Editorial

Deutschtümelei

Zurück in der Schlafstadt Zürich. Deutschtümelnde Professoren. Ein genialer Film, «Avatar».

Von Roger Köppel

Weihnachtsferien bei Verwandten der Familie in Danang, Vietnam: Vor bald 35 Jahren landeten hier an der Küste die ersten amerikanischen Bodentruppen, damals bekränzt und begrüsst von einer euphorischen Lokalbevölkerung. Der Krieg gegen die Kommunisten brachte Enttäuschungen, Verheerungen und Verwüstungen. Die Amerikaner hielten nicht durch. Das Land stürzte in die Agonie des Kommunismus ab. Seit den neunziger Jahren geht es nach Reformen bergauf. Was sofort auffällt: gewaltige Massen an jungen Menschen, unglaubliche Betriebsamkeit, keine Ruhetage, auf den Strassen ein Monumentalgewusel von Motorrädern und Autos, darunter auch BMWs und Porsches. Eine Tante, Besitzerin eines Kleiderladens, berichtet, sie arbeite sieben Tage die Woche von acht Uhr morgens bis zehn Uhr abends. Eine andere Familie spart für die Tochter, die seit ein paar Jahren in den USA Betriebswirtschaft studiert. Der Zusammenhalt ist gross. Die Kinder sind die Altersvorsorge der Eltern. Das System ist weniger schlecht als unsere AHV, weil Umverteilung innerhalb der Familie besser, nachhaltiger funktioniert. In Saigon ergibt sich der gleiche Eindruck: Die Leute arbeiten, arbeiten, arbeiten. Das Durchschnittstempo ist noch höher. Der Kontrast nach der Rückkehr in die Heimat fällt deutlich aus. Zürich empfängt den Touristen wie im Dämmerschlaf. Ein paar vermummte Gestalten huschen bei Minusgraden über die Bahnhofstrasse. Der Morgenverkehr am ersten Arbeitstag des Neujahrs schleicht beschaulich, angenehme Ruhe und Behäbigkeit wie in einem Altersasyl. Die Unterschiede sind beunruhigend. Wie lange kann sich eine Schweiz auf den Leistungen ihrer Vorfahren ausruhen?

 

Die Zunahme deutscher Arbeitnehmer in der Schweiz bleibt auf Rekordstufe hoch. Nach Berechnungen von FDP-Nationalrat Philipp Müller kamen bis Ende 2009 monatlich rund 1600 neue Deutsche, darunter viele Akademiker. Es ist eine Naturtatsache, dass sich Landsleute am Arbeitsplatz gerne mit vertrauten Teams aus anderen Landsleuten umgeben. Schweizer arbeiten, in der Regel, lieber mit Schweizern zusammen als mit Belgiern. Deutsche arbeiten lieber mit Deutschen zusammen, wenn sie nicht aus irgendwelchen Gründen mit Nichtdeutschen zusammenarbeiten müssen. Zahllose Studien belegen, dass sich gerade unter Ausländern gleicher Nationalität der Zusammenhalt fern der Heimat verstärkt. Man hält zusammen, wenn man sich auf fremdem Terrain bewegt. Historische Quellen bestätigen, dass sich erste Keime des frühneuzeitlichen Nationalismus an Universitäten bildeten, wo sich ausländische Studenten zusammenrauften, um sich prügelnd gegen die Einheimischen zur Wehr zu setzen.

Umfrage: Was halten Sie vom Filz-Vorwurf der SVP an die Adresse deutscher Professoren an Schweizer Universitäten?

 Heute fühlen sich deutsche Professoren an Schweizer Universitäten unanständig angegriffen, weil ihnen die SVP in einem Inserat vorwarf, sie würden durch Vetternwirtschaft ihre beträchtliche und zunehmende Präsenz an den Fakultäten weiter verstärken. Der Verdacht ist berechtigt. Vor allem der geisteswissenschaftliche Bereich ist eine Sonderzone, die nach eigenen Gesetzen funktioniert. Leistung und Wettbewerb werden als Auswüchse marktwirtschaftlicher Irrlehren gemieden. Man besinnt sich lieber auf die höhere Willkür akademischer Gremien, die dem Gott des Konformismus huldigen. Schon früher beeindruckte die Fähigkeit der Phil.-I-Professoren, sich treffsicher mit Kollegen zu umgeben, die das linke Einheitsklima nicht ins Wanken brachten. Gut möglich, dass sich nach dem Anmarsch vieler Deutscher heute das Harmonieprinzip vor allem territorial ausdrückt. Der hohe Anteil deutscher Universitätsmitarbeiter kann ja nicht allein dadurch zu erklären sein, dass Deutschland die besten Akademiker der Welt produziert. Wahrscheinlicher ist das Gegenteil. Wären die deutschen Unis besser, hätten wir nicht so viele deutsche Professoren in der Schweiz.

Der deutsche Michael Hampe, Ordinarius für Philosophie an der ETH Zürich, sprach mit Blick auf die SVP-These in einem Tagi-Artikel von «Brutalisierung und Dekultivierung». Es werde, schrieb er weiter, von der Volkspartei eine «Nationalisierung» und «Helvetisierung» der Forschung angestrebt, die Hampe mit dem sowjetischen Gulag und der «Arisierung» der Wissenschaft unter den Nationalsozialisten in Verbindung brachte. Der Fehlvergleich offenbart ein Übermass an professoraler Empfindlichkeit. Die Polemik zielt aber auch in der Sache krass an der Realität vorbei. Die Drahtzieher der SVP-Kampagne, unter anderem Nationalrat Christoph Mörgeli, befürworten das Gegenteil dessen, was ihnen Hampe vorwirft. Mörgeli sprach sich wiederholt für das Ideal amerikanischer Eliteuniversitäten aus, die ihre Professoren nach Leistung weltweit auswählen. Hampes Verteidigung der Deutschen ist Schollendenken. Und ein Missverständnis seiner Gegner. Die SVP-Kritik ist kein Plädoyer für Heimatschutz, sondern ein Ruf nach mehr Weltoffenheit und weniger Deutschtümelei an den Schweizer Universitäten.

