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Und Gott erschuf die Frau

In unserer Jahresend-Doppelnummer lesen Sie Interviews mit Doris Leuthard, Federica de Cesco, Eva Longoria, Mayrilian Cruz Blanco, Zaha Hadid, Salma Hayek, Riccarda Lüthi, Christie Hefner, Jehan Sadat, Natalie McLennan, Danielle Lanz, Maryse Vaillant, Caterina Valente u.v.a.m. Anschliessend gönnen wir uns (und Ihnen) eine kurze Pause: Die nächste Weltwoche erscheint am 7. Januar 2010.

Und Gott erschuf die Frau: Brigitte Bardot, Doris Leuthard, Salma Hayek (v.l.n.r.) Illustration: René Habermacher

Frauen über alles: Von diesem Motto liessen sich Pierre Heumann und Andreas Kunz leiten, als sie diese Sondernummer planten. Darin reden Frauen über ihre Erfahrungen in Politik und Diplomatie, über Literatur, Sport und Sex. Wir führen eine Tradition der Weltwoche fort, zum Jahresende ein Interviewheft zu präsentieren. Zuoberst auf der Agenda von Heumann und Kunz stand ein Interview mit der designierten Bundespräsidentin Doris Leuthard. Für das Gespräch im Vorzimmer ihres Büros im Bundeshaus Ost nahm sich die Volkswirtschaftsministerin eine volle Stunde Zeit. Sie parierte kritische Fragen nach der Personenfreizügigkeit und der Minarett-Initiative und sprach mit charmantem Lächeln über weiblichen Waffen, die sie nicht nur in politischen Verhandlungen auf Ministerebene anzuwenden wisse, sondern auch in Interviews mit kritischen Journalisten. 

Die vorliegende Ausgabe ist eine Doppelnummer, die nächste Weltwoche erscheint am 7. Januar 2010

Madame Sadat war entzückt: Die Pralinen von Sprüngli, die ihr Pierre Heumann zum Interview in Kairo mitgebracht hatte, seien genau das Richtige zum arabischen Kaffee. Während die Präsidentenwitwe die Süssigkeiten vom Paradeplatz genoss, stellte sie anhand der Fotos, die in der klassizistischen Stube auf Abstelltischen und der Anrichte herumstehen, die Nachkommen von Sadat vor. Einen Sohn und drei Töchter sowie über ein Dutzend Enkelinnen und Enkel hat sie. Kein Sadat-Spross ist allerdings in die Politik eingestiegen. Nur Jehan Sadat, die 1933 als drittes Kind eines Ägypters und einer Engländerin geboren wurde, vertritt heute das politische Erbe ihre Mannes: «Er war meine Kraft, ich sein Licht», sagt sie über ihren Mann. 

Umfrage: Welche der Frauen in dieser Ausgabe bewundern Sie am meisten?

Es ist eine nicht alltägliche Gesprächsanlage: Die Schriftstellerin Federica de Cesco, 71, unterhält sich mit ihrer Leserin Milena Lüchinger, 15. Der Teenager überraschte de Cesco mit Fragen wie die, ob sie sich beim Wiederlesen ihrer Bücher nicht oft ärgern würde über das, was sie vergessen habe zu schreiben. Das habe sie noch kein Journalist gefragt. Die Schriftstellerin war um eine Antwort keineswegs verlegen: «So oft habe sie sich im Nachhinein geärgert», sagte sie, «über all das, was ich vergass zu schreiben.» 

Mit dieser Ausgabe gibt es einen Stabwechsel in der Bildredaktion. Catharina Hanreich, welche die Abteilung in den letzten zwei Jahren mit Leidenschaft und Kreativität leitete, hat sich entschlossen, nach New York zu gehen und sich dort weiterzubilden. Wir wünschen ihr alles Gute für die grosse Reise und bedanken uns für ihren grossen Einsatz. Damit übernimmt ihre Kollegin Nadine Hofer, die uns mit ihrer Arbeit als Freelancerin und Assistentin der Bildredaktion überzeugt hat. Sie hat dieses Jahr ihren Bachelor an der Zürcher Hochschule der Künste im Fach Medien& Kunst gemacht. Wir wünschen ihr einen guten Start.

