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22.12.2009, Ausgabe 52-53/09

Politikerwitwe Jehan Sadat

«Fanatiker haben keine Religion»

Jehan Sadat vertritt unermüdlich das politische Erbe ihres Mannes, des ermordeten Präsidenten Anwar Sadat. Sie setzt sich für Frieden und Versöhnung im Nahen Osten ein. Und betet dafür, dass ihr Traum noch zu ihren Lebzeiten Realität wird.

Von Pierre Heumann

«Trotz der Tragödie die Fassung bewahren»: Jehan Sadat. Illustration: Dewa Waworka

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Termin bei Madame Jehan Sadat, der Witwe des erschossenen ägyptischen Präsidenten. Sie gilt immer noch als First Lady Ägyptens. Ein Gemälde von Anwar Sadat dominiert die geräumige Eingangshalle, das ihn in stolzer Generalstracht und mit glitzernden Medaillen zeigt. Die zehn Minuten bis zum Eintreffen von Madame nutzt General Mahmoud Seoud, um die Empfangsräume der dreistöckigen Präsidentenvilla in Kairo zu zeigen. Seoud, der schon für Anwar Sadat arbeitete, ist jetzt Bodyguard von Madame, amtet aber gleichzeitig als ihr Sekretär. «Der Schreibtisch, an dem der Präsident über Krieg und Frieden entschied, steht noch an seinem Platz, ebenso die Sitzgruppen, die Anrichte, die Porzellanvasen und die Uhr», sagt Seoud. Neu hinzugekommen seien lediglich Fotos von Enkeln. Dann lässt er von einem Diener arabischen Kaffee servieren. Pünktlich um elf Uhr betritt Madame den Raum, begleitet von einer der zehn weissen Perserkatzen, die den Besucher beschnuppern. Seoud zieht sich diskret zurück.


Frau Sadat, am 6. Oktober 1981 wurde Ihr Mann erschossen.

Ich erinnere mich an die Szenen, als wäre es gestern gewesen. Es geschah während einer Feier unseres Sieges über Israel im Jahre 1973. Unseren Streitkräften war es damals gelungen, Israel so viel Schaden zuzufügen, dass dessen Regierung die USA um Hilfe und Unterstützung bitten musste. Und diesen Erfolg feiern wir seither jedes Jahr.

Viele unserer Leser erinnern sich vielleicht nicht mehr, was Anwar Sadat zum Verhängnis wurde.

Dass er Frieden mit Israel geschlossen hatte. Die Fanatiker waren damit nicht einverstanden. Sie wollten keine normalen Beziehungen mit Israel.

Hatten die Radikalen zuvor Todesdrohungen gegen Ihren Mann ausgestossen?

Mein Mann Anwar wusste, dass es geschehen würde, auch ich wusste es. Aber wir sprachen nicht darüber.

Trug er an jenem 6. Oktober eine kugelsichere Weste?

Am Tag, als er ermordet wurde, forderte ich ihn auf, eine kugelsichere Weste zu tragen. Doch er wollte nichts davon wissen. Er glaubte ans Schicksal. Und er sagte mir, die Kugel könnte ihn ja auch am Kopf treffen. Ob ich denn wolle, dass er mit einem Helm die Parade abnehme?

Wo waren Sie während des Anschlags?

Ich stand auf einem Balkon hinter ihm, zusammen mit meinen Enkeln. Plötzlich hielt ein Lastwagen an, und drei Männer sprangen heraus. Sie eröffneten das Feuer. Mein Leibwächter riss mich zu Boden, um mich vor den Kugeln zu schützen, die unmittelbar in meiner Nähe einschlugen. Das Ganze dauerte wenige Sekunden. Danach kam ein Offizier zu mir, seine Uniform war mit Blut befleckt, und er sagte mir: «Es ist alles in Ordnung, Frau Sadat, machen Sie sich mal keine Sorgen!» Man habe den Präsidenten zur Klinik gefahren, und alles werde gut.

Dass Ihr Mann auf der Stelle tot war, verschwieg man Ihnen anfänglich?

Niemand wollte mir das ins Gesicht sagen. Ich brachte meine Enkel in unser Haus, wo ich heute noch wohne, und fuhr zur Klinik. Da ich mich um Kriegsveteranen kümmerte, kannte ich das Personal. Als ich den Chirurgen sah, wie er im Gang herumstand, als ob er nichts zu tun hätte, begriff ich: Anwar war tot. Mir war aber instinktiv klar, dass ich trotz der Tragödie die Fassung bewahren musste. Deshalb wandte ich mich an Mubarak, der damals Vizepräsident war, und sagte ihm: «Das Land braucht Sie jetzt!»