 

Die Sensation des Neujahrs ist James Camerons Science-Fiction-Brecher «Avatar», der mit augenscheinlich revolutionärer 3-D-Technik bereits seine erste Milliarde an den Kinokassen einspielte. Der Film berichtet von einem querschnittgelähmten amerikanischen Marinesoldaten, der sich einem bösen Rohstoffkonzern andient, um auf einem fernen Urwaldplaneten die elfenhaft schönen Bewohner zu unterwandern, damit sie sich aus ihrem an Bodenschätzen reichen Biotop vertreiben lassen. Zu diesem Zweck wird der GI einer maschinell gestalteten Seelenwanderung unterzogen mit dem Ziel, ihn geistig in den Körper eines genmanipulierten Ausserirdischen einzuschleusen. Das Unterfangen gelingt, doch der Amerikaner verliebt sich während seiner Erkundungen in die Tochter des Häuptlings und wendet sich gegen seine Auftraggeber. Es kommt zur kolossalen Entscheidungsschlacht. Bewehrt mit Flugdrachen und Pfeilbogen, stürmen die Waldmenschen gegen die hochgerüstete US-Weltraumflotte.

Man entnimmt diesen Schilderungen, dass es nicht leicht ist, eine solche Handlung in eine für Erwachsene halbwegs akzeptable Form zu giessen. Cameron bringt das Kunststück fertig. Sein Film ist voll zauberhafter Fantasie, ein Bilderrausch aus dem Computer, ein schwelgerischer Vorstoss in die höchsten Höhen von Ökomystik und Naturkitsch. Es gelingt. «Avatar» ist ein Triumph von Ingenieurwesen und Einbildungskraft, wie man es so noch nie erleben konnte.

Kommentare

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  • Peter Kuehnis
  • 11.12.10 | 20:09 Uhr

@Herr Haberer...kleine Korrektur. - Ich würde es als "Primitivismus" bezeichnen - nicht als "Provinzialismus"
Denn die Provinz ist nicht per se fremdenfeindlich.
Fein auch dass @RK konstatiert dass die Schweiz sich nicht auf den Leistungen ihrer Vorfahren ausruhen soll - die Köppelsche SVP jedoch jeden Fortschritt zu verhindern versucht. - Und @Herr Köppel >> ihre Meinung das vietnamesische Modell der Altersvorsorge sei besser als die Schweizer AHV ist gelinde gesagt absurde Provokation.
Kleine Gegenprovokation > Wann wandern Sie mit Ihrer Grossfamilie aus ? Zürich schläft gut ohne Sie.

  • Walter Haberer
  • 18.03.10 | 15:11 Uhr

Herr Köppel, als „Deutschtümelei“ bezeichnen wir klein karierten deutschen Nationalismus. Wenn man die Art und Weise betrachtet, wie die Weltwoche nun schon seit Jahren das Thema „Deutsche“ abhandelt, so komme ich nicht zur Diagnose „Deutschtümelei“, sondern zu Schweizertümelei, einer ganz speziell köppelschen Form des Provinzialismus.

Hat jemand eigentlich schon einmal den Namen „Köppel“ österreichisch ausgesprochen? Ja, nicht nur dann kommt man ins Grübeln.

  • Walter Haberer
  • 17.03.10 | 09:40 Uhr

„sie würden durch Vetternwirtschaft ihre beträchtliche und zunehmende Präsenz an den Fakultäten weiter verstärken.“
Solch ein Unsinn! Wie soll denn das gehen in einem fremden Land, zumal wenn dieses Land nicht nur fremd, sondern seinen Gästen gegenüber feindselig gesonnen ist? Welche „Vettern“ haben denn ein deutscher Professor, ein deutscher Arzt oder eine deutsche Krankenschwester in der Schweiz? Die Deutschen sind hier in jeder nur denkbaren Hinsicht allein auf weiter Flur. Wenn die unter sich sein wollten, dann gingen sie einfach nach Hause.

  • Walter Haberer
  • 16.03.10 | 18:15 Uhr

„In der Schweiz hat der Souverän im Gegensatz zu unseren diesbezüglich bedauernswerten Nachbarn im Norden die Möglichkeit, der Legislative in den Arm zu fallen - wenn es nötig wird.“
Ja, Herr Bühler, und dieser Souverän holt so dann und wann eben auch den Faustkeil raus. „Nachbarn“ haben Sie gesagt? Sie meinten wohl „Feinde“? So ehrlich sollten Sie dann schon sein. Schliesslich ist „die Kugel schon bereit“, wie man in Zürich lesen kann. Wie stellen Sie sich eigentlich das künftige Zusammenleben der Schweizer und Deutschen vor, mit der geballten Faust?

  • Walter Haberer
  • 16.03.10 | 18:09 Uhr

„Ein wunderbarer Artikel!“
Ach, Herr Hahn, und dann jubeln Sie, dass Ihr Nachbarjunge in Zürich arbeitet? Haben Sie nicht verstanden? Der Artikel will Ihren Nachbarjungen los werden. Aber offenbar verstehen Rechtsextreme untereinander nie, dass der Gesinnungsgenosse definitionsgemäss ihr Feind ist. Da wollen Nationalisten international zusammenarbeiten. Das ist so, als verbrüderten sich Feuer und Wasser.

  • Walter Haberer
  • 16.03.10 | 18:03 Uhr

Teil 2

Wir waren es doch nicht, die dieses „Gespräch“ in Gang gesetzt haben. Oder ist es genau das, was Sie uns vorwerfen, dass wir uns nämlich nicht so intensiv mit Ihrer Befindlichkeit befassen?
Es ist einfach unter unserer Würde, in dieser Tratschtantenmanier wie die Weltwoche über real existierende Menschen zu reden. Das ist nicht Kritik. Das ist ungehobeltes Benehmen.

  • Walter Haberer
  • 16.03.10 | 18:00 Uhr

„Sind sie hier, weil sie uns zu missionieren gedenken, da sie uns doch offensichtlich als unterentwickelt betrachten ?“
Wissen Sie, Herr Huber, wir sind einfach nur in der Schweiz, um zu arbeiten. Wir wollen Sie weder missionieren noch anderweitig beeinflussen. So wichtig ist die Schweiz nicht. Lassen Sie uns doch einfach in Ruhe. Wir gehen ja abends, nachdem wir für Sie gearbeitet haben, wieder nach Hause. Und wir sind dann froh, wieder deutsche Luft zu atmen und das gehässige Geschwätz einer Weltwoche oder eines Blick hinter uns lassen zu können.