Die Redaktion bedankt sich herzlich bei allen Leserinnen und Leser für die Treue im vergangenen Jahr, die Anregungen und die Kritik. Wir wünschen Ihnen frohe Festtage und einen guten Start ins neue Jahr.

Ihre Weltwoche

Kommentare

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  • Rainer Selk
  • 06.01.10 | 13:08 Uhr

Suleima Al-Mahti 06.01.10 08:27
Dieses Forum ist keine theologische Seite. Die Frage um die Auferstehung ist falsch von Ihnen rausgepickt dargelegt. Sie steht in einem viel breiteren, tieferen und aktuellerem Zusammenhang, den zu erörtern hier der Platz fehlt. Kitmet, Inshallah und shokran.

  • Rainer Selk
  • 06.01.10 | 09:26 Uhr

Josef Huber 05.01.10 23:44
Sollte das ganze indessen ernst gemeint sein, wäre das m. E. ein Fall für die ERK. Viele haben sich zurecht über 'mein Kampf' besorgt erklärt, weil das gegen die Juden dann fürchterlicherweise umgesetzt wurde. Und wie liegen die Dinge hier?

  • Suleima Al-Mahti
  • 06.01.10 | 08:27 Uhr

"Ihr Gläubigen! Glaubt an Gott und seinen Gesandten und die Schrift, die er auf seinen Gesandten herabgeschickt hat, und die Schrift, die er früher herabgeschickt hat!" Mit der Schrift, die er früher geschickt hat, kann nun entweder die jüdische Tora, das christl. Neue Testament oder beides gemeint sein, nach meiner bescheidenen Auslegung.

  • Suleima Al-Mahti
  • 06.01.10 | 08:20 Uhr

Oh! Josef, Ihnen entgeht aber auch gar nichts! Da ist mir ein schlimmer Lapsus passiert. Dabei ist in Sure 3,38 klipp und klar von Zacharias und nicht einem Zachäus die Rede. Alle Achtung, Sie machen Ihrem Namensvetter (ich meine den vom hl. Geist gehörnten Anverlobten Marias - ich kenne das christl. Neue Testament auch ein wenig, wie Sie sehen) mit Ihren Schriftkenntnissen! Es steht ja auch geschrieben (Sure 4,136):

  • Josef Huber
  • 05.01.10 | 23:44 Uhr

Rainer Selk 05.01.10 14:56
Suleima hat doch ihre Erklärung als Satire abgegeben. Das müsste einem eigentlich schon daran auffallen, dass aus dem Zacharias ein Zachäus wurde;-)

  • Rainer Selk
  • 05.01.10 | 14:56 Uhr

Suleima Al-Mahti 05.01.10 09:35
Präzisieren Sie bitte, wo, wann, wie ein Erzengel, der normalerweise nur auf Geheiss Gottes agiert, sich zu 'Vernaschungen' äussert.

Wo, liebe Suleima, kann man das aktualisiert 'auf Schweizer Verhältnisse' nachlesen?

Ist 'Verständigung' nur pro-islam, also Gleichung: Minarettablehung = weniger Jungfrauen zum Vernaschen im Himmel. Das glauben Sie doch wohl selbt nicht?

  • Suleima Al-Mahti
  • 05.01.10 | 09:35 Uhr

Der interreligiöse Rat der Engel ist eine vom Erzengel Gabriel ins Leben gerufene und von ihm präsidierte Vereinigung muslimischer und christlicher Engel, geschätzter Herr Rainer Selk. Wie Ihnen vielleicht bekannt sein dürfte, hat dieser prominente Engel nicht nur Zachäus die Geburt des Johannes und Maria die Geburt Jesu angekündigt, sondern auch Muḥammad Gottes wörtliche Offenbarung (Koran) überbracht. Er fühlt sich daher für eine Verständigung der aufgrund seiner Aktivität ins Leben gerufenen Religionen verantwortlich. Alles klar?

  • Rainer Selk
  • 04.01.10 | 22:06 Uhr

Rainer Selk 04.01.10 13:27
Suleima Al-Mahti 04.01.10 09:19

Nachgehakt: bitte präzisieren Sie, was unter dem sagenhaften Titel 'interreligiöser Rat der Engel' zu verstehen ist. Wer masst sich solchen Titel und samt spinnerten 'Bussen-Vergaben' an?
Bei Matt. 22.30 geht es um die Zustandbeschreibung von Auferstandenen. Wie kommen Sie auf den von Ihnen beschriebenen Zusammenhang? Wer denkt sich denn diesen 'Vernaschungsblödsinn' aus?

