in die Wirtschaft.
Schlagworte wie NPM sollen Abhilfe bringen. D a s & nicht der Filz, wie ihn die Verbandelung mit der Politik vorgibt, müsste gelebt werden.
Ausnahmen bestätigen die Regel.

 
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