  • Walter Haberer
  • 16.03.10 | 17:53 Uhr

„Wir sollten anliegende Problematiken anständig miteinander debattieren können - so wie es unter kultivierten und aufgeklärten Menschen üblich sein sollte.“
Es muss die ganz besondere Schweizer Kultur sein, Menschen, die mit Ihnen zusammenleben, zuerst zu diffamieren und dann ernsthaft zu bedrohen. Unsere Kultur ist eine andere. Deshalb haben die zahlreichen Schweizer in deutschen Diensten nicht ähnlich ordinäres Benehmen der Deutschen zu befürchten.

  • Walter Haberer
  • 16.03.10 | 17:42 Uhr

„Ist es denn so schlimm, dass es vorwiegend die WW oder die SVP ist, die diesen Mut zuerst aufbringt. Oder ist es nur der Neid??!“
Mit einem deutschen Doktor sind Sie also verheiratet. Dann sollten Sie allerdings auch wissen, wie abgrundtief böse die Rhetorik der SVP und deren Postille, der Weltwoche, ist. Hat Ihr Mann so wenig aus der furchtbaren jüngeren Geschichte gelernt, die eingeleitet wurde von der Hassrhetorik eines Völkischen Beobachter, an welche die Schmutzkampagnen der Schweizer Rechten heute nahtlos anknüpfen?

  • Walter Haberer
  • 16.03.10 | 17:33 Uhr

„Ich bin mit einem Deutschen mit Dr. in VWL und BWL verheiratet.“
Frau Schäfer, dass man immer dem jeweils anderen Böses unterstellt, das kennt man schon aus der untersten Hierarchiestufe. Aber dass sich Menschen mit Doktortitel, also ausgewiesene Wissenschaftler, Deutsche zumal, welche die Wirkung von Pogromen kennen, daran beteiligen, ist bestürzend. Woher kennt der Volkswirt die Verhältnisse in einer Zürcher geisteswissenschaftlichen Fakultät? Was soll die Behauptung, Wirtschaftsfächer seien „leistungsstark“. Solche Aussagen haben mit seriöser Wissenschaft nichts zu tun.

  • Walter Haberer
  • 16.03.10 | 17:21 Uhr

„Wie wahr, aber: lassen wir doch die 'Wählernase' entscheiden!“
Ja sicher, Herr Selk, die haben sich ja schon hinreichend vor der Welt blamiert, indem sie einer Partei zur Mehrheit verhalfen, deren einziges Konzept der Hass ist. Diese SVP drischt das gleiche leere Stroh wie einst die Nazis in Deutschland. Komplexe Gedankengänge sind Populisten fremd. Aber solche Dummheit hat noch nie ein Volk auf die Siegerstrasse gebracht. Erst lacht man über solche Menschen, dann meidet man sie, am Schluss will niemand mehr mit ihnen „spielen“.

  • Walter Haberer
  • 16.03.10 | 17:13 Uhr

Die Tiraden der Weltwoche, die Tiraden des Herrn Köppel, erinnern in ihrer ekelhaft herabsetzenden Rhetorik, in ihrem gezielten Bestreben, die Schweizer in Pogromstimmung zu versetzen, um die Deutschen aus dem Land zu treiben, sehr an Machwerke der Nazis wie „Jud Süss“. Wann, Herr Köppel, stellen Sie Deutsche ähnlich entstellt dar?

Den Deutschen in Schweizer Krankenhäusern kann man nur raten, diese unfreundliche Schweiz alsbald zu verlassen, bevor es zur Katastrophe kommt. Die deutschen Ärzte und Krankenschwestern werden in Deutschland dringend gebraucht. Die Schweizer brauchen sie offenbar

  • Walter Haberer
  • 16.03.10 | 17:02 Uhr

Teil 2
Gäbe es bei uns die gleiche dumpfe geistige Enge wie in Zürich, Herr Ackermann hätte längst die Koffer packen müssen. Wenn die Deutschen in Zürich zusammenrücken, übrigens auch mit Franzosen und Italienern, dann deshalb, weil die Mörgelis in Zürich ein Klima des Hasses und der Bedrohung schaffen. Morddrohungen gab es ja schon. Die SVP unternahm nichts dagegen. Warum auch, sie kommen ihr ja gelegen.
In normalen Schweizer Städten hingegen arbeiten Schweizer und Deutsche zusammen, als gäbe es keine Nationalitäten.

  • Walter Haberer
  • 16.03.10 | 16:57 Uhr

„Die SVP-Kritik ist kein Plädoyer für Heimatschutz, sondern ein Ruf nach mehr Weltoffenheit und weniger Deutschtümelei an den Schweizer Universitäten.“
Ja, da lachen ja die Hühner. Mörgeli und Weltoffenheit, das ist wie Eis in der Sahara. Natürlich ist die Kampagne gegen die Deutschen ein dümmlicher aus Minderwertigkeitskomplexen geborener Pogrom, der durchaus an die Parole von 1938 „Kauft nicht bei Juden“ erinnert. Die Sachwalter des primitiven Rassismus in Europa, das weiss man, sind heute die rechten Schweizer. Und es gibt erschreckend viele davon.

  • Bernd Nigg
  • 21.01.10 | 21:39 Uhr

Also Herr Selk, bitte schön! Eine Kernkompetenz muss man der Frau Mauch einfach zugestehen: Gender in Full HD!

  • Rainer Selk
  • 11.01.10 | 08:59 Uhr

Marianne Studer 11.01.10 00:02
'die Nase voll, von hochstilisierten Pseudodebatten'

Wie wahr, aber: lassen wir doch die 'Wählernase' entscheiden! 'Wahlen' Zürich: ein überaus heftiger hochstilisierter Trauerwahlkampf. Ist StaPiTin Mauch schon im Amt? So richtig leadsershipmässig? Oder fällt sie gar durch qualitatives nicht oder zu spätem Erscheinen und neuerdings auch durch Salärfragen auf? Würde, wenn leistungsbezogen reduziert, nichts verbessern. Friedhofsstigmatierungsstille mit 'ungeschminktem' Sozitantismus. Na, ja, wo waren gleich die 'Pseudoflachköpfe'..., M. Studer?