Niemand hätte es für möglich gehalten, dass er so lange an der Macht bleiben würde.

Richtig. (Lächelt)

Präsident Mubarak, der im nächsten Jahr 82 Jahre alt wird, sieht auf den Postern, die man im Land sieht, zwar immer jünger aus . . .

. . . so ist es richtig!

Aber ein Nachfolger ist nicht in Sicht.

Es wird Wahlen geben.

Und das Volk darf dann Gamal Mubarak, den Sohn des Präsidenten, wählen?

Gamal wird wie jeder andere Bürger kandidieren können. Wenn er das Vertrauen der Bürger hat, werden sie ihm die Stimme geben, sonst nicht.

Glauben Sie denn, dass sich in Ägypten faire Wahlen durchführen lassen?

Die Mehrheit wird sich sagen: Wenn Gamal ein guter Präsident sein wird, wieso sollen wir ihn nicht wählen?

Werden auch andere kandidieren?

Es zirkulieren immer wieder Namen – aber niemand hat bisher eine Kandidatur angekündigt.

Keiner kann die Frage wohl besser beantworten als Sie: Ist das Amt «Präsident von Ägypten» erstrebenswert?

Als Witwe von Sadat kann ich Ihnen sagen: Es ist ein sehr harter Job. Selbst wenn jemand von einem anderen Planeten zu uns stösst, wird dies unsere Probleme nicht lösen können. Zu viele Probleme haben sich in den vergangenen Jahrzehnten akkumuliert.

Welches ist das gravierendste?

Die Ausbildung der Bürger ist schlecht, sehr viele sind Analphabeten. Und es ist ausserordentlich schwierig, Analphabeten zu regieren. Man muss die Leute erst erziehen, bevor sie reif sind, um politische Entscheide zu fällen. In einem Land, in dem rund die Hälfte weder lesen noch schreiben kann, sind Wahlen nicht unbedingt eine gute Idee.

Nach dem Mord verliessen Sie Ägypten.

Ich blieb nach dem Mord zwar fast vier Jahre in Kairo. Doch ich wollte weg, weil ich wütend war nach all dem, was geschehen war. Als ich ein Angebot aus den USA erhielt, um dort zu dozieren, nahm ich es gerne an. Ich brauchte dringend einen Tapetenwechsel und eine neue Herausforderung. Ich wollte mir eine eigene Identität aufbauen. Ich hatte ja arabische Literatur studiert und wollte mein Wissen nutzbringend anwenden. Und dabei natürlich auch Geld verdienen.

Sie hätten auch bleiben können, um in Kairo für das Erbe Ihres Mannes zu kämpfen.

Ich tue das an der Universität Maryland, wo ich am Anwar-Sadat-Lehrstuhl für Frieden und Entwicklung die Botschaft meines Mannes verbreite. Ich spreche immer wieder und gerne über ihn, setze mich für den Mann ein, der sein Leben geopfert hat. Ich werde nicht zulassen, dass man ihn vergisst.

Was zeichnete Sadat aus?

Anders als viele sass er nicht auf dem Präsidentensessel und begnügte sich damit, Slogans zu verbreiten. Er war ein Mann der Tat.

Mit Ihrem neuesten Buch wollen Sie antiislamische Irrtümer im Westen korrigieren. Ist es tatsächlich bloss ein Mythos, dass der Islam eine Religion von Fanatikern ist?

Seit dem 11. September hat der Islam ein schlechtes Image. In den USA und in Europa glaubt man, wir seien Radikale und Mörder. Doch lassen Sie es sich gesagt sein: Der Islam ist gegen Mord und Selbstmordattentate.

Es ist aber eine Tatsache, dass alle Selbstmordanschläge in den vergangenen Jahren von Muslimen ausgeführt wurden.

Die Fanatiker gehören keiner Religion an. Es gibt keine Religion, die ihre Gläubigen zum Mord auffordert.

Immerhin wird der arabische Begriff «Dschihad» mittlerweile im ganzen Westen als Gewaltansage verstanden. So ganz harmlos kann der Islam, der den Dschihad propagiert, also nicht sein.

«Dschihad» heisst Kampf, was aber nicht heisst, dass er mit militärischen Mitteln geführt werden muss. Ein bewaffneter Dschihad ist nur zulässig, wenn der Islam in grösster Gefahr ist. Und nur das Kollektiv der religiösen Autoritäten kann den Dschihad im Namen des Islam ausrufen.