  • Rainer Selk
  • 04.01.10 | 13:27 Uhr

Suleima Al-Mahti 04.01.10 09:19
'...der interreligiöse Rat der Engel sein Abkommen, wonach gestorbenen Christen/innen im Himmel auch ein paar Jungfrauen, bzw. Jünglinge zum Vernaschen zustehen, für alle Schweizer wieder aufgehoben...'

Wo wurde das veröffentlicht?
Finde ich beachtlich, was sich da einige 'Engel' anmassen. Soetwas hatten wir in den 'besten Jahren der Inquisition', mit vielen unschuldigen Opfern + Kriegen.
Aber vorsichtig sollten diese Herren 'Engel' dennoch sein: es könnte nämlich völlig anders herauskommen, als es sich der 'Rat' das vorzustellen in der Lage ist.

  • Rainer Selk
  • 04.01.10 | 10:19 Uhr

Josef Huber 04.01.10 02:03
'Zeit jenseits des Grabsteins ein ungelöstes Rätsel'
Das Neue Testament äussert sich an einigen Stellen zu dieser 'Zeit'. So sind Entscheidungen dort auch möglich. Es ist aber gut und Weise, dass über jenenTeil des Lebens ein Vorhang liegt, durch den wir in aller Regel nicht hindurchschauen können. Aber das ist wirklich ein völlig anderes Thema.

  • Suleima Al-Mahti
  • 04.01.10 | 09:19 Uhr

Ja, lieber Rainer, zum Thema "Jenseits", bitte ich übrigens noch Folgendes zu bedenken:
Nach dem Ergebnis der Minarett-Initiative hat der interreligiöse Rat der Engel sein Abkommen, wonach gestorbenen Christen/innen im Himmel auch ein paar Jungfrauen, bzw. Jünglinge zum Vernaschen zustehen, für alle Schweizer wieder aufgehoben. Hinfort werden sie, sofern sie nicht direkt zur Hölle fahren, wie bis anhin als geschlechtslose Wesen (siehe Matthäus 22,30 nach der hl. Schrift der Christen) ihrer Tage in der Ewigkeit froh werden müssen. Das ist wirklich sehr schade, aber leider nicht mehr zu ändern.

  • Hanspeter Bühler
  • 04.01.10 | 09:07 Uhr

Ich bedaure es selber - aber ich komme nochmals auf unsere Bundespräsidentin zurück. Das was sie eine Rede zum Neuen Jahr nennt, war eine sehr traurige und langweilige Retortenrhetorik (Ausdruck kam mir spontan in den Sinn). Typisch für die profillose Opportunistin die sie immer war und auch bleiben wird.

  • Josef Huber
  • 04.01.10 | 02:14 Uhr

Noch etwas, lieber Rainer. Die erste und alles bestimmende Entscheidung Deines Lebens wurde Dir ja wohl vorweg genommen: To be or not do be ! Oder doch nicht ?

  • Josef Huber
  • 04.01.10 | 02:03 Uhr

Rainer Selk 03.01.10 12:29
Deine Ueberlegungen, lieber Rainer, sind nicht widerlegbar. Im Leben diesseits der Ewigkeit muss man sich ja wirklich oft entscheiden, vor allem dann, wenn einem die Entscheidung aufgedrängt wird. Ob man dann aus Schlauheit heraus die richtige Entscheidung trifft oder nicht, bleibt allerdings für die Zeit jenseits des Grabsteins ein ungelöstes Rätsel, oder doch nicht ? Du scheinst mehr zu wissen als ich – oder ist es einfach mehr Glaube ?

  • Rainer Selk
  • 03.01.10 | 12:29 Uhr

Josef Huber 26.12.09 19:17
Begriff “Wahrheit“
Daran ist schon Pilatus gescheitert und Christus musste am Kreuz sterben. Griechenland ist mit Sokrates nicht viel weiter gekommen... Im Leben muss man sich täglich entscheiden und kann nicht immer alles 'offen' lassen. Zauderei verschläft, Abgewogenheit istbesser, aber oft nicht möglich bzw. Unüberblickbar. Chancen richtig erkennen und ergreifen ist Schlauheit. Das gilt auch für Gefahren, deren 'Schleichungen' zu begegnen wird allerdings immer herausfordernder...., für Alt und Jung. 'Ver'-Schlafen hilft da nichts.