  • Marianne Studer
  • 11.01.10 | 00:02 Uhr

/ 2

Wären doch Mörgeli und die SVP Einheizer die ersten, die mangelnde Deutschkenntnisse bei den ausländischen Dozenten monieren würden! Die SVP meint mit der andauernd heiss gehaltenen Ausländer-Stigmatisierungs-Suppe beim Wähler auf jeden Fall punkten zu können. Bei den anstehenden Wahlen in der Stadt Zürich wird dies keinesfalls aufgehen. Ein Exekutivamt kann sich die Partei sowieso abschminken. Die Wähler haben nicht nur die Nase voll, von hochstilisierten Pseudodebatten, ebenso von den immer gleichen Flachköpfen, wie Tuena, welche die Partei nun zum xten Mal den Wählern zumutet!

  • Marianne Studer
  • 10.01.10 | 23:53 Uhr

Köppel himself sagt, dass Mörgeli der Mentor dieser losgetretenen Debatte sei. Wieso er und gerade jetzt? Insider wissen, dass der Institutsleiter des MHIZ und Vorgesetzte von Köppel dieses Jahr emeritiert und in Pension geht. Um die Nachfolge als Institutsleiter bewerben sich auch nahmhafte deutsche Dozenten. Missbraucht da echt Konservator Mörgeli die SVP Propaganda im ureigenen Interesse? Mörgeli plädiert für eine Internationalisierung in der Dozentenauswahl. Aus seinem Munde tönt das höchst unglaubwürdig.

  • Werner Widmer
  • 10.01.10 | 16:43 Uhr

Herr Schlegel,
Die Sonntagszeitung hat's gefunden. Ein Qualitätsblatt.

Die andern Bedenkenträger nicht einfach ignorieren. Wie der Bühler halt sagt, proaktiv werden. Gibt Arbeit. Das Volk wird es bei den nächsten Wahlen goutieren. Oder darf dann das einfache Volk nicht mehr wählen und stimmen? Wäre Ihnen wohl lieb.
Werni

  • Peter Schlegel
  • 10.01.10 | 15:08 Uhr

Die SonntagsZeitung hat in ihrer heutigen Ausgabe den "Deutschen-Filz"-Vorwurf klar widerlegt!!!

Im Gegensatz zu "Welt"woche und Blick, deren einziges Argument Polemik ist, hat die SonntagsZeitung zahlen und Fakten geliefert und aufgezeigt, dass der "Deutsche Filz" an schweizer Universitäten ein Märchen ist!!!

Hanspeter Bühler,

Du bist einmal mehr den falschen Behauptungen von Blick, SVP und "Welt"woche aufgesessen!

Ich rate allen, sich die Zahlen anzuschauen und den eigenen Verstand zu gebrauchen, anstatt blind den Märchen von Blick, SVP und "Welt"woche zu glauchen!!!

  • Rainer Selk
  • 10.01.10 | 13:23 Uhr

Hanspeter Bühler 10.01.10 11:10
Absolut richtig, HP. Bühler. Ob man es will oder nicht, die SVP hat zu aktuellen Themen derzeit proaktiv die Wortführerschaft, ob's inhaltlich immer genehm ist oder nicht.
Und die FDP samt CVP drehen derweil reaktiv seltsame argumentative 'Pirouetten', trotz sympathischer NR Fiala, Leutenegger + anderen.
Die sind gerade dabei, sich nach Swissair + UBS in ein unfassbares Abseits via Pelli/Merz/Haltiner zu manöverieren. Rechtsstaat ausgehebelt: man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen. Das ist wirklich unerhört. Wer räumt das in Bern auf?!

  • Lisa Keller
  • 10.01.10 | 13:22 Uhr

Fortsetzung:

Entweder hätten die andere Kommisionen keine deutsche Mehrheiten, oder die deutsche Mehrheiten haben keinen deutschen Kandidaten gewählt. Wo bleibt das Skandal?

Man darf als Gesellschaft ruhig diskutieren, ob eine Uni einen gewissen Landescharakter haben soll, ob die Stellen nach dem freien Markt besetzt werden sollen oder ob (wie in die USA) eine gewisse "Diversität" angestrebt wird. Aber bitte keine Anschuldigungen ohne Beweis.

  • Lisa Keller
  • 10.01.10 | 13:14 Uhr

Es ist eine Sache zu sagen, dass die Anzahl von deutschen Professoren hoch ist und eine andere zu behaupten, dass es durch hinterlistige Methoden so geworden ist. Wenn man Letzteres behauptet, braucht man dafür Beweise. Die Weltwoche hat zwei Berufungskommisionen gefunden, wo deutsche Mehrheiten deutsche Professoren gewählt haben, aber die haben keine Hinweise gegeben, dass die Deutsche unterqualifiziert waren oder dass gleich qualifizierte Schweizer abgelehnt waren. Und was ist mit die anderen Berufungskommisionen?

Fortzetzung folgt...

  • Karin-Maria Schäfer
  • 10.01.10 | 12:47 Uhr

Der Artikel ist weder Fremdenfeindlich noch tendenziös. Er trifft die Sache im Punkt, denn es sind nicht die leistungsstarken Wirtschaftsfächer, sonder die Geisteswissenschaften in welchen der Filz wütet. Ich bin mit einem Deutschen mit Dr. in VWL und BWL verheiratet. Er kann die Aussagen im Artikel nur bestätigen.
An alle Kritiker, lasst doch endlich die ewige Parteien- und Blocher-Schlammwerferei und habt den Mut die unbequemen Fakten anzugehen. Ist es denn so schlimm, dass es vorwiegend die WW oder die SVP ist, die diesen Mut zuerst aufbringt. Oder ist es nur der Neid??!

  • Hanspeter Bühler
  • 10.01.10 | 11:10 Uhr

Den Kopf in den Sand zu stecken nützt nur wieder der SVP. Die fast überall praktizierte Vogel-Strauss-Politik spielt nur immer wieder der SVP Steilpässe zu, die als einzige solche "heisse Kartoffeln" anfassen.