Einflussreiche Gelehrte scheint das aber nicht daran zu hindern, mit Fatwas zu Selbstmordattentaten aufzurufen, um politische Ziele zu erreichen.

Es gibt 1,2 Milliarden Muslime auf der Welt. Darunter befinden sich ganz wenige, die fanatisch sind. Der Islam wird nur wegen dieser Minderheit falsch verstanden.

Sie wehren sich in Ihrem Buch auch gegen den Vorwurf, der Islam sei frauenfeindlich.

Natürlich!

Nehmen wir zum Beispiel Ägypten. In Ihrem Land werden die meisten Mädchen beschnitten.

Das ist falsch. Denn seit zwei Jahren haben wir Gesetze, die das verbieten.

Laut Untersuchungen der Unicef sind in Ägypten nach wie vor 96 Prozent der Frauen beschnitten. Deshalb stellt sich die Frage: Kann das Gesetz auch gegen die Tradition durchgesetzt werden?

Sicher. In neunzig Prozent der Fälle wird die Beschneidung der Mädchen heute verhindert. Denn wer gegen dieses Gesetz verstösst, muss mit einer hohen Strafe rechnen oder darf nicht mehr praktizieren, wenn er Arzt ist.

Wie hoch ist denn Ihrer Meinung nach der Anteil der Mädchen, die in Ägypten heute noch beschnitten werden?

Höchstens zehn Prozent, und zwar vor allem in ländlichen Gebieten. In den Städten kommt es kaum noch vor. Wir klären die Mädchen in den Schulen auf. Sie lernen jetzt, dass die Beschneidung verboten ist.

Gibt es denn bereits Fälle, wo jemand wegen der Beschneidung eines jungen Mädchens bestraft wurde?

Am ägyptischen Fernsehen wurde so ein Prozess zur Abschreckung gezeigt. Ich hoffe, dass das damit ein Ende hat.

Kein Ende hat die Zunahme der Frauen, die mit dem Schleier auf die Strasse gehen.

Ja, leider. In Ägypten tragen heute siebzig bis achtzig Prozent der Frauen ein Kopftuch. Doch das hat mit dem Islam nichts zu tun.

Aber der Schleier zeigt, dass die Frau dem Mann gehorcht und sich ihm unterordnet.

Das muss man differenzierter sehen. Nur ein Teil der Frauen trägt das Kopftuch als Zeichen ihrer Religiosität. Andere tragen den Schleier zum Beispiel, weil sie kein Geld haben, um zum Coiffeur zu gehen.

Es fällt aber auf, dass auch Frauen der Mittel- und Oberschicht immer häufiger nur noch mit dem Schleier das Haus verlassen. Am mangelnden Geld für eine schöne Frisur kann es also nicht liegen.

Das stimmt. Aber der Schleiertrend wird aus dem Ausland importiert.

Sie meinen: aus Saudi-Arabien?

Ja, aus dem Land, wo eine besonders strenge Form des Islam, der Wahhabismus, das Leben bestimmt. Wir in Ägypten waren vor zwanzig Jahren nicht so religiös.

Wobei zu sagen ist: Der politische Islam hat in Ägypten vor rund hundert Jahren mit den Muslimbrüdern begonnen. Und von Kairo aus breitete er sich im Laufe der Jahre in der arabischen Welt aus.

Im Gegensatz zu anderen Regierungen kämpft die ägyptische Regierung aber seit Jahren gegen den politischen Islam an. Und wenn wir von Frauen sprechen: Unsere Frauenbewegung hat im letzten Jahrhundert grossartige Kämpferinnen für die Gleichberechtigung hervorgebracht. Ceza Nabarawi zum Beispiel war eine der Pionierinnen und gründete ein Jugendkomitee, um für die Rechte der Frau zu kämpfen. Eine ihrer Mitkämpferinnen setzte sich dafür ein, dass Frauen Zugang zur Schule und zu Universitäten erhielten. Was heute eine Selbstverständlichkeit ist.

Wie reagierten die Religiösen auf solche Frauen?

Nabarawi zum Beispiel wurde beschuldigt, die Lehren des Islam zu missachten. Das war in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. Aber der Kampf hat sich gelohnt. Der Grossmufti der Al-Azhar-Universität, des weltweit wichtigsten Zentrums für den Islam, hat uns da sehr geholfen.

Inwiefern?

Er hat erklärt, dass der Islam Frauen nicht verbiete, Richterin oder Staatsoberhaupt zu werden.

Also rundum zufrieden mit den Rechten als Frau?

Heute, das muss ich leider sagen, sind die Errungenschaften gefährdet. Viele Frauen tragen zum Beispiel auch deshalb ein Kopftuch, weil sie sich dem sozialen Druck beugen.