  • Suleima Al-Mahti
  • 31.12.09 | 18:18 Uhr

@Josef Huber,

Punkto Wahrheit bin ich ganz und gar Ihrer Meinung. Ein sehr nobler Wahrheitsbegriff, den Sie hier vertreten.

  • Josef Huber
  • 26.12.09 | 19:17 Uhr

Du gehst ein bisschen leichtfertig mit dem Begriff “Wahrheit“ um, lieber Hanspeter. Und mit dem Begriff “Stil“ ebenso. Meine Altersradikalität jedenfalls lässt Schlüsse nach Deiner Denkart nicht zu. Ist es doch nicht eher so, dass wir niemals wissen, was das für Begriffe sind ?

“Wir haben die Wahrheit gesucht, wir haben sie nicht gefunden. Morgen suchen wir weiter.“ So wie Sokrates es gesehen und gelebt hat, fände ich es eher stilgerecht. – Nichts für ungut;-)

  • Hanspeter Bühler
  • 26.12.09 | 14:29 Uhr

Die Wahrheit zu hören wenn man die Wahrheit nicht verträgt wird oft mit schlechtem Stil benotet. Stil ist subjektiv. Verrat und Intrigen sind schlechter Stil. Und politischer Berufsopportunismus ist schlechter Stil. Die Wahrheit zu sagen ist das Privileg von Altersradikalität weil diese in der Regel eine gehörige Portion Lebensweishait enthält.

  • Fritz Nussbaumer
  • 25.12.09 | 14:43 Uhr

Es heisst:
Und Gott erschuf das Weib.
Auf der gleichen Stufe zum Mann steht das Weib.
Auf der gleichen Stufe zum Herrn steht die Frau.
Mann = männlich,
Weib = weiblich
Herr = herrlich
Frau = fraulich
Dame = ?

  • Robert Minder
  • 25.12.09 | 12:02 Uhr

Ihre Meinung sei Ihnen unbenommen. Eine Meinung haben ist allerdings etwas ganz anderes als schlechten Stil zu zeigen. Was Ihr schlechter Stil mit 12 Jahren Zuchthaus in China zu tun hat ist unergründlich.

  • Hanspeter Bühler
  • 25.12.09 | 10:32 Uhr

Lassen Sie mir doch meine persönliche Meinung - wir sind hier nicht in China wo man wegen seiner persönlichen Meinung 12 Jahre ins Zuchthaus kommt.

  • Robert Minder
  • 24.12.09 | 12:40 Uhr

Zum Kommentar von HPB 23.12.09 10:16

Zitat von Herrn Bühler: „Frau Leuthard (ist) eine "Schlaftablette" mit wenig Persönlichkeit - ein Lieschen Meier vom Lande und mit einer ebensolchen kleinkarierten Mentalität.“ Frau Widmer-Schlumpf betitelt er in früheren Posts, neben anderen Verbalinjurien als „Bündner Trockenfleisch“.

Schon etwas erstaunlich, was ein Gentleman der als „Stilberater“ firmiert, für ein Stilbewusstsein offenbart.

  • Vreni Schopfer
  • 23.12.09 | 16:54 Uhr

Es gibt immer Menschen, die meinen sie müssen sich auf kosten anderer besser machen. Sehr kleinkariert, ob die wohl bessert sind?

  • Josef Huber
  • 23.12.09 | 11:45 Uhr

Das war kein netter Kommentar zu Doris' Porträt, Hanspeter, sie hat doch so zauberhafte Glutschaugen;-)

  • Hanspeter Bühler
  • 23.12.09 | 10:06 Uhr

Frau Leuthard's Zeichnung der Weltwoche ist in der Tat sehr schmeichelhaft. In der Realität und in der direkten Begegnung ist Frau Leuthard eine "Schlaftablette" mit wenig Persönlichkeit - ein Lieschen Meier vom Lande und mit einer ebensolchen kleinkarierten Mentalität.

 
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