Immer sofort mit der "Fremdenfeindlichkeits-Keule" zuzuschlagen bringt nichts. Wir sollten anliegende Problematiken anständig miteinander debattieren können - so wie es unter kultivierten und aufgeklärten Menschen üblich sein sollte. Es ist nun einmal eine Tatsache, dass eine überaus hohe Anz. d. Professoren geholt worden sind - die in der Folge ihre eigenen Stäbe nachkommen liessen.

  • Werner Bussmann
  • 09.01.10 | 17:49 Uhr

Gleich und gleich gesellt sich gern - eine alte Volksweisheit. Wo Deutsche in ltd. Pos. sind, holen sie Leute in D., Stellen werden nicht mehr ausgeschrieben. Auf Nachfrage wird erklärt, hier sei es sinnlos auszuschreiben, es melde sich niemand. In D. haben sie ihre headhunters, die sich auch an diesem feinen Süppchen laben. Gerade im Spitalbereich funktioniert es oft so. Ich habe Zweifel an den angegebenen Qualifikationen, die sind stets beeindruckend. Tageskurse + etwas Persönlichkeitsschulung werden als höhere Fach- und Managementsqual. deklariert. Kommunikativ sind sie besser! (R. Strahm)

  • Werner Widmer
  • 09.01.10 | 15:38 Uhr

Der Professor ist wie der jeweilige Bundesrat, Verwaltungsrat, Gemeinderat, Beirat.
Man bevorzugt Gleichgesinnte mit gleicher Herkunft. Nur der Blocher leistete sich ein SP-ler in seinem nächsten Umfeld. Ist eigentlich ein Leistungsausweis. Die Nachfolgerin räumt da auch rigorose auf. Nur aus ihrem Umfeld. Der Leuenberger hatte halt mit seinen Postfritzen nicht so gute Hände.
Werni

  • Werner Widmer
  • 09.01.10 | 15:23 Uhr

Frau Studer,
Alles F&E als auch Schulung ist für die Katz, wenn der Wille zur Leistung nicht da ist. Die Schweizer geben sich den schönen Künsten hin. Auch ein Nagelstudio und ein Coiffeur gehört dazu. Ingenieure und Techniker sind belächelte Berufe. Sozialstatus tief. Da machen sich die Sozialberufe und all die Berater doch besser, oder? Zum Beispiel ist eine in Bern mit einem Chemiestudium in der Verwaltung tätig. Deren Studienkosten sind hinausgeworfenes Geld. Es gibt hunderttausende solche Beispiele.
Die Zukunft verlangt lifere, nöd lafere.
Geld für Bildung ist genug da
Werni

  • bruno michel
  • 09.01.10 | 12:08 Uhr

hallo Herr Köppel
Sie haben sich nicht besonders angestrengt haben bei diesem Artikel. kann schon sein, dass die schweizer faul geworden sind, doch bei minusgraden schafft sich's nun mal schwerer.
dass schweizer lieber mit schweizern zusammenarbeiten sollen ist zumindest bei mir nicht so. ich arbeite gerne mit franzosen, deutschen italienern etc. allerdings hat die ausländerpräsenz in der schweiz durchaus auswirkungen, den dreck machen die albaner türken, die gastronomie die italiener (am untergehen), die chefs aerzte usw. sind deutsche. und die schweizer verblöden und werden faul.

  • Beat Richartz
  • 09.01.10 | 11:57 Uhr

Lieber Herr Köppel

Seit wann interessieren sie sich für Bildung?

Lieber Gruss

Beat Richartz

  • Bernhard Zueger
  • 09.01.10 | 07:54 Uhr

Fortsetzung:

Wir werden mit unserem Geldverschleuderungssystem des Staates mit voller Wucht an die Wand fahren.
Eines nicht zu fernen Tages werden wir gezwungenermassen, wohl oder übel, einsehen müssen, dass es ohne Fleiss keinen Preis gibt. Wir sind daran, das solide Gebäude unserer bürgerlichen Vorfahren komplett zu ruinieren.

  • Bernhard Zueger
  • 09.01.10 | 07:51 Uhr

Herr Schlegel
Sie scheinen [gelöscht am 9.1.2010 durch Moderator] wie immer, nur die einseitige Theorie von Linksideologen und Gewerkschaftern zu vertreten. Die Realität sieht anders aus. Wir hängen von der Wirtschaft, von der Leistungsfähigkeit der Bevölkerung ab.
Warum wollen Sie die andere Seite der Medaille nicht wahr haben? Der sozialistische Wohlfahrtsstaat und die Verteilungsmaschinerie geben tatsächlich zu Bedenken Anlass.
Der Satz von Herrn Köppel „ Wie lange kann sich eine Schweiz auf den Leistungen ihrer Vorfahren ausruhen?" ist nicht nur berechtigt.
Fortsetzung:...

  • Lisa Keller
  • 08.01.10 | 22:34 Uhr

Die Schweizer Unis wollen die beste Leute haben, aber weil die Professoren deutsch können müssen, ist die Anzahl der Bewerber ausserhalb von deutschsprachigen Länder eher begrenzt. Angenommen, dass das Anteil von intelligenten Leuten in alle Länder gleich ist, gibt es 10x so viele deutsche Spitzenkandidaten als schweizer Spitzenkandidaten (da die deutsche Bevölkerung 10x grösser ist). Das heisst: die deutsche Professoren sind in der Schweiz eigentlich UNTERrepresentiert!

Keine Verschwörungstheorie sei nötig, um die Verbreiterung vom "deutsche Filz" zu erklären. Es ist reine Statistik.

  • Josef Huber
  • 08.01.10 | 19:30 Uhr

@Karin Meier 08.01.10 11:06
Diesen “einseitigen und oberflächlichen“ Artikel habe ich sehr wohl mit vielen kritischen Gedanken 1 zu 1 aufgenommen. Ich möchte mich deshalb von den vielen Lesern, die Sie der Traurigkeitsstimmung erzeugend verdächtigen, distanzieren. Wie Sie bin auch ich der Meinung, dass der grösste Teil der deutschen Geistesgrössen und Werktätigen in der Schweiz gute Arbeit leistet. Für mich bleibt nur die Frage offen, warum sie denn hier sind ? Sind sie hier, weil sie uns zu missionieren gedenken, da sie uns doch offensichtlich als unterentwickelt betrachten ?