Der soziale Druck wirkt sich nicht nur in Kairo aus, sondern zunehmend auch unter Musliminnen im Westen. In Europa haben sie oft grosse Mühe, sich in der westlichen Gesellschaft zu integrieren.

Ich bedaure das. Musliminnen, die im Westen leben, müssten sich besser integrieren, ohne natürlich ihre Religion aufzugeben. Wer im Ausland lebt, muss sich anpassen. In den USA mache ich das auch. Ich bete, und ich faste während des Ramadan. Aber gegen aussen bin ich angepasst. Wie viele andere auch. Viele muslimische Frauen, die ich in den USA kenne, stellen in ihrer Wohnung sogar einen Weihnachtsbaum auf.

Gehören Sie zu einer bestimmten Moschee?

Weder in Ägypten noch in den USA. Ich ziehe es vor, zu Hause zu beten. Ich glaube, dass Gott überall ist.

Befürchten Sie, dass Ägypten eines Tages ein islamischer Staat werden könnte?

Nein, nie. Ich kenne den Einfluss der Muslimbrüder. Er sollte nicht überschätzt werden.

Ihr Mann hat die Muslimbrüder, die sein Vorgänger Gamal Nasser ins Gefängnis gesteckt hatte, aus dem Kerker entlassen. Er wollte sie teilhaben lassen an der Demokratie. Und am Ende brachten sie ihn um.

Es wäre aber falsch, alle Anhänger der Muslimbrüder als fanatisch zu bezeichnen. Nur einige sind radikal. Viele wurden zudem erst aus dem Gefängnis entlassen, nachdem sie öffentlich erklärt hatten, den Islam falsch interpretiert zu haben.

Und Sie glauben diesen Bekenntnissen?

Bereits vor einigen Jahren sagten die Muslimbrüder, es sei ein Fehler gewesen, Sadat umzubringen. Denn Sadat sei ein wahrer Muslim gewesen. Ob ich ihnen traue, wollen Sie wissen? Das ist eine andere Frage. Ich kann niemandem trauen, bevor ich ihn sehr gut kenne.

Ihr Mann hatte Grosses vor mit Ägypten. Er schloss nicht nur den Frieden mit dem Erzfeind Israel. Er begann, das Land für ausländische Investoren zu öffnen, er wollte die Wirtschaft liberalisieren. Doch seit seinem Tod scheint Ägypten stillzustehen.

Die Unterdrückung der Palästinenser lähmt unser Land.

Wir sprechen von Ägypten, nicht vom Leiden der Palästinenser. Wo sehen Sie da einen Zusammenhang?

Ägypten versucht seit Jahren, Israelis und Palästinenser sowie die Fatah und die Hamas miteinander zu versöhnen.

Doch das wichtigste arabische Land versagt, hat zu wenig Einfluss und Kraft, um die Probleme an seiner Grenze zu lösen.

Daraus einen schwindenden Einfluss Ägyptens abzuleiten, ist falsch. Wir haben es schlicht mit störrischen Unbelehrbaren zu tun. Was kann man schon ausrichten, wenn sich zwei dumme Parteien nicht zusammenbringen lassen? Unser Präsident Hosni Mubarak wünscht sich nichts sehnlicher als den Frieden, denn was sich zwischen Israelis und Palästinensern abspielt, wirkt sich auch auf uns aus. Und zwar negativ.

Die Palästinenser bestehen auf ihrem Rückkehrrecht. Israel wird das nie zulassen, aus Angst, die jüdische Mehrheit zu verlieren.

Die palästinensischen Flüchtlinge werden nie ins heutige Israel, in ihre alte Heimat, zurückkehren wollen. Sie sind in Ägypten, in Jordanien, in Lateinamerika, oder wo immer sie auch sind, gut integriert und denken nicht daran wegzuziehen. Aber sie fordern das Recht auf Rückkehr, um das Land zu besuchen, das früher ihre Heimat war.

Weshalb sind die arabischen Staaten eigentlich nicht in der Lage, im Nahen Osten endlich für stabile und friedliche Verhältnisse zu sorgen?

Wir Araber sind nicht vereint. Das ist das ganze Problem. Wären wir vereint, wären wir eine Macht in dieser Welt, mit der zu rechnen ist. Wir haben ja Erdöl, verfügen über viel Land, haben eine Landwirtschaft, kurz: Wir besitzen so viele Ressourcen, die uns Reichtum versprechen. Falls wir uns zusammentun, könnten wir all das gemeinsam nutzen.

Weshalb sind die Araber denn nicht vereint?

Weil wir nicht klug sind.

Nach all den Jahren erfolgloser Friedensbemühungen: Glauben Sie noch an eine Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts?

Natürlich. Wir haben ja keine andere Wahl, als auf den Frieden hinzuarbeiten. Ich bin optimistisch. Diese Fanatiker haben keine Zukunft. Und ich hoffe, noch zu meinen Lebzeiten Frieden erleben zu können.

Wie gut stehen die Chancen, dass Sie Frieden in der Region erleben?

Erschienen in der Weltwoche Ausgabe 52-53/09
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Kommentare

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Carsten Christ     15.01.10 02:43

Nachdem ich diesen Artikel gelesen habe, ist meine Einschätzung von Frau Sadat folgende:

Entweder sie verharmlost die Gefährlichkeit des Islams (aus was für Gründen auch immer) ganz bewusst oder sie muss ziemlich naiv sein.

Markus Schneider     09.01.10 18:44

Frau Sadat leidet offensichtlich unter Wahrnehmungsstörungen, wenn Sie von einer "Feier unseres Sieges über Israel" faseln kann. Einen solchen Sieg gab es niemals, stattdessen gab es auf arabischer Seit 20'000 Tote (gegenüber 2'500 Israeli). Die israelischen Streitkräfte standen bereits jenseits des Suez-Kanals kurz vor Kairo. Und das, obwohl sie vom arabischen Angriff überrascht wurden.

Zum angeblich friedliebenden Islam ist einmal mehr nur zu sagen, dass ich weiterhin eine klare und tätige Distanzierung der Friedliebenden von islamistischem Terror vermisse. Ich deute das als Sympathie.

bruno michel     09.01.10 11:54

Der Interviewer hat sich redlich bemüht, aber wo nichts ist kommt auch nichts raus. ein total ödes blabla, welches die Witwe eines wirklich beindruckenden Staatsmanns von sich gibt. Wo sind Leute mit Format in islamischen Ländern, die wenigstens ein bisschen Selbstkritik üben?

Albert Thoma     07.01.10 08:56

@Peter Schlegel!
Langsam aber sicher habe ich das Gefühl, nachdem ich gewisse Statements von ihnen gelesen habe, dass sie ein Moslem sind!
Haben sie effektiv das Gefühl, dass Frau Sadat ihnen Antwort geben wird?!

Peter Schlegel     06.01.10 13:53

"Sie wehren sich in Ihrem Buch auch gegen den Vorwurf, der Islam sei frauenfeindlich.

Natürlich!

Nehmen wir zum Beispiel Ägypten. In Ihrem Land werden die meisten Mädchen beschnitten.

Das ist falsch. Denn seit zwei Jahren haben wir Gesetze, die das verbieten."

Die Beschneidung von Mädchen hat nichts mit dem Islam als Religion zu tun, Herr Heumann.

Auch in christlichen und anderen Gemeinschaften in Afrika, Asien und Südamerika werden Mädchen beschnitten!

Der Koran erwähnt die Beschneidung mit keinem Wort!!!

Peter Schlegel     06.01.10 13:46

Anwar Sadat und Isaak Rabin wurden beide von Fanatikern aus den "eigenen Reihen" erschossen, weil sie Frieden mit dem "Feind" abgeschlossen hatten.

Das zeigt: Fundamentalisten gibt es in allen Religionen!!!

Peter Schlegel     06.01.10 13:44

"Seit dem 11. September hat der Islam ein schlechtes Image. In den USA und in Europa glaubt man, wir seien Radikale und Mörder. Doch lassen Sie es sich gesagt sein: Der Islam ist gegen Mord und Selbstmordattentate."

Besten Dank für diese Klarstellung, Frau Sadat!!!

"Es gibt 1,2 Milliarden Muslime auf der Welt. Darunter befinden sich ganz wenige, die fanatisch sind. Der Islam wird nur wegen dieser Minderheit falsch verstanden."

Völlig richtig!

Sergio Frei     22.12.09 21:49

sicher ist die leistung , zumal präsiwitwe und studiert zu honorieren. das urteil über den islam kann man, speziell nachdem man dies interview gelesen hat, nicht revidieren. des weiteren empfehle ich die leküre "il palazzo yakoubian/feltrinelli. leider erst kurzzeitig zu erhalten und unverständlich wie es die agypt. zensur passierte. wer agypt. kopten(altchristliche ausrichtung)kennt, wird andere geschichten hören. auf fröhliches diskutieren.
agypten ist die vielseitigste und europa-naheste variante. troztdem...!

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