  • Dieter Lohmann
  • 08.01.10 | 19:15 Uhr

Die neuen Opfer der Weltwoche-Hetze scheinen die Deutschen zu sein!

Ich war während Jahrzehnten Weltwoche-Abonnent. Die Weltwoche war immer eine niveauvolle, sachliche, hochstehende, liberale und unabhängige Qualitätszeitung bis Roger Köppel sie übernommen hat.

Heute ist die Weltwoche offensichtlich das Propagandablatt der Schweizer Rechten!

Sie fällt auf durch Hasspredigten und persönliche Verleumdungen!

Von liberal und Unabhängigkeit ist nichts mehr zu merken!

Dieser Artikle beweist einmal mehr, wie fremdenfeindlich die Argumentation der Weltwoche ist!

  • Rainer Selk
  • 08.01.10 | 18:00 Uhr

Selbstverliebte abgehobene Alles-Besserwisser werden durch ständige Wiederholung von 'Fremdenfeindlichkeit' die Schweiz kaum von ihrer toleranten Haltung abbringen, weder links noch rechts, auch wenn alles ach so schlecht 'geredet ' wird. Für was deren Blocher + SVP Phobie alles herhalten muss. Das ist zum Lachen....

  • Marianne Studer
  • 08.01.10 | 17:54 Uhr

Neidhart - So bewerben Sie sich doch auf die entsprechenden Dozentenstellen, anstatt hier gross auszuteilen und diesen rassistischen [gelöscht am 8.1.2009 durch Moderator] der SVP auch noch ernst zu nehmen! Und ob es drauf ankäme, ob von einem deutschen oder schweizerischen Professor unterrichtet wird... was soll dieser kranke [gelöscht am 8.1.2009 durch Moderator] eigentlich! Und das Ems Beispiel ist sehr wohl repräsentativ und zeigt, dass dies ein künstlich kosntruiertes "Problem" der bekloppten Zürcher SVP ist, der jedes Mittel recht scheint in den Medien zu sein! Da gibt es nur eine Antwort des Wählers: "Schueh i [gelöscht am 8.1.2009 durch Moderator]" !

  • Peter Schlegel
  • 08.01.10 | 16:35 Uhr

Fremdenfeindlichkeit wird gezielt geschürt!

Meist geschieht dies durch rechtskonservative und rechtsextreme Gruppierungen!

Die Grunderväter der Weltwoche würden sich im Grabe drehen, wenn sie wüssten, dass ihre Zeitung heute bei der Schürung von Fremdenangst entscheidend mitwirkt!!!

Die Weltwoche rutscht immer weiter nach rechts und bewegt sich langsam aber sicher auf eine kritische Grenze zu!

Sie hetzte im letzten Jahr gegen Rumänen, Bulgaren und Muslime. In diesem Jahr sind die Deutschen an der Reihe!

  • Renato Neidhart
  • 08.01.10 | 16:24 Uhr

Marianne Studer,[geloescht am 8.1.2010 durch Moderator]: was hat denn der VR der Ems Chemie mit der SVP zu tun ? Dass Sie auch noch den Erwerb der Ems-Aktien durch CB in der Grössenordnung eines "Butterbrotes" verorten, zeigt doch deutlich, dass Sie keine Ahnung haben. Lediglich einen pathologischen Hass auf alles, was Blocher oder SVP heisst.

Würden Sie die Professoren-Geschichte wirklich kennen, wüssten Sie, dass es nicht gegen Deutsche geht, sondern darum, dass in deutsch dominierten Auswahlgremien erstaunlicherweise immer Deutsche gewählt werden.

Und da soll man nicht stutzig werden ?

  • Moritz Engler
  • 08.01.10 | 15:29 Uhr

Dass die Wasserträgerinnen der Hochfinanz den Unterschied zwischen dem Ausländeranteil in den VR von SMI-Unternehmen und dem Mittelbau von schweizerischen Universitäten nicht zu erkennen vermögen, wundert eigentlich nicht, wenn man schaut, welche Firmen und Organisationen die "Freisinnigen" in den letzten Jahren so an die Wand gefahren haben.
Deutsche Provinzinzucht sollte man übrigens auch nicht mit Inernationalität verwechseln.

@Gallus http://www.sonntagonline.com/index.php?show=news&id=776
und als Bettmümpfeli:
http://www.sonntagonline.com/index.php?show=news&id=788

  • Marianne Studer
  • 08.01.10 | 11:12 Uhr

Die SVP spielt (wie immer) ein dreckiges Doppelspiel wie mein Beispiel des VR der Ems zeigt.

Von den 20 grössten CHer Firmen im SMI werden nur gerade 6 also nicht mal ein Drittel von Schweizern geleitet. Die CEO's nach Nationalität:

CH 6
D 6
USA 3
A 2
GB 1
F 1
B 1

Die Unternehmerwelt spiegelt die Realität der weltweit vernetzten CH sehr gut ab. CEO's von global tätigen Firmen müssen internationale Erfahrung haben und global vernetzt sein. Wenn mehr CHer das wären, würde die Realität anders aussehen.

  • Karin Meier
  • 08.01.10 | 11:06 Uhr

Ich bin Studentin, Schweizerin und werde fast ausschliesslich von deutschen Professoren unterrichten. Ich bin dankbar dafür!!! Ich werde nicht nur von deutschen sondern zugleich von sehr guten Professoren, die uns Studenten fordern und fördern, ausgebildet.

Und es ist traurig zu sehen, wie viele Leser diese einseitigen und oberflächlichen Artikel lesen und ohne einen kritischen Gedanken 1 zu 1 aufnehmen.

  • Marianne Studer
  • 08.01.10 | 11:06 Uhr

Die Hatz auf die Deutschen der SVP der Stadt Zürich im Hinblick auf die Wahlen wird auf jeden Fall für die Partei nicht aufgehen! Wenn nun bereits Leute aus dem gleichen Sprach- und Kulturkreis diffamiert werden und für eine (rassistische) Säuberung und Helvetisierung auf allen Stufen plädiert wird, dann hat nun diese Partei sich endgültig selber in die rechtsextreme Ecke manövriert und total unglaubwürdig gemacht!

http://www.20min.ch/news/zuerich/story/16039791

  • Irin Landau
  • 08.01.10 | 10:40 Uhr

Mich beunruigt eher, dass unsere Meinungsfreiheit immer mehr durch die Antirassismus-Religion beschnitten wird. Realistisch denken, auf dem Boden bleiben und und aus den gemachten Erfahrungen seine Meinung kund tun ist offenbar immer weniger erlaubt. Die Rassismuskeule hat Hochkonjunktur.

Und wieder betreibt TA Media ein Köppel- und Weltwoche Bashing http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/diverses/Nach-den-Muslimen-die-Deutschen/story/29631029.

Für die Weltwoche eher positv! Werbung neu auch mit Cover der aktuellen Ausgabe :-)

  • Marianne Studer
  • 08.01.10 | 08:56 Uhr

A propos Deutschtümelei:

Der Verwaltungsrat der EMS Chemie ist zu 50% aus Deutschen besetzt!!! Von den 4 VR sind der Präsident Dr. Ulf Berg und ein weiterer Deutscher Dr. Werner Prätorius neben M. Martullo-Blocher CEO und Dr. HJ. Frei (ex SVP ZH Präsi) ...

Wieso hat ausgerechnet Blocher keinen fähigen Schweizer für den VR Präsi Posten gefunden? Weil die Realität eben auch für eine international tätige Ems eine andere ist! Genauso für die Schweiz. Zuwenig eigens Personal für Unternehmensführung und Forschung und Lehre. Das ist die Realität - Reine Wahlpolemik der SVP wie immer!

  • Felix Bärlocher
  • 08.01.10 | 00:56 Uhr

@Moritz Engler:

"Kein Wunder wenn schon der Gemeindeammann von Frauenfeld 260k Jahresgehalt bekommt, lohnt es sich nicht, harte Fächer zu studieren."

Stimmt das tatsächlich?

Zum Vergleich:
Bevölkerung der kanadischen Provinz New Brunswick: 757000
Der Premier von New Brunswick, Shawn Graham, hat ein Jahresgehalt von $ 135,000 .

http://www.cbc.ca/canada/new-brunswick/story/2007/01/02/nb-premiersalary.html
http://www.worldatlas.com/webimage/countrys/namerica/province/nbz.htm

  • Moritz Engler
  • 07.01.10 | 20:18 Uhr

Was heisst hier beworben? Ich habe versch. akad. Titel aktiv angeboten bekommen. 2007 das letzte Mal.

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,644397,00.html

Nicht dass ich irgendwelche Titel nötig hätte, aber ich habe genug mit Leuten zu tun, die sehr wahrscheinlich ordentlich promoviert haben und trotzdem nicht mehr können als ein schweizerischer Zweitjahrstift.

  • Hanspeter Bühler
  • 07.01.10 | 15:45 Uhr

Auch hier bemerke ich nur wieder pure Parteistandpunkte - ganz sicher wider die SVP - aus Prinzip. Probleme bezüglich einer deutschen Zuwanderung sind existent und dürfen aus diskutiert werden - ohne dass man mit der "Nationalisierungs- und Helvetisierungs-Keule erschlagen wird. In der Schweiz hat der Souverän im Gegensatz zu unseren diesbezüglich bedauernswerten Nachbarn im Norden die Möglichkeit, der Legislative in den Arm zu fallen - wenn es nötig wird.

Und über bestehende Probleme zu schweigen oder diese zu kaschieren hat noch nie zu gangbaren Lösungen geführt.

  • Marianne Studer
  • 07.01.10 | 15:18 Uhr

Engeler sie schwingen hier die SVP Polemik Keule derart, dass es niemanden wundert, dass Sie nicht unter richtigem Namen auftreten dürfen! Wer möchte später schon mit solchen Spuren im Cyber Space identifiziert werden? Sicher nicht jemand, der sich für eine Habilitation bewirbt...lol! .. Für die SVPler ist es besser die Details, wie sich Blocher 1983, nach dem Tod von Dr. W. Oswald dem Ems Besitzer, die Aktienmehrheit der EmserWerke für ein Trinkgeld unter den Nagel gerissen hat, nicht zu wissen. Die alten Finanzanalysten und Banker kennen die Details und wundern sich bis heute!

  • Moritz Engler
  • 07.01.10 | 11:06 Uhr

F&E Unternehmer wie Blocher, Wandfluh, Spuhler konnten natürlich schon vor zehn Jahren erkennen was in Asien jetzt läuft. Die Wasserträger/innen der Hochfinanz begreifen es gerade langsam.

Die Orchideenfächer laufen auch unter "Bildung" tragen jedoch wenig zur Stärke von F&E bei. Die harten Fächer waren lange wenig beliebt. Kein Wunder wenn schon der Gemeindeammann von Frauenfeld 260k Jahresgehalt bekommt, lohnt es sich nicht, harte Fächer zu studieren.
Für solche Funktionärsposten reicht ein einfacheres Studium.
Physiker, Chemiker, Biologen verdienen auf dem Weltmarkt eher die Hälfte.

  • Peter Schlegel
  • 07.01.10 | 11:03 Uhr

Fazit:

1. Der Staat den Köppel und Blocher wollen, ist wesentlich teurer als der heutige, der auf der sozialen Marktwirtschaft beruht!

2. Die protektionistische Politik, die SVP und Köppel anstreben, schadet der Wirtschaft enorm!

  • Peter Schlegel
  • 07.01.10 | 10:53 Uhr

Marianne Studer,

Die Wirtschaftspolitik, die Köppel, Blocher und Konsorten propagieren, ist noch viel widersprüchlicher:

1. Sie wollen einen massiven Sozialabbau, haben aber nicht den Mut, der Bevölkerung zu sagen, was das bezüglich AHV heisst (Ein Grossteil der SVP-Wähler sind Rentner!).

2. Sie wollen aber einen riesigen und teuren Staatsapparat, der die Einwanderung überwacht

3. Einen teuren Sicherheitsapparat (Armee, Polizei)

4. Massive Subventionen für die Landwirtschaft

5. Protektionismus, der wenige Unternehmen schütz, aber der gesamten Volkswirtschaft schadet

..

  • Peter Schlegel
  • 07.01.10 | 10:44 Uhr

Moritz Engler,

Du scheinst dich ziemlich auf die BDP eingeschossen zu haben, wie dein fast Namensvetter UP Engeler...

Die Zahlen des BFS belegen klar, dass der Wohlstand eben auch real pro Kopf zugenommen hat!!!

Fakten:

1. Die CH hat massiv von der PF profitiert und wird weiterhin massiv davon profitieren.

2. Nur wer keine Ahnung von VWL hat, propagiert den protektionistischen Weg der SVP!

3. Die CH muss heute massenhaft EU-Recht übernehmen ohne mitbestimmen zu können. Wir sind Passivmitglied der EU. Es ist höchste Zeit, dass wie endlich Aktivmitglied werden und mitbestimmen!

  • Joachim Hahn
  • 07.01.10 | 10:13 Uhr

Ein wunderbarer Artikel! Was mich besonders aufregt, daß man in der "veröffentlichten Meinung" in Deutschland nach Fachkräften aus aller Welt schreit, damit Deutschland nicht "untergeht". In Wirklichkeit strömen massenhaft unqualifizierte aus aller Welt rein, die wir in unserem sozialen Netz durchfüttern dürfen. Mein Nachbarjunge mit besten Ingenieurzeugnissen hat dagegen im niederbayerischen Umfeld keine abschließende Diplomarbeit finden können. Heute macht er die in Zürich mit einer 5 jährigen Arbeitsgarantie, der Schweizer Unternehmer ist hoch zufrieden mit seiner Leistung.

  • Moritz Engler
  • 07.01.10 | 09:20 Uhr

Köppel sieht allermeistens deutlich klarer als jeder mir bekannte BDPler.

Die Bilanzaufblähungen der Schweiz durch die unkontrollierte Masseneinwanderung als Zunahme "unseres" Wohlstandes zu bezeichnen, ist extrem kurzfristig gedacht. Und für EU-phoriker ist es auch extrem schizophren. Oder gwinnt die EU durch den Abgang dieser Leute etwa doch?

207 hochbezahlte Staatsangestellte, die mit idiotischen Diffamierungen in aller Öffentlichkeit beweisen, wie es tatsächlich um ihre intellektuellen Fähigkeiten steht, sollten allerdings jedem Nettosteuerzahler zu denken geben.

  • Marianne Studer
  • 07.01.10 | 09:04 Uhr

Die guten Jahrzehnte mit Bankgeheimnis und einem prosperierenden Finanzplatz sind vorbei. Wenn die Schweiz ihren Spitzenplatz halten will, muss sie sicherstellen, dass F&E und Bildung an erster Stelle der Prioritätenliste stehen. Nur mit einer Volkswirtschaft auf höchstem Nieveau mit Produkten und Dienstleistungen mit hoher Wertschöpfung werden wir reüssieren. Der neolibertäre Verein um Blocher, Köppel und Co. will etwas anderes. Die Rahmenbedingungen kümmern sie wenig, sie wollen primär Abbau des Sozialstaates und einen Nachtwächterstaat.

  • Marianne Studer
  • 07.01.10 | 08:57 Uhr

War zur gleichen Zeit in Südostasien und alle die dort waren, beobachten das Gleiche wie Köppel in Vietnam. Nur was schliesst man aus dem unaufhaltsamen Aufstieg Asiens? Indem man im nächsten Satz in das xenophobe Geheul einstimmt und sein Brett vor dem Kopf wieder montiert. Intelligenter wäre doch aufzuziegen, wie die Schweiz sich in einer globalisierten Welt in Zukunft behaupten kann. Sicher nicht mit Abschottung und nationalistischem Fingerzeigen! Es wäre viel ergiebiger, wenn eine Auslegeordnung gemacht würde und breiter und sachlicher diskutiert würde.

  • Peter Schlegel
  • 06.01.10 | 23:07 Uhr

Die "Welt"woche hat ein neues Feindbild: "Die Deutschen".

Zufälligerweise ist es einmal mehr genau das gleiche Feindbild wie die SVP...

Aber gewisse Leute behaupten immer noch, dass die "Welt"woche nicht das SVP-Propagandablatt sei. Da muss man schon ziemlich blind sein...

Köppel vergisst zu erwähnen, dass wir einen grossen Teil unseres Reichtums den Einwandern zu verdanken haben;dass wir den steigenden Wohlstand der letzten Jahre zu einem grossen Teil den deutschen Einwandern zu verdanken haben!

  • Peter Schlegel
  • 06.01.10 | 23:00 Uhr

"...sie arbeite sieben Tage die Woche von acht Uhr morgens bis zehn Uhr abends."

"Die Leute arbeiten, arbeiten, arbeiten. Das Durchschnittstempo ist noch höher. Der Kontrast nach der Rückkehr in die Heimat fällt deutlich aus."

"Die Unterschiede sind beunruhigend. Wie lange kann sich eine Schweiz auf den Leistungen ihrer Vorfahren ausruhen?"

Die philosophischen Aussagen vom studierten Philosophen Köppel zeugen von einer äusserst naiven Vorstellung von volkswirtschaftlichen Zusammenhängen.

Effizienz und Effektivität sind mitentscheidend! Nicht nur die Zahl der Arbeitsstunden!!!

  • Peter Schlegel
  • 06.01.10 | 22:55 Uhr

"Die Kinder sind die Altersvorsorge der Eltern. Das System ist weniger schlecht als unsere AHV, weil Umverteilung innerhalb der Familie besser, nachhaltiger funktioniert."

Dass Herr Köppel hier eine mittelalterliche Altersvorsorge propagiert, zeigt seine Rückwärtsgewandtheit. Er übersieht dabei, dass gerade diese Form der Altersvorsorge in Entwicklungs- und Schwellenländern zu massiven Problemen führt (Bevölkerungswachstum, Armut,...)!

